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Full text of "Ausbund, das ist: Etliche schöne christliche Lieder, : wie sie in dem Gefängnüss zu Bassau in dem Schloss von den Schweitzer-Brüdern, und von anderen rechtgläubigen Christen hin und her gedichtet worden. Allen und jeden Christen welcher Religion sie seyen, unpartheyisch fast nützlich"

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Sohn Carter GBrown 
Lihram 


Bromun situ | 
Walter Sylvester Hertzog, 


Harvard 1905 































Fusbund, 
Das ift: 


Etliche fhöned 


Sau © “a i EN £ 
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f 8 > ji u N a 


Wie fie in dem Gr 
faͤngnuͤß zu Baſſau in dem 


Schloß von den Schweitzer⸗Bruͤdern, 
und von anderen rechtglaubigen 
Chriſten bin und her ges 
Dichtet werden, 


Fllen und jeden Chriften 
welcher Religion fie fenen, un 
NN parcheyifch faſt nuͤtzlich. 








Gedruckt bey Chriſtopy Saycııy & 






45 








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— Mdieſem Büchlein findeft dis 
| Guͤnſtiger Lefer und Sam 
Aa ger fatt ſchoͤne Lieder, die 

ey aus Bitte guthertziger Leis 
| — ten zuſammen getragen 
find, und wiewol ſte nicht einerley Reli⸗ 
gion, iſt doch hierinnen einem jeden ſein 
Gedicht ungeſchmaͤht gelaſſen, der Hoff⸗ 
nung es werde niemand Die Schaͤflein 
Ehrifti durch Lieder oder anders aug 
feines Daters Hand reiffen, auch weil 
der Glaub in Ehriftum nicht jedermang, 
nach eines Menfhen Hang oder Zwang, 
auch nicht des wollenden oder lauffen« 
den, fondern eine Gabe ilt der Erbar—⸗ 
mung Gottes, ja eine geiftlihe Gabe 
Gottes von oben herab, und nicht eine 
Sache aus dem Sleifh und Blut, wie 
Ar der 





















N ze 


vorede. 


Ber Juͤdiſche Samen deren, Die untes 
De in erſten Teſtament oder Bund wa— 
ren ift, fondern eine Einfehreibung Des 
Geiftes Chriſti in die Sinn⸗ und Hertzen 
deren, fo in den neuen von Gott gemach⸗ 


a NER rin 





E ten Bund gerretten, unter welchem von 
Ben Kleinften biß auf den groͤſten Der 





EN mündtichen Bekantnuß näher und beß 


Herr ertant wird, durch die Bergebung 
ihrer Sunden. Derbalben guter Doff> 
ung. daß alle die fo vom Gott gelehrt 
und gezogen werden, hierinnen keinen 
Schaden nehmen: Dann hierinnen kei⸗ 
ter etwas zu glauben dann was ibn 
der Schrift geinaß dunckt) genoͤthiget 
wird, wie man dann jetzund wider die 
Schrifft bey viele ſieht, daß die Sad) ley⸗ 
Der furgenommen wird, was der Ober⸗ 
herr glaubt, das muͤſſen auch Der meh⸗ 
reretheil der Unterthaͤnen und viel auß 
Zwang oder Heucheley, Gunſt zu erlan⸗ 
gen bekennen wirdauch mit. Straff des 
Schwerdts, Gefangnuß und Gelds 

ben etlichen mit Unverſtand darob ges 
Halten, es ſeye bey Papiſten oder bey an⸗ 
dern, fo mit verachtung der Paͤpſtleren 
fi Ehriften, und der Apofteln Lehr in 


ſer 





Ooredeo 





Br, 


fr zu ſeyn ruͤhmen. In welchen ſchwer⸗ 
uUnd wichtigen Sachen, zu allen Theuen 
- Die Lehrer und Prediger ſolche Stände, 
Die ſich doch ale Knecht des Sriedens, oder 
Doriteher, wie fie fich darfür halten. 
und ruhmen, die Oberfeit ben ihrem 
- Amt in Doliceyen und gemeinen Burs 


erlichen Sachen das B 


€ 


oͤſe zu ſtraffen, 


ardurd) Das Gut und Ehrbarkeit ge⸗ 


x uber 


handhabet wird, zu bleiben, und nicht 
Hefeste Ordnung zu greiffen, Bere 


ahnen, Bedeneten, daß fie eine Obers 


fee 





der Finſter nuß diefer Welt, dag ift, 


‚Die Boßheitimälingerechtigkeit, Diefels 
ben zu ftraften, gefegt ift, welches Ant 
Dann auch dem gottlofen Heyden Neros 
ni (dann dag Dberkeitliche Amt keinen 
Zun Ehriftum macht, auszurichten bes 
fohlen ift. darum auch darvon Paul zu 

den Römern am 13. den Ehriften, der 
Oberkeit als Gottes Dienerengehorfam, 

und Steuer zu leiften gebuͤrt daber neñt 
Gott den Heydniſchen König Nebucade 
nezar feinen Kuecht, Serem. am 23, 
und am 43, dann die Oberkeit wird eine 
Ruthe feines Zorns genandt, Jeſa. 10 


Sie ſehen aber 3 





u, das ſie aus anderer 
93 


Anreigung 









































u PR. 


| Vorede. 


Anreitzung ihr Amt nicht mißbrauchen, 
Dam weil das Amt aller Oberkeit von 





Ett verordnet iſt, (wie dann lautet 


das Wort Ehrifti zu Pilato, wäre es 


dir nicht vonoben herab gegeben.) So 
wiles einem jeden Negenten gebühren 


Die Worte Danielis zu erwegen, daß der 
Allerhoͤchſte der Menſchen Koͤnigreichen 
maͤchtig iſt, und fie dem, der ihm darzu 


gefaͤllt gibt, darum man auch Gott dem 
Geber diches Amts, mehr ſchuldig iſt 
‚zu gehorſamen, dann dem es gegeben 
wird, Hierinnen mögen alle Pflaͤger 


odır Fuͤrgeſetzte von der Oberfeit wohl 
waͤhrnehmen, das ſie die Unfchuldigen 
nicht betrüben, und ein Deckel darüber 
machen, Es iſt meiner guadigen Herren 
Befehl, ich muß egtbun. So wiſſe ein je⸗ 


- der, daͤß die Knechte Dilati, die Chriſtum 


ſchlugen und ereußigten, von wegen des 
Befehls ihres Herren an jenem Tag 
vor Gott gar nicht werden unſchuldig 
ſeyn: Mer Ohren hat zu hoͤren, der mer⸗ 
cke mit Veiſtand darauf. Aber es 
dunckt viel Leut, daß ſolche Sachen mehr 
dir ch Aureitzung der Lehrer entſprin⸗ 
gen, dieweil ſie ſehen, daß ſie in die Dotz 


ns 


Vorebe. 


ne ſaͤen, und Ihre Lehre ohne Frucht abs 
geht, fie pfiaugen durch Straffe des 
Schwerdts, Gefangnüuß, Gelds; aber 
der Herr berichterfie, Mala. 1. UudDdies 
weil man Gott in fein Amt greifft auch, 
das ſo durch feinen Geiſt getrieben mit 
wi ligem Hertzen augenoinen werden 
ſoll, durch fleiſchliche Gewalt indie Leu⸗ 
te dringen will, ſo doch in keines Men⸗ 
ſchen Hand ſtehet den Glauben zu geben, 
Roͤm 10. oder den Unglauben zuftrafz 
fen, deffen Straf ift ewige Verdamm⸗ 
nuß weiches Ehrifto zufteht, wirds nicht 
mit ſolchem unſchrifftlichen Suhrnehmen 
je. arger Es wäre derhalben gut, daß 
man die Decke von den Augen abthät, 
und fich Die Ehre nicht felbitgeben, ſon⸗ 
pern den Worten Dauli ein Sortgang 
laſſen, welche der Geiſt Gottes treibt, 
Die find Kinder: Da ift all Menichlich 
Zreiben aueggefchloffe, aber wie die Apo⸗ 
fteldie Chriſtliche Kirchen, durch Krafft 
des Heiligen Geiftes und Mittel des 
Banns erbauet, das Böfe von ihnen ger 
than, Doch nicht darum aus dem Land 
verjagt, oder das ihrige genommen, ſo 
treiben jetz viel das Wiederſpiel, wasdie 


AWooſtel 
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J 



















n |) Voredé. 
h ı Apoſtel durch Gottes Kraft und Mittet 
des Banus gethan, thun fie durch Man⸗ 
dat der Oberkeit, und wollen den Glau⸗ 
bendurch aͤuſſerliche Gewalt den Leuten 
andringen, wie ernſtlich es aber fuͤrge⸗ 
Rommen wird, ſo will doch kein Zeuge 
nuß Gottes zur Berbefferungund Neu⸗ 
| er Geburth Daraus erfolgen, ob nun der 
FU  BDrangel am Deren Chriſto, ob er bif 
wi ans Ende der Welt, bey feiner Kirchen 

* bieiben will, ſey, oder an folchen unbe⸗ 
| Dichten Leuten, mageinjeder Ehriftbey 
Ihm ſelbſt bedachr feyn. So man aber 
beydes der Apoſteln und jetiger Zeit etli⸗ 
Ser Lehrer leben u. Thun gegẽ einander 
legt, oder wie eg fich mit dem Spruch 
Pauli, Phil. 3. vergleiche, da er ſagt: 
Folget mir nach, Schet auf die, die alfo 

wandlen wie ihr uns habt zum Vorbil⸗ 
de ſtehet einem jeden frey zu erwegen. 
Herin aber wird nicht dag Amt Der 
Oberkeit das Boͤſe in Bürgerlichen Sa⸗ 
chen zu ſtraffen aufgehaben fondern in 
Glaubens Sachen. Dann ein Ober⸗ 
Feii it geſetzt die augenfcheinlich böfe 
Wercke und nicht den böfen Glauben 
au jtarfen: Sintemal der Unglaub ein 
| sinfichbar 

















Yorcda 


infichbar Ding itt, fo wohlafs derrechte 
Hlaud eine Ergreiffung dere Dinge, die 
an nicht ſtehet. So gibts je die Ma⸗ 
ur, daß auch deſſen Straf und Belohe 
tung Gott (Der ing Verborgene fiebety 
lem zugehört, Darum auch ein jeder 
Dr ſich ſelbſt Gott Rechenſchafft geben 
nuß, was er gethan, es fen Gutes oden 
Boͤſes, die weil fein Menſch in das Bere 
orgene feben, oder in ſolchen Sachen 
or der Zeit nichts richten kan, biß der 
Herr kommt, welcher die Rathſchlaͤge 
er Hertzen offenbaren wird. Darum 
rkennt die Rich Ehrifti ein ander Ge⸗ 
icht hierinen, nehmlich den Bañ, ſo von 
Chriſto und den Apoftelen befohlen und 
ebraucht. Derhalben moͤgen die Ane 
eher der Obrigkeit ihr ſchwer Urtheil 
vohl bedencken, daß nicht durch unfchule 
ig Blut ihre Verdammnuß defto ſchwe⸗ 
er werde. Dann den Chriſten ge⸗ 
ürt, ihrem Lehrmeifter nach, nicht zu 
erfolgen, fondern verfolgt zu werden. 
ber wie dein alleın, wann es nicht 
Nacht und dunckel würde, wer wolte 
viſſen was Tag ware? Lind wenn fol: 
he Verfolgung unterm Namen Chris 
Us ft 


— 


















an Pe 


Vorede— 


Fi (daran fie Gott zu dienen vermeinem 
nicht gefchäbe, wie würde dann die 
Schrift erfuͤllet? Welches alles dem 
gottesfücchtigen Lefer, mit unpartheyi⸗ 
ſchem Gemuͤth zu erwegen, hie an ftatt 
- einer Wahrnung in der Kuͤrtze Chriſtli⸗ 
Her Meynung heimgeſtellt it, mit Be⸗ 
trachtung, daß man in alle folchen Sa⸗ 
eben, kein fleifchlich noch irrdiſch 
Lob, jondern vielmehr mit 
Chriſto eine Dornen Kro⸗ 
ne dencket Davon 
gu bringen, 

























Das ı Kied & 





— — — — — — TE m 


Diß erfte Lied, gibt einen Bricht, wie 
Die Chriften im Get und Warheit ſingen⸗ 

baten, und pfalmieren ſollen: Und 
‚geht im Thon, Es iſt das Heil 4 


uns Fommen ber/ 2x. | 
| Das erft Gefen- | 
Sau die Harf, iſt gut und ſcharf, in 
3 Daß fie in Ohren klingen, Bi 
Noch laut fie nicht, fie fey dann g’richt, 
Kein Septihr'n Hall recht bringet, wi! 
Wo man nicht recht, greifft oder ſchlaͤgt, 


Hit Kunſt frey Führ, nach Tablatur, J 
Collectur und gut Rieflen. | 


2. 
Ehen alſo halt ſichs auch do, 
Mit Davids Pfalmen gute, 

Wann du nicht biſt, ein vechter Chriſt, 
Sondern noch Fleiſch und Blute, 
So kling ſt nicht zwar, in Gottes Ohr, 
Ob du gleich meinſt du ſeyſt gott s freund, 

Lind habit recht Davids Harffen. 


MAUS, 

Biſt du guts muths, voll Freud und guts, 
Daß dein Mund uͤberlauffet, 

Alsdann brich auß, zur thuͤr ins Hauß, 
Wuͤrck was Gottin dir ſchaffet, 

Sein Geiſts inbrunſt ſonſt iſts umſonſt, 

Es hilfft doch nicht, des Gleißners en | 


















⸗ Das 1. Lied. 











| Es wirdeinhölßern Gelächter, 


| 4. 
Thu her dein Ohr, geh waͤſch dich vor, 

Lern wohl thun, das Recht üben, 
Gerechtigkeit, Barmhertzigkeit. 

Und deinen Nachften lieben: ß 
Komm dann, bif ftill, nach deinem Will, 
Wie ſichs gebührt, du wirft erbört, - 

Eh du auf hörft zu bitten, | 








5, 18 
Auch fing umd bitt, recht wie David, 
" ı Sonft ifts ein leer Getuͤmmel, | 
Viel laut Geſchrey, Fein Wollnoch Ey, 
Wie der Heuchler Gebruͤmmel | 

In Mattheo, und auch Luca: 

br Mund ſchreyt her, ihr Hertz iſt fern, 
Vom Grund wohl tauſend Meilen, 

6 


Sanct Paul uns heißt, durch Chriſti geiſt 
Lobſingen und pſalmieren, 
Jacob dem Bott, folg du in Bott, 
Den Herren preißtz mit Zieren, 
Gleich wie David, fo Tauf dein Bitt,. 
Sonſt wirds Gebet, zur Suͤnd geredt, 
Gott hört kein gottloß brüllen, 


2 | 

Vor Gott recht bat, mit Buß, wie thaͤt 

Der binden ſtuhud im —— 
ev 















— — — — — 





Ders Gebott haͤlt, der iſt erwaͤhlt. 
Drum bitt nach recht Exempel, 

Db man hoͤrt ſchon, den Mund nicht gon, 

Wie Moſes ſtumm, und Hanna fromm, 

Noch hoͤrt Gott was du bitteſt. 


8 
Viel ſtellen ſich gleichwol klaͤglich, 
Als waͤrs ihmn hertzlich ernſte: 
Sie kommen her, wohl zu der Lehr, 
Demuͤhtig redt der haͤrteſte. 
Ein jeder meynt, ſie waͤren Freund, 
Durch Chriſti Lehr erbauet ſehr, 
Wenn ſie alſo pſalmieren. 


| | 9 ' { 
Man fragt und laufft, jadaf man oft 
Dein Wort mir Ohren böret, 
Rührtsdoc niemand, mit eim Sliedam 
Zu thun nach reiner Lehre. 
Ach das ift fern, von Dir O Herr, 
Machen nur viel Lieder-Kurtzweil, 
Mit dem Mund bloß hofieren. 


10 
Recht ſagt der Herr, nicht ein jeder, 
Der rufft und ſchreyet Herre, 
In mein Reich kommt, der alſo brommt 
Sondern wer thut mein Lehre. 
Sonſt kenn ich nit, den der da hitt. 
Der Gleißner Art das Hertze wart, u 


\ 


Das 1. Zied, s 


























% Mas r Kied, 


Gott ehret nur mit Lefftzen. 


| IE 

Heb aufdein’ Hand, gen Gott dich wend 
Mit deiner Seel und G’mütde, 

Bor Gott recht tritt, von Hertzen bitt, 
Und danck ihm feiner Güte: | 

Damm klingt es wohl, ift Sreuden voll 

Sonſt bat dein g'ſang thon oder Klang 
Iſt nur ein ZungeneHräfchen, 





i2 
Das hertz nur finat, was vor Gott klingt 
Dein Mund ife nur HDolmerfche, 
Wanñ dein hertz ſteht wie dein Mund geh 
In des Herren Geieße: | 
Per Chriſti Bund, mine In den Mund 
> Mas fein maul hrum weiſt s hertz nit un 
Gott ſpricht: Weicht auß ihr Spoͤtter 


15 ? 
Chriſtus ſtrafft rauch den Mißgebrauch 
Den treibt des Sathans Rotte: 
Wie auch ſtrafft Paul, das man ſo fau 
Als jetzt in dieſer Note, 
Die Sylben hellt, ohn Geiſt erbrellt, 
Geht nur im ſchein, iſt alls unrein, 
Wiewol fie ſchoͤn thun ſingen. 


14 N 
Ein werck ohn Glaub haͤlt kurtz die prob 
Was Cains Rott ſingt und thute, * 























Das 2. Lied, } 


&s muß Abel, da fern ohn’ Seht, 
Der Unfalſch thut das Gute, 
Dir geb die Ehr, des Himmels Heer, 
Mit Herb und Zung, alte und jung, 
Durch Jeſum Ehriftum, Amen. 
Das 2 Lied. 
Der Ehriftlicd Glaub, Gefangs-weiß 
gemacht : wird auf vielerley Melo⸗ 
Denen gefungen. 








I, 
IN glauben all an einen Gott, 
Und lieben ihn von Hertzen. 

Der im Himmel fein Wohnng bat, 

Siht allen unfern Schmertzen, 
Der alle Ding allein erhalt, 

Muß alles vor ihm erſtummen, 
Gnaͤdig und mildgegen aller Welt, 

Ein Vatter Aller Srommen, _ 
Niemand der je auf erden kam, 

Mag feiner G’walt entrinnen. 
Allmachtig ift fein hoher Nahm, 

Kein Stärck thut ihm zerinnen, 
Er ſicht ins Hertzens⸗Heimlichteit, 
Gar tieff in das Berborgen, 
Ja taufend Jahr vor ihm breit, 

Seind wie der geftrig Morgen, 
Aug einem Wort hat er gemacht 
Den Himmel und dir Erden, 


2 WM 









— ee U 


« DAB 3. Lied 
en Ba — —— 
Das Meer, wie er das hat bedacht, 
Und. was immer mag werden, 
Das Firmament zum aller hoͤchſt, 
Die Waſſer unterſcheyden, 
Und alles was auf der Erden waͤchft, 
Die Bluͤmlein aufder Heiden, 
Die Sonn und Mond, auch alle Stern 
Die Tagımd Nacht beleuchten, 
Was fleugt und ſchwimt im warfer germ 
Und wohnet in der Feuchte: | 
Das Vieh und die menfchlich Figur, 
Thut uns die Schrift verjeben: 
Die Geiſt und Engliſche Erestur, 
Und was man nicht kan fehen; 
Iſt all s von ihm gefcheben. 


2; 
Wir glauben auch an IEſuum Chriſt, 
Den Heyland aufferoren, 
Der warlich ein Sohn Gofteg iſt, 
Er heißt der eingebohren, 
Sein Urſprung bey dein Vatter war; 
Eh die Weit bat ang'fangen, | 
Ein Licht und Glantz gar hell und Flat, 
Bon Gott it er außgangen, 
Gebohren, doch gefchaffen nicht, - 
Dem Batter gleihim Weſen, 
Durch ihn all Ding war zugerihl, 
In ihm ſoll alle geneſen. & 







































Das 3 Kted, 





—n — 


Er ward zum Fleiſch von Heiligen Geiſt, 
In Maria der reine, | 
In armer G’ftalt auch allermeift, 
_ Ein Menſch wie ander g'meine, 
Fuͤr unfer Suͤnd ans Creutz gehenckt, 
Unter Pontio Pilaten. 
Geſtorben und ins Grab verſenckt, 
Hinunter zu den Todten, 
In die Hoͤlle gefahren iſt, 
Als die Apoſtel ſagen, 
Erloͤſet hat zu dieſer friſt, 
All die gefangen lagen. 
Erſtanden iſt am dritten Tag; 
Wie von ihn ift gefehrieben, 
Seftiegen auf, alg er vermag, 
Gen Himmel, und da blieben, 
zu eines Vatters rechten Hand, 
_ Bald wird er wiederfommen, 
„errlich zu richten alle Land, 
Die Boͤſen und die Frommen, a 
Seins Reichs wird ſeyn Fein Sune 


Bir glauben auch in Heilgen Geift, 
Die heimlich Gottes Kraffte. 

Yer aller Hertzen Bedancken weiße, 
Gibt ihnen Geiftes Saft: 

er kommt vom Vatter und dem Sohn, 
Und wirekt in — das Leben: 


Di 

















— neun. men nennen — — — 
— —— 


— meter — —ñ —— — — — 






Den wir zugleich thun baͤtten an, 
Goͤttliche Ehr ihm geben. 
Er iſt der etwan hat geredt. 
Durch die Heil'ge Propheten, 
Dom Heyl das jetzt auf Erden geht, 
Durch Chriſtum den Getoͤdten, 
Wir glauben ein’ heilige G'meyn, 
Ei’ Apoſtol ſche Kirchen. 
Die durch den Heil gen Geift allein 
Befteht, und läßt ihn witcken, 
Ein Glaub, ein Tauff, dardurch wir ſey 
Gewaͤſchen von den Sünden, 
Mit gutem Griffen gehn herein, 
Mit Gott mur une verbinden. | 
Ein Leib, ein Beift, ein Herr und Gott 
Durch feine Wort die zarten, 
Zu einer Hoffnuug b’ruffen bat, 
AT die wir jeßund warten. R 
Auf die verheißne Seligkeit, 
Darnach fteht uns Berlangen, 
Denn wırd der Todt in Ewigkeit 
Gebunden und gefangen, 
Die Todten werden auferftehn, 
Die in der Erd allfamen 
Jetzt liegen, werden vorher gehnt 
Der Herr kennt ihre Namen, 
Ein ewiges Leben, Amen, 
Laus Deo, 





Dar 





‚Des 3 Lied. 
nn —— — nn ee —— 


Das 3 Lied, 
etzund folgen etliche Ehriftliche und 
bwuͤrdige Thaten Deren, die ihren Glauben 
nit ihrem Blut verfiegelt: welcher ſich viel bey un⸗ 
jeren Zeiten zugetragen, in vielen Städten und 
Landen, Die auf Diefen grund Gold, Silber und 
Edelgeſtein gebauet 1 Lorinth. 3. 
in fehr ſchoͤn und Fröftlich Lied, vor 
Beſtaͤndigkeit der lieben Ehriftgiaubigen, | 
fo fie ın allerley Marter um Chriſti 
| willen bemiefen haben, 


i | 
= hier in alle g’fchichte g’fchriebe ftaht, 
> Bieman die Chriſtẽ gimartert hat 
Erwuͤrget und verjaget, | 
)as Reich der Welt iſt ſo verhetzt, Joh. 16 
Jah ſie's wor einen Gottsdienſt ſchaͤtzt, 
Wenn man die Chriſten plaget; 
Ran raubet ihnen Gut und Leib, 
Mi Tyranney und G'walte, 
Man fchonet weder Dann noch Weib, 
Jungfrauen, jung noch alte, 
Ran Fan es gnug erzehlen nicht, 
ie grauſam Marter, Plagund Morde 
ie arge Belt auf ſie erdicht, 


2 
zor Zeiten jeder Gott’s Prophet 
erfolgt verjagt ward und getoͤdt, 
Von Gottes ——— wegen: 






















EEE Em Ten. 2 


Das 3 Lied 
Der fromm Prophet Efajas (a) 
Zertheilt ward vom König Mannas 
Mit einer hoͤltzern Sägen: 
Derfteinigt ift Dieremias, 
Ezechiel fein Dirven 
An Felſen giſchleifft zerſchlagen was 
Daniel mußt vor die Thiere, Daniel 6 
Amos mir Kolben g'ſchlagen zitodt, 
Micheas übern Seifen a’ftürst, 
Zacharias let im Tempel noth. Matt: 23 





3 

Als zu Jeruſalem Pilat | 
Regieret an des Keyſers Statt, 

Nas Bild in Tempel feßte: 
Das Juͤdiſch Volck mit falſcher Lift 
Verklaget unfern Herren Ehrift, 

Daf er den Kenfer Teste: 
Lind hielt nicht ihr Religion, 

Drum er am Ereuß folt ſterben, 
Verurtheilt als ein Gottes Sohn, 

Das Land mußt drum verderben, 
Es Fam das Volck in Ungemad), 6 
Dilar nach groffer Angſt und North 
Mit eigner Hand fid) ſelbſt erſtach. 


4 
Herodes als er deßgeleich Ei 
Hard König übers Juͤdiſch Red, ' 
nie 
. Bor Ehrifi geb, An 6750 Ch) Hiſt. Euſ. lib. 2.8 





DAS 3. Lied. zE 
Unter des Keyfers Namen: Nah 
Johann Den Teuffer tödten ließ, Ehruki 
Den Jacob auc) verdamen hieß, (a)geburt 
Sp gar ohn alle Schamen, Anno 33, 
Das Gott gerochen har zuletzt, 
Herodes mußt verderben, 
Vertriben werden und entfeßst, N) 
Samt feinm Weib hungers fterben, 
Yan Adels Blut ſchreyt aud) zuGott, by 
Ber Chriſtenblut auf Erd vergeußt, 
Nuß werden bie und dort zu Spott. 


| 5 
Als nun die weltlich Majeftät 
Chriſtum Gott's Sohn getöder hat, 
Wie vor all fein’ Propheten: 
ats auch nach feiner Himmelfahrt 
ein Blutvergieffennie geſpahrt, 
Die Ehriften laffen rödten, 
Ya fingen die Schrifftg lehrten an, (c) 
Die Oberkeit bethören, 
da ſie einen jeden Chriſtenmann 
Verfolgten und ermordten, 
Sie uͤberſchrien Gottes Knecht, 
aß mans verurtheilt hat zum Todt, 
alſch Lehrer b'hielten Dias und Recht. 
| B3 Samt 
a) Marc, Matt. 14, Actor. 12. Hiftoria. Euſ. lid 
. 600. 3. (b) Gen. 4. CO) Arion: 6.. 

















| 


Das 9 Lied, 
Sant Stephan warder erſte Mann, (a 
All Juͤnger Ehrifti mußten dran, 
Hie Welt kein n frommen leidet, 
Wer nicht Abgoͤtterey anbaͤt 
Von Weltfuͤrſten wird er gedoͤdt, 
Sathan die wahrheit neidet. 
Sie gaben alles Linglücke ſchuld 
Der neue Lehr und Predigt, 
Meynten fridlich ihr Reich ſeyn ſolt, 
Wenn mann der Leut wuͤrd ledig. 
Alſo iſt menſchlich Sinn verkehrt: 
Drauf Gott die Welt ſtaͤts bat geſtrafft 
Als offt ſie Chriſten hat ermoͤrdt. 


7 
Der Roͤmiſch Keyſer Nero g'nandt, (6 
Ein Leben fuͤhrt voll Suͤnd und Schand 
Der ließ viel heilger Leute, 
Die Chriſti Glauben nommen an, 
Und hielten ibn vor GottesSohn, 
Im gantzen Reich anfreuten. 
Enthaupt, verbrendt, ertraͤnckt im Meer 
Gecreutzigt und geſchunden, 
Es hat das Apoſtliſch Heer 2 Verſ. An.o⸗ 
Durch Leiden überwunden, 





— C⸗ 





ot: 
Ca) Actor. 6. 7. Nach der Geburt Chriſti Anno. 34 
Davon Tertulian in Ypologetico. G) Der erfı 
Derfolgung nad Chriſti Geburt Anno 7o, Hiftoria 
Euſeb. lib. 2. cap. 24. 25. Ebre. ız, 









Das 3. Lied, 13 


ee 





— — — — — — — 


Gott ſolches auch am Keyſer rach, 
Als er ſeiner Boßheit halb zum Todt 
Verurtheilt ward ſich ſelbſt erſtach. 


8 

Nachmals Keyſer Oomician, (a) 
Der ſich als Gott ließ betten an, 

Thaͤt allenthalb erlauben, 
Daß man einen jeden Chriſten ſolt, 
Der Chriſtum Gott hekennen wolt, 

Seinn Leib und Güter rauben, 
Daher kein Plas ein'm rechten Chriſt, 

Die boͤß Welt ihn außhetzet. 
Johannes der Evangeliſt 

Ward in heiß Del geſetzt 
Ins Elend auch zu Pathmos kam: 
Her Keyſer hie und dort ward g'ſtrafft, 
Duꝛchs hwerdt ein febrecklich end er nam 


9 
Die dritte Berfolgung gieng auch.an, (b) 
Bol unter dein Kenfer Traian: 

Der ließ kein'n Ehriften bleiben. 
Die ſich gedultig drein gefchickt, 
Das jeder Richter drob erfchrickt, 

Und Plinius thaͤt ſchreiben (c) 
Dem Keyſer: — hören auf, 

4 


(a)Hiſt Euſe. lib. 3. cap. 17 18.23. (lib. 3).6) 3. Ver⸗ 





folgung nach Chriſti Geburt Anno. 101. (c) Hiſt. Euſe, | | 


lid. 3. cap. 32. 33. 

























24 Das 3 Kied 


er wann — nen — 


Zr 


Die fronme Leut nicht tödten, 
Es war ein unſchuldiger Hauff, 





Die gar kein Boßheit thaten, 


Dann daß fie rieffen Ehril 


tum am. 








Der Keyſer ward von ihm bewegt. 


Die Chriſten mußt er laſſe 


n gan. 


I0. 
Ignatius der heilig Biſchoff, (a) 
Damit er fan an Chriſti Hoff, 
Freu't er fich zu den Thieren, (b) 
Denen er ward geworffenfür, Thier 


_ Die Thier mich mahln 
Dot ich ihm fey ein reines 


Sprach, Feuer, Creutz, Schwert, u. wine. 
Dich recht zu Ehrifto führen: 
Ich bin ein Körnlein meinem Gott 


| 


und knetten, 


Brodt, 


Wollens nicht zu mir treten, 


Mill ich fie reißen, meinen 


Leib 


su öhren Rachen geben dar 
Daß ich bey meinem Ehrifto bfeib, 


191 
Der neuntzig jährig Bolncarp (0) 
Im Feuer um Ehriftt willen ftach, 
Bolt fich von ihm nicht kehren. 
Der Kenferlich Statthalter wolt 
Ihn ledig laffen, daß er folt 


Des 
Cr) Ein Viſhoff zu Ustiohia. ) Hif. Eifilib.3. 3. 
ee) Ein Biooff zu Smyrna Enf.hds 4 Hop a 25. 



























Pe Das 3 Kisd | ıe 

Des Keyſers Abgott ehren, | 

Der Alte ſprach, Machs wie Du wilt, 
Chriſtum wil ich bekennen: 

Das zeitlich Feuer iſt bald geftillt, 

Das dort wird ewig bremmen. | 
Den Kelch des Herin er willig tranck, 
Opffert fich auf gleich wie ein Lan, 
Im Feuer fagt er GOtt ob md Dank, 


i2 
Der Keyſer Macer Antonin (a) 
ieß richten auch Die Chrüten bin, 
Unſchuldigs Blut vergiefien. 
Da kam ein grauſam Peſtilentz, 
Berderbt das Reich und aile grentz, 
Die Welt mußt ſchwerlich buſſen. 
Das Reich durch manche plag verdarb.. 
Der Todt die Leut hat gfreſſen. ‘A 
Her Keyſer auch der Krauckheit farb 
. Der Ehriften ward vergefien, 
Die man gank grauſam hatt ertödf, 
Man ließ fie unbegraben ftahn, 
zu let verbrennt mit groſſem g’fpött, 


— 
a f . 


\ 


1J 3 
zu Leon auch ein groſſe Schaar (b) 
Her frommen heil’gen Ehriften war, 
Die Ran, grauſam plaget, 
BR 


| a 
a) 4. Verfolgung Anno 167. Enfebinslib.s.cop.ı. 
b) nach Chriſti geburt Ann 30. Euſ. hi. 5. cap 2.2.3: 


















16 Das 3 Kied. 
Man ließ ihn weder Platz noch G min 
Ewig foltens gefangen ſeyn, 
Mir Lügen mans verklager. 
Der Sathan Gift und Feut außgoß, 
Der weltlich Gewalt ſehr wüter, 
Der Chriſten Eyfer war auch groß, 
Chriſtus fie wol behütet. | 
In Gfaͤngnuß und in aller Noth: 
Haben kein Pein noch Marter gſcheut, 
Beſtaͤndig blieben in dem Todt. 
| 14 Euſ.lib. s' 
Da war einer der Sanctus hieß, (1.2.3. 
Den man erbaͤrmlich martern ließ, 
Ob er böß Stück bekannte, 
Er ſprach ich bin ein Chriſt, fonft nichtg, 
Im Feur man eiß ne Drath zuricht, 
Ihn mit inwendig brandte, 

Daß ſein Leib allenthalb verdarb, 
Doch friſch und ſtarck im Hertzen, 
Beym Herren Chriſto Gnad erwarb, 
Der heilt ihm ſeinen Schmertzen, 

Maturus auch ſolch Marter liet, 
Das Feur ſie nicht verbrennen mocht, 
Zu letzt man ihn die Koͤpff abſchnit. 

15 Euf. lid. 5. 
Da Attalus der Ehriftlich Heldt ©-2-3. 
Bard wilden Thieren vorgeftellt, 
Idhn ſolten fie verzehren: 


Hat 





17, \ 
Severus als er Keyſer was, 
Trug er zum Chriſten groffen Daß, 


Und bat fie untertretten, 
— Den 


en 
3 
















28 Das 3 Kied, 


Den Nahmn er nicht vergebene trug, 
Dann er war fireng und grauſam gung: 
Sie jaͤmmerlich ließ toͤdten. 
Geworffen ward manch Chriften Weiß 
Sur grimmig wilde Thiere. 
Sie opfferten auch ihren Leib, 
Lieſſen fich nicht verführen 
Don Chriſto undder Warbeit fein, 
Dabens mit ihrem Blut bezeugt, 


on 


Geſcheut Fein Marter noch Fein Bein, 


18. 

Der Roͤmiſch Keyſer Maximin, () 
Der grauſam was von Leib und Sinn 
Die ſechſt Verfolgung fuͤhret. 
Im Teutſchen Land an manchem Ort, 
Hat er geſtifft Krieg, Brandt und Mord; 

Drey Jahr lang er regieret. 
Da endet fich fein Tyraney, 

Ward von ſein m Volck erſchlagen, 
Als er durch groſſe Wuͤterey 

Ließ toͤdten, martern, Plagen 
Die Lehrer in dem Chriſtenthum, 
Ach Gott wie iſt die Welt fo blind, 
Daß fie durchächt die Chriſten from, 


N 
Auch Decius der groß Tyran ıb) 


derck⸗ 
(a) Die ſechſt Verfolgung Ann. 234. Eufeb. lib. 6 £.20. 
.%57. Berfolg. Anno 252. Hiſt. Euf. lid, 6. cap. 29. 


Euflid. 7.00p.2 









Das 3 Lied. | Bi 
Mercklich fing zu verfolgen an, 
Viel Chriſtenbluts vergoſſen, 
Damit viel Volcks geſchreckt ad, 
Daß mancher Ehriftum übergab: 
Er hats Doch wenig g'noſſen. 
Er wuͤttet nicht viel übers Fahr, 
Ertraͤnckt in einer Pfuͤtzen. 

Sein Sohn kam um in diefer G’faht, 
Chriſtus fein Feind kan ſchmuͤtzen: 
Wenn er die Ruht genug genuͤtzt, 
Wirfft er ſie in das ewig Feur, Ambroſ libz⸗· 
Sein Reich er ewiglich befitst, 21. officiorũ 


20 

Als S. Lorentz ſah Gluth und Roft, J 
Sprach er, Solch edle Speiß und Koſt 

Im Hertzen mich erquicken. J— 
Mir macht Erkühlung dieſes Feur, 
So dich O Keyſer ingehur 

Das ewig Feur wird ſchlicken. 
Chriſtus mein Koͤnig iſt und Gott, 

Denn will ich frey bekennen. 

Ich ſag ihm Danck fuͤr dieſen Todt, 

RT mich von ihm nicht trennen: 
O Menfch laß dirs zu Hertzen gahn: 
Wiltu mit Chriſto haben Freud 
Sm Creutz muſt auch bey ihm beſtahn. 

J 


zT, 
Man plagt zu Alexandria. 


Die 














oe — 
Die Chriſten auch wie anderfivo, 

Leib Haab ımd Gut geplündert, 
Aplonia Die Jungfrau zart, Euflid.c.c sn, 
Als fie Das Feur auſchauend ward, 

Sprang fie drein unverhindert 
Symphoria die prang zum Sohn, 

Leg Din mit Sreud dein Leben. 
Ehrifius der herſcht ins Himmels thron, 

Wird Bir Das ewig geben. 
©. Agath ſprach, Der Todt mich freut, 
Das korn vom firch muß drofchenfenn, 
Die Seel von Leib in Himmel ſcheydt. 

22, 8Verf.An 262. 
Valerian und Galien,  Eufelio.s.can.g | 
Das Keyſerthum regierten zween, 

Lieſen die Chriſten toͤdten. 

Die nicht wolten ihres glaubens ſeyn, 
Abgoͤtterey mit ihnen g'meyn | 

Verehren und anbätten. 
DarauffTeufd volck im Waͤlſchen Land 

Das Roͤmiſch Reich hat geendet, 
Unſchuldig Blut bleibtnichtung’ftrafft, | 

Valerian ward geblendet, 

Ein s Koͤmgs Fußſchaͤmel mußt er ſeyn, 
Ein arm gefangner biß zum Todt, 
Gott ſtrafft ihn hie und dort mit Pein. 


Bi a © ! . 
Aurelian der Roͤmiſch Zürft, 7 
A 








Das Lied. 2a 
Hat auch nach groſſem Pracht gedürft, 
Hat fich in Gold geſchmuͤcket, 
Die neundt Berfolgung fing er am, 
Und war ein fehr abgottifeh Mann, 
Die Ehriften untertrücket, 9. Verf⸗ 
Befehl fehickt er in alle Land, An.274 
Die Ehriften folten fterben, 
Die fich alsbald gerüftet hond, 
Den Dimmel zu ererben, 
Sich auffgeopffert ihrem Gott, 
hr her und Haupt gehebt einpor, 
Zum Leben Drungen Dusch Den Todt. 


24, 
Der Keyſer Diocletian, or Verf 
Regirend, mit Maximian, An 288 
He Ehriften hond zerftöret 83.18 
Mol zeben Jahr in aller Welt, 
Mit tödten grauſamlich gefellt. 
Viel Städt nud Land geleerek. 
Zu Augſpurg Afra ward verbrendt, 
Und viel in Teutfchen Landen, 
Die Ehriftum ihren Gott befennt, 
Auffg’lößt Durch Todtes Banden. 
Sein Fuß der Keyfer küffen hieß, 
Die er mit Gold und Steinen ſchmuͤckt, 
Und ſich als Gott anbäten ließ. 
25 Hift.Euf.1l.9,c.15.18 
Weil nun der Roͤmiſch Kenfer * 
& d 4 


















8 "Das 3 Lied, 
Daß man ihn wie Gott ehren fo 
Und Ehrifti nicht gedencken. 

Hat Divcletian fich geſtuͤrtzt, 
Mit Gifft fein Leben ihn verkuͤrtzt, 
Maxuninian ſich henckte P 
Beil num daß. Roͤmiſch Reich der Zeit 
Sp wuͤtt und grimmig haufer, 
Genommen hin der Ehriftenleut | 
So manch mal hundert taufend: 
So mußt das Reich auch untergahn: 
Es fiel dahin, ward tödtlich wundt, 
Sein Bild doch wieder kam auf Bahn. 


25. 
Thalia ſprach gar ſchoͤn und fein ⸗ | 
Wenn diefes Leben wär allein, Aocal.x 
Ber folt es gern verlaffene; Anıaz: 
Beil aber Dort ein ewiggift, 
Welchs ums eröffnet Jeſus Chriſt, 
Sp wolln wir dieſes haſſen, 
Ramanus ſprach, Bin ich beraubt 
Als was ich hat auf Erden, 
Kan mir Doch der, in den ich glaub, 
Kein’s wegs genommen werde: 
Doroihea war auch bereit 
Zu ſterben lieber, dann daßfie 
Bolt folgen des Tyrannen b’fchendf; 
17; 
©. Agnes alt dreyzehen Jahr, 


FE) 


a 









en Dis Vi 125 
u Rom ein fchön Jungfraͤulein war, 
Durch Sterben fand dag Leben. 
um Wuͤttrich ſprach die edel Mag), 
Zen Ehrifio bleib ich unverzagt, 
Ihm hab ic) mich ergeben: 
ein Götter find nur Element, 
Die man im Seur muß machen: 
Jer fie vor feinen Gott erkennt, 
Verſchlingt der Höllen Rachen. 
Rein Gott wohntnitim holt noch ſtein, 
doch in Aufjerlicher Geftalt, 
Jen Himmel bat er nommen ein, 


23. 

8 S. Margret die Feufche Maid, 
hr arıne wenig Schäflein wendt, _ 
Des Lands Herr fie erfahe. <a) A-347€in 
erfelb begehrte fie zum Weib, Biſcoff zu 
ein opffert fie aufihren Leib le 
JEſu ihrem Liebhaber, 3% 
. Katharin die auſſerwehlt, u 
Biel Schmach und leydes auch erdulf, 
af re nur ihrem Gott gefiel. 
Ließ ſich nicht von ihm dräuen, 
ie fuͤnfftzig Meifter fie bekehrt, 
tif ihrer tugendfamen Lehr, ’ 
ie durch Gott all worden gelehrt, 


onSapor Perſer Koͤng man fchreibt (a) 
€ Er 





























Das 3 Kied 

Er hab der Chriſtenleut entleiht 

Schzehentaufend Mann und Weib 
Als Simion hundert Retzgen fach, 
Gar tröftlich allen er zufprach, 

Jeder beftändig bleibe, 
Ihr Kinder Gottes auſſerwehlt, 

Kein beſſer Ding auf Erden, 
Dann alſo fterben von der Welt, 

Ehrifto gleichförmig werden, 

Sein Schweiter füget man entzwey, 

Sathan in feinen Öliedern wirt, 
Die Ehriften plagt er mancherlen. 


30. 
Der Vandler König Genferich, 
In Africa plagt jammerlich 
Die Ehriftum Gott bekannten: 
Wie auch der Arrianiſch Pracht, 
Der Chriſtum Gottes Sohn veracht, 
Fin Credtur ihn nandte, 
Das Chriſtenthum gantz untertrieb, 
Darnach ſich zugetragen: 
Des Antichriſts Regierer blieb, 
Keinn frommen ließ auf ragen. 
Dann wer die rechte Warheit lehrt, 
Den kan die Welt erdulden nicht 
Beil ihr” G'lehrten find verkehtt. 


31. 
Chriſtus ſich wieder jetzt erzeigt, 


U nn ze ll — —— BT 








Das 3. Kied, Er) 





ir leisten Zeit fich zu uns neigt, 

Die falſche Lehr wil daͤmpfen .Cheſſ. 3. 
it Wort und Geiſt aus ſeinem Mund, 
on Irrthum machen viel geſund, 

Hie für die Wahrheit kaͤmpffen. 
o zeigt der Sathan auch fein Macht, 
Richt an viel Blutvergieſſen: 
Menſch allein zu Chriſto tracht, Mat. = 
Wiltu ſein s Reichs genieflen. 

3 freu ſich jetzt ein jeder Chriſt, 

n Ehrifti willen leidt er Anaft, 
ein Lohn dort groß im Himmel iſt. 


I 
ser Ehriftum feinen Gotterfent, Job-& 
id fich von diefer Welt abwendt, 
Her bat nicht Platz auf Erden. 
Defchläger, Nauber, Sauffer, Dieb, 
je groſſe Schaltk die Welt hat lich, 
Der Ehrift verfolgt muß werden, 
er freu fich Dann als Gottes Kind, 
Sein’n Herren Ehriftum preife: 
er ihn ledigt von Sathans g ſind, * 
Durch todt zum Leben weiſet, "7 pet = 
um ſind die Ehriften Pilger gnendt, 
r Todt währt hie einn Augenblick, 
r ewige Leben bat Fein End. 


| h fig Stadt bi Kir, (ei 
heilt adt von Himel ſte a} 















28 Das 3 Lied 


Ei N. | 
Sich gegen ihrem G’fpons erzeigt, 
Geladen in fein Ramımer,  Watt.2a 
Zumbocyzeitlihen Abendınal guy, „ 
Des Lamms Braut eiler überal 
Durch Todtes Angſt und Jammer 
Wer uͤberwindt, wird bfißen Freund, 
Goͤtt wird ihr Trauer wenden, 
Dort wird ſeyn, weder Todtnoch Lend 
Gotrs Klarheit wirds vollenden. 
Dargegen bieibt der gottloß Hauff 
Sin See voll Schweffel, Feur und Beh 
Her andre Todt hört nimmer auf. 


34. 
Deßhalben jeder Ehrift bab acht, 
Dein’s Herren Leiden ftäts betracht, 
Und aller feiner Glieder. 
Du muft auch unters Greuße ftehn, 
Dein alter Menſch muß untergehn, (a 
Wiltu erfiahn herwieder. (a) Marc. 
- Ob uns die Welt fan dulden nicht, 
Gedenck warum wir leiden, 
Um Ehrifti willen ſolchs gefchicht, 
De Welt mußd Wabrbeit neiden. 
Don Anfang find die Heil’gen all 
Um Ehrifti willen a’ftorben bie, Mebr.ız 


B Ä [ 


Uns foll erinnern gleicher Fall. 
35. | 
Es fen die höchfte Freud geacht, 





Be 









Das 4 Lied. __ 29 

Benn Ehriftus einen würdig macht, 
Don feines Nahmens wegen 

jerfolgt zu werden und gerödt, Adtor.g 

jap er die Warheit bie gefteht, ıPeur.4 
Erlang fein Reich und Segen. 

ft doch ſonſt nichts dann Düurfftigfeit 
Allhie in dieſem Leben, 

ziel Trübfal, Elend, Angſt und Leyd. 
Nach Ehrifto foiin wir ftreben, 

it ihm zu ſterben arlermeift, 

Ind ſagen drauff, In deine Haͤnd 

Sefehl ich div Herr meinen Geiſt. 

AMEM, 
Das 4 Kied, 


in Lobwuͤrdig wunderthätige Hiftorie, 
zus dem andern Buch Machabeorum am 7. 
Cap. Und geht im Thon Hertzog Zrnfken, 


I 
er mercket auf ihr Ehriftenleut, 
Ein Koͤnig ſey geweſen. 
s iſt furwahr Fein Fantaſey, 
zon feiner groſſen Tyranney, 
Wie ich das hab geleſen. 
ntiochus der König hieß: 
Als übels thät er pflegen, 
ziel Juden er umbringen ließ 
Don ihrer Satzung wegen, 
| ee Gapb 








Uns ſagt die Schrifft, wie auf ein zeiß 












98 m, De 4 Lied 
Gar jaͤmmerlich er ſie ermordt. 
Kein Boßheit war ihm je zu viel, 
Als ihr werder hören fort. 





2, 
‚Er ſchallt in feinem gantzen Land, 
ind wo er einen Juden fand, 

Her ſich nicht wolt beeehien 
on feiner Sakung und Gebott, 
Und was ihn’n geben war von Gott, 

Den peinigt er fo fehre. | 
Ein frommer Jud darunter was, 
Eleqzar mit Namen, 
‚Der Diener Bott ohn unterlaß, | 

Und that ſich deß nicht fhamen 
Darum der König zoͤrnet hatt, 
Den Juden er gefangen legt, 
Ihm auch nicht lang das Leben ſpart 


3. 

Als es mit dem vollendet was, 

So mercket nun noch mehr vorbaß, 
ie es ift weiter gangen: 

Ein Juͤdiſch Weib war unter ihmn, 

Ein Mutter die hatt ſteben Söhn, 
Ne waren auch gefangen, 

Der König auf fie trang mit Noht, 
Das Schweinenfleiſch zu effen 

Wieder ihr Satzung und Gebott, 

And chat ſich viel vermeſſen: 










| Das 4 Lied, 29 


— — — —— — — 


Helch o hn n von Gott berbotten was, 
)as hielten fie gantz fleiſſiglich, 
Kein Jud daſſelbig aß. 


4. 
Sie trieben mit ihn n ihr Geſpoͤtt, 
er König ſelbſt mit ihnen redt 
That ihnen alfd fagen: 
Ber Schweinenfleifch nicht effen thaͤt, 
Jen wolt er an derfeiben Stätt | 
Mit Riemen laffen ichlagen, 
-iner auß ihn intonderbeit 
Gar dapffertich that ſprechen: 
u sterben find wir all bereit, 
daß wir wollen brechen 
Ja G'ſetz von unfern Eltern her 
Belches fie von Gott empfangen hond, 
Zu einer Weiß und lehr. | 


| 5. 
ſls er nun rede diß ſcharffe Wort, 
Ind da der König das erhort, 

Bewegt er ſich von Hertzen, | 
Nit groſſein Grimm er von ihnmn ging, 
Sehr groſſen Unmuth drob empfing, 
Und kuͤmmerlichen ſchmertzen: 
Schöpfft einen groſſen Neid und Haß 
eg Dielen Süngling frommen, 

(ls er ihm nicht gehorfam wag, 
Bald hat er DETBERERNUEN 
2 




















—— 
Ein boͤſe Lift er ihm erfund, 
Was Todts er ihn umbringen wolt, 
Gleich zu derſelben Stund, 


6. 
Des Koͤm gs Befehl man bald nachkan 
Das man Hafen und Pfannen nam, 
Und hieß fie gluͤend machen, 
Solch s thaͤt er ihnen als drumm, 
Das fie waren gerecht und frumm, 
Und Gott's Geſetz nicht brachen, 
Als diefeg gar bereiter war, 
Bir ihnen ward gebotten, 
Da brachten fie den eriten dar, 
Und fingen an zu ſpotten. x 
Das thaten fie ihn n um Unſchuld, 
Die groſſe Pein die man ihn thaͤt, 
Litten fie alie mit Gedult. 


7: 

Der König ihmn gebotten hätt 
Zur erften Straf fo man ihn thaͤt, 
_ Solt man die Zung abfehneiden, 
Kein Gnad er gar bey ihnen fund, 
Darnach man ibn die Haut abſchund, 
_ Noch mehr mußt er Da leiden, 
Dabey ers noch nicht bleiben ließ, 

Daß er ihn har getehunden, 
Hieß ihm abbauen Hand und Fuͤß, 
Das g'ſchach zu einer Stunden. m 






7 ___Dasatid , se 
och hielt er ſteiff an dem Gebott, 
in allem Leiden das er hat, 
dofft er auf feinen Gott. 
8 


die dritte Straf er ihn anthut, 
in Pfann tet man ihm auf ein Gluth⸗ 
Und ließ ihn darin n röften. 
Als er war in der groffen Dein, 
Nie Mutter und die Bruder fein 
Ihn fingen an zu troͤſten, 
daß er in Gott 8 Geſetz und Lehr 
Beſtaͤndig folte bleiben, 
In dem führt man den andern her, 
Den Spott mit ihn zu treiben. 
Erſtlich ward er von ihmn gefragt, 
5b er das Schweinfleiſch eſſen wolf, 
Eh daß er wird geplagt, 


9, 
Er forach, Das woll Gottnimmermehr.- 
Deß werd er auch gepeinige ſehr, 
Gleich wie der erit erlitten, 
Als er war in der groſſen Noht, 
Lind überwandt den bittern Tod, 
Ha ging es an den dritten, 
Die Zung man ihm auch bald abſchnit, 
Und vöfter ihn befonder. 
Noch) achtet er diß ailes nicht, 
Das nam den lee wunder, 
XK 


















SE — 
Und einen jedem der ihn fach, 

Als er war in der feßten Roth, 

Hoͤrt wie er zu ihn prach. 


Io, 
Das had ich all’g von meinem Gott 
Fuͤr feine Satzung und Gebott 
Wil ich diß alles leiden, 
Auch reut mich weder Gut noch Geld 
All s was ich hab in dieſer Belt, 
Will I zwar gerne meiden. 
DD ich ſchon jest im Leyd und Klag. 
Verlier mein Leib und Leben, 
Wird mir doch Gott am juͤngſten Tag 
Das alles wiedergeben. 
Sein Hoffnung da blieb unzertrent, 
Alß er die Wort mi ihnen redt, 
Nam er ein ſeligs Endt 


LT, 
Alſo Der dritt’ geendet hätt, 
Dem vierten man auch alfo thaͤt, 
Er ſtarb gar ritterlichen 
Der fuͤnfft und ſechſt mußt auch daran, 
Gar mannlich thäten fie beftahn, 
Ihr glaub bleibt unverblichen 


s 


DIE alle in einer Stund gefchach 
Als wir gefehrieben finden. 

Die Mutter ſtuhnd Dabey und fach, 
An Ihren eignen Kinden 





Die | 






— m 
die jämmerliche Pein fo ſchwaͤr, 
ßar nah demſelben Weibelein 
Das Hark, zerbrochen war. 
12 


Sie tröftjeden in fonderheit, 
Haß er fen willig und. bereit 
Vor Gottes Ehr zuſterben, 
Auch vor feine Gebott und Stab, 
Wir haben ein n verborgnen Schatz, 
Her mag uns nicht verderben: 
Sb euch ſchon hie Gewalt geſchicht, 
So laßt euch Doch nicht ſchrecken. 
Dañ Gott wird uns am jüngften Gricht 
Allſammen aufferwecken: 
nd wird ung geben Seel und Leib, 
Daran ich keiuen Zweiffel trag, 
Sprach das gottesfoͤrchtig Weib. 


13 
Sofches und dergleichen mehr, 
Darzu viel ſchoͤner weiß und Lehr 
Thaͤt fie ihn allen geben: | 
Der fiebend war ein junger Rnab, 
Den wolt der König mahnen ab, 

Das er behielt fein Leben: 
Berhieß ihm groffes Gut und Goldt, 
Wolt ihn gar hoch begaben, | 

Wenn er fich jest befehren wolt, 
Und ſtehn von feinen Glauben, 
































94 Das 4 Lied. 


Ja all s was er von hm begeht, 
Schwur er ihn theuer mit einem Ent 
Deß ſolt er ſeyn gewährt, 


14 
Das hielt ex als vor ein Gefpött, 
Hoͤrt wie er mit dem König redt, 

Der Juͤngling alſo Fühne: 

D König hört die Antwort mein, 
Ein fehwere Straff und groffe Dein, 

Wirſtu an ung verdienen. 

Dann Gottes Urtheil und Gericht 

Wirſtu zwar nicht entrinnen. 

Die Boßheit er nicht überficht, 

Das wirftu werden immen. 
Darum er dich dann firaffen wird, 
Beil du mich und die Brüder nein 
So ſchaͤndlich haft ermoͤrdt. 


15 
Als er ihm Diefe Antwort gab, 
Erzoͤrnet er gar fehr darob, 
Lind that ihm nicht gefallen. 
Da führten fie ihn auch dabin, 
Bank jaͤmmerlich fie plagten ihn, 
Ja harter Dann fie alle. 
Auff Gott feßt er fein Hoffnung feſt, 
Damit fchied er von binnen. 
‚Die Mutter thaͤt man auch zuletzt 
Gar jaͤmmerlich umbringen. 









A a 
Selb achten ward fie hingericht 
Klein von wegen ihres G'ſetz, 

Alſo beſchließ ich die — A 


Dass Kid 
Diß Lied hat gemacht Joͤrg Blaurock, 
der erften Brüder einer, im Echtzland vers 
brande Ann. 27. Im Dannheuſer Thon 


4, 
GEH führt ein recht Gericht, | 
Und niemand mags ihm brechen 
Wer hie thut feinen Willen nicht, 
Heß Urtheil wird er fprechen. 


2. 
Gnaͤdig biſtu O Herr und gut, 
Guͤtiglich laͤßt dich finden. 
Wer hie auf Erd dein Willen thut, 
Erkenſt vor deine Kinden. 


3. 
Durch Chriſtum ſag'n wir Lobu. danck, 
Vor alle ſeine Guͤten, 
Daß er uns unſer lebenlang 
Vor Suͤnden woll behuͤten. 


4. 
Der Suͤnder fuͤhrt ein ſchwer Gericht, 
Wird ihn ſicher gereuen. 
Von Suͤnden will er laſſen nicht, 
Gott wahrnet ihn mit Draͤuen. u 
| | | er 


BR}; 


24 



















Br. Das f, Lied. 





y 5, 
So er komt in fein Herrfigkeit 
Das ers Gericht wird Dfiken, 
Damm wird es ihnen werden leid, 
Kein Ausred wird fie ſchuͤhen. 
6 


Sein Wort läßt er bie zeigen an, 

Der Menſch ſoll fich befehren, 

Glauben dem Wort und tauffen lahm, 
Und folgen ſeiner Lehren. 


ER 
Rum mercket aufihr Menfchenkind, 
Steht ab von euren Sünden. 
Send nicht verzucht, gottloß und blind, 
Weil ihr den Artzt möge finden. 


8. 
Grauſam wird es dem Suͤnder gohn, 
Der ſich nicht laͤßt beſchneiden 
In ewig Pein wird ihn Gott than. 
Da er muß bleiben und leiden. 


9. 
Denn du Herr biſt ein gerechter Gott, 
Niemand wirftu betriegen, | 
Bewahreſt vor dem andern Top, 
Die Dich von Hertzen lieben. 


IO, 
Du bit SO Herr ein ſtarcker Gott, 
Die Hoͤll Haft aufgeftoffen, 





Uns | 





RN ” 


—— — ne 





II, 
Hott dein Barmbersigkeit ift groß 
Ob den fo fich befebren. 
Machft fie all ihrer Sünden loß 
Durch Ehriftum unfern Derrem. 


12, 
Hott heißt das gantz menfchlichgefhlede , 7 


Ihn fuͤrchten und auch lieben, 
Nachfolgen ſeinem gerchten Knecht, 
In ſeiner Lehr uns uͤben. 


13. 

Der Suͤnder achte vor einen Spott, 
Wenn man ihn Gott heißt lieben, - 
Welch's ihm wird bringen groffe Noth, 

Gott laͤßt ſich nicht betruͤgen. 


14. 

Antchriſt lehnt ſich mit Schaͤrffe auf, 
Liber die ſo Gott fürchten. 

Ach Herre Gott wolleft fehen drauf, 
Dein ſchwache Gfehirzlein ſtaͤrcken 


15 | 
Nun habt Gedult ihr lieben Kind, 
Um meines Namens willen, 
Ob ihr ſchon hie gehaflet find, 
Den Kummer will ich ftillen. 


16, 
Bott Vatter wollft durch deine Treu 

























8 Sl Das $ Ried, 


Uns nimmermeht verlaffen, 
Taͤglich O Herr du ung ernen, 
Zu bleiben auf der Straffen, 


ER, 

Durch Chriſtum rufen wir zu dir, 
Als durch dein Leiden zarte 

Dein’ Treu umd Liebe kennen wir, 
Auf diefer Pilgerfahrte, 


18: 

Verlag uns nicht als Deine Kind, 
Von jest big an das Ende, 

Beut uns dein vätterliche Hand, 
Dog wir den Lauff vollenden, 


19, | 
So wir den Streit vollendet hon, 
Dann ift die Kron erlanget, 
Die ſetzt ung aufder Füngling ſchon, 
Sp an dem Creutz gehanget. 


20, 

Das Leiden ift ſehr groß und ſchwer 
Um unſert willen g’fcheben: 
Hilff daß wir dir drum dancken fehr, 

Und dich mit Freuden feben. 


21 
Vatter aus Gnad haſt uns erwaͤhlt, 
Und ung nicht thun verfehmähen, _ 
Gib daß wir, wenns zumScheiden faͤllt, 
Den Lohn mit Freud — a 
| u 



















' Das 5 Kied, ", 
a... 22, 
um Abendinal mach ung bereit 
Durch Ehrift dein liebes Rinde, 
tie Deinem Geiſt du uns befleid. 

om Tod und Leyd uns binde, 


ai 
o wir daſſelbig eſſen wend, 
Wer wird uns zu Tiſch dienen? 
as tbut der alle Herten Een’t, 
hat unfer Sünd verföhnen, 


24. 

elig find Die geladen ſeynd 

Zu dieſem Abendinale, 

en Ehrifto harren big ans End, 
In allerley Trübfale, 


25, 
sie er dann felbft gelitten hat, 
als er am Ereuß gehangen, 
ſo es jetzt den Frommen gadf, 
Sie leiden groſſe Zwangen, 


26, 
len, die ihr hochzeitlich Kfeid 
In feinem Weg verlesen, 
n bat der Herr ein Kron bereit, 
Die will er ihn auffſetzen. 


; 27. | | 
eicher das Kleid nicht an wird hon, 
So der König wird fommen, | 

| DODerſelbig 












40 | Das g Lied, 7— 
Derfelbig muß zur lincken ſtohn 
Die Kron wird ihm genommen, 


28 
Man wird ihm binden Haͤnd und Fuͤ 
Beil fie nicht fein befleiden, 
Und werfen in die Finſternuͤß 
Von dieſen groſſen Freuden. 


29. 
Ach Herr ſo gib uns Liebe rein, 
Zu wandlen unverdroſſen, 
So wir von hinnen g’fchieden ſeyn, 
Die Thür nicht ſey verſchloſſen. 
30. 

Wie es den thoͤrichten ergieng: 
Herr Herr thaͤten fie ruffen. 
Kein Del ihr Lampe ein empfing, 
Sondern alle ‚entfchlieffen, 


31. 
Selig ift der da wachen thut 
Mir den fingen Fungfrauen, 
Der wird einnehmen ewig’s Huf, 
Und Gottes Klarheit (hauen, 


— 3 
Wann der Koͤnig auf brechen wird 
Mit der Poſaunen Schaͤlle, 
Alsdann werden mit ihn geführt 
Die Aufferwehlten alle, | 


\ 3 2% | 
- Darum Zion du heifge G'meyn, 








Das 6 Lied. — 41 


Schau was du hafbempfangen, 

13 Halt und bleib von Suͤnden rein, 

So wirft die Kron erlangen. | 
Das « Kied, 


n ander Lied, Felix Mantzen der erften 
üder einer, zu Zurch Anno 1526. ertraͤnckt. 
ı Thon, Ich ſtuhnnd an einem Morgen. 


I, 

I Luft (0 wil ich fingen, _ 

Mein Ders freut fich in Gott, 
er mir viel Kunſt thut bringen, 
Daß ich entrinn dem Todt 
r ewiglich nimmet fein End. "| 
Ich preiß dich Ehrift vom Himmel 
c mie mein Kummer wend, 


2; 

n mir Gott thut zufenden 

zu eimın Vorbild und Licht, 

r nich vor meinem Ende 

zu feinem Reich beruft, 

iß ich mit ihm hab ewig Freud, 
Lind liebe ihn von Hertzen, 

ch all fein Hrechtigkeit, 


e hie und dort wird gelten, 
Ber will das Leben bon, 
e laßt fish Bam ſchelten, 
| 2 



















* Das 6 Lied. 

Ohyn fie mag nichts beſtohn, 

Alſo zeigt auch Die Heilig Schrift, 
Ber ihr thut wiebderftreben, 

Auch ander Leut vergifft. 





— — 


4. 
Der'n man jetzt viel thut finden 
Wohl auf der Erden weit, 

Die Gottes Wort verkünden, 
Stehn doch in Haß und Neid, 
Kein Goͤttlich Liebe fie nicht hond, 

Ihr Bfcheiffen und Betriegen 
Wird aller Welt bekant. 


5. 
Als wir dann hond vernommen 
In dieſer letzten Zeit, 
Die in Schaffskleidern kommen, 

Als reiſſend Woͤlff bereit, 

Haſſen auf Erd die Frommen all, 
Wehren den Weg zum Leben, 
Auch zum rechten Schafftall. 

6 


Solch's thun Die falſch Propheten, 
Und Heuchler dieſer Welt, 
Die viel fluchen und baͤten, 
Ihr Glhaͤrd iſt gantz verſtellt. 
Die Oberkeit fie ruffen an, 
Daß fie uns folle tödten, 
Dann Chriſt har fie verlan. 


& 


7. Ehriftı 








Das 6 Lied. 





Tr 
riſtum den will ich preifen, 
Der alle G'dult erzeigt, 
me uns gar freundlich weile 
Mit feiner Gnad geneigt, 
eweißt Die Lieb an jederinan, 
Nach feines Datters Arte, 
elch's Fein falfcber tbun fan, 

8 


ir muͤſſen unterſcheiden, 
Nun mercket mich mit Fleiß, 
e Schaͤflein auf der Heyden, 
Die ſuchen Gottes Preiß. 





A 


an dauert fte Fein haab noch Gut, 
Durch Chriſtum Den viel reinen, 


r halts in feiner Hut. 


9. 
riſtus thut niemand zwingen 
u feiner Herrlichkeit, 
ein wird's dem gelingen, 
Der willig ift bereit, 


rch rechteu Glaubẽ und wahre Tauff 
Wuͤrckt Bug mit reinem Hertzen, 


m ift der Himmel faufft. 


\ IO, 
ech Ehrifti Blutvergieffen, 
Welch's er hat willig thon, 
that ihn wie verdriefien, 
93 















Ma Das 6 Lied 
Welch's er uns weiſt gar ſchon, 

Begabet uns mit heilger Krafft. 
Daun wen fein Leib thut treiben, 


Der waͤchſt in Gottes Saft, 


Ä II, 
Die Liebe wird zwar gelten, 
Durch Ehrift zu Gott allein. 
Kein Pochen hilfft noch Schelten, 
Es mag nicht anders ſeyn. 
Dearin’n Gott ein Gefallen bat, 
er Die nicht mag beweifen, 
Findt bey ibm Feine Statt, 


12, 

Die Lieb in Ehriftum reine, 

Verſchonet bie den Feind, 
Mer mit ibm Erb will ſeyne, 

Dem wird auch das verkuͤndt, 
Daß er beweiß Barmhertzigkeit, 

Nach ſeines Herren Lehre, 
So wird er ewig erfreut. 


13. 
Chriſtus thut niemand verklagen 
Wie jetzt die falſchen thun, 
Die Chriſtlich Lieb nicht tragen, 
Sein Wort ach nicht verſtehn, 
Moch wollens Hirten umd Lehrer ſeyt 
Muͤſſen zu letzt verzagen, 
Ihr Sold iſt ewig Pein, 


34. Chrif 









Das 6 Aid, 9 
14. 

riſtus thut niemand haſſen, 

Auch feine Diener nit, 

leiben auf rechter Strafen, 

Nach ihres Herven Tritt. 

as Licht des Lebens hond fie bey ihn, 

Freuen fich dei von Hertzen, 

t aller Stommen Sinn, 


15. 
ie Neid und Haß erzeigen, 

Mögen nicht Ehriften ſeyn, 

id fich zum Böfen neigen, 

Schlagen mit Faͤuſten drein. 

uffẽ vor Ehrifto wie moͤrder und dieh, 
Unſchuldig Blur vergieſſen 

t alles falſche Lieb. 


16. 
abey ſoll mans erkennen 
Die nicht mit Chriſto ſind, 
ie Chriſtlich Ordnung trennen, 
Wie alle Belials Kind, 
Als Cain feinem Bruder that, 
Als Gott zu Abels Opffer thaͤt Lehren, 
racht ihn in groſſe Noch. | 


I 
ienut will iche befchlieffen, | 
Merckt auf ihr Srommen all, 
> fol uns nicht verdrieſſen 








» 4 Zu 



















45 Dis 7 Lied. 


Zu betrachten Adams Fall, 

er auch annahm der Schlangen ratl 

hät Gott ungehotfam bleiben, 
Drum folget ihm der Todt. 


18. 
So wirds den auch geſchehen, 
Die Chriſto wiederfiohn, 
Weltliche Lüft anfehen, 
Kein göttlich Lieb nicht hon. 
Alſo hat dieſes Lied ein End, 
Bey Chriſto will ich bleiben, 
Der all mein Noth erfent. AMEN 
Das 7 Lied, 
Ein ander Lied, Michel Statlerg, zu Ro 
tenburg am Necker mit glitenden Zangen ger 
fen, Die Zung abgefchnitten, Darnach Ders 
brendt, Ano. 27. den zı Map. Sm Thon, 
Chriſte der da bift Tag und Licht, 
J—— 
I Chriſtus mit fein’ wahren Leht 
Verſammlet hatt’ ein Feines Hed 
Sagt er dafs jeder mit Gedult | 
Ihm taglich’e Creutz nachtragen ſolt 


2, 
Und fprach, Ihr liebe Juͤnger mein, 
Ihr foller ailzeit umınter feyn, i 
Auf Erden auch nichts lieben mehr,‘ 
Dann mich und folgen meiner Lebe, 


3. 
Dir Welt die wird euch ſtellen nach, 









Das 7 Lied, 4% 


— — — 


Ind antbım mache fottund Schwach, 
Derjagen, und auch fagen frey, 
Wie dag der Sathau hr euch ſey. 


| " | 

Vañ man euch num läftert und ſchmaͤcht, 

Reinethalben verfolgt und fchlägt, 
Seyd froh, Dann freche euer Lohn 
Iſt euch bereit ins Himmels Thron. 


SL 
Seht mich an, Ich bin Gottes Sohn, 
Ind hab auch allzeit wol gethan, 
Ja bin zwar auch der allerbeft, 
Noch habens mich getödt zuletzt. 
6 


Beil mich die Welt ein böfen Geiſt 

Ind argen Dolcksverführer heiſt, 

Auch meiner Warheit widerfpricht, . 
Sowird fies euch auch ſchencken nicht, 


Noch fürchteuch nicht vor folchem Dan, 

Jer nur den Leib ertödten kan: 
Sondern fürcht mehr den treuen Gott, 
Der beydes zu verdammen hat. 


8. 
Yerfelb probiert euch wie dag Gold - 
Ind ift euch Doch als Kindern hold, 
Ro fern ihr bleibt in meiner Lehr, 
Willich ench laſſen nimmermehr. 
D5 Daun 




























“Das 7 Lied 


——— un. — — — 


48 
9 | | 
Dann ich bin eur, und ihr fend mein, 
Drum wo ich bleib da ſo lt ihr ſeyn, 
Und wer euch plagt der rührt mein Aug 
Weh denfelben aujenem Tag. 
\ IO, 
Eur Elend, furcht, angſt, noth und pein 
Wird euch dorf grofle Freude fenn, - 
Lind Diet Schandein Preiß und Eh 
Bol vor dem gantzen Himmels Heer 


IE, 
Die Apoftel nahmen ſolches a, 


AUnd lehrten folches auch jederman, 


Ber Dem Herren nachfolgen wolt, 
Daß der deſſen gewarten ſolt. 


12. 


O Chriſte hilff dur deinem Volck, 
elch s dir in aller Treu nachfolgt, 
Daß es durch deinen bittern Toͤdt 
Erloͤſet werd aus aller North, 

13. 

Lob fey dir Gott in deinem Thron, 

Darzu auch deinem lieben Sohn: | 
Auch dem Heiligen Geift zugleich, 


Der zieh noch viel zu feingin Reich, 
DIS 









Das 8. Lied, 9 
Das 8. Lied. 

Fin ander ſchoͤn Lied hat Hanß Hut zu 
Augſpurg im Gefaͤngnuß gemacht, Darinen er ge⸗ 
fiorden, und darnach Ann. 28. verbrendt. Seht 

im Thon wie man die fieben Wort fingt, Oder 
Jacobs Thon/Oder Lieber vatter wie bift, de⸗ 


Almaͤchtiger Herre Gott Be 
pie gar lieblich find dein Gebott, 
Lieber alles Gold fo reine | 
Du Wirft geehrt alleine 
In deiner heilgen G'meine. 


2, 

Dein Will der iſt ung offenbar. 

Harinn leucht ung die Wahrheit klar, 
In allen Ereaturen, ga 
Gott hat ung auserfohren, 

Harzu auch neugebohren. 


3. 
Den Himmel umd dag Firmament 
ins zeigen die Werck feiner Hand, 
Daͤrzu fein grofie Ehre. 
Sn Land und auf dem Meere 
Thun wir erkennen lehre. | 


| 4 
Die Wercke Gottes find überall 
Auf hohem Berg und tierfem Thal, 
Darzu in ebnen gelden 
Die 






























go Das 8, Ried. 
Die Bögelin den Waͤlden 
Thun uns die Wahrheit melden. 


5: 
Ein jedes Werck thut preiſen Gott, 
Wie ers ſo gut erſchaffen hat. 
Das thut der Menſch zerbrechen, 
Der Warheit wiederiprechen, 
Gott wird es an ihm rächen, 


6, 
Die Wercke Gottes find wunderlich, 
In rechter Ordnung ewiglich, | 
. Der Menich foll fie erfahren, 

Gott wils ihm offenbahren, 

Er joll fie auch bewahren, 


— 
Drum hat Gott feinen Sohn geſandt, 
Der uns Die Warheit macht befant, 
Und auch den Weg zum Leben: 
So wir darnach thun ftreben, 
Sein Geift willer ung geben, 


8. 
Der zeigt ung an die Heilig Schrift, 
Drinn Gott fein Teftament geftifft, 
In feinen: Sohn fo reiche, 
In aller Welt zugleiche, | 
Niemand drum von ihm meiche, 


⸗ 


9. 
Den Todt er überwunden hat, 
Ein’ 






ve 
in rechter Menſch und wahrer Gott, 
Mit Kraft bat ers bemeifet, 
Mit Warheit ung gefpeifer, 
Darum wird er gepreifet. 


IO, 
)rum fandt er uns den Heiligen Geift, 
Yer aller Blöden Tröfter beit: 
Ins Herk will er uns führeiben, 
aß wir in ihme bleiben, | 
AP Suͤnd und Lafter meiden. 


—— 
er Heilig Geiſt der iſt das Pfand, 
er uns zum Erbiheil ift geſandt, 
Welches Ehriftus uns erworben, 
Als er am Creutz geſtorben, 
Mit der Welt nicht verdorben. 


12, 
dem Batter ſey nun Lob und Ehr, 
Yer ewigbleibt und immermebr, 
Und ewig halt feinn Namen, 
Seins Sohns wir uns nicht ſchamen, 
Der helff ung ewig, AMEN, 
Ä Das 9 Liad. 
Fine ſchoͤne Hiſtorie, die ſich unter Keyſer 
3alerio hat zugetragen, von einer Jungfrauen Burg 
genandt, und einem Juͤngling. Geht in Georg 
Wagners Melodey. 


L, 
broſius klaͤrlich befchrich 


























52 Das 9 Lied 
are ce 
Eine Gicht von Chriſtlicher Lieb, 
So ſich hat zugeftagen, 
Unter Kenfer Vaͤlerlo 

Der ließ die Chriſten plagen. 


EN 
Als er gen Antiochiam kam, 
Ein Jungfrau, Dura war ihr Nam, 
Ein Ehriftin ward gefunden, 
Die ward da vor den Kehſer bracht, 
Der lieg fie zu der Stunden, ; 


J—— N 
Fuͤhren in ein Schandhauß gemein. 
I Die Jungfrau züchtig, keuſch und rein 
I: . Mm Spott md Schmach zu ſchanden. 
Die Sungfras rieff in diefer Noth, 

Zu Gott, und wandt ihr Handen. 


4. 
Errette mich du Sonn Davids, 
Vor Suͤnd und Schand Herr mich behuͤt. 
Laß dich meins Leids erbarmen. 
Dblitt ich Dich durch Jeſum Chriſt, 
Komm bald zu Huͤlff mir armen. 


; Js 
Die Klag erbört ein Süngling fein, 
Ein Ehrift, der ging zu ihr hinein, 
Sprach, Jungfrau biß obn forgen, 
Don mir folt bleiben ungefchendt, 
Bart mit. Gebult bi norgen. 


a wu 























53, 


Fre — ung 


Das 9 Lied. 





6. 

50 will ich Dir helffen davon, 

zald leg du meine Kleider an, | 
Und geh aus dem Schandhauſe, 

50 leg ich auch an dein gewandt, 
Und bleib hirin’a ohn Graufe, 


| Zu nt 
)ie Jungfrau Iobet Gott zuhand, 
sing hin in des Juͤnglings Gewandt, 
Bald kam ins Hauß gemeine 
zon Keyſers Hoff ein Trabant alt, 
Sand den Juͤngling alleine 
| 8 


itzen in jungfraͤulicher Waht. 

er Traband ſtuhnd vor ihm ſchamroth, 
Und thaͤt ihn hart verſchmaͤhen, 

ing Din und fagts dem Keyſer an, 
Der liegden Juͤngling fahen. 


3 9. 

er Kenfer ward ergrimmet ſehr, 

ragt ihn ober ein Ehrift auch wär, 
Der Jüngling Antwort gabe: 

ch glaub in Ehriftum, bin getauft 
Don ihm weich ich nicht- abe, 


Io, 
er Kenfer bald das Urtheil gab, 
ar man ihin’s Haubt foltfchlagenab, 
Ward batd dem Hencker geben, a 


a, 
















z Das 9 Aid, 


Der führt ihn aus auf die Richtftatt,. 
Wolt ihm nehmen fein Leben. 


Il, 
Bald das erhört die Dura fromm, 
: Daß man ihn da wolt bringen um, 
Lieff fie in dieſen Möthen, 
In fehneller Eil auf die Richtftatt, 
Wolt ihren Bruder retten. 


2, 
Ich bin fchuldig an Deinem Todt, 
Sprach die Jungfrau in Diefer Noht, 
Hertz lieber Bruder meine: 
Darum ich vor dich fterben will, 
Retten Das Leben deine, 





13, 
Der Juͤngling züchtig antwort gab, 
Ach Purga laß zu bitten ab, 
Sterben will ich alleine, 
Und preifen heut mit meinem Blut, 
Gott unfern Vatter reine, 


I4, 
ura die süchtig Jungfrau ſprach, 
Ich leid vor dich den Todt und Schmach 
Zu Lob des Herren Namen: 
Der helff uns wider gnaͤdiglich 
In ſeinem Reich zuſammen 


15. 
Bald das erhoͤrt der Wuͤterich, 





Das 10. Lied 


— —— —— — — — 


F die Thriſten m williglich 
In Todt ergeben haͤtten 
Rein's vors ander ſterben wolt, 
Ließ er ſie beyde toͤdten 
16. 


ſo erlangten ſie die Kron, 
ey Gott die ewig Ruh und Wohn 
Ihr Ehriften allgemeine, 
ßt euch diß ſeyn ein Spiegel klar, 
Und ſchaut mit Fleiß hineine. 
17 

en Glauben auch mit Lieb beweiß, 
itt Gott, fein iſt allein der Preiß: 
Daß wir auch alleſamen 
in Hertzen mögen folgen nach, 
Durch Jeſum Chriſtům, A M rn 

Hans Büchel 

Das 10, Lied. 
n teöfefich Lied von fünff frommen, 
u Antdorff auf einen Tag verbrendt, 
Sm Thon, Wo [Sl ich mich bite 
kehren / ich armes/ zc. 


i u, 
U lob Gott Batter Sohne, 
Und auch dem Deilgen Geiſt, 
feinem höchften Throne, 
Singen wir allermeiſt 
E Don 




































6 Das 1o Kied, ' 


Bon fünf Chriſten Gemein 
Jetzt fingen wir alle ein: 

Ihr Glaub ſoll ung gefallen 
Sur Gold und Edelftein, 





2, 

Durch den fie haben g’wonnen 

Das recht verfprochne Land, 
Dem Seind find fie entronnen, 

Erloͤßt von Spott und Schand, 
Ein Kron ward ihr bereit, 
Deren fie fich erfreut, 

Die ſte auch überfommen, 
Zragen in Ewigfeit, 


| 3 
Als man fie hat gefangen, 
Spahrt man Fein Traurigkeit, 
Nach Gott ftuhnd ihr Verlangen, 
Der hat ihr Ders erfreut, 
Das bitter machet füR 
Das fie mit groffem G’nief 
Jul Hertzen wohl empfunden, 
Wie fie auch fehen lie, 


4. 
Das Lob Gottes gar feine, 
Auf ibrer aller Mund, 
hat reichlichen erfcheinen 

Den ihnn zu aller Stun, 
Gott haben ſie erkändt, 


























wen 
1 menschlich Lehr geſchaͤndt, 

So fich im Wort nicht gruͤndet, 
at Fein recht Fundament. 


5. 
s fragten die Papiiten 
Don der Kirch Ehrifti fein, 
bs glaͤubten wie die Ehriften, 
Daͤß die Roͤmiſch moͤgt ſeyn. 
ie ſprachen all, O nein, 
ie Braut Chriſti iſt rein, 
Beſudelt nicht mit Blute, 
[s ander Voͤlcker g'mein. 

6. | 


om Pabſt thaͤten fie fragen, 
Was fie hielten von ihin? 
inhellig thaten fie ſagen, 

Mit einmühtiger Stimm: 
er Pabſt warhafftig iſt 

er rechte Antichriſt, 
Der wieder Chriſtum ſtreitet 
it falſcher Lehr und Liſt. 


7: 
Las halt ihr von dem Brodte 
Wol in des Driefters Hand? 
ft nicht unfer Herr Götte, 
Sein Blut und Fleiſch genandtẽ 
nein ſprachens mit gir, 
iv haltens de dafür, 
| in 


Chriſtue 











a ya Das 10 Kied. 


— Ehriftus wirddeihfiehtenmen 


Mit gar herrlicher Zier. 
8 


Sein leiblich Weſen iſte 

Auff Erd zu ſuchen nit, 
Spricht der Evangeliſte, 

Im Himmel ung vertritt, 
Dearinnen wird er fenn, 
Und unfer warten fein, 

Biß er wird wiederfommen 
In gar herrlichem Schein. 


9, 

Der Marckgraff und Sorhiften, 

Haben verfücht gar viel, 
Mit gar geſchwinden Liften 

Ihn zugericht ein Spiel, 
Die Pfaffen dahin geredt 
Mit Draͤuen und Gelött, 

Big fie zum Zodt verdammeh, 
Und letztlich auch getödt. 


IO, 
Als man nım zum Todt führet 

Die Männer alleſamt, 

In Gott habens glorieret, 

Mit Gfang die Leut erınahnt, 
Das man foll Gutes thun, 
Dann Boͤß bring böfen Lohn, 
Ein jeder foll zuſehen, 









das ro. Ste, Z 
aß er ſeiner Seel verſchon. | 


II, 
[5 man zalt fünffsen hindert 
Und neun und fuͤnfftzig Jahr, 
at viel Menſchen verwundert, 
Worden geführet dar 
ie Maͤnner wolgethan, 
uͤßten einander ſchon, 
Im Feur thatens erlangen 
tandharft die Marter Kron. 
12. 
hr Ehriften jung und alten, 
So mercket mich gar fein, 
ie Lieb laßt nicht erkalten, 
Es wird euch nötbig ſeyn. 
hriftus der treue Dirt 
il folches fordern wird _ 
Bohl an dem Juͤngſten Tage, 
denn er das Grrcht einführr. 


13, 

rum laßt euch nicht erfchrecken, 
hriftus wird fcheiden bald 
ie Schaf wohl von den Boͤcken 
trafen mit groffem G'wald, 
>er jetzt fein Wort veracht, 
ie Gnadenzeit verſchmacht, 

Her wird zur Hoͤll geſtoſſen 
urch Gottes ih und Macht. 

! ne. 

























so Das 11. Lied, 


Das IT. Hied. | 
Fin fehön Lied von Joͤrg Wagne 
zu Monchen verbrandt, Ann. 1527. Im Tho 
Es iſt ein Schafſtall und/ ꝛc. Oder 
Wie wol ich jest gantz ellend bin. 
I 


Hr Er Ehriftojest will folgen nach 
EL Yiuf achte nichte der Welt ſchmac 
Das Creutz er auch muß tragen, 
Kein ander Weg in Dimmiel gebt, 
Bor ich von jugend fangen. 

2 


‚ Alto that Joͤrg der Wagner and), 
Gen Himmel fuhr er in dem Rauch, 

Durchs Creutz ward er bewaͤhret, 
Gleich wie man thut dem klaren Gold 
Von Hertzen ers begehret. 


Es galt ihm feiner Seelen Heyl, 
Er acht keims Menſchen trauren, 
Er acht auch nicht fein Feine Kind, 
Noch feiner Ehlichen Frauen. 


3. | 
Der Salefenthorn ward ihm zu theil, 


4. 
Wiewol fie ihm nicht warn nunmehr, 
nd er gern ben ibn blieben wär, 
Hat Liebs und Leids gelitten, 
Kein Arbeit an ſeim Leib geſpart, 
Jar frommer Ehleut Sitten⸗ 
| $. Öle 


P En x " 
Be 






| Das ıı. Sid En 
| 5. 
eichwol er ſte verlaſſen muß, 
5 war ihm Fein geringe Buß, 
Daß er von ihn a mußt fcheiden. 
ein Fuͤrſt mit feinem Fuͤrſtenthum, 
aͤtts ihm mögen erleiden, 
| 2 | 


ween Barfuͤß⸗moͤnch in grauen Kleid, 
org Wagner tröften in fein Zend, 
Sie wolten ibn bekehren. 
+ wieß fie in ihr Kloͤſterlein, 
Ihr Med wolt er nicht hoͤren. 


; 7% 3 
er Hencker führt ihn an einmın Strick 
m rath⸗hauß laaß man ihm vier Stuͤck, 
Darauf ſtuhnd ihm ſein Leben: 
b er eins wiederruffen wolt, 
In Todt thaͤt er ſich geben. 


8. 
er erſt Artickel war nicht leicht, 
raff an die mündlich Ohrenbeicht, 
Kein Pfaff mocht ihm verzeihen, 
ieweil er wieder Gott getban, 
Her ihn allein Font freyen, 


| 9 — 

er Tauff iſt recht wie Chriſtus lehrt, 

Benn die Ordnung nich! wird verkehrt, 
Bedeut fein AN Serben, | 


% 
























62° Das 11. Pied. 


Iſt ein Abmwarsungammfer Sand, 
Dardurch wir GW erwerben, 


Io, 
Done Herren Chrifi Sacrament 
Joͤrg Wagner ihmn auch frey betend: 
Ich halt es vor ein Zeichen, 
Der Chriſti hingegebnen Leib, 
Redt er ohn alles Schmeichlen. 


II, 
Zum vierten wolt nicht glanben thun, 
Daß fich Gott folte zwingen lobn, 
Auf Erd herab zu kommen, 
Big er werd haften fein Gericht, 
Den Böfen mir den Frommen. 


12. 
Zu Moͤnchen ein Schulmeiſter was, 
Der nicht weit von S. Peter ſaß, 
Joͤrg Wagner du ſolt beichten, 
Darffſtu kein’ Abfdfution? 
Laß Dich was Guts berichten, 


73, | 
Schulmeifter das wind mir zu lang, 
Mit Willen ich ins Feuer gang, 
Mein Sind find mir verziehen, 
Daran ic) Eeinen Sweiffel frag, 
‘ Sp wird der Beicht geſchwiegen. 


ee 
Joͤrg meinſtu nicht du ſeyſt en 





Da ı lit 6 
af du nichts halte ufs Sacrament 2 
Auf Gott 5 dein Vertrauen, 
ieh zu wo du Dich irren moͤchſt 


Laß Dich von Hertzen rauen. 


15, 
ein Hertz ift alles Zweiffels ohn, 
as mich Gott werde. ivren lon, 
An dem Eckſtein verlegen, " 
aun Die gleich find Dem Rohr im Meer 
Ihr Sad) auf Zweifel fesen. 

6 


10, 
iedlings⸗Meiſter, der Predicant 
am Vatter Unſer ihn vermahnt, 
Daß er ibm ſolt nach baren, 
on Hertzen allen ich verzeih, 

Sp wieder mich je thäten. 


17, 
oͤrg Wagner als ein frommer Chriſt, 
ag obs in Deinem Herkenift, | 
Wie du mit'm Mund bekenneft, 
s gilt dir deiner Seelen Heyl, 
Ob du s nicht recht verſtuͤhndeſt. 

18. 


ilt es mir meiner Seelen Senf, 

38 iſt fie mir alſo nicht feyl, | 
Daß ih mir Mund foll ſprechen 
delch s nicht in meinem Herken wär, 
Gott wuͤrd es an mir rächen. 





















2 Des ır Lied 
19. 

org Wagner forderſt du an mich, 
Daß ich ein Meſſe len vor dich, 
Nach den Ehriftiihen Sitten? . 
Komſtu vor Gottes Angeficht, 

Sp wolft auch vor mich bitten, 


20. 
Daß er mir auch verleih Gedult, 
Das ich erwerbe feine Huld. 
Weil ich noch Din im Leben, 
Bitt ich) Gott, das ift mein begeht, 
Nach dem Todt ifts vergeben, 


ZI, 

Etlich Ehriftliche Brüder warn, 
Redten Joͤrg Wagner infein Obr'n, 
zöellernoc war beym Leben, 

Im Feur ſterb als ein frommer Chri 
Wollſt uns ein Zeichen geben. 


— 2 
Er ſprach, Das will ich gerne thun, 
Chriſtum den wahren Gottes Sohn 
Will ich mit'm Mund bekennen, 
So lang als mein vermoͤgen iſt, 
Will ich ihn JEſum nennen, 


23. | 
Zween Hencker ftuhnden bey der Seit 
Den Ring um ihn fie machten weit, 
Joͤrg Wagner ſprach den Bun 
| 


M 






Das Let, — © 
gegen ftuhnd ein groſſe Schaar, 
Bon Männern und von Frauen. 

24, en. 
rg Wagner fah ohn Furcht um fich, 
ein Mund zu Feiner Zeit verbiich, 

Er redt daß manchen wundert, 
eſchach im ſieben und zwantzigſte Jahr, 
Ein tauſend und fuͤnffhundert. 

Ro 

m Hornung in demfelben Fahr, 

m achten Tag gans offenbabr, 
Hieng man in an fein Kahle, 
in Sack mit Pulver nicht faſt klein 
Benahm ihm Da fein Seele, 

io | SE | 

tan flocht ihn auf ein Leiter hart, 
as Holtz und Stroh anzundet ward, 
Seht ward das Lachen theuer. 
eis, Jeſus, zum virten mahl, 
Rieff er laut aus dem Feuer. 

27: 
lias thut Die Warheit fagen. 
af; er in eim feurigen Wagen 

Fuhr in das Paradeife: 
jo bitten wir den Heiligen Geift, 
Daß er uns unterweiſe. 
385 
























m un 


66 Das ı2 Lied. 

| Das ı2 Kied. 
Diefe nachfolgende Geſchicht Hat fi 
im Jahr 1550. zu Gendt und Löven begeb: 
Und geht ım Thon, All die ihr jetzund ieı 
Verfolgung und Trübfal. Dder wie 
Der Bentzenhauer. 


I. 
ar Herr dich will ich Ioben, 
Der du dein Gliedern ail 
Zuſchickeſt Starck von oben, 
Hie in diß irrdifch Jammerthal, 

Daß ſie feſt ſtehen bleiben 
Wider den boͤſen Hauff, 
Weil ſie die Boßheit treiben, 

Haben ſie ihren Lauff. 


2, 
Sieh an was kecker Helden 
Ericheinen da zu Gendt, 
Davon ich euch thu melden, 
So die Warheit befendt, 
Hanß Keßkaͤuffer genandt, 
Der da gefangen ward, 
Und ſich nach ſeinem Stande 
Bol hielt zu dieſer Fahrt. | 


3% 
Er ward auch dargeftellet 

Bor einem ganben Rath, | 
Der treu man anfferwehle,  —- ° 
Scharff man ihn fingen that, We 





‘ N N 
Or 


















U BE 


enn er den Tauff empfangen 
Hab wol zu diefer Friſt? 
 forach, Bier Jahr vergangen; 
Seit das Geſchehen ift. 


4, 
ie fragten ihn noch mehre 
Was er vom Satramenf 
jelte nach feiner Lehre, 
Ob er ihn auch) betendt, 
aß darimn würd genoffen 
Ehriſti wahr Lein und Blut, 
elch's aeben und vergoffen _ 
Am Stamm des Creutzes gut, 


5, 
Wie fan die Speiß fenn Gotte, 
Die der verzehren thut, 
er ſelbſt ift Staub und Kohte, 
Mich dunckt in meinen Muth, 
ott werd nicht leiblich gefien, 
Nach feiner Majeſtaͤt | 
er Fein leibliches Weſen 
Auf diefer Belt mehr hat 

6 


ie. ihn Auf Erden füchen, 
Folgen nicht feiner Lehr, 

- wird fie auch verfluchen, 

Die ihm fteblen fein Chr, 
Gebens der Creature, m 


a da 


en —— — ern 0 






ER r . J— — 
Die doch gleich wie der Staub 


Zergehet von Nature, 
Daſſelb ich gaͤntzlich glaub. 


—— 

Man ißt Gott nicht wie brodte, 
Leibhafftig wie ein Speiß, 
Sein Todt hilfft uns aus Nothe, 

Ihm ſey allein der Preiß: 
Den ſollen wir groß machen 
Ben dieſer Speiß allein, 
Und die geiſtliche Sachen 
Dabey machen gemein, 


8. 
Diß iſt allein der Grunde, 
Darob wir halten thun, 
Bekennen mit dem Munde, 
Lond uns gar nicht davon, 
Biß man ung ans der Schriffte 
Waos beſſers unterricht, - 
Menſchen Lehrift vergiffte, 
Bir trauen ihr gar nicht, 


9% 
Ste ſprachen zu der Stunde, 
Iſt das jeßst Dein Beſchluß, 
Gar viel ein beffern Grunde, 
Dein Ding hie haben muß. 
Er fprach, laßt mir herbringen 
Eure Gelehrten fort, 









Bi a OS in a 








Das 2 ia 


Bir veden von den Dingen 
Allein aus Gottes Wort. 


\ 10 
Wir wollen euch bewaͤhren, 
Und uͤberzeugen gar, 
aß ihr durch falſche Lehren 
Wol dreyzehn hundert Jahr 
end gaͤntzlichen betrogen 
Durch die Decret zumal, 
Bas man euch vor hat g’logen, 
Habt ihr geglauber all. 
I 


Ba, 
Menſch laß dirs erleiden 
Die Woͤlff gar ungeheuer, 
ie kommen in Schaffskleiden, 
Es wird ihmn werden theuer, 
it falſchem Schein betriegen 
Den einfältisen Mann, 
en Frommen fie verliegen, 
Der fie aufdecken kan. 


12, 
s riefft euch GOtt der HErre 
Mir ſanfftmuͤthiger Stimm, 
der Apoſtel Lehre, 
Ihr folt kommen zu ihn, 
nklopffen und anfchrenen, 
Er will euch felbft aufthun, 
on eurer Gefaͤngnuß freyen, 














40 © Das 13 Lied. 


In fein Reich nehmen an, 
13, 
Zaufend fuͤnffhundert Jahre 
Und fuͤnfftzig zehlt man dran, 
Da ſah man offenbahre 
Dieſen dapfferen Mann 
Ben ſeim Bruder im Teure 
Brennen in groſſer Noht, 
In Gottes Augen theure 
Iſt Der Gläubigen Todt. 
Des 13. Liad. 
Eine fehone Hiftorie von einer Sum 
frauen, Im Thon, Wohl dem der in @ott 
Sürchten flebe: Oder Chriſt der 
Du biſt der belle Tags ıc 
I, 


Esn Maͤgdlein von Glidern zart, 

Liehlich, ſchoͤn, und von guter At 
Eliſabeth ward ſte genandt, 
Die bat auch Gottes Wort erkandt, 


2, 
Zu Lewarden wol in der Stadt | 
Das Magdlein feine Wohnung bat, ° 
Als mar zalt fünfzehn hundert Se 
Und neun umd virtzig, das ift wah 





3. 
Im Jenner fie gefangen ward, 


— 





N 13 Std, 98 


ö— — — — —— — — — — 


bunden und gefraget hart | 
Ben ihrem End in dieſer Stätt, 
Ob fie kein ren genommen haͤtt. 


e gab Antwort ale fie das hoͤrt, 
ſchweren wird an nich begehrt. 
Das ſteht garnicht in meine walt⸗ 
Ja und auch De davon ih halt. 


eiter ich zwar 9 ſchweren ſoll, 

e Warheit kan ich ſagen wohl, 
Ber feinen Naͤchſtẽn triegen will, 
Heim iſt falſch — nicht zuviel, - 


ſſelbig ich euch — kan, 

ß ich verfbrochen bin keim Mann: 
Sie ſprachen, ihr habt viel verführt, 
Darf fie mit ne haben geirrt. 


ſeyd darzn ihr — 

um ihr berennen ſolt vorhin, 
Bas vor Perſonen ihr gelehrt, 
And in euren Ir rthu m geführt, 


ſprach, Ihr fiebe Herren mei, 
er mich fragen allein, 
Bas ich vor einen Glauben hatt, 
So wolt ich gern an dieſer SA 






















2 Das 13 Lied 


ie er S — 


9. 
Vor euch bekennen öffentlich, 
Was ich gelaub und mich verfich. 
Sir fprachen, was fie an dem Em 
Hielt von. der Meß uns Sacrame 


Io, 

Sie antwort ihnen zu der Stund, 
Sie haͤtt darinnen keinen Grund, 
Die Schrifft davon kein Meldung th 
Darum dunckts mid zwar garnitg 


iL, 
Das Nachtmaal aber iſt genennt 
Von Chriſto felbft ein Teftament, 
Das ift, ein Zeuchnuß und Geſchri 
Die das ewige Erb antrifft. 


12, | 

Gott fchreibts ung in das Herk hine 
Mit geiftlichen Buchfiaben fein, 

Welches durch die Stiftung figuri 

Und unfichbar bezeichnet wird 


13 
Da fie viel Schrifft drum eingefühtt 
Gar bald ihr Diefe Antwort wird, 
Der Zeuffel redt aus deinem Mu 
Dein’ Zeugnuͤß haben feinen Gr N 


| 14. 
Sie ſprach mit Worten alſo ſchlecht, 
Bir mein HErren, alſo ſeim Sud 






















Das _# 
Mit Bi wird’ es mir ergohn, 
Deß ſoll ich keinen Zweiffel hon. 

* 


| 
je fragten, Ob der Kindertauff, 
o man jest nach geminem Lauff 
Nothwendig hielt, nicht mache from? 
Das foil fie kurtz nr einer Summ 

10, PER 

zeigen, and befennen rund, 
zaͤrum fie noch zu dieſer Stund 
In ihrem Alter wieder tauff, _ 
Wie viel fie darum wind geftrafft® 


| 19, 

ie fprach; Sch Din nach Ehrifti Lebe 

n mahl getauft, nicht weiter mehr, | 

Auf mein bekandten Glauben fein, - 

ie es nach GOttes Wort poll feyn; | 
N I 8 


ie frageten auch weiter mehr, 

b an GOttes Statt der Priefter 

Die Sünden auch vergeben moͤcht, 
Darauf antwort fie ihnen recht: 


| 19. | 

hriſtus ift der Hohe Prieftev, 

sin Menſch benimt ihm diefe Ehr, 

Her Menfch verfündet GOttes Gnad 

Dem Suͤnder, derzecht Buß than hat. 
32 . Dem 
















#4 Das 13 Kicd, 


—— — — — —— — 


20 

Dem aber, der nicht Buß thun will, 

Dem ſetzt die Kirch kein ander Ziel, 

Dann daß ſein Suͤnd behalten wer 

Erlang kein Gnad auf dieſer Erd, 
ZE, j 

Darzu auch dort in iener Welt, 

So iſt das Urtheil ſchon geftellt, 

Kein Menſch es anders machen wir 

Wie ſchoͤn er d'ſach mit Worten zier 


22, 

Elifabeth findt ger Fein Gnad; 
Bird wieder. bald geführt vorn Natl 
Bald auch in den Peit-Reller fan 
Peinlich) zu fragen man vornam. 

; 23. 2 x 
Dem Hencker Fan fie unter d Haͤnd, 
Sprachen zu ibr an diefem End, 
Bir haben bißher gütig, füch, f 
Mir euch bered, und freundelich: 


2 

Nun wolln- wir defto firenger feyn, 
Und mit euch handeln durch die Peyn 
Die euch der Richter jest zuricht, 
Bo ihr euch noch bekehret nicht.  % 


23. 
Die Singer man ihr klemmen thaͤt, 
Daß ſie dran ſolchen Schmertzen a 











Das 23 Lied — 


Das a8 ihr durch dieſen groffen Zwang 
Das Blut zun Nageln auſſer ſprang. 
26, 


sie that es GOtt im Himmel flag'n, 
ie Pein kan ich wit langer tragu, 
Thu mir OHerr Hilff und Beyitand, 
Behuͤte mich Pr ee. uud ſchand, 


ste fprachen, Hm — eur Fehl, 
ho ſoll man euch) wohl helffen ſchnel, 
Ihr doͤrfft drum nit ruffen zu GOtt, 
Seren, | d bei ii ihr euch aus Noth, 





ie blieb inhrunſt — ſtig im Gebet, 

eß ward ſie guch von Ihm errett, 
Der ihr ſo Kraffte gab in ſchmertzen, 
Daß ſie mit Diet Fr Hertzen 


ie Pein und en kont ertragen, 
n GOttes Guͤte nicht verzagen, 
Sie ſprach, die Pein nimt beh mir ab 
Wie ich von 2 ir erberten bad, 


hr mögt mich Wen was ihr wöllt, 
ein Hoffnung iſt zu GODft gefteilt, 
ZwoSchrauben an ihr Bein man ſetzt, 
Daß ſ e noch ſchwerer würd’ verletzt 

53 | 3% Sie 















Das 13 Lied. 





Sie ſprach, Schaͤndet mich nit ſo fehr, 

Dann euch bringt folches Ding fein Ehi 
Daß ihr entblöfer meinen Leid, 
Gedenckt an euer Kind und- Beh, 


32. 
Daß fie nit werden ſo geſchaͤndt. 
In dem hat ſie ihmn frey bekendt, 
Es hab mit feiner Hand fein Mat 
Ihrn Leib je Di RR an. 


Indem ſie zu der open fanch, 

Umd ward von Ohnmacht alid kranck, 
Daß fie gehalten ward für todt, 
Noch halkf ihr en) der treue Gott, | 


Daß fie noch fam ei ihrer Kraft, 

Und ſprach zu ihnen unzaghafft | 
Ich lebe noch und bin nicht todt. 
Sie forachen, Nun bekennt vor so 


35. 
Haß ihr geirrt, und wiederſprecht, 
Weil ihr noch Gnad erlangen moͤcht. 
Da ſprachen ſie, Ich begehr durch G 
MDas zu verfieglen mir dem Todt. 
36, 
Im Merken von — Jahr, 
und * sen. — gar. 















Des 14 CLied. Br 


ö— — — — — — — — 


37. 
iß man ſie ſtracks ertraͤncken folk, 
in ander Gnad beweiſen wolt, 
Das iſt der Woͤlffen Guͤtigkeit, 
Die fie den Schaͤflein hond bereit, 


| 38 
ßt uns hedencken ohne Schertz, 
r Eliſabeth tapffer Hertz, 
Wie ſie in ihrer Pein und Noth, 
Mit Ernſt geruffen hat zu Gott. 
Am 


| Amen, 
Das 14. Kied, 
r ander Lied von einem der. war 
oft genandt, zu Cortrick verbrandt An.ı5 53, 
Seht in Joͤrg Wagners Thon, 
'® E;. 
)F beſte Freud aus Gottes Wort 
Herkomt, und fuͤllet alle Ort, 
Hochteutſch und Niederlanden, 
er ſich dem vecht ergeben hat, ' 
Her wird erfreut in Banden, 


| 2 
elch's wol erfcheint in diefer Zeit, 
ımanfind Menfchen nah und mei, 
Die Gottes Wort bekennen, 


54 ar 


] 























Das 1a Lied 


— ——— gr EN Tre —— 
n einer Stadt Cortrich genandt, 
er 
rt) 


JE man ein Maun verbreumen, 


3* 
Her war ben vielen wohl befandt, 
DU ſeinem Namen Joſt genandt, 
Der ward daſelbſt geſaugen, 
Und bald vor die Sophiſten bracht, 
Die fragten mit Berlaugen, 


4 
en er Die lebte Beicht hätt thon, 
Das jolt er geben zu verſtehn. 

soft antwort ihnen balder 
Barum habt ine mich fragen lan, 
Wer gab euch Die Gewaltee 


ge 
Sie ſprachen Gott gibt ims die Gwa 
Daß wir haudlen ſolcher geſtalt. 
Joſt ſprach Ich kans nicht glauben, 
Daß einer der an Chriſt win ſeyn/ 
Soll ſeinem Naͤchſten rauben. 
6. 
Dann Chriſtus die feinen nicht lehrt, 
Das man den der ſich nicht bekehrt, 
Soll fahen und todtſchlagen. 
Er har ſelbſt memand toͤdten lan 
Moch alſo thun verklagen. 
=, | 
Ich glaub an unſern Herren 2 
| | | 





Das 14 Lied. 23 





— een men 


er felöft vor mich geftorben ift, 
Der it der rechte Hirte, | 
in Pfaff, Dechant, wer er auch iſt 
Bor mich nicht ſterben wurde. 

8. 


er Pfarherr bald zu So ſten ſpricht 
ser lehret das, du mic) bericht, 
Daß ich ſolt fur dich ſterben? 

oſt ſprach, ich glaub es ſicherlich, 

hr thut darum en Mean 


hriſtus lehrt föfches aber fein, 

3ie es auch dann vor Gott foll ſeyn, 
Ein guter Hirtich bine, 

tein Leben laß ich vor Die Schaf, 
Wie ſolch s an A erichiene. 


Farum gebt ihr in den Todt, 

nd wolt dariun nicht foͤrchten Gott, 

Auch in des Richters handen? 

ls ie ich groß übels gethan, 
Machet ihr Mi handen. 


er Pfaff ſprach Maufus bat gethan 
en Korinther felbit in den Bann, 
Demeée Salhan — 

oft ſprach, Wir thun ih auch al, - 
Nehmen vn das Leben. 























29 Das 14. Kied, ie 
12%; ep 
Bir verkuͤnden ihm Gottes Straf) 
Wo er verharrt in ſolchem Lauf, 
Sey er des Sathans eigen: 
So aber er thut wahre Buß, 
Werd ihm GOtt Guad erzeigen, 


— 

Paulus gab ihn dem Richter nit, 
Strafft ihn auch nit nach eurer Sitt, 
Au feinen Leib und Leben. 

Die ihr die Meuſchen alfo lehrt, 

Muͤßt ſchwere Rechnung geben. 
| 14. 
Der Pfaff ſprach, Habt ihr g’iefen m 
Wie Helias befahl hiemit 
Des Baals Pfaffen zu toͤdten? 

Joſt ſprach, Wir find den auch nit gleie 
RKeinmn Abgott wir anbeten. 


| 15, 
Ihr aber feyd ihnen baf gleich, 
Betrieget ſamtlich arm und reich, 
Mit Abgoͤtterey merck eben. 
Freſſet und ſauffet noch viel mehr, 
Fuͤhret ein buͤbiſch Leben. 


16. 
Der Pfaff redt von St. Auguftin, 
Joſt ſprach, deß Finger ich nit bin, 
Chriſtus der thut mich Ichren, 


e 






—— 
er bey ſeinr Lehr nit bleiben mag, 
Her thut Die Leut verführen. 


ER. 
riſtus der bat fein Lehr gebracht | 
ws Himels Thron, Er hat die Macht 
Zu lehr'n und Geh zu geben. 
er allein bleibt in feiner Lehr, 
Her hat das ewig Leben. 


| Menfehen=Lebr die iſt nit gut, 

in Lehr bezeugt’ er mit feim Blut, 
Mit groſſen Wunderthaten, 

as aus ſeiner Lehr herkommen thut, 
Muß alles wohl gerathen. 


19. wi 
r diefe Lehr warhafft und theur, 
ill ich gehn willig in das Feur 
Diefelbe frey bekennen, 
man mich ſchon Darum veracht, 
Und mich darum läßt brennen. 


20. 
8 man zehlt fünfzehn hundert Jahr 
d drey und fünfzig offenbahr, 
Hat Joſt feinn Geiſt aufgeben, 
1 einem Pfahl verbronnen ift, 
Gott gab ihm ewigs Leben, 
| AMEN. 
Bans Deo, 





















82 Das ı5. Lied 

Das ı5. Ated, 
Dis hernach getichtere, Marter- Bi 
it som Hanſen von Amſterdam, welcher mit‘ 
andern verrathen, gefangen, und umbracht w 
Ben. Und geht im Thon, Rofinfarb war d. 
Geſtalt oder, er Unfall reut mich 

gang, Schttäfllih zu fingen. 


I, ' 

Eh weiß wer Gottes’ Wort befen 
„) Daß der fich viel muß leiden, 
er Hanß von Amſterdam zu Gend 
Kaͤßkauffer feiner Zeiten 
IE einer g’nandt, der hat erkandt, 

Mit noch mehr frommen Leuten, 
Daßz wer GOtt ehrt, und ſich bekehn 

BB hast zu allen Zeiten, 


2, 
Sie haben einen guten Grund 
In Gottes Wort gefunden, 
Den fie befandten mif dem Mund, 
Zu aller Zeit und Stunden. Ä 
Durch Gottes Kraft, fiegank ſtandha 
Der Warheit Zeugnuß gaben, 
Diefelb aufbreit, in Freudigkeit, 
Dep fie nit gnoffen haben, 


| 3. | 
Man hat fie gfänglich nommen am, 
In d Finſternuß geſetzet, | 























Das 17 ne 


— — — — — — — —— 


ng Zeit darinnen ſitzen lan, 

Welchs fie doch nicht verletzet, 

ihrer Noth rieffens zu Gott, 

Der thaͤt fie, gar oohl fröften, )_ 
gab auch ihn, Hertz, Muth und fin, 
Daibe Noth * am groͤſten. 


an bracht fie e. den sanken Kathy 
Lind that fie. Heißig fragen, 

or ihrem Glauben, Lehr und That, 
Die Wahrheit foltens fagen, 

er Hans frage fe, wo find wir bie 
as it das fuͤr in Daufee (echt 


taucht. man hie fehlecht, Gwalt oder 


So ſoll doch mir a grauſen. 


ie gaben ihwnn zur Antwort fein, 

Man braucht hievinn das Rechte, 

eß ſollet ihr wohl ficher ſeyn, 

Das aut wird nicht verſchmaͤchte. 
ſprach mit Sitt, GOtt wolle nit, 

Dos anders werd befunden 

nmer hinfort, an keinem Ort, 

Zu keiner Zeit BB Stunden. 


zarum habt ihr A fangen! ia, 
Und unfern Leib-faft binden? 
305 haben wir übelg gerban? 


— —— pr 
— — —* 


——— AR 


4 — — — 














84 Das 15 Lied. 

Kan man auch an uns ſinden 

Diebſtal, Betrug, G’walt oder Lug 
Faͤlſch Schweren und Ehbrechen 
Klaget uns an, was wir gethan, 

So Wolln wir por ung ſprechen. 


7 
Alsbald der Rath zu ihnen fagt, 
Man thuts euch nicht befchulden, 
Man hat folches von euchnicht gekla 
Mir mochten euch wohl dulden, 
Dans ſprach gar bald, In was Gefte 
Hat man uns dann gebunden? 
Die Antwort ward, Eur Widerpart 
Berichts eich zu den Stunden. 


2 d% 

Wir ift dann unfer Wiederpart? 

Sprach Hans von Oberdamm 
Die ung bie hat verklagt ſo hart 

Sie mac fich bie beyfammen, 
Kein Mönch noch Pfaff, wider die Schk 
Sein Klag anheben konte. 

Wie gach auch war, der Pfaffen Scha 
Noch haͤttens keines Grunde. 


| 9. 

Hans prach, Iſt hie Fein Gegentheil 
Was mag. doch das bedeuten? 
Sie fprachen, Des Keyſers Urtheil 

Faͤllt auf euch in den Zeiten: 4 






% 


Das 15 ed, ur 


— — — — — 


seil ihr fein Rath, und Majeſtat 
Im Mandat thun verachten, 
as er zu gut, uns allen thut, 
Welches ihr gar nicht trachten. 


10, 
rſprach, Wir wiederftreben nit 
Dem Kenfer noch keim G’walte, 
as Gottes Wort auch bringet mit, 
Deſſelben ih mie halte. 
ſts wieder GOtt, Teid ich eh Moth, 
Was mir GOtt gibt zuleiden, 
ann daß ich ſott, durch Menſchen g'bott 
Die rechte Warheit meiden. 


1I, 
ie fprachen, Es ift offenbahr, 
af ihr zufamen kommen, 
nd geb euch deßhalb in Gefahr, 
So ihr Doch habt vernommen, 
eyſers Mandat, verbotten bat 
wiches zuſammen Lauffen, 
n heimlich Ort, das wir hinfort, 
An euch auch muͤſſen ſtraffen. 
72: ji 
rt fprach, der Keyſer Fein G’walt hat 
Die Hwiflen zu regieren, | 
aß er fich darzu bratichen lat, 
Thut er fich ſelbſt verführen. | 
am Eott allein, ſoll man in Gmein 
Den 



































a Dasııy. Lied, 
Den hoͤchſten Ghorſam leiſten, 

Sein G'ſetz allein, bewahren rein, 
Dom minften biß zum meiſten. 


% 


— nr | 

Sie haben mit viel Worten mehr, 
Gar bart auf te gedrungen, 

Die gefangenen betrübet ſehr, 
Doch ſeynd ſie nit gezwungen 

In Ungedult, Dann Gttes Huld 

Hats in der Schmach erbalten, | 

Wurffend Derleinnitvordie Schwe 
Lieſſens allein GOtt Walten, 


14. 
Die Pfaffen mit ihr'r falſchen Lehr 
Wider die Warheit ſtritten, 
Exlangten aber kleine Ehr, 
Drum ſie zu allen Zeithe 
Begehren Rach, traͤchten darnach, 
Wie ſies möchten hinrichten, 
Wie g'ſchehem iſt, in kurtzer Friſt, 
Darauf ſie thaͤten dichten. 


15: Mr 
Das Lirtbeiküber fie gefellet, 
Die Männer folten fterben, 
Darzu von EOtt ſeyn aufferwehlt,, 
Daß ſie ſolten erwerben 


Der Märter-Kron, ing Him̃els Thro 





Die Procuratoͤr haben 





























Das 15. Kid. —— 
15 Urtheil gſchwindt ihnen verkündt, 
Wie es Die Herren gaben, | 

B Bo, 
eil fie fo viel gelehrte Leut 
Nicht haben wollen hören, 
d blieben find im ihrem Streit, 
Sich auch noch nicht befehren, 
ich ſich gewendt, So fen erfende 
Durch ein Ehrbar Gerichte, 
ß fie nunmehr, als falfch Ketzer, 
Im Feur werden vernichte. 


17. Mi 

ns antwort ihn darauf gar bald, 

Bir folten vffenbare, J— 

r jederman, geſprochen han 

And diſputiert fein klare 

t den Glehrten, das man alsdenn 

Hehört hätt und geſehen, | 

r die Warbeit, hätt vorgeleit, 

Iſt aber noch nicht g’fcheben, 
9 | 


Procuratoͤr ander Statt, 
daben ihn’n Antwort gebenz 
it jetzunder ſchon zu ſpaht 

zu friſten euer Leben. 
wurden fort, zum andern Ort 
Hefchicket zu der Stunde, 
giengen mit ringem Sinn. 


Gleich 





—— 






















= _ ____ ON 
Gleich mit Ischendem Munde, | 


19. 

Vor Sreuden man fie ſpringen ſah, 
Sie folten fich ausziehen: 

Welchs dann in kurtzer Zeit gefchach 
Zu Gott fie thaͤten fliegen. " 

Sie redten fort, aus Gottes Wort, 
Biß mans an Pfahl hatt bunden 

Haben befendt, big an ihr End 
Den Derren mit den Munden. 


2, 
Da man zahlt fünffzenhundert Jah 
Und fünffzehen merck eben, | 
Zu Sendt die theure Männer gar 
Sah man den Beift aufgeben, 
Dpfferten Gott, in ihrer Roth, 
Ihr Seel umd leiblichg Leben,  % 
Darfür ihmn hat, Gott durch feingn 


Gar viel ein beſſers geben. 


E% 

Alto wird das uuſchuldig Blut 

Verdammit und auch vergoffen, * 
Bir Ehriftus wieder kommen thut, 

Der wird fein Dausgenoffen | 
Erlöfen all, auf viel Trübfal, 

Und führen fie zufammen F 
Aus groffem Leyd in ewig Send, 
Ourch Jeſum Chriſtum, Amen, 









Das 16. Lied. 89 

Des 16. Lied. 
ander Marterlied von einem 
ı Mann von 87. Jahren , und einem jungen, 
he die Warheit zu Amſterdam bezeugt. 
geſungen wie man von Koͤnig Lasla ſingt, 
Es gingen zwo Geſpielen gut, Oder/ 
58 ging ein Fräulein mit dem Krug. 


u en 


I, Br 
5 waren auch zween Brüder guf, } 
Johan Claß einer hieſſe, 
thaͤt zu Amſterdam fein Blut 
Rit eim alten vergieſſen. 


| 27, 

"war der alte Ihm genandt, 
Sieben und achtzig Fahre 

t er erreicht ohn aule Schand, 
Noch mocht er nit fürwanhre 


Tyan 
rinnen dieſer böfen welt, 
Sie worden beyd gefangen, 
nach auch vor Gericht geftellt, 
)a fie dann mit DBerlangen, 


4, 
lich haben einander kuͤßt 
in rechter Liches Brunfte, 
erben hatten fie ein'n Luft, } 
gecht fterben iſt ein Kunſte. 


5. iR 
an Claß fprach nit Worten fein," 
RE 8 Mit 






















30 Das 16. Led 
Mit eim lachenden Munde, 
Ich freue mich zu Gotts Gemein, 
Wohl jetzt zu dieſer Stunde. 


— 6, 
. Der alte Ihme zu ihm Wricht, . 
Mir Worten alfo febone, 
Mit gar froͤlichem Angeficht, 
Uns ift bereit ein Krone, 





Die uns Doch niemand nehmen wird 
Den Schab aus unſerm Hertzen. 

zu Chriſto werden wir geführt, 
Time uns ab Leyd und Schmerke 


8. | 
D was vor ein frölich Mahlzeit 
Wird uns jetz gar bald werden, 
Bor zwölf Lihr werden wir erfreut, 
Kind genommen von der Erden, 


9. 
Derhalben weder Schwerd noch Ta 
Uns foll in Trauren bringen, 
Weil uns Gott alles zahlt fo theur, 
Mit fo föftlihen Dingen. 


; IO, 
Sein Leben gibt er vor dag mein, 
Stin’n Todt thut er ung chenden, 
Das follim Todt unſer Troft feyn, 
Daran wir allzeit dencken. 
| | “EI, DM 




















Das ı6, Lied, 


BIT] 
18 gibt ung eine groſſe Kraft, 
Sie uns thut frölih machen, _ 
y uns all Traurigkeit abſchafft, 
Beinen verkehrt in Lachen. 


12, 
r Schultheiß ſamt dem Richter fchom, 


Mochtens nicht länger ſehen, 
an ward fie von einander thun, 
Noch weiter iſt geſchehen. 


15. 
x Schultheiß fragt fie an dem Org 
Ob fie wiedertaufft wären? 
T Jan ſprach noch nach Gottes work, 
Ein mahl nach Chriſti Lehre. | 


| 14 
an gab ihnn ſchuld der Dingen mehr, 
Von andern boͤſen Sachen. 
ie ſie mit ihrer falſchen Lehr 
Zweytracht unterm Volck machen. 


15. 
ir ſind gar nicht all ſolche Leut, 
Wie ihr von uns wolt halten. 
han der ſprach, wir thun allzeit 
Den jungen als den alten, 
ae 


10, 
as uns dann Gottes Wort vorhaͤlt, 


Dabey lan wir uns finden, 
| 63 Zu 


x 


— — —— _— 
_—_—— nn u 


in 
_—— 
— 


.—.——— 














BR Das A 
Zu Sort iſt unfer Hoffnung gfteilt, 
BDarwider wir nitionfen. 


\ I 2% 
Die fieben Schöpffen er beftellt, 
Ha ihm zuſtuhnd fein Leiden, 
Shrr vier haben das Urtzeil gfaͤllt, 
Drey tratten ab zur Seiten. 


18. 

Johan rieff als fie hielten Sprach, 

DO Herr in unfer Nothe 
Begehren wir gar Feiner Nach, 
Hub fein Dand auf zu Gotte. 
\ 1 9, “ 
O allerlienufter Vatter mein, 
Gib ihnen deinen Geiſte, 
Woilſt ihmn kein ftrenger Richter fe 
Dein göttlich Gnad ihn leiſte. 


20, 

Alſo Son des Lebens beraubt, 
Gerichter mit dem Schwerdte, 
Der Leib gufs Rad,ʒ auf ſtoͤck das Hau 

Das er doch hatt begehrte, 


le, 
Der alte Ihm zu diefe Sabre 
Sein Freud erzeigt vor allen, 
Ob er gleich feinen grauen Bart 
Durchs Schwerdt mußt laſſen 
22 


* 






Bee 8 
| Ba, 

hannes ſprach, wir gohn in Todt, 
Bon wegen Gottes Dorte, 

hilfft uns jest aus aller Noth, 

Iſt unſer Schuß und Horte. 


| 23: 
je lieben Bürger arm und reich 
Ihr wollt uns Zeugnüß geben, 
a8 wir nit Dieb noch Rauber gleich 
Verlieren unfer Leben. 


24, 

sic Haben ja gar nit geſtelt 

Nach ander Leuten Bute, 

och jemand in einn Schaden Effaͤllt, 
Noch tracht nach jemands Blure, 


| inf 
9 ſoll niemand von ung verfäohn, 
Daß wir auf die Werck bauen, 
ondern mit Dem verlornen Sohn 
Auf Gottes Enad vertrauen. 


26, 

rieff zu Bot mit lauter Stimm, 
im mic) zu dir im. Srieden, 

Sohn Davids mein Seel hinnimm, 
Alſo ift er verfchieden. 


Bias“. — 

ſo erlangten ſie die Kron, 

Der alte Bo jungen, 
Be — 


















54 Das 15 Kied, 
Gott preifen alle Engel ſchon, 

Alle Geſchlecht, und Zungen, Ame 

Das 17 Hied | 
Ein ander fchön Lied und wund 
wurdige Geſchicht/ pon zweyen Weibsbild⸗ 
bey welchen Gottes Liebe über alle ding kart 
dann der Todt geweſen. Geht in der Toler N 

lodey, zu Delden im Niederland gefchehem, 
Oder wie man den König. ın 

Ungarn ſingt. ir 


I, 
SRauren will ich ftehn laſſen 
- Lind fingen mit begter, 
Darum wolt ſolcher maſſen 
Auch Frölich feyn mit mir: 
Die wunder Gotts verkünden, 
In aller Belt ſo frey, 
Die ſich dann jetzt erfinden, 
Vey etlich Gottes Kinden, 
Es iſt Fein Fantaſey. 


2, } 
Das weibliche Geſchlechte 
Hat Bott ſo hoch begabt 
Mir feinem Geiſt und Rechte, - 
Daß fie haben geglaubt 
Seim Vort gar feftiglichen, 
Wie fie worden gelehrt, 
Lind thun davon nit weichen, 





‚Das 17 Kied, 


— — — — - ER — 


ie Armen famt den Reichen, 
So fich zu Gott bekehrt. 


N 
n Tochter jung, init Namen 
Mari Beckom genant, 
e hat ohn ae Schamen 

Vie rechte Wahrheit erkant. 
Jr Mutter Fonts nit fragen, 
Trieb ſie drum aus dem Haus, 
iß ward man von ihr ſagen, 
ein Stadthalter that Hagen; 
Der under nach ihr aus, 


4. 
oſin von Räfeld batte 

Dit ſich gnommen viel Knecht, 
aß er die Jung Unter drate 

Vor den Stadthalter braͤcht, 
if Beckons Haus find kommen, 
Sie muſt aufſtehn vom Bet, 
AGwalt bat mans genommen, 
el Leut in groffer Summen 
Hands g’fehnund ki Geſchlecht. 


tihres Bruders Erane 

Sprach die Jungfrau mit Sitf, 
el aufs ich Dir vertraue, Ä 
Magſtu auch ziehen mit, 

id nie men halten. 





se 









25» Das 17 Lied, 
Jetzund gleich mit mirgan, 
Lind 25 Gott laſſen walten, 
Dich auch nif von mir fpalten, 
sch will Dich geren han. 
6 





Ich will dich nit verfaffen, 
So Jan von Beckom will, 

Und ziehen dieſe Straſſen, ‘ 
Maria in der Still 

Dat ihren Bruder werthe, j 
Er folts willig zulahn, | 

Drimn haben fein Belchwärde, 

Sie wöll fein ihr Gefaͤhrde, | 
Und geren mit ihr gahn. 3 


7. 
Urſel ihres Brudes Weibe 
Hatt ihres Gemahls Gunſt, 
Ob ſie ſchon war ſein Leibe, f 
Noch g'wann fie durch ihr Kunſt 
Ihrs liehen Hauswirths Willen, 
Daß ers ihr nit abſchlug, 
Thaͤt ihre Bitt erfüllen, 4 
Ihnen ihr Liebe ftillen, 
Das bracht ihr Weißheit klug. 
8 | 


Urſel das edel Weibe. 
Gibt in Gefahr und Noth 
Aus Liebe ihren Leibe, | 


| 




































4 Das 17 Kied. 97 


Biß in den bittern Todt. 

ann Liebe ſtaͤrcker iſte 
Alsalle Ding auf Erd: 
land Tode muſſen weichen, 
ich ander Ding dergleichen, 
Die Liebe komt von Gott, 


er 9. 
r Mutter iſt auch Fommen 
Aus Srießlanden gar weit 
ie fie das hat vernommen, 
Haben in dieler Zeit - 
eundlich an fre geſetzet 
Der Mutter Schwefter bend, 
je blieb gar unverletzet, 
ie hart fie ward verhetzet, 
Sie nahm ihren Abſcheyd. F 


10. 

on ihrer Mutter boͤſen, 
Und richt ihr Her zu Gott, 
je hatt ihr auserleien, 
Erwehlet Schmach und Spott 
it ihr Schweſter zu leiden en 
Was ihr Gott ſchicket zu, 
je wolt nit länger beiten, 
tt halff ihr auch felbit ſtreiten 
1b ihr die ewig Ruh. 

II 


Deventer geführt | 


FRWPRRTGE,...” PETER 















9 — Das 17 Lied. 
WWurden ſie alle beyd, 
Nie Sophiſten vermwirtret 
Thaͤten ihn an groß Leyd 
Mit ihren g'ſchwinden Liften, 
Lehren fie Menſchen⸗Gſetz, 
Woltens ihr Leben friſten, 
And werden gute Chriſten, 
Entrimmen dieſem Netz. 


12, 
Wir halten GOttes Worte, 
Das er uns Ichren tbut, 
Iſt unfer Höchfter Horte, 

Lind nit das zeitliche Gut. 
Den Pabſt wolln wir nit hören, 
Sp er nitredt aus Gtt, 

Noch keine Menſchen Lehren, 
Die alle Welt verkehren, 
Bringen in Angſt und Noth. 


13. 
Peter Grebel ift fommen, 
Den man beſchicket bat, 
Der hat fie beyd vorg nommen, 
Und gelehrt an der Statt 
Mit Schrift er nichts erweifet, 
Es ging ihn wenig an, | 
ie hoch er fich befleiffer, 
Wurden fie nit gefpeifet, - 
Sein Lehr war garnicht rein, 





Ib 2 





— Das ı7 Kied. | 
“WR 14, ' 

a erg nicht Eont umwenden, 

Ward er gleich zornig drob, 

yat fie gar übel ſchaͤnden, 

Und redt mit Worten grob, 

er Teufel vede in ihnen, 

Hinweg, hinweg zum Seuer, 

arimn foltens verbrennen, 

it beſſer fie gewinnen, 

Es wird ihnen noch zu heuer, 


” By, 
je lobten GOtt von Hertzen, 
Der fie hat würdia g’macht 

ı leiden Dein und Schmertzen, 
Gnadig an fie gedacht, 

3 ift uns drum gefcheh’n, 

Daß wir Ehriftum allein 
ekennet und veriehen, 

anslich auf ihn zu feben, 

Als unſeren Eckſtein. 


16. 
ı Delden auf das Hauſe 
Fuͤhrt man ſie ſchnell behend, 
ie litten manchen Strauſe, 
Worden doch nicht abg wendt, 
a Commißſari thaͤt kommen 
Aus des Burgunders Hoff, 
er redet an Die Frommen, 










Obs hielten Die Wieder tauff? 

























Er ’ 
O nein, ein Tauff wir kennen, 
Sprachen fie alle beydd, 
Thut man ihn anders nennen, 
Iſts ung gewißlich leyd, 
Der Glaͤubig laͤßt ſich waͤſchen 
Ein mal nach Chriſti Wort, 
Haͤlt ſich vor Koth und Aeſchen, 
Sein Licht wid uhr erloͤſchen, 
Ob er fchon wird ermordt. 
| 10. 
Die nun hond angezogen 
Chriſtum nach feiner Lehr, 
Db fie vor hond betrogen, 
Thun ſie es uimmermehr, 
Die hond einn Tauff empfangen, 
Ser ihn vor Chriſto gilt, 3 
Wie hoch der Srind thut prangem 
Iſtt es alſo ergangen 
ie faſt man es jest ſchilt. 


— 
Ein ander Frag auch ware, 
Ob ſte im Sacrament 
Auch Chriſtum eſſen gare? i 
Darauf habens betent, | 
wWir koͤnnen GOtt nicht eſſen, 





ı# 


— 


20 | 
3 ob mir GOtt felbft haben 
In unferm eignen G'walt, 
ten nach dein Buchftaben, 
Dbs ſchon GOtt nit gefallt, 
d wider fein Wort fichtet, 
Noch muß es anders ſeyn, 
el Ding man dazu Dichter, 
ie uns Chriſtus berichtet, 
Lift es nur ein Schein. 

2°, 

Paulus nennts ein Brodte, 
riſtus ein Teſtament, 
mit des HErren Todte 
Vonuns werde bekennt 
irch dieſe Ding eingraben 
In unſers Hertzens Grund, 
t geiftlichen Buchſtaben, 
ß wir den Leib ſchon haben 
Durch den Slauben all Stund. 


22, 
iſt ein Geiftlich Speifen, 
Und ein geiftliche Giſchrifft, 
Enns thut unterweiſen, 
S al) 










02 Das 17 Kied, 
Und unſer Hergen trifft. 
Gieich wie ein Zeftamente, 
Allein zeugt von dem Suf 
Das dem Erben ernendte, 
Darzu er dann befendte, 
ad ihm begnügen. thut. 


| 23. 
Ob er ſchon noch thut warten 
Huf dag verfbrochen Sub 
Thut er nach Glaubens Arte, 
Und hat ein'n guten Muth, 
Als hatt ers ſchon enpfangen, 


So wohl freut ibn die Gab, 


Er wartet mit Verlangen 
Biß Die Zeit ift vergangen 
Daß aufböret der Glaub, 


— 
Aber die Liebe bleibet, 
Und herrſchet auch allein, 
Die Hoffnung auch vertreibet, 
Soo jetzt komt überein 
Mit den geiſtlichen Kraͤfften, 
So ſtaͤts uns wohnen bey, 
Und uns zuſamen hefften 
In geiſtlichen Gefchäfften, 
Auf daß es ein Leib fen, 


— 
Am dreyzehenden Tage 





















Ba, - 
ar, er‘ 

























Das 19 Wied. . 108 
oo. — —— 
Des Monden Novembris, 
haͤt mans gar hoch verklagen, 

Bor dem Gericht gewiß 

ı Delden fie da ftunden, 

Mary und Lirfel beyd, 

fangen und gebunden, 

in Gnad erlangen Funden, 

Wurden mit dieſem B'ſcheid. 
26 


on dem Gericht gemiefen, 
Daß mans verbrennen folk, 
ott haben fie gepriefen, 

Der fie bewahren wolk, 

iel Leut die zugefeben, 
Weinten gant jämmerlich, 

e thaͤten zu ihn fprechen, 

tt woll den Todt nicht rächen, 
Bir kommen in fein Reich, 


By. 

zrum follet ihr auslaffen 

Bon ung die Traurigkeit, 

t Sumd thut vielmehr haffen, 
Laßts euch fenn herzlich leyd. 
iſt ein Eurkes Leiden, * 

Das wir das Unrecht meiden 
ir leben recht in Sreuden, 
Entrinnen — Pein. 


wu Das ı7 Kied, 
28. 
Der Himmel der ftcht offen, 
Wir kommen bald darein, 

Das wir gewißlich hoffen, 
Harum wir frölich ſeyn, 

Mir Ehrifto wolln wir leben, 
Und einander lieb ban, 

Den Kuß des Sriedens geben, 

Das neue Reich anheben, 
Darein wir jesund gahn. 


29, 

Wir bitten Gott den Herren, 
Her euch zu diefer Stund 
Aus Gnad zu ſich woll kehren, 

Aus eures Derkens Grund, 
Euch eur Sund nit bebalten, 
Die ıbr erkennet nit, 
Ihr jungen und ihr alten, | 
Wolet Gotts vort behalten, 
Iſt unſer fleißig Bitt. 


30. 
Mariam fie bond g’inommen, 
Am eriten Dingerührt, 


ir fie zur Richrftatt ommen, 


Mit orten wolgeziert, 
Sat fie mir keckem Muthe 

ER Richter ongeredt, 
Daß pe unſchuldig Blute 





























— — a en Zu 






© Das ı7 Lied. 


d fich willig 





| 10? 


Mbinbaben input, 
Der Fromm nit wird getoͤdt. 


Su. 
rnach ift fe gefallen 
Auf ihre Knie allein, 
beten vor ibn allen 
ß GOtt woll ben ihn'n ſeyn, 
ein jetzt auf fie ſehen, 
In diefer Testen Zeit, 
rnach ift es gefcheben, 
8 man fich nit verfehen, 
aß fie mit geoffer Freud, 


32. 
das Holtz ift geſprungen, 


bereit, 


tt hat vor fie gerungen, 
Dei fie mit Innigkeit 
Seel in feine Handen 
Nit Ernſt befohlen bat, 


woll ſeinn 


Geiſt her ſenden, 


ihr am letzten Ende 
Bemweifen Huͤlff und Gnad. 


308 | 
Hencker übel fluchet, 
ie Kette war nicht recht, 
tia fein Heyl fühe, 
Ihr habt geſchmaͤcht, 


Du 


Ind ſprach, 


GOtt gelaͤſtert ſehre, 
* 52 














To6 u 17 Lied, 
Das ſollet ihr nicht thun, 7 
Ihr muͤßt ſchwer Rechnung geben, 
Hrum beffert euer Leben, 

Ihr Fönt vor GOtt nicht b’fton, 


34 
Hein Leib nicht wuͤrdig ifte, 
Hat man drum fluchen fol, 
Dis thut kein frommer Ehrifte, 
Ihr ſolt das mercken wohl. 
Alſo iſt ſie verſchieden, 
Die edle Magd fo rein, 
G'ſchach manchem Menſchen leide, 
Sie aber lebt in Sreude, | 
Des freut ich GOttes Gemeint: 


35. 
Ein Bredicant zu Delden 
Hut Urfel umgewandt, 
ber fie hat nit wollen: 
Laßt mich feben das End 
Meiner Schwefter getreue, 
Mir Ernft geforochen hat, 
Laßt euch das uͤbel reuen, 
Ich warne euch in treuen, | 
Und bitte GOtt um Gnad, { 
36. ; 
Als fie zum Feur kamen, 
Redtens mit ihr zu band, 
Und thaͤten ſich nicht ſchaͤmen, 





Das ı7 Lied, 


Sprachen, Du jest abitand,. 


id thu Dich Doch betehren 

Jetzund in dieſer Zeit, 

e Warheit von uns hören, 
je wir dich wollen lehren, 
Sp wirft mit uns erfreut. 


37. 
in Schwelter ift verbromen 
Und jammierlich verzehrt, 
e bat fich nicht wohl b ſonnen, 
Daß fie füch nicht umkehrt. 
ſel that Antwort geben, 
Solt ich das ewig But 
laſſen um dig Leben? 
iſt mir gar nicht eben, 
Finds nicht in meinem Muth, 


| 3 
r folt mich nicht abtreiben 
Bon Ehrifto der Warheit, 
h ihm geb ich zu bieiben 
Biß in die Ewigkeit. 

an wolf ſie noch verehren, 


Zum Schwerd ſie tommen lon, 


e that das nicht begehren, 
te ihr noch werdet hören, 





70 


Mein Fleiſch ich nicht verſchon. 


39. 
iſt, ſprach ſie vr gute, 
5 3 : | 








Ob man fie ſchon wolt toͤdten, 
Ein gute Hoffnung han, 


40. 
Als fie kam an das Orte, 
Schlug fie z ſammen die Hand, 
Bar Gtt mit ſuſſen Bortn, 
HERR dic) von mir nicht wendy 
Du bite ins Himmels Throne, 
Der Praff ſprach, er ift rin, 
Ariel antwort ihm ſchone, 
- Drum er im Brodt. nit wohnt, 
Woll ihr auch nicht in Sim, 


41. 
Daß ein allſolcher EOtte 

Im Brodt zu füchen ſey, 
8Bſoͤdt hilfft mir nicht aus Nothe, 

Es iſt Abgoͤtterey. 

Aufs Holtz iſt ſie geſtiegen, 

Ein Bloch geweltzet um 
Fer Tyrann fie bat ziegen, 
Sie werde nicht bftebn mögen, 

O nein fprach ie die Fromm. 
am D 





















1 
1 BE | 

I FR 

BERG NELRARUNG. > 






























as 17 CLied. 





oh 42. 

y GOtt will ich beleiben 
Biß an das Ende mein, 

a Noth foll mich abtreiben, 
Alſo die Schäflein fein 
GOtt beyd find geitorben, 
Ins zu einem Beyſpiel, 

ben die Kron erworben, 

3 ſchon den Leib verdochen, 
50 fehadt es ihmn nicht viel, 


| 43. 

IE molln wir darum loben, 
Der folche Guad und Kraft 
1 Menichen giot von Oben, 
der woll uns auch ſteghafft 
ichen mit allen Frommen, 
zu erlangen die Kron, 
um wir in Die Prob kommen, 
e wir haben vernommen 
Das dieſe hond gerban. 

Gott fen der Preiß ewig, - 

Auen! 


Das 18. Kied, 
| ander Maurter- Lied von einem 
1b, ſamt ihrem ‚Sohn, welche zu Rotterdam 
ren Abfcheid gerhan. Geht ım Thom, 
Koma ber zu mir fpriche GOttes 
DON I. | 
H4 a. Ein 





















116 Das 18 Lied 





| S | 
EN groſſe Sreud ift in gemein, 
Bo man die liebe Kinder Flein 
Erzeugt aus GOtt dem Herren,‘ 
Lind unterweißt in GOttes Lehr 
Auf gute Sitten, Zucht und Ehr, 
Daß fie die Eltern ehren. 


2, 
Das Annelein Erlaubnusnom 
Don ihrem Sohn zu Rotterdam, 
Als ihr der Todt zuftunde, 
Eſitas hör mein Teftament, ; 
Mein leiter Will vor meinem End " 
Sehr jeßt aus meinem Wunde, 


3 
Ich geh aufder Propheten Meg, 
Der Marter und Apoſtel Steg 
Iſt auch nicht beifer q’wefen. 
Den Kelch fie haben truncken all, ° 
Chriſtus auch ſelbſt in dieſem Sal, * 
Wie ich hab hoͤren leſen. 


4. 
Die Königliche Prieſter g’imein | 
Gingen guf dieſem Weg ailein, } 
Bon Aufgang find fre kommen, 
Auf dieſem Meg beftanden find, ' 
Wie GOttes rechte Soͤhn md Kind,” 
Das hab ich wohl vernommen. 


4 

















Das 18 Lied, 


— — — — n mu nl 





Pu, 
ſelben unter dem Altar, 
ſcher auch ift ein groffe Schaar 
u Apocalipfi g'ſchrieben, 
fie ertödfer und ermördt 
hingerichtet mit dem Schwerdt, 
3erfolger und vertrieben, 

6 


riefen auf zu GOtt, O Herr! 
echter und warbafftiger, 

Bie lang richtet auf Erden, 

er den Reuſchen in gemein, 
raͤcheſt nicht an ihn ailein 

as Blut, fo fie mit Gfehrdem, 


7, 
goſſen hond an allem Ort, 
Menfchen unſchuldig ermordt, 
Volleſt an ihnen ſtraffen, 

‚fie nicht weiter treiben Schand, 
Heinen jagen ans den Land, 
ihrer Suͤnd fortlauffen. 


8. 
it gibt eim jeden ein weiß Kleid, 
troͤſtet ſte mit dein Beſcheyd, 

u ihn noch muͤſſen kommen 
auch wie ſie werden gericht, 
dag erfiller und verricht 
Berde Die Zahl 2 Frommen. 
| 3 























112 Das 18. Lied. 


9. 
Die vier und Zwantzig Alten fein, 
Vor GOttes Thron kommen hinein 
Legten ab ihre Kronen, 4 
Thaͤten dem Laͤmmlein Gttes Eh 
Sant dem gantzen Himliſchen Ha 
Was lebt unter der Sonnen, 


IO, 
Diefen Weg auch gegangen find 
Alle die rommen GOttes Kind, 
Die den Tauff hond empfangen,‘ 
An ihren Stirnen verfieglet, 
Folgen dem Lamm wo es bingehr, 
Dienen ihm mit Derlangen, 


TI 
Solche müffen in dieſen Thal, 
Lind trincken den bittern Kelch all 
DIE die Zahl werd erfürllet 
gien der werthen Gottes Braut, 
Die ihm das Lamm jelbft hat verfit 
Lind den Zorn Gottes ſtillet. 
12, 
Darum du mein hertzlieber Sohn, 1 
Wiltu jest meinen Willen thım,  % 
Lind folgen meiner Lehre, } 
Weiſtu ein Volck das allen Pracht, 
Und Wolluſt dieſer Welt veracht, ° 
Wollſt dich zu ihnen kehren. 
— 13.0 


J 


4 












Das ız Lied, 212 
a * — 

ſie von dieſer Welt Elend 

achtet und verſtoſſen ſind, 

rufen Chriſti Creutz tragen, 

haben keinen ſichern Ort. 

m daß fie halten Gottes Vort 

but mans gar offt verjagen. 


14. | 
folchen Menfchen wohnet Gott, 
von der Welt werden verſpott, 
hu dich zu ihnen g'ſellen, 
weiten dich den rechten Weg, 

im Dich) von dem böfen Steg, 
eiren Dich won der Hoͤllen. 


Ih 

yn Menſchen föreht, dein Leben ſetz 

15 vor die reine Lehr, verlieh | 

ein Leib und alieg Suter 

iſtus hat dich erkauffet theuer, 

fet von dem ewigen Feur 

Rir feinem wertben Blute. 

— 16, 

n Herren beilig dich, mein Sohn, 

lige deinen Wandel ſchon, 

su Gottes-Furcht zu lehen. 

du bift in dem gantzen Land, 

allen Werken Deiner Hand 

hu Gott wicht wiederſtreben. 
| 37, Dem 



























214 Das 18 Lieb. 


— — — — — ———_.. — — 


—— 
Dem Hungrigen theil mit dein I 
Laß keinen Menſchen in der Noth, 
VDer Chriſtum thut bekennen, 
Den Nackenden du auch bekleyd, 
Und hab auch mit den Rrancken 2 
Thu Dich von ihmn nik trennen. 


| 18. 
Kanftır nicht allzeit bey ihn feyn,‘ 
Erzeig den guten Billen dein, ° ° 
Den S’fangnen thu auch troͤſten 
Den Haft nimm frölig in dein Hal 
Lind laß ihn niemand treiben drau 
Sp wird dein Lohn am groͤſten. 


| 19, | 
Send Hand dir follenfenn bereit 
Zun Werden der Barmhertzigkeit 
Zweyfache Opffer geben, 
Das ſind geiſtlich und weltlich Wen 
Den gfangnen löß,den ſchwachen fin 
So wirftu darin n leben. 


! 20 
Das übrig fodir Gott beſchehrt, 
Mir deinem Schweiß, wirſtu geleht 
Von Gott und den Propheten, 
Zu geben Gottes Volck allzeit, d 
Laß es mit Dir werden erfreut, = 
Gib dem der dich thut biten. 












j Das 19 Lied. 


— — — — —— — 


218 


2I, 
ihn nit ung'waͤrt von dir gohn, 
anft ein gute Hoffnung hon 
ort werd Dich auch begaden, 
einem Reich auf jener Selt, 
ds Dir zweyfaͤltig zugeftellt, 
ef folk Feinn Zweifel haben. 

22 


taufend und fünff hundert Jahr, 
je ein und dreyßigſten gar 
alts Annelein ihr Leben. 
che in Tugend fanfft und mild 
Chriſten ein gar ſchoͤn Borbils 
m Todt amd Leben geben. 
a En | Laus Des 
Das 19. Lied. 

ander Marter-Lied, von, einem 
ndt Deter, zu Gendt verbrandt Anno 552% 
im Thon wie der Bergenhauer. Oder 
J Die ihr jetzt leyd Derfolgung und, 2e& 

Oder, Hinweg It mir ges 
nommen, 3% 


Br, 
Roß ſind die Merck des Herren 
Im Himmel und auf Erd. 
die ihn thun verehren, 
zehuͤt er vor Gefaͤhrd 
moͤrderiſchen Schlangen, 








Mas 19 Lied. 


— — — —— — — 


Die im Engliſchen Schein 


Die Menſchen hond gefangen 
Und bracht in Todtes Pein. 


ES 
Gar liftig Ps angingen, 
Den Deter von Werwick 
Woltens zum Abfall bringen, 
Brauchten viel böfer Tuͤck, 
Haben mit ihm viel gredte, 
Abzuwenden begehrt. 
Denn er ang nommen hätte 
Hen Rath ihrer Gelhrten, 


He 3. 
Er ſtuhnd wie ein Maur fefte, 
Sie überwunden bat, 
Erwaͤhlt ihm fein das Belte, 
Und bielt das früh und ſpat, 
Die Wahrheit thät er preifen, 
Bezeugen biß ans End, 
Die Seinen unterweifen, 
Und bat ihmm frey bekendt. 


4 
Diel ftrenger nun man ftreiten, 
Und vorfichfiger fenn, 
Dann in vorigen Zeiten, 
Sagt er ihn allgemein, 
Darum foll man fich üben 
Taͤglich in Chriſti Lehr, 














I 





















Pi a vie 


sl TEE - ie 








Des 519 Be 


Inder > Her6lich chen 
Bandlen in aut und Ehr, 


| offt zuſammen kommen, 

— von gmeinem Heil, 
es zuſteht den Frommen, 

\eren Gott ift ihr Theil, 

3 fie einander lehren 

in guten Unterſcheid, 

3 man ſich foll bekehren 

on Suͤnden > Boßheit. 


t uns ins Hertz cnfieen. 
as reine Göttliche Sort, 
ſchs wir nachmahls genieffen, 
Benn wir werden hinfort, 
fücht vons Sathang Treiben, 
Ind feiner Blieder G'walt, 
ß wir vor ihnen bleiben, - 
Ind ung Gott 2 erhalt, 


tunterſcheyd haben 
wiſchen zween Wegen fein, 
dem ewigen Leben, 
= der Hoͤlliſchen Pein, | 
#r der falfchen G'meine, 
Sathans G'ſponß ımd Braut, 
des Herren alleine, | 


























— 0 19 
So er ihm ſelbſt getraut. 


8. 

Durch GOttes Wort und Geiſte, 

Den rechten Gemahls Riug 
Durch dieſen allermeiſte 

Geſchehen groſſe Ding, 
Darum werden gebaffer 
_ Die Kinder Gottes all Stund, 
Weil fie den Moſt gefaffer 

In neue Schleuch zuland, 


9. 
Der ſie thut froͤhlich machen, 
Und ſtaͤrckt ſte in der Noth, 
Sie thun all ihre Sachen 
Allein befehlen GOtt, 
Sie werden wie Schlacht⸗Schafe 
Zu dem Todt hingebracht, | 
Gericht durch Menfchen Waffen, ” 
Seynd als ein Raub geacht. 


Io 
Haben fein ficher Orte 
Da man ſie bleiben läßt, 
Bon wegen GOttes Morte \ 
Werden fie ftäts gehaßt, 
Sie heulen und faft weynen. 7 
| 
k 





Die Belt freut fich darinn, 
And thut gar ſehr verneinen 
Der einfaͤltigen Stimm. 

























Das 19. Lied.‘ tr9 
' 11, 
Biedlein iſt geſungen 
m Peters Beſtaͤndigkeit, 
iſt gar wohl gelungen, 
ach dieſem groffen Lend 
r die Freud empfangen 
1 Feuer die Marter-Kron, 
un Dfahl mit Verlangen 
wart ewigen Lohn. 


12, 
auſend und fünff hundert 
den und fuͤnfftzigſten Jahr, 
d Peter abgefondert 
t Ubelthaͤter Schaar, 
send Den Todt gelitten, 
en in dein Niderland. 
ßt uns hertzlich bitten, * 
iß man flieh Suͤnd und Schand 


13. 

Bruͤder thut euch kehren 
an der Welt Heucheley, 
hre Zeit verzehren 
lauter Fantaſey 
Antichrifti Lehren, 

r Heyl liegt euch daran, 
Jr euch Davon kehren, 
erd Ihr gar — beſton 






















Das 20 Kied. 
Das 20. Lied, 
Ein ander Matter« Lied, von fiebin Bruͤd 
auf einen Tag zu Gmünd in Schwabenland beit 
An.ı 529. Im Thon, Ich fund an einem Morge 


\ I 

Gele hab ich vorg nommen, 

- Aus meines Herken Grund, 
Das Lob bey allen Frommen 
Mein'r Brüder machen fund, 

Wie alle Welt jeßt toben thut 
Uber ail GOttes Knechte, 
Rauben ihn'n Leib und Gut. 4 


2, 
GOtt thät ang Gnaden fehen ; 
Auf aller: Menſchen Kind, 4 
roß Lob wir ihm verjeben, | 
Bir waren alle blind. 
Sein heilſams Wort er zu ung fande 
Haß wir ihm folten glauben, 
Meiden al Sind und Schand. 
9 





3; 
Das Wort thäten bekennen 
Diel Leut in Teutſchem Land, 
Lieſſen fich Shriften nennen, 4 
Vermieden Sind und Schand, 
Die tollen unverwifen feyn, j 
Meynen es fen gung mit Morten 
Sir führen falſchen Schein. | 






















4. 

nach that eg fich fügen, 

ſls es GOtt recht daucht ſeyn, 

n Wort Fan nicht betriegen, 

8 Eſaias ſchreibt fein, | 

n Merck thut er vollenden ſchon, 
ticht leer thuts wiederkehren, 
ührt auf rechte Bahn. 


5, 
doch allhie uf Erden 
inftlichen trauen thun, 

fen gehaſſet werden, 

eſchmaͤht mit Wieder-Tauff; 
waͤrens abgefallen all, 

on GOtt abtrünnig worden, 
ehrt zum Belial. nic 


| 6. 
doc) mit Ernſt begehren 
Bas GOtt gebotten hat. 
chs mit der That bewähren, 
o viel fein Gnad zulat, 
min jetzt MWiederräuffer ſeyn, 
Gott wollft fie bewahren, 
Sach ift einig dein, 


7. 
doch auch gern verzeihen 
on Hertzen jederman, u 
m Nächften auch gern leihen, 
52 Und 
























Das a 20, Lied. 







“. 


Um beffen n nichts darvom 
Fuͤr ihre Feind fie bitten thund, 

Das hat man wohl geſehen 
In ihres Todtes FAR 


Kuͤrtzlich es iſt ——— 
Daß mans bewaͤhret hat, 


Ihrn Glauben bat man g'ſehen, 





— — — 


Zu Gmund wohl in der Stadt, 
Wie wohlder Seind braucht manche: 


Daß er ſie ab möcht führen, - 


Ihm nicht gelungen iſt. 


Ein'n Knaben hatten > gefangen, 


War alt vierzeben Jahr, 
In Thurn mit ande gangen, 

Iſt kund und offenbabr, 
Darim'n er auch gelegen iſt, 

Bar hartiglich gefangen, 
Beynah ein Sahres Stift. 


Noch bleibt er —— 
Wie offt man zu ihm kam, 
Mit ihm ward eingeleget 
Ein Bruder tugendſam, 
Gefangen um ihr Leben frey, 
Thäten GOtt darinn loben, 
Her iſt ihnn g'ſtanden bey, 


* 





Düs zo Med 

en 9 
N gen 

es nun Zeit. ift g'weſen 
us diefer Welt zu gehn, 
man ihn n vorgelefen, 
Ib fie ab wolten ſtehn, 
iölten unbekuͤnmert ſeyn, 
u ihren Weib und Kindes 
acts kehren wieder bein, 


— — 


12. 
thaten fre ſich neigen 
ihrem Feind geſchwind, 
tt haben wir zu eigen: 
uch unfer Weib und Kind, 
fie auch wohl bewahren Fat, - 
arum laßt von den Sorten, 
wollen wülig dran. 


13. 
em kam auch geritten 
im Ruaben in den Ring 
Graf, Der thät ihn bitten, 
nd fprach, Stein liebes Kind, 
u von dieſem Irrthum ſtahn, 
n Pfrund will ich dir geben, 
allzeit bey mir han. ei 

14, 
ich mein Leben lieben, 
ein BOtt darum verlahn, 
dieſem Creutz mich ſchieben, 

34 Das 


























224 Das 20 Lied. 
Das ſtuͤnd mir uͤbel an, 
Dein Sut ung beyd nicht helffen mg 
Ich bin eins beſſern warten, 
; Sprach der Knab unverzagt. 


15, 
In meines Vatters Neiche, 
Der mich erwehlet ſchon, 
Der wird all Ding vergleichen, 
Derhalben laf davon, 
Der mic) allzeit ernehret hat, 
Hem willich Ghorfam leiſten 
Jetzt in der Testen Noth. 


16, 
zu dem wir follen ſchreyen 
Ans unfers Herkens Grund, 
Daß er ung Gnad verleihe. 
„dann kommen wird die Stund, 
Dat wir getroſt feheyden davon, 
Haß wir von ihm nicht weichen, 
Gibt ung die ewig Kron, | 
| 1A 
In dem ward angefangen 
Getuͤmmel und Geſchrey, 
Mit Spieſſen und mit Stangen, 
Die Red ging mancherlen, 
Alſo erlangten fte die Kron, 3 
Durds Schmwerdt ſind ſie umkom̃ 
Hats g'ſehen mancher Man, 






Das 2: Lied * 125 
ee — 
ander Marter-Lied von Gotthard 
Nunnenberg und Peter Kraͤmer. Im Thon, 
Der Thoͤricht ſpricht es iſt Fein Gott, Over, 
An Waſſerfluſſen Babylon. | 


‚ I, 
JExckt auf ihr Voͤlcker überall, 
L Su diefen Letzten Tagen, 
je wort Gotts dringt berfür mit ſchal⸗ 
Man hoͤrt viel davon ſagen, 
ich aller G'lehrten Prophecey, 
d nach den Worten Chriſti frey, 
Die Mattheus thut fchreiben, 
n einen ift man fangen thun, 
rt ander in den Todt thut gohn, 
Den dritten thut man vertreiben. 





2, 
ie es dann ſchon ergangen iſt 
In acht und fünfzig Subren, 
een Brüder fing man zu der Friſt, 
SIE kund und offenbahre, 
er hieß Meter Krämer merck, 
d der Gotthard von Nunnenberg, 
Sen Wineck that mans leithen, 
rt treue Männer wordens geacht, 
Elteſten der Gmein gemacht, 
Davon mußten fie fcheiden. 


| en 
rRentmeiſter nahm fie g’fangenan, 
324 .. Sung 






























226 Das zı Lied 
Stirn Fatz mit ihn n zu treiben, 

Sie blieben feft im Glauben ftahn, 
Bey GEOtt fie wolten bleiben, 

Sie lagen g’fangen lange Zeit, 

Iſt ihnn vorkommen mancder SH 
Die Wahrheit aufzugeben,  ' 

wWieder zu Weib umd Kinder gehn, 

Auf ihren freyen Fuß zu ſtehm 
Man ſolt ſie laſſen leben. 


4. | 
Das haben fie nicht koͤnnen thun, 
Durch Liebe ihres Herren, 
Don feinen Wort nicht wolten ftoht 
Zu Menfehen-Lehr fich fehren, ' 
Derliefien da Weib, Kind und Gut, 
Zuletzt ihr eigen Fleiſch und Blur 
In die Scans baben geben, 
Dem Herrn ein Opffer worden find 
Ihr Namen man gefchrieben findt 
Wohl in dem Buch des Lebens, 


x Se 

Als num die Zeit vorhanden war, 
Daß man fie foltverhören, — 

Do kam zu Hauff der Glehrtẽ Scha 



































ie wolten fie verfiören. 
Sie ſchlugen ihr fiftig Anfchläg ab | 
DurchGoͤtt, der Krafft und Starcke g 
Ohn Schröcden und Verzagen, 



































ee er. 

‚füchten feinen Weg noch Rath, . 

am wie Ehriftus vorgangen hat, 

a5 Creutz ihm nachzutragen. 
2 ng 





man fienum bracht aus dem Thurn, 
um Todt wolt man fie leiten, 
blieben feft ftehen wie die Mauren, 
Bichen zu Feiner Seiten, i 
Rentmeiſter, Schöpffen oder Rath, 
nein mann, Hencker, und Landvogt, 
daben ſchier aͤll geſchrauen, 

s Volck war auch verzaget gar, 
Gfangnen Hertz voll Freuden war, 
Sie ungen mit Bertrauen. 


lmancherley ward ihmn vorgleit, 
zu bringen in Verzagen, 
s hat gewährt ein lange Zeit, 
ßiß zwo uhr nach Mittagen. 
Rentmeiſter verzog fo lang, 
Schroͤcken fie zu machen bang, 
Bermennt ſte umzukehren, 
rum legt er groß Arbeit an, 
ß ſie nach feinem argen Wahn 
Annaͤhmen falſche Lehren, 

8 


aber er nichts fehaffen kundt 
Nit fuͤhrn auf — Orden 
5 3 ve 


vr 






























228 Das 2ı Lied. 
Rieff er dem Hencker zu der Stund 
Dem te geliefert worden. 

Der Hencker Bam nicht aeren dran, 
Doch nahm er fie mit Weynen an, 
sm Herken war ihm bange, 
Gotthard wohl zu dem Dender fi 
Mid) hat verlangt nach diefem Tag 

Wie bleibt du dann ſo lange? 











9. | 
Als ihn der Hencker band mir Sit, 
Sprach er zur felben Stunde, 

Liebe Männer erfchröcket nicht, 
Ehrifius ward auch gebunden. 
Der Rentmeifter die Ned vernahm 

And vedt den Hencker heftig an, 
Alſo muſt dur nicht ſprechen. 

Da ſprach der Peter zu der Stund, 

Wir bleiben feft bey Chriſti Bund, 
Den werden wir nicht brechen. 








Io, 

Da fing Gotthard zu ſprechen an, 
Die muß man Trübfal leiden, 
Wer dort erlangen will die Kron, ” 

Mufi hie ritterlich fireiten, 
Nie Braut muß wie der Brautigan 
Durch Leiden in die Sreud eingahn, 

Solches lehrn uns Chriſti Reden, 
Der Herꝛr ward zwiſchẽ die mörde2ge 





















Bee 8 
8 macht ung Creutz und Leiden leicht 
sürchten Erin Würgen noch Diorden; 


I1 
1d fies am grünen Holtz gethan, 
Bas will am dürren werden? 
1 fauren Wein trancken voran 
Sein Diener hie auf Erden, 
mm wir bey Chriſto kommen ein, 
trincken wir den füllen Wein, 
Frit muͤſſen wir dasleiden einpfinden, 
reckten fie ihr Hand frey willig dar, 
8 manchen Menſchen Wunder war, 
And lieſſen fich willig binden. 


12, Wi 
8 Dolch des hat verwundert ſich, 
Sie prache, was fiht man aufErden? 
e gehn zum Todt fo williglich, 
Koͤntens doch ledig werden, 
T Sotthart fprach, wir fterben nicht, 
r Tod führt ung zum Himmel mit, 
Ben G ttes Kinder alle, | 
wir ein gwiſſe Hoffnung bon, | 
ß fangen wir den todt mit freuden am, 
Daß wir GOtt mögen gfallen. 


12, 

8 die Zeit nun vorhanden war, 
An diefen Todt zu tretten, 
ifricht habens geſtanden Dar, 





















130 Das 21 Lied. 


GOtt im Dimmel angebeten. 
Gaben ein Zeichen der Lebe rein, 
Sich kuͤßt ais Brüder der Gemein, 

Sie warn mit GOtt verpflichtet, 
Der Hencker richt fie unbefiheidt, 7 
Er fprach mit Angſt und groſſem & 

Solch Menfchen nicht mehr richte 





14, 

Als nun ihr Haͤupter abgericht, 
Begehrts Volck heim zu jagen. " 

Der Rentmeiſter fprach, lauffet nich 
Helft die Srommen begraben, 

Sie find nicht gftorben um Uebelth 

Sind Feine Dieb noch Mörder quat, 
Waren from von Leben und Sit 

Hatten nur folchen Glauben an, ° 

en Derren und Fuͤrſten nicht verſt 
Drum haben fie gelitten. 

I 5. 

Die ſind im Herren geſcheyden ab, 
Das Leben aufgegeben. 

Hinfort iſt ihn n beyg legt ein Gab, 
Die Kron das ewig Leben. 

Hond geſtritten wie ſtarcke Held, 

Uherwunden den Teuffel wild, 
Die Welt han ſie verlaſſen. 

Ihrn Glauhen habens frey befandt, 

Ihr Blut iſt ausgeſaͤet ns Land, 4 













Das 22 Kied, Er 


Bird wachfen guter maflen. 
AMEN. 
GOtt fen der Preiß ewig. 


Das 22. Lied. 
ander Marter-Lied von Georg 
umacher und Wilhelm von Kepfel. Im 
'hon, Sch fah den Herren non Salcens 
fein. Oder, Es ging ein Fraͤu⸗ 

fein mit dem Krug. 


— 
1 fingen will ich heben an. 

Des Herren Wunderthaten, 
Herr geb daß eg jederman 
um Beften mög gerathen. 

2, 

er thu mir auf die Leffzen mein, 
af; mein Mund moͤg verkünden 
8 Lob und Preyß in deiner G'mein 
set und zu allen Stunden, 


' 3: \ i 
nmerckt: Zu Eöllen an dem Rhein 
hät man mich kuͤrtzlich greiffen, 
hl um die rechte Warheit rein, 
Javon wolt ich nicht weichen. 


\ 4 
man fehrich zwey und ſechtzig Jaht, 
Bard ich alſo gefangen. ge 
manchen Fund und offenbahr, — 

| | I 




























232 Das 22 Lied. 


ne re er ma 


Bin will ig mit gegangen. 








Sie führten mich af einen Thurn, 
Thaͤt doch nicht lang Drauf bleibe 
Da merckt ich eiſt des Drachen Zor 
Den er thaͤt Sl mir treiben. 


Man tbät mich ba am hellen Tag 
Ins Graffen Keller führen. 

Da auch noch ein Gefangner lag, 
Mein Bruder dem Herren. i 
Da ward manch geh und Strich gele 
Zu fangen unfer Leben. 

Dem Herren fen der Preiß geſe 
Er hat ſie laſſen fehlen. 1% 

8. 


Dom Kindertauff war ihr Geſchren 

Den ſolten wir recht preiſen. 
Ohn GOtts Wort mit Seopie 
Wolten ſie ihn le 


Einsmals thäten 7 e sehmeichlen eu 
Eins mals gar Iharflich Drauen ” 
Mirspein und Todt; Aber davon | 




















































Thaten wir wis —— 











Sie ſungen füß, fie füngen ſaur, 








Das 22. Wied, 


TO 2 ji ae —9 





— — —— — nm nn 


8 mocht ung nicht bewegen, 
m unſer Hertz ſtund wie ein Mauer, 
er HErr thaͤt pflegen. 


Graff verhief; — Georgen Geld, 


ein Magt zu einem Weibe, 
fern er nur abweichen wölt. 
se) der are wolt er bleiben. 


brach dein Magi,deinEnt und Geld, 
ſag mich zu GOtt nicht bringen, 
beſſers hab ich mir erwaͤhlt, 
arnach hoff ” r ringen. 


war ein Fluger Saft an mie. | 
Bolt mich in Engeland führen, 
Dr much auch geftürset — Se 

tt aber — — Pehren14 


nun herdrang die letzte Zeit. = — 
arnach ung thaͤt verlangen, 
wir zum Opffer wuͤrden breit, 
em Herren Ki Lob fange 


thaͤten fi ie uns bebn heraus 
og. Sraffen Keiler führen, 
einem Saal in kinem Haus 
* * iu einer Knen, 


16, 























Da trieb man init ung manche Ned, 
Dian that uns fatzen eben. 

Georgen dazu ſtillſchweigen that, 

Kein Antwort that ich geben. 


Ta ” 
Das währt die halbe Nacht durch a 
Biß es anfing Zu tagen, 4 
Da that man aus des Oraffen Haus 
zum Rhein fill mit ung jagen. 
18. | 
Da man nun alfo mit uns lief | 
Heimlich zum Rhein ſo ſchnelle, 
Allda Georg zum Graffen rieff 
Mit lauter Stimm ſo helle: 


: 19, 
Herr Eraff wo ift eure Zufag, 
Die ihr uns habt gegeben, Ä 
De ibr fagt daß ihr ung bey Tag 
Wolt bringen von dem Leben? 








| 


20, e 

Niemand Eehret ſich an ſolche Work 

Man that mit une fort dringen, ” 

Biß daß man ung bracht an den Or 
Da man ung wolt unibringen. 


| A 2 
Sie find auch fein erfüllt die Work, 
Die David ſpricht, merckt eben, h 



























Das 22. Lid. 135 
chuldig Leut heimlich ermord, 
Jer Herr wolls ihmmn vergeben. 


ANZ; 
Herr ich bitt von Hertzen Grund, 
hus ihmn zur Sund nicht vechuen, 
Doch) wicht. wiſſen was fie thund, 
RXum thus an ihnmn nicht rachen. 


23. | 
meynen Dir zu Dienen dran, 
Ind Dich damit zu ehren, 
te gib dirs ihnen vecht zuverſtahn, 
aß fie fich zu dir kehren. 


* 24. 
man uns nun aufs Waſſer bracht, 
ab ich mich ausgezogen. 
a Haͤnd aufs gfuͤß glegt und gedacht, 
ib wolt bald kommen oben, 


25, | 
dacht ich num felber bey mir, 
ch ſolt vecht Priefter werden, 
bringen das recht Opffer Dir, 
nd kommen von der Erden, 


26, 
war aber mir abaefchlag'n, 
ſocht mir nicht wiederfahren, 
1 hieß mich zieg'n die Kleider an, 
nd hieß mich länger harren. 
8 27, Ak 


76 Das 22 Lied. 
# 27% 
Allda thaͤt Georgen vorhin gahn, 

Daß er opffert fein Leben, 
Den Friedens⸗Kuß bot er mir an, 
Sen hab ih ihm aud) geben. 
28 


Drauf legt er feinen Hut gleich ab, 
Und it alſo geftorben, - 
Der Rhein ward feinem Sleifch ein ge 
Die Kron bat er erworben. | 


29% | 

Da fprach der Hencker zu mir fein 
Thu dem Kleyder anlegen, 

Zum Land ich dich nun führen will 

Und Dir den Kopff abfegen. 


| 30. 
Da war ich willig und bereit, - ° 
Der Preyß der fen Des HErren 
Ich ſprach, Was GOtt zulaͤßt allze 
Moͤcht ihr mit mir vorkehren. 
31. ‘ 
Als wir nun kamen an das Land, ” 
Hond fie mich frey gelaflen, | 
Her Hencker ſprach zu mir zuhand, 
Geh nun bin deine Straſſen. 


3 32, J | 
Ach lieber GOtt und Datter mein, 
Wie ſoll ich Dir Doch Tanken, 








Des 22 Lied. 


dn mich haft erhalten 1 fein, 
uf daß ich De * wancken? 


ward nur ein Schifletn g lacht 
)as ander länger beydet, 

daß es feifter würd gemacht, 

Ri GOttes geweydet. 


hond wir mit Gwen wild, 
Ind mit Wölfen gerungen, 

Herr war unfer Schub und Schild, 
Jarum ifts uns gelungen, 


35. 
um liebe Brüdr und ſchweſtern mein 
hut eich mit Fleiß bereiten, 
mit ihr auch geſchickt mögt ſeyn, 
Nit ſolchem ar. zu ſtreiten. 


tet auch Gtt n mich mit Fleiß, 
daß; er mich woll erhalten, | 
an das End zu feinem Preyß, 
3on ihm bleib Aion, a 


nn börgen fie faf, gern die That, 
"hung mit Lügen ausftreichen, 
ſprechen: In der letzten Noth 
dab Georgen wollen weichen, 

Sa, 




























EL Das 22. id 
3%, 
Sie fagen auch dag ich am End 
Die Warbeit hab aufgeben, 
Hab mich von Gottes Wort gewen 
Drum fen ich noch im Leben. 





39. | 

Die la man immer fügen bin, 
Sie habens feinen Srommen, 7 
Laßt ung dem Herren dancken dri 
Sein Wort iſt zu ung kommen. 
| ; 40, | 
Die Pharifeer, das it wahr, 
Bolten mit Lügen dämmen, 
Die Aufferſtaͤndnuͤß Ehrifti klar, ” 
Des mußten fie jich fohamıen. 


41. i 

O Eöllen Eöllen an dem Rhein! " 
Wann wiltu eins fatt werden 

Des Bluts der Heilgen GOttes fäl 

Die du tödteft auf Erden? | 


42, 

Ihr thut noch zieren immerdat 
Die Gräber der Propheten, 

Die Gräber auch der G’rechten kla 
ie eure Eitern thaten, 


u es | 
Ihr ſprecht, hätten wir da gelebt, 
. Zu man fir thaͤt ermorden, 


— 









| w Das 23 am 192 
wolten haben wiederftrebt, 
his Bluts nicht theilhafft worden, 


44 . 
nit gebt ihr je Zeugnuß klar, 
Jas ihr ſeyd Moͤrder Kinder, 
um draͤut Chriſtus weh, weh gar, 
Bo ihr nicht laßt von Suͤnden. 


45. 
m laß von deinem Wuͤten ab, 
Ind thu dein Fünd bekennen, 
ft wird die Höll werden dein Grab, 
ewig Feuer wird brennen. 


| Das 25. Lied. 
ander Marter-Lied, von einem 
mas Drucker genandr, zu Coͤllen am Rhein 
ugt, Anno. ı557. Und geht im Thon 
Durch Adams Fall it gantz verderbt. 


L, 

Ollt ihr hören was ift gefchehen, 
) Im ſieben und fünffzigften Sabre, 
Coͤlln hat mancher Mann geſehen, 
Is Thomas Drucker ware, 

anglıc) allda eingeführt, 

Heim um GOttes Worte, 

man noch weiter hören wird, 

Bies ihm erging binforte, 


A, 
brachten ihn auf den Thurn frey, 
83 Da 







































240 Das 23 Led. I 
Da thäten fie ihn verflagen, ° 

Vom Tauff und Eh war ihr Geſch— 
Davon ſolt er ibn fagen, | 

Welchs er gethan und wiederleyt, 
Mit GOttes Wort bewieſen. 

Auf den Tauff gabens fein Beſcheid 
Die Eh hond ſie geprieſen. 








3. | 
Von Thurn zu Thurn hat man ihn gfi 
Wolt'n ihn exkamniren. | 
Er gab Beſcheid wie ſichs gebuͤhrt 
Ließ ſich vom Herrn nieht führen 
Er ward von manchen Srommegl 
Die Chriſtum thaten kennen. 
Des Pabſtes Hauff ihn ſehr betruͤbth 
Man ſolt ben Ketzer brennen, 


4. 

Sein Weib ſchrieb ihm ein Briefleinl 

That ihm ihr Hertz entdecken:; 
Lieb Freund, bleib ben der SBarheitlt 

Laßt euch davon nicht ſchroͤcken, 
hr wißt was ihr gelober bau, 

Das Ereuts laßt euch gefallen, 
Chriſtus ging felber dieſe Bahn, 

Und die Apoſtel alle. 


N 5 
Gelobt ſey GOtt liebe Hausfrau, 7 
kind Schweſter in dem HErren, 






























Das 2; Lied, ' 141 
Herren Werck und Wunder ſchau, 
freut mein Hertz ſo fehre. | 
hör aus eurem Schreiben Flat, 
aß ihr fend wohl zu frieden 
) röft mich der Heilgen Schaar, 

Jie vor ung hand geftritten, 
6 


Wort ich nicht vergeffen will, 
Ban mich Hrübfal aufommen, | 
1 Leiden weiß ich noch nicht viel, 
dab noch Fein Traurn vernommen, 
ſteh loß Frey vor meinem GOtt, 
Mit gutem G'wiſſen fage, 

18 er mir auflegt in der Noth, 
doff ich mit Freud zu fragen. 


Wie 
dacht, viel trauren fehmer& und Leid 
Solten mich überfommen, 
m HErrn fen ewig Lob bereit, 
ln Truck hat er genommen. _ 
in Joch iſt ſuͤß, fein Laſt ift leicht, 
Sein Bott find nicht ſehr ſchwere. 
er fich dem Herren nicht entzeucht, 
Her fürcht fich nicht ein Haare. 


| 8. 
ie ſteht mein hertz, auch ſinn und muth, 
Um Gottes Wort zu leiden. 
widerſtohn biß das Blut, 
K4 













142 Das 23 Led 1 
Deß bin ich wohl zu frieden. 
Ich hoff des Worts zu dencken wohl 
Das ich oft Hab gewagen, | 
Dis HErren Wil gefcheben poll, 7 
Weiß anders nichts zu ſagen. 

























: 9, 5 
Ich vermahn’ euch liche Hausfrau 
Kind thu euch hart befchweren, % 
Erzieher eure Kinder nau, 
Ermahnt fie zu dem Herren, 
Den boͤſen Wiſſen widerftebt, | 
Vor Boßheit thut fie wehren, | 
Deun der fie euch geichaffen bat 
Der wird fie wohl ernehren. 


Io, | 

Nach Weib und Kind, die fichtbar ſe 

Will Id jetzund nicht trachen 

Noch ſinds mir lieb un Herben men 
Vor Dreck wi ich fie achten, 

Diet hoͤher kenn ich meinen GStt, 

Mit ihm fein Schmach zu trage 

Daoß Egyptiſch Gut der Welt vergal 

h Dus ſoll mir nicht behagen. 


II, J 

O EErr möcht ih deß wuͤrdig ſeym 
Su leiden ohne Woncken, 

Vezeugen mit Dein Blute mein, 

Wie ſehr wolt ich Dir danchen 

Stat 












Dana 0 
ce mich O Herr in meiner Noth, 
ch hab did) ausertohren. 

ir iſt das Blut dein’ Deilgen, Gott, 
ie aus dir find gebohren, 


1.2, 
in Willen hab ich übergeb’n, 
sven Willen der Herren, 
meinem Glauben, Lehr und Lebn 
ab ich ihmm thun erklaͤren, 
mich erbotten auf freyem Plan, 
dr allein Volck zu ſprechen, 
jederman erkennen kan, 
b wir. in Irrthum ſtehen, 


| 13, | 
m Gelehrten habens zu mir bracht, 
an fie mich unterwieſen, 
varen umeines ihrer Sach, 

ie fingen an zu tiefen. 

af die ing tauffte Kinder an, 

y he felig wären zu nennen, 

ein’ wolt fie iin Himmel ben, 

ii ander wolts nicht kennen. 


| 14. 
abens mich geſprochen an, 
38 ich mich ſolt bekehren. 
seracht uns gmein bey jederman, 
mint nicht zummfrer£ehre, 
eure Kinder ungetaufft, 

Ks Das 




































2144 Das 23 Sieb 

Das koͤnnen wir nicht preifen, 
Darum ihr mit den Ketzern laufft, 
Has konten fie nicht beweifen. 7 


15. x 

Daß ich eur Kirch folt han veracht, 

Nicht kommen in eur meine, 
Das iſt die Urſach ſeyd bedacht, 
Ihr halt eur Kirch nicht reine 
Ehbercher, Wuchrer, Fuͤller viel. 

Halt ihr bey euch für Frommen 
Ihr ſeyd die gröften in dem Spich 

Her wolt dann zu eud) kommen 


16. 
Sch achts vor feinen Irrthum nid 
ie wir leben und lehren, 2 
ch werd dann mit der Schrift bai 
Denn willich mic) bekehren. 
DieSchrift agtnichtsponKinderkt 
Habt nichts davon gelefen, 
Die im Tauff werden g'nommen Al 
Die find glaͤubig geweſen. 


27; Y 
Es ift ein Bad der Wiedergeburt 

Ein Bund eing guten Gwiſſen⸗ 
Ger alt Menſch gantz erneuert voll 

Davon die Kind nichts wiſſen, 
Er waͤſcht die Sind nicht ab im SR 
Die wir von Adam erben, 





‘ 









Das 2; Mid 14 
gtaufft wird wies die ſchrift erheiſcht 
er muß der Suͤnd abſterben. 


) 18. : 
haben mich zur Peinbanck bracht, 
a folt ich mich erklaͤren. Ä 
Hab mein Worten Kraft und Macht 
meins worden Die Herren, 
Hencker all Ding breiter auch, 
er ſucht mich hart mit Sorten, 
das zum dritten mahl geſchach, 
Si nicht gepeinigt worden. 


19. 
führten mich ing Graffen Daus, 
er mir bewieß viel Treuen, | 
tinich wohl aeın geiafien aus, 
ward ihn nachmals veuen, 

u Anfchlag ward ihm widerlegt, 

5 ward ihm übel gerachen, 

urcht fich vor Des Keyfers Mandat, 
nd's Biſchoffs Ungenaden, 


20, 
bin zwar willig und bereit 
lebe und zu erben, 
acht nicht viel wie es mir geit, 
Dt laßt mic nicht verderben, 
wohl getroft, und nim vor auf, 
ieweil ich bin auf Erden. 
mdlich troͤſt er nur Ders und Muth 
Durch 
















146 Das 23 Lid 


Ducch meine Brüder werihen.? 


SL; 4 

Schwerdt, Waſſer, Feuer noch Ereq 
Soll mich gar nicht erſchroͤcken, 
Kein Menſch noch Engliſch Creatu 
Soll mich von GOtt abtreten. 
Das ich im Anfang hab erwaͤhlt, 
Haben hoff ich zu bleiben. 1 
Alle die Pein in dieſer Welt. d 
e 


Soll mich von GOtt nicht trei 
\ 22; r 
Sie führten mich ing Grafen Hall 
Des Abends in die Nachte, _ 7 
Da kam mir für gar mancher St 
Das währt Die ganke achte, 7 
Don eim der fbottet GOtts Gem 
Uind fort von groben Elanten, I 
Die fölten meine Lehrer. feyn, 4 
Sie felbft GOttes Wortnicht kan 


23. | 
Da ich zum boden Gerichte kam, 
Das Urtheil war vergleiche, 
Dat ich vom Leb’n zum Todt ſoltg 
Bo ich nicht wolt abweichen. 
Der Graff fein erſt Gericht bat geth 
Er war gar ſteiff im Muthe, I 
Sein Richterfiab befudelt febon, 
Gefaͤrbt mit Chriſten Blute. 
24 


Zu 






























































* ao 


— — — — 





‚Herr wol hin vergeben num 

md nicht zum Argen meſſen, 
menſchen Furcht weit von ihm thun, 
ie viel Leut hat beſeſſen, 

er das mehr bekaͤm zu thun, 

Jap er ſich lieg verdriefen, 
that des Ehriften Bluts wie ſchon, 
Beiter —— HAN vergiefen. 


Schäfeinward zur ſchlacht gefuͤhrt, — 
urch tyranniſch ſchwerdt uͤmkonien, 
1 Seel hat Wonn und jubilirt | 
zey den Seelen der Frommen, 
auch unfchuldig find getödt, 
hut die Schrift offenbahren, 
junger Dann von guter fahan, 
son Fi und zwantzig Sahren. 
AMEN. 


ı Das 24. Lied. | 
ander Marter- Lied, von einem 
HD Mattheif Zerfaß, zu Cöllen gefangen, 
it der Gemeine verrathen. Im Thon, 
All die ihr jetzund leidt Verfol⸗ 
gung pur? Ca 


Inweg iſt mir genommen g 
Be a: in En Zeit/ — 4 


Kfm * 
n% 








—* 
NE 


WVerfolgt an allen Orten, 


m er > * ee TE ar Ag a GB 
u; .. —— a‘ ei ir a ke; an n Pr) ” — 7 
i j ’ 


} 4. 
Recht nad) des Herren Worten; 


nr 


248 Wh Das 24 Lied, 
In Aengſten bin ich kommen, 
Im Hertzen Traurigkeit, 
Darum thu ich diß ſingen. 

Aus eim traurigen Muth, i 
Thuts fchon nicht zierlich klingen, 
Sp halt mirs Doch vor gut. 

m I 





Ein Ort wird feyn der Drten, 


Shut Eßdras melden Hat, 

Mit ausgedruckten SBorren, 

Ein groß Aufwiſchung ſchwar, 
Wird ſich umher erheben. 


OOot.t der groſſen Pein. 
Die froͤmmlich wollen leben. 


Muͤſſen beraubet ſeyn. 


J | ur; 
Nach allem Propheceyen 


Naht fich die legte Zei, 
In welcher GOtt wird freyen ” 
- Die ganse Ereatur, E 
Und wird zur Freud erheben ; 


Die liebe Kinder fein, : 
Die fich jest willig geben 3 


Linter die Zuͤchtigung fein, 


Durch echt ieht in dem Land 7 


i 
* 
| 
| 

























re . 
oßheit nimt überhband. 
Gttes Wort recht lehren, 
ie bringen fie zum Todt. 
ſoll ich mich Hinfehren, 

h Gſtt in diefer Noth? 


9 
Namen meines HErren 

hir ich die Augen mein 

en den Bergen kehren, 

inauf heb ich fie fein, 

yer mir Diff thut fommen. 

ein Diff kommt mir von GOtt 
hab ich wohl vernemmen, 

er alles gefchaffen bat. 


fte eil mir zu helffen, 

pri) ich mit Gotts Gemein, 
nt dein Fuͤß nicht ſchluͤpffen, 
er deiner huͤt allein, 

hut ja nicht entduͤcken, 

r ſchlaͤfft auch nimmermehr, 
dein allein thut huͤten 

frael, ift der HERR. 


flät an deinem Herren, 
riſt der Schatten dein, 

) der Hand er Dich führer, 
aß Dich der Sonnenſchein 





























170 Das 24. Lied. 


— — — — u ——— 


Des Tags nicht mag verbrennen, 
Des Nachts auch) nicht Der Mon 
Thu du ihn frey bekennen, 
Er huͤtet deiner ſchon. 
2 


Vor allem Ubel und Boͤſen 
Behuͤtet dich der HERR. 
Dein Seel thut er erloͤſen, | 
Verlaͤßt dich ummermehr. 
Der HERR thut auch behuͤten 
Deimn Einzund Ausgang fein” 
Deß danck ihm einer Guͤten 
In Ewigkeit Ei 





— — — ir” 


Bender und Schioefter-g meine, 
Und font ihr Voͤlcker all, 5 
Hoͤrt nun zu Groß und Kleine, 
Was ich euch) fagen al, = 
Mie ſichs hat zugetragen U 
Im fechs und — Jahr 
Thaͤt man zu Coͤllen Jagen 
Die Chriſteliche Schaat. | 
IO, 4 
Fun waren fie gegangen 
Zuſammen an.cin Ort, 
Ins Hertz da zu empfangen 
Has rein Göttliche Wort, 
Zudas war hin gegangen, 













Ind holt die 
 Spieffen und mit Stangen, 
damen fie dar mit Macht, 

* BREI WERE an; 
nen von forn und hinten | 
um Daus gefallen ein, a 
fie bey einander finden 4 
)as Heerdlein Chriſti Flein, 
 thaten fie da fangen, | 
Rit Schlagen, Wuͤten und Zorn, - 
Schaf find fie gegangen, 
lit ihnen auf den Thurn. 


12, 
t nach einander ale 
bat man fie fehreiben auf, 


nad) in folchem Falle, a 
ertheilten fie den Dauff, 0°. MM 


cher der Lehrer ware 
rforſchten fie mit Fleiß, 

igt es ihn’n felbft klare, ER 
ein Nam der heiß Mattheiß. 


äh 13. 
Ehrifto ihn zu bringen, 
on feinem heilgen Wort, - 
en fie fleißig ringen —— 
erſuchtens an manchem Or, 
falſchem Trug und Lilten, 
it Bitt und 7— hart. 










22 Das 24 — 


Gr ſchiug ab all 9 Papiften, 
Darnach er Dan ward, 





























| 
3 
J 
4 
. 


Bir feiner Pein noch Schmertzen 
er ſich je erſchroͤckt, 
Hielt feſt in ſeinem Hertzen, 
Was Gott bat entdeckt, 
Darnach thaͤt man ihn führen 
Des Morgens indie Hacht, 
Die Warheit zu verflören 
Ward ihm wir Strick ging 


Fuͤrs Hochgericht debunden 
Bracht man ihn aus der Hacht, 
Keyſers Mandat von Stunden 
Ward ihm da vorgelagt. 
Da ward er übergeben 
Dem Dender in ein G'walt. j 
Daß er ihm nehm fein Leben, A 
Nach Des na Inhalt. 


Troͤſtlich lieferfi & führen | 
Wie ein Schlachtichaaf dahin, 
Sein Augen that er kehren 
Hinauf zum Hummel bin, 
Sein Hand legt er zuſammen, 
Und ſprach O Vatter mein, 
Preiß ſag ich deinem Namen, 


—— — 7 









Be 


F — * 


17. 
Fen daher zuſammen 
ah man der Voͤſcker viel, 
ſolchs zu fehen kamen, 
8 wirs ein Wunderfpiel, 
hatten Mitleiden, Ä 
Drachen, En das ift ſchad,“ 
‚der fein Mann ſoll fterben, 
H Err, um — That. 






Fan a, ! 

wolt * ſprechen an, 

thaͤten fie auch fangen, 

nd ſtieſſen ſie darvon. 

h ein Knecht wolt ihn gruͤſen, 

en griffen fie auch an, 

that der Graff bald rufen, 

en ſolt ihn laſſen gahn. A. 
19, 

r fam ang gerichte, 

ah er fich um und prach, 

groſſes Volck unfruͤchte 

ab ich auf meinen Tag, 

en die. all verderben, 

zaͤr Jamm'r und aroffe Fig. 

r jetzund folt fterben, 

Rt wie er weiter Sprach. 


De 















































14 Das 24. Lied. 


Emm — — — 


20, 

echt weiſtu GOtt und eben, 

Wornach ish hab getracht, 
Mas ich. Hefiicht im Leben, 

Bon Anfang Zag und Nacht. 
Mas ihr mit mir getrieben, | 

Herr Graff. das wißt ıhr wohl, 
Ich hab euch allg verziegen, | 


a‘ 


Iſt aus mein'm Hertzen all, 


— 
— — — — — — — 


zT. 
So bat ein End genommen | 
Sein Zeben Diefer Zeit, J 
Durchs Schwerdt iſt er umkommt 
Lebt doch in Ewigkeit. 
Er Hat geſaͤet mit Thraͤnen \ 
Eilend den Samen fein, 
Bad wird er wicderbringen 
Mit Freud die Garben ein, 


22. ; 

Ruͤſt euch und bahnt die Straffen? 
Macht richt und vein den Weg, 
Thut alle Boßheit taffen, | 
Geht in den engen Steg, X 
Thut nicht euer eben lieben, 

Sonft bringt ihr euch in Tod, " 
Kieben laß ichs num bleiben, 7 
Dear Herr geb euch fein Gnad, U 


Laus 






Das 8 25 ie. * 


— Marter⸗ Lied von einer, ges 
Maria. Und gehtim Thon Ach Sat 
ich mag BR trauren. 4 ir 


1 feöfich will ic fing ingen, 
Ich bin gank ftäts daran, 

irſach thüt mich Dingen, 

se ihr werd hang thun. allen * I 


hut fü ſich offenbahren, | : 

valler Weite weit, 
gſchrieben ward vor Fahren, 
er Fromm wird — 


3. 
iſt es ergangen, 
n Zwey und füfftigften Jahr, 
os hat man gefangen, 
fromm Aa war. 


ia war ihr Maine, OR 

een Frommen wohl aa 
at bezeugt lobfame, 

m Herren in ar Land 


ſt gefangen g legen, 
ohl in das zweyte Jahr, 
go fi s bat ed 



























218 Das 2f Lied. 


— — ——— — — — 


In Ehriffi Schmac u und & fabt 


Die Frommen hat fe e gebeten 
Aus ihres Hertzen Grund, 
Daß fie recht wandlen thaͤten 
Und hielten En Bund. . 


Sie opffert auf ER "Herren | 

Ihr n Leib wie Paulus meldt, 7 

Tas Reich Lhriſt that mehren, 

Ihr Bau auf EHtt war g fell 
B. 


Sie haben fie verfüchet, ‘WG 
Orey Ta ag! gar mantherleg, 7 
Der gottioh Hauff verruchet, FE 
Sie blieb dem DR treu. 





Die GOtt von Herten vertrauem 
Und ihn bekennen thun, 

Es ey Mennoder Frauen, 

- Die wird er nicht verlaͤhn. 


109% | 

Der Dberft wolt fie kraͤncken, 
Wiltu zur Kirchen gohn, 

Die Kofi will ich Div ſcheucken, 

Und ein Jahr — thun. 





Sir antwortſihm beſchehden, 



























m & bleib Ab bey en Shrifte San... > 
ns Worte wegen zu leiden 
Bag ich daß Bee mein, 


fü e zum Todt it. gangen, J— 
sang fie aus Hertzen Grund. 
h thaͤt herlich verlangen 
tach dieſem und Stund. 


iſtus warnt ib die Seinen 
m wird euch töten thun, 

) dennoch noch vermeynen 

3Ott wohl zu — dran. 


t wird mein & ebrochen.. | % 
ns Manns IBeib Din ich ge weßt, 
st hab ich mich — — 
chriſto der ßt. 


ſie zum Waptt bamen, | 
Redt fie ein Gleifuer a, 
e fprach zu ihr mit Tamen, 
Fuch wirds nicht a, ergahn 

1 
bat man fi fie verhalten: 
Wohl ben dritthalbe Stund, 
olten fie von GOtt ; 
Au Ben von AN et 




















8. Das Dip, 
— — 00 mn — 


17, ; | 
Darauf hat fie gefprochen, 
Ich bieib bey Ehrifti Wort, 
Wird ſchon mein Leib zerbrochen, 
Fahr ich doch Drinnen fort, 


3 

I 8. ! 

Das Korn iſt in den Aeren, 
Es muß gedrofchen feyn, J 


Was ich anfing vor Jahren, 
Bill ich vollenden fein. 


— — * 


19. 
O himmeliſcher Vatter, 


Mein Seel nim in dein Haͤnd. 
Und ſchickt ſich zu der Marter, 
Legt ab ihr Kleider g ſchwind. 
20, — 
Alto iſt fie geſtorben, — 


Bezeugt mit ihrem Blut, 
Die Marter-⸗Kron erworben, 
Erlangt das ewig Gut. 
/ | PR or. 
Drum wollen wir GOtt loben, 
Soc in des Himmels Thron, 
Der die Kraft ſendt von Oben, U 
Kein Sleif und Blut das fan. 7 
| ! ANEN, 














Das : 26 Be . 


under er Marter er Lied von zwölf 

en, auf einen — der Mau⸗ | 

n gericht. Im Thon, wie man die 
VNolen ſingt. | 


fe wolln wir eher fingen, 

Allhie zu diefer Seit, 
ruck von gefchehenen Dingen, 
ie 68 ergangen iſt, 
f Evangelifche Perſonen, 
—* leiblich erwfangen, 

euden g nommen an. 
2, 


R it Gluͤck —— 


7 


du uns g’fangen haft, 

ch nicht recht befünnen, 
ſelbſt aufgelegr ein Laſt, | 
irſt fie von Die bringen ſchwer, 
heit iftdir gerromuen, 000°... 
don es Hei Ent,” Mae, 


& Stirger.ich al, nenne, 
 faß in der Verhör, 
wird denfelben Fennen, + 
n führt ein Schuhtnecht her, 
von ED zu reden Mh. 
a er Antwort gabe, 
bu nic t anſtahn. 


+ u 

























160 Das 26 Lied. 





— — — —— — —— 





| 4. ? 
Der Diener fragt: die Herren, 
Aus ſanfftmuͤtigem Muth, 
Mas Urach fie da wären 
Zu richten Sieifh und Blut, 
Send ihr Herren der Warheit ſcho 
Sie hieſſen ihn einen Narren, 
Er ſolt ſchnell vor ſich gohn. 
5 


Die Frommen waren gangen 
Dom Rathe Haus aus der EM 
Ohn Band und ungefanaen, i 
- Daß man gefehen hat, —4— 
ED grün Die Wallſtadt und den 
Heute wolin wir auf Die leide 
Wohl um das Börtlih Wort. 7 
. 6 


Ahr Herren von Bruck ſolt wiſſen 
Lind feht euch eben fin, J 
Ihr ſeyd gar hoch befliſſen, 
Gluͤck ligt euch vor der Thür, 7 
Hört auf mit uns und laßt darvon 
Unſchuldig Blut zu richten, 
GoOtt wird eg rächen ſchon. 


*— 

Bruck wolt ſich gern ausreden, 
Wendt für der Fuͤrſten G'walt 
Es bleibt nicht unterwegen 




































P j, b Kal a i 4 Lin Do“ a a MENEN, RIES N 
AR) "m, Be *8 * 


When ve gi, 


ann m mn —— — — —— 


vn as ihr Mandat inhalt, 

wohl der Fuͤrſt weiß wenig dran 
ie Gelehrten thun erdichten, 
fromm Leut kommen um. 


8. 
Bürger wolt nicht weynen. 
ber. unſer Fleiſch und Bl ut, 
tt eh ung gnadig meynen, 
en haltet wohl in Hut, 
tt erfeiicht den Lan Köffrften ſchon, 
af er ihn lern ertenuen, 
uns erlang die Kron. 


9. 

Ring thät man da machen, 
ls noch Gewohnuheit ift, 
Freud that wenig lachen, 
if ung HErr IEſmu Ehrift. 
fielen nieder auf ihre Knie, 
ud baten inniglichen 
hrem Vatter en 
finden auf it Freud en. 
nd rüften fich zum Sir 
Nachrichter in Leide 
eins Richters Ehr begehrt. 
— lieber Freunde mein, 

ft woll dir hie verzeihen, 
gm — a Tg 


j 
| 
4 
) 
J 
























263 | Das 26 Lied. 


Ii, u 
Der jüngft der bat von Derken, 
Sein Brüder zu der Stund, 
Zu erſt litt erden Schmerken, 
Kuͤßt fie an ihrem Mund, 
GOtt fegne euch liebe Brüder mein 
Heut woll’n wir bey einander ” 
Im Paradieſe feyn. J 


12 

Meun Maͤnner man enthauptet. 

Auf einem Anger gruͤn, 
Ihr Hertz war unberaubet, 

Sch ſah fie nieder Enien, J 

ber das Schwerd goſſens ihr fl 

Wohl um der wahrheit willen, 


GOtt had ihr Seel in Hut. a 
EZ | ; 
Drey Srenlein man ertvencket, 
Iſt kund und offenbar, J 
Von Gott ihr Feine wancket, | 
Das ſag ich euch fürwar, a 
Die jüngft lache im Waſſer ſchon 
Des har ſehr wohl geſehen 9 
Gear mancher Bidermann. 


14. 

Ich ſah fie Zfammnıen begraben 

Weohl in ein Grube lieff, 
I, Sit Weynens ſich ergabe, 










F Sem u ——— ei rieff 
tt geb den Seelen ewig Ruh. 
ich deucht das aller beſte, N 
man nicht ii 3 ir a 
prachen auch die Toflen 
s ift des Teuffels 2. febrd, 
ftecken Boßheit volle, u 
ft Feiner der fich bekehrt, 
ſchmaͤchten Gott im höchften Throm, 
em Antichriſt hond fie gedienet, 
wird ihnen Br den Lohn, 


Sad die ward — brachte 
einem Freytag fruh, 
ſonnen, unbedachte, 

ieh Herren ritten zu, 
‚zogen traurig wieder ab, 

ch Fans nicht all befehreiben, 
ichs gefehen an 


in wolf n wir Sr — 

er fie erhalten hat, 

laß uns auch nicht wancken 

son feiner groſſen Gnad. + 
Err auch umfer Hertz bereit, i 
af es big an dag Ende N 
dir wicht werd geſcheidet. n .. 





























184 Ya Das 27 Lied, 


Ein ander, Matter Lied von me 

hen Berfonen, auf einen Tag zu Saltzbu 

brend: Im Thon, Entlaubet iſt der W 
oe Ich [und m einem Morgen 
. DDR gi jetz zund ec. 


Oſch Gott vom Ssifineftkiche, 
Nim deiner Schaͤflein wahr 
Laß fie von DE nicht weichen, : 
Ihr iſt ein Feine Schaar, | 
Halt fie in deiner Hute, . 
Su hun aus Fammerg ih 
Das Thier fie jagen thure, 
Muͤſſen leiden Bi; Todt. 





In emes Kerckers Grund, 
Dem Herren ſie lobſangen 
Uns. preißten ihn mit Mund, 4 
D Here laß dichs erbarmen, R 
Und dir geklager ſeyn, 4 
Komm bald zu Su ung arınen, 7 
Halt uns im Millen dein. 


Dan feat fie hart obfanken. ; | 
Ä 


| 
—11 
* 


3. | 

Sie woll'n ung von dir dringen. 
Mit ihrem hoben Pracht, 4 
Grimumg darwieder ringen, f 


Verleih dein Goͤttlich Macht. 











hond kein'n ander: Herren 
1 Himmel noch auf Erd. 
wir von ihm begehren, 

:f werden wir gewaͤhrt, 








ns IR, ‘ Rn j 
ſtus fendt aus fein Boten. 





eut ung fein Reich " 
ille Belt verwotten,. 

it groſſer Freud und Wonn. 
haben aufgenommen | 
a Reich und Gnad, + 
Pfarren drüber brummmen, 

aften uns früh und par 


9 
ne verborgen-fehre, 
ehr dann fünffhundert Sadr, » 
ihres falschen Lehre {2 
erführt ein groſſe Schaar, -. 
ten fein Wort mit Fuſſen, 

8 muß verachtet ſeyn. 

gib ihn dan fies buͤen, 

nd thun den Willen dein. 


6, 
Zaltzburg ifts geſchehen, 
fs nicht ein groſſe Klag? 
cher Mann hat geſehen, 
aß man auf einen Tag 
zehen thaͤt verbrennen. 
Br: Men 



























vB) N N 9 
Pa a * But 
—J —9 — — — 




























166 Das 28 Lied 
Allein um Chriſti Lehr, * 
Die fie thaͤten befennen, f 

Daß Er allein war Herr. 





— n 2 
Das Bild woltens nicht ehren, 
Noch das Thier bätten an, 
Ihr Wort und Lehr nicht hören, 
Kein Zeichen woltens han 
Des Widerchritteng Haufen, 
In ihrer Stirn noch Hand, 
Drum dorfften fie nicht Fauffen, 
Noch verkaufen im Land. 2 


8. | 
Ben Ehrifto find fie blieben, 

Sein Zeichen gnommen an. 
Ihr Namen find gefchrieben 
Im Buch des Lebens fahr, 
Als Ehrifteliche Ritter. 4 

Erlangten fte Die Kron, u 
Im Feuer fehr heiß umd bitter, * 
Die ewig Freud und Wonn. ? 


Das 28 Lied. j 


Ein ander Marter-Lied von vier 
ſonen zu Maſtricht An 1570. getoͤdt. Im 
Entlaubet iſt der Walde. Oder, Al del 
jesund, | | h 


I, h 
N Un hoͤrt ihr Freund ebrfamen, 
af 6. p 



























RI Si. 1m 
ie daß das Haͤuff lein Flein 

uger Gottes Namen, 

evechte Warheit rein, 

eht alfo geſchrieben 

Gott's Wort überall, 

je Gottſelig leben, 

an ihn verfolgen poll, 





; 2 

eder mag zuhören, 

r öffne Ohren bat, 

vier Sreund auserfohren 
Maſtricht in der Stadt 
gt mit ihrem Blute 

ven Glauben pp fein, 
m waren fie von Muthe, 
ß werd ihr. hören fein. 


| { 3 Ki 

an, wie ich befinn mich, 
hrieb neun und fechbig Jahr, 
mbris vier und zwanbig, 
ı die zwoͤlff Lihren Klar, 
Nachts ift umgegangen 
rBurgermeiſter ftolß, 
wuͤtende gefangen 

| Bruder hieß Arnold, 


hät er mit ” leyten 
[6 Rathhaus in der Nacht, 
M Gleich 






















eg Das 282 Lied. 
— Fi —— EEE - u 
Gleich ein Stund ehät er ix Dep 
Da gieng er fort mit Macht 
Um zwey Sıdulein zu holen, >| 9 
Die er erſtmals neß frey 
Fleng darnach drey zu malen, 07 
Da war sin kommen bey. 





5. 
Biß Morgens ſie da waren 
Ale zuſammen fro, 


Sie fürchten fein Beſchwaͤren 
Zröften einander ſo, } 
Al init dem Wort des Herren? 
Darauf fe hatten baut. A 
Gettes Lob zu vermehren K4 
Stund ihr Begier betraut, = 

6 


Vor den Herren gemeine | 
Jede den Blaub befandf, 4 
Die echte Warheit reine, " 
Und fbrachen mit Verſtand, 
Wie viel ihn war gegeben 73 
Nach Gottes G’lubde gut, © 
Durch feinen Geiſt erheben, ’ 
Harnach man fprechen thut. 


1: 
EShnell ohne langes beyten 

Anſeht ihr oͤß Vorſpil, 
Eier sparen Urſeln leyten 

























Das 28 Lied. 16 
ifs Dinghaus mit Unwill, 
um daß ſie nicht wolte 
willigen das Boͤß, 
sten fie ihr ohn Schulde 
ie Pein und Marter groß, 
8 


fftmuͤthiglich von Sinnen 

At fies ertragen all, 

ewig But zu gwinnen 

enehrt fie in dem Fall. 

Mann Arnd deßgleichen 

führt wird auf die Pfort, 

man ihn thät abweichen, 

raucht man viel Schmeichel Work 


9. 
Frau war alt von Fahren 
zohl fünf und frebensig, 
in dem Beſchwaͤren 
och Frisch und lebendig, 
rem Glauben Frafftig, 
er in ihr hat gewerckt, 
en dir Gott Allmaͤchtig, 
aß du fie fo geitärckt, 

Io 


en ſah man fie bende, 
ie und ihr liebes Rind, 
freulich zubereitet 
‚tens dahin geſchwind. 
Ma 


er 


—— — — — 
















9 
4 


4 


II, f 
Nach dem Dinghaue fie mußten 
Beyde zuſammen gahn. 
Ihrn Glauben zu verwuͤſten | 
Selten die Herren an, Mi 
Mir Mönchen und init Pfaffen, 
Auch Hochgelehrten ſtaͤht, 
SD hat behůt fein Schafe, 
Wohl fuͤr den Wölffen fred, 
12: 4 
Erſtmals fie da begunnen 
Mit Arnd dem lieben Mann, 
Der noch hat uͤberwunden, 
Dennoch ſagt man davon, 
Daß er gepeinigt worden fl 
Sechs oder ſieben nal. 
» Km fein Seel zu ermordten 
That man ſolchs principal. 


ah — 
Urſel feine Hausfraue, | 
Mußt zweymal aufdie Band, 
In der Pein doch getrene 
Blieb ſte ihr Lebenlang, 
DIE g'ſchach in zweyen Tagen, 




























__ Dass Lid im 
erckt wohl auf diß Gefchicht, 

ar schwerlich zu fragen, 

r Herr machts aber leicht. 


| I4, 
ey dem Herren geben 
won zu aller Zeit, 
doch. nicht geblieben 
eh diefer Dein und Speit, 
rin kurtzem Termiene 
it fie noch eins geſchmeckt, 
dieſem fauren Beine 
n ſuͤſſen GOtt ihr reckt. 


— 
fen ſah man ihr Haͤnde 
fammen binden felt, 
nten an dem Ende 
r Hencker hielt das let, 
hat fie von danieden 
r Erden aufgelöft, 
as Hembd aufgeichnitten, 
d ihren Ruͤck entblößt, 

6 





10, 

geiſſelt fre unmaflig, 
E das nit groſſe Klag? 
Ruthen uͤberfluͤſſig, 
zeymal anf einen Tag. 
fagt won dieſem Speite, - | 
r dieſen Rath ſo gab, J 

M3 Dar 


372 Das 22. Kid. 


Das war ein Jeſuite, 
Der fie wolt führen ab. 


U 
Neelgen nım alt in Süchte, 
Zur Pein ward hingelent, 
Das mußt feyn ihr gerichte, 
Da fie nun hört Beſcheyd, 
Auf die Band ift gelegen, 
Iſt ihn Doch nichts gefchier, 
Mun that frey zu ihr fagen, 
Di iſt ihr erſte nit. 


| 18. 

Treingen ihr fiebe Tochter 

Und Schwerter in dem Here, ° 
Wird auch durch den Verucher 

Gepeint gar hart und ſchwer, 
Da wird fie abaensıninen, 

Und aufein Bett gethan, 
So bald fie zu ſich kommen, 

Mußt ſie noch eins daram, 


| 9: 
Sie ward gepeinigt ſchwaͤrlich, 
Veoraus auf dieſer Bahn 
Da rieff tie offenbarlich, ei 
O HErr wollſt mir beyſtahn 
Und meinen Mund bewahren, 
Fr Gehet ward erhört,. 
Ihr Brüder zu befahren, 

































i | Das 28 Kied, | 17 
ragen fie wenig Wort. 


20. 
lob (ſprach ſie) den HErren, 
ya fie nun war gepeint, 
Mutter war nicht ferren 
jerbargen, wie es ſcheint. 
fie ihr Tochter hörte, 
Sprach fie, Sit das mein Kind? 
Mutter, fie antworte, 
Ind kuͤßten fich geſchwind. 

21 an 


‚fiebenkigften Sahre, 

Zleich auf den neunten Tag, 

rd Urſeln offenbahre, 

Ind Arndten da er lag, 

6 man fie folt verbrennen 

sedes an einem Stod, 

fie das Hond verftauden, 

Sind fie doc) nicht verſchrock. 
22 \ 


> waren nur voll Freude 
Denfelben Tag und Nacht 

t GOttes Lob all beyde 
Hond fie den Tag verwacht, 
rtzlich that fie verlangen, 

Biß komm der Loͤſungs Tag, 
gehn in Chriſti Gangen 
Wie man des Morgens ſach. 
EM BR 


























274 Das ꝛ8 Lied | 
| 23, Be | 
Kommen ift da ein Botte 
Zu Urfeln mit Befehl, \ 
Derfelb hat ihr dag Sute- 1 
Sprechen verbotten fchnell, 
Don feiner Herren wegen, 
Die da waren prefent, | 
Ihr müßt keins Ruffeus pflegen, 
Sprach er, im gehn zum End. 


24, 
Kendtlich und offenbahre 
Sprad) Lirfel zu der Stund, 
Dor den Herren allgare: 
Mag ich aus Herten Grund 
Nicht ein Klein Liedlein fingen, 
Reden von GOttes Motte 
Lind da fies wolt volibringen, 
Haben fies dran verfidtr, 


| 25, 
Und Drachen, Wir nun rouchen, 
Was fie bat in dem Sim: · 
Drum Hencker wollft gebvauchen 5 
Dein Inſtrument an ihnn, 
Wie Dir dan iſt hefohlen. | 
Da ſtopfft er ihn’n den Mund 
Mit kim Holtz unverholen, 
Ein Tuch er drüber bund. 


26. 
als man fie nun folt leiten 








5 



























Das Lied. "arg 
zoin Dinahaus, 's Volck zulieff, 
ngen mußt droben beyten, 
urchs Fenſter aber rieff 
m Dinghaus das iſt kennlich, 
nd bat zur Urſeln geſthreyt, 
Schweſter ſtreit doch maͤnnlich, 
ie Kron iſt Div. bereit. 


Bi 

ift Lirfel gekommen 

tach dein Freythoff gegahn, 
Sparch war ihr beuommen, 

5 wennet mander Mann, 

ten Darüber Klagen, 

viel ſtieg auf mit Sputh, 
Haͤußlein ohn Verzagen, 

die ein Schlacht⸗Schaͤflein gut. 

8 


| 20. 
Mund fie ihr verbunden, 
ie der Frauen geſchach. 
boͤß fie an ihr fumden, 
wenleichen man nicht fach, 
), order laͤßt man forechen 
Bas ihnen nörhig it, 
den GOttes Knechten 
dehrt mans zu aller Friſt. 

| er 
Ott da mußt geſchehen 
05 Brandopffer bequem, 
5 






Welche 






























176 Das 28 Lied. 

Welchs nach Dauli gebieten | 
Vor GEOtt iſt angenehm. 

In denſelbigen Tagen 
Ward ihr Mann auch verbrendt 

Sah froͤhlich ohn Verzagen, | 
In feinem lebten End, 


| 30, 

Auf den Plan ſtieg er froͤlig, | 
Ha er sein S’ber erit thaͤt, | 

Als das geſchehen endlich, | 
Stumd er auf von der Statt, 

Kind ging zum Haͤußlein innen, 

Sein Kleider abgeleat, y 

Der Stadtvogt boͤß von Sinnen ” 

zum Hencer hat geſagt, 


31, | 
Fahr fort mit deim Wetreiben, 

Ha ward das Feur geſtocht, 
Wie Mofes thur Defchreiben, 

Das Dpffer wird gekocht, | 
Zum Rauchwerck unfers HErren 
Woaͤrd er verordnet fein, | 
Die Kron der ewigen Ehren 

Wird nun fein eigen fen. 


32. | 

Ein fröfich Bottſchafft werthe 
Kriegten die andern 4100, 
Ermgen Die ſehr begehrte, 






























Das 22 218, u 
yeB war auch Treingen fig, 
| fie auch muſten Serben, 
md gehn denfelben Bang, 
die Kron zu erwerben, 
Bard ihwn die Zeit zu lang. 


| 33. 
) fürchten fie dort oben, 
den ihrem Vatter fein, 
fie num lie beproben, 
Is liebe Kindern fein, 
hr über ihr Vermoͤgen, 
Belches ift erfchienen Klar, 
that ihun Hilff zufügen, 
jun ihrem Leiden ſchwaͤr. 


Ja 

mderlich fie verbfenten, 

Baren fro all die Nacht, 
Truͤbſal ſtund zur Seiten, 
Jaber den Tag verwacht. 

hat maus auch thun binden, 
Rit Holtz den Mund verfiopfft, 
Biete zwo Gefruͤnden | 
uch mit eim Tuch verknuͤpfft. 


35. 
ch dem Freythoff fie gingen 
Mit einem guten Diuth, 
‚inan fie folt umbringen, 
hreingen arbeit mit Sputh N 
Bi: Fleiſſig 





























| 278 Das 28 Lied. 

Fleiſſign mit Hit ihren ı Händen 

An dem dag fnhpffet war, 
Daß fie auflößt die Bande, 

Lind redet offenbahr. i 

| 36. | 

Und weil fe nun dermaffen 

So fprechen ſolt und rieff, A 

Wolt mans ihr nicht zulaffen, = 

4 

} 






Darum der Hencker lieff, 
Day er ihr ſolchs verleßet, | 
Sein Hand auf ihren Mund 7 
Mit allem Fleiß er feßet, 1 
Wieß ſte ins hei ein rund. 


Nun ſin nd fie —— | ; 
“ In Srieden alle gar. $ 
Erin wenig fie nur beyten, { 
Wohl unter dem Altar, 4— 
Sie werden nun mit garten x 

Kleideren ſeyn hekleydt, 
Und noch ein wenig warten, N 
Die Kron iſt — bereit. 


38. 
Lie be treibt uns ihr Herren, 
Das nehmt uns nicht vor Quat, 
Wie wir euch heut ertlaren 
| Diefe Ichandliche That, - "AR 
| Ein recht Gricht ſolt ihr halten, 




























Das. Li m 
as lehrt euch EOttes Wort, 
[ches ihr nicht folt verhalten 
jeder eg gerne hört. 


veh dem Potentatent 

weh der grofien Rott 

h denen Die Da rathen 

ua Diefer Miſſethat, 

fich doch Chriften ruͤhmen, 

) weh der arofien Echandt 

h ſoll nicht wunder nehmen, N 
Barum Straff komt ins Land; 


. 40, 
rd ihr die Ding nicht büſſen, 
AD werd ihr allefanıt | 
kurtzem fierben muͤſſen, 
Jas merck OD Niederland 
Fuͤrſten und ihr Herren. 
eich, Arm, Frau oder Mann, 
s ihr nicht habet gerne, 
Bolt ihr keim andern thun. 

| UMEN 


Das 29. Lied un 
ander Marter = Lied von einem 
fllichen Ritter Algerius genandt, zu Kom 
mmerlich berbrendt, Anno ı557. Im 
Thon, Der Unfall reidt mich gans. 
I, 





2: A Das 29 Lied, B 


zen 2 





I. J 

D) Is man zehlt taufend fuͤnfhunden 
Sieben und fuͤnffzig eben, 

Zu Rom iſt fund und offenbahr, 
Daß ſich da hat begeben # 
Ein greulich Mord, vor mie erhoͤrt/ 
Bon einem guten Ebriften, % 
Des Dabftes Gewalt, Das Urtheil 
Durchs Teuffels Trug und Like 


— 2, 
Algerius der Chriſtlich Held 


Hat Chriſti Tauff empfangen, 
Darum dañ ward, der Juůngling; 
Zu Dadoa gefangen. 


3 





2* 
Da litt er manchen harten Strauß 
Da er vor hat ſtudiret, J 
Die Brüder die noch waren drauß, 
Furchten er würd verführet,. © 
In feiner Not, troͤſten in GOtt, 
Er ſolt beftändig bleiben. 
Algerius, aus Gefaͤngnuͤß fr 
Thaͤt ihnen wieder fepreiben. 





4. J 
Ich will erwehlen Wunder⸗ding 


N 


vi 









Das 29 Lies 172 





— a nn 


ya andere ſchreyen weynen, 
dieſem Ort ich Freud empfing. 
m G faͤngnus mir erſcheinen 
Him mels Heer, viel Maͤrterer 
Hit taͤglich wohnen beye. 
[Freud und wonn ich ben ihn’ hon, 
der Ders mache alles neue. 


his ſuͤſer ſt dann Chriſti Joch, 
Ber darin’n thut umkommen, 
ſteiget auf in Ehren hoch, 

ot ir Die Zahl der Frommen 
Chrißi Reid, da dann zugleich 
ltvattrer and Mrohheten, 

fer all, ein arofie Zahl 

er Zeugen und getödten, 


IN 6, | 
Chriſto wahren GOttes Sohn 
Sein Creutz nach thaͤten tragen, 
ch thaͤt man verbrennen thun, 
Indern das Haupt abſchlagen: 
Haͤnd und Fuͤß abhauen ließ, 
zebraten und geſchunden, 
ch gehenckt, im Meer ertraͤnckt, 
Biel an Creutzer gebunden. 


willmicht foͤrchten tauſend Mann, 
Die mich meynen zu letzen: 


































u Das 29. Kied, 
Ich hab meins Hertzen freud und R 
Allein in GOtt thun ſetzen. 
GOtt troͤſtet mich, gewaͤlliglich 
Sein heiliges Angeſichte 
Ob mir aufgaht, Troſt Hilff und 
Dad ich kein Mangel nichte. 
8 


Ich freue mich aus Hertzen Grund 
Wenn ich es thu bedeucken, 
Daß ſich hernahen thut die Stund⸗ 
Daß ich den Kelch ſoll trincken, 
Und preiſen GOtt, mit meinem 39 
Die Wachrheit machen kunte, 
Auf daß ich gar, komm zu der Sch 
Sie Chriſto ift verwandte, : 
a 1 
Ich bin gewiß daß mich auf Erd 
‚Ben GOtt nichts foll abſcheyden 
Kein g'walt, Feur wafferoder ſchw 
Troch ſonſt Fein ander Leiden, 
Geiſt, Engel pur, fein Creatur, 
Bas fichtbar iſt auf Erden, 7 
Alles was fich, Teat wieder mich, " 
Muß gar zu fhanden werden. ' 





Io. * 
Dergleichen viel aus Gfaͤngnus ſchu 

Da er lang hatt gelitten 
Die Brüder troͤſt aus wahrer un 









Das 29. Lied we 
haͤt fie gar freundlich bitten, 
ſolt fortan, kein Kummer datt, 
b bin von GOttes Gnaden 
öftet wohl, bin Freuden voll, 
urch Chriſti Geiſt und Gabeu. 


J 
Padoa ward er geführt, 
bunden und gefangen, 
ach er zu Venedig wird 
it Liſten und mit Drangen 
hart verſucht, ſtrafft ihr Unzucht, 
eſſen ihn einen Thoren. | 
Senator, dein er kam vor, 
prach, er wir gar verlohren. 

2% 

Batterland ihm zeigten an, 

in Freund und auch) Derwandten, 
auch wolt fein Kunſt verlan, 

rau all fein Bekandten? | 
 Batterland, ſprach er zuhand, 
Ein des Himmels Throne. 

ie ſeynd, worden mein Freund, 

e GOttes Willen thune. 


I 3 
Medicin, Kunſt, Meiſterſchafft, 
ag niemand zu Gtt bringen. 
icht erkennet GOttes Kraft, 
m wirds gar nicht gelingen, _ 
N sn 




























184 Das 29 Lied 


Im zorn und Srim, hartdränten® 
Bolten ihn faffen brennen, 

O ihr blinden Leut, Algerius ſayt, 
Was Fan man bei nennen?” 


Damm GOttes Biebe wunderfam 
Das Hertz und Gmuͤth anzinde 
N Kr archten des Feuers Flam 
as 26 aus G'fahr entbindet 
"0 if jo kalt, ‚And ungeltalt, 
Das nicht hab GOttes Gaben? 
Ole Stein und Ertz, ift deren Het 

Die GOttes = u haben, 


Gen Rom dem Pab⸗ ward über 
Unter 2Börf, Loͤwen Bären, 7 
Im Gefaͤngnus ward er hart verſ 
Sein Elend thaͤt ſich mehten, 
Sehr ſchwer an hart, probiere ft 
Biel mehr Dans rothe Golde, 7 
Die Herten Ri afft, ion macht ſteg 
Ihr Med nicht hoͤren wolte, 
16. 
Die geiſtloß Rott gar ſehr verdroß 
Thaͤten vermal ledehen, 
Sir ſpyen Gifft und Feuer auge 
Mord übern Ketzer ſchryen. 
he ſprach, ich hab mein SM 


hr‘ 






_ Boos kid m 
Tein Gtt übergeben. 
na arıne Seel, ich ihm befehl, 
s koſt Leib oder Leben, 


{ I ga 
haben ihn zum Todt erkendt, 
Bard g'ſetzt auf einen Magen. 
Hencker nam ihn in die Hand, 
ſaͤnniglich thät ibn fragen, 
ku fortan, vom Irrthum ftahne 
as Crucifix folt kuͤſſen. Pi 
ri weiß, das von ſich ſtieß, 

Bolt nichts vom Goͤtzen willen. 


18. | 
Volck fehrie mit lauter Stimm, 
18 man die Ding thaͤt ſagen, 
weg, hinweg, fprachens mit ihm, 
t bat das Creutz geſchlagen, 
ft verkehrt, blind und verhaͤrt, 
olt Diefer länger leben © 
müßten wir, Chriſto darfuͤr 
in schwere Rechnung geben. 


19, ‚R 

niachet ihn nacket und bloß, 
iR auf den Gürtel chen. | 
heiſſem Oel ihn uͤbergoß, 
ar und Haut init abrenen, 
nach ungeheut, fein Leib im Feur 
u Aeſchen thät verbrennen, 

N zı | 





Im 





— 
















286 Das 30 Lid. 
Im Frieden ftarb die Kron erwail 
Sehr ritterlich gewunnen. 
PRO, 

Sein Seel lebt jest in Sreuden aa 
Iſtt aller Gfahr entfoumen. 7 
Wenn nun erfüllet wird Die Scha 
Her auſſerwaͤhlten Frommen, 
Dann wird ihr Leyd, in ewig Stel 
zu Preiß des Derren Namen 
In GHttes Thron, verändert fein 
Dud IEſum Chritum,s 9 
Hans Büchel 


Das 30. Kied. 

NE Lied hat Georg DBlaurod 

macht / zuC lauſen im Etſchland/ mit einem 

von Der Reue genandt, verbrandt Ann 
Im Thon, wie man die Tagreiß [in 


Ka GOtt dich willich loben? 
,’ Von jest biß an mein End,” 
Daß du mir gabft den Glauben, " 

Durch den ich Dich erfendt. I 
Dein heilges Wort ſendſt du zu m 

Welches ich aus lauter Gnaden 
Rey mir befind und pühr. 
































2. 
Den dir hab ichs genommen, 






Das 30 Kied. 
ie du D Herr wohl weiſt, 
t leer wirds wieder kommen, 
off ich, und ſtaͤrck meinen Geiſt, 
‚ich erkenn den Willen dein, 
eß thu ich mich erfreuen 
eines Hertzen fchrein. 


3% | 
ſehr thäts mich erfchröcken, 
a ichs befand in mit, | 
Bird wolt mich erfticken, 
arſt du nicht kommen fchier. 
deinem Wort der Gnaden ſchein, 
att ich muͤſſen erliegen, 
leiden ewig Pein. 


| 4. 
auf ſo will ich loben, 
iD preifen ewiglich 
Namen hoch dort oben, 
aß du erzeigeft Dich 
it wie ſichs eim Vatter ziemt, 
zollſt mich doch nicht verſtoſſen, 
mich zu Deinem Kind. N 


5, 
te Herr thu ich fehreyen, 
ff GOtt und Datter mein, 
ih aus Lieb und Treuen 
n Kind und Erb fey dein, 


Err ſtaͤrck mir den Glauben ſehr, 
Zt 0 So 


187 































En a Tue — DE En va 
= — - ® Ze 2 ——. ur 
n 


a. 4 



















288 Das 30, Bied.: 


Sonſt ging der Bau zu trummẽ 
Wo dein Diff ige da wär. 


Vergiß mein nicht © > HErre, 
Wollſt allzeit ben mir fenn, ° 
Hein Geift mich ſchuͤtz und lehre, 
Daß ich im Leiden mein | 
Getroͤſtet werd zu aller Zeit, J 
Lind ritterlich erebre + 
Den fieg in di eſem 5 








Der Feind hat auf nich Echlagen 
Gun Feld drinn ich lieg, ’ 
Wolt mich Daraus verjagen, | 
96 Fri du gabſt mir Den Sieg, 
Di ſcharffer Wehr er anf mich dee 
Haß all mein Leib that zittern? 
Vor falſcher Lehr und Zwang. 
8. 
Deß ieh ſt dich HErr erbarmen, 
Dur dein Gnad, Hilff und Ki 
Halffſt deinem Sohn mir armen, 
Lind machert mich ſieghafft. 
SO HErr mie bald du mich hört 
Rent ſtartk mit Deiner Huͤl me 
Deu Seinden nr wehrſt. 


Darum ſo willig fingen, 
























Das 30 Lied, 189 
u Lob dem Namen dein, 

) ewwiglich verfünden 

yie Gnad die mir erſchien. 

ın bitt ich Dich vor all dein Kind, 
Bollft ung ewig bewahren | 
allen Feinden g'ſchwind. 


IO, 
Fleiſch kan ich nicht nicht bauen, 
Fit zu schwacher Art: 
dein Wort will ich frauen, 
)as fen mein Troft und Hort, 
rauf ich nich verlafien thu, 
Birht mir aus allen Nörben 
fren zu deiner Ruh. 
IT’ 





Stund des Ichten Tagen, 

Su tie nun muͤſſen dran, 

ft uns HErr belffen tragen, 
Jas Ereuß wohl aufden Plan, 
F aller Gnad dich zu uns wend, 
Jar wir mögen bereblen | 

1 Geift in deine Hand. 


12. 
hlich thu ich Dich hitten 
Bor alle unſere Feind, 
ſt ihn O HErr mit Sitten, 
Wie viel doch deren ſeynd, 
ht rechnen nn Miſſethat, 

—94 


























190 Das 31 Lied. 
Dae gſcheh nach, deinem Willen 
Dig bitt ih dich O GOtt. 


| — 
Alſo will ich mich ſcheiden 
Samt den Gefehrden mein, 
In Gnad woll ung Gtt lehten 
Wohl in das Reiche ſein. 
Daß wir im Glauben ohn zweiffel ſt 
Sein heilges Werck vollenden, 
Der geb uns Krafft ins End. 
Das 3ı Hied, \ 
Ein fehön Lied von PLeonhart & 
ner, zu Rotenburg am Inn verbrandt 
1528. Im Thon Nun welche hieibh 
Hoffnung gar, auf ac. 


J 
R bitten dich ewiger GOtt, 
> Teig zu ung deine Ohren, 
Heiliger HErre Zebanth, 





Hat uͤberhand genommen, 
Der Behemot, mit ſeiner Rott, 
Iſt in dein Erbtheil kommen. 


2» 
Es haben fich gu ihm verpflicht 
Biel Der vermeynten Chriſten, 
Den wuͤſten Breuel ausgericht, 


* 


ner 


\ 













Das 3 "Lieb. 


er —— — —— 


toben, und vernichten 
fi Heiligthum, der Chriſten fon 
Das haben fie zertretien. 
wit Unflat indeiner Statt, 
Aßt ſich als SOtt anbaͤten. 


n heilge Stadt Bond fie zerſtoͤrt, 
dein Altar umgegraben, 
va auch Deine Knecht ermord, 
Bo fiesergeiffen baden, 
e wir allein, dein Häufflein Elein, 
ind wenig überblieben, 
ſchmach und hand, durch alle Land 
herjaget und DEITLIEDEN, 


r fi nd zerſtreut aleieh wie Die Sf, 
Sie Feinen Hirten haben, 

rlaſſen unfer £ nd Hoff, 
Ind find gleigede achts⸗Raben 
ſich auch ot, Halt in Steinklufft, 
zu Felſen und Stein! kblufften 
unſer Gmach, man ſtellt ung nach, 
die Voͤgeln in “ Luffte, 






> = — - s — * a — —— — 
ey me We ET ng 1x ME 5 
Ele ——— — — 


r fehfeichen in den Waͤlden um, 
Dan fucht uns mit den Dumden, . 
1 führt ung ale die Laͤmlein ſtum, 
Be Ben 


——— 
































f, 
mn a u ⸗ 
* Fa DE * 
x 





Das ar. Lied. 


— — — — gm, — — — — 


Man zeigt uns an, vor jederman, y 
Als waren wir Aufruͤhrer, 
Wir find geacht, wie Schafzur ſchla 

Als Ketzer und Derführer, | 


Viel ſind auch in Banden eng, 
’ An ihrem Leib verdorben. J 
Etliche durch die Marter ſtreng, 
Umkommen und geſtorben. 
Ohn alle Schuld, hie ift Gedult 
u. Der: Heiligen auf Erden. 
Wir muͤſſen all, durch viel Truͤbſal 
Alſo probieret a | 





Man hat fie an Die Baͤum hehench 
Erwuͤrget und zerhauen, | 
Heimlich und oͤffentlich ertrencktkt 
Viel Weiber Fungfrauen. 
Die haben frey, chen, ° 
Der Bahrheit Zeu muß geben, 
Daß Is ſus Chrift, Die Warheit in 
Der Weg und auch das Leben. 7 
8. 







Zooch tobt die Melt und ruhet nich, 

Iſt gar uf innig worden. 8 
Biel Busen fie aufuns erdicht, | 
J Mit Srennen und mit Morden 
Thut fie uns bang. ri a 





\ 


RE, Das ER Lied. — 


— — — —— — — 


— — darzu ſchweigen 
hr den Hochmuth, der Heilgen Blut 
Laß vor deim un auffieige, 


ie Föftlich ift der Seilgen Todt, 
Bor deinen: Angefichte 

um haben wir in aller noth 
Ein troöſtlich Zuverſt ichte 

‚dir allein, ſonſt nirg gend kein 
Soft, Fried noch Ruh auf Erden. 
er hofft auf dich, wird ewiglich 
Nimmer zu Pants: u werden, 


HErr kein zrnbfe zhl iſt ſo groß, 

Die uns von dir abkehre, ra 

bitten wir ohn Unterlaß, 

Durch Chriſtum ungern HErren, 

du uns haft zu einem Troſt 

Aus Deiner Gnaden geben, 

uns zeigt an, die ſchmale Bahn, 

Den Weg und auch Das Leben. 
II. 

ory Triumpff ſey dir geſeyt, 

AU Ehr fen dir auc & geben, 

ran an biß in Ewigk eit, 

Dein Gerechtigkeit darneben 

leib aiiezeit gebenedeyt 

e> Volck Dein heiligen Namen, 

Su 











—* — — 
ur d 











| 194 Ä Das; 32. Lied 


Durch ch Sefum Ehriſt, der — 
Die Welt zu richten, Amen. 


Das 32. Kied. 
Ein ander Marter = Lied, von ein 
Hans Schlaffer genandt, welcher zuvor 
Meßßpfaff geweſt, und darnach zu Schw 
\ enthaupt worden Ann. 1527. In 
eigener Melodey. 

































Ufſan begehr ich nicht von N, 
I ED wollt mir | 
‚Mein Sünde nicht zumeſſen, 
EN dieſelben Chriſtus hat 
BE Genug erſtatt, Pr 
; Eh dann ich bin geweſen, 


Ein Feind war ich, 2 
Duliebtlimih,. 
Lind nahmſt mich an . 
Zu Gnaden ſchon, —— 


San t mir zu gut —— 
Deines Sohnes Blut, ( 
Welchs mich von En und Todt erld 


Die wohl ich noch AM: Antoni 
Ton Sinden groß, 

In meinem Fleiſch ſich über, 

Das gut is) nicht vollbringen r 





a Zn 


Das. 2. Bid, 2 




























m nn — rem peltien RER TEEN 


Bf 6 verlahn, 

Das mich ſo hart betruͤbet, 
rum ſchrey laut, 

Ich arme Haut, 

8 bergen Sir, 

Mer wird mich fehier 

öfen aus 

Des Jammers Strauß, 
d helffen aus Zodeninfane 


nee fag ich. dir Eriſte allein, 

D Batter mein, | 

ı bift mein Kae auf Erden. 
Br fo ich * bin eingepflantzt 
ff ich Gantz, 

Verdammt Eau ich nicht Werden, 
er Geiſt ift bereit, 

Dem Fleiſch ift leyd, 

id iſt ſo ſchwach, 
Daß es nicht mag, es 
ug thun dem G'ſetz, | 
Bi daß zuletzt, 

riſtus — ſren Geiſt er I 


0 Menſchen⸗G ft auf Erd —— 
Werden verführt 
je efenden Gewiſſen. 


—X RN allein Regierer iſt 
















marine — — —— — — — 
@ 


Ser Ten Chriſt, 
Es bleibt ewig zerriſſen, 
Mas er nicht baut, 






Lind felbft zuſchaut, 
Mag nicht beitehn, a 
Ja ob es ſchon 4 
Die Welt groß acht, 


Treibt damit Pracht, 


Soo bleibt es doch Lott verſchm 






















Derhalben bi wir mit ein, 
a, jung, groß, Klein, 
Daß ſich Gtt unfer erbarme, 
Und ſend ung treue Prediger, a 

Und Ausſpender 
Seimer Gaben ung armen. 





Dardurch zuhand "m 
All Menfchen-Tand 3 
Werd auggereut, 3— 
Dann es iſt Zeit 5 
Recht Buß zu thun, ! 
a 


Bor Boſen lan, 
Gotts ſtreng Gericht iſt auf der B 


So laßt ung nun haben Se ä 
Ins Vatters Zucht, | 
Don Hertzen gar ergeben, R 
i Daß er ung züchfig als —J Su 








— 













Das 32 Lid 


VRR TUT ERHTTNETT — —⸗ 


Weſt tie biim hin, 
Sie cent Fein Chriſtlich Leben. 
it ihr Scheu, “ 


Ind feucht das Ereuß, 
d mennt, es ſey 
Ben dabeh, ’ 
im ſie davon | 
Kein reden kan, 
10) mit der hi will niemand dran. 


er nun ein rechte Chriſt will em. 

> Bruder mein, 

r muß Chriftum ne 

mr arınen@® ſtalt gl eichfoͤrmig werd, 
uf diefer Erd, 

win alles verwegen, 

Es hilfft kein Schein, | 

ie Lieb und Mein, SION 

um Chriſti Nam, 

A deß micht ſchaͤm, 

Dem er ſich bat “ 

che Wiederbad 

ergeben big ; gar in den To, 


8. 

wird fuͤrwar nichts anders drauf, | 

DE Herren Haus | 

18 Bericht zuvor un dulden. 

zum netderiden chrifft wohl wahr 
fie Ki us 






















398 ae Lied. 
Ausbricht und zehlt ihr Schuldat 
Zu diefer Zeit, SE nimmer weit ” 
Her Welte Dlag, flieh wer dat 
In fehneller Eil, Nem ihm Fein W 
Zuͤckt iſt das ſchwerdt, aufglegt der 


9. 2 
&ch meyn aber Fein ander Flucht, 
Dans Batters Zucht, 
Wie ich erſt hab erzeblet, | 
Damit er uns als Rinder fein 


Rechtfertigt fein, zur a 
Darzu er ung erwählet, A 
Derzeichnet fehon, F 
VDaß mir daran Ri 
Seyen vergiißt, ohn arge gift 7 
Zum ewigen Reid), H. 
Lind mit ihm leben ewiglich. 

"ARE 2 

| | Laus 
Das 33. Zied, 5; 


Ein ander Marter- Lied von Dig 
Ben und Caſpar von Schöne, beyde 
haupt zu Rieß im Fluckthal bey Brixet 
In der Toler Weiß. 


I, 
er auf und nemt zu NEM 
DM Wie Gott will chen J. 


_Das 33 Lied. 199 
Jammer und mit Schmertzen, 
die Suͤnder groß und Klein, 
"Gott bie thun verachten, 
Schinahen den Namen fein, 
Suͤnd nicht thun betrachten, 
et wird einmal aufwachen, 
den die Kinder fein, 

— 2. 

ce auf der Prophet Lehren, 
5 iſt die leßte Stund, | 

t euch zu mir befehren, 

edt GOtt aus feinem Mund 
nach meinem Willen, 
alt fleiffig mein Gebott, 

fölt ihrs erfüllen, 

ich mein Zoren ftillen, 
zul ſeyn eur HErr und GOtt. 


ft iſt von groffer Güte, | 
ingmuͤthig mit feim G'richt, 
euch) vor Sünden hüten, 
em Zeuffel folget nicht, 
Gott allein vertrauen, 
16 eures Hertzen Grund, 
euch des Ubels maſſen, 
vird euch GOtt nicht laffen, 
dieſer letzten Stund. J 
rd: 2.04, Der Tu 









F*— 





200 Das 33. Aid. 


| ) 4. 

- Dann GHDtt ift mild und reicher 
Bey ihm ilt Gnaden viel, 
Dem Sünder gern verzeihet, 
Der die Suͤnd laffen wul, 
Thuͤt ſich an Chriſtum hencken, 
Rufft feinen Namen an, 
Gott wills ihm nimmer dencken, 
Sa as freywillig ſchencken, 
NAuch geben den ewigen Lohn. 
A apa J 
Merckt wohl ihr Frommen alle, 
Ihr Kinder GOttes gemein, 
"gen Herren lobt mit Schale, 
Ihr send groß oder klein 
Die ihr feim Wort habt glaubet, 
Liebt ihn als feine Kind, J 
So werd ihr nicht. betaubet, | 
Auch nimmermehr beraubhet, 
Die reines Hertzens ſind. 

a . ’ 


O Gott von Gnaden reihe 
Bewahr uns Kinder dein, 7 
Daß wir von dir wicht weichen, 
Die dir ergeben find, x 






Daß fie nicht tonnnen in Schamdt 
Fuͤhr fie gar fleiſſiglch 


Mit deiner vechten Haude 





V 
43 


Das 


* — ende 
as ewig ern reich. 


ſey GOtt in in Throne, 
jer uns begabet bat, 

ch Ehriftum feinen Sohne 
mitheilt ſeine Gnad, 
Durch wir ihn bekennen 
lit Hertsen und nıit Mund, 
y deren uns nicht ſchaͤmen, 
unfern Sem nennen, 

n unſer legten Stund. 


N. Da8 34 Lied. 

Lied hat Georg Wagner gemacht, 

[her zu München verbrendt worden 

Anno 27. Im Bengenhauer Thon. 
Oder/, All ihr jetzund. 

















En Vatter tool n wir loben, = 4 


Der ung erlöfer hat, 
Himmel hoch dort oben, 
urch feines Sohnes Tod, 
chen er hat gegeben 
1 verföhnen unfer Shin 

wir im Glauben leben, 
Is fein are Kind, | 


Sohn hat er — g laſſen 




































202 Das 34 Ried. 


Ein Vorbild, mercker wie, 
Dat; wir auch ſolcher maſſen 
Geduldig leiden hie, | 
Ihm die Schmach helfen tragen, 
Wie uns die Schrifft beweißt, 
Zun Hebreern thut ſagen 4 
Durch den digen Geift. | 


Er redt mit fanfften Worten, 
Demürdig und gefund, 
Das wir an allen Orten 2 
Ihn bekennen mit dem Mund, 
So nd wir rechte Erben 
Des Sohnes vom u 
So wir mit Ehrifto fterben, 
Und feim Tod Ba gleich. 


Mer GOttes ort recht faſſet, | 

Und in dem Derken glaubt, ” 

All Sind und Boßheit haſſet, 

Der iſt Dem Raub erlaubt, 

Die e Barheit muß gfangen liegen 

Narzu werden verjagt, 

Eſdios hate geſchrieben 

gr tt bat mirs 9 t geſagt. 


So wir um Chrig willen 
Allhie gefangen ſeyn, 


Ye 
4 
’e > 
4 






















\ 


Das u Mid 2:29 
Ghorſam thun. erfüllen. 
feine Kinder fein. 
richt, Acht nicht geringe 
ein Kind, des Vaters Zucht, 
bleib in dem Gedinge, — 
s ich dich heim hab g'ſucht. 
6 


z lieblich ſind die Worte, 
e Ehriftus reden thut, 
ut daß ihrs wohl bewahrte, 

e ſtaͤrcken uns den Muth, 
us ſo freundlich wachet, 

eht uns in Truͤbſal bey, 

1 jeher das ihr wachet, 

d niemand ſchlaͤffrig fen. 


ir: Zu; hi 
Kleynod iſt geitecket, 
ht wie ihrs bekommen moͤgt, 
hie unbeflecket, 

d werdet nicht bewegt, 

in thut richtig lauffen, 

ß ihrs erlangen koͤnt, 

vir es nicht verſchlaffen, 

yd wacker liebe Freund. 


8 lan 
ns hertzliebſter Batter, 
du ums haft erwänlt, 
+. aa — TR 
be 


“ 
Pr SE: 
— 


204 Das 34 Lied. EB 


— nn 


Die Welt uns g fangen halt, 
Ei daß wir mögen fregen, { 
Wboohl durch des Lammleins Bl 
Daß wir nicht unten liegen, 

| ai It du uns en in Hut. 


So wird er ung erhebt BE 
J Zu der herrlichen Freud 
‚Die er aufdecket eben 
Wohl zu der fehten Zeit, 
Wenn er gan wunderſame 
Sein Heilgen ſammlen wird, 
Dam göerden wir zum Lamme 
In unſer Peter) 4 fuͤhrt. 


Von Hertzen thu ich ar in 9 
All die in SHtt beitehn, 4 
Laßt jederman geniehlen, — J 
Sie Chriſtum lieben thun. 
Godtct der uns bat gegeben # 
.. Pas Pfand den Heilgen Geiſt, 
Mac feinen Billn zu. ichen, 
Dei ſey ewig gerreißt, h 
Her mit mir ill an Herren 
Der mag kommen hernach/ 
Es ift je mein begehren,. 
"Daran on 9 So dr 











— — — 


wohl ic — drum eng — 2 
hr Herrlichkeit iſts nicht wert), 
—* iſt vorgeloffen, 

yer hats ne als BRD Amen. 


Das. 3. Lied. 
ſchoͤn Lied von Georg Steinmetzer, 
PDorgen enthauptet, Ann 1530. Im 
Thon, Entlaubet iſt der Walde, 
Doer, AU Fi ihr, eec. 


St dancken Bött von Hertzen 
Der vaͤtterlichen Treu, 

u Gnad foll niemand BREI 
aß es ihn nicht gereu 

feinem leiten Ende, 
Benm er verfchreden iſt, 

Err hilff uns behende, 

Steh aus bey sen u wi ' 


tt hat ihr viel are 

u ſeim ewigen Licht, 

thut er auch heimſuchen, 

Bie alle Melt wohl ſicht, 

yie auf diefer Erden 

ag es.nicht anders ſeyn, 

: Sünden loß zu werden, 

em durch Leiden und Pein. 
2* 4, 3 















Nr. er 3. : 
Wbollen wir felig werden, 
Wir ſeyen groß oder Klein, n 
Durch viel Trübfal auf Erden 
Muͤſſen wir werden rein 
Ron allen Sünden fehpwaren, 
Wie ichs gelefen han, ? 
er folgt Ehrifto dem Herren, 
Der geht aufrechter Bahn. 


Er 
Chriſtus der fpricht gar eben, 
Weg und Thür willich fern 
Die Warheit und dag Leben, 


Darob thut manchem graufen, ” 
Daß ers nicht tragen fan, Fr 
Epricht, ich will länger. baufen, 2 
Ich weiß ein andre Bahn. — 


J 
— 





* 





ß “ 
: — 
u 0 \ 






Das 37 Bid | * 
| Er 

HD koͤnnen wir nicht kommen, 
ir tragen dann Chriſti Joch, 
hab ich wohl vernommen. 
3er will ein ander Loch 
een Schafſtall brechen, 
er muß ein Mörder fenn. 
t wird fich an ihm rächen 
it Straff ewiger Dein. 


73 

fius der HErr will haben 
m Menfchen alfo rein, 
das Creutz bie thut tragen, 
ud ihm nachfolger fein, 
len feinen Wegen, N? 
sie ich anzeigen will. = 
Jochs Chriſti thut pflegen, 
1d tragen biß ans Ziel, 

** Sa 





fein Creutz nicht will tragen, 

aD wieder um ſich ficht, 

ſich den Sathan jagen, 

er merck wie Chriſtus ſpricht: 

mic) hie thut bekennen, 

or den Menſchen auf Erd, 

werd ich Bruder neunen, 

eh meinem Vatter wehrt. 
DE, 


h 


ai Ten 
— E 





r 2 J . er; i 

[2 * X * — Pr f} d 4 | 

— ein U ka en ET ER —— TIR.H: 
Eur ZT. 2 # J 2 1 


208 Das ER. ia 97 
er rich wird übergeben 
Bor den Menfchen auf Erd, 
Dem thu ichs wieder eben _ 
Bey meinem Vaͤtter wehrt. 
O Herr thu uns erhalten 
deinem Lob und Preiß, 
Laß die Lieb nicht erkaten, 2 
Mach uns ſtarck, Hug und weiß. 7 
Io, 
Der ung thut leyten und fragen 
In aller Warbeit gut. | # 
Huf dar wir nicht verzagen, 
Und haben ringen Muth, . 
Auf daß wir vorſich Lauffen, 
Wohl auf der engen Bahn, 
Ä Leib und Leben verkaufen, 
Und zu dem ae gahn. 


Rob ey GOtt dem gerechten, 
Her ung beruffen hat 


Zu unürdigen Knechten, 
Den wolln wir früh und path ’ 
Allzeit loben und preifen, ©. u 


Immer und ewiglich, Bi 
Das wir Die wat durchweifen, er 
8 Blut des Lamis reich, 


J 























0,88 836 ied. 
Si Das 36 Died, 

in ander ni von Annelein von 

Siepburgs daſelbſt ertran ckt und darnach dire jr 

"brendt, Afııs29. Geht im Thon, In 

dich hab ich geboffe Her. 


e Wiger Vatter om — 

cqh ruff zu Dir gar inniglich, 
Laß mich von dir nicht ——— 

Frhalt mich in der Warheit dein, 
Biß an mein Be es Ende. 





) EHtt bewahr — Hertz und Mund, 
HErr wa ob mir zu aller Stund, 
af mich von dir nicht ſcheiden, 4 
ẽs ſey dur ch Truͤbſahl, Angie und Roth 4 
Erhalt mich rein in Freuden. 


wiger HErr Vatter mein, 
Ich arm unwuͤrdigs Kindelein, 
Fon mic weiſen und leben, 0 
Daß ich acht Gab being ftegs und weg, A 
Dans ch ſteht Begehren, 


Zu wandlen durch Alan Krafftin Todt, 

Huch Truͤbſal, Master, anaftund nord, TE 
Darin hu mich erhalten, ——— 

Da ish) von Deiner Lieb 2* — * 4 
in W 


HN 





ee — ER 


alas >. * F 
ERS: ® 


210 Das 36 Lied. 


Nimnmermehr werd gefpalten. 


- —J— 

EGs reiſen viel auf dieſer Bahn, 

So ſteht der Kelch des Leidens dray 

Mind auch viel falſcher Lehre, 

Ob man uns auch möcht wenden al 

Don Ehrifto unferm Herren. Y 
N: 


Zu dir erheb.ih Here mein Seel, 
Auf dich hoff ich in ungefaͤll, 
Laß mich geſchaͤndt nicht werden. 
Daoß ſich mein Feind nicht über nid 
Erheb auf diefer Erden. a 


* 


RAR; 
Bey ihmn lieg ich verfehloffen ein, 
Ich wart O Gtt von Herken dein, 
Mit ſehr groffem Verlangen, 

4 Dem du einmahl wolft wachen auf, 


Und löfen dein Sefangnen, 


N, — ©: | 
OGgott Vatter zu deinem Reich 
Mach uns den fünf Jungfrauen gleich) 
Die fein vorfichtig waren, | 
Auf den Braͤutigam zu warten ſchon, 
Mit feiner auserwaͤhlten Schaare. 


Ewiger Koͤnig vom Himmelreich, 
ESpeiſe nnd traͤnck uns ewiglich, 
—9 | | Mi 


7 
N — 





eh 
we 
. 














"N Da 5 36.8 Lied. —* TR ı au 


Mit Deiner — S Speife, 
die da nimmer verderben thut, 
au s nach Be Weiſe. 


Bo du dein Speiß — von ung, 
So iſts verlohren und umſonſt, 
Ihn Dich wir nichts vorbringen, 
Jurch Dein Gnad hoffen wir auf dich, 
Es wird ung N lingen, 


(m GoOttes Macht aiweiffelt mir nich, 
Barhafftig find feine Gericht, 4 
Ft wird der keimn verlaffen, j 
"Das feſt im Glauben beftändig ift, 
Ind bleibt auf sechter Strafen. - 


Send getroſt ihr —— und erfr eut, 
Durch JEſum Chriſtum allezeit, 

Nr geb uns Lieb und Glauben, u. 

Ott tröft ung durch fein heilige a Ei 
Darauf pollen Be frauen, ; 


v3 
el, —F 


ch befehl mich Gott und feiner Gmein, 
re woll heut mein Geleitsmann ſeyn, 
Von wegen ſeines Namen. 
das wolf erſtatten Vatter mein, 
—— Sen un m Ch A 











a 37 DUO 


Lk "Das 37 Kıed, ‘= 
Ein ander Lied von Hans Langmante 





und feinem Knecht, Weiſſenhorn enthaupte 



















und die Magd ertraͤnckt Sim Thon, 
J wie man die Tagweiß ſingt. 
I, r 
= Keen GOtt Daiter von Simmel 
0% Dit der Kraft deines Geifte, 
Damit du unfie Sinnen | 

Fa Herg und Gmüth erfreuft, 
Eid ung alldrenen Mannlichteit 


. _ Gans ritterlich zu ftreiten 
In dieſer böfen Zeit. 
Halt uns mit deiner rechten, 2 
Dann du bift unger Star, 


Im Kampff vor uns thu fechten, 
In der Moth auf ung merck, 
Auf daß wir in dem Streit beſtehn, * 
Und nicht zuruͤcke weichen, N 
Wenn der Ernft wird angehn. 


Darum wollft ob ung wadhen, | 
Auch unfer nehmen wahr, 4J 
In dieſen ſtrengen Sachen. 
Da ſich die gottloß Schaar = 
Wieder dein Wort auflehnen thut, 
Will uns davon abtreiben, 4 


bar 
dar 
EV 





ur 
En. 


[ 


an nd 
alt ung in deiner Hut. 


af daß wir nicht verliefen, 
Und dein Wort fahren lan, 

ß ung der Treu genieſſen, 

Die du an uns haft gthan, | 
nd durch dein Sohn bewieſen haft, 
Daß wir fie ſtaͤts betrachten, 

end ums deins Geiſtes glaſt. 

as Feuer von deiner Liebe 


So uns vorg’geben iſt, 
1 dein wir ung fonft üben 


Hond thun zu aller Friſt, 


1 führen unſer Leben 
In deiner Wahrheit ſchon, 
ed, Einigkeit darneben / 


Einander lieben tbun, 


nung deine ergebne Kind, 

Auf daß er in uns komme, 

3ie wir beruffen find. 
N 


22 


















as mie Warheit der Herten rein, 


Laß ung dein Licht erfcheinen, 1 N 


n dem wir wandten fein. 


ae az a 9, 
bu ung ſtaͤts drinn erhalten, 
Ab deine lebe Kid, 


ER 






R 214 Bi. \ Das 37 Lied, 


Laß uns davon m nicht falten, — 
Die grauſam Sinfter blind, 

Die uͤberhand genommen hat, 
Mit aller Untren groſſe, 


Darauf erfolgt der Todt. 
8. | 
Du aber unfer Datter ri 
„ Liebeft die Billigkeit, E 
In dir hört auf die Mare. © 


Her ſchweren Dundelheit, 
Damit die Welt verfeicker ift, 

Dam du bift Lich Glantze, 4 
Die Finſternuͤß ER dringend bift, s 


Daß wir nicht stehe der Nachte⸗ | 
Sondern Tags- Kinder fepn, 

Durch deinen Geiſt aufivachen, 

a2 Laß ung ing Lichtes Schein, 

Mit aufmercken nach'deiner Art, ° 

' Sort fhreiten mit Begirden, 

In Sreuden le av 


ein Geiſt darzu ung (ende — i 
Uns mit ſein r Krafft ergeriff, = 
Verneu dag Hi Sets behende, iR 
Und mad ung in Dir fteiff, G 
Daß wir in dem Gehorſam dein, N 
Din ſleiig mögen — — 








* 4 
IR N ’ 2 al 
* ae —— ia BI | * if NT 5 











Bat — — 


Streifen den Namen dein. 


J—— TEE 
Bann fich die Welt auflehnet, 
Wiederſtrebt deinem Wort, 
'L Seel zu Dir ſehnet, 
In aller Truͤhſals Noth, 
Jamit fie uns abfchröcken will, 
Gib ung auf Dich zu merke, 
md führ ung zu dem Ziel. 


2, 

af ung Herr nicht beflecken 

Die Sind noch einig Schuld, 
md nim vom Fleisch den Schrecken, 
Das uns abichreeken wolf. 
uch in deim Werck uns halten auf, 
Daß wir, wañ man uns fordern folk 
icht erliegen im Streit, 


DEN ar 


13. 

it gegnen mit den Frommen 

In recht zierlichein Kleid, 
ie auf die Hochzeit Fonunen, 

Die deim Sohn üt bereit, 
Senn er fein Braut wird nehmen an, 
Mir ewiger Wonn und freuden,. 
Err du wollt uns beyſtahn. 


14. 
n oller Angſt und Nothe, 
Darzu in — Pein, 













216 Das: 37.3 Bid 


ib uns das das Himmelbrodte, 
Send uns den Tröfter dein, 
So der Elenden Batter ift, 
Und die Armen rei) mache, 
Staͤrcket den der ſchwach iſt. 






















15. 

Kan die müden erauicken, | 

Den Schwachen geben Kraft, ” 
Da fte fie ). zu Dit icken 

Durch dic werden ſieghafft, 

Die ch in Kampff begeben thun, 

Bor die Warheit zu ſtreiten 
In Ehrifto Deinem En ' 


Hilff ung das Feld erhalten 
Mit ihm allein auf Erd, 
Laß Dein Hilff ob ung walten, 
- Schirm ung mit deinem Schwer 
Auf daß wir als die Helden dein, 
Mögen bie Kron erlangen, 
Und ewig bey dir feyn. AM ED) 
Laus Dei 
Ei: Ey Das. 38. Kied. 
Ein. ander Lied hat Johannes Su 
9 sicht, welcher zu Cofteng verbrend ift 
Den, Ann. ırıy. Sehr im Thon, Wohl 
beim der in Gottes⸗Hurcht & Oder / 


ehni ſie Der du biſt Tag. 
1, Zefl 









ET Das num er 
> 1! 
XEſus Chriftus GOttes Sohn, 
> Mit einer leiblichen Berfon 
Bon diefer Welt abfeheiden wolf, 
Und ſprach zu feinen Süngern hold; 
2 


ch geh zu GOttes Majeſtaͤt, 

ihr aber hie ſolt warten ſtaͤt, 
Biß euch zuvor himmliſche Kraft 
Beltstige zur Ritterſchafft. 


| MN 2: 

)ie Singer glaubten diefem Wort, 
Blieben zuſammen an eim Ort 
inträchtig nach Ehriftlicher Weiß, 
Beten zu GOtt mit allem Fleiß. 


4. 
ach Oftern am fünffziaften Tag, 
en man den Dfingfitag nennen mag, 
Neun Tag nach Chriſti Himmelfahrt, 
Groß Ding ihn wurden offenbahrt. 


Rs Morgens um die Dritte Stund, 
Als ſie baten aus Hertzen Grund, 
Ja Fam der Heilig Geiſt ing Haus, 

Wie ein ſturmwind mit grofem ſtrauß 
6 Ö i 


aß auf ein jeden unter ihmn, 
ab allen ein rechtſchaffnen Sinn 
P > Auer 

















aa a = 


Das za id, 0 


u 
Aus zuredenden Grund der Schrif 
Mir neuen gungen unvergifft. 


i —— 
Auf dieſen Sturm lieff viel Volcks 
Sie die Juͤnger erregten frͤhß 
Mi neuen Zungen groſſe Hing, 
Ihr Red vielen zu Heetzen ging. 















Derhalben etlich ſprachen da, 
DE Maͤnner find von Galilen, | 
Wie reden fie mit unſer Sprach⸗ 
Und alfo groſſe Ding anbracht. 
' 94: 

Etliche Drachen fie find voll, 
Und reden wie Die truncknen doll; 
Petrus aber voll Beiftes Kraft ” 
Gab ihmn gar freudig Rena 


Io, 

Nahm Wort von fich aus Joels But 

Auch aus den Pſalter manchen Spruc 
Redet daßs durch die Hertzen dram 
Und fie alfo zu reden zwang. 






11, i 

O ihr Vrüder nun rathet zu, | 
Wie wir kommen zu rechter Ruh, 
‚Bir fanden bey uns nichts dan Sm 
Sagen wer uns Davon entbind. ° 
1 Peim 













Das 39 Lied. | 





12. 
etrus ſprach: Beſſert euer Thun, 


aD glaubt in Chriſtum Gottes Sof; 4 


Bekendt ihn auch mit eurem Mund, 
Laßt euch tauffen auf feinem Bund. 


13, 

sie thäten wie ihn’n Petrus rieth, 
Bandten vom Böfen ihren Tritt, 
Glaubten und enpfingen den Tauff, 
Lieffen ein gottfeligen Lauff. 


14, 

y nun verleih ung Heilger Geiſt, 

a6 wir ung halten allermeiſt 

Mach diefer erſten Kichen- Weiß, 
Dir HErre EHtt zu Lob und Preiß. 


Das 39. Zied, 
in ander Lied bat Leopolt Schnei⸗ 
er gemacht, woelcher Zinno. 28. zu Augfpurg 
enthauptet roorden. Sm Thon, Es woh⸗ 
riet Lieb ben Liebe. Dover, wie mar 
die Tagweiß ſingt⸗ 


GOtt dich will ich Toben, 
In meiner letzten Stund, 
m Himmel hoch Dort oben, 
Mit Hersen und mit Mund, 
HErr du bift der rechte zart, 
Staͤrck du mir meinen Glauben, 
P3 Jetzt 

















a 


20 Das :9. Submma 


— — — — — — 


Jeht muß ich auf die Zahıt. 


2, i 
In Gnad thur mein gedencken, 
In dieſem legten Streit. 
Mein Geiſt thu ich Dir fehenefen, 
Zu Die hab ich ein Trend. 
Chriſte hilff mir das Creutz beftoßn. 
Vergib ihnn Vatter im Himmel, 
Sie wiſſen nicht was ſie thun. 


a 
Dein Wort Eau ich nicht laffen, 
i Beil ich leb in der Zeit, 
Darum thut man mic) haften, 
NMNMinmt mir die Seel vom Leib, 
So foren ich Herr zu Dir um Gnad/ 
In dich thu ich verfrauen, 
Kein andern Tröfter hab. 





4. 

Gar Hörlich fein gefchrieben 

Mare am lebten ftabt, 
Darwieder nichts fan treiben, 
Es iſt fein Wunderthat, | 
Das wer da glaubt und wird getauft 
' Derfelb ſoll felig werden, 
er es liegt, der merck drauff. 


| A | 
Bas laßt ihre euch betruͤben, i 
Daß man halt Chriſti Brauch, J 









ua Ro Das 39 Lied. 7— 221 
u Gottes Wort euch üben, 
Sp werd ihr fehen auch, | 
Bas Jeſus Chriftus GOttes Sohn 
Uns allen hat befohlen, 
Bas wir dann jet thun. 


ch bitt euch all ihr lieben, 
Vertrauet all in GOtt, 
aßt euch auch nicht betruͤben 
Illhie mein bittern Todt. | 
Jan SHOtt wirds ung bezahlen wohl 
Bir muͤſſen je von binnen, IR 
us diefem Jammerthal. 


= 

Ser hie will leben in Freude, 

Thut ung die Schrift fein Fund, 
Xer wird dort haben Leide, | 

Red GOtt aus feinem Mund, 
Bir müffen leiden mit Gedult, 

Der. HErr mehr uns ben Glauben, 
das a’fcheh ohn alle Schuld. 

8 


Ber hie fein Gab willlegn 
Auf Ehrifti Altar fehon, A 
Nit feinem Nächten eben 
Sich foll verföhnen thun. 
derwegen bitt ich dich O GOtt, 
Wollſt Snap. verzeihen, 
D 4 rn 






























222 Das 4 Ei 


ö— — — — 


Die mich geben in Song 









Mein Geiſt und a mein Serle. 
Bef fehl ich in dein Sind, 
Hilff mir aus aller Quale 

Ach GOtt von mir nicht wend, 


in meinem Ste ifch fein groſſe 
Daß ich moͤg uͤberwinden, 


In Die werden fieo ieghafft. 


Das 40. Lied. Pi 
Ein ander Lied von Hans Koch, u > 





Leonhart M eiſter gemacht; beyde gu Au 
ſpurg Anno 24. m Thon 
Mag ich — nicht. 
He Ent Batter im hoͤchſten Throm 
= Schau jegun 9) A 
Das Ei end deiner Knechte, 


— 


ie ſte der F id! ind verfolgt iv Bart, 
rdiefer Fahrt, 
Und grauſamlich durchaͤchtet, 
Ber dich erkendt, und ſich nicht wend 
Ton deinem Wort, wird an dem OH 
erachtet und ver naher 


Ach ED Batter iu PR | 
Wir hond zugleich — 


* 
— 3 








* Das 460 Kied. 


ß ung dein Gnade ſpuͤren, 
Durch ung dein’ Ehr 

cht gelaͤſtert werd, 

Bor dieſer Welt, welche ſich ſtellt 
in Wort zu daͤmpffen ſchiere. 


3. 
ir koͤnten haben guten Fried, 
Denn wir nur nicht 
kenten deinen Namen, 
And glaubten nicht au deinen Sohn, 
ß er hab thon — 
Bug an des Creutzes Stammen, 
r une Suͤnd und groß Elend 
sur uns erduldt, der Sünden Schuld 
zahlt vor uns allſammen. 


| N A; 

E geind hat fonft gar kein Urſach, 
Daß er ſolch Nach 

Läglich an ung thut üben, 

ß wir nicht halten fein Gebott, 
Sondern dich GOtt 

tter von Hertzen lieben. 

Beſchs der Sathan, nicht leiden fan, 
e fein Anhang, groß noth und zwang 
richt ung zu betruͤben. 













" WER * en —— J di Beh 16 
r 224 Das 40 Zied, J 


— —— — — — — — — — — — * 


Has ıft nun — Diſſethat, 
Darum uns hat 
Der Feind ſo hart umgeben, 
Daß wir unſer Hoffnung zumahl, 
In gleichem Fall, 
In dich ſetzen, darneben 
In IEſum Chriſt, welcher da iſt 
Dein fieber Sohn, auch glauben ſch 
In den Heiligen Geiſt eben. | 
6 


Darum muͤſſen wir leiden Schmach 
Daß wir nicht auch 

Uns wider dich thun ſetzen. | 
Trieben wir Boßheit ancheulen 

Abgoͤtterey, 
Bürden fie ung nicht letzen; 

Darum D Herr, geeiff zu der Wehr 
Richt alle die, welche aͤllhie 2 

Dein Gwalt vor gar leicht ſchaͤtzen. 


Wann wir gerfängneten dein Bot, 
So würd uns fort 
Der Antichrift nicht haſſen, 
Und glaubten feiner Luͤgenlehr, 


Und Irrthum ſchwer, 
Gingen die weite Straſſen 
Mit ſamt der Welt, wie eh J 





UN. A 
nr x sh 


Ei 3 
mas \ 


— — ——— — — — — 














Die Welt auf ihn thaͤt jehen, 
nad) fortan, wer ihm hing an 
Bekent fein Wort an allem Ort, 
at man ſchaͤnden und chmähen 


9, 
um auch Chriſtus felber ſpricht, 
Wundert euch nicht, 
enn euch Die Welt wird haſſen, 
eil fie mein Wort nicht nehmen an, 
Ihm wiederſtahn, | 
io ſelbſt verfolgt dermaflen, 
Billigihr auch, müftleiden Schmach, 
erde verklagt, verſpott verzagt, 
Seyd froͤlich auf der Straſſen. 


Io, 
eiter troͤſt uns Chriſtus der Herr, 
Sprihtalfe: Wer | 
n meiner willen wird leiden 
n dieſer welt ſchand ſpott und ſchmach 
Der wird hernach 

| Haben 

































_ Haben die ewige — 
Was liegt dann dran, ſo wir hie ſchon 

Werden verſpott, dieweil uns GO 
Zuſagt die Seugtene | 


So ſchaue an OH und GOtt 
Den groſſen Spott, 

ie fie Iaftern Dein Worte, 
Und u en es ver Ketzerey, 

Und Fantaſey, 
Wer das bekennet forte, 

Und glaubt nicht mehr, ihr menſchen — 
Wird ausgerott, veracht, verſpotth 

An manchem —— * Orte. J 


Nun bitten wir Di er GO und HE 

ett felbft dein Ehr, 

Und heilig deinen Namen, 

| Her jetzt fo gar verläftert wird, 

ls man wohl ſpuͤhrt, 
Ben hoch umd nideren Stammen, 

Erzeig dein 6’ wait, | ölcher geſtalt. 

Daß der feind merd, Dein aötttich ſtaͤre 

Und ſich vor u ei ſchamen. 


O ED nun laß armen dich, 
Weie elendtlich J 
Dein Scafllein find zertrente, 









RT Des ar Kid RZ 
ond keinen rechten Hirten mehr, 

Der fie recht lehr, | 

ein Heilgen Geift ihn fende. 

Der ihnen wei, der Gnaden-Speiß, 
ie ihmn geziem, keins fremden ſumm 
Gehorchen biß ans Ende. 


14. 
h GOtt in deiner Majeftät 
Wollſt unfer &bet 
enädiglich erhören, | Ä 
Beil wir find in Anfechtung Streit, 
erlaß uns nicht, 

Gedult wolleft ung mehren 

urch deinen Sohn, umfern Hauptman, 
Dem fen Ehr Lob, welder liegt ob 
emSathan ſamt feinem Heere Amen 


Das 41 Kied. e 
n ander Lied hat Matiheif Cerfas 
Gefaͤngnuß gemacht, welcher zu Collen mie 
dem Schwerdt gericht. Afio 1766. Und 
geht im Thon, Ein vefte Burg 
NIE Angytund Merhruffich dig q 
thruff ic 1:7 
N D Gott thu nich gemären, | 
solleft Doch mun feſt ben mir ſtohn, 
Durch Chriſtum unſeren Herren, 
Seil ich werd in Die Prob geſtelt, 
Das 





\ 

















































228 Das ar Lied. * 
Das Reich leidt Gewalt, 9 
Der weg O Herr iſt ſchmal, 
Mer es einnehmen foll, 
Mag wohl ie! und faften. 


Ach Gott num „fichtig mich zurecht 
Mit varterlichen Schlägen, 
Ich hab wie einunnüßer Kucht 
— RBerlaften deine Wegen, 
Und bin alfo ohn dich geweſt, 
Wie man dasfieft, 
er darab thut D Herr, 
Bleibt nicht in Deiner Lehr, 
Kein'n GOtt wird er nicht haben. 


7reu wirft du aber Herr den ſeyn, 

Die ſich von Hertzen befenren, 

Ergeben fich wie Kinder dein, 
Lind folgen deiner Lehre. A 

All Creatur wird werden loß/ J 
Steht vor dir bloß, 

Hie bin ih HErr, was iſt dein B ach 
‚Die wirſt du zu nehmen. 









Saft du mit nicht dein Hand gerecht, 
Gereicht und thun erlöfen, 
Da ich noch war der Sünden Knecht, 
* Und lebt in allem Boͤſen, 4 


untl 








Ey Basti art 
18 war mir ſo ein ſchwere Laft, 

h hatt fein Haft, (cbracht 
Tag und Nacht, hat mir viel Trauren 
iß du mir HErr thaͤtſt helffen. 


5% 
n groffe Freud ich da empfing, 
Darum ich dir noch dancke. 
h bitt dich, nun richt meine Gang, 
Daß ich von dir nicht. wande, 
iß ich O HErr zum Schlachtſchaf dein 
Moͤg wuͤrdig ſeyn, 
1 Opffer rein, ein zeug der leiden dein 
Lind verharren big ans Ende. 
6 


eh du O EOtt nicht fern von nit, 
Ein groß Streit ift vorbanden, 

ach mich würdig zu ſtehn bey dir, 
Daß ich nicht Fomin zu Schanden, 
m du mein Gott, mein fels und ſchloß, 
Mein zuverloß, 

Es koſt nun beil, Leib oder Seel, 

h hilff mein Feind abfehlagen. 


FERN 
kutz und Leiden ift mir berit, 
Mach michs würdig zu tragen, 
18 Ich darum von dir nicht ſcheyd, 
Sie thun hart auf nich fEhlagen | 
wird gefchoffen manch kaufend Pfeif 

* Nach 





























| Mac me meiner — (Br 
Manch Netz geſtelt, ſo weit — 
Mit Liſten mich zu — | 


| Du aber biftein Ravcher GOtt, 

Das hab ich wohl vernommen, 

Ein Schirm und Zroft in aller Noth 

Ein Schatten aller Srommen. 7 

Du macht mich alfo ſtaͤrck im IJ 
Maß ich auch mit, 

Ger abzuſtohn, ſondern — 
Bi ß ich die Er einnehme. 





Surf ic) zu dit, fo. aibfe du mir : 
"Meifibeit, und Mund zu ſprechen/ 
Des Glaubens Kraft Daben ih pi, 
Mits Geiſtes Schwerdt zu fechte 
Dis childdes Glaubens muß man 
Soll man beitobn, 
An Fuͤſſen fein geſchuhet ſeyn, 
Miit dem Ev nn des Sricdend, 


Unter Waffen Ken nnichtfleif Hlich er 
Sm dern Fräfftig von Geifte, © 

Mit E’duldt von GOtt bekleydet fen 
Zu ftreiten allermei ſte 

Scan den Fuͤrſten dieſer Welt, 

Der ſich ſaur ſtellt, 






> & 





g 
























I Bea 4:0 
Mit falſchem ſchein, in den kindern ſeim 
id meynt mich zu erſchleichen. 


—— 
ie muß ich dir O Vatter mein, 
Sp rein gelautert werden, 
h muß nur ſeyn ein Wuͤrmlein fein, 
Ein Narr auf dieſer Erden, 
rt Verſucher tritt um mich ber, 
it ſtarcker Mehr, (hinein, 
Die Suchelein Klein, graben fo thieff 
n Weinberg zu verderben. 


E72, 
em ihr Anfchlag nicht will fortgehn, 
Mit bitten noch mit dräuen. 
d wir ihr Glehrten weifen von, 
Daß fie ſich nicht erfreuen: 
um kommen ſie mits Keyſers Gebott, 
iſen zum Todt, 
wir daran kein ſchroͤcken han, 
id fie ung peinigt ſehre. 
— 

Gott hat unſern Mind bewahrt, 
Jarfür wir ihm noch dancken, 
wohl die Pein war al hart, 
ieh er uns doc) nicht warteten, 
haͤt uns mit Gedult beileidr, 
waren bereit (ſtohn 
n Todt zu gehn, vor unſer Brüder zu 

Br. Wolten 


— - * f e 4 u. > n 
— —— I ur | 2 0 An a 
— > A VE TER u J 
1 





Molten fie nicht befagen. 


i a | 
9 Gott wir ſtehn in Angſt und Bei 
° Wie ein befruchte Fraue, | 
Mit Schmertzen muß gebohren feyn, 
Das wird uns nicht geraͤuen, 
So wir der Arbeit maͤchtig ſeyn, 
Durch die Krafft dein 
Gebären fein, fo ſoll bald ſeyn | 
All Schmerk in Freud verkehret. 


— 15 
Nachdem O GEStt Vatter und HErt 
Du uns ſelbſt haft verbeiffen, © 

Daß du die deinen nimmermehr 
Berlaſſen wollſt als Wayſen, 
Die hie ſo gar verlaſſen ſeynd 

Wie es jetzt ſcheint 
Vor den Menſchen Kind, 
Daß wir ſo gar verlaſſen ſind, 
VBom Weg der Warheit ferre. 
16 


O Ggtt wir dancken aber Dir 

Aug groſſer Treu allg’meine, 
Wir haben feinen Irrthum für, 

Es iſt die Warheit reine, ' 
Es ift das recht wahr” Sundament, 7 


Dos Petrus befendt, (kein 
Der wahr Eckſtein, wiſſen auch ande 
| Dardun 









Das 41. Lied. 
ardurch wir felig werden. 


ET, 
reu biſt du HErr, alfo muß die 
Ein jeder treulich dienen, 
3er Das nicht thut aus Hertzen guf, 
Mag wohl Flagen und wennen. 
iel nehmens Wort mit Sreuden an, 
Die nicht beftahn, Ä 
sie man wohl fült, 
Ben der Glaub Flar gleich wie das gold 
oll rein geläutert werden, 


Ä 18, 
eu Knecht O Herr ift mein Begehr, 
Wollſt deinen Kinder geben, 
e ein rein Hertz bereiten dir, 
In Lehr und auch im Leben, 
d nimm alle gutduͤncken bin, 
Aus ihrem Sinn, 
ſdaß O Herr, dir werd die Ehr, 
Niemand ihm ſelbſt gefalle. 


19. 
recht Verſtand mit Liebe fein, | 


237° 


Bift ich von Dir ob allen, 

preib in das Hertz der Kinder dein, 

Laß dir mein Bitt gefallen, 

t Glaubens = Srüchten ailermeift, 

Durch deinen eilt, 

8 Friedens⸗-Boand, führ fie zuhand, 
2 Al 


— 




















Ber —— Des 16 41 Lied, Bid. 
ai die Dir HErr gefallen. 


Noch eins O HE if mein Begehr, 
Das muß ich Dir noch Hagen, 

Ich ſteh vor Dir unwuͤrdig ſehr, 
Weiß do 2% nicht anders zu fagen, © 

PN Olieber HErr und Vatter mei 

r Wille dein 

oe in mir rein 
Geſchehen fein, 

Gans bin ich dir era 


Ticht anders find ic num bey mi, 
- Def danck ich Dir von Hertzen, 
Dann was du wilt das g'ſcheh an ml 
Es fen Freud oder Schmergen, 
Un wie Biel ich hab vollbracht, 
En ich dann acht, 
Biel fehler mir, ich fteh vor Dir, 
Genugſam RN zu nehmen. 


SR wiſ mun an 9 Schenden gohn, 
Sch bfeblench all dem HErren, 
gi) es begeht ich zu ver (obn, 
Du meinem EOtt mich febren, 
ein Wetider, Mutter, Weib und sin 
Fre init I. bfeon. 
NE 1 Hertzen mein, 








Emmen ns un 
Billig muß eg verlaffen feyn, * 
uletzt mein eigen Leben. 


23: 

Ruß es dann hie gefchenden feyn, 

So wolt doch unfer g'dencken, 
Bir frincken bie den fauren Wein, 
Der unfern Leib thut kraͤncken, 
ber der HErr macht es gans licht, 
Diß iſt gedicht. 
m Gefaͤngnuß mein, | 

Lobt Gtt, er wird noch fein 

Uns helfen big ans Ende, AMENL 


‚ Das 41. Lied. | 
iß nachgefchriebene Lied hat Hängs 
1 von Stotzingen gefungen, indem er zu feiner 
Marter geführt ward zu Elfas Zabern, 
Da er mit Dem Schwerde gericht, 
Ihm Thon, Herr Ehrift der 
einig GOttes &ec, 


eu heben wir an in Nöthen, 

- gu fehreyen zu unferm GOtt, 
16 er uns woll erretten ' 
Aus aller Angſt und Noth, 

AB uns Herr mög gelingen 

Dir ein rein Opffer zu bringen, 
Das dir gefallen thu. 















wur he ref > 27. wi. Pe J al zu ; RN 


SE RE — * 


235 Das 42 Lied. J 
— — — — — — TEEN 


— — — 


2. 
Das Opffer das ich meyne, 
Das iſt gar unſer Leib, 
Das Leben, Haut und Beine, 
Darzu and) Kind und Weib, 
Auch alle unfere Glieder 
Sollen wir opffern wieder, 
Darzu ung Kiebe treibt, 


| 3% 
Der Pharao wolts gern wehren, 
Und ung verhindern thun,. > © 
Mir wolln ung nicht dran kehren, 
Hit nicht davon abfiohn, 
Dem Herren dag Opffer bringen, ” 
Mit feiner Huͤlff durchdringen, 
GOtt wird uns Beyſtand thun. 


| J— 
Her, ber, ihr lieben Bruͤder, 
Lind areiffets vapffer am, 
Wuir ſehn jetzt Chriſti Glieder, 
Er iſt unſer Hauptmann, 
Er hat bereitet ein Krone, 
Die er den aufſetzt ſchone, 
Die bis ang End beftehn. 





5 
Seyd keck und unverzaget 
Ihr Leut und Wuͤrmlein klein, 
Ob ung ſchon Phargo jaget, 


“ 





















Das 42 Lied. 


— — — — —— —— Br — 


Es iſt hie kleine Zeit, 

So iſt auch unſer Fleiſch nicht werth, 
Der Stadt die GOtt hat bereit 

in Dem ewigen Neiche, 

Seinn Engeln werden gleiche, 
GOtt hats ung zugefiin 


Ms 
Ott fagt uns Durch feyn liebes Kind 
Diel Fried und Freude zu, | 
50 wir in ihm verharrend find, in 
Will er uns geben Ruh J 
[ber wir muͤſſen vor trincken 
Jen Kelch den er thut ſchencken 
Und leiden mit ſeim Sohn, 
8 | 


Joch wird er uns erreiten, 
Und guten Beyſtaud thum 
ID ung die Heyden tödten, 
Will er ung nicht verlohn. 
r wird ihren G'walt zerſchmeiſen, 
us ihren Haͤnden reiſſen, 
Uns aufſetzen die Kron. 
Q REN 9, GOtt 


2 























238 





% 7 


J 
JF 





— —— 


Der iſt auch unſer Schild, 
Dieweil wir ihn zum Vaͤtter hon, 
Danı er iſt aut und mild, 
Ob uns die Leut vertreiben, 


Wooln wir doch bey ihm bleiben, 


Sen Macht fiäts ob ung halt, 
io 


ie 
Er laͤßt Me nicht nerzagen, 


Die halten feinen Bund, 


Ob man ung thut verklagen, 


Freut euch von Hertzen grumd, 
Thut Gott allein vertrauen, 
Sein Hilff werd ihr anſchauen, 

Fuͤrcht weder Todt noch Pein. 

MUT, 
GOdtt Sag ich Preyß und Dancke, 

Doß ich ein Opffer bin, 


Darnach trug ich verlangen, 


Dan ſterben ift mein G’winn, 
Hiemit williche beichlieflen, . 
D EDLE ag mich genieflen 
Dis Opfers IEſu Ehriſt. 

) AME 


Das 42 Lied. 


Er rt = 


Laus Deo, | 





— 


* 9. 
Gott iſt der Herr der ſchuͤtzen kan, 


SR «3 





er: 





















n ander Lied von Adrian und Corne⸗ 
18 zu Leyden im Niderland gericht, Anne 
1552. Zu fingen in feiner eigenen 
Melodie, Sc. a 


I, 
anti Gott in feinem höchfte Thron, 
DurchChriſtum ſeinen lieben Sohn 
Im heilgen Geiſt mit Namen 
ein Werck unter der Menſchen Shan, 
Sit gantzlich worden offenbar, | 
veen theure Männer kamen 
In eine Stadt in Niederland, 
ingen zu guten Sreunden, 
Bey den man fie bat augerandt, 
a Mann thär da verkünden, 
Johann don Deifftward er genandt, 
er noch. ein Bürger zu fich naͤm, | 
Dem Schultheiß macht befandt, 


Er 


: 2, 
ste Daß jetzt wären Eommen her 
In dieſer Stund Wiedertäuffer, 
ie haͤttens ſelbſt geſehen. Bi 
er Unter⸗Schultheiß ſchickt nach ihnn, 
Er wolt erfahren ihren Sim, 
sie Danach iſt gefchehen. 
Dapffer geherät war Adrian, 
u Lied bat er geſungen, 

Lind vor ihn An gefangen an, 

E er. Mit 


J 


ir + — eu: ” e ä 
aan FE 77 


| 


2:49 Das 43 Lied 
——— mm —— —ñ—— — 
Wit heller Stimm und Zungen,” 

D Warheit wie bift du veracht, 

Und fo gewaltig unterdruckt 
Durch den weltlichen Pracht. _ 


3. a | 
Die Stadtpforten worden verſpert, 
Adrian ward da bald verhört, 
Ein Rott dar fan zufammen, - | 
„Die Dolce fam da gelanffen dat, 
Bon allem Ort ein groſſe Schaar, ” 
Das Gſchrey ift bald auskommen 
Wie man etlich gefangen hätt, 
Die Wiedertaͤuffer waͤren, | 
Sie woltens eben an der Stätt, 7 
Vorm Rath thät mans verhoͤren 


Becgehrten er ſolt zeigen an, 





Sein Volck ihnen machen befandk, 
Er wolt ſich gar nicht ſchrecken lahm 


4. 
Ob er ſchon peinlich ward gefragt, 
Blieb er beſtaͤndig unverzagt, 
Hat ihn kein Antwort geben, 
Der Adrian inſonderheit 
- Mit groffer Unbarmbersigkeit 
gemartert ward gar eben, 
Allein daß er nicht reden wolt 
Mach ihrem falfchen Willen, 
Die feinen er verrathen folt, 












Das 43 Lied 
Daß ſie möchten erfüllen 

ihnen auch ihr Tyranney, 
Dollbringen ihre Luft und Boßheit, 
8 ob kein GOtt im Himmel ſey. 


NO 
8 nun die Stund her kommen war, 
Daß er folt zu der frommen Schaat 
urchs Leiden gnommen werden, 

Da rieff er gar ernſtlich zu GOtt, 
aß er ihn huͤlff aus aller Moin, 

Und hinnehm von der Erden, 

drian fiel auf feine Knie, 

Ging darnach in fein Leiden. 

tan fand ihn ungedultig nie, 

Das Unrecht that er meiden, 

in er fein Geiſt zu Gtt aufgab, 
Thaͤt er ihn loben aliezeit, 

er Welt ift er geweft ſchabab. 


240 








m tauſend und fuͤnffhundert Jahr 
Und zwey und fuͤnffzigſten fuͤrwahr 
at Adrian beſchloſſen 
In diefer Welt das Leben fein, 
Warheit befendt in groffer Dein, 

Def bat er wohl genoſſen. 
r hats befendt vor jung und alt, 
Hit beftändigen Surüthe. 
HErr uns auch in Noht erhalt, 
E Das 































42 Das 44 Lied. 
Das bitt ich) Durch dein Güte, 

Daß wir auch kommen in dein Neid 
Zu Deiner auserwählten Schaat, 
Dep bitt ich dich gan inniglich, Ak 
Daß 44 Kid, 

Ein ander Lied, von Georg Simon 
Im Nider and gericht, Afio 1557. Sm The 
Bon deinetwegen bin ich ꝛc 





| ir 
3 »Eret auf ihr Bölcker alle 
T Was ic) euch fagen will, 
Gott geb daß euch gefalle j 
. Bor alle Seitenfpiel, | 
Wolt ihr hinter euch laffen 
Ein Schaß der Gott gefallt, 
Eure Rinder dermaſſen, | 
Geſchicht es folcher geftalt. 


% De 

Wolt ihnen fcharff vorhalten 
GOtts Wort und fein Geſatz, 

Darnach GOtt laſſen walten, * 
Das it ein guter Schaß, 

So ihr felbft Dernach lebe, 
Wie euchs Wort unterweißt, 

Ein gut Exempel gebet, | 

Darinn wird GEOtt gepreißt, 





"var 





Er FIR » eu 
Georg Simone ſtehnd in Noͤthen 


Sein 


























| Das 44. Kied ii. 
Seim Sohn gefhrieben bat, 
man ihn fwolte tödten, 

zu Harlem in der Stadt, 

‚er Dann lag gefangen 

Bon wegen der Warheit, 

ter euch nit Derlangen 

Diß Teſtament bereit, 


4. 

x feinem End geſtellet, 

An ſeinen Sohn mit fleiß, 

5 gut ihm auſſerwaͤhlet, 

Lebt und ſtarb GOtt zum Preyß 
ſprach, Mein Sohn, thu neigen 
Dein Ohr zu meiner Lehr, 
horſam dich erzeige, 

Vom Boͤſen dich abfehr. 


— 7— 
b GOtt allzeit vor Augen 
Im gantzen Leben dein, 
u nach der Belt nicht fragem 
Wo du recht weiß wilt ſeyn. 
ut dir GOttoffenbahren, 
Sein Wort ind Willen ſchon, 
ollit eg nicht laͤnger ſparen, 
Und dem in Eil nachgohn. 

FE WAR 


x Tod hat in den alten 
And jungen Fein Unterſcheld, 


— 

























































ee 


Wirſt du Dich nicht recht halten, 
Es wird dir werden leyd, N 

Die vorgenandte Zeiten 
Wollſt du wohl legen an, 

Und nicht ine Alter beyten, 
Wirſt nicht allweg zeit han. 


E Run 
Dein Wohnung folt du haben 
Ben den Frommen allein 
ind mit den ftolßen Knaben 

Gar nichts haben geinein, 

Ob dir Die böfen rieffen, Ä 
Daßß du folt mit ihnn gahn, 
Thu dich init wicht vertieffen, 
Gang nicht auf diefer Bahn. 

| 8 


Gedenck mein lieber Sohne, 
Wie uns Paulus vermeldt, 
Daß wir mit unſerm Thune 
Vors Gericht werden geſtellt, 
Daß wir an unſern leiden 
Empfangen allzugleich, 
Was wir auf Erd thun treiben, 
Straff geht an ihn aeleich. 


9. 

Thu nicht nach) Fleiſches Muthe, 
Noch nach dem Willen dein, 

GOtts Will iſt allein gute, 


— 
























Das 44 Kid. 
Den ſolt nicht wieder ſeyn. 
enach dem Fleiſch thun leben, 
Die find lebendig todt, 
un Gott fein Ehr nicht geben, 
Das bringt fiein den Tode, 





Io, 
enach geiftlichen Sinnen 
Des Leibs Merck tödten fein, 
efe bald werden innen, en 
Daß Gott wird mit ihn’n ſeyn, 
inn fleiſchlich ſeyn gefinnet, 
Iſt Feindſchafft wieder Gott, 
raum der reich Mann brennet, 
In groſſer Seuers Noth. 

II 


ft du übrige Weile, 

Zu lernen dich bereit, 

18 Lefen recht mit Eile, 

Daß du ein’n Ulnterfcheid 
deſt in Deilger G'ſchriffte, 
Was Menfchen Lehr nur ſey, 
d Gott felbit hab geftiffte, - 
Auch was fein Befehl ſey. 


12 
d fein Göttlicher Mille 
An uns zu aller Zeit, 
a lernen der Stille 
Dit rechter Emſigkeit. 








— — 
Das iſt der Wunſch meins Herken, 
Und auch mein fleißig Bitt, 
Daß dur in dieſen Schmertzen, 
Und Jammer kommeſt nicht. 


13. 
Der noch kuͤnfftig ſoll kommen 
Auf die Gottloſen all, * 
Die jetzt haſſen die Frommen, 
In dieſem Jammerthal. H 
Joͤrg gab feim Sohn viel miehre 
Bor feinem End Bericht, A 
Diel gute Weiß und Lehre, 
Daß er foll weichen nicht, 


u "ee 


| alu. 
In feinen Weg vom rechten, 
Es koſt Gut oder But, | 
Vor Die Warbeit thät er fechten, 
Hatt eines Löwen Muth. 
Man bat fünffsehen hundert 
‚Sieben und fuͤnfftzig gehe” 
Als man Joͤrgen abſundert. \ 
Und an den Pfahl ihn fell 


15. 
Daran hat er vollendet 
Das fromme Leben fein, 
Sein Trübfahl ward verändert 7 
In ewig Freud gar fein © 7 5 
Ihr Eitern nemts zu Hertzen, 


A X 


2 , „ 

























BR Das gs 5 Lied. 
Get: ein feines Borbild | 


irn Kindern ohn ſchertzen, 
In Lugend ah und und, 


af fie nichtg von euch Dr 
Dann gute Srücht ai zeit, 
ichts nuͤtzer mag ihn g'ſchehen 
Zu ihrer Seligkeit, 

38 helff ung Gtt allſammen 
Zu überwinden frey. 

an ſprechet froͤlich Amen, 

Der Preiß des HErren ſey. 


Das 45. Lied. 


n nen geiſtlich Lied, darinnen ſich 
Nachfolger Chriſtikl lern die Truͤbſal 
des Wor swillen troffen bat: der HErr ante 
Ei hm ſanfftmuͤthig, m Erzehlung wie es ihm 
dieſer Welt auch ch ergangen ſey Im Ihony 
‚Eins, Morgens früh vor Tag, als 
ich ni | | 


& b’aab ſich * ein Seite 
Ale ich vertrieben ton 
inck ich in Traurigieite, | | 
AUS ich ausging von Weib imd Rind Mt 
Es regnet ſehr weht der Wind. 


ging fürbaf ein Strafen, — 
RT. 5 Beige 3 


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—* 248 | | Das a5 ie, 








———— En: 
- 2 - En A 
BES BEE A F- —— EIERN 


2 
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— 







Zeigt GOtt mein ren an, 
Er ſolt nic) Ha verlaſſen, 

Mein Hertz lien viel der Seufftzer groß 

Viel manchen By ich vergoß. 





H Höchfter Schoͤ er meine, 
Du gabſt mir Leib und Seel, 
Ein Weib und Kinder kleine, 
Die ich ſolt ziehn und lehren, 
Mit meiner an d ernehren. 














Shen will mich n laſſen, 
Die weltlich Obrigkeit, 
Kranckt mich über die maſſen, 

SH ein n Rind Die w ua jtrei ot oh 
Und’ander Leut beit hweren nun. 











v5. 
Kein Frevel ich begie age, 
Me zu mir des geſchicht. 
Ein Antwort ich en pfi ge, 
er einen Bau will heben an, 
Soll ihn vor uͤberſummen thun 
6. 
hab mich dir ergeben, | 
RE. alle m Das ich aab, | 
gi ee iiien Dein zu! eben. * 
Har un hatım ich die: Sue wer; 
| 





j 
“ 
1 








Adert ſeyr GOt 


N 

















= Br — — — — EA — — 


Das PERS EN N 25 


P.. 
* wer thut deinen Willen, 
Und ſteht von Sünden ab, 
m du es hilffſt erfüllen, 
Das dünckt mich doch fü gar unrecht, 
Das die welt ſolchẽ menſchen ſchmacht. Me 
2. ne 


jewohl mir viel gebrichte, 

Und hab es wohl verſchuld, 

as mir von ihm geſchichte. 

Dann ich gar ungezogen bin, 
Raht mir O Per wo foll ich him 


e Lotter und die u 

Ind Bogel hond ihr Neſt, 
e Fuͤchs hond ihre Gruben, 
MeMenfchenSohnmwar des beraubt, 
Hatt nicht ae er legt ſein Haupt⸗ 


Ott, ob allen Dingen 

War das meins Hertzens Wonn, 

in Willen zu vollbringen, 

So ich darum verwircket bon, 

Diein Saab und Gut verbotten lo 
‘LI, ; 

iſt en mug ich feiden, 

Chriſtus unſer Herr, 

er Süden an? Heiden, a 








= 





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OR sn, 
— 6 
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2 
MH 


7; 
—— | 


” 


et 


250 — Das ar Lie Lied. 


m memnenRock warff man nan da 
Sie machten — nacket und bloß, l 


Sehr thut mein Hich bettuben, 
Wo ich zum Land aus gang, 

So kommen Brief —— | 
Man foll mich gfanglich nehmen 
Als hatt ic) ne Mord gethan. | 


Sie haben mich, —— 
oh einen böfen Mann, 
Mit Sprefjen und mit Stangen, 
8 n Dornein Kron ward mir beit 
Ins Angeficht ward geſp ſpeit. | 


14. j 

Mir find die Wredicanten, 

O HEır ſo grimm und grammy | 
Komm ich zu nein Verwandten, " 
So richt ich bald. ein Trauren any | 
Bey mir fich fürchtet jederman. | 

15, 
In meinem Eigentbumme i 
Ward id-nicht nommen an, 7 


Die Schrifftg febrten unfi hame, 


es 1 mich creusigen in Schmad 
iel Wunder gr durch mich geſch 


© Here wenn ich A klagen 



























Das 4f Lied. 251 
Mein Kummer und Truͤbſal, 

hut man herwieder ſagen, 

Es ſey um mich ein boͤſer Streit, 
Dunckt mich beſſer dann ander Leut. 


| 57; 

m Creutz klagt ich ihn allen, 

Ein Trunck von ihmn begehrt, 

an both mir Eſſig Gallen, 

Spöttlicher weiß ſchrie jederman, 

Bit du nun GOtt, fo ſteig darvon. 
rg 


n Schwermer man mich nennte, 
Darzu ein Schwindelgeift. 

m aller Weit geſchaͤndte, 

Sprechen wann ich die Warheit redt, 
Barum ich nicht auf d'Cantzel trat? 


19. 
1 Teuffel mußt ich fenne, 

Doch Sagt ich euch zu Stund, 

te folt das Heilgthum meine March, 
Nicht werffen zu den Hunden, 10.7. 
Noch eure Perlen vor die Schwein, 


20. RS 
h ich in ſtillem Weſen Galar. ı. 
Oder zu Deiner Gmein, Marth, 5. 
ſonder mich vom Böfen, 10. 2%, 
Sowerd ich ausaerüfft 
Als der ich in die Wiuckel ſchlieff. 









er2 Das 45 Lied. 


Erf nt — — — 


Bil du der Kalt — | 
Magſt nicht mein Biene ſeyn Marl 
are ich fag euch allen, Luc.6. Ich. 
Die mir recht wollen folgen nach, 
Der u wird es Eh wie mir sein 


Das glaub ich dir 5 HErre. 
Weil ich ein Spieler war, 

Trieb viel der Laͤſter ſchwere, 
Kon ich ın aller Welt beſtahn, 

Jetzt bin ich w en böfer Mann | 



























Bon mir die Braf en fagen Johann.) 
. Der Welt die ihn hört zu, | 
DL bericit fie Hagen, se 
Slaucht s ſch diß Volck aust 
Es ſind auf an bi, boͤſre Leut 









OOberkeit habt able ed 
an een wa a ch, Efai 5 —— 

aeg Pfaffen hond erdachte, Ezcch] 
"ei oltengern J— fennHol) 
Fe ——— Dar ich miſchen DE) 


} 


2, 












jet 


in — ad aar, 
gele eh e elen. 



















Baradas ward [edigertent, Mar. 20. 
Sch aber ward ans Creutz gehenckt. 
ar, J 


De ——79 — 


)Gott wer mag ausſprechen 
Dein inbrünftige Lieb, 

Fin Her möcht drob zerbrechen, 
Daͤs man dir fo hart wieder iſt, 
Und du ung noch ſo gütig biſt. 


Bi 7ER 
sch bin zwar gütig immer, 
Hoc werdich trafen hart, 
Dort ewiglich und immer, 
All die nicht bleiben in. meiner Lebe, 
Kein Titelvom G'ſetz fallt nicht wich, 
N 8 


5 2 % 
Berleih mir HErr Gedulte, 
Mag es nicht anders ſeyn, 
Berzeih die Sund und Schulde 
Alleen die mic) tbun baffen an, 
‚ Mein weib und kind nit achten thun. 


29. 
sch hätt Dir viel zu jagen, 
Vor Trauren ih nit mag, 
Mein Herb thut ſeuffzen ſchlagen, 
Kam in ein'n Bald und ſetzet mich 
Klagts GOtt und weinet bitterlich,/ 


30. 
Gott thu mich erretten 


254 —— Das * Ated. 4 


— — —— 


Mit ſmt it deiner Gentein, 

Dor den falſchen Propheten, 

Die mir ſtelen nach meiner Seel, 
Strick find gelegt komm wo ic) w 
31. 

\ Ken thu gnaͤdig behuͤten 
irn in W cc und ik Klein ß kind, 

Bitt Dich in deiner Bitten, | 
Sey ihr in naden eingedenck, 
Fis dein Wil fie mie wieder schen 

32. 
Haſt du auf mich gebauen, 
So will ich dieh erretten 
2 So wi hab Ve * wien, | 
fo eb in Trübtel ver Hoffnung (dom 
Gluckt wunſcht Hans Buchel jedermat 


Bas 46. Lied. 
Ein neu griftlich Lied — er jetzig 


ei,anddhchen letzten Zeit, in welcher ſich nF: 

nd mendelen Rottieter⸗ — und falß 

| worden offenbaren, ſam ven biurgierige 

/ Tyrannen Zu f — im Thon, Ewi⸗ 
* ger Vatter im umelreich &xc. 

| I, 

FIn g'fahre Zeit vor. nie erhött, 

a Gtt erſchuff Dieb ind &i 

* nie ſo uͤbel geſtanden, 


bi are uget Sonn und De, 




























Das 4 Fr 


— nn nr — — 


e Stern ſo an dem Himmel ond, 
In Deutfch und Welſchen Landen, 
Ehrbarkeit bat fich — i 

Die König, Fürsten, Herren 

Yieren eßt das geiſtlich Schwerdt, 

alſch Propheten fie lehren, 

rFrou weiß hier nimmer wo nauß, 

Man findt orfkinais vier Glauben, 

kund in einem ana 


Einigkeit wird r ſtoſſen um, 

Bas eben iſt, muß werden rum, 
geiſtlichen uud weltiichen Sachen, 
Bernd Oberkeit und Untertban, 
HREH und Armen Stun und Mai, 
Dep mag kein Weiſer lachen, | 
e Boßheit und Ubermuth, * 
It hoch uͤber die TRUE 
Chweren jetzt bey ı Ehri Shut) | 
Die Kinder auf der Garen, wu 
Suͤnd die man erdeucken kan, 
Sind jetzt gemein auf Erden, 

treibt fie Frau * Mann. 


Iwan will niem ans (chuldig ſeyn, 
Jede erman hruhın tſich GOttsGeme in, 
rLuͤrck, Inden und Heiden, | 

Br Bau: — Secten viel, 


* 


— — 6:77 Er en Pre a 
2 2 re PN - Ä fu; — —* 
BEE A ——— —— — "a DE ri, ä 
a ee —8 
* 





are J Das 46 Lied. 1 
Die ich nicht all erzeblen will, 
Uneinig find geſcheyden. 
Jede Parthey will haben recht, 
Drum kriegen und rathſchlagen, 
2. HYarob ein Volck das andre ſchmaͤck 
Umbringen und verjagen,. 
Als Löwen, Bären, wide Schwei 
Ein Volck das andre haſſet, 
Sich Gtt ſieh du darein. 


4. 
Errett die Auſſerwaͤhlten dein, 
Weil jetzt O HErr viel brechen 

Her geiſtlichen Tyrannen, 

Die man in allen Landen ſicht, 
Shas einer baut der ander bricht, 
R Niemand thut man verfchonen, 
Geiſtlich Aufruhr und Tyranney, 
Sich uͤberall empoͤren, 
JUnreine Lehr, falſch Prophecey, 

In aller Welt ſich mehren, 
Maob ein Volck das ander richt, 
h Urtheilen und-verdammen, 
O GDit verlag mich nicht, 


5, 
Errert mein Seel, GOtt wohn nit 
Weil jetzt die geiſtlich Tyranney 
So grauſam ſich erzeiget. 

Su mancher Irrthum unerhoͤt 








ve 


— 



























Ex 





Das 46 Kid * | arg u 
wi brechen ein und werden 9 er 
ey allem Bölck geneiget, 
nteine Beifter kommen viel, 
Die Seel und Hertz verwunden 
alfch) Brüder jenn chn Raß und ie 
Im Lund oben und unten, 
ie wuͤten, laufen hin und ber, 
Her Frommen viel zerſtoͤren, 
Jie vor lebten in gu Ehr. 





ebten in Lieb der Einigkeit, 
Jetzt ieben ſſe in Haß amd Neid, 
inander handen ſchmaͤhen, 
Einiger Schoͤpffer GOtt und HEIL, 
dem ſoll ich doch vertrauen mehr; 
Den Jammer thu ich ſagen, 
uf Die ich hatt ein Schloß gebaut, 
Die haben mich betrogen, 
fa keib und Seel ihmn hätt vertraut, 
Hond mir ein Sach verß ogen, 
zantz aͤrgerlich zurück ver! auınt, 
Ach u thu ihm verzeihen, 
"in Bruder ſich deß ſchaͤmt. 


7. 
Ih HErr du weiſt wohl wer ich bin, 4 
uf dich ſetz ich Verluſt und g winn, 
Mit allen Bundégenoſſen, \ 
Eh reuen widers — a u 






ar J — 7— ie 


— — — — — — — —— 


Pabſt Secten und gottloß Se 
Einhellig hond beichloffen, 
Zu creutzigen den frommen Mann, 
Wie ich das hab geleſen, 
Ein Druck! en man zů Worms ausgal 
Dat verſammlet g'weſen, 
Als man zehlt ſieben und fuͤnfftzig ja 
Hochprieſter und Schrifftg lehrten 
Endlich beſchloſſen war. 
8. 


Daß wer ihmm etwas zwider lehrt, 
Den ſolt man richten mir dem Schwer 
Sein Blut ſolt Bi vergieffen, 
Auch wer nicht woll zur Kirchen gal 

en wil man g — ich nehmen« 
is unft unig ei uch biiefen, 
_ Darnach ſolt ihn die Obrigfeit 
Ein S Jahr drey viere quaͤlen 
Fin G faͤnguuß big er ſchwer ein 
Zu glauben was ſie woͤllen. 
Itt das nicht Thranney, 
J 2* einer ſoll bekennen 
+ Das Waͤrheit &ü gen Ta A Da 


‚Mer Hat doch fü (ches je erhoͤrt, 

Daß man ſoll Chriſten mit dem ſchwer 
Zu GEottes Reich bekehren. 
Wie vet vormmt ber Glehrten — 





























0 Das as 46. Lied 


279 
r en Gottes fehet auf, 
Last euch die Welt nicht wehren. 
At wird den Stoltz und Ubermuth 
zerbrechen und vergelten. 
in Herren feh dein Leib und Gut 
Laß dich nun (handen, ſchelten, 
den Herren auch geſchach. 
Sein Juͤnger thät er fehren, 
anfftmuͤtig zu — n ſprach. 


ich wird man führen vor Gericht, 

Berfpotten auch wie mir geſchicht, 

on wegen meines Namens, 

Man wird euch tödten und abthung 

sird euch auch haſſen jederman. — 

Wer ſich mein thut beſchamen A 

dr den Menfchen, dem will auch ich 

Ben meinem Vaͤtter eben 

18 Himmels Thron verläugen mick 

Und wer in dieſem Leben 

augen thut den Mamen mein, 

Will ich dort nicht — 

fen groß oder klein er 
TıT',; 

dieſem Streit O frommer Ehriſt, 

Der Glaub und Lieb von noͤthen ff, 

edult Dir du auch Haben. | 

Ba Dich gen un Kind und Weib, 






NEE 
* 





— Dae 468 Cied. 


— — — —— — —— — 


Von Hertzen gar init Seel und Ge 
Der wird dich wohl begaben. 7° 

Geiſtliche Frucht, Lied fanfften Muth 
Thu jedermen beweifen. 

Den Seind der dich betruͤben thut, 

Solt du ſanfftmuͤtig ſpeiſen, j 

Barmhertzigkeit O Bruder mein, 
zbu jederinan erzeigen, 

Gleich wie der mo dein, 


Woie du im Vatter Linfer hörft, 
Vergib die Schuld wie du begehen 
rag brüderlich SMirleiden.. 
‚Erfpiegel dich im Herren Chriſt, 
Leb auc) alſo ohn Arge liſt, 
Naͤchred ſolt ou vermeiden, 
Halt dich pur lauter, Keuſch und rei 
Thu alls zum beſten kehren. 
WVermeid auch allen boͤſen ſchein. 
Dir Fr amd lichkeit des HErren ; 
Laß Fimd werden vor jederman. 
Mg du von mir wilt haben, 
Solt uch eim — thun, 






























Kid feinen Men fen unverfärt 
Man redt offt viel, ein fach verkeh 
Viel beſſer wär geſchwiegen. 

Daraus erwachfen falſch Gerichte 


“ , 





\ \ 
BuR 
pen! 


a % 
A 


\ 


Das 10 Lied. 6 
t, Serten, wie man taͤglich ſicht, 
Feiſtlich Aufruhr und Kriegen. 
ud) rechte Maß in allem Ding, 
Sicht du Dein Bruder irren, 
ch es nicht groß, auch nicht zu rings 
zang felbft hin, thu ihn führen | 
| Göttes Kind ohn Argelift, 
Sein handel folt erklaͤren, 
mm er entgegen iſt. 


14. 
rnach laß GOtt den Richter ſeym 4 
edenck ihm nach D Bruder mei 
ı SHOrt nicht widerfireben, ' 
Berrüb Fein Menfchen nimmermehe 
1 ledig zehlt Dein Gott und Herz, 

As lied dir ift Dein Leben, 

in Feind lieb auch aus Hertzen grunde 
ie dich vermaledeyen, — 
n red du wohl zu aller Stund, 
Solt ihm auch rathen, leihen. 

s iſt der Grund und Fundament, 
Dabeny ein Freund des HErren, 
ſoll werden erkendt. 





| ss 

rum O Welt ift gar umſonſt, 
marofier Glaub, Weißheit und kunſt, 
Dei Hbendinahlıumd Tauffen, 
Echt achen frey vor GOtt 


P * 












Weil ihr nicht hal — in She | 
Bas hilft das Kirchen: kauf 
Weil ihr lebet den Heyden gleich, 7 
ya Wucher und Verkauffen, 
Goöttelät — traͤgt niemand ſcheu 
Geitz, — en, freſſen ſauffen, 
Hofart, Ehbruch, Abgöttered, 
Bord, Kriegen, Lügen, erlegen, © 
Iſt alles worden fr. N. 0 


Noch ruͤhmt man fi ch ale Gottes Ki 
Ein Chriſt ſich drob möcht weinen DH 
Erzittern und verzagen, “ 
Her ſolchen Jammer tagen muß. 
Wer redlich iſt und würdet a 
Den thut all Melt verjagen, 
Mit groffer Tyranney und Sch 
Etellt mar ihm nad) dem Leben. 7 
Die Oberkeit läfit bieten auch, 
Ohm nicht zueffen geben, J 
Bey hoher Straff wo man die fü 
© I man fie gfanglih rühren, 
Auch fie Rn nicht. 

























h| 


} 
N 





| 
2 








Sich weh der — Noth darin n, 
Jetzt ſolche Leut gebohren ſeyn, 

Nie Gott fein Volck umgeben. 

Waͤr beſſer in dem Meer uitranckt, 





J A o 4 * * * 
— li 




























— i 
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Ne ih 
h I 
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* 
EEE 





Das 46 Kid, 26% 
ı Mühlftein an den Hals gehenckt, 
Bie Ehriftus lehrer eben, 
r argert das unſchuldig Gut, 
Bar beffer hie gebohren. a 
an GOtt wird feiner Zeugen Blut 
hachen in feinem Zoren. | 
rum O Menſch eg wird Dir [end, — 
VBann GOtt der HErr wird fragen 
ch der Barmhertzigkeit. 
8 


Io. 
war ein Gaſt, ihr hauſt mich nicht, 
litt Durſt, Hunger, Ehriftus fpricht, 
Ich lag Franck und gefangen. 
aber gaber mir Fein Brodt, 
ſt mich auch nicht in meiner Noth 
Racker bin ich umgangen, 
aber habt mich nicht befleid, 
Beicht ihr Vermaledeyten. 
hiſt das ewig Feuer bereit, 
ommt ihr Gebenedenten, 
ſitzet meines Vatters Reich, 
hr ſolt euch mit mir freuen” 


mer und ewiglich. 





| 19, | 
im ihr habt mit mir g'tragen leyd, 
gt Lieb und Barmberbigfeit, 
jet will ichs euch vergelten 
meinem Reich ob hundert mal. 


ü li J 
— 
































264 Das 46 Kid. 
Geht aus und ein in meinem Saal, 
Mit allen Auserwaͤhlten. | { 
Darum Ober und Unthereham, 
Ihr Reichen und iyr Armen, 7 
Dhm unterlaß gedenckt daran, „ 
Des Naͤchſten euch erbarmen. 7 
Von gantzem Herken dich bekehtz 7 
Sdo wird ſich mit Dir freuen 
Das gantz himmliſche Heer. 3 


20, 

Has helft ung GHDtt allen gemein, 
Geheilget werd der Name dein, 7 
; Dein Reich zutomm O HErte. 
Dein Wil geſcheh ben jederman, 7 
dur Erden wie ins Himmels Thr 
Der Selen Speiß uns miehre. 7 
9 Herr vergib ung augemein = 
Die Schuid wie wir vergeben. 
Fuhr uus wicht zur Veriuchung ein, 
Errett ung in dein Leben. J 
Bewaͤhr uns HErr voran übel all. 
Wer dag begeizt pre Amica, 7 

Su hundert tamend mal, — — ° 

| Hans ZU 


Ne, Bas 47 Lied. ' 
Ein ſchoͤn Lied vom: Sommer 
Bine, mi gelliher Ciftarung. I 

; feinem eigenen Thon. ; 
N a I, 


— 
—* 





















u; j en ., ur TEN ” — 
Das 47 Lied, 
en nennen — —— 6 


er > | 
‚€ Winter Falt, rauh ungeftalt, 
Hat ſich gewendt, formt anein End. 
as bringt den Menfchen Wonne. 
Lerch fich ſchwingt, ihr gfang erklingt 
 Sreuden= Schall laut überall, 
Joldfeelig leucht die Sonne. 

bricht herfür des Sommers Zeit. 
Mit Lieblichkeit ſo füfle, 

ß alle Srücht der Erden geit, 

Ja man ihr mag genieffen, 

ut, Laub und Gras in rechter Maß, 
ie Baͤum ihr Blüth erzeigen, 
‚Reben g’winnen Augen ſchoͤn, 

hr Srüchtzugebn. *. 
Ackerbau, waͤchſt her aufs neu, | 
hut uns den Sommer zeigen. 


Winterzeit das Gfet bedeut, 
Finn fo hart geftoren ward 

Jie Frucht Göttlicher Gnaden. 

t rauh erfrorn, Durch GOttes Zorn 4 
r Menſchenkind, in ſchuld und fünd, 
ER Frucht mocht da gerathen, R 
zu der SommerssZeit Anfang, 

er uns Doch ward verheiflen. 


Na ——— 
BEP 

r 2 

u... 






fichdurch die Wolctefchwang, MN 
ſuͤſſer Stimm nd Wei, - MW 
ce S 2 “ Durch I 


Durch Gnel in a euden-kDa 
Und lieblich Melodeyen, 
Spricht zu der edlen Magd mit gier, 
GOtt iſt mit dir, 
Du wirt ein Sohn gebaͤhren thun 
JEſus der ſoll ſein Name ſeyn. 


3. 
Don Himmel brunn, die Gnaden St 
 Eyriftus der Hort Durchs Batters Wo 
In leiblicher Geftalte 
Sen Zoren wild des Vatters file, 
In: Ereube Garb. und Gnad erward 
Vertrieb den Minter Falte. 
Dann Chriſtus ift des G'ſetzes End, 
_ Dem der an ihn thut gi Lauben. | 
Sieh wie der Sommer zuuns wend 
| Mit mütiglichen Gaben, 4 
Schleußt auf die Erd, erfroren hart, 
Des Menſchen Hertz und Muthe, 
M Gnad und Liebe er durchweicht, 
Mit Gnad durchleucht, 
Dardurch ers macht, mild und geſchla 
Zu vollbringen Gute. 






© > Zuvor fendt in den Weinber ſein, 

—4 Die Ackerleut, daß man ausreut 
Die Dorrenbüfch dergleichen, 

Stör, ſtein uñ bloͤck, raͤmmt aus dem 














J Das 47. Lied 26 
je Büchel rum, läßt graben un, 
Und die Thaler einstreichen. | 
hauen von den Baͤumen ad, 
Was da verdorben fene, 
gleichen zu der Wursel grab, 
Mit allem Fleiß und Treuen, 
fie hab Surft, nicht fen ſchadhafft, 
Um die Weinſtoͤck zu bauen, 
nach Die Reben binden au, 
8 Boͤß Davon ‚ 
zu fehneiden fort, was ſey verdort, 
dalls aufs neu erbauen.  . 


ge | 
8 Herren Knecht, tren und gerecht, 
pn die Banleut, in BnadeusZeit, 
Die uns das Heil verfünden. 000 
por die Buß der Menfch han muß. m 
e zeigen an was Böttwillban, 
Sie mahnen ab von Sünden, 
5 Menichen Hertz fürchen mit Fleiß; 
Ib es nicht ſey berlecket A 
Bi Unfraut, Laub und Reif, 
50 ſich Da hat verfiecket nn 
Winter Falt, Unglauben alt, 
Yariım wir lagen ftarren, “ 
uns Ehriftus recht war bekant- 
a Unverftand un 
Ind falſchen Mahn, hinweg zu thun, 
J Sz3 ee. 


EAN 








— Fu 
— —* 
26 Das 47 Lied, 


Sie gar fein Fleiß nicht fparen, 
Ä F 


Zu Gottes Lob, der Mensch fehr geb 
ird zubereit Durch ſolch Arbeit, 
So gibt Gtt fein Gedeyen, 
Ihm fey die Ehr, ſouſt keinem mehr, 
Ei legtden Grund, ihr Ders und Mu 
Aus vätrerlichen Treuen, 
So wir ihm treulich halten bin, 
Und eigner Will nicht trutzet, 
Bon Tod erloͤßt, durch GOtt getro— 
“ In Enrifto auserkohren, 
In ihm it alles worden neu, 
Ein Chyriſt darbey, 
Wuird klar erkennt, wer ſich abwen 
Wird durchs Wort neu gebohren. 


7a 
Nicht mehr den Fleiſch, ſondern ein 
gebt er in Zucht, bringt geiftlich SU 
In dieſer Gnaden⸗Zeite 
Gedult niit gier, grüner herfür, 
Hoffnung Lied, treu waͤchſt mancher 
Solch, Srücht der Sommer geite, 
9 HErr BHDtt hilf daß wir nicht iu 
Die Sommer⸗-Zeit verzehren, 
Sondern einfannmien alleweg, 
Das wir ung mögen nehren 
Geiſtlicher Weiß, Lob Ehr amd 


au 


un 


za}, x .— 8* 4 = AT 
{ Kr. ö u > air j 
i Ar Au, | * nr Rn KR Foo he =) 
dach TR LER h — 
er Das 48 Lied. 269 


Sey deinem heilgen Namen, 

er du aus Gnad ung haft erwehlt, 

nd dargeltellt, | 

HUF daß wir Nuß, und alles Guts 

harfen durch Ehriftum, Amen. 

0. Das 48. Kied, 

in ander febön Klaglied; von Hanse 

kein von Silach gemacht. Im Thon, 
An Waſſerfluſſen Babylon. 


I, 3 

Insmals ſpatziert ich bin umd her, 
- Su meinen alten Tagen, 
achtet wie nah der Tod mir wär, 
Da fing ich an zu zagen. 
ch dacht in meines Hertzens Grund, 
un hab ich weder Tag noch Stund,. - 
Und hab viel Sünd begangen, u. 
I meine Tag nie Guts gethan, 
Ottes Gebott all unterlohn, 
Der Tod hat mich umfangen. 

2 






grimmer Tod wie biſt ſo ſtarck, 
Das Dich niemand mag zwumgen, — 
in fchwächft die bein zerſtoͤſtdas Marck  M 
Das thu ich wohl empfinden, 4 
Rein Angeficht machſt ungeitalt, 
ein Ruͤcken beugft mit gantzem Gwalt, 
S4 Meinn 


⸗ 
Be 


_  _ T27 2, 2,0 EEE re 


ar Das Ani 1 
Mein'n Ohren nimmſt das Hören 
Die Augen einem werden roth, 
Hand und Süß bringeſt mir in Noth 
Das Fan ich wicht erwehren. 


| 3 
Da ich erkannt Die groffe Noth, 
Mir Angſt war ich umgeben, 
Als mich umfangen bat der Todt, 
Stellt mir auf Leib und Leben, 
Und ich auch nicht entrinnen Font, - 
Rieff ich zu GOtt mit Herb und Mn 
Gib Befferung mein’s Lebens. 
Ja daf ih mög von Stnd abſtahn, 
Reu und auch Leid Darüber han, 
Eh ich muß Rechnung geben. 


# N 
Ich dance GOtt dem Schörffer mi 
| Day Er mir Gnad bat geben, 
In Lieb mein Hertz gemachet rein, 
erneuert all mein Leben, 
In wahren glaub'n durch JeſumChr 
Der unſer Mittler worden iſt, 

Hat mein Schuld auf ſich gladen 
Jetzt mag uns nmichts mehr ſchaͤdlich fe 
Dir geben dann den Willen drein, 
| Dom Tod gehn wir ins Leben. 


N 1 
Ich nahm mein Staͤblein in Die Ha 





z nr Fr h * a 





























Das 48 < Died, 271 


Sur B’meine thät ich Ichfeichen, 

ih GOttes Wort — 

den Armen als Den reichen. 

e lehrten aus der 9. Schrift, 

£ euch vor Menfchenstand und Gifft, 
Mensch wilt du nicht verderben, 
glaub dem wahren GOttes Sohn, 
Eanug am Creutz für uns batthon, 
Daß wir nicht ewig ſterben. 

6. 


itz fen dir Ten el, Tod und DI, 
Hann du biſt überwunden. 

wohl noch Fleiſch und Blut mein G eu 
seßst hat dich Ehrifiug bunden, 

d dir genommen allen & wait, 

ll unfer Sind dem Vatter zahlt, 
worben ewigs Leben. 
Noch chut die Welt ung fechten an, 

ı Karcken Glauben müſſen wir bau, 
In Lich und Soffung fehweben. 


8 geb uns Bo durch feinen Sohn, 
Ind durch den Heilgen Beifte. | 
ß wir ihın hersfich dancken thun, 
Sedult woll er uns leiſten, 

fort zu bleiben auf dein Pfad, 
Den Ehriftus vorgebahnet hat, 
De md und Sur K ir * 





















om ___ Dasm ti 
Und alls was ihm zumieder ift, 
Das heif uns Gott durch JEſum EI 
Mir ihm in ewign Freuden, Amd 
Laus Di 


Das 49. Kied, 
Ein ander Klaglied, Im Thon) 
zoͤrn Dich nicht O frommer Chriſt. 
Martin Dürr zu Augſpurg 


1; 
er HERRE GHDtt,in meiner 9 
Klaͤglich ich zudierufe, 
Dann ic) bin fehr gefallen ſchwer, 
In Sünden alfo tieffe. 
Bon deiner Gnad, der Seind mid) 
Bar ſchandlich abgewendet. 7 
Er gab mir ein, es möcht wohl ſehn 
Zardurch er mich verblender. 


; * — 
Groß iſt der Schad meine. Miſſeth 
Die mich jetzt bat befleckt. 

Sm G'wiſſen mein, da leid ich Del 
Groß Trauren mich umſchraͤncke 
Angſt, Leid ud Schmertz 

Umgeht mein Der, | 
Schwerlich bin ich bekuaͤmmert. 

Mein Athen auch ift worden ſchw 
- Mein Freud it mir vertruͤntert, 
4* 3. 





















Das ga Rice, 
—— — — — ——j — 


ein Seel in Noth, bis in den Tod 
Gaͤntzlich betrübet iſte. 
after der Hoͤll haben mein Seel 
Umgeben zu der friſte. 

er Tod bat ſchon geipannet an 
Skin Bogen, und mir Eile 
feier mir nach, mein Leben auch, 
Scheußt auf mich toͤdtlich Pfeile, 


| 4 
Dich mich richt, betr acht mein Dicht, 
Daß ich hie hab gethone. 
or dir O GOtt, dein Wort und Bott, 
Zu halten feſt fortane, 
1 Lieb und Leid, zu aller Zeit, . 
Endlich darinn verharrten, 
ir grallig fen, O Vatter mein, 
Das hab ih) überfahren. 


wi 
urch groß Unfleiß, unachtfam weiß, 
Ich Da vorüber ginge, 
errichtet nit dein Willen mit, 
Da ich ſchaden empfinge. 
arm ich wohl billichen ſoll 
Die Straff von dir erdulden. 
eich ſehr klag, nicht um mein Dlag, 
Sondern nur um mein Schulden. 
Bi ne 0 ASLE 


* 
> I 





—— * — e | 

“ a g > ——— rt 1 Ya 

er u nn karl EEE Sr Ir 
u; 


274 Das 49. Kied. 
6. 
HErr duch dein Huld, fo hab Gedul 
Daß ich Dich Vatter bei, ° 
Weil ich befind, daß ich Fein Kind 
Dir bin gefülliger Meite. 
Ich achte nich unwuͤrdiglich, 
Daß man mich beiß dein Sohne, 
Herz mach mich recht, gleich deine Knet 
Dann id had übel thone. 


RB 
Dann ich hab mich verfünd fchwerli 
Im Dimmel und auf Erden, 
Mein’ Sünden groß mag ich nit loß 
Huch nimmer ledig werden. 
Wo du mir nit, HErr theileft mit, ° 
Dein Gnad mic) läft erwerben, ” 
Die Ehriftus hat, eriworben drat, 
Wohl durch fein birter fterben. 
8 


Darum bitt ic Herr fleißiglich, 
Woolleſt Dich mein erbarmen, 
Mir guadig ſeyn, O Darter mein, 
Zu Half kommen mir armen. 
Mein Suͤnd ohn Maaß, erkenn ich gti 
Die mich von Hertzen reuen, 
Doch ich betracht, viel hoͤher acht 
Chriſti Verdienſt aus treuen. 
| 9 DM 





> 





















J N \ 


RE 


| 9 | 
ech den allein, mac) mich HErr rein, 
Doch giſcheh dein Will an mire, 
iner Begehr bin ich gewährt, 
Mein Hoffnung ſteht zu dire. 
) werd getröft, von Suͤnd erlößt, 
HErr durch dein heilgen Namen, 
m mich aus Schuld wieder zu Huld, 
Durch IJEſum Ehriftum, Amen. 
as go Kıed, # 

ander ſchoͤn Lird, von den fieben 
en des H Geiſts. Chriſtoph Bifel. m 
bon, Wohl dem derin GOttes Furchten. 


I, 

GOtt Schörffer Deilger Geift, 
Zu Lob und Preiß dir allermeift, 
Bolln wir einträchtig fingen, 

d nach den guten Gaben ringen, 
5 





e erſte Gab wenn fie wird Fandt, 
Wird Die Göttliche Surcht genandt, 
f ein anfang aller Weißheit, | 
Die uns den Weg zum Leben Dreik, 


ud „le 
e erzittert ab GHttes Wort, " 
Und gebt ein durch Die enge Pfort, 
bt Sind und gottloß Leben aus, 
Wacht und An 2 
A +0 © 





2 3  Dassohid. _ 

. en 

Die ander Gab ift Gütigkeit, — 7 
Die Menſchenkind macher bereit 

Sein Naͤchſten hertzlich zu lieben, 
Und fich in allem Guten üben, 


>% 

Soft jederman ordentlich hold, 
Vergibet und beweift Gedult, - 
Sreut fich wañ etwas Guts geſchicht 

Und klagt fo man was böß verik 


6. 
Die dritte Gab ift Wiffenheit, 
Die lehrt den Menſchen allezeit, 
Mag &Htt verbieth und laͤſſet frey, 
Was zu thun und zu laſſen ſey. 


7: i 
er die hat, der fleucht von der W 
And meider wag GOtt nicht gera 
Bantnicht.aufs Eiß noch aufden Sa 
Thut alles Guts was er erkannt, 


Die vierte Gab wird auch erkannt, 

Und billig diefe Starck genannt, 
Sprit welcher dein Volck allezeit 

Ritterlich ausführt ihren Streit. 


9. 
Dann wo du nicht mit folcher Kraff 
Zuruͤſteſt Deine Ritterſchafft, 





dein gut were? von dir wird geſchehen, 
m wird auch feinen Ritter fehen. 


* 10, 
e fünffte Gab das ift dein Kath, _ 
Des Herren Knechten ift ſehr noth. 
;f fie umterfcheiden mit Fleiß | 
In Slaubens-Krafft geistlicher weiß, 


1I, 

viel Gott's Wort und Furcht antrifft, 
Rath geben nach Heiliger Schrifft, 
mit es Wohl regierer werd, 

Als GOtt's Gemein und kleine Heerd. 


—J— 
e fechfte Gab iſt recht Verſtand, u 
Der Welt gank fremdundunbefant, W 
zeugt ihr Treu die gröfte Wer, ° iM 
In GOttes Gnaden troͤſt und far U 


DR, 


13; 

e lehrer mit Einfaltiafeit 

Den Weg zur Secligkeit bereit, 

; Inhalt beiliger Geſchrifft, | 
Welche fonft kein Weltweiſer trifft. 
Bi. Ba 

e fiebend Gab ift Die Weisheit, 

Den Chriſten noth zu aller Zeit, 


um fie lehret weißlich wandien, 
Und mit Vorſichtigteit handlen. 


uk en ah Ä ® E 
ich huͤtet vor Des Teuffel Liſt, Ver FE 





m Das yo. Lied 





en —1Il— 
Vor der Welt und dem Antichriſt, 

Gaͤntzlich ſich zum Herren wend 
Mit fleiß ſein'n beilgen bumd Pole 


O Seiliger Geiſt num ſteh uns bey 
Mit dieſen Gaben, uns verleih 
Daß wir in Geiſtes Kraft und Ziet 
VDein'n Namen preifen für und f 

Das 51 Kied, 
Ein ander ſchoͤn Lied, geht in 
Hertzotz — *— Thon. | 
Er Vatter Himmeelreich, 
Her du regiereſt ewiglich, 
Vom Anfang bis zum Ende, 
Der uns allfamt gelie bet hat, 
Lind vor ung geben in den Tod, 
Sein allerliebfien Sohne, | 
Der uns allfamt erlöfet auch, 
Mi Die ihn warhafft erkennen, 
j Ja wer ihm jet wi ll folgen nachy 
Davon wir ung thun nennen, 
Er ift allein der ewig Troſt, 
Wer nur aufihn thut bauen, 
Von der Hoͤllen * erloͤſt. 


GEs iſt fuͤrwar ein enger eg, - 
Wer jetzt will gehn des Dimmiele 3 





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* —⁊ =“ . * 


— an sa‘ 
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⸗ Po ARE 





Ser mu fich eben halten, 
er nicht serauchle auf dem Pfad, 
ch Trubſal, Elend, Angſt und Nord, 

Ne Lieb muß nicht erkalten, — 
ß ſich verlaſſen gantz und gar 
luf GOtt, ihm gautz vertrauen. 
Schrifft zeigt an lauter und klar, 
luf Gtt ſoll man feſt bauen. 
der Fels, Eckſtein und Grund, 
r ein Haus auf ihn bauet, 
Wind stößt ihm das um. 


De 4 3: 
iſt vor GOtt ein weiſer Mann, 
ſein Haus wohl bewahren kan, 
)as ihm nicht werd umg'ſtoſſen 
iden Menſchen in dieſer Welt, 
nur fellen nah Gut und Geld, 
Ind GOttes Wort verlaffen, 
ches.doch bleibt in Ewigkeit, 
at nimmermehr Fein Ende. 
HErr gibt ein freundlich Beſcheid, 
zon Ihm ſolkn wir nicht wenden. 
ft der Schatz in Ewigkeit, 
Ind wer ihn thut erlangen, 
td han die ewig Freud, 








WMenſch darzu nicht kommen mag, 
nicht der gantzen Welt jagt ab. 


ur; r 1 IP # 
WMW Ai 


Das sı Kieb. 


il Ereatur auf Erden "1 
Muß ſich in Chriſto gar ergeben, 
Und ihm aufopffern Leib und Leben 
Wuilt du fein Jünger werden. 
Auf day er werd von Sünden frey, 

Und nimmermehr gedende. 
Sa daß er GOttes Diener fin. 

Keintrittvonibm nit wancke. (tht 
Dann fprech, Mein GOtt ins Him 

Halt mic) in deiner Liebe, | 
Daß ich erlang die Kron. 


| 5. * 
- EHOttfpricht, dag willich gerne thun, 
Wirſt du allein mir hangenan, 
Und lieveft mic) von Hergen. 
Was du wirft leiden von meinet wet 


Das will ic) dir vergelten eben, 





Und wenden deinen Schmertzen 
Ich will dich führen in mein Reich, 
Du folt dich) mit mir freuen. 
Wuill dich behüren ewiglich, 
"or aller Angft und geide. 
- Und wo ich bin da foledu feym, 
Mein Herrlichkeit ſolt ſchauen, 
Ewig im Reiche mein. 
| 6 


Darum bitt ich ihn hersigfich, 
Daß er uns nad und Krafft 9 





Daß ihr es möcht erdulden. 

mm er je ftraffet feine Rind, 

‚der Gedult gar fanfft und find 
Darzu mit groffen Huiden. 

8 er ibn Treu und Gnad beweiß, 
Daß ſie ihn ſoll'n erkennen, 

il fie ſetzen ins Paradeiß, 

And nimmer daraus neumen. 
s durch Adam verlohren war, 
dat Chriſtus aufgebauen, 

zieret ſchoͤn und klar. 


Klarheit iſt der ewig GOtt, 

t alle Ding erfehaffen hat, - 

Im Himmel und auf Erden, 
Mond und auch das Sirmament, 
Stern fo an dem Himmel ſtehnt, 
Preifen GOtt all mit gerden. 
Voͤgel in dem grünen Wald 

hun fich in Freüd aufſchwingen. 
ſchreyen laut ſo mannigfalt, 

as in dem Wald thut klingen, 
us da lebt und ſchweben thut 
Himmel und auf Erden 
jendasewiggut. 


Ä Be Da | 
t ſpricht · Ich ſchuff Himel und Erd, N 
dumeiner Wahrheit haſt begehrt, 
Er bb 





— 


SE le 


282 Das sr. Lied 








ie EEE 
Lind lebſt nach meinem Willen, 
Der vorigen Ding er nie dacht, 7 
Es ſteht alles in GOttes Macht. 

Mas du nicht kanſt erfüllen, 
So ift GOtt treu, freundlich und N 


Der hat esüberwunden. h 
Sp du in Sreuden leben wilt, 
Bitt Hort zu allen Stunden, 7 
Daß er dich b'huͤt vor Ungemach, 

Wirſt dur Dich ewig freuen, 
In Dingen die GOtt ſach. j 


e“ 1 
Es ift Fein Menſch auf Erden nicht, 
Der ung die ewig Freud ee 
Die ung Ehriftus will geben. 
Die leben nach dem Willen fein, 
ermeiden allen böfen Schein, 
| - Der ung hindert am Leben. 
Daos ift die Wolluſt diefer Belt, 
| Mit Freſſen und mit Sauffen. 
Die mehr nachftelln dem Gut und 
NHandthieren und verfauffen, 7 
Gõtt ſpricht: Daſſelbig wird verg 
Wenn du muſt Rechnung geben, 
Wie du vor GOtt wilt beſtohn. 


1 10. 
gwer jetzt nachfolgt der Welt geine 
Er fin groß, gwaltig oder Bis 








2 


ne Sr Die ne — 
durch Chriſtus eingangen iſt, 
uns anzeigt die heilig Schrifft, 
Fr muß werden verftoffen. 

er jetzund folgt dem Butter mein, 
Wie er uns hat gebotten, 

ug won der Welt gehaffer ſeyn. 
Sr ſelber ward verfpotten. 

er feinen Fußſtapffen folget nach, 
Wird von der Welt verdammet, 
it Chriſto leid er Ra 


Pan O Menſch wer du biſt, 
ich gegen GOtt Fein Arge lift, 
it Schimpfen und mit Scherkem. 
neck und betracht von Herten wohl, 
— vor GOtt recht leben ſoll, 
it reinem keuſchem Hertzen. 
dult und Lieb in aller Maaß 
Solt du allzeit erzeigen, | 
ıfe eneft reich, Flein oder groß, 
Dem Herren ſchenck Dich eigen. 
d wo du bift, gehft oder fteblt, 
Wirſt du von GOtt deim Be 












ae erloͤßt. 


v2, 





ereft auf ihr Kinder GOttes rei 
eh ſeyd von feim Stcif, und Bein, 
Sk I Sein 





> 


61 £ ui 
I Ti, ü SE “ 


en; 


444 Das 





Sein Blut hat uns erworben, 
In Simden ihr gefangen wart, 
Sum half euch GOtt eur hoͤchſter hi 

Sonſt wären wir verdorben, 
Ja lauter aus Barmbersigteit 
Thät von ihm ber entipringen, 7 
Den Weg er euch zum Leben b’reity 
Darinn ihr ihn koͤnnt finden, 7 
Sa lauter Guͤt er euch beweißt, 

Darum fen GOtt der HErre 
In Ewigkeit gepreißt, ; 
nn De ——— | 

Ein neu Ehriſtlich Lied, geht i 

Thon, Lovet GOtt ıhr frome Chrinen 
oe 


VE die ihr jeßund leidet 
> Verfolgung Trabfal und Schu 
Es ſey Dann oder Weib, *— 


Tragts Creutz dem Herren nad 
Am erften folt du lafen — — 

Dein Leib, auch Ehr und Gut, 
Die ungebabnte Straffen, 

Gefprengt mit rothem Blut. 


2. 
Billig fell ung erfihrecden 
Frie Augft und groffe Noth, 
Wenn Ggtt wird auferwerken 
Au Menſchen von dem Tod, 


bz 





dich muß Antwort geben. 

Bohl für dem jungſten Gericht, 
Zeit befier dein Leben, 

jer ſolt beyten nicht. 


m Creutz folt du dich ruͤſten, 
Das i mein befter Rath, 
dann dein Licht verlöfche, 

Zaß du nicht kommſt zu. fpat,, 
eil Dich der Bräutigam kennet, 
Deubeifit Fefüs Ehrift, 
d auch dein Licht noch brennet, 
Eh d Thür verſchloſſen ift- 


4 a 
r HErr ıft ausgeritten. 
J etzt in der letzten Zeit. 
laßt uns alle bitten, 
Daß jeder fich bereit, 
d aie mand woll ausbleiben, 
zum groſſen Abendmaal. 
of Freud wird man da treiben 
in Git des Batters Saal. 


a jeder ſoll da wiſſen, 

Wer zu der Hochzeit will, 
Wohl zu dem rechten Ziel. 
find die Wort des HErren, 























Er 


— — 


Das ı nimm du Fee — 
Sie werden dich bekehren. 
Weohl zu der Engel Snar.y i 


Flieget alle zum — 

Es dunckt mich warlich gut. 

Laßt euch die Welt nicht wehren — 
Zu vergieſſen eur Blut, 1 

Laßt es mit Freuden flieſſen 

u. an Herren IEſum Chriſt, 

Sen Herrn wolln wirs gieffeny 


Daraus es ng J— 
Gewalt die thut RR treiben 

Wider Gtt und fein Recht } 
 Roiftdu an GOtt nicht bleiben 

So dich die Welt verfepmacht? | 
Gott wird dich nicht verlaffen, 

Er fuͤhrt dich bey der Hand 
Die ungebahnte Strafien, 7 
=. Weg as | 2 


Bent ſo folt ihr lieben ru 
Allein des Herren Wort, —4 
Einander darin'n üben, 
Zu dringen durch die enge fort 
es ſeyn ſo viel — Straſſen, 
ie uns wolln führen ab. 3 
; Dein Leib und Gut verlaſſe, 








Ei: ig On und Tr ng 


| 9 
) will euch al erahnen; 
Has ihr nicht kommt zu er, 
eiffts Ereuß ben zeiten ane, 
Dieweil ihr habt die Gnad, 
og ums werd verſchloſſen 

es Herren Gnadensthür, 

‚Blut Hat er une Ri 

Bei ſcht der ol en Bun ee 


hr all deine Gedan 
Allein zu deinem BOH, | 
Be u t du nicht voanen, 











Dein Sau it Bots Haus. 
SHALL, 4 
blich en fi ch geſellen 

Wo hl zu der Engel Schaar, 
efich bekehren wollen. —— 
um nehmen GOtts Wort wahr 
aß fie darnach thun leben, a 
iß in die Ewigkeit, 

1 wird die Simd vergeben, 


ID dort die, u Ay? 
— Den 















Pr de * * * 
— — Dass Lied. 





J— 12, —N 
Menſch laß dir gehn zu Hertzen 
Die Angſt und groſſe Moth, 
Deß Herren Leiden und Schmertzet 
Am Ereub den bittern Tod, | 
Mit fünff rödlicher Winden 
“ Am Ereus man ihn fah ſtohn, 
Gegeiſſelt und gebunden, 9 
| Zug auf ein dDörnen Krom, 


— EP 3 
Nun laßt uns alle bitten | 
Den Herren IEſum Ehrif, 
Der für uns hat gelitten, 4 
- Vom Tod erftanden iſt, 
Datz er ung nicht woilllaffen 
In aller Angſt und Noth, 
Auf dieſer rauen Straſſen, 
So er gewandelt hat. N 


ut ST a 

O weh ihr Schriffigelehrten, 
Die ihr den Schtäffel bon. 
Ich meyn all die Verkehrten, | 

sie nicht durch Ehriftum gohn, 
Lind auch viel Leut verführen | 

Mit ihrem Menſchen-Tand⸗ 
Ihr moͤget all wohl rühren, 
Sie bauen auf den Sand. n 


Sie fuͤhrn ein boͤſes Leben, 





Das g2 ie 


Das ficht cht man leider wohl, 
eChriſtenleut hingeben. 
Das Land iſt ihr gar voll. 

e kommen ber getretten, 
Hond Schaffen-Kleider au, 
u HErren — wir bitten, 
Daß er uns woi beyſtahn. | 


16. 
el Quaalen und viel Strafen 
Muͤſſen die EHriften han. 
rHErr mit feinen 2 
Iſt bey uns auf dem Plan. 
wird gar redlich ſchlagen 
Mit Evangeliſcher Lehr. 
ut euch in kurtzen Tagen, 
Erloſung iſt fen en 


rzu rufft allen Blinden, 5 
Der Herr will folche bon, 

d ihr Die Lahmen finden, 

Die gar nicht fönnen gohn. 
Be: find ihn verbotten, - 
rin’ laßt mans nicht gohn, 
wir betrachten folten, 
Man hats dem Herren thon, 


2 es 
3 find hie die Arınen, 

hrt mich der HErre GOtt, 
en Ai hr ü me Den So 

















So werben fie verſpott. 

Wie du ihn haft gemeſſen, 
Scheuckt man dir wieder ein, 
Wilt Brod im Himmel eſſen, 
Laß dirs befohlen ſeyn. ! 


Den Durft thät Chriſtus klagen 
In feiner legten Noth. En 
Schwer an dem Ereuß getragen, 
Vergoß fein Blut Wrotd,. 


20 Das 52 Lied. 


Man gab ihm Eßig⸗Gallen, 





Dem wahren GOttes Sohn, 7 
Barlich man thuts ihnn allen, 
Die in den Himmel gohn. 

Ba 20° ah 
Wolff Gerold mit feim Namen, 
Der leider nicht gefiht, 
Den Srommen allefammen i 
Aiß Liedlein hat gedicht, 4 
Daß fie mit Fleiß fort fahren: © 
Allein in Gottes Work, 7 
&o wird fie GOtt bewahren 
Ewiglich hie und dort.  AME 
9 Das 53 Lied. 
Ein ander Lied vom Lazaro, wi 
som Tod erweckt ward. Im Thon, Ew 
Vatter im Himmelreich. 


1 
4 


j J vH 
N Y h h N 
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Das. FE id. | 292 # 


Eı € Bor verfeih mir dein — 
Da ich die groſſe Wunderthat 
Mit Freuden mög verkünden, — 
urch unfern Herren IEſum Chriſt, | 
Als im Johanne b’ ſchrieben iſt, | 

m elfften wir es finden. | 

Es liegt ein Stadt in Judea, 
ie ich Das hab geleſſen, 
Diefelbig heißt Gerhanin, 

a Lazarus geweſen, 

Derſelb ein Juͤnger Chriſti was. 
zie es ihm aber weiter. gieng, 
Nun hoͤret mich a a 





‚aa 


e ward gar Franck biß auf den Ton 
Da er war in der letzten Noth, 
ar bald thät er da genden 
Biß in die Stadt Ferufalem, 
um HErren daß er zu ihm am, 
Sein Leben wolt ſich enden, 
eſus verzog diefeibe Fahrt 
2. wegen der Limfiänden. > > 
Volcks da zu ihn fommen "0 J 
Aus allen Städten mdLändeın Mm 
die uns die Schrifft vermeldet Elar, : MN 
Das GOttes Krafft und Herlichteit u. 
olt werden offenbahr. J 
ar a Eu 2 Hl 


u 








las € 20, 08 
—— 

as Ried 
Ka ET mn — — — 


Da nun der ander Tag erſchien, 
Da hatt der HErr ihm auch dab 
Zu ziehen vorgenommen, 
Indem das Bold zum HErren pi 

Biſt du nicht vor in Ungemach 

Mit dieſen Juden kommen? | 

Zeſus ihnen zur Antwort gab, 

7 Redf von dem rechten Grunde, ° 

 —-Barlıch erfchröcker nicht darob, 

0. &8 find deg Tags zwölff Stunde 


Wacher darinnen wandlen wird, ' 


Erm groffe Menge mit ihm gaht. 





Der hat das Licht der ganken X 
Daß er ſich nicht verirrrt. 


Das Urtheil GOttes Feiner kandt, 
Das macht ihr groſſer Unverſtan 
Daß fie ihn wolten ſtraffen. 
Da er fie in der Meynung bericht 
Noch weiter er zu ihnen fpricht, 
Und fagt, er iftentichlaffen: 
Darum ich zu ihm ziehen will, 
5 Und willihn auferwecken, 
Damit ich GOtfes Werd erfi 
Mein Hand will ich ausſt 






Idhr keiner nicht verſtaht. 
J— 5. 


Die Wort die er mit ihnen redt, 










fie vom Her —* RR) 

ß Lazarus entfchlaffen was, 

* ſprachen ſie mit Freuden, 
Sach noch beſſer werden moͤcht. 

ie fagt ihn n die Meynung recht, 

Ind fprach, er ift verfcheiden : 

s bin ich gar von Herken froh, 

Daß ich nicht war zugegen. 

rum ich auch ſo lang verzog, 

Allein von eurent wegen, 

je ihr vorhin von mir gehört, 
An GOttes Kraft und Heirlichteit 
rch mich er würd. 


er nah zu dem lecken kam, 
d Martha diefe Red vernahm, 
Da lieff fie ihm entgegen. 
win nur daheime fah, 
di uch in groſſem jammer was, 
Von ihres Bruders wegen. ' 
Martha war in Kummernuß. 
Ind auch in Hertzenleiden, nn 
n ihren Bruder Lazarus, u 
Daß er da war verfchenden, 
2 fie Ehriftum den Herren fa, 
Stund an ihm entgegen lieff⸗ 
ie ſi te zu * Di, 











et. 

r sie } 
7 — 
fe 2 ” N 

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— 

























un in — Re a nn ie ET er ne e Be een an 
— — a ? ge ee ne a a a ———— * 
* — — F 
. F J 
we 


Friel fie auf ihre Knie. 


Was du begehrſt von deinem GOt 
Daſſelb wird er dir geben. 

JeEſus gab ihr zur Antwort ſchon, 

Das fag ich euch fürware, 


‚Dein Bruder der wird aufferſtohn, 


Dann wird dir offenbare > 


Jetzt und in Deiner groffen vr 


Daß alles ſteht in GOtts Gew 
Beyd Leben und der Tod. 
8 


JEſus noch weiter redt mit ihr, © 
Ich bin fürwahr, das glaub du mik 
Die Urſtaͤnd und das Leben. 
Jetzund erfenn ich, daß du biſt a 
Unfer Heyland Herr IEſu Chriſt 
Der uns von GOtt ift geben. 7 


Jndem fie ihrer Schweiter rieff. 


4 
” Als fie das hätt vernommen, 7 


Di | D af fie aufftund und eilend lieff 2 


Her Meiſter wär ſchon kommen. 


Er iſt auch felbft perſoͤnlich hie 


Da fie zum HErren JE kam, 






96 


Hi 
























‚Here fie gar 1 hoch empfing, 
re Unnuth ihr zu Hertzen gieug, 
g an gar heiß zu weinen. 

ſchafft bey ihr was, 
ales das, 


m hi reiht n mit 1 of Kia * 
Lazarus begraben lag. u ı a 
ie dafelbft gefunden 


Stein auf feinem Gray 
Eſus den da welßen ab. — 
M artha ſprach zu ſtunden,/ 
and ihm jetzt mehr helffen mag, 
r Ley * eyd möcht ich verfincken, 
im er liegt jetzt am vierten Tag, 
nt rent ſchon an zu flindhen,  - 
bemüh dich nicht Wehr, 
eine Hoffnung hab ich er 
Be: wider 
Er, MU Bi Di : 


— 


















un 
Be J 
Alſo ſagt er mit lauter Stimm, | 
O Lazaͤre ſprach er zu ihm, 
Steh anf zu dieſer Stunde. 
Da er nun dieſe Wort vernahm, 
Gar bald.er zu ihm auſſer ram 
Sein Hand waren gebunden. 
In Leinwand war er gautz berieid, 
Und rund umber behbangen, 
Gleich wie man eins zum Grab. bi 
Alfo kam er gegangen. 
Jeſus da feine Jünger bieß, 
Haß fie ihn ſolten binden aufı ı 

aß man ihn ledig lichß. 


13. 
9 


9 





AT 












Er * ch die Beſchicht cr 
8 mich Die Heilige Schrifft bericht. 
Und mir Berftand bat geben. A 
tt welc ‚ein. Wunder da geſchach,/ Be. 
d bald der Herr dag Wort ausſprach, 

Dabat er fhon das ben. 












fd hat t OOtt fein Goͤttlich Zrafft 4 
DorsallemVBolct beweiſet 1 
im er dieſe Ding erſchafft. 


AH GOtt drinn wuͤrd gepreiſet, * | 
y ey Sehe ein jeder. Ehrift, | a N —4 
a0 uus Chriſtus ðdule Sohn 


4 a —* ER | 

n * Lied vom Kinder⸗Tauff, 
on, Srhalt uns HErr ben deinem Wort, 
wor Br ensure in Gottes — 


JErckt aufein Sach und die iſt wahr, 
ha Bezeugen will ichs heil und Elat, 
iewol datum g’fchicht mancher Streit, 
u Screen diefer Zeit. 


fang und End ih Chriſto bftaht, 

r uns verfünd des Batterg Rath, _ 
{ r 2 —— 4 N 

ch ifft erſuchen in dem J 











em Dis 
m_ er. ke ann, ed 
2 a nn u — 


Nachdem Chriſtus das Sr er 
Durch feinen Todden Batter ſtult. 
Als er vom Tod erſtanden war, il 
Verſammlet er der Fi anger Scham 


Sprit, ir if schen: aller & ion 
Alſo es meinem Vatter gfallt, 
u verkundt all Crea FE 

t en rein und: wen - 

Und a * Menſchen an; “. 

< hab vor fie genug gerhan.- 
Wer euch dan glaubt und wird get N 

Den hab ich niit BI, Blut erkan 


Und lehrt auch — jederman 4 
Bas ich euch. hab befohlen ſchon, 
an Geiſt der Gnaden ich euch ſer 
Und bleib bey * bis an das E 


En ward der Tauff eingeſetzt 4 
€ er von Jungern nahm die ee | 
Nachdem runr auf zum Vatter ſe fi 
ar Himmel hat senen men 






















7 3 garen 4. ”® Math J— — Mi 

| ,(d) DER 24 28 h Mare 16. 0 han. 
% — Adhrs 2. 8. 12, 13. IQ, Rom. '6, al 

9 Er 4 her a Ze 2 Per. 3 3 \ Ai 









nun fein S RE NN N 
J auch an Ehriltum glauben ſchon, 

xißt Ehriſtus tauffen, wir dann auch 
Jie poftel —* den Brauch. eo 


er die Welt all’s herkehrt, 64 
ufft junge Kind, noch ungelehrt, 

ein unmiffenden jungen Kind 9 
t 1 Zauff — Die ————— 


if dieſes fen Abgötteren,. 

iemit beweifen frey, — 

hs gſchicht ohn Gttes Rath, 
h fremde FIRE hariiail gaht. ü) 


5 dur Waſſer ‚tan Hoffnung ſett, 
8 Be, damit verleßt, 
ri k.,& ſoͤhnung die ift wahr, 

ie w rd dadurch verläugnet gar. 

f 12. 

doch allein ninit hin die Suͤnd, 
Sund anders ein junges Ki, - 

) nicht t innimt des Sieifehs linflat, | 
Petrus: das beichrieben bat. 
lg } Se > Allein 
1. Bo -- 8. 10. 10. (8) 2. — 4. 2 


0 (k) Rom. 5. 2.Gor. 5. * - 
u Hebr, Mr AL. 

































& * uno m —* * | Yy 
zoo Dass Lied 
— — > — pe — ep ' An 


Allein der gute gwoife Bund 
acht felig thut uns Petrus fund, 
Hie Ehriftum warhafft siegen an 
Diß alles je ein Kind nicht Fan. 


an Pan ll > 
Der Bund wirdihn'n nicht auferlegt 
Kein wort vom Lauff von ihm wudge 
Allein weꝛ ——— grund 
Und ſoichs bekennet nut dein Rund. 
bbſterben iſt der Tauffürwar 
Des neugebohrnen Menſchen gar⸗ 
7 Meichsben den Kindern nicht ran! 
Unmm ſuͤnd wiſſen weder groß noch 


16. 5 ' 
Ohn Buß uñ Glaubẽ iſt all s verlobt 
DerReuſch muß werden neu gebor 
Eoriftum den foil man ziegen au, 
Welchs ein jung Kind nit Fan verſta 


Lu J— 17. — 
Wie fan ein Kind mit wahren Gi 
Mit feim Gott machen einen Bun 
Den es doch mie erfennet hat, 

Sein Lehr und Predigt nicht verſt 


“4 










ÜDrPr 3.627 3. (m) Rım.3. (n) Rem. 10.01 
Deut. 31. Fon. 4. (p) 7oh.3. (9) Matth. 3. & 
£r) Deut: 31. fon, 4: (s) * 3. Deutz, 2 

















sie kan aber ein ie Kind we u 
wZauff vergraben feine Sünde 4 
in neuen Leben auferſtahn? 4 
Belches aus im un iſt bildet an (u) 


er recht in Ehrito wird getauft, 

om Tod mit Chriſto ftehet auf, 
Ind hält forthin des Herren & bott; (v) 
as heißt recht Bu in Ehrifti Tod. 


er fo vom Geift befehnitten wird 

m Sleifches Luft und boͤß Begierd, 

er wird alfo gepflantzet ein (w). 
—* elleden Chriſti Gimein. 


ey dieſtm Braud) man bleiben foll, 
or falſcher Lehr ſich hüten wohl, 
Herren Lehr und Wort fortan () 
U nier and zuthun oder VON. 


richt alls AeGott woͤll hon ) 
er er gebotten fehon: 
agich alle @elehrten frey, 
Bo Kinder⸗Tauff gebotten feine 
7 u 4 er}. 9 
6.Gal. 3. WC 2. @) Rım.6.(wCoha. — 
Eph. 2. Tit. 3. (x) Deut.4. m Cloſſe in 
BR“, der Be, | - A 
























or — 1 


— Dftomnter Shrift Ani ine und. (ag 
WSbvie es die Heitig Schrifft * 
GSib Gott die Ehr, und ſag dabey, 

Wer jetzt ein — 9 


Wir bitten euch alle Fugleich, i 

Ihr Glehrten all, arm oder Be y 

Ihr wollet Ehrifti Lehr fortan F 
diicht mit Muthwillen widerſtohn 


* 55. age! 








dns Pe Ar . — j 
Hans, Im Thon, Par ⸗· 
M deli u 


O GOn — Him̃tels Thr 
Oer du uns haft bereit ein’ Kri 
So wir in deinem Sohn beleiben, 

| Pl it ihm bie dulden Ereuß und 9 

In dieſem Leben, uns ihm ergeb 

Diuch ſeiner G meintwone allzeit ſtreb 


In deinem Sohn cuſt du uns ſa en 
€: wir Gemeinfetafft mit ihm Bob 
Lino fein Fußpfade nachfolgen, 
Thuſt uns hat deinen Geiſt ver org 


— — 













wi ung firei eite zu alen 3: Zeiten, 
nm der Weltfurn an uns thut reiten, 


einem Haupt halt du ung geben. 
nm lieben Sohn daf reine geben, . 
er hat ung vorgebahnt die Strafen, 
aß wir fein gemeinſchaft nit a | 
ſo ihn erkennen, fih Ehriftennenen, 
en ſich ſeiner — nicht ſchaͤmen. 


rum D Chriſten -Häuflein kleine! 

t uns betrachten allgemeine, 

ie er uns vorging hie auf Erden, 

gßwir ihn e auch gleichförmig werden 
leiden: in ſeim Bund bleiben, - 

ng fleifchg un er bienit vermeiden. 










muß man die Speif vernehmen, 
geiſt lehrt ung die gmeinſchafft keñen 
on feinem Fleiſch und Blut hie effen, 
‚alte Menſch muß gar verweſen 
* wercken, das ſoll man merckẽ, 
geiſt Chriſti * in uns wuͤrcken. 


ſeinem en äh. et ung dienen, 

ifder er geh und der Eckfteine, 

ſetzt zum Haug feiner Gemeine. ! 
Us |, 


IS REDNER 
























u Heß Reich und G meinſchafft blei 





— 


0 Dass ki 
Sie if fein Weib, Geſponß und X 
Daduich er fein Merck hie thut treil 


BEN 
Alle Glieder an feinem Leiber 
Thun fein Merck alle zeit hie treiber 

Nach feinem Willen bis in Todte, 

Sie find mit Chriſto hie ein Brodt 
Das brod wardbrochen, wie er geſpre 
An Creutz fuͤr unſre Suͤnd durch) ſto 


J— 8. 
CGhriſtus iſt das Brodt des Lebens, 
Sein Sleifch und Blut iſt vor uns gel 
Sein Geiſt lehrt uns die ſpeiß recht ei 
Thut ung einn neuen Rock anme 
Datz wir ihn kennen ſein lieb uns bre 
In dieſem Fleiſch fein Werck beken 


9. | 
Den alten Rock muͤß n wir ablegen 
And den alten Saurteig ausfegen, 
Das er fein Were in ung mdg he 
Der altfchlauch mag den wein 9 
Ran ihn nicht faſſen, er thut ihn be 
Und kan nicht gehn auf dieſer Stra 
‚Io. 
Darum ihr neugebohrne Chriſten, 
Kart her ohn allen Trug und Lille 
Zu dieſem Oſterlaͤmlein febone, (f 
































mn welcher iſt PN unbefehnitten, 
6 irrdifch Reich noch unvermitten, 
nd ſich Ehriſto nicht will ergeben, 

teht nicht in einein neuen Leben, 
ut a zeit hincken von fünden ſtincken, 


* 


nvon ihm en * noch trincken. 






ein zu dieſem Eäninfein fommen, 

e fein Zeugnuß hond angenommen, . 
ein geift, das waſſer und auch blute, 
eittaller Ehriften Haabund Gute. 
anfi efich henfe,das altfleifch ertꝛenckẽ 
—4 ſich ihm ſchencken. 


riſtus laͤßt fein Wort ausgieffen, _ | 
n Brunn des Lebens inuns Aieffen, 
wir ihm aufthun unſre Hergen, 
nit fuͤrchten creutz un ſchmerhen, 
gi zu hande, fein geift zu pfande, 
macht uns all w * Waͤrheit oa 













nit hat er ung anserfoßten, 

tund Warfer nengebohren, 

utthutunsvonfünd entfprenge MM 

nuns mit der welt Ba: Ei 
| | > Ei 


Ds 





Und mi Iin ſterben ſetzt er uns 
Weñ er die Welt will mit plag verd 


15. 
& laßt uns nun mit fleiß aufwa 
Des Laͤmleins gmeinſchaft wolbett 
Laßt uns umguͤrten unſte Lenden, 
VDen Stab der Warheit in unſrẽ Hẽ 
Uns auch wol ruͤſten mitallen Chri 
Ein fü Brod ohn allen trug und Xi 
16. 
Dann alle Kinder GOtts des HE 
Kommen zu diefem Tiich, und zeht 
Wohl von den Lamlein Gotts mit 
Auf feinen Weg ohn Ziel und I 
Nit dar zu ſitzen das fleiſch muß (Chr 
Woll n wir mit ihm dag Reich beſt 


J 
Das Laͤm̃lein wird mit ſchmertz gem 


Mit bitter Saltzen unverdroſſen, — 









Dann wer mit Chriſto nicht willl 
Soll ſeines fleiſchs uñ bluts ſich m 
- Ber thurvor Creutz und trübfalt 
Dem bleibt der Leib Ehriftiverborg 
I 8 


Das Laͤm̃lein muß man bie gar ef 
Mit aller gitalt, und nichts vergeſſ 
Ron feinem Anfang bis ans End 
In augſt uũ noth von ihm nit wend 






















—— 


En 55 Me. 
be an, zerſp alten, 
b und — — nicht erkalten. 


tr itihm ein Kembdling werden 
erſchafft auf biefer erden, 









eliel pe menfchetriegen 
ch Ru. der Erden biegen. 










— 
u —— 


‚St kit Bone zum letzten 
hi feines Leibs einfesen, 
brach das Brod mit dancke | 


n mager unsthutichende 
it uns an fange thun hencken. 


i ben dem rot thaͤt er anzeigen, 
is Geiſts hat, der ift fein eigen, 
— Er Fleiſch und Beine. 
as leibs in eg 










w___ 
Die er wolt erwerben und vor ſie ſer 
Daß fie nicht mir der Weltverderbei 


Gleichwie ein Brod don vielen Körn 
Undein Tranck von vielen Beerleu 
Alte ſeyn Al warhafftig Ehrifte 
Ein Brodein Tranck ohn trug uũ 
In Ehꝛiſto dem Herren / er thut ungt 
Die wahre lieb und g'meinſchaft me 


——J—— 
So laß uns nun mit Fleiß und Sea 
Den Leib des Herren unterſcheider | 
- Dann wer unmwürdig ißt Dis Bra 
Der ißt ihm ſelbſt das gericht und 
Werꝛin dẽ herʒen tꝛagt ſchalekheit ui 
Den konit diß bꝛot zů einẽ ſchmerzen· 


‚25. i 
Wer nicht hatwahre Lieb mit, Hul 
Thut fich am Leib Ehrifti verfehult 
eriſt ein falfches Glied am Leil 
Mer im Hertzen trägt zorn unden 
Uiñ diß brod nenien ſich ein Chriſten 
Der wird gleich wie Judas abtren 
| 26 


\ 3 — 
Der Kelch bedeut uns Chriſti Leid 
All die der H. Geiſt thut beſchneide 
Als feine Rebe an dem Stocke, 
In wahrer Lieb nach rim Grbotki 





Au a 








uter J——— mer ſchen⸗ 
ae an — that hencken. oo 


r grüne Reben « * dem Stocke, 
yd wohl getroſt in aller Nothe, 
0 b wir ‚mit Chriſto wollen erben, 
rufen wir mit ihm hie leide ut heibE ẽ, 
Beate fein Bund.erfüllen, 


rnach will er al u Scpmergen füllen, 


RAR iſt que Hochzeit. g laden, 

Be er — fauren Wein vortragen, 

en en thut man hie zum erſten feinefen, 
nf feinem Reich will er einſchencken 
n Weinder warheit / und der klarheit, 
iner heilgen G * in Ewigkeit. 


b, Ehr und Pra wir allzeit leiſten, 
m Batter, Sohmund heilgem Geifte, 
ein Herrlichkeit. bleibt ewig ftohne, 
so der ganke welt pracht wird vergone. 
irdbaldkEormen,erlöfendie Sromen,  ” 
u \ s begehrt, der ſprech auch Amen. 
mas 16. id, 
n ander ſchoͤn Bird, von der Brus 
haft und Or dnung, Ehrift Matth 18. 
Dans Straub. Im Thon, Ich 
N ſtuhnd an einem Morgen. . 


J re Du \ 





* 
















KENN 





ar . 
v1 4 


BE — — Düs schied. — 
— — — — 


* ——— DR 
Ur Gnad fo will ich fingem 
3In Gottes Sucht, heben 4 
Lieb GOtt vor alien Dingen, 
Ven Naͤchſten auch jo won, 
Das ifis Geſetz und Propheten zi 
Die pollen wir treutich halten, 
Das ſag ih euch finwarn 
Deinn Naͤchſten ſolt ‘du lieben, 
Als dich in Lieb und Leyd, 
Die Suͤnd folt du nicht üben, 
> Damm es tft geofe Zeit, 
Recht zu thun ſolln wir heben ( 
Sein Vorbid fehen m. 
Deinn Nächften folt du kennen, 
hm allzeit guts beweiß, | 
Ich darff fie dir wohl nennen, 
So hör und merck mit Fleiß, 
Brüder und Schweftern zu der St 
- Sp an Ehriftum thun glauben 
Angenommen feinen Bund. 


Er er —J—— 

Siehſt dn ihn uͤbertretten, 
Ein Suͤnde an dir thun. 

Freundlich ſolt du ihn bitten. 





Das se. Mid 
us Lieb ihm zeigen an, 
r zwiſchen dir und ihm allein, 
hut er fich dann befehren, 
ft du zu Frieden feyn. 


er Dich dann nicht hören, 
dein Straff nehmen an, 
ch einem thu erklären, 
Bie fein Sach ſey gethan, 
) ftrafft ihn wieder in geheim, 
Bill er euch auch nicht hören, 
ſagt es der Gemein. 






Be a: | 

n Handel folt anzeigen, 
Benn er entgegen ftaht, 

ed er fich Dann thun neigen, 
Ind bitten GOtt um Gnad, 
traget Ehriftliche Geduld, 
but GOtt von Herten bitten 
fine Sind und Schul, 


1 er die. G'mein nicht hören, 
hr Straff nicht nehmen an, 
£die Zeugnuß erklären, 

rnach lafts Lirtheil gehn, 

ndt ihm GOttes Plag und Rach, 











| —— dh . 4% 
m wird folgen nach. — BE 





Das 16 Kid, 
ML 00m 
Von ihm thut ech abfcheiden 
Wohl zu derſelben Stund, 
Halt ihm wie einen Heiden. 
Wie gered har Ehrifti Mund. 
Auch) Spricht Paulus ohn Trug und4 
Thut ihn von euch hinaufie, 
Serungeborami 


il 

Dieſe Lieb ſolt du tragen, 
Gegen den Nächten ſchon, 

Nicht Hinderred noch Klagen. 

Wann er hat übels than, 

Du babit ihn dann geftraffet num, 

obie Chriſt und Paulus lehrihr 

Sonſt wirft du dich vergehn. | 


Hl z EN 
Dein Nächften folt du lieben, 
Seinr Noth dich nehmen an, 
Das findft du klar geſchrieben, 
Zun Rom. am 12. ſtahn. 
Es zeigt Johannes offenbahr, 
Einander hertzlich lieben, 
Petrus meldts auch gar klar. 
11 


VDie Liebe unſers HErren | 
Iſt freundlich jederman, | 
Viel guts thut fie gebahteny 






0.00 Das se Lied, 939 
Den Laft hilfft tragen thun 
eweißt darin’n den hoͤchſten Fleiß 
Gegn jederman auf Erden, 
ach ihres Batrers wei, 


| a 
ane Lieb ſolt du haſſen, 
Wie uns auch Ehriftus lehrt, 
n Reichthum gleichermaflen, 
Was dein Nächten beſchwert, 
18 ſolt du unterlaffen fchon, 
Bas du von mir wilt haben, 
At auch eim andern thun. 


—— 33: | 
e ohn Lieb wollen leben, > 
Deren Seel wird verletzt, 
18 fagt uns Paulus eben, 
Wenn er fehon Berg verfeßt, - 
d geb fein Leib auch in den Tod 
So ift es doch vergeben, 
m er die Lieb nicht Hat. 


Lieb thut fich nicht blaͤhen, 

ange ie Schrift ofenbabt, 

s ſoll man allzeit fehen 

In der Ehriftlichen Schaar, 
mder lieben alle Stud, 
ins Worts ung nicht befehamen, 
fe Dergens gm, 

mi &% Eh 








R 314 Das gr Lied. 2 


— — 


9— 15.2204 
Der diß Lied hat gefungen, 





War garen alter Mann, 
Die Lieb harihn gedrungen, 
Zum Preiß des HEtten ſchon, 
Di wahre Lieb auch nöthig ul, 7 
0 Schbite von gantzem Hertzen, 
+ Daß uns GOtt — | 


| 16. J 
Hiemit will ichs beſchlieſſen, 
Hand Git zu aller Stund, 
Daß er ung hat lohn gniefien 
Der Ehriften neuen Bund, 
Darinn die Lieb die Haupt⸗Sumn 
Begehrt darin zu bleiben, 7 
Gelobt fey JEſus Chriſt, Amen 
| Das 17. Lied. h 
Ein ander fihön Lied von der 
Leopolt Schornichlager, Sm Thon : 
wol’ wir aber heben an, von einem 
Fuͤrſten lobefam. 


— u 
a Lieb ift kalt jetst in der Me 
Ihr weder Jung noch Alt nach 

Zu grund wi! fie gantz fahren, 
© fie doch iſt des Gſetzes End, 
Wer die recht wüßt, euch Bor 

- Wind auch bald nen gebohren 
r 9— ——66 


ae € 















Das Da wie 
— iſt ſie — in BR 
u Eiffer nimmt hin alle Schuld 
Auf fich mit ganzem Willen, 

e widerſtreit noch zancket nicht 


ht ſi ch nicht weit /iſt er fitt, 
t allen gg ſtilen. 


aͤchtig Berd nicht ſchandbar redt, J 
elt ſich nicht ſchwer, maßt das Geſpoͤtt 
Thut auch nicht eignes ſuchen, 

cht bitter iſt noch zornig gech 
15 alle Ding zum guten ſprech, 
Eunthalt ſich ug Fluchen. 


Unrechts freut fie fich gar nicht, 
Argen und auch am Unfiied 
Hat fie gar fein Gefallen, A 
Warheit g ſchwind freut ſie ſich Eu 

eck Au die Simd, und halt Die Lehr 
Und ı GOttes Frey in allen, } 


| Ding fie dult und gern verträ tr - 
emand beſchuld, aber bewegt N 
All Sach nach techtem Gmürhe, . 4 
aut all Ding amd hoffet alle, NN 
leiftihe ring ſtreckt dar den Hals, . N 
Dal 5 fie Linfried verhute. en, 
% 3 San B 



















u 
* 





* HART — 


r 
a ı ee Pi 
— Y’ en 
ve a 

en 


GE Daesukih 


ne mn — — — — ee 








| 6, | 
Gantz nimmermehr die Lieb vergeh 
Hört alle auf fie allein beitebt, © 7 
Kan ung zur Hochzeit Eleiden. 7 
> Gott ift die Lieb, die Lieb it GOtt, 
FSilfft ſpat und früh aus aller Noth, 
7 Ber mag ung von dir feheideng ” 


> All Kunſt bläht auf, die Lieb nur be 
SGSeht alle zu Hauff was ſie nicht ſch 
Und ordentlich regieret, © 
O Lieb! O Lieb mit deiner Hand! 
Fuhr ung mit dir am Liebes⸗Band, 

Dann falfche Lieb verführet, Au 


nn Das 58. Kied, 4 
Ein ander ſchoͤn Lied. Othmar 

von ©. Gallen, im Jahr 32. gedicht 

Thon, Der Unfall reit mic) gang und gat 


En. ER I. > 
Er M Enſch wilt du nimmer traurig ſe 
WM So fleiß dich recht zu leben, 
Die Suͤnde bringt ewige Pein, 
Harwieder muß man ſtreben. 

Ueb dich mit Ernſt, daß du recht le 
Dich ſelbſt am erſten kennen. 
Dein Hertz mach rein, und gcht dich kl 
So mag man dich groß — 

— 2 


- N k 





tr. 
a" fr: we 
— U a — 
Ze 7 ae 
" f 4 * = Ds: 
ER —B F Pi wer — er IE 


0 Dassekid. u AH 


ich ſelbſt erfennen ift dein ſchwer, 
Der andern gern nachredte, 
Dächt er vorhin wer er war, 
Fuͤrwar er folchs nicht thate. A 
ieh dich ſelbſt an, laß jederman 
Ohn Nachred, fehweig Dein Munde, , 
aß nicht am End, du werdet gfyand, 7 WE 
In eim unrechten Grunde 9 


sie Du miſſeſt, fo mißt man Dir, 
Wie Ehriftus hat geſprochen, 
ft gerecht, thut dir wie mir, I 
Kein Suͤnd bleibt ungerochen, J 
arm fürcht GOtt, halt ſein Geboöt 
Kein guts laͤßt er unbelohnet, N 
itt ihn um Gnad,/ gleich früh und ſpat, 
Daß umfer werd verfchonet.. 
N a 4. — 
Suͤnd zu meiden iſt ung noth, 
Wollen wir ſelig werden, 
ann fleifchlich g ſinnet ift der Tode, 
Wie Paulus uns thut melden, _ 
erlaf Die Welt, Haab, Gut und Geld, 
a ftäts gedenckt ans Sterben, 
hat zuleßst, erwehlt das beft, 4 
Ehrift thut uns Gnad erwerben. 1 


DD $ $. Hl 4 
ie Buß wuͤrckung in dieſer Zeit Iſts 





























Aid, 


312 Das sa Kid, 
Iſts allerbefte Vortheil, 
Zu uͤberwinden in dem Streit. 
Eh man hoͤrt das left Urtheil, 
Wer das veracht, und nicht betracht, 
Muß ſchwere Rechnung geben. 


Er ſeh fich für, daß ihm die Thur 





Nicht werd verſperrt zum Leben 


se — fr 
Kein bleibend Statt hond wir allhie, 
Steht ung wohl zu bedenden, 
Weiß and) nieinand wann oder wie 
‚Der Tod ihn werde franden. — 
Er wohnt ung bey, wir find nicht fe 
Ein Augenblick zu leben. He 
Dem Fleiſch iſt fehwer, merck Knecht 
Wem GoOtts Huͤlff nicht wird geb 
a: 7, — 
Mer G0Ott liebt und feinen Ric 
Dem dient all Ding zu gute, 7 
Es sen gleich Glück oder Breften, — 
Dud;Evultempfahrgleihen M 
Er gibt und nimmt, wie es ſich zieh 
Iſt redlich in aln Saben, 
Er red und lehrt, wie er begehrt 
Ihm ſelbſt fein Ding zu machen, 


8 5 
Dann wer hie lebt in der Warheit, 
Den will Gott nicht verlaſſen, 






—3 


ie 8 an 



















fm ung ; zu — — 
Sp wir der Sünden haſſen, 
Jeſu Ehrift! dein Geift der iſt 
Ein Tröfter unfer Armen, 
laß uns nit, Durch dein Vorbitt, 
Thu dich unſer — 


abey will ich behloſeen Bon’ 0 
Allhie diß mein Geſange, er 
h halt, man ſoll mich recht verſtohn, Bi 
er faum fich zu lange, 

je Art ift b’reit, an die Wurtzel g'leit, 
Thut uns Johannes fagen, 
Mi Jahr fi nd für, näher fi nd wir. 
gen dem leisten Tage. AMEN 





BAT: 
Das 59. Lied. 
n ander fchön Lied, Schmit Hans. 
Georg von Ingers heim der im Sinn, 
nuß entſchlaffen: Im Thon, Eine 
veſte Bur 9 ih unfer GOtt. 


F HErre GOtt * Himmelreich, 
Merck auf und ſieh die Nothe, 
Bir treiben all Menfchen gleich, 

n Kind werden verfpotte, 
ie deinem a a folgen nach, 
am lan N 

man, viel leiden thun, 

® & 5 Man 


ENT, 


a 


ur a Das 19 Bid 





— o —. 


Man ehut fie faſt vertveiben. 


— 2, * 
Ach daß dein Recht Fein porgang bat 
as thun wir dir HErr Hagen,” 
Boßheit Die har gewonnen flatt, 
Jetzt in den leiten Tagen. * 
Dein heilges Wort, an allem Ort 
Mur iſt ein fpott,das Boͤß man le 
Uanad thuts mit G'walt erhalten. © 


Be 3. R 
Darum das Land voll Frevels ift, 
Dircie Warheit iſt gefangen. 
Wer vom Boͤſen abweichet, wißt, 
Dreer leidet groſſen Hrangen. 
Die Propheten zeigens an — 
VDer fromme Mañ muß kurtzum 
Dem Raub wird er erlaubet. 


4 J 

Ein groß Heer⸗horn gibt jetzt ſeinen ſch 
Thut uns vom Schlaff aufwecken 
Ein’ groß Aufwiſchung uͤberall 
Des Herren Knecht will ſchrecken 
Man treibt fie von Dem ihren aus, 
WVon Haab und Haus, (dr 
O welt fieb auf! was dir zuletzt ſteh 
GOtt wird es an dir raͤchen. 


Dan Gott hat je die Frommen r 





‚a "2. — — 


Sein Augen auf fie fehen, 

x Blut nie ungerochen blieb, 
Be Joel ſolchs thut jeben„. 
sen er ſchon alles lieſſe nach, 
Sein Zorn und Rad, 
ver das Blut, der Frommen gut. 
er ler an ihnn gruen. 


Belt nim̃t fin Wort nimmer an e 
Bie er ſelbſt bat gei prochen, 4 
ein'n G'ſalbten follt nicht übel thun, 
Ich laß nicht ungerochen. 
eW elt kehrt ſich doch nicht daran, 
Sie greifft fie 7 
us Ubermuth, ihm eben thut 
In fein’n ar pe greiffen. 


arm O Welt * eben auf, 
* Tag der Rach wird kommen, 
a Chriſtüs wird erwecken auf, 
Die Boͤſen und die Froommen, 
* t halten und geben Beſcheid, 
Bird manchem leid, % 
hachdein ter acht, fein zeit verbracht ' 
Eim jeden nad vr Wercken. 


amt erden in Ki Freuden ſtahn — 
ie jetzt werden Pen j 3 


{ 


























ga ul Das 8.19 Lied 


— — — — — 

Wie — ſelber zeiget a 

Aus allem Gſchlecht und Zungen 
Dargegen der gortlofe bauff, 
Merck eben auf, | 

Mit ſchand und ſchmach verftoffen an 
Ins Seur * gebunden. 


Die nicht (eben J Gottes Wort, 
Werden bald ausgerott, 

Und erkennen in ihrer Noth, 
Wen ſie haben verſpott; # 

Mit —— und mit Seuffzen 
Daß ſie ſo blo 


Gewandelt hie, in groſſer Angſt 





d'Warheit hon ſie Inn arg 


Sprechen werden. Pr jener Zeit, 
Die bie in Suͤnd irr gangen, 
Haben verfpott die Srommen Leu 
Gebunden und gefangen, 
ie find fie jetzund auserwehlt, 
Und auch gezeblt | 
Zu Gottes Kind! ach wie warn wirf 
Dat; wir re nicht erfanten! / 
J 
Das werden reden in der Pein, 
Die jetzt GOttes Wort verachten 
Und Bee Dolch zumieder Konz 


e 


9 

















Berfpotten und verlachen, 

nd veracht des Gerechten Weg, 
en ſchmalen Steg, (Pradt; 
nd nur betracht, das zeitlich gut und 
Und find darin en umkommen. 


12, | 
e aber hie in diefer Zeit 
Nach GOttes Willen leben, 
je werden haben ewig Freud, 
ie ihnen Ehrift will geben. 
Kein Zung das nicht ausfprechen kan 
Die, ewig bleibt, all Leid austreibt, 
echt wirds nicht mehr berühren, 


Ai ke U 13. 

ie hie mit Waͤynen ſaͤen thun, 
Berden mit Sreuden erndten, 

die Propheten zeigen an, 

hr Thran'n abg waͤſchen werden. 

n ihr Brüder überall, 

Freut end) mit Schall, 

end wohl gemuth, 

Es wird noch alles auf. 

wir ans End verhatren. 


N 14. 
arzu helff ung der ewig GOtt, 
Daß wir die Kron erlangen, 
nd ans nicht fürchten vor Dem = 
io | N 











I W Wr 





—J Dee 60. xied 
Diem wir ir ſeyn des HErrn & Fang 
Den Sieg helff er ung führen aus, 
Daunn diefes Haus | 

Gebauer ift, auf JEſum Chrift, 
Daß es kein ar umftoffe. 


E: Alſo woll n wire befchfieflen thun, 
J Und loben unfern HErren, 
Ihnm auch all fach befohlenhon, 
Er woll fein Häufflein mehren, 

Und feine Schäflein weiden thun 

| Aufrechter Bahn, 

Auf diefer Erd, daß es erhalten wer 
Durch Jeſum Ehriftum Amen, 


| Das oki, 
Ein ander fehön Lied, vom — 
Frauenzimmer. Sm —9 Der uni 

reit mich gang. 
N beſchuͤht mich gantz ui 
Und thut mich wohl behüten 

Fuͤrs Teuffels Lift und feiner Schar 
J Es hilfft auch nicht fein Wuͤten. 
Dann en hat g'red zu ſtu 
Ich will bey dir beleiben + 
Biß zu den End, von mir nicht wei 
Wer mir glaubt, wird nicht — 





* 





J 











#4 


— —* — * J 


Das 60 Kid. 
— — — — —— 
—— 
Maͤſſigkeit auch wohnend iſt 
Allezeit bey den Frommen, — 
unit fie auch vertreibt den Lil, 
Und fleifchlich Luft in fummen. 
r Zeit erwart, ift der beft Dort. 
Das hab ich wohl vernommen, 
e Tag gehn hin, fterben mein Gewin, 

Will man es recht erkennen. 


Bi. \ 3. ’ a 
alt fein felbft ein hohe nf, 
er diefe recht hut lernen, J—— 
jez darff jeder GOttes Gunſt, 
Sonft fehlt am rechten kehren. 
1 greiff es an ſo wirft beftohn, % 
Hort thut alles erfennen. - a 

aun GOttes Gnad, behüt die Stadt, N) 
Die du bald folt annehmen. Dh 


riedſam Menfch wohl machen fan IT 
Bas rohlgefälit feim Herren, — NM 
‚el mehr dann ein gelehrter Many NM 
Welchen der Herr ift ehren. | 
selig find friedfertig Kind, 
Be sten werden ruben, Bi 
n der Zeit, die Ehriftus geit,, . WM 
Die Herrlichkeit anfehauen. : . N 

















Me » 










> wo 
ul DER, 






126 Dascohid, | 


5 
Einfältigfeit der rechte Grund, 
Darauf folt du veft bauen, 
Geh damit um zu ailer Stund, 
Es wird Dich nicht gereuen, 
Solche gfallt Gott wohl, und alfe 
All Ereatur verlaffen, 
Uñ ſey gants rein, dir beift Gotts g'ı 
Hie wird er zſammen faffen. 2 
6 


Unſchuld empfind auch manchen 
Sie muß fich auch viel leiden. 
AImpſalmen ſteht gantz g ſchrieben 
Der Feind dich drum thut neidern 
Schweig deiner Seel klar licht und 
Dein Recht wird GOtt vorbrü 
Daß du am Tag, glaub mir der ſag 
Bor Freuden mögft aufſpringen. 


| = 
Die Warheit fommt hie auf den pi 
Lind wili fich hören laffen. 





















Von der folt dunicht abelan, _ 










Daß du bleibft auf der Strafen 

Zum ewigen Reich. es gilt GOtt gle 

Hu fenft reich oder arıne, | 

Der mit umgeht, gar wohl beſteht, 

Sie will fich fein — 
— 















Das 6c 40. Lied. 327 
——— Re 
iſchheit it gar ein edle Kron 
Beins der HErr thut auffeßen, 
da ihm gar ein edlen Zohn, 
Jan GOlt wii fie. ergößen 

einem Reich, ihm wird geleich 
u alfo wird befchnitten, 

s Diminelteich, amd ob ihn gleich 
J Menſchen * vernichten. 


ifftmuͤthigkeit gibt guten Biſcheid, 
Ind kebet wohl an den Neyen. 
gantz fromm, thutniemand leid, 
ih freundlich erzeigen, 
ig leid, trägt feinen Neid, 
ach mag fie wohl bergen, 
—— wie GOtt begehrt, 
fahet ſie mit tr 


Hand gibt ai ) der 9. Geift, 
Bie ung die Schrik thut fagen. 
folcher Troft wird uns beweift, 
tach dem wir follen jagen, 
haben Ruh, fpat oder fruh, 
etzt in den leisten Tagen, | 
2 Allezeit, une uns GOtt geit, 
un | gnug g moͤgen haben. 
a „9 11. Ein 
J — 























2 —= DR m 


R II, 

Einfältigkeit it auch bereit, © 
Und laßt fich nicht verbittern, 
Dargegen Stettigfinnigfeit A 

Wil fich nicht laffen miltern, 
Veracht das Wort, dunckt ſich ſo 

Man ſoll ſie nicht anruͤhren. 
O Gott gib b hend, wer dieſe ſeynd 
Daß ſie uns nicht verführen. 7 
12. 1 
Die Lieb ift gar ein ftarckes Band 

Sie thut zufammen fafjen, 

Ras wir davon jetzt fingen ſchon 

Wird fie nicht fehlen laffen.. 
Zu diefer Zeit, ſchweig, leid und ı 
Und laß Dich nicht erſchroͤcken. 
Du treuer Knecht hau geb. nur 
Her Herr wird alis — 


ER J 
Jetzund iſt gung zu dieſer Stund 
Von zwoͤlff Jungfrauen giſu 
Gottſeligkeit bringt uns zum Grun 

Daß wir den Sabath finden. 7 
Das einig Ein, der mit ihm haͤttgi 
Im Himmel und auf Erden, 7 
Dahın tracht wohl, fo ginge wies 
Beſſer könt es nicht werden, A 


4 
£ 





Wu 8* 
— —* De 
r — * 
R au XRX 32 —* * 


Fr N NEN Eh 


_ Das & &ı Bi ' Bi... | 


Das 6. 1. Bed 


ß Lied haben die fieben Brüder im 
angnuß zu Gmund gemacht, jeder einGſetz. 


Ind geht im Thon, Aus tieffer Noch 
ſchrey ich e m Sen — 


Us tieffer North, ſchrey ich zu dir, 


e. GoOtt erhoͤr mein Ruffen, — 


H. Geift ſend du zu mir, 
a ung in Noͤthen tieffe, 
du Ehrifte bißher haft thon,  _ 
f dein Befehl wir ung verlohn, 
ie Heyden wolln ung tödten. 


Il 2 
Aral iſt ſchwach, das weiſt du wohl 
fürcht ein kleinen Schmertzen. 
fuͤll ung nun deins Geiſtes voll 
bitt n wir dich von Herten. 
wir ans End mögen beftehn, 
aapffer in das Leiden gehn, 
d nicht BR den Samergen. 


— b’reit un willig ſchon 
Leiden zu begehren, 











Wollſt uns O Herr erhoͤren | 
tten dich auch vor unfer Feind, 
il gar m ſehud, 





th Zefimm Ehriſt dein lieben Sohn, ) 


MM 

9 

4 

om Mm 

ri 4 

4 

* * 

— 





Fa. 


330 Das 6ı Lied. ba; 


Dencken nicht an dein Zoren. 
N 7 4 i 4 R 
Wir bitten Dich Vatter und HEr 
Als deine liebe Kinder. hi 
Durchehrift dein kleines Haͤuflein m 
Ein Licht ihn in anzunde, 
Daͤſſelb wär unſers Hertzens luft, 
Darnach ung hungert und auch di 
Wird uns groß Freude bringe 


In Gnad haft du uns g'nommen 
Zu Dienern dir uns g'machte. 
Das. bab’n wir all mit willen th 
Mit deiner Huͤlff vollbrachte. 
In deinem Wort erhalt uns rein 
Wir gehren dir g'horſam zu ſeyn, 
Gib uns nun Huͤlff und Troſt 
Pe 
Du biſt HErr GOtt der Schutze 
An dich woiln wir uns heben 
Es ift eg alg ein Heine Pen, u 7 
Kenn man eng nimint das Leb 
Fri haft ung breyt in Ewigfeit, 
So wir hie leiden ſchmach undit 
Es wird nicht ſeyn vergebens.” 


Leib, Leben, Seel und Glieder al 
Hond wir von dir empfangen, 
Br x 





Ban * 










— 


er 
a5 
we ee 


BT 62. 23 i 


 wolln wir dir aufopfern ern doch, * 
er Lob und Preiß deim Namen. 
ift doch nichtedan Staub und Koth/ 
n Geiſt befehlen wir I BD, > 
Nimm PR zu deinen NEN 


Ba + 


Pe Deo. 


N 


“# Das 62. Lied. | 

agfied, über ‚die ſchnelle Ge⸗ 

* und —9 Geht im Tho, Was 
wird v8 doch des Wunders noch» 


Hrifte mein He, ich bin gantz ferr 

Bon deiner Lieb gefcheiden, 
e Wiederfpan theilt nich von dann, 
Seht mich in Angſt und Leiden, 

inge mich in schuld: Herr gib ie dult 
mög überwinden. 
Zeit ſey immer weit, 


die 
ẽs ſich en leg finden, 


1 ben dir, >) Herr hilff mir, 
Steht all mein Thun und Laffen, 
\ rer Menfch, du mich recht kennſt, 
Der Satan thut mich haſſen, 
haff mir Benftand, loͤß aufdie Band 
an Teuffel und der Hoͤllen. 3 

93 Dein | 










an | 








= vn # * 
er 


3m Das hi 
Dein Vatter bitt, daß er mich nicht 
So gar verlaſſen wolle. 


Ein rein Gericht, veraͤndert nicht 
Was Gotts Geiſt thut beſchlieſ 
Es muß fort gahn, was er faht 
Au Menſchen zeugen muͤſſen. 
Wo das nicht iſt, Fein Urtheil g'wiſt. 
Kein eignen Sinn tan haben. 
So mags nicht b ſtahn, es ift ein wa 
Zerfpultung thut es fragen. 


4% } 
Nun merck gar wohl, dag man nicht 
Schnell und gech Urtheil fübr 
Niemand zu lieb oder zu leyd, 
Es will ſich nicht gebühren, 

Sondern mit Schmertz es gilt kein 
Ha wirft dich felbit verderben 
- Ohm grund fecht mit durch Gott ichl 
Gedenck du muͤſt auch ſſerv 
'® 


5. 
Eh. daf du richſt, dich wohl beficht, 
Kein Schuld auf dich werd fund 
Saft Zeugnuß g'hoͤrt und biß ger 
Sp merck auf Zeit und Stun 
Lind auf die That, vb jemand be 
Mit Grund darwieder zlegen 
Sp wmerck du ſchon, obs moͤg beftoht 





* * 2 vn ki 
#: x: 
— Ben FJ se 

Fe — — at 


| Das 62. ur rl 32 
Dem Lirtheil ı 5 z geben. | 


min dir der il, nicht übereil, 
Hör mit Gedult die Worte, 
as man Dir fagt, fren unverzagt, 
Hring niemand gar zu harte, 

$ Bitterteit, thu — leid, 
Srcht GOtt inailen fachen. 
it er die Schuld, wart mit Gedult, 
Bot wirds a ihm wohl AelR 


h trau auf SO, in meiner Noth, 
Er wird von mir nicht lencken, 

er wid’r mich ift zu dieſer Friſt, 
Wird fich wieder bedencken 

as er bab thon. wird nicht beſtohn, 
Es muß offenbahr werden 
o der Grund ligt, O Menſch erwigt! 
Wohl hie — Erden, 


neitig Straff ei Unfried ſchafft, | 
Has hab ich offt erfahren, 

ird nicht durch GOttes Geiſt — 
Bringt nur der Seelen⸗Schaden. 
gwiſſes Ziel, macht ſpaltung viel, 








an md erfent kein gutes Kind, 
Der gm u gar verbrennen. 


Seuche thut draus entfpringen, N 





9, ‚50 il 





t 
TERN 


234 _____Das 63 Ned, 


| | 9 
So bitt ich doch, GOtt woll ung mı 
Und aile dies begehren, 
Mit ihm ſeyn eins, daß deren feins 
Wohl hie auf dieſer Erden 
Zur Straff behalt, von hinnen ſpalt, 
Sondern wollt bie ablesen 
Mit feinem Theil, Gnad,Sried und H 
Woll Gtt durch Chriſtum geben 
I 2; 


‚Io, | 
echten und Streit, zu diefer Zeit, 
Iſt unſer Nitterichaffte, * 
Mii unſerm Feind, der gar viel ſeynd 

Durch Goͤttlich Hilf amd Kraffte 
Zu Preyß und Lob, dem ver dort ob 
Jun ewigen Licht thut wohnen. 
Der woll behend am letzten Cd 
Unſer aus Gnad verſchonen, Am 


. Das 6 3. Lied, J 
Ein ander ſchoͤn Lied, Im The 
Wiewohlich jetzt gantz elend bin. Oder ing 
gen Wagners weiß. Oder wie man das 
Vatter unſer, und die 7. Wort ſingt. 


I, AN 
9 Err GOtt Vatter im Himmelrei 


Loͤr unſer Klag die wir zuglei 
In Trubſal vor dich bringen, Ps 


Run * 


— — 


6 3 ie | * 


er frevel Hauff will uns vondir 
Und deiner — dringen. 


u haſt uns durch dein lieben Sohn 
Hertzlich gerufft, wir ſo len un - 
dir dem Heyland Fommen, | 
So woilft dur ung erquieten tbum, 
uh * mit * Frommen. | 





ein ort wir haben genommen: alt, 
Folgen dir nach auf rechter Bahn, 
it treuen G'muͤth und Hertzen. 
Darum die Welt uus haffen thut, 
igt ung zu en und Schmertzen. 


if aber: ung —— SP 
Ehrift unfer Meifter hat mit ſitt 

18 ſolchs zuvor thun tagen, 

Welcher da will mein Fünger ſeyn, 
uß das Creutz de mir fragen. 


o lob' n wir dich Herr Jeſu Chrift, 
Dat dein Wort auch zu diefer friſt 
n ums erfuͤllt thut werden, 

Daß man uns um die Warheit 
8 auf ige Erden. | 


wir Min! ee fein, 






| 








s d 
a Br. 
4 Lo) J 

FIRE 

En: 


De Daid | 

Daß wir dein rechte Kinder feyn. 
Die wollen wir auch bleiben,  * 

Und dir nachfolgen big in Zodt, 
Nichts ſoll ung von dir treiben. 


7: \, 

Durch dein Huͤlff und Göttliche Kraf 

Welche die Schwachen macht freghut 

Hoffn wir zu überwinden. 
O Herr laß du ung deinen Troft 

Immer und mehr einpfinden,. 


8. 
Obſchon die gottloß Rott ſo rauch 
Handelt nach ihrer Vaͤtter Braud 
Mit Pein an ung handthieren, 
So ftarck du ung durch deinen Geiſt, 
Daß unstein Zagheit ruhre. 


9. 9 

Ja ob das Sfehlecht verſtocket hart, 

Sich ſtellt nach Mörderifcher Ark, 

Draͤut ung den Leib zu nehmen, 7 

So gib du ung mit Sreudigkeit 
Hein Warheit zu erkennen. \ 


J or 
O HHDrt wir bitten Dich biemit, 
Zum Tod wollft ihnen vechnen nik 
Waͤs fie an uns vollbringen. J 
Hann ſie ſind doch unwiſſend gar, 
Verbiendt zu allen Oiugen. 
31, 






: — a. 


ie haben einen Big vor ihn, 

er ſie tragt zum Verdaminnuß bin, 
Den haiten fie für rechte, 

arauf fie uns mit ihn zu gehn 
Bezwingen ya schlechte. 


ir aber fü nd berichtet ſchon, | 
Bas für ein Weg wir follen ie 
iſſn uns nicht anders lehren. 

Mt GOttes Hülff von diefem Weg 
m uns gar * abkehren. | 


w thut dem Teufel in feim Keich, | 
ein Pabſt und andern mehr zugleich, 
Gar aus der maffen Zoren, 

at an ung Chriſti Schäflein lein 
Ihr Anſchlag iſt verlohren. 


14. 
oben und wuͤten immer fort, 
Ein jeder Theil an ſeinem Ort 
ie Warheit will verdruͤcken. 
Die Frommkeit hat bey ihn tein Platz, 
Du ſich ie ” ſchmuͤcken. 


der nicht will ihre Willens ſeyn, 

ſuß einnehmen vielSchmach und Pein 

u hond wir zuge BEE — 
bWelches 














378 — 63 Fr BER | 


— — 


Welches Geiſt * e aber Kinder edle | 
Thun ſie fein offenbaren. 
16. 


Der arg S Satan die alte Schlange & 
Ein Mörderin von Anefanyg, 
Dem fie ſich hond verpflichten, 
Derfelbig fie regieren thut, | 
Und gantz nach ihin abrichtet. 4 


197 
Die unwiſſend und gottloß Schaat 
Hielt uns gfangen vier gantzer Ja 
Zu Wicklingen auf dem Schlofie, 
Da muften wir um d' IBarheit gut 
Leiden viel Zwang fehr arofe: 


Aus altem Haß, * liſchem Rd, 
| Hat man ung da ein lange Zeit 
Mit Waſſer und Brod gefpeifet. z 

Aber der Name GOttes hoch 
Sey darum hoch — A 


Der ung doch wie eh treuer Sort. Ir 
- Benfteht, uns hilfft in aller Nord, 
And gibt ung viel Gedulte, —4 
Ja mach uns ein Auskommen fein 
In feiner Gnad an Hulde. H 


IM 
Wie er dann auch von Anfang ber 





len Srommen in Noth und Gfaͤhr 
Gar fein zu huͤlff ift kommen, 

fo. hat er ſich unfer anch 

zu diejer Zeit angenommen. 


8 u ala... 

ir haben uns ſein r Güte groß 
Zu erinnern ohn Unterlag, 

je er uns und den Alten 

eweiſt, und eh bewiefen hat, 
Die ſteiff an ihme halten. 


—— 22, 
sie hat er nur den Eliam, 
Den Daniel, Jeremiam, 
Mungers⸗Noth thun fpeifen: 
5 sollen wir ihn heute noch 
Bor feine Güte preifen. 

wi a 
san wir ſein r Güte dencken nach, 
Wie er fein Volck Iſrael auch 
peifer mit Himmel-Brodte, 
Wir tröften uns deffelben noch, 
unſer groſſen Nothe. — 









b man ung ſchon am Leibe hie 
N und qualet ſpat und früh, 
aß fich der muß verzehren, 
Was liegt daran, wann nur der HErr 
ie Seel uns kan ernehren ⸗ 
9 —* „RS Bo Dies Eh 












En ie... . Lied 


mm TER nee 





— — — — — 





—— wir uns mit hantzem &’ ii 
Berlaffen auf des Herren Güt, 
Die wird ob uns bie walten. J 
Er machs mit uns nad) feinem WB 
Thu uns nur — erhalten. 





Bruͤder und allzugleich, 
Wißt dag wir find des Troftes ie 
Allein in uns der Herre 
Wuͤrcket bißher durch feine Kraft, } 
| Zu feines Namens Ehre. 1 


un 
Ohn ſein Krafft wir vermoͤgen nich, 
All unſre Staͤrck wär Doch entwicht 
Das Fleiſch iſt doch kein nüße, 
Aber der HErr durch ſeinen Geiſt 
Staͤrck uns widers Feinds Trutze. 
28. 


St. Paul daffelb auch zeiget an, Y 
Daß kein Kraft nichts vollbringen Pa 
E Es thuts allein der HCrre. 
Denm ſey von ung viel Lob gefagt, 
Von jetzt und immermehre, Ame 
Das 64. Kied, 
Ein ander febön geiftlich Lied, v 
der zufünfftigen Herrlichkeit. Sm Thon, D 
weg iſt mir genommen. Lper, AU Die 


ijhr jetzund od Wale. 
RT 


Ai 









Das Lied 


er — 


Wrtzlich thut —9 — 
Die Liebe Sommer⸗Zeit, 

zenn Gtt wird ſchoͤn verneuen 

Alles zur Ewigkeit, 

en Himmel und die Erden 

Wird GoOtt neu ſchaffen gar. 

Creatur foil werden 

Gans herrlich hupſch und klar. 


ie Sonn wird * und reine, 
Her Mond und Sternen all 

ar viel mahl heller ſcheinen, 

Daß man ſich wundern ſoll. 

as Firmament gemeine 
Wird Gott auch ſchmuͤcken fein, 
as wird er thun alleine, 

Zu Ran der Kinder fein. 


3. | 
ſo wird GOtt neu machen \ 
Alles fo wonniglich, 

or Schönheit wirds gar lachen, 

Und alles freuen fich. 

on Gold und Edelfteme 

AU Ding wird fenn geſchmückt, 

it Perlen groß und Fleine, ER 
als wär es ee: —F 


Zunge kan rei * 9* 











a Hau 
" Bank völlig wieder geben, 


Y 8 * 
2* 





= Pe # 4. h a 
zz 0 2 —— Das Lied 
x 


een Br 2 0 
Die ewig Zierheit groß, - 
Man fans mit nichts vergleichen, - 
Die Wort find viel zu bloß: 
Darum wollen wirg fparen 
Biß an den Füngften Tag: 
Dann werden wir erfahren 4 
Was GoOtt ift und vermag. 


5- 4 
Dann Gott wird bald uns allen ° 
Was je gebohren ft, - 
Durch feine Poſſaunen⸗Schalle 
In feim Sohn Jeſu Chrift 
In unferm Sleifch erwecken 
Zu groſſer Herrlichkeit, 

Und klaͤrlich uns entdeckren 


* 
x 





Das ist gewißlich wahr. J 
Uns Leib und Seel verklaͤren, 
Schoͤn hell gleich wie die Som, 
MNach Luft wie wirs begehrten, 
| Uns geben Frend und Wonn. 


Sein Engel wird er ſchicken 4 
Der HErr Chriſt unſer Troſt, 


Tg 








f N . LE 5 
Be Ar a Ta T E FE 


Das nid 39 
hm entgegen zu zuͤcken, 

Der uns aus Lieb erlöft 

zird ung gar fchön empfangen. 

Mit aller Heilgen Schaar 

1 feine Arm umfangen, 

Und ung erfreuen gar. 

we 8 


a werden wir mit Steuden 

Den Deyland fchauen an, 

er durch fein Blut und Leiden 
Himmel aufgethan, 

liebe Patriarchen, 

Propheten allzumahl, 

— 2— getoͤd'ten, 

Sen ihn ein groſſe Zahl. 


e werden uns annehmen, 

ihre Wrüderlen. 

unſer garnicht fhamen, 
Ins mengen mittenen. 
ir werden alle tretten 
zur Rechten JEſu Chriſt, 
unfern GOtt anbeten, , 
Der unfers Sleifches ift. 
Io 


wird zur rechten Seiten, 
lus freundlich forechen zu, 
nme ihr Gebenedeyten, 






a0 1 





Dr 5 SEE FE 
f 





ei 344 —* Das Lied. 


Zu m meiner Ehr und. Ruh, 1 
Ich nd jolt ihr creiben 8 
Meins liebſten Vatlers Reich, 





Daß ich euch that erwerben, 


Drum fend ihr Eben gleich. 


Alsdenn wird Bot recht a 
Die Hottioß boͤſe Welt, - 
Das hoͤlliſch Feur ſo ſhlichten 
Die Suͤnd mit bavem Geld, 
Den Teuffel und fein Rotte, 
Die Heuchler Mamnons-Rned 
Wird Gott zu ſchand und pon 
Urtheilen nach ei) Recht. 


re 
. Bird fih gar 4ornig ſtellen, 


Wer Sp zur liucken Hand, 
Ein recht gleich Urtheil rauen, y 
Mit Worten fo. genant, 
Gebt hin ail ihr Berfluchten 4 
Zum hoͤllſchen Feur erkannt, 
Ihr Boͤſen und Verruchten, 
Ins Teuffels Strick und J 


wer 
Alſo wird BOtt eri ſoſen 
Uns gar aus aller, Noth, 
om ZTeuffel, allem Boͤſen 
Mc Truͤbſal, Au und Er 


“ 


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. 1, 
4 ur 4 a —8 


es Ne ei % 
vw ” 
te Er Re; ET > * 
— 


stur, ri ee 
ar Das’ &4, Lied 248 
on Trauren, Weh und Klagen, 
Bon Kranctheit Schmerk und Lend, 
on Schwermurh, Sorg und Zagen 
Bon auer boͤſen Zeit. 


14, _ 
ann wird der Herr Chriſt führen 
Uns die wir ihm vertraut, 
it groffem jubiliren, 
Sum DBatter feine Brauf. 
er wird uns bald fchön zieren, 
Und freundlich lachen an, 
it edlem Balſam fehmieren, 
Mit G'ſchmuck begaben ſchon. 


| Be 

e Braut wird GoOtt neu Fleiden 
Bon feinem eignen Giſchmuck, 
| güldne Stück und Seiden, 
In einem bunten Rock, 

n gülden Ring anfterken 

Der wahren Lieb zum Pfand, 

r Scham auch wohl zudecken, 
Daß fie nicht werd erkannt, 


1 16, 

Dtt wird fich zu ung fehren, 
Eim jeden eben auf 

n güldne Kron der Ehren, 

Ling hertzlich lieben drauf, — 
ird uns an fein Bruſt drücken | 
ee 32 Freunde· TU 





— 


—— — 





UMSE ” 
Freundlich und värterlih 
An Leib und Seel uns ſchmuͤcken, 
Mit Gaaben ſaͤuberlich. 


— 17. 
Er wird uns froͤlich leiten 
Ins himmliſch Paradeis, 

Die Hochzeit zu bereiten, 
zu feinem Lob und Preiß. 
Da wird feyn Freud und Wonne, 

In rechter Lieb und Treu, 7 

Aus Gottes Schak md Bronn 
Und taglich werden neu, 


18. 

Da wird man hören Flingen | 
ie rechten SäntensSpiel, 
Die Mufie Kunft_ wird bringen ” 
In Gott der Freuden viel. + 
Die Engel werden fingen, r 
Au Heilgen GOttes gleich, 7 
Ven Himmeliſchen Dingen, 
Hoch in dem Himmelreich. 


19. 
Kein Ohr hat je gehoͤret, 
Kein Aug geſehen nich 
Die Freud ſo Gott beſchehret 
Und denen zugericht, Hi 
Di GOtt werden anſchauen, 
Von hellem angefichl, 


dc 









es J 

I ww 
5* — 
2 s 
Bes 









Re" sg de a A 
en... | 
lich mit ihren Augen, | 
das ewig wahre Licht. 

20, 
wird GOtt erfüllen, 
(les durch feine Kraft, | 
h feines Volckes wilen,. 
Jurch feinen Geift und Saft; 
ich gantz felbft zu eigen 
Ins geben völliglich, . 
all fein Gut ung zeigen 
m Ehrifto ftätiglich. 


2I, 
Gott wir werden halten: 
)as ewig Abendinaal, 
Spei wird nicht veralten 
uf GOttes Tiſch und Saal, 
werden Srüchte effen 
on Bann des Lebens ſtaͤt, 
1 Brunn des Lebens flieſſen, 
rincken zugleich mit GOtt. 


n 22. 

unſer Luſt und Willen, 
das unſer Hertz begehrt, 
5 ir mr wuͤnſchen woͤllen, 
soll alles fern gewährt, 
werden wir ung freuen, 

tt Toben ewiglih. | 

ahrer Lieb und Treuen N 
Ba: Se 3 B 


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sa: _ Das e & eb m 
Seder wird J fi — 


Wir werden ſtaͤts wi Schalle 
Bor GOttes Stuhl und Thron, 
Mit Sreuden jingen alle, | 
Ein neues Lied gar ſchon. 
Lob, Ehr, Preiß, Krafft und Stäte 
Gtt Darter und dem Sohn, 7 
Des Heilgen Geiſtes Wercke, [ 
Sen Lob und DER gerban. 


Mit Sreuden — ſingen 
Hie Kinder Gottes all, | 2 
Das Lob dim Herren bringen. 
Hit freudenreichem Schall, 
Durch Chriſti Geift und Gaben, 
Wird nim merinehr vergehn, 
© geopler-dann wir glauben, 
Bor € Fort im Werck beſtehn. 


Das Ey. Kied. 
Tes Dichters Zugab mag auch, 
I Weiß gefungen werden. » 

I, 
NMRoͤlich pe ich zu fingen % 
(; Sonn ic; folch Fieud betracht, 
Lund sch in vollemn — 2 


—9 


u u u ih We 


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A a Ada —* J ER 
Be. Das er. CLied. 34 
Mein Herk vor Zreuden lacht, - 
in Gimuth thut fich hoch ſchwingen, 
Yon diefer Welt und Macht, 
hn mich zu folchen Singen 
Der Welt ıch gar nicht nicht acht, 

TER BR 2 


um wolln wir nicht verzagen, 


5 


"5 m 











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23 

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LE A IB 8, PER 4— Ei \ 
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his, 


* — A 


9a 7 Daser Lied. 


Ihr Sachen liftig biegen, 


| 4 
Nachdem der Wind her geht, 


Aus Furcht die Warheit ſchuegen 


3 


Bas jeßt am Tage ſteht 


i ‘ sy 
‚Man laß die Melt nur toben,- 
Und redlich Lauffen an,, 
Es ſitzt im Himmel dröben 
GEgdtt lob ein ſtarcker Mann, 
Er wird gar bald gufwachen, 
Der ewig ſtraffen tan, 


Der Richter aller Sachen, 


Er iſt ſchon auf der Bahn. 


6. 
Der Bräutigam wird bald ruffen, 
Konunt ber ihr Hochzeit⸗Gaͤſt. 


Ach GOtt daß wir nicht fehlieffen, 


I In Sünden fehlunmern feft, 
Bald bon in unfern Handen 
DE Ampel klar, und Licht, 
Und ung nicht dörffen wenden 
Bon deinem Angeficht, 


/ a 
Der König wird bald kommen, 

Dr Hochzeit⸗Gaͤſt beſehn. 
Wer vor ihm wird erſtummen, 


Dem wirds gar uͤbel gehn. 


— 


C VGott HU daß ich hab⸗ 


Mu. 


— 7 
eo, Pie 


* 


J 







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Ur — —* 


4 ı 5,0 Ze 
x s - 


* Das er Lid, 38. 
Das recht hochzeitlich Kleid, 

m Glauben deiner Gabe, 
zu geben rechten B'ſcheid. 
Pe F 


GoOtt durch deine Güte 
ıhr mich auf vechter Bahn, 
Err Chriſt mich wohl behüte, 
Sonft möcht ich irre gahın 

lt uns im Glauben fefte 
Ne böfen Zeit, 







F daß ich mich feäts rüfte 
Zur ewigen Hochzeit-gucud.,  < 


9. 
init will ich beſchlieſſen ia 
DIE froͤlich SommerzLied. 
‚wird gar bald ausfprieffen 
Die ewig Sommer-Bluͤth, 
GOtt geb im felben Jahr, 
ß wir der Sreud genieflen, 
AMEN das werde wahr. 


Mi | Das 66 Lied, - 
1 ander ſchoͤn geiftlich Lied, vomlins 
heid der beyden Schwerdter, nehmlich des 
dts Der Nach, und des Geiſtes. Im 
‚wie H. Büchelsfied. Oder, Es 
gab fich auf eine Zeite. 


5 Fi 






Ss 


” ea S S 








| 3 Das 66 66 Kid, Mr m 


— — — 


# 
EJau⸗ Morgens fr vor Tage, E 
Als ic) erwachet war, % 


Hoͤrt ich ein ſchwere Klage, 
Von eim gottsfuͤrchtgen Sing 
Dor Bor redt er % ſchoͤner Ding, 


ED BD Vatter für Ewigkeit! i 
Sprach) ſich der Jungeling, 
RKlag dir meins Glaubens Schwache 

Frag dich mein Gott ins Himels thrü 





Ob du mir wollt = Antwort hung 





Sprach GOtt die Weißheit, 
Was du begehreſt Fungeing 
Don mir daß ich dirs tage, ® 
Der Krancken ich ein Arte bin, 
In Chriſto fach, da findſt du ihn. # 
Die Gſundheit hab ih funden | i 
In Ehrifto deinem Sohn, 
Daͤnck dir O GOtt der Stunden, 7 
Haß du mein Herk in Fried geftell 
ber an mir gar Hi; noch fehlt, 


GOtt ſpricht, von meim Sohne 
Hertzlich HRemuͤthigkeit, 
So "aloe dir e- * 


vr 
Kr,‘ 


4 





NN 





Des. 66 "20. 


on ſchmach i in aler p pein, 
ii auf dein MER: trett mir ein, 


g Ereuts s und Sach mein HErre 

Ich mich nicht wehren will, 
itt aber dich gar ſehre, R, 
Um Krafft * g dult/ dieweil nicht iſt 4 
Bey mir, zu b * zu aller feift, e 


ns Gott das Wwig Gute, 

Mein Sohn du liebes Kind, 

seil du haft gringen Muthe, 

Wiß dafs ich treu und Bean bin, 

Lad niemand * auf, des troͤſt dich 
| mein. 





3— 


on wegen deiner —— 
Iſt dig mein erſte Fraͤg, 
b der G'walt auch Macht hab 

ei zwingen glaubens= fach auf Er 
—*— nd r ing a Ehrifti gehört? 





1 mein Reich hört ein zwangen, 
Durch Moſe Giſetz und Schwerdt 
riſti Reich iſt angfangen, 

er will der. konim mit Eil bereit, 
Wer n kriegt ewig Leid. 
er | ſich deiner Leyn annimt 





Hr 






ae ni: 
SE — * all j ä * 








su Dascetis 7 
Durch Gdult und Glaub auf Erd, 
Bald ift der G'walt ergrimmte, (hit 
Faͤhrt g ſchwind mitihninsg’fangun 
Don dir abwenden ſteht ihr finn. © 


II. 
Kein Trübfal laß dich wenden 
WVon mir du liebes Kind, - 
Idhr Hertz ſteht in mein Händen, 
Auch ſind all haar deins haupts geze 
Dern keins ohn meine Willn abfı 


) 12; 
Auf dich will ichs recht wagen, 
GOtt biß meins Munds Dolmetſch 
Noch thut der Gwalt mich fragen, 
J Ob er nit Chriſtlich faͤhret bie (fruͤh 
JSo' er das Schwerdt braucht ſpat um 


J— 13. 
Geiſts Schwerdt iſt uͤbergeben 
Chriſto, und nicht dem G'walt, 
Damit zu widerſterben —29 
Dem Feind in aller Noth mit G'dult 
Wer anders fecht, verleurt mein huld 


14. 
Geiſts Schwerdt will jetzt nicht haben 
Die weltlich Obrigkeit. 4 
Thut bald hoch einher traben, (bie 
Sagt wañ mans ſchwerdt nit brauchet 
So wuͤrd man leben wie das *9 
le 15. M 











BED A 
Pan EL a 
bi N ET, DE - 
= UT a. 
— 
Das 66 Lied. au | 
— — — — — — s—— — 





Be 15. | 
sft Doch das Schwerdr gegeben 
Allein zur Rah und Straf, 
Jeren die übel leben. Ä 
& lang bi auf beftimmte Zeit, 
Wie Daniel und Paulus fait. (9 


—6 
dabey will jetzt nicht bleiben 
Das Schwerdt der Obrigkeit, 
hen Titel thut ausfchreiben (Erd, 
EinSchuschriftilihenGlaubens auf 

Und das fo lang ihr Leben währt, 


| 47: 

Jen G’walt hab ich nicht g’fchaffen 
‚Daß er ſolchs firaffen foll, 

Inwilligs Hertz mit Waffen, . 

Gezwungen Dienft ich nicht begeht, 
Noch den Herrfcher, laut meiner Lehr. 


HER, | 
ir GOtt Flag ich mein Nothe, 


‚Schau was beſchwert mein Seel, 
Sie ſtelkn in Wein und Brodte 


— 





2 Der 
(*) Rat. 73. Dan. 9. = " 
2 in — 





D Hoc) kuͤmmert 5* und harte 





14 










N Ir se STEHE Das 68. Kied, 


. 

| Der Seelen: Ien-Speif « acht nicht t ſo 4 
Such die in Feiner Ereatur, 7 
Allein in —— * und pur. 


Das Schwerdt der Oberkeit, 
Sich wieder dich fo ſpaͤrte, 

Sagt du habftsin dein Reich bern 

Dardurch die 5’ on ſeyn vergi 


Was kuͤmmert dich f ehe, 
Sprach Gott der herrſchend HErr⸗ 

Schwerdt iſt ein Grimm meins Zor 
Damit ich ſtraff gleich boͤß und gu 
Auch meine nr fi diefer "2 


Daß ich dich drum begrüffe, TE 
Sch arınes Würmtelein, : 

Macht daß ich gern wolt wiffen, 
Weil der Gewalt in diefer Welt, 
Sic) alfo an — — geſtellt. 


Wer ſich dahin thu fieflen, | 

ESpyrach GoOtt der höchtte G'walt, 

Muß ſeyn der Teuffel G’felle, 

Als der wuͤſt Greuel in der Welt, 

ie ich durch Daniel hab — 
24 


a — 


—— Dam 9, 





PE aa —— 
** — nr Ye 
Be ER 
\ 2 * 2 4 ie: 


= V 1 F Is .i 
— — en RE Pie: a EEE 


Das 66, Bed. — 9 





— — 


ix. a 


24. 
s0 En ich dich mein Here | 
Hoch in des Himmiels-Thron, 
Bolift mir den Glauben mehren, 


Ver einiger Rach bewahr mich ſchon, 
two ——— J— 


Rein Keich wird N erhaben, 
Sprach GOtt Vatter im Sohn. 
der überwindt im Glauben, 

In Lieb und G’dult zu aller frift, 
Hat keinen Dim dan JeſumEhriſt. 


Ja der Glaub Br Fein Schutze 

In dieſer gantzen Welt, 
zeweiſt ihr Grimm und Trutze. 
Bin wohl vergnuͤgt durchs Worte dein 
Bitt dich o Gott on ſchildmaũ ſeyn⸗ | 


Yaruım weil der 8 — ſuchet 
Allein ſein Ehr und Nutz, 
»ie Kinder mein verfluchet, 
Tödten und rauben jammerlich, 
In meinem Zorn will rächen ich, 
28 


) BO meiner Seelen Heyle! 
Hat dann der irrdiſch Gwalt 
ji deinem Reich Fein zheile? ? en 
ey} 








SuM, Er: 
b / —9 5 
u 






Dass Mid 
So iſt mirs doch ein Herkenleid, 
Daß ein Menſch ſtirbt in Ewigl 

J A | 

. Bott wird die Schwerdter beyde, 

Jedes an feinem Ort, | 
Dort von einander fehenden. 
Das geiftlich in mein Reich gehört 
Das weltlich wird hinaus gefpe 


30. — 

Lob Ehr ſey GOtt im Throne, 
Auch in dem Heilgen Geiſt, 

Und ſeinem lieben Sohne, 4 

Dem Weſen der Dreyeinigkeit, 

Daß mir die Antwort haft gefaik, 


er | 
Darbey laß du es bleiben, J 
Die Rach iſt mein allein, 2 
Ich fans gar wohl auffchreiben, 
Ein jeden darnach er fich hält, E 
Vercrgelt ich wie es mir gefällt. a 


32. R 
Der diß Lied ſetzt zufammen 
Deß Her kent GOtt allein, 
Hats thon in Chriſti Namen, 
LQurch Ausſpruchung des H. Geiſ 
Gott hört die Ehr, er hats gele 

- AMEN. 


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3 -%& i'nza Fe. 
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ae. Bio. un Bi 
Das 67. Kid, , 
a ander fchön Lied, Geht im Thon, 
An Waſſerfluſſen Babylon x. 


I, A # 
AS Wort der Warheit JEſu Ehrift, 
) Ais jeldft der Erxfigebohrne, 
er neuen Menfchen Vaͤtter i ft, 

Das alt Sleifch ift verlohren. 

achts neun durchs himliſch Waſſerbad, 
Bande Suͤnde gar nicht fhad, 
Thut Die von neuem gebähren, 

1 himmliſchen Serufalem, 

zeigt GOtts Kinder angenehm, 
Thut fie durch fein Geiſt lehren. 


2, 
r Schöpffer auch hie Batter heiſt, 
Durch Ehriftum feinen Sohne. 
wurcket mit der Heilig Geift, 
Finiger GOtt drey Namen, 
m welchem formt ein GOttes Kind, 
waſchen gank rein von der Suͤnd, 
Wird geitlich g ſpeißt und traͤnctet 
t Ehrifti Blut, fein Willen but, _ 
verſchmaͤcht aus gantzem muth, 








Der Vatter ſich ihm ſchencket. 
mm nun das Kind geheiligt itt, 
Thut uns S. Paulus lehrten. 

Ya Im 






Ba... = 


Im Namen md im Weſen Chrifb, 









960 Das ki 


— 


Und im Geiſt unfers Herren, 7 
Sin Fleiſch er dann auch zeigt und eh 
Und aue Ding nach Chriſto kehrt, | 
Mir Beten und mit wachen, 
Sein Suͤnd beweynt und wird ihr fein 
Hr GoOtt er ſich hertzlich vereint, 
Das macht all Engel lachen. 


wre 4. * 
Gehorſamlich der Menſch dann lebt, 
In GOttes Furcht und Wien, 
Sein Hertz ſtaͤts nach dein Himelfirdl 
Das G'ſetz thut er errüllen. Ä 
Er glaubt und liebt, niemand betrübt 
In Gottes Wort fich hertzlich übt, 
Has iſt fein Speiß und Leben, ” 
Die Chriſtlich zucht und Glaubens fruk 
Sie Chriſtus bey den Seinen ucht, 
Thut reichlich von fich geben. 3 


. Kal TA a. 
Alſo waͤchſt aufitäglich das Kind, 7 
Vor GOtt und vor den Leuten, ” 
Es fiegt über. die Welt und Stud, ” 
Durch) Ehriftum tan eg ſtreiten, 
And fteiit ab was ihm fchaden thut, 
Erſchreckt fich nicht vor Fleiſch und B 
Doch in himmliſchen Weſen 
Dauñ bricht ers Brod, und daucket 
gi 


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Bu’ Wi 
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RESTE 






h J 
ar J % Bon nr , — 
AN x ES ” i De — Erw Fi — — 


ein'n Mächten liebt es mit der That, 
Hilfft daß er auch mög g'neſen. 
dr * * 


ſan ſpuͤrt die ſpeiß beym Menſchen bald 
Wann er in Chriſto lebet, 

nd Chriſtus in ihm ſolcher Eſſtalt, 
Sein Geiſt den Menſchen treibet 

ur engen Dort ins Himmelreich, 
urch ſchmach und Ereuß wird Ehrifto 
Als ſeinem GOtt und Herren, gleich, 
einuth er lehrt niemand befchwert, 
sie das der Heilge Geift erklärt, 
Sein Glauben thut bewähren, 

= ’ ; Br 7, — | 
in folcher mag recht werden gtaufft, 
Wenn er ft neu gebohren, 


urch Ehrifti Blut erlöft und Faufft, 
Sonft war es all’s verlonren, 


enmBrodbrecbenwärhtman diefüfy | 


sie Chriftus feine Juͤnger hieß | 
Die Lieb einander reichen, — 
an wird darbey erkennen frey, 
selches das Haͤuff lein Chriſti ſey, 
Lieb iſt das einig Zeichen. 
Ben iſt Diefer Menfch fürwahr, 

Thut fich mit niemand Mmalten, 

m iſt der Handel offenbaht, : 

* Aas- Se Mm 








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sn. —— — 


362 Das 67 Ried 


N 


| 
Das Hindre er nicht vorne wend, | 


Hie oder da, noch anderswo, ; 


| 9. | 
Er bat auch auf die Sendung acht, 
Sieht bald was jeder bauet, 
Ob ih der HErr zum Diener mach 
Sein Güter ihm vertrauet. RN 
Dann welcher von Eott iſt gelehrt, 
E ein Lauff mit dem Leben hewaͤhrt, 
Auf Chriſtum GOtt den HErren 
ALS richt und wend, Anfang und Ei 
Das aͤuffre nicht in Ehrifto Ichand, 
Wie falfch Proppeten lehren. 
\ Io; ; —J— 
Das iſt ein kurtz RLummarium 
Von Chriſtelichem Weſen. —J 
Wer nicht in Chriſto recht wird from 
ser kan keins wegs geneſen. 
Wers mit der wahren Kirch nicht br 
Sie Ehrifte ihrem Gemabl afault, 
Auf den Felfen gegrimdet, 7 
Dem Heilgen Geiſt auch Ghorſamle 
Darnach er. ein Kind Gottes belle 








Das 67 Lied. 965 


— ni rn en 


Die ung die Schrift verfimdet- 


II, - i 
ennt aber jemand Ehriftum baf, 
Und fan ung beſſer lehren, 
ver woll uns auch berichten dag, 
Hiemit wir ihn befehweren, 
aß er ums deß theilbafftig mach, 

n folcher hochwichtigen Sad. 
Aus Heilger Schrifft nit Grunde, 
onſt unterlaß, weiß ers nicht vafi, . 
hit niemand aus Neid oder Haß, 
Gedenck der lebten Stunde. 


ER, \ F 
ann ruͤhmt ſich einer JEſu Chriſt, 
Bon ihm iſt neugebohren, 
erſelb warlich nicht neidig iſt, 

Hat die Natur verlohren, 

ie er von Adam hat geerbt, 

a er nach dem Fleiſch war verderbt. 
Hat lieb nach GOttes Willen. 

ii will er hie, dag man ihm thuͤ, 
ut er ſeim Naͤchſten par und früh, 
Das G’fats thut er erfüllen, 


a ya, | 
uͤhmt fich jemand Apoftel-Amt, 
Und fan fonftnichts dann fchelten, 
aß er auch unerkannt verdammt, 
Thut Boͤß um Guts vergelten. 
u 3 Und m 














364 Das 68 Lid. 

Lind richt allein auf hören fg 

Bricht von eim Zaun groß zanckun kla 
Der foll eg wohl bedencken, 

‚Ob es ihn Frey, und merck dabey,/ 

Weß Geiſtes Kind ein ſolcher ſey, 
ODiß Lied will ich ihm ſchencken. 

AMmE9 


— 


Das 68 Lied. | 

Ein ander. ſchoͤn und tröftlih Lie 
in der Jahrweiß gedichte. Oder, Do: zu 
will ıch heben ar. Don Sigmund” 
Boſchen gemacht. 


* Be 
G Ott Vatter, Sohn; Heiliger Ge 
I In deinem böchften Throme 
Ein weſentlich Perfone, - 
Heiliger Namen Die, — 
Gib mir zu thun den Willen dei, 
Hit Kraffien wohn mir ben. 
O Ggott gedenck meint Bloͤdigkeit, 

Ohn dich ich nichts vermage, 
Dein Lob bringſt du an Tage. 7 
¶ arum du auch allein bit Here, 

In deinem Namen heb ich an 

Und fing in deiner Ehr, 0 
Wie ſchwach ich bin in meim Berfke 
Ben mir ich möcht verzagen. 
DO Ggott halt mich in deiner Han 


KR 





Das 68 ieh, a 4 | 


Sonft m möge ichs nicht ertragen, 

‚ls ich dir. bie muß Klagen, 

D lieber HErre nein, 

6 bitt dich durch. Dein lieben Soft, 
‚Du woil mein net un 2 


ͤrt zu ihr Seel und auch Erd, 
Hört zu ihre Menſchen⸗Kinder, 
ʒtt ſchuff uns auch nicht Inder, / 
Dann Adam im Paradeiß, 
T gab uns die Geboͤtte fein, 
‚Zu halten die mit Fleiß. 
r legt uns für Segen und Fluch, * 
Den Tod und ewige Leben 
O lieber Menſch merck eben, 
Bie klar ich dir geb mein Gebott, 
Huͤt dich thu weder zu noch von, 
sonft wirft du ausgerott, 


Sch bin allein dein Gott md HErr, IN 


Rein Wort wird nicht gebrochen, 
Wo ihr nicht bleibt in meiner Lehr, 
aß ichs nicht ungerochen, 
” ich dir hab verfprochen, 

O Menſch gedenet daran, 
S wirttn Wort ee noch von, 


3— Bidnus mi n machen. nit, . 


a4 Bey M 


Pr 1 
; 








63 Da ski 
Ben keinen Ereaturen, 

Fuͤrwahr es wird dir ſtauren, 
So dein Herk wirft hencken dran, 

. Der Sluch gar bald kommt über di 
Die Schuld will ich nicht han. 
Kein Menfchen G'ſatz will ich nicht hr 

Damit man mich mög ehren, 
Mein Wort damit verkehren, 
Ich nehms nicht an, es ftinekt vor m 
Damit haft du den Tod erwaͤhlt, 
Lind bleibe die Schuld auf Dir. ’ 
Darum merc auf was ich dir ſag, 
In diefen letzten Stunden. | 
Dein Bund gilt big an JTuͤngſten 
Da all Ding wird erfunden. e 
sch reds aus meinem Munde, f 
Und ſchwer ben meinem End, 
Der mich nicht hött, bleibt nicht darbi 
Der ftirbt m Ewigkeit, 


i h 4. | 
Deß ſolt du nehmen eben wahr, 





Ben viel der Engel fehone, 

Stieß GOtt aus Himmels Thro 
U iein um ihr Ungerechtigkeit, | 

Auch Adam aus den Paradeif 
That nicht was erıbmfait, © 
Die gautze Melt zu Moe Zeit, 

Dig in Die acht Perſonen, 









Ee__® ee 
Erfanne er auch mit Wonne, 
a wegen der Lingerechtigkeit 

Noa predigt ein lange Zeit, 

IF nicht was er ihnn fält. 
Darzu das Volck in Babylon, 

ie hoch fie thäten bauen. 

Doch mögt es nicht vor GOtt beſtohn, 
a er ſie that anſchauen. 5 
Er that fie all zerfiräuen, 

che bi am Züngiten Ta, > 
Bas nicht aus GOtt gepflantzet iſt, 
geftrafft nicht bleiben mag. 


eich wie es g'ſchach den Sodomer, 
Ben Lots Zeiten des Zrommen, 
rt GOtts Wort bat vernommen, 
Damit er fie all überzeugt, 
ihnen wolt es heiffen nicht, 
Sie fagten all Er leugt. 

eich wie es geht zu Diefer Zeit, 
Mit diefer Welt jo fehnöde, 

r Oberfeit ſo blöde, | 
Sie draͤut uñ zwingt zu menſchen g'ſetz 
weh, O weh du ſchnoͤde Welt! 
Du thuſt dir ſelbſt zu Trotz 
u friß ſt und ſauffſt, und hurſt dabey, 
Mit Menſchen⸗Gſetz wilt werden frey 


Das 68 Lied. * 


— — —— —— 





AURS X 














368 | Das 63 Lied 

Du uw wirft auch niit verbrennen, 
GOtt wirds im Zorn zertrennen 
Gleich wie zu ſener Zeit. 
er dir das ſagt, dem wirft du gi 
Verfolgeſt ihn — Neid. 
— 
Wie es auch ging Ki Mofe Zeit, ° 
Dem Volck von Firaelen, } 
Das Pharao that udn, 

Es g ſchach zum Vorbilddiefer I 

Die Gott aud) jesund quaͤlt fein 
Wie vorhin iſt gemeldet, 
Wie dann nun all Ungerechtigkeit 
Empfaͤht ihr'n rechten Lohne, 
Wird Gott auch jetzt nicht ſchonen, 
WVon wegen feiner Grechkigkeit, 
Die dieſer Belt nicht gefallen will 

Wie offt wird gerät, 

. Du bift bezeugt mit H. ur % 
Durchs EB und all Propheten 
Dein Menfcheng feh wird dir zu GH 
Der Buchſtab wird dich tödten 
In Deinen groffen Noͤthen. we 
Es wird noch alles offenbar 7 
Vorm Richter Der Gerechtigeeit, 7 
Gar bald — er fuͤrwar. 


Alſo ſteht nun in Gottes Wahl 














en we % 
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— 19 
- m = * 
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m 2% — 


— 
MN. En EI 


. 


Das 68. Lied. 
v Tod und ewige Reben, 
Hen Meufcyen will ers geben, 
a jeden nachdem er verfchuldt. 
Mer ſtirbt nach feiner G rechtigkeit, 
etliche nach feiner Huld. 
Bott ſpricht: — ſo wahr ich I, 
1b ich Fein Wohlgefallen 
Am Tod der Sünder allen. 
jeder fich befebr und led, 
Daß ich ihm thu Barmhertzigteit, 
Id ihm dag Leben geb. 
Darum HHDtt hat Fein Schuld daran 
der Gottloſen Sterben, 


Der fich nicht kehrt auf rechte Bahn, a | 


w bleibt in feim Derderben, 
Bill nicht durch: Epriftum erben, 
erfieerlöfer bat. 

Noch wollen fie fein heilgen Bund 
icht leiden fruͤh —* ſpat. 


bricht, Kot he zu mir und lehrt 
Bon mir, Ich bin das Leben, 
ie Welt geht weit darneben. 
ah Glaub und Tauffiltgar bertkehrt, 
lehr und weg iſt Menſchen zwang, 
Von Chriſto nicht gelehrt, 
ie werden Dieb und Mörder ſeyn, 
e ua u. a 











370 Bat . 1 


As wär ir fing Lehr nicht wa | 
Und halten nicht auf fein Geb 
Ja wer nicht bleibt in feiner zul 
Fuͤrwahr hat feinen EOtt, 
And ob es gleich ein Engel lehrt, 
Apoftel und Propheten, , 
Berflucht ift es, vor GOtt verfe 
Ach weh der Schrifftgelehrteut 
Vor GOtt mags nicht beitobn. 
Darum merck auf du groſſer Ha 
Laß dirs zu — gohn. — 


Der Gwalt von SO verorduet i 
- Das Uebel ſoll er ſtraffen, 
Darinn iſt er entſchlaffen. 
Er ſteht fuͤrwahr da er nicht ſoll, 
In Gottes ſtatt, merck auf gar 
‚Die Heilig Schrifft ift voll. 3 
Er nimmt ſich an, das er nicht kan, 
In GoOttes Sach zu richten, 
Nach ihres Derkens Dichten, 
Er darff ihr nicht in feinem Rath 
Sein heilger Bund in Ehrifto b’ftal 
Der feiner G'mein vorgaht. 
| Darum ſteh Pabft und Kanfer ſtill 
J Auch aller Weiſen Rede, 
Kein ander Lehr GOtt haben will 
Weh dem der widerſtehte! 








Das 3 Bed * 


— Weiß und Lehre. 
Bor Hort iſt es Thorheit geacht, 
Chriſto feynd fie aufgefest, 

Sin Heer PInnge aus ihn gene 


e Chriſtlich G Me die wird allein 
Vom Heilgen Geiſt getrieben. 
die find uͤberblieben, 
Ri Menfchen fat nit ſeyn verwirrt, 
ein vom Heilgen Geift geführt, 
Mit Tugend fern geziert, 
18 geiftlich Schwerdt ift ihr Beivehr, 
Lieb und Gedult im Glauben, 
in Gewalt mag fie berauben, 
AllMenſchen⸗kunſt und Meifterfchafft, 
e fendt ins Heilgen Geiſtes Kraft, 
Al Welt fich daran vergafft. 
enſchlich Gewalt —— macht, 
Muß hie zu ſchanden werden, 
welt merck auf mit deinem Prachtʒ 
ir n du lebft auf Erden, | 
irſt bald innen werden, 





Dein Straff ift vor der Thür, 
18 Stuͤndlein ift bald gelorfen aug, 
e —5 * Pen; 


1 Gewalt Gott hat geſtalt, 
ein den De geben 


37% | 


Se W 








5 Das ey Lied. 


os 4 






— 
u i 
i — 


240 4 


- Die Mörder, Rauber eben, 
Die Ding man ftraffen muß. 
Liber die Frommen halten Schu 
Die wuͤrcken wahre Buf, k 
Chriſtliche G’'walt bat nicht die Geft 
"Bird nicht in Ehrifto finden 


Deß poll man eben nehmen waht 
ie Enriftus lehrt fein gantze Sch 
Im Evangelio klar. 
Er ſpricht, die Welt faͤhrt mit gene 
Die Oberkeit und Herren, 
Bey euch ſoll nicht ſeyn die Geftalig 

Bleibt ihr in meiner Lehre, 


In dieſen letzten Stunden. 


Fahrt nicht mit G’walt dahere, 


J Bey euch ift es nicht recht, 


Wer unter euch Der Groͤſt will ſeyn 
Der ſey der andern Knecht. * 


u ae; * 
Der Pabſt, Graff, Herr, Mönche 
Auch Bifheffund Erb Dechte, P 
Sie fpielen, fauffen, zechte, J—— 
Das Huren⸗Geld iſt ihn gut prei 


Daurch d'Finger ſehen fie mir Fleiß, 


Sie ſelber hond die Weiß; 
Doch will ich ſie ung'ſtraffet hon, 

Auch niemands Nach begehren, 
Wohl den n Die ſich betehren. 


— 








A Das 68 er en 
zum zeig ich den fer euel aan 
Ner Mnüchrin i auf der Bahn 
u und mit Mann, 
arbey ich wohl vernonimen han, 
ß wenig Chriſtum kennen. 
And s Thier nicht wollen betten an, 
laßt man fahen brennen, 
So viel ihr nicht entrinnen, 
mt ſich der armen Schirm, 
Run merck die ſchrifft Die davon zeugt, 
ii ubergroſſen ta ’ 
a ER 
1 grauſam bier flieg aus dem Meer 
Mit ſteben Haͤuptern ſchone, 
t zehen Hoͤrn und ſieben Krone, 
im Haupt war ihm verwundet fehr, 
3a durch Die Evangelifch Lehr . 
eröhren batder bör- 
Ein ander Thier ftieg aus dem Meen 
t zweyen Hoͤrn alleine, | 
Gleich wie das Laͤmmlein reine, 
armer Thier fein Wunden zu, 
Thut alle Macht des erften Thiers, | 
in Chriſt hat vor ihm ruh. 
s Pabſtum war ſchier gar verwundt, 
Durch Evangeliſch Lehre. 
bt widertentfi in ihren Wand, 
zn ʒ widerchriſtlich Heere, 











* 











j74 | | Das &. 22 


m mm ö— — — — 


Durch zwang und Menfchen £ Lehr, 
Steigt auf ins Lamms geftalt. - 

Es fey fürwahr zwey groffe Thler, 

Der neu Pa mi der alt. 


Sie haben Fuͤß gleich wie die Bär’ n 
Und eines Loͤwen Munde. 
Idhr Lehr wende ſich all ſtunde, a 
Der Hund frift, was er gefpieen 
Die Sau waͤltzt fich wider im Ki 
Wie man ſieht fruͤh und ſpath, 
Ich bitt euch all um GOttes Ei 
—8 euch doch nicht verdrieſſen, 
Laßt euch der Warheit g’nieffen, 
Dann es ift alſo Hlaram Tag, 7 
Auch thu ich weder zu noch von, 
Dann wie die Schrifft vermag, 
Ob fie mir darum werden end 
Und mir zumböfen rechnen, 
So thun fie wieihrs Vatters 
Die GOttes Sohn auch fehmähten 
Der mebr war als die Kucchte, 
Der alle Ding vermag, 
Spricht, ihr ſucht mich zu Bringen 
Der ich euch Die — ag. 
4 
Es ſteht ein Lamm⸗ auf einem Berg 
* ſeinem Volck und — 















nach dee ® Sanmnieins Rt 
8 Be mit dem heerein 
ligt den Hellgen obe 
it Schwerdt > Gfaͤngnuß grobe. 
D GoOtt hilff du in ſolchem Streit, 
» uns den Geiſt der oben lit, 
dien fehweren Zeit. N 
zohl dem der in dem Herren ſurbt, 
n Seel mit Gedulte, 
as er nicht mit der Welt verdirbt, 
ſchlaͤfft in GOttes ‚a 
do fie im Glauben ii, 
Re Br —3 —8 Sraße ‚ 





















— 


une d * — War 
agt im Propheten, 

B geſchrieben ftehte. 

. id te 2 der lee Sau, 
neh nicht du Fleiner Ha 3 
du ſiehſt folchen Lau 


eich ift ſchon bereit, 
all die ı muß brennen, 
nit ihm reunen, 

tr ey derS — VD —— 


— — 








Dash 
Der falſch Prophet mit feinemY 
Kein Ruh harnimmer et; 7 
Die Bücher werden auffgethan / 
Da wird all aiing erfunden, 
DE bey dem Lamm nit gſchrieben ſta 
Die werden hart gehunden, 
Ja zu derfelben ſtunden. 
Wie es dem Thier wird gehn, 
So wirds auch. gehn ſeim gantzen 
‚Die fich verführen lahn 


H 









































Es kommt der Tag umd ift nicht n 
- Das Stimdlein wird. bald kom 
Den Böfen wie den Frommen 
Fuͤrwar es iſt ein beſtimmter Ta 
Fur Erd bein Renſch gebohren 
7 Der ihn entrinnen mag. 





8 










— 

Der Richter der Gerechtigkeit 
Wird fein Gericht auch halten, 
Den Jungen wie den Alten. 277 
Pohſt Kayſer König, surft und 
Graff Srepherr, Ritter und auch Ki 
„Die zeit ift nimmer ferr 
Das Soñ und Mond den fehein verle 
Himmel und Erde brennen, 
Die gantze Welt mit ihrem gferd⸗ 
Au Shhlecht chreyen ind warnen 
Die OOtt nicht lernten kennen/ 
Ba 46 i 














Rath und. Bund veracht, ” i en 
Verkehren ihm fein zeftanient, © 
3— er in Chriſto macht: 


| 18; 

m höret zu ihr Singer a 

Die d Sing⸗Schul hond Deren, 
au Die fich hond vermeffen 
‚fingen um ein güldne Kron, - 

h will euch all ermahnet hon, 
wolt mich recht verftoh, 
Die ſtund und tag kein Menfch vermag 

sch weiß wann er wird kommen. 
ch halter an ihr Frommen, 
Ob es ſchon waͤhrt viel hundert Jahr, 
is Boͤß und Gut wird offenbaht ,/ 
lohnet bey eim Haar. 
Fin Kton der Ehren ift bereit, 

e nicht mehr 1d ale 














er diefer © fallen will, > a 
Deko nung mit ihr den Lohn, Arten, VW 
Das 69. Ried, 

1 ander ſchoͤn der Sigmund Bo⸗ 
Jen, von der auserwäahlten Braut Chrifti.. 

3 Fraͤulins von Britannia Thon 
* mis 5 





um ewigen. GIER und Schinad 





em will ichs aber heben an, Mi; 
Singen in GOttes Ebr, 7 
Daß man gr £ehr auf rechter Bal 

Nach ſeinem Wort und Lehr, 
Ja nach dem Vorbild * Chri 

Der für ung dar iſt geben. 
Kein König feines a — V 
Su Die Belt hat ihn GOtt g'ſende 

Sein Wort und Menſchheit Ela 
| Auf. Erd all'n Kummer wendet, ı 
j Sie nebinen jein nicht wahr, 
J Sie folgen ſeiner Lehr nicht nach 
aarum fie müffen erfcheinen 























Die fi ch zu — Herren 
Verpflichten fi ſicherlich 
Von Suͤnden ſich betebven, J | 
Zu Lob ſeim Königreich, Be: 
Dieẽe find das Föniglich Priefter 
Sie ſuchen nicht ihr Ehre, 
Allein ihrs Ernie From. 


Er hat ein Weib ge nommen, | 
Die Ehriftlich Kirch im Geiſt, 


—4 


vo 


Di —J hat 4 re Er 





F r auch ) hangeleift. 

1 in Leben hat er vor uns Ri 
die ihm auch ale lieben... u. 
1 ihm auch a kit. ’ 


in Weib ift noch Dicht alt genug, 3 

Bin an. den Füngiten Tag. | 

efprochen war fie ihm die King, J 

— noch in der Erden lag | 

Geiſt und Fleiſch fein mu: 

y von GOtt verfeyen, 

vs duig ve ward. iz 

u er TA, 6 re 









— m Schaden. ig: 
— fe b hinder fi). 
an wer — pie veracht/ 








* — ern 
da er fe Di all ze 
rum allein Bene.‘ 












— 


380 Das o Lied. 
Die Braut gebt in den Garten, 
Ein Kronift ihr bereit 
hrs Bräufigams will fie warten, 
Abziehen ihr tödtlich Kleid. 
Eie zeugt fich ab von diefer Welt," 
Sr Braͤutgam ift ihr lieber, 
Dan alles Out und Belt, © 
— IE ae 
Die Braut fit auf den Wagen, 
Will reifen ins Varterland, 
In diefen legten Tagen 7 
Groſſer Kammer geht ihr zu Hat 
om Fürften in Eguptenland, 
Sie nehmen fie gefangen, © 
Zu Waſſer, Strict und Brand 


| ISIN OT OERHRS 
Was thuſt du dich fo wehren 
Pharao mit Heer ſo groß, 
Das; du nicht willt lahn fahren,” 
Ein Volck das du nie halt ge 
Den du auch nicht entgolten haſt 
_ Di wirft Dich ſelbſt verderben, 
Sein Lohn iſt ewig Laſt. 


a BERN IN I 7); 

Es iſt dir gar vergeſen 

Wie es deim Vatter ging, 
Der ſich auch har vermeſſen/ 

N u ' € Ka % | x 














J 





gen 


Ay wiederſtohn Goitts Ding, r 
arum ſtrafft ihn Der gerechte GOtt, 


Wird ſich auch an dir rachen, — 
amt BrINER genden Rott. 
3 wird gar bald erfehienen: ii 
ig vom Dimmelreich, 
er aufhelffiden feinen, 


Sertiich und g’waltiglich. 
 wırd auch halten G richt umd Recht 
Eim jeden nad) feinen Wercken 
—* HErren und auch dem Knecht. 

JJ 13. | 
er Seigenbaum f faft grunet, 
Der weiſt den Sommer aus, 

er Braͤutigam bald kommet, 
Und führt die Braut zu Haus, 
3er mit ange der fen bereit. 

| eg eit it will N, 













J 14 | 
dacht hd und Reichen, RT 
| u 1 1 chlaff Ft doch nicht zu lang 
ißt euch Ehriftumerleuchten, 
ıch fein Licht entgang. 
Binter und Sabbath ng 
18 wird zuſchlieſſen / ii 









’ * de in * IR WORT er a eher Lie, * * 
bh a Bu j — * ae ? WER J * 


— 2 
—— — — — — — 
en ö \ " 


A x - u | F ‘ | 
Ich wolt gern weiter fingem, 


ESo niemand Verdruß wolt han 








Von wunderlichen Dingen 1. 
Die jest find auf der Bahn, 
Davon ung Ehriftus hat geſait, 
Spricht, Wenn ihrs werdet fehen 
So lugt und feyd.bereit, 0% 


Er ſagt von dem Zerftöhrem, ı 
So jetzund iſt vorhand 
Ben Furſten und bey Herren, 
In Heutfchund Welſchem Land, 
Ein Volck wider das andre ficht/ 
Gotts Weg hond fie verlohren⸗ 
Sein Warheit gilt ihnn nicht, — 
17 








u todt werden. geſchlagen.. 
Da hebt ſich die 9 —— an. 
Sie werden ghaft von jederman 
Gar viel in Unſchuld fierben, —4 
WieC et are Wi | 
Beſſer dem ſelben Menſchen wär, 
Her ſchuldig it 
An feinem Hals ein Muͤhlſtein ſchw 


en es 






*4 


nit fich keh 
Fa Sohn ihwn.nicht ar 
— — 


n ihren — 
nn ihm Er: — 521 — 























Damit fies macht Unfug. 


Alſo auch Diefe fehöne Well, 
Die fich auch Ehriſten geht, 
Und läftert GOtt, wie obgemeldt, 

Sice brechen den heilgen Bund fl 
Darum it er ihn n auch kein nüß, 
Als wenigdas Gold dem Schu . 
Das arg Befchlecht vergohn nicht wi 
Biß an das Endder Welt, (li 
Wenn Sonn und Mond den fehei 
Und das Geſtirn dom Himmelfa 
Himmel und Erdvom Feur bergeh 
Dann werden fie erfennen 
Wieder wen fie fich gefperet, = 

| ae I oe 
Dann werden fich entfegen, 
„ Erfchröcken ungeheut, — 

Und werden ſich vermeſſen 
a ve A 3 > 


9 















* * u o 
MER. KR 


—* 
ee’; 


J 




















- — ing e ewig — —J 
a hilfft kein Slehenin Berg noch Th al, 
Niemand kan weiter ziehen, 
danns kommt in oe Fall. 
6, NIE IS A 
ann werden ſi ch die Frommen 
Freuen in Gerechtigkeit, 
aß ihre Zeit iſt ei Am .. 
Der Bräutigam fich erfteng. 3 Um 
er ihn allzeit das Zeid gewindt, 
Ihin fag ih Lob n Ewigkeit,  _ 
ei ich all Ehre ‚gund, ul. in MEN, 
Das 70. Bied. et 
ſchoͤn geiftlich er Im 
vie man. Bi die © — J— 













* 1 ren, 
h feinem Namen heb ich an 

Sein Gnad woll, er mir 
RN ini? we der — — 










as Ber 70 ie F 
Es nahm auch nie fein Orte, 

All Ding durch es ift bereil. 4 
Es ift dag | Zicht das ewig ſcheint. 
In ihm war nie fein Mangel, 
Es bleibt auch in rein 


All | Ding und mag werden, 
Ast gur durch ihm gemacht, 
* nmel und die Erden, 
au A ag und Nacht, 
al reatu atur, 4 
’ — das Leben⸗ 
J des aid feiner Natur, 


Alſo das Wort m: Fleiſche, bad 
Wie uns Johannes lehrt, 
Durch Kraft des Heilgen Beifte, 
Das Wort bleibt unverkehrt, 
Gsott ſendt ſein n Botten Gabriel 
Zu einer Magde veine, Fe ar vr 
Die er ihm hat BE 
Die Jungfrau⸗ ward vbefum e n, ur 4 
Die GOtt begnadet bat, 
Der Engel thärthe verkünden 
_ Des höchften GOttes Rath... ” 
Er ſprach Gottgrüfdich} u Hai; 
Begnadet unter allen Weibern, 


4 Da 





















—— 











ir 2 

















— 









Des höchften Sabın. 

ein Volck wird en | 
Bafi sen Davids Thron, | 

ie Jungfrau ſpra⸗ — — ſeynt 
Kein’s Mauus ich nie begeh ie 
Nagd ich — — J 


SOtt alle Din: 
s kommt der H. Geiſt mit Ian 
* * nero ob —* —— 





Das * a‘ 


Dh mu — —⸗ — un 


| Don feinem Geiſt und Arte m J— 
Zeugt uns die H. Schrifft gar 
MNaͤch dem Geiſt iſt er auch —*— S 

Wer ihn auch thut erkennen 

Dem bringt er gu und Wonn. 


Das Wort von BHt t gangen 

Zu einer Magd gank rein, “ 

Som H. Geift empfangen, ® 
Das Wort bleibt nicht allein. 

Das Fleiſch und Wort zuſamen kam 
Menſchlich Natur und Arte, - ” 

Don Davids &’ ſchlecht ers nam. | 


5 11, ° E# 












E Alſo ward Wort und Fleiſche v 





Ein wahrer Menfch und BO 
Das Wort vom Heilgen Geifte u 
a —— in menſchlich Noth. 
brahams Saamen nahm er aut, 
— ihm GOtt hat verheiſſen, 
So hat ers auch are — F 


Am Fleiſch ward & ef 9 
Am achten Tag fuͤrwar, 

Das Wort bleibt unzerrißet, * " 
Biel minder dann ein Haar. | 

Wer das verneint, dem ewig trutz 

= Das Wort iſt Geiſt und Reben 



















es deſch ri ni 

v n merck Br gar eben, nn 
Sch menn das Fleiſch allein. 

30 nicht ift Geiſt und Leben; 
Nach Gottes Rath Son: in. | 
ſſo vedt auch Herr JEſus Chriſt, 
Daß obn fein Seife. und Leben 

* steif fein BR nicht Hi — 





N 









tenfchlic ch Beifheit und Bi 
ri Ser inur ein Fluch. 

| Bryan Pie kn ae) 

erſten Menſche 
en een Menke aus er und Su 
h eribm gab das Leben, 
Lager noch voribmtod. 
ander Menſch vom Himmel kam | 
Ja durch des Höchften Viren 
xr in den wa deng — 
ee fer gr 


e 





8 a ai Ku und —*8 if; "on 


















Der allzeit n wicderftreb 

Der Erd Natur und Fleiſch 
Dann fleiſchlich g ſinnt ſeyn ſt der? 
_ Die Ehrifti Geift nicht haben, 7 
Die bleiben ewig — * Noth. 


Yo ft ſchuff GOtt ven Menfehend 
s Zween Menſchen, aber einen Le 
Der erſte ward von Erd und Koth 
_ Der andre vom dem Dimmelrg 





Sie heiffen behde — 
Darzu auch beyde Chriſt, J 
Das Wort hat auf ſich gladen, 
Das e8 nicht g'weſen ift, 
Fuͤrwar ein Menfeh aus zweyen 
Auf daf er auch koͤndt helfen, ° 
Die find ſein s Bier und Art, 
Auch da er Menſch wolt werden 
Gott's Sohn vom Himmelreich 
Neigt er ſich zu der Erden, JE. 
Sein Brüdern ward er gleich, 
Ein neuer Menſch aus zwehen 
Auf dat er hatt Mitieiden 


a 





sk 





> 


—— * —* 
— SERR 


6: 


f unfter ſchwachen Art 9 


ir ſeyn von einem. Fleiſche, 

Und Glied von feinem Leib. 

e Chriſtlich Kirch im — 

Die iſt fein ehlich Weib. 

e ift das Bild’ der Ehieut rein 
beyde ſeyn ein Fleiſche, 
Chriſtus und fein G'mein. 

Br | us) 

ich wie ein Mann und Weibe, 

Der Dann des Weibs Haupt iſt, 

ynd beyd ein Fleiſch und Leibe, 

Auch G'mein und IEſus Chriſt 

Fleiſch. Die Gheumnuß die iſt groß ⸗ 

Fr ſpricht, Ich ſag von Chriſto, 

And ſeinem Diitgenoß, 


Hertzen foll inanı glauben, 
Bekenmen mit dem Mund, 
| Widerchrifti vor Augen, 
$n diefer letzten Stund. 

r Ehriftum nicht im Fleiſch bekendt 
* Davids & fehlecht und Arte, 
iſt fürwahr en = 


zu ihr liebe Kinder, 
GOtt or Pal find, 











DE 
PER 
} 










292 Das 70. Lied T — — | 
Der Satan will ung mindern 
Mit feiner Liſt gefihwind. 
Darum ſeyd veſt ihr Ritter gut, 4 
Chriſtus hat ung erloͤſet 2. 

In irrdiſchem — und Blur. v9 


Mun iſt doch ſuſt kein Risen J 
4 Dann nur das Wort ail ein. J 
Das er auch) hat aufgeben un u © 
Ohn Wort ſtarbs Fleiſch gat reit 
Das Wort und Geiſt ſtieg ab zur dh 
Miemand kaus widerlegen 
Er ſey gleich wer er woͤll 0 4 
Parade 
Alſo da er wolt Kerben 
Und feinen Geiſt aufaab; et 
Nichts ftard vom Wort und nn 
Allein bliebs Fleiſch in Grad, 
Bißs Wort und Geiſt herwieder kan 
Weckt auf den erſten Todten, 


Der den Himmel 5* 





Es ſtarb ein — —* Schoſſe/ 
J Bon Jeſſe Wurtzel ſtamm, 
I Des Herren Geiſt macht groffe, 7 
Abraͤhams Samen nahm, | 
Dan it er ung in Himmel brachty 
Das Wort. blieb ji lber a; ö 
Mi 








— —— 9 
er fin —* er Knecht, TI 


om Wort if Tichtd geftorben, 
Es bleibt in Ewigteit. en 
Sir warn ſonſt al verdorben, 
GOtt hat den Leib bereit, 

er an dem Creutz geftorben ift, 
Farin ung Heyl erworben, 
elobt ſey JEſus Et 


28. 
er dieſes Liedlein machte, 
Und ſungs zu GOttes Ehr, 
ein Hertz vor Freuden lachte, 
Da ihms gab GOtt der Herr. 
igmund von Bofch ift er genannt: 
Bitt GOtt wer es thur fingen, 
af es ihm werd befamut, Amen, 


Das 7ı. Lied, 


in ander fchön geiftlich Lied, von. 
Fdrey Er» Senden. Im Thon, Komi her 
au mir ſpricht GOttes Sohn. h 


Hans Büchel, — 


Er Me Oi | 
Ich bitt dich durch d ein lieben Sohn | 
DU ung zu Diefen Zeiten 

Beil wir HErr ftehn auf glattem Si 
J | eg 6A 2 Und 


BR; AR —— N 
3 — N SE. ARE 
















‘ 304 Da⸗ sn Lied, = Bi k 
- Und um ung liegen ringes weiß _ 
Die Feind auf * Seiten. 3 


auf diefem Meg hab ich drey Zeind) 
- Die mir allzeit zuwider fennd, F 
Der Teuffel und die Welte x 
Darzu mein eigen Fleiſch und Blut; 
+ Got.t halt mich in deiner Put, ” 
” Sp mir ein * entgelte. J 


Noch hab ich ihn’n len abgeſagt, i 
Auf dein Barmhertzigkeit gewagt, 7 
Ab GOtt hilff mir fie zwingen, 
Nach deinem Wort Dir Herr zunpre 
Hat ich nicht fal auf diefem Ei, 7 
Und mich die sa umbringen. J 
* * 
Sie haben mir gefegt viel Strick, 
Und weiſen ung allzeit zurück | 
Auf Reichtbum, Gut und Gelde 
Dom Zrübfal dein auf weltlich See 
Und fchwören das bey ihrem Eyd, 
. Der HErr hab beiieilte. 4 


Key ihrem Rathſalag iſt mir weh, 
Dann fie gehn um mich, wie ein gr 
Ob fie mich möchten ſchlingen 
Noch halt ich n ker wibeepan 
— J 


















Ya ich * geſchlagen wardı: j 
That du mich wieder binden. 


Ye Sendbrieff ar mir in mein Hand, ‘ @ 
den laas, D HERR ih fand 4 
eWort darin’n geichrieben. 
am ich von ihn’n gangen war, © 
us ihrer Gmein Es waͤr ihnn 1 2 
Ich ſolt feyn bey ihn'n blieben. 
















7. 
ab, kurtzum war ihr Beſcheyd, 
m dem Brieff bey ihrem End, 
d ich nicht wiederfprechen. - 
yeitti Lehr ein Irrthum wär, 
ein Srieden hatt ich nimmermehr, 
| Mit Hauen und mit Stechen, 


8. 
| höret wie ich weiter laas, 
folt glauben ailes das,, 
So Menfchen-Kind geftiffte, 
Bir auch Evangelifche Lehr, 
Ind folt fie halten vor Brüder, 
io endet fich ihr Schriffte. | 


⸗ 
— Fa 
er “ u 

a 





n Babilon genennet. Y 9 we 
t den Becher i in Der and, 








3 ie — — 
Mit Suͤnd fie euc) traͤnckt alleſamt, 


—3 Gar zu verfalſchen Hottles Work, 


* 


a 










⸗ 1 
er r 
e A 


Damit fie euch verblendet. 


| 10. AM 
Lucifer eur Oberſter ft, 
Her ſendet aus zu aller Friſt, 

In die Land fein Propheten, 






Erlaubet ihnen Raub und Mord, f 
Die Ehriften mit zu tüdten. 


11. 

Schau an die Schaar der Hauptl . 

In Städten liegen wie die Schwei 
Die um das Geld weiffagen, 


| Und wer ihr Lehr nicht glauben will 


Zu dem fig ichieffen wie zum Ziel, 
Mit G'faͤngnuͤß und verjagen. 
12 


Ehrifte du Himmliſcher HErr, 


Zu dieſem Streit mein Glauben me 


Sonſt bin ich bald geſchlagen 
Yon meinem eignen Sleifch und Blu 
Sir Lift michs offt angreiffen thut, 

O Herr dir thu ichs klagen. 


| = = 
Das wollen, Herr ift zwar bey nik, 
Aber Vollbringen fteht bey Dir, 
In allem obzuftegen. 


& 
Auf Hoffnung ich geſchworen dom, 





= — rn i 
HErr lat dein — —— 


Jarinn führft Her dein reines Wort ° 
en ſchmalen Weg und age Pfort, 4 
Das iſt Trübjal und Leiden. 
ann wer dein Wort thut nehmen an, 
ſt gleich dem Vogel Pelican, 

All Schlangen — ihn neiden. 





Benn er von — Neſte zeucht, 

ie Schlang zu feinen Zungen 
Stellt ihn nach ihrem Leben. 

at die Natur der Vogel gut, Hi. 

effnet feine Bruft, und laͤßt fein Blut 
Flieſſen, thuts Ra geben. 


ſit Ehrifto hat “ dan die G'ſtalt, 
Ben er die Zungen fein erhalt 
Don allen Seinden eben. 
m Stam des Creutz öffnet fein Bruſt, 
har vor in 9 Blut mit Luft 
t vor fein m geben. 


18 Chriſtus felber Lehren — —— 
Spricht, welcher von ſeim nur und ——— 
Ef, der werd nimmer ſterben. 
ann er * das on Himmel⸗ Br odt, 
9 Ec Drum 











’ —— —— 

F n iy nr | ER — ax * | y ü * 

Su Das ıı Kid 
3 * — — — 4 # ER, 


— — 


Drum wer nur glaubet feinem Ro 





Mag der Feind nicht verderben, 


h 18. 
Cbhriſte du rechter Pelican, | 
rege 
Und rauft ihn aus ihr Gfider, 
Glaub, Lisb u dulrgibihno@ 
Daugßß fie den Feind in aller Norh 
| Bon Herken lieben wieder. 


19. 
Her Die ſich feßen für die Thür, 
‚Des Himmelreichs, und ſchlieſſen fh 
Bann jemand will bineine. 
Mus auf dem ſchmalen Weg für ge 
. Bas groffe Heer nicht ſchrecken loh 
Das Taterzicht unreine. 7 


20. 
Es iſts täglich Opffer abthon, 
Fer wit Greuel iſt auf der Bah 
Und ſteht an heilger Staͤtte, 
‚Der groſſe Abfall tobt und wüt, 
Der Seigendaum grüner und blüht, 
Und Blatter g'wonnen hatte. 


21. 8 

Reichlich wird GOtt begaben dich, 
Mit einer Kron dort ewiglich 
Wer ſteht vor feinen Namen, 
Dem hilfft er bald aus diefem Stte 











Dem 
6 Fried und Freud, Gottiffnitweit, 
efingerigm allſammen, Amen. 
Das 72. Lied. 4 
gt. ein fehr ſchon Lied, zu ſi * 
a im Thon, Ewiger Vatter in 
ia 


“& hört mit * in meim Gedicht, 
Was ich mit Warheit euch bericht, 
Es iſt ein groſſes Klagen. 

as jetzt in diefer letzten Zeit, 

Berderben fd viel Land und Leut, 

urch goͤttlich Straff und Plagen. 

ie gantze Welt kennt Chriſtum̃ nicht, 
ie ſteckt im Ungelauben. 

er arg Menſch auf das Irrdiſch ſicht, 

Mit Wucher, Morden, Rauben. 

arum wird Gott’s Zorn offenbar 
Liber die arge boͤſe Welt, 

ie wirfft Gott und dort in G Mr 


st lang nach der Apoſtel Zeit 
Chriftlich Kirch ward ausgereut, 
Du ch Roͤmiſche Tyyrannen, 
arauf nach der Apoſtel Wort, 

Der Antichriſt an allem Drt 

ein ING hat Ser 


3 












ER 















F wir? e mi 
i g i 
AN 


I. Dir I 
Uͤnñ drein geſagt, das menſchlich giſchl 
Daß es in Irrthum wandelt," 
Man meynt es ſey alls gur und red 
Bas jeder thut und banpdelt, . 7 
Man fragt nicht nach der Serien $ 
Die Welt hat Chriſtum ſtaͤts vera 
Drum wird die Hoͤll ihr End und ZI 


Tyrannen find auf diefer Erd, 
Geacht ſeyn worden hoch md werth 
Und halten fich vor Srommen. 7 
Der Lehrer auf ihr Seiten ift, 7 
Alſo ſpuͤrt man den Antichrift, 
Der in die Welt ift Fonımen. 
Al irrdiſch Schaͤtz hat in feiner Hat 
Sein'n Dienern thut evs geben. 
Der arme Chriſt leidt noch und ſcha 
Und muß in Hunger leben. a 





Derfolgt, verworfen und verbramdf 
Es wird der Baum mitfeiner F 
Am Juͤngſten Tag erkfandt, 


4, *. 

Der reich Micheas ſitzt ſanfft und 00 

Sein Keller und fein Kuͤch iſt voll, 

Beil er die Hand thut füllen, m‘ 

Sein Priefter den er hat befteilt,. 
Ser predigt was feim Herren gfa 

Dann gehts nach ihrem Willen. 7 








em 



















Das m. 277 r or 


jrer hat fein Speif und Kleid, | 
Sem Zempel ift g ebauet. \ 

folgt der reich ram Lehrun b ſcheid, 1 
Auf feine Goͤhen trauet. —— 
18 Treibens lang und ungeheur, 
Biß dag die Welt und ihr — 
ird g'worffen in er ewig Feur. 


8 Antichrifte Propheten all 

Eſſen von dem Tiſch Ffabel, 

an muß ſie reichlich ſpeiſen. 

rum lehren fie mit G'walt uud ru, Ä 
Die ihnen halten Schirm und Schutz, 
je bald vor Ehriften preifen. 

er dann nicht ehrt ihr g'mahltes Bild, 
Der hat ihr Huld verlohren, 
awerdens ungeſtuͤm und wild, 
Verfolgen bald mit Zoren. 

je Zauberer mit Koͤnig Pharaon 
Triebe durchs Meer die Kinder Gotts, 
ie muͤſſen drinen — 


a Chriſtus feine tie ſandt , 
racht es bald Frucht in manchem Land, 
Die Leut die Welt verlieſſen, 
riſtum die Warheit nahmen an, 
Thaͤten 1 vor allem Argen lahn A 
it Beſſerung und Bullen, 
® I Somm J 



































Es haſſet ihn der G'lehrten Schaan 
Nennt ihn Zerftörer Iſraels. 
Da folgt dann Gottes ſtraff und gfi 


7— J 
Die H. Schrifft bat vor bedeut, 

Das arg werd ſeyn Die letzte Zi 
Rein Glaub noch Lieb werd fum 
Falſch Lehrer find an allen Di 
Und fagen Ehrift ift da und dor 
hr Xehr bat keinen Grunde 
Drum it das himlifch Brodt fo the 
Dire Seelen hungers Iterben. 7 

Der Satan herrſchet ungeheur, 
Alles Fleiſch muß verderben 
In Gottes Zoren und Gericht, 4 

Da kan nur helffen IJEſus Eht 
Der uns vorgieng in wahrem ’ 


8. 4 
Die Welt ift voll Abgötterey, 7 
Es wird niemand von Sünden 
Ben ihrem abfolvieren. 5 
Sie fagen wohl von Gnadund su 
Ihr Wort will doch geſchehen mh 























BEN ae 9, 
Prediger imd hohen G'walt 
mahn ich hie in ſolcher G'ſtalt, 
A fte fich wohl umfehen, 
d fretten auf ein ander Bahn; 
nehmen ein Erempel dran, 
Bie andern Lander ift gefchehen, 
ı fie in Boßheit find erfiarrt, 
Männer hond verlachet, 
Dit ihnn ein End gemacht. 
r Zeit der Gnaden nicht erfendt, 
Ind bleibe im Irrſal diefer Weit, 
vird am Juͤngſten Tag geſchaͤndt, 
Bier Io, 













mit will ich erinnert bon, 

das jeder woll zu Chriſto gehn, 

ſich zu ihm bekehren, — 

Der uns jetzt offt gewahrnet hat, 

Sterben, Krieg und Hungersnoth, 
E Berlerung: trieb er geren 

E | ee 









* 







404 Das 73 BEN m 
Wolt ihr von Sünden nicht abft 
Kind Ehriftum nicht erkennen, ” 
So werdt ihr im Meer untergohi 
Die ihr euch Ehriften nennen.” 
Ein jeder von feiner Boßheit wei 
Heb auf fein Ereuß,folg Chriſton 
Dabey verharre biß ans End. 
— —96— — 


Laus De 


















Das 73 Kied, Bi 


Tr 
Ein ander fehön tröftlich Lied 
Im Thon, In Dich hab ich geh 
HErr, ꝛc. J 
Be BR: SE WI a 
F Err JEſu Chriſte ſtarcker G 
Nun hilff uns jetzt ausdiefer Mi 
Die letzt Stund iſt vorhanden, 
Satan mit ſeinen Banden 
Sucht ung in allen Landen. = 







Dein kleines Hauflein wird geplagt 
Berdrückt, verfolget und verjagt, 
Kein Platz ift mehr auf Erden, 7 
Dein Volck will man ermorden, 
Mur du magft Delffer werden. 7 


BE‘; 34,555 00 A 
9 Himmels König JEſus Sr 





Lip‘ 











— Ki in — ————— ai #, 
Wird von der Welt verachtet. - 
er at Di BE 
nes; je gelten em, er 
Ber dir nachfel gt in Creutz md Pain, | 
twirdder Dölbentrinnen, Mi 4 
dein, dummelceich gewinnen, Me 
d ewig bleiben — ee 
‚te‘ Be 
muß ein Ke 
rMenſch muß in der Prob beſton, 
Be —* a. behalten 
u — 














Kinder Gott 6 — Ru drauf, 

* euch nicht binder an dem Lauf 

2 Menschen Lehr auf Erden, 

3b di Kunft, Pracht, Weis und Berdg, 

iß — En werden 
—— 

denck wie unſer gJEſus chut 

Vor uns ſo willig gftorben if. 

vollen wir nachfchlagen, 

Fußſtapffen nachjagen, 

| aa nachtragen. 









A ae 
N I j * 


8, Chri, 


unpff voran hin gohn, — 






















* 


Pe, 





' Bu a —— ———— PEN hi 
we Diem ki 7 
J a Pe 
Chriſtus der macht uns neu und rein 
Gebiert aus feinen Sleifch und Bei 

Sein Blut hat ung erworben, 
Da er vor uns ift gftorben, 
Sonft wären wir all verdorbeny 


Glaub feft in ihn und denck daran, 
Was ung der Herr Guts hat getha 
Folg wie er dir thut ſagen, 
Halt feine Wort vor Augen 
Ihn folt du nicht verlaugnen. 1 
Io, | 
Es mag fein Menſch beſtohn vor 69 
Der hie in Trübfal, Augft, und Not 
Die. Marbeit willverlaffen, 
Die Lügen wieder fallen, _ 
Der Herr wird ihn auch —— 
11 J 
O reicher König ins Himmels thre 
Erhalt dein arme Untertban, 
Die dir von Herken trauen, e 
Sm Glauben dich anfchauen, 
iuf dich allein thun bauen. 
—2 


2. | i 

Die Melt die lacht und fpottet deity 
Wer dir folgt, muß verfportet ſeyn, 
Man unterdruckt ung Armen, f 






> 


y » 
⁊8t rF 





vv 





\ BD Here — 
g uns mit dein Armen. 

J ——— + 

8 Fleiſch iſt ſchwaͤch und voller Tuͤck, 
derr dein * Geiſt her ſchick! | 
der ums beyſteh in Möthen, WM 
as Argaus ums zu geten. 
den al lten — toͤdten. | R 


ß Fleiſch iſt wiederfpenftig mo, 
fragt nicht geren Chriſti Zoch, 
Die Meerhund uns anbitlen, 
ae: wolleſt ftillen, ı 
P. es — willen. 


eerr dich über. 5 erbarın, i 
Mühe ung aus mit ſtarckein aid 
som Beeren weſen, — 
som Pharaon erloͤſen, 

ir au en Nee 





























tchs meer un ng oildunf wild 
r nicht drin’n verderben, 
einen Geift erwerben, 
J alt ererben, 


ter it dein Himmels Zhron, Bi: 


72 










br 


ga ___ Danke 5 
Sach uns herrlich durch deinen St 
| } Dein Reich laß uns zu kommen, 
Ä 
® 


























Vas du haft eingenommen, * 
Und theileſts aus den Frommen 


# 18, # 
Dein Will ſoll g'ſchehen fpat und fri 
ie im Himmiel, auf Erden hie, 
Dein Brodt wolleft ung geben, ” 
Zur Speiß ins ewigXeben, 7 
Durnach wir füllen ſtreben. 


— 


19, | 

In Anfechtung verlaß uns nit, . 
om Argen ledig mach umd quit. 
Dein ifts Reich, Kraft und Nat 
Deins Sohns wir uns nicht [ham 
Und fprechen frölich,  AMEI 


Das 74. Lied. 
Ein ander ſchoͤn geiftlich Lied, 4 
Loreng Ringmacher zu Augfpurg gem 

Im Thon: Maria zart, 
9 FEfin der du felig machtt 
Die bußfertige Hertzen, 
Sehr gütig biſt und nicht verachtſt, 
Hilff ung aus Suͤnden⸗ſchmertze 
Lehr ung mit Fleiß durch deinen Ge 
Dein vein Wort zu erfüllen, R 


\ 





7 








Bee „Te 1 
Nach deines Batters Willen, 

en neuen Bund, und rechten Grund 
7— Seligkeit, vor lang bereit 

jen fd dir anbangen, 

Und gib daß wir das all's in die 

ir Seligkeit erlangen. 


t 2. 
riſte du hochwuͤrdige Srucht, J—— 
Glauben dir zu kommen, = 
je du uns haft in deine Zucht J 
Durch die Tauff angenommen, 
u uns das beſt, und halt ung feſt, 
Laß uns von dir nicht weichen, 
ar mehr der Welt vergleichen, IM 
breib uns ins Herb dein neu Gefä, IM 
ß wir dein Bund, aus bergen grund ee 
Wurcklich lehren ertennen, "0 — „N 
18 wir uns nicht, wie wohl gefchicht, NN 
Mit Unrecht Chriſten nennen. u 











JEſu du emwiges Gut, | 

Laß Dich deren erbarmen, 

u erkaufft wit deinem Blut, 

mdlich nimmſt in dein Arıne, 

uns bey Dir, lehr und regier, 

9 auf uns deine Hände, 

aͤrck, und mach ung behende 

hun das But, nad) deinen Muth, 
Da‘ De 













410 Das 74 ki 
Wie fichg gebührt, daben man ſpuͤrt 
Ob wir ſeyn ausfobren, 
Und durch dein Wortn. 7 
Welchs wir gehoͤrt 4 
Innerlich neu gebohren. 
— et ı M 
Straffung nach Batterlicher Weiß, 
Brich unfern böfen Wulen ı _ "7 
Und thu im uns Gore deinen Flei 
Y Was dir mißfallt: zu ſtillen, 
Und leit uns num, Durch deinen Sof 
Zu tugendreichem Leben 
Taglichen uns zu geben © 
Unter dein Fach, und. folgen nach 





5... Dem kleinen Heer, welches dein 2 





Und Warheit recht, handbabet. 
Welches du auch ſuſt nach Deinem 
Innerlich haſt begabete. 
Hilff du mir HErr in Glaubens 
Deinen Segen erlangen, U ı © 
Und in heifiger Semeinfchafft 4 

Dein Brodt und Tranck empf 
Mit Danckſagung/ Verſicherung/ 
Dem innerlichen Leben, 
Zur Dächtnug von dir geben 
Durch JIEſum Ehrift erworben iſt 
EStals nehmen zu, biß wir mit 





— N: 
SIR EHER 
Sy - * = “ ——— — Ba —* EN — 
ao er > 418 


—— 


Ehr deim heilgen Namen, - 
ebenedeyt, Zur Ewigkeit 
ge Ange Auen. | 


„Das 75. Died, 
m ander ſchoͤn geiſtlich Bid, hat 
Hu eyungfiau, Walpurg von * 


‚gemacht. Im — 
— Nor. 


Nu glaubigs Herk ſo benedeh, 

iD gib Lob deinem HErren, 
k daß er dein N ſey, 
hen di fäts folt ehren, 

il du gar Fein Stund ohn ihn 
r a! in deinem Sinn 
ein Leben kanſ ernahren. 


ft di he Hertzen liebt, 
n nd fein Guͤt mit dir fheiler, 
: deine Miſſethat vergibt, 

Und deine "Wunden beilet, 
B; wapnet zum geiftlichen Krieg, 


in Seind nicht oben lieg, 
5 einen Sa zertheile. 























412 — Das 75 Lied. 
Die ſich von allem uͤbermuth 

Zu feiner Warheit wenben. 
Er nimmt ſie als ein Vatter auf⸗ 
Wind ſhafft daß fie dem rechten Le 
| Zur Seligkeit vollenden. 

u. uh 
Wie fich ein treuer Vatter neigt, 
- Lind Guts tbur feinen Kindern, 
Alto bat ih GOtt auch erzeigt, 

Gegen uns armen Suͤndern 
Er hat ung lieb und if uns old, 
ergibt ung gnaͤdig alle Schuld, 

acht ung zu überwintern. 
i ee Vu 
And gibt ung feinen guten) Geiſt, 
Fer neuert unſte Herten, 

Dach den wir ieiſten was er hei 
8W8Weiewohl nit Liebes Sa merkt 
ufft in der Noth mit Enad und! 
Ver beiſt ung auch ein herrlich The 

Bon ven ewigen Schatzen. 

ir | 


Nech un ſrer Ungerechtigket 
Hat er ung nicht vergolten, J 
Sondern barm hertzig ſich erzeigt, 
Sg wir verderben ſelten. 
Sit feiner Enad und Guͤtigkeit 
Iſt er uns und allen bereit, 





STE 





‚415 


ö — 





Br 3 as as 79 ie. 
Di ihm v von om Herten holden. 


das er aus eich ang‘ fangen hat, 
‚Das will er auch vollenden. 
rum: opffern wir ung feiner Gnad 
Mit wingegürten Lenden, 4 
fit Haab und Gut, auch unfer Fleiſch, N 
offen er werd zu feinem Preyß 4 
ill unfern Bann menden. 9 





Vatter ſteh uns nedig bey, 
Weil wir ſeynd im Elende, 
Jap unſer Thun aufrichtig ſey, 
Und nehm n ein ſeligs Ende, 
eucht uns mit an heilen Wort, IM 
af; ums an diefem Dunckeln Ort vr 
| Kein falſcher — verblende. | 
Bat 
tr Gott nimm an zu. Lob und Dand, 
Was wir einfältig fingen, Mm 
Ind gib dein Wort mit freyem Klang, 
Laß durch die Hertzen dringen, | 
v hilf daß wir mit deiner Krafft, 
ech recht geiftliche Ritterfchafft 
Des Lebens Kron erlangen, Amen. 
* Das 76. Lied. | N 
ander fehön Lied, in eigenem Thon. J 
AR, Chriſtop Baumann. | I 
J Dd4. Wo 





















m Wis 76 wie, 


























e.. ER O fill ich as Kin pr, 
E: . Sc tummes Brüvderliin, 7 
Allein zu GOtt meim HERREN, 
+... Der wird mein Helfer ſeyn. 
Sn aller meiner Noth | 
 Bertrau ic dir HGHTT! | 
Du wirft mich, nicht verlaſſen, 
Mir beyſtohn u in Tod. ie 


Sch hab mir PEN | 

_ Mein GOtt dein theures Bor 

arum hab ich verlobren 
| De Welt Huld an auem Di 
zOtts Huld liebt mir vorbaß, 
—* arum ich die Welt verlaß 
Hab. Urlaub arge Welte,— 
Ich bleib auf — Straf. | 


Durch dich bin Pr gezogen, N E 
Du ungetreues Meer, h 
Haſt mich lang gnug betrogen 7 

Ns _ Aufgehaften mir deinem Heer. 
Ich war der Suͤnden Knecht, 7 
au wider — umrev CE 









—* * —— EN 
% — 
J —* 
A, r „ 
r 4 
















aufpiel in 1 der Welte 
7 * 


I. ar — G Ortes Butt, 4 
in beſſern Schaß ih hab, 
Laß mic) nicht wenden 
PR Deren 











| De —* D ’ WW — 
er von ig in eiigtt 


t Kuh mag ich — — bleiben 
ey den Thieren m Wald, 
rfü — ia: ‚mich vereiben, T - 

30 ich mid, — J 


a — 








i 3 


9, ‚10, | | 
Idhr Dept das that ich ſuchen, 


Sch bin auch ‚gar verlaffen 
Bon allen Freunden mein, 
Verlegt find mir ail Straffen, 
Iht Gfangner muß ich feym. 


Do fie nur finden mid, 


Da muß her halten ich, } 
Thun mich rauffen und ſchlagen, 
Haſſen — | ; 


Sie thun mir nicht vergönnen 
Vom Tiſch die Bröfamlein, 


Das Wafler aus dem Brunnen, 


Noch auch der Sonnen Schein 
Vor ihnn hab ich Fein Fried, 
Ins Haus lan fie mich nit, ” 


"Sie thun ſich mein auch ſchamer 


Daß ich Chriſto nachtrik. { 


Ich bin verfaufft, verrathen 
Bon denen allermeift "©" 


Denn ih meine Wohlthaten 


Mit Lob,allzeit 'geleift, = 
Gelauffen Tag und Naht, 
Treulich vor ſie gewacht, 


Darum thun fie mich führen 


Wie ein Limmlein zur Schla 





> 


A u 
we u 
» I 
a. 
PS ABER 
TER er REN 


Er 7 Bid, —* ww 417 
Sie habens nicht erkennt, —— 
un mich darum verfluchen, 
Verjagen ins Elend. 
n Haus, Feld, Holtz und Bald, 
Bo ich mich aufenthalt 

un fie nich herfür un 
Tueiben mit mir Gewalt. 

II. 
leich wie man pfiegt zu hetzen 
Ein Hirßlein in dem Wald, 
Wi mir das Netze 
Geftellt, ſuchen mich bald, 
zo mic dann einer findt, 
Darauf nat fticht und bindt, 
uf all Winckel ausfchlieffen : 
Im —* und im Wind. 
12. 

thut mich auch verdammen 
Die Chriſten wollen ſeyn, 
on wegen Gttes N 














amen, 2 
Salieifen mich aus ihrer Gmein 
einheilige Rott 

Tre BE, ei Kan “R 








| Sprechen, Es foll der Deuter # 


! 


Difpntieren mit. mir, = 


u 
Thun mich reden und plagen, 7 
Keiffen die Glieder mein. 
Mein Gott dir thu ichs klagen, 
Du wirft ſehen darein 
Wie man ſo haͤrtiglich J 
Allhie peiniget mich 
Sch thu mic) dir befehlen, 
Verlaß mich gan auf Dich. A 

I 9 


EG, 

Mein Gott ich bite von Herken 
Vergib ihnn ihre Suͤnd 
Die mir zufuͤgen Schmertzen, 
Und erhalt deine Kind, © 
Wo fie find überal, 2% 
In diefem Sammerthal, WE 
DBerjagt, geplagt, gefangen, 7 
Leiden groſſe Trübfal, 4 

/ 6 


| 10, 
Sr Ole 


— ⸗ 










he uns ins — Land 
aller Pein und Marier, 
ächmersen, Ketten und Band.) 
Deiner heilgen G’mein, 
da du wirft gipreißt allein, 
ech deine Liebe Kindlen, 
Nie dir gehorſam fenn, AMEN. 
J Das 77. ed sh 

n ander geiſtlich Lied, im Thon, 
Ach GOit laß ne erbarmen. * 








Htiſ riſte thu dich Abarmen | 

a eh uns deine Genad, 
enge werden wir Armen, 
Bi laßt uns hie fein Statt, 

t Stied aoch Ruh auf Erd, 
’ wird verjagt dein kleine ra 
aus allen Landen, 

fie in Kercker Banden, 

of Leyd ſtoͤſt ibn zu Banden, 








53 





En treuer Battery Brit 

Steh ums bey big in Todt, 
aler Pein und Mar 
Ni uns aus aller Nor; 
mit wir bie umgeben find, _ 
4 —— boͤſe Kind 
En 








A nenn 
- Thun ung recken und plagen, " 
Stofjen, binden und ſchlagen, 

O Herr wir thun dirs Amar 


Bauen, Pflansen und Freyen, 
Sicht man in allem Land 
Nach Ehrifti Propheceyen, 9 
Viel Rauben, Mord und Brat 
Die Matrtheus befehreiber klar, 
Dayelbig iſt jest offenbar, 
Der Glaub hat abgenommen, 
Der letzte Tag wird —5 
Des freuen ſich die Frommen. 


4. 
Man thut ſich nicht bekehren, 
Es hilfft kein Straffen nicht, 
Die Suͤnd thut ſich nur mehren, 
Wie man vor Augen ſicht. 
Es wird die Welt gereuen ſehr, 
Das fie nicht gfolgt hat Chriſti Ee 
Wann er fie wird bezahlen 
Nach ihren Wercken allen, 


en 
& 


Sm Augenblick zermalen r 
Ps 5. 
Gefangen und gebunden J 
Werden fie vor ihm ſtehn, 
Und zu der Iehten Stunden , 


In die Verdammnuß gehn 








— BL. 
ee it ft bereit, | 
rß — es ihnen werden leyd, 
ie thäten verachten, x 
se Simd nicht betrachten, 
Armen die verlachten, 
6, | 


der Gottes gerechten 

Werden fie feben ftehn 

edie fie verfchmechten, 

ins zes Leben gehn. 
erden fie fehrenen zu hand, 
> weh. ung Narren allefanıt, 
e die wir auf Erden 

Thaͤten plagen und mörden, 

e jetzt gefreyet Be | 


be Brůͤder nr Schweſtern 
r Herren alleſamt, 

euch die Welt nur läftern 

| —— ermahnt, 
jt mit dem heiligen Fried, 
euch von — treiben nit, 
— uns nicht verlaffen, 
4 ‚man uns gleich thut haflen. 
eibt auf der rechten Straffen. 


















r Bun 
I kommt ber zumire, | 
Spricht Chriſtus Gottes Sonn, | 











Sch bin der Weg, die Thüre, ° 
Und auch des: Lebens Brunn,’ 
Das wahr lebendig Himmelbrodt 
Das Licht der welt wahr Menſch un 
Dire Warheit und das Leben, 
VDer Weinſtock, ihr die Reben, 
| Sür euch im Tod gegeben. 


Nach ſeines Batters Willen; © 
gitt er gedultiglich, J 
Thaͤt feinen Zoren ſtillen 
Nahm unſer Suͤnd auf ſich, 
Dieſelb hat er uns all geſchenckt, 
Mit feinem theuren Blut getram 
Mit ſeinem Leib geſpeiſet, 
Uns ſein Genad beweiſet, 
Darum er ſey gepreiſet. 
————— 


J 


Das ſolt ihr mercken eben 
Von Chriſti Leib und Blut, 
Am Creutz vor uns gegeben. 
Mer dag gelauben thut, 
Und wird in ſeim Namen getaufft 
Durch feinen Tod iſt er erkaufft, 
Erloͤßt von allen Schulden 
Und leit in Gottes Hulden, 
Darum ſoll n wir gedulden 
Kun EEE" ug 


98 





Das 79. Lied 42 
Sub Sans - —— — — ae Su Mes) 








Batter laßt uns retten, 

Im Geiſt und der Waͤrheit 

ſen wir ihn anbeten 
Die goͤttliche Klarheit J 
ſeinem Sohn ſich offenbahrt, 
x iſt das wahre Laͤmmlein zart, 
Dep wir hie thun genieſſen, 
So wir die Sünde büffen, 
Das thut die Melt verdrieſen. 














N 1% | 

ich einander lieben, 

ie Ehriftus bat gelehrt, 

im Gebott uns uͤben, 

ie er von und begehrt, 

Wird man zu aller Zeit 
en daß ihr mein Fünger ſeyd, 
in Fried thu ich euch geben, 
ht wie die Melt, merckt eben, 
° Sünde thut vergeben. — 


de Br 
mir folk ihr hie lernen, 
Spricht Chriftus der Heyland, 
r meine Wort thut hören, 
der Baut nicht auf den Sand, 
ers begehrt von Hertzen grund, 
) bleibt darnach in feinen Bund 
Betten bis an En Ende," 
x e 








oda 
+ 


* 


424 | Das 77 Lied. 


In Zrübfal und Elende, 
Keiner fich von mir wende, 


\ 14. 
Er wird ung all erlöfen 
Chriſtus unfer Hauptmann. 
Und fuͤhren von dem Boͤſen, 
Er iſt die rechte Bahn 
In dag verheißne Vatterland, 
Bertrauet ihm nur alleſampt, 


—— | 


1 
v 
3 
* 
* 


Er wird uns ſchon erhalten, 
Laßt euch von ihm nicht ſpaltt 


Die Lieb foll nicht erkalten. 
“ H 15, F 
Thut euch ruͤſten bey Zeite, 


J 


Ihr fromme Gottes Kind, 


Der Herr iſt nimmer weite, 
Daß er uns wachend find, 


4 


Mit den klugen Jungfrauen ſcho 
Auch Oel in unſern Lampen bon 
Preifen des Herren Namen, 
Sm Fried halt euch zufammei 
gen. geb ung der Herr, Ar 


Das 78. Lied. 


ee 6 2 
wie das Tholer Lied. € 


Ein ander fehön Lied, im Th 















— J— 
Eee freundlicher Ritter, 
Hab acht auf den Hauptman. 
er Streit ift bie gar bitter, 
So du Fommft auf den Plan, | 
ie Feind werden dich umringe, 
Welt, gleich, Simd,Zeuffelund Todt, 
hu deim Hauptmann zufpringen « ' 
Jie Feind wird er umbringen, 5 
Dir helffen aus aller Noth, 


2. 

Jaulus der hat gefchlagen 
Sn feiner Liberey, | 
child, Helm, Panker und Kragen 
Ein Schwert ift auch darbey, 
mit folt du dich rüften, | 
Bapnen zu aller Zeit, 
er. Feind mit taufend Liften 

eit wider Die frommen Ehriften, 
Durch fein Boßheit und Neid. 
iu 3. Ale 
tan muß beym Fähnlein, bleiben, 
Daß uns verfümder ift, — 
bon laß dich nicht treiben, 
Dom Hauptmann JEſu Chriſt. 
0 du mit ihm wilt erben 
Die herrlich Kron und Freud, ah 
umph und Sieg erwerben, iM 
ke Era Mi 











ni Dentis | 
Muft auch bie mit ihm fterben, 
Haben Trübfal und Leyd. 


„ii, 4 
Gefangen und gefhlagen 
- Ward Ehriftus der Hauptmam 
Alto thut man auch plagen 
50 Wer geht auf feiner Bahn 
+ Groß Norb ift jest vor handen, 
7 Alldie Auf dieſer Ed, m = 
Man ſucht ung auch mit Bande 
Faſt ſchier in allen Landen, 
| Wer zu Ehrifto begehrt. 


En ” 490 
Zu ihm will man nicht laſſen 
Sein treuer Ritter gut, © 7 
Verlegt ihn alle Strafien, 
| Big man fie faben thut. 
Dao hbebt fih Würgen und Stech 
Grauſame Tyranney. 
uUnſer Hauptmann wirds rächen, 
Seinr Feind Gewalt zerbrechen, 
Er ſteht ſeim Häufflein bey, > 


Gottes geliebte Ritter, 7 
Seyd mannlich in dem Streit, 
Das graufaın Ungewitter © 0° 
Waͤhrt nur ein kleine Zeit, 

Thut nur beftändig bleiben, 7 


* 





— 1 
—2 — * ww 


* er 













ic ſeyd Manır-oder 
Vertrauet — t 


if, und gab w wir ibm geben, + | 

Sein it allein. die Br 9 
wir hond das Leben, * 24 

HF uns D Goit mem Herr! 

hoͤr dur une Klagen: 3,0%.’ 

Sief auf die Kinder dein, — 

fanglich thut man ums plagen, 

8 allem Land verjagen. 

ein‘ sn he du ven drei 


jen es wird — 

In einem Augenblick 

rd man GOttes Macht ſehen 

Wie er der Weite Tuͤck 

t bald wird offenbahren, 

Darzu ihren Hochmuth, 

jet mit G'walt thut fahren, 

m GOtt thu uns bewahren, 

Dale ung in deiner Hut. 
u AMEN, 














| "Das ER A 

Ein ‚ander geitlich Lied, in J 
um Tagweiß Thnnn. 
u. 8 m Mi 







N 


428 Das 79. Lied. 
nn EEE EEE — — — — — — 


1. 
St Luft ſo willich fingen 
“Ein ſchoͤne Tageweiß | 
Sch hoff mir foll gelingen, h 
EMieiin GOtt zu Lob und Preiß, 
” # Ser woli mir ereulich beiffen aus, 
In Gdult zu überwinden 
= Den Zaımer und den Strauß, 
| # 2. ‚U 
D Herr ich thu Dich bitten, h 
Starck mich und wohn mir bei 
Hein Feind hond mid) umritten, 
Und ſchauen werih fen. 
Das ift der Teuffel und die Welt, 
Die mich ara thun weiſen, 
Das dir gar nicht gefaͤllt. 


— 
Dein Zucht ſolt ich verlaſſen, 
Mit der Welt lauffen ein, 
In Spielen, Squffen, Prafen 
Darff ich nicht g fangen fenn. 
"Das fprechen fie mit Worten eng 
OMenſch ſieh nicht zurücke, 
Haft dein Hand glegt an Pflug." 


I HI 4. 

Eonft magft du nicht eingohne 
In eOftes Reich warlic, 

Viel Truͤbſal wirft du bone, 5 





— 


KBilt du en weg 
ann wer mein Wort thut nenimenan, 
Den wird die Welt verfpotten, 
id haſſen ——— — ak — 


ich wird man euch berjagen, ii 
Bon Wei, Kind, Daab und Su, 
lüdels von euch fagen, Re 
Bergiefien euer Blut. * 
arum all welcher vorhin baß 

Sein Leben will erbalten, 

er wird — das. 









gun es muß all 2 darane, 
Wollen wir Chriſten ſeyn. 

as iſt die rechte Bahne, 

Die geht zum Yatter ein. 
zollen wir Ehrifto folgen nad, 
Das Creutz müffen wir fragen, 
Id mit m leiden Schmach. 





A ch. Geicheit umd Berftand, 

tt Dich in deiner Güte, 

Laß mich nicht werden zu ſchand. 

ib Herr daß ich mein Fleiſch und But 

im Streit mög überwinden, 
Ben Du 
® & 4 % u 










mW 
— 


a, Dasisäe 7 
Lehr mich mein Glauben HErre 
Beweifen mir der That  . 
Mer nicht bleibt in der Lehre, 
| Kein BHtt noch. Leben bat, 
Darum bitt ich zu dieſer friſt, 
| O BOrt lehr mich ertennen 
Die Lehr des. HErren Ebrift, 


Mer mich thut hie bekennen T 
Bor den Menſchen auf Erd, 

Den will ich Bruder nenuen 

Sen meinem Batter werth, 
Bas ihr verlaßt in dem Trübfal, 
Das will ich euch) erſtatten 
Wohl hundert taufend mal, E 
—4 


3 RER TR 
Die Welt thut fich berübmen, ' 
Und will auch Chriſten ſeyn, 
Des Creutz's thut fie ſich ſchaͤmen, 
Sprechen es darff mcht feyn, 
Wann ich auch etwas leiden müßt 
Hatt er nicht gnug gethane, 
Und mein Sund nicht gebuͤßt. 
—A 11. 49 

D blinde Welt verirrte, 
Es wird dir werden lendd, 
Dein Glaub: nicht heiffen wirdte, R 


















—— 


— — — 








i t. du che 2% ewig, eh, 
Thu von der. Welt aus gohne / 
d ſundig — en 2 | 


Son in Deinem —— 


diener Zucht biß an das IR 
der gib. ung zu erkennen, 
r uns RUSGEN: e- | 


Herr dich FEN 6. bitten. | 
Bi Bot. ‚durch den Sohne dein, 
xfuͤr uns ‚har gelitten, 
rzeih den Seladen mein, 
d Fried und wahre Eimgfeit, ! 
komm bald und führ zuſammen 1 
in Kind die ſind BE Amen, | 
Das 80. Kid, | Ye 
® ander ‚geiftlich Lied, im ‚Shen, 
m: BR NO Babilon,. 


Er Derfolgungen und Truͤbſal, 
Nüffen wir jetzund leiden. 

voͤlf F brechen in den Schafftall, 
um ans haſſen und neiden, 
Erz; Bi 












uͤr⸗ 






hi 
J 


I 





32 Das 80, Lied. 

Wuͤrgen und reiſſen geimmuglid 

O Herr mein Gott erbarme die 

Fuͤhr deine Schäflein alle 4 

Zu deiner Herd, fie find zerftört, 

- Damit dem Lob gefördert wird 
Und leben nach deim gfallen- 


Us > 2, 

Bir haben bie Fein Fried noch R 
Kein Platz auff diefer Erden, ' 
Der letzte Tag naher herzu, 

Daß; wir erlöfet werden, 

Der freuen wir uns allgemein, 

Die dem Herren ergeben ſeyn, 
Er ift der rechte Hirte, # 
Der ung allfanpt mit feiner 9 
In das verheiffen DVatterland 
Aus allem Trübfal führe, 


k 3. Ri’ h / 
echt und richtig lauf jedermann, 
Daß Feiner werd außg ſtoſſen. 
Und bleibet auff der fchmalen B 
Werdt Ehrifti Haufgenoflen- 
Durch viel Truͤbſaͤl muͤſſen zugle 
All eingehen in das Himmelre 
Fliehen die breite ſtraſſen, a 
Gut und Geldt, wie Ehriftus me 
Was zergänglich ift in der Melt, - 
Das müffen wir verlaflen. { 


- I; 










* 
EN 


F “ Dies 80. 39 RR 







ar 


sa —— — 


sc al “ 


Oimmelreich dr * Bohn —* 

And unſer Buͤrgerſchaffte, 

rzu die unverweßlich Kron, 

50 wir werden ſieghaffte, 

d überwinden in dem Streit, = 

u ‚die kurtze kleine Zeit vw. 
H dag End verharen, 

ren bis in Tod, in aller North 

rtrauen dem einigen GOt, 

gr wird uns wohl bewahren. 








5. 
hi m 7 die Hand 


J * er, „folgen —* | 
Durch mich komint man zum DVatter, 
it mir müßt ihr auch leiden Schmach, 
Be —* und Marter, 
Welcher 





434. Das. 80 a 


Welcher in mein Fußſtapffen frii Tri 
Der bat in der Welt keinen Fu 
Er muß gehaffer werden # 
WDon jederinan, muß kurtzum de 
Dann es je anders nicht ſeyn kan 
Allhie auf — Soc 





— iin doch ihnen, 


ES wird 9 rom (einen Pr h 
„Und ung gar m bebüten, 


' 5 | Freut euch. fingt, — und lobet & 





Der uns den Fried * geben, 
Er ſteh bey uns in aller Noth, 
Dieweil wir han das Leben, 
Er ift der HErr, und Feiner meh 
Darum gebt ihm allein die Eh 
Un preifet feinen Nahmen. : 
In Ewigkeit ift ung bereit. 
Groffe unausfprechliche Freud. e 
Da helff ung SOH, AM 











ie — wie —* 
n zu Baſſau von den Schweitzer Bruͤ 


dern 3 der Sefänguuß, im — * 





—— 


er ano gefungen ** 
4 er  Pfahm, cxxxtx. Fr ) 

St * n haben mir Strick gelegt / > A 
as Barn haben fie mir mitSellenaup 

pannt und da ich gehn ſolt⸗ haben { 

en zugeruͤſtet Darum [prech 
2 zum Arten: du bift mein Bott. 


N — — 
— — — — 


er er I, | Das 31. Lied, 


ie ſthoͤn Lied mag ins Beruers 
sn gefungen 2 ID 


et Gott Batter zu dir ich (ehren W 
ch bitt, dein Weißheit mir verlab 
in Lied mög fingen, , 
en deiner Einigkeit, 
erlegt in der Drepheit, 
PoDtt (af; mirs gelingen, En 
e allein du warft und biſt 
ig zu allen Zeiten, — 



















J— 4° Das sı Kid. 
Ohn dich nie Feiner gweſen iſt, 
Her folhs hätt koͤnnen b’reitet 
Mas lebt im himmel und auf ( 
Haft du allein erfchaffen, 
Dem: Hand alles ernährt. ' 


2, ö 

Die Dreyheit folt du wohl verfta 
Wie fie Fohannes zeiget an, - 
Datter, Wort Geift thut nennen. 
Sie in dem Himmel Zeugen f 
Diee drey Namen Deiner in ein, 
0.» She folt es wohl vernehmen. 
Des Vaͤtters Allmächtige Kraft 
Wird erſehen beyn Geſchoͤpffen 
Die er durch das Wort hat geme 
Sein Geift alls thut befräffte 
Hann er fich des würd unterft 
Den Geiſt in fich zu ſammlen 
Muͤßt allg wieder vergehn. 


J 
Die Allmaͤchtigkeit iſt das Wort 
Die Krafft der H. Geiſt haſtg 
Iſt der Vatter alleiieie. 
Wies dan die Schrifft zuſam̃en ſchle 
Das Wort ſie nennt Leben und G 
Das im Anfang thaͤt ſeyne. 
Ben GOtt, md Bott felbft das Wor 
Und ein Geiſt, thu vernehmen, 






nn h . nz fi D > 
at BEER u 
Sala be - 4, 
Au j BEE = * 





— 






’ * Das 81 Er 


Fandtfein Wort Herrn Jeſum Thriſt, 
Das er ſein Sohn thut nennen, R 

- Maria der Sungfrau zart, > 
Ward das in ihr empfangen, 

9m Heilgen BR Fleiſch ward. 


fol mich: aber — — verftahn, / 

Die Gottheit ſich nicht theilen kan, 

ie du ſiehſt an der Sonnen. 

Daß Chriſtus kam in dieſe Zeit, 

ſchach allein nach der a 

Die er hat angenommen. ” 
je gantse Süll der Gottheit gar, 
In die Menfchenheit war g’fchloffen, 
riſtus im Geiſt GOttes Sohn wa 

m GOtt iſt ausgefloffen, 

n Licht und hellen Klaren Schein, 

allen thaͤt er bevedn 

ohl mit der —2 rein. 


e Deck ſolt du AR verftohn, 
ie ein Wolck über D’Sonn thut gohn, 
Daß man fie nicht kan ſehen: 
6 war hie, in dieſer Zeit 

18 Licht bedeckt mit der Menfchheit, 
Thut uns die Warheit jeben. 
s ein Licht der Welt wird geneñt, 
hut uns die Schrifft bezeugen, 












gu = 








* 


rt; nn Aa 9 
Auf den der 9. Geiſt behend : 
- That aus dem Himmel ſteigen 
Ein Stimm allda gefcheben iſt, 

Das iſt mein lieber Sohne, 
Den hoͤret in der Friſt, 


Daß abers Wort auf Erden kar 
Und die Menſchheit an ſich na 
I Das ift darum gefeheben, 7 
4— Daß Gott den Menſchen in der 
Untraͤglich war nach der Klarhei 
0 Die niemand mogt anfenen, 
Wie uns des Mofes gibt Berich 
Als er da thät begehren 
Zu fehauen Gottes Angefiht, 
Da fagt zu ihm der Here, 
Kein Menſch wird lebendig beſteh 
Mein Gftalt HN niemand fehe 
Zeigt er den Mofe a 


* 

Weil Gott ſonſt niemand fehen F 
Darum 309 er die Menſchheit 
‚Aus Gnad da-that erklären 
Sein Licht dem Menfchen in der 3 
Er war fihbar nach der Menſch 
Auf das er ung that Ichren 
Die Waͤhrheit Gott der HErr felbf 
Behrens Chriſtus alleine, 


L) 


—— 
& 









18 or Fra — red in der Teil, 

Daficıb nicht mein thut feyne, 

mderns Batters der in mir iſt, 

der thut die Wort erzeblen, 

ie der Herr ge is Ehrift.. 

d ie Botteit weſen Me 

Menſchheit Jeſu Chriſt, 

ing Sant Paul erzeblen, 

zott Dutch fich felbft ncht WM 
achtdasımenfchlichgefchlehe 

von ihm that faliien 

Teuffel mit feim falfchen Rat, 
alle Menſchen bringen 

Adam in Simd und Todt, 

ten nicht mehr finden 5 

zum Baum des Lebens ein, 

8 Chriftus bereitet, 

Veg er ſelbſt En feyn, 















1 &eiden bie zu Diefer Sl | 
e wiederum gegangen 
in die Ewigkeit, 
allein nach der eu, 
ald er fiber vedt, 
per Herr, merck eben, 
Sf Va 


vollbracht har Herr Jeſus Chriſtt u 





449 Das aı Kid 
Baͤtter, wie. ich Die Klarheit hate 
Eh der Welt Grund war gieg 
Dieſelbe gib mir wieder breit, > 
Dann ich hab thun vollenden 
Dein Willen in der. Zeit. 
| hi: 


Alſo er zu dem DBarter ging, 
Sein Kiacheit da von ihm empfin 

Die ihm doch nie war guomm 
Solt du. verſtehn nach der Gotth 
Die er gehabt zu aller Zeit, 
Das Licht Goͤttlicher Sonnen. 


Aleiu bie wie bedecket wꝛ 


Has Licht mit Dienichheit rein 
Alſo die Oect ut worden klar 
Wieder ins Darters Scheine. 


"Ein Weſen er da mit ihm ut, 





Fin Himmel nad auf Erden 
Haͤt gwalt Herr Jeſus Cyhriſt. 


II. 
Vernim die Göttliche Oreyheit, 
Wird beſchloſſen in Einigkeit, 
Wohl in der Sonnen reine, 
Die zeigt uns drey Wuͤrckung in 
Kurt, Strahl und Hitz thun dieſe 
Vernim des Lichtes Scheine, 
Das den Vatter anzeigen thut, 
Her alles hat umgeben, 


Wer 
N . 
















BENN 
I 


Das 81 Kied, er 
ift allein das einig Gut. 
In ihm thur, alles eben. 
5 Vatters Allmaͤchtige Kraft, 
Hab ich Dir thun anzeigen, — 
m Gſchoͤpff ſo ſie gemaͤcht 


I, 

er Stralen Glans vernim bereit, 
pelärt den Ernft und Grechtigkeit, 
Den der Batter bat bfchloffen, 
urch fein Wort hie in diefer frift, ' = 
as iſt fein Sohn Herr JEſus Ehrifl, 
Dem er gewalt wirdlafen — 

ı halten Gricht mit Grechtigkeit, 
Uber all Steiich unzeine, 

ie Engel, als Petrus befchreibt, 
Die werden da gemeine, 

b dieſem Ernſt erzittern thun, 
Wie will der fündig Nenfche 

a am Gericht beftohn 











Feurig Zung uns Lucas fehreibt, 
Der 9. Geift thur ſeyne Be. 
0) ns in —* we | 
Chriſtum an thun nehmen, 

of ro 






1442 Das 81 Kid, ’ 


Laͤßt fie ſchmecken fein Brunft und € 
Lehrt fie auch) recht erkenuen 
‚Den Vaͤtter, Sohn, in Einigkeit” 
Wohnung beyn Menfchen mac 
Allhie in diefer Zeit. N 


N 14, 
Alſo wird. göttliche Drephet 
SBefchloffen in der Einigkeit, 
Durch die gleichnug der Somm 
- Der Batter, Sohn und heilger 
Ein Licht iſt wiedie Schrifft beſchlet 
Wie du jest haft vernommen, 
Merck alſo das Wort Fefus 
Wird genennt Weit und Lebe 
Ein Geift unds Wort der Vatter 
Thut die Schrift Zeugnuß gebe 
Alſo thut uns die Einigkeit 
Vatter, Wort, Geift befchreibti 





Ieohannes in der Zeit, m 





15, 
Mer nun fülche Ertentnuß hat, 
Alſo in der Krafft Gottes ſtaht, 
Mag fein Glauben erkennen. 7 
In Gott Batter Allmächtigfeit, 
‚Der ihn hat bfehaffen in der Zei 
ı Durch Ehriftum thu vernehmen 
Idhn der Vatter zu feinem Kind 
Wiederum bat gebohren, 


ln a inne 





Hund En 2 “ F 
* nn. RT) — —— * 
EN a AS 
n Mori — 48 


fe er von on BD ʒOtt fiel din durchd die ie Sünd, 
Ind kam in feinen Ze 

b ihm bat Herr JEſus Chriſt 

Viederum thun verföhnen, 

in Mittler * iſt. 


rum glaubt er ei Ffm Chriſ, 
rſein Grechtigkeit worden iſt, 
Die ihn hat thun bekleiden: 
der da: würdet GOttes Gnad, 

ihn Ehriftus erworben hat 

Mit Creutz, Sterben und Leiden. 
enimm des 9. Geiltes Güt, 
Bar in ihm thun befehreiben. 

8 Goͤttlich Wort in fein Sen 

Das ihn thut unterfcheiden 
aller: Sind in diefer Zeit, 

ut er fie überfkreiten | 
ch den. ar Geiſt. 


But: erin heitgen Geil, 
u. Barmhertzigkeit beweißt, 
dat ihn damit umgeben, | 
in in die Kirch gefchrieben ein, 
durch den H. Geiſt gemein 
Srhalten wird zum Leben, 
f er nicht kommt in das Gericht, | 
Sondern er ift gdrungen J 
J f3 Vom 


wa 











uf 











Be 


m Ders ai 


Den Engelen a \ 
1 X 


Alſo kennt er in Einigkeit, — 
Den Vaͤtter, Sohn ind H. Geiſt, 
Die Wohnung bey ihm haben. 
Darum er ift ein Gottes Kind, 
Wird unterfcheiden von der Suͤnd, 
Paulus al thut fagen: 
Dat er nun niemand kennen ift, 
Nach dem Fleifch thu vernehmen, 
Ob wir ein Zeitlang JZEefum Chriſt 
Nach dem Fleiſch thäten Fennen, 
©: ienn wir ihn Doch jeßt nicht ii 
Im Fleiſch, fondern alleine 
Im Geiſt iſt er der Herr. 


i — im 
Alſo haft du vernommen breit, 





Barum ſich thut die Einigkeit 
Sn Dreyheit zu uns wenden, 
Daß Gott fonft Menfchen Blödig 
Mar umbegreifflich in der Zeit 

Man mogt ihn nicht erfennen. 
Tarum Anfang, Mittel und End 
„Det SD den ll 





em 

















4 Das 3 * ie a 9 


f daß fein Wefen würd 1d ertennt, 
Aus feinem Wort alleine 

na ſich Gott nit ein Wort hatt — 
Roͤgt man von ihm nicht reden, 
t nicht BE a End, 


d will ichs beſhloſſen hon 
ft Vatter in dem Himmels Thron, 

Sagen Lob, Ehr Iimd Preiſe 
ech feinen Sohn Herrn JeſumcChriſt⸗ 
rein Weſen im Batter it, 
Bit amt dem H. Geifte, 
Batter in der Ewigkeit, 
Dir fen die Ehr alleine, 
5 du uns dir haft zubereit, 
Hführt in der Weißheit deine. 

tter führ ung noch fortan, 

dag wir thun erlangen — 

deinem Reich die Kron, Amen. 


| Das 82. Lied. | 
Fin ander ſchoͤn troͤſtlich Lied, 
im Thon,: Waͤr Gott nicht mit uns 
—* Hl * M.S. 


nErcft auf ihr Voͤlcker allgemein, 
ke Ailbie auf Dieter Erden, 
ſeyd dung, alt groß gder Fein, 

| 5f# Wol⸗ 







Du bie haben des Leidens viel, 





m Dass kid, 
Wollet ihr felig werden, 

Sp müfjer ihr von Suͤnden lon, 

Ehrifto dem Herren folgen thun, 
Tach feinem Willen leben. 


# 
En 


2, 2 

Dazu Chriſtus auf Erden fan, 
Sen rechten Weg zu lehren, 7 
Das man von Sünden ab foll fin 
Und fi; zu ihm betehren. 
Tann er felbit fpricht,ich bin der Wi 
Dardurd man zu dem Batter geht, 
Die Wardeit und das Leben. 


3. # 
Ber mit ihm will Gemeinfchafft bat 
Seins Reichs theilharftig werden 
Derſelb muß auch dergleichen thun 
4 Allhie auf diefer Erden. & 
Ja welcher wit ihm erben will, ’ 
Um feines Namens willen. 7 
— 4. — 
Welcher nun bie in dieſer Zeit 
Mit dem Herren thut ſterben, 
Der wird auch mit ihm ewig Ste 
Ins Vaͤtters Reich ererben. 
Mer aber ihm nicht folgen thut, 
Den bat auch nicht erloͤßt fein B 
Sen Sind auch nicht vergeben. 














nm wen fein Sind u * | 
dr foil fie nicht mehr treiben, 
) Sehrt uns Herr: JEſus Chriſt, 
Sonft gröfter Pein und. ‚Leiden 
u wird begegnen zu der Stund, 
50 er abfiel von Gottes Bund 
n Schaden binr: wuͤrde 


ht all die * * —— 
Berden in fein Reich kommen: 
ndern die halten feinen Bund 
Berden von ihm angenommen. 
ihn vor diefer Welt bekennt, 
der Warheit verharrt ang End, 
er ... werden. | 


u helff uns Fott unſer Herr, 
aß wir ben ihm beleiben | 
) ftäts wandlen nach. feiner Lehr, 
die Suͤnd gar nicht mehr treiben; 
ndern fein Namen feynd ein Ehr, 
geist diefe Zeit und immermehr 
u enggteit— ANEN 
Das 3 Me 7. | 
* 54. Palm, im Thon, Gege | 
pe — nn I — kraͤen. 


* 3, % 


















— Das 23 Lied, _ 4 
Hicne Sort hilff mir in deinemR 
Mit deiner Gwalt, (ul 

Auf day ich mich nicht fhame 
Deins Worts jetzund in aller Peu 

| Darum ſtaͤrck Br allzeit O Vaͤtter 
me 


Darum D Herre thü mich erhördt 
Ich ſchrey 3 u dir, | 

Meig zu mir Seine Ohren, 7 M 
In die ſer Noth merck auf mein 
O HerreGott ſieh 3 meiner — 


Dai meinefeind fielle mir nach deml 
Mit gantzem Giwalt, 

Haben mich gantz umgeben, 
Sie ſtellen mir nach meiner SU 

Darum bilff mir o ER Gott N 


O HerreGott die dich nit hond vr 
Die feßen mir zu, 

Die deinen Bund verläugnen. 

Ich aber will mich freuen dei 

Dau du erhaͤltſt 9 die Seele mei 


Du wirſt das Boͤß denn mein’n Sei 
Wohl bezanlen, 
Die mir boͤß thun in dieſemnj jammert f 
























J Das a4 8 Ei. 49 
dr fie fü e Herr in 1 deiner Fı Fren, 
per € Gott wo mich von ihne frey, 


i willich dir ſeyiitg Opffer chun 
Mit deiner Huͤlff, 
U dancken deinem Namen, 
A er fo freu umd guͤtig ift, 
dir lobſingen Herr su aller friſt. 


2 

an du erretteſt mich zu allen Zeiten 
on Feinden mein, | 
wieder mich thum ftreiten. 

Nein Augen läßt du ſehen an, 

ß meine feind zu men müfengan 


OHerre@ortnillid dir fingen, 
F und Preyß, Mh % 


das Oper bringen. 
> Herre Gott thu mir beyſtand, 
en allzeit in deiner ſtarckẽ band. 


Däs 34. Lied, 


3 Pfalm, im Thon, Kohl 
dem der in Gottes Furchten ſteht. —* 


Geh wie fein ie und lieblich ſchon 
on 80 Brüder beheinant a — wohn N, 
Pe erab 













* ——— — —— u —— 
N 


Herab Hof von dem Haupt A 
Welche herab floß in den Bart, 
- Bi aufs Loch feiner Kleider A 
Eben gleich wie der thau Herman 

Herab fioß auf die Berg Zion 


— 3 4 

Ohn Zweiffel das GOtt wohl ge 
Bo man Fried, Lieb, Einigkeit h 
Daſelbſt gibt der HErre — *28 
Leben und Segen ge } 


a Das a5. Lied. 
Ein ander fchön geiftlich en 
Thon, Waͤr GOft nicht mit und 
dieſe Zu. MS. u 


2 I. — 
8* Gott Vatter in deinem Th 
Wir deine liebe Kinder 
Wollen dir jetzt das Opffer ſchon 

Zu Lob deim Namen bringen, 
Wie du es dir ſelbſt haft bereit, 
Zu deiner Ehr und Herrlichkeil 
Darum wir dir Lobſingen. 


2, 
Herr GOtt Vatter, der Pharao 
Hat ung lang thun verhindern 
Und uns nicht wollen ziehen I 


— * x 


a 










' 


dir jeßund befohlen 

Geiſt den du uns haft gefendt, 

Eh ihn nun wieder bien 
r bat ſchon alles vollendt, 

u du ihn uns haft gefendt, 1 

n wir dich hoch loben, 0 

J | De 


et 5 r 3 : I. Ü h ; i i i 
tr Ggtt Vatter, in deine Hand 
M 










de 
* 





u f 


Be 
a Das 86. Kid 
Der 126. Pſalm, im Thon, A 
Ye tieffer Noth ſchrey ich zu dir 


I, 

Yan der Herr die Gfaͤnuß 
I Wieder von uns wird wen 
Dann werden wir in Freuden fü 
Und ſeyn mie die Traumenden 
Dann wird unfer Mund Lachens 
‚Umer Zung fich des ruͤhmen 
Und fich von Hersen freuen. 7 
. | Ben: a Ve 
Dann wird man dafelbft fahen 
Unter den Heyden fagen, 
Der Herr hat großs an ihnmn geth 
Deßhalb wir groß Freud trage 
Her Herr hat großes an ung voll 
O Herr GEott unſer Gfangnuß mi 
Wie Die Bach im Mittage, 


—— * 

AN die mit Weynen fien thun, 
Werden mit Sreuden erndten 
Sie tragen edlen Saamen ſchon, 
Und gehen hin mit — 









Mit Freuden kom̃ens wieder bet, 
Betrachten ihre Frucht ſo ſch 
Und bringen ihre rn u 


E 

















F ander on "aid, im en u 
nvefle Burg ift ge GOtt,ꝛc. M- S 


— Erre Gott, kn Beten Thron, 
- Du halt zum evften geben 
im Volck viel recht und Sitten ſchon 
Darnach ſie ſollen leben. 

er daſſeibig alles haſt 


DE 


gt eb Ba durch Jeſum Erin 
Begen dir uns dem Nächten. 


iſſe big wir Blair hen. 

Bon Ehrifto unſerm Herren, 

3er da IHN das 6’ fat; wird ſtohn, 

Was die Propheten lehren. | 

es erfüllt in zweyen Gebot, ) 

Das erft, hab & GOtt von Herten lich 

s gantzem Gemürh, 

Yon Bene: ee und Kräften. 
and ern folt Au lieben thun, 

En elbft, deinen Naͤchſten 

im haft du erfüllet fchon a 

16 und die Propheten 2 

Ba belisbet BO, | 
























— 
— 


2 * 


— — — un ug 


"Dran wird erkennt, ja welche 


Zu aller Zeift, RL 
“= El hut mich vecht lichen, 


Auch Fein betrug, trei 
». a | 


* 
















er ern dns ur von ‚Serben. we 


er dieſt Liebe — *— empfaht, 
to hond wir vernommen, 

ei wallen Glauben hat, 

ad redet mit Engels ang 
iß er all feine Haab, 

| Diefer Zeit, und feinen Leih 
yen ließ und brennen, | 

we = 8 

er er die Lieb nicht hat, 

tag ihn das alle nicht belffeit, 
bringet diefe That, 

ſt er: J * * 

ein Erb das ein hon, 

a. — * 

e Sr Liebe dab, i 


u 
8 auſſe rhalb der Lieb a 
a8 mag Gott nicht gefallen, 
neree auf den Bericht, _ 
im Abendinaale 
in em — 
ott 







































* 





a Ben 
— — — ——— — 


ven 
RE. 
— 


el IQ; 44 J 
Nun geb ich euch ein neu Gebott 
as ſolt ihr halten eben 
Hat; ihr einander lieben ſolt, 

Gieich wie ich mich thu geben 
Aus Lieb vor euch big in den 
Und groſſe Noith 
Alſo auch ine ſolt haben lieh, 
Einander hertzlich dienen. 

| | 11 










Werd ihr einander dienen fein, 
Bird jederman erkennen, 
Day ihr mein. rechte Jünger jen 
Ihr ſolt euch mein wicht ſchau 
Ich bin eur Meifter und eur HEr 
Folgt meiner Lehrh,, 
Waos ich euch han aus Lieb geih 
Thut einander deßgleichen. 
12 


Si . EB 
Wer diefe Lieb empfangen hat, 
DOerſelbig mag nicht irren. 
Sie ıft ein reine Gaab von GOtt, 
TLaͤßt ſich niemand verwirren 
Dann die Lieb iſt das groͤſt Ge 
Als gfehrieben ftaht, J— 
Die Liebe bleibt in Ewigkeit, 
Sp alle Ding auf hoͤren. 


Der Glaube wird aufhören thun 
u: X N { 









5: 


m anne ne 


ie offnumn ar F J*— Ta 
ie Lieb um Br fiohn 











E 1 
> 4 
—— J 
J > 








wig.in Gotles Reiche. 
ı Die Lieb würckt ein groffe Freud 
efer Zeit, 


di 
RE Kind, die alle ‚Feind 
irch Lich die überwinden. | | 
iin) Ih gt 

die & ich überwunden. Mole | 

Teuffel, Sand, Todt, und Hölle. © 

et die Lieb b bat, wird nicht: — 
Gar als ( 3 ihn — 






—X 


en, a blelbt — 
emand mag ſi ſte verletzen. | 
fi) es) ie J— * 
fih i ie Lieb eingoffen Da 
e ee Austreiben.c h 

at Pein und auch Noth, 
> Lieb nicht bleiben. 
Ottes Liebe: hat fein Pein,. 
thut ſeyn, 
‚gro Steud, zu aller Zeit, 
J ehe au Freuden. — 


* Gott, 
llein mit Worten 
693: Eon 


















14 
2. 




















=” 


So wir fein Kinder ehren. 


Wer fein Bruder nicht lieben Fan 
en er bey ihm thut haben, 
Wie wolt er dann Gott lieben fl 
7 San Himmel hoch dort, oben 

E:röffere Liebe niemand bat, 
aͤnn der da läßt das Leben 
Bor. feine: Seeund,. 0 777g 
Als Ehriftus relbft thut ſagen. 


EIER RE — 4 
Woilcher nun Gott will lieben thu 
Johannes ſpricht, merck eben 






— 
> * 

Her heb an feinem Bruder ai 

Und laß fire ihn das Leben, 

Gleich wie ſich Chriſtus geben. | 
Vi 







Für uns in Tod 00 7 
Aus Lieb und Gnad, mit ſeine 
Uns hat vom Tod geholfen 
SET, A | 
Herr Gott wir bitten dich gar 
Vatter thu ung erbören, 
Durch Jeſum Chriſt dein heben e 











Ge, 


m ngib ung dein. Liebe Brun 
— haben. an 



















Be Hertzens grunde, 

dag wir dir gehorfam ſeyn, 

teiff 6 alten deinen Bunde. 
däſſelb nur au: lieb allein, 2 





ht umein no In. wie? Die guecht un, 
de im aus ad Hertzen 





K 
J 


dann Lieb — fiber * 
ihren aus thut bringen, _ 

8 dem Nächiten zu gut 

ri t fie ringen, 

gu deiner. Ehr, 


wir dic — dann dir 
Lob und Ehre. 











—* —— J 
Lind dir geben mir gantsem Fleiß 
Koh, Chr und Preiß. 

. Dann e8 dir ghoͤrt auf diefer Erd, 
Und auch in Ewigkeite. 

u Das 3. id, 

Ein ander Schoͤn geifilich Lied, 
FE pony Komme ber zu mit. fpricht 
| GoOttes Sohn, ı. a 


enlke 
N Gott den Herren wolln wir gt 











Und ihn im Geiſt anbeten tt NN 
Aug unfers Hertzens grunde. 
Dann er ertennt zu. aller Friſt, a 
Bas feinem Volck von nöthen iſt, 

Gibts ihm zu aller Stunde. 7 


M 2, un 
au Tele ıDu aber mercken wohl, 
Wie man vor Gott recht beten | 

Hiach feines Yertiens Willen, 
Sn feiner Warheit (eben hun, 


So wirft fein Wort erfüllen. 
a 3. BR | 
GOtts Weſen ift die Reinigkeit, 
Kein Sünder er bey ihm nicht le 
Sondern allein Die Sroniimen 
Die hie thun nach dem Willen ſein 





| 
| 































an weit du in den. N [eo 
ea Willen allzeit widerjtrebit, . 
Magſt dich zu GOtt nicht nahen, 0 
A ß du au Creaturen hangſt, le 3 
om ihm fin Gaab du nicht re A 
Kein Sünder empfahen. 


arzu iu doch Ehriftus kommen U — 
af er rung hie in dieſer Sci 
Der Sünden woil entladen. 
zer ſi ich Hanter: fein Greugergeit, N 
arunter willig dult und led, —— | 
Dem: wird — ſein Schaden. 4 


arum ſo geeif di Warheit am, 
1d thu von allen Sünden ſtah Hr 
Dein eigen Leben haſſe. „MM 
a, auf * —— Bahı Re w 
8 Ehriftus der HErr zeiger a EM 
Man poll die, * verlaſſein. 


m du das chüit und lebeſt recht; 
mit feiner Gnad umfaͤght  M 
dich wohl gele 










































Dauit du auch wirft zuberent 7 
Wider Die er zu reiten. 


Gottes Gnad ift der Heilig Geiſt, 
Welcher auch hie der Tröfter heißt 
_BDerfelb wird Dich vertrerten, 7 
Mit ſehnen und mir Seufftzen ſehr, 
Dich berichten Ehriftlicher Lehr, 

Zu SOLL lehrt er Dich beten, Ä 


Der Heilig Geift der iſt das Pfar 
Zu unſerm Erbtheil her geſandt, 
Bar uns Chriſtus erworben 
Durch Leiden an dem Creutze fein, 
Damit ung, gholffen von der Pein 
Daß wir nicht find verdorben. 


So dich nım führt der beilig Geiſt 
Daß du nicht mehr in Sünden leiſt, 
Hat dich GOtt neu gebohren 
In Chriſto JEſu feinem Sohn, 
In dem biſt du genommen an, \ 
zu feinem Kind erkohren. 


An. 

Alsdan magft du recht vor GOtt gah 
\ Hund ibn warhafftig betenan, 
Darm er wird dich erhoͤrren 
Chliſto JEſu feinem Sohn, 













) 
fi 


Da 












N 


* 
u in d 


— 


em 









% 
a 
ic 


f}) ts u 
ir 


















rum (6 bieib auf dutt Sat 
Its was div wird vonnöthenfenn, 


5 Reich soirft du nehmen ein, 













USED, | 
Jarinmen ewig leben. >» 


u helff uns. der ewig GOtt, 
Himmel und auf Erden 
as ſeynd all Ereaturen g’mein 
obeihn alles, groß und klein. 
Je Herren ghört die Ehre. 
*7 Das 89. 1 
fein auf der Heyden 2c J 































Das 89. Mi 0 


u: 


Es Liedlein will ich he 
Das jolt ihr wohl verſiohn, 
WVon himmeliſchen Dingen 
TThu ich es heben an, 
4 Die Speiß follen wir nieflen, 
-  Yılbie in diefer Zeit, 
Herr GOtt laß uns ber flieffen - 
Dein goͤttlich Wort ſo ſuſſe, J 
Daß wirs ſGee bereit. 


Zwo Speiß, — mich ce 
Her Menſch allbie geneuft. 
Die erft ift Geiſt und Leben, m 

Das göttlich drt fie heiße 
Das if die Speiß alleine 4 
Der Seelen in der Er Fi 
Fleußt her von GOtt fo reine, 
Macher mit ihm gemeine, 7 
Wohl in die —— a 


Die ander Speif; —* mercken, 4 
Dieſelb der Natur ift. 

Den Leib allein thut Stärcen, u 
Allhie in diefer Stift. 

Was eingeht durch den’ Munde, \ 
Dafielb die Seel EEE 

Ihr Speiß van * — 


A SM 





ee 


—* Ko J * — 
ro er An 


N 


| 
| 






i ER M 48 4 
Ka thut fie her Formen, ee 
iſt der eg Geiſt. —* ah 

e haben geſſen h 

In der Wuͤſten rn WM 
Sion zu ermefjen, 

Auf Ehriftum deutet bat. 

2 ih —* — ra u 








Es thut — geben 
F Evangelio, | 
) bin das Brodt zum Leben, x 
Nicht wie die Bätter 0 d 
der Wüften Brodt geſſen * 

nd doch geftorben feyn. > 
in Wort follen wir — A 
Daß gibt der Seelen Raſte, — 
Bet Leben Au En 


er dem: thut Släuben * he 
Ay der Ka ſelbſt — 











m Die Gfehrifft die "put ung fehre 


80 die Ehriftliche Pflichten 











466 Das: 89 ‚rn 
Dom Todt zu zum Leben ein, 


Daß ers hat angenommen. 3 
Darum wird er auch kommen 
Da ewig Freud ade ſeyn. 
Wer Gottes Wort GRAN 
Den thut es neu gebähren, 4 


Macht ihn zu Gottes Kind. 4J 
Wort in ihm Seife thut werden 2 
Mi 








Am Leib Ehriftus des Herren, 
Zu Gottes Preyß und Ehren 
Wie er bereit er | 4 


Paulus thut uns ai | 4 
Hat wir ung durch den. Tau 


Macht ihn ein Hliedlein rein 


} 
"3 


Y 
| 
u 


. „ Ergeben ban, merck auf, 
In CChriſti Leibzgemeine, 
Welcher wir worden ſeyn, 

Aus Gottes Wort alleine, 
Chriſti Fleiſch und Gebeing 2 

Wuͤrckt Die, Geburt alleine. 


9. 
Darum. er die thut nennen 
Die heilig, Gottes —— 
—* Chriſtum thut eri —— 
— 













ten fin alki J 
U Su a 


‚Reich ch erfohren, un 
n iſt. 6 


go Gmein —* auch ſprechen 
aulus in feiner Gſchrifft / 
83 rod wel an 1 h h 












(ches t 4 — 

Dafielb die Gimeinſchafft iſt 

mit dem — en * 
Herten JEſu Chriſt, 

8 Brod ertart alleine, 

Wie der Koͤrnlein viel ſeyne, 

ß Gmeinſchafff ft flieffend — 


AR EN 


: Beni, vernim 

















Ba = * 4 
alt ale in ſich feußgft, 
Hitz umgeben, 

Reb BR 
ft du ſehn Ehrifti Neben, 
Ind ewig — feben, 





























9— Ein Lamm auch haben geſſen 


ri 
N 


Fir unfte: Sim in Tod, H 
| Di zu —— ‚eben hi # 
Setst er ein, Wein und Brody 
Da fie allein bedeuten, m 
Allhie in diefer Seil, 0 on 
Wie Chriſtus an dem. Creutze 
Vor unſer Suͤnd thaͤt —— 
Daſſelb — iſt. nt 
Bann du daſſelb iu Bag 4 
Nach GOttes Worten rein, 
So muſt du davon: ſpalte 
Mr alle Sünd gemein. 2 | 
Wo du in Suͤnd thuft leben, © 
Ißt dur dir felbft das € Sun! 
Deu bereit Dich eben, 
Haft dich dan Dpffer geben, 
& haͤlt ott —* Pflicht. 


Die Vaͤtter zu der Stift, © 
Bey der Figur zu ermeffen 7 
BR Laͤmmlein IEſu Ehrif.) 
Den Self haben fie funden | 
Speicher dan Ehriftus war,/ 
Ihn geſſen und getruncken, 4 
Ihr Hertz in ihm verſuncken. 
Di dar o Glauben gar. n 
wi 2] 





4 

























auc hat. gefehen ae" 
bram des ER a 
as ift allein gefdeben, 
Durch Gottes: Geift und Gaab⸗ 

dir das gie nicht rücken. 
Belches ift JEſus Ehrift, 
rt Feind der thut ſich ſhmucken 
Mit fein verkehrten — 
amit — iſt. im 

KR NEE 
r haſt du vernommen ni 
Vom wahren Himmel-Brod, 
elches von Gott thut — 
Rett uns aus aller Noth. 
um ſolt Du dich kehren sul 
Zu Gott, ihn bitten thun, 
a er in dir ton mehren 
De Speiß, er wird dich boren 
Chriſto 5 — Sohn. A 
— nal " 17. RN 
ı bift ein. Licht reine, 

ſcheint in Ewigkeit, 
uber: ‚alleine Tenor 






































n dir. ne die. Er, 
ng thuſt erhoͤren, 


























a. Bas so, —— 

Den ET der Warheit — 
Dein Nam gepreiſet werd. 

Das 90 Kied. 


Ein Lied, im Thon, Ein Blin 
lein ſtaht nt der Heyde. 










- 
” 
7 





je bet fen G Gott der Derte, 

Der da wohnet im Licht, 

Was lebet hie auf Erden, 
Haffelbig nicht anfiht. 

Allein vor ihm thun ſtohne 
Die Engel allgemein, 

Die, ihn thun ſchauen ane, 4 
Durch ihn Verwandlung hone 

In Wind und — Schein. * 


Darum Gott wird genennet 
Ein Feur in Moſes Bricht, J 
Blitz, Donnerſtimm er ſendet, 
Bernim der Alten Giſchicht. 
Ließ ſich Gott der Herr finden, | 
F Iſrael anf dem Berg, 007 
Der Berg mit Seur that brennen, 
| — > Fi — y 




















Was war und jemag feyn, 





mit thus er vertreiben 

as Suͤnd umd finfter ift, 

den Menfchlichen Reiben 

IE er Das Licht einfchreiben, . 

50 man glaubt JEſu Chriſt. 

ann —— 

ut der Weg zum Leben, 

ührt in des Vatters Reich. 

b niemand wird geben, 

erd dann Chriſto gleich 

Ceutz, Truͤbſal und Leiden, 

fe in Defer Sei, 

mm iſt ihm befchenden 
Herrlichkeit und Freude, 

t mit IEſu Chriſtt. 

Dh 6. Dar⸗ 


— 120 
Isar 













In | RN —J ö — — J 4 ji | { i ' r j ’ “ i 7 | 
Das 95 Kied, 4y— 
en ne, 7 ij ln. reine j 








7 472 


Das 90. Lied 
Darum auch iſt erſchaffe 
Her Menſch zu Gottes Werck, 


Daß er ihm groß ſoll achten 


Ermeſſen Krafft und Staͤrck, 
Damit Gott thut umgehen 
Hoch, tieff, weit und breit 
Al Ereatur, merck eben 
In ihm haben das Leben, 

Er herrſcht in Ewigkeit. 
Heil du nun biſt der Herre, 
Der alle Ding erfüllt1 
Sm Himmel und auf Erden, 

Die Ehr du haben will, 
Daß dir dieſelb werd geben 

Hurch ales Gſchaffte dein, 





Darum bereit uns eben, © 
- Dein Kraft mac) in uns leben 


“ 


- Daß wir dich Toben. fein’ 4 
RE NER 
Wuͤrdig bift du zu nennen, ©" 
Preyß, Ehr und Herrlichkeit, 
Daß dur Dich gibft zu Fennen 7 
Dem Menschen in der Zeit.” 
Thuſt Gmeinfchafft mit ihm hal 
ESo er doch Staub thut ſern 
FZulft ihn mit deinen Ganben ; 


£ 








wu X Le * 9 wi y 
a J * DR 7 u, 2 
ML ERS er : a — —— 
rs RL U er * se 
” RN } 


' \ (8 as 99, { ied 


— —— — 


ein Seel in dir laßt laben, 


ere laß uns nicht vergeſfen 
Dein Gaab in diefer Zeit, 
eye du ums haft geben 
deim Sohn JEſu Ehrift, 
— 











10. Re 
Menſch nimm groß zu Herken 
Die Treu und Gütigkeit, 
sie fich für dich in Schmergen 
Ehriftus gab in der Zeit, 
ic) Creutz Trübfal und Leiden 
Bertilgt hat deine Sind, 
amit dir auch befcheden > 
ein Reich, mit: ewig Sreuden, 
Dich guiacht zu Gottes Kind. 
en et. 


rum folt du GOtt preifen 
Alle zeit Früh und ſpat, 

er dich hat thun weifen 

18 Leben auf dem Tod. 
aim ſolt Du micht weichen 
u 302, , 0% 


rt, 











—2 
ur! ‘ 
4 
te 



































Allhie in diefer Sch, 
Sondern forthin ſtreichen, 4 
Biß daß du thuſt erreichen, 

Das Ziel iſt JEſus Ehrifl, N 

2) J2 —1 


Wirſt du daſſelb erlangen 
Nach GOttes Wort allein, 
En wirft du auch empfangen 
Das ewig Neiche fein. 
Darin’n fo wirft du nehmen "% 
Fin Kleid von reiner ZIerd We 
Thuſt du Ehriftum befennen, 7 
DBerharren biß ans Ende, . 7 
Den Englen du gleich wirft. 
33% | “ 

Jetzt und zu allen Zeiten 7 
Kraft Ehr Lob und auch Pre 
Sey GoOtt in Ewigkeite, J 
Hurch feinen heilgen Geiſt. 
Daß du ung thuſt bereiten 
Mit deiner ewigen Git, 
Her EHOtt in allem Leiden 7 
Thu du felbft vor ung flreiten, 7 
Was verrückt unſer Gmuͤth. 

AN Das 9ı. Lied. Ki 
Ein Lied, im Thon, An Baft 
* fluſſen Babylon. —4 
Bi, j 





Be 

























2 Menihenfind. vernim mich won, 
Einen Bricht will ich Dir mi 
e man den Herren fürchten foil, 

nach ſeim Willen leben. 
‚feiner Furcht rein folt du ſtahn, 

ß er. die in dich Nlieffen lahn, 

illhie in dieſer Zeite 

td fie dir bringen die Weißbeit, 

and und wahre Grechtigkeit, 

aß du das DR moͤgſt meiden. 


Furcht Ortes ein Anfang iſt 9 
der Weißheit alſo rine II 
wuͤrcket Buß in dieſer Friſt | 
Beifheit erkennt alleine 
s ſey wahre Gerechtigkeit, 
da führt ein Busckbcht 
GOttſeligem Leben, 
ein fie ch ſchleußt der 9. Geiſt, 
dem man hie geheiligt heißt, 
Bem GOtt * Gaab thut geben. 


Furcht auch hie, ein Ben gebirt, 

u unbekanten Dingen. 

in ihr der Bfeheid gefaget wird 
tiumme fie das tieff zu Sinnen: 
imit der eaee u zu — 
* 4— —u—— H 3, N * 

















| 


























4 ‚Das yı Kid. 
Beſicht wag fen Leben und Tod, 
Biß fir es thu erfennen. 
Algdann nimmt fie den Unterſcheid 
Ren ihr Weißheit Vergwiſſung fi 
Thuts Leben vom Tod trenne N 


I 22 
Aus der Erkaͤnntnuß Glauben Fol 
Desgleichen Lieb darneben. 
Die Gaab allein von Gott her rin 
Glaub, Lieb in Hoffnung leben 
Weicher fie bie auch ſeyn vergw 
Alieg was EOtt verheiſſen iſt, 
Haß wird Gedult einnehmen. | 
Hafi@lanb, Lieb, Hoffnung und Gebt 
Stehft du warhafft in Gottes Huld 
Thuſt du fein Herrlichkeit Freie 


5. l 

Die Furcht Gottes in dieſer SH 
Wuͤrcket hie auch ein Peine, 
if fie Das Leben breiten iſt 
Don der Sind macher reine 
Hann fich die Lieb eingoſſen hat 
Zreibt fie von ihr Furcht, Peinundz 
Thut fih zum Opfer geben” 
Die Lieb alle Ding überwinde, 
Bafier,seur,Schwerdt fieniit bezw 
Ihr gſetzt iſt ewigs Fu 
—J9 TREE 
Doch thut ein Furcht in dieſer Friſt 








































dei Hu 
bey der. Sri erfennend iſt, 
Die Bloͤdigteit ſeins Leibes. 

Ib ihm hie die Urſach Er 
er bleib in der Niedrigkeit, 
ner die Blödigreit findet. 
and. er da vor Gott bin tritf 
fein Hulff und Krafft ihn audit, 
* er vor —9— nicht ſuͤndet. 


> thut die Zurt. führen ſchon 

Zu Gottes Weisheit veine. 

jelb Fein Boͤß laft rühren an, 

Sie bildt vor Warnung. eine. 

ann man fie da nicht hören will, 
fie mit ihrer Wuͤrckung ſtill, 
al der Suͤnd thut geben, 

fie von den Meuſchen weicht, 
ben ih) mit der Suͤnd vergleicht, 

aßt ſie ihn darinn leben. 

8. 











© Gottes Gnad einpfangen hat, 
Ind fie wieder verlohren. 
rch ſeine Suͤnd kommt in den Tod, 
von Gott gſtoſſen worden, — 
Ber ein Gnad nicht hat gehört, 

ulus-in; feiner Gſchrifft uns lehrt, 
der mung m ſunden, 


Kein 





















a Dason Lied 
Kein Opffer diefem mehr gefebicht, 
Sendern ein Eruft amd ftreng Ge 

Wird er aliein thun finden. j 


w BR | 
Weil er Ehriftum mit Fuͤſſen tritt 
« Den Geift der Gnaden ſchaͤndet 
Zu bforgen ift, ob er fehen bitt, 
Gott werd nicht zu ihm wende 
Dann es find etiiche Sund zum Tod 
Daven Fohannes gſchrieben hat, 

Darfür nicht fey zu bitten. © 
Darum bewahr die Goͤttlich Guad 
Die du von ihm enipfangeun haſt, 

Leb fteiff in ihren Sitten. 


| 10. | © 
Ein mahl da Chriſtus kommen iſt, 
Allhie auf diefer Erden, 9 
Daß er ein Opffer in der Friſt 

Bor unfer Stud that werden. 
Wenn er wieder erfcheinen wird 
Dunn wird er fuchen reine Zierd, 7 
Mo er fie nicht wird finden, 
Der wird von ihin verftoffen ſeyn 
Zu der ewigen Höllenpen, 

Darum daß er thut finden. 


dr 1I, ik 
ww i x . s P } 
Sonannes fehreibt uns in der Friſt 

Welcher in Sund thut leben — 




































x Bar pr: 
— J i> u ’ 
; ui = + ey 
Das | er ZN | 
— — — 


* (big von den Teuffelift, f 
Sein Werck bat ibn umgeben. 1 
tus der HErr auch Zeugnuß ſtellt 
Bom Vatter der Lüg uns erzehlt, 4 
im anfang that ſunden. ; 
rum er ihn den Vaͤtter nennt, 
mit der Suͤnd hie find verblendt | 
Sind alle feine Kinder. 
RE Ra 
ide bie nen gebohren fi nd 

lus GOttes Wort ſo reine, 
nennt Johannes GOttes Kind, 
in Saam bey ihn thut ſeyne, 
ſelbig iſt die Goͤttlich Gnad 








Jet ſich enthält von Sünd und Tod, 


ie in dieſen Zeiten | 
Fleiſch mit Ehrifto creutzigt wird 
aß es fie nicht zu der Suͤnd führt, 
Be fie J—— 


* auch die Kuh heit haben will; 

in Gfchirrlein aifo reine, 

3 fies mit ihrer Gaab erfüll, 

u GOttes Ehr alleine. 

lcher da in den Sünden lebt, 

| Er: Wuͤrcklichkeit widerfirebt, 

ut fie nicht beleiben. 

ie ſucht allein in difer Zeit, 

Mr Was 




















De 






En 3 Wels | 


Dem thut fie fich einſchreiben. 
| | ri 


A 3 ni 4. | 
Haft du Weißheit in deinem Mi 
So halt fie hoch in Epren. 7 
Hann fie it ein gar edel Gut, % 
Das Leben thut fie baͤhren. 
Die Weifheit ift ein helles Licht 
Dardurch man in die Gottheit fid 
Lehrt fein Herrlichkeit fennen. 7 
Sie ift der Heilig. Geift allei 
Ein Krafft Gottes lauter und rei 
Laß dir den Schatz nicht neh 


| 15. — 
Wboer ſteiff an ihr haͤlt in der Ze 
J Lind thut von ihr nicht weichen 
# . Den wird fie zu der ewigen Ste 
Führen in Gottes Reiche. 
Sie wird ihn da mit ihrem Sch 
Verklaͤren wie die Sonne rein 
Darin’n wird ewig leben, 
Darzu beiff uns der ewig GM 
Der alle Ding erſchaffen hat / 
Dem fey Die Ehr gegeben, = 


Has ftellet nach Demürigkeit, 1 
h 








































9 Das 92. Lied. 
Ein ander Lied, im Thon, 
Sohn Dapid, U» N. B a 


I 











* em EN —* — a EM 
Das 92 ed. 488 






ct aufı mit Fleiß, ein — 

Iſt ung von GEOtt gegeben, 
weh Jeſum Ehrift, welcher da iſt 
otts ort, vernim mic) — 
nſelben hat im Anfang GOtt 
Den Vaͤttern thun verbeiffen, 
E Seligteit und ewiger Freud, 
Bea thaͤt * es leiſten. 


riſtu das Lamm auf Erden kan, 
Am aller Menſchen willen, 
ß er behend das Gfeb vollend, 
Welche niemand mogt erfüllen, 
ie es dann EDtt gefteller hat 
Durch Moſen feinen Knechte, 
der Figur, weiche war nur 
Veiſend auf an rechte, 


tus 6 der Herr el ung die Lehr, 
" thut ung beſcheiden, 
et die Buß, folgt meinem Fuß, 
And thund all Sind. vermeiden, 
Sitten fein, He er gantz rein, 
nach wir follen leben, 

ttes Preyß, merck auf mit Steig, 
arum fi fi ud fi 2 ung geben, — 


bar die 1 30, ach dem ku 























482 Das 92 Lied, “ 
Das Eoriftus nun folt leiden, 7 
Eh ers vollendt, heißt er behend, 
Ihm ein Laͤmmlein bereiten, 
Daſſelb er auch nach G'ſetzes Brau 
Mit den Juͤngern that nieſſen. 
Darnach er b’bendt, das alt volle 
Ein neus that er beſchlieſſen. 


| * 5. 4 
Da die Stund Fam, das Brodter nah 
Thät dem Batter Lob ſprechen 
Daſſelb er brach, zun Jüngern ſpra 
Nehmt hin und thut das eſſen 
Darbey ihr mein folt gdencken fe 
‚Mein Leib will ih da geben, 
Zür euch und viel, ich leiden will” 
Daß ihr mit mir thut leben 
an J 


Deßgleichen auch, mit ſolchem Bra 
Hat er den Kelch genommen, 
Aus Batters Gnad, ihm Dancer hi 
‚ Und den geben den Füngern, 7 
Er ſprach daben, der Kelch da ſey 
Des neuen Tefiamentes. 7 
In meinem Blut / gfehicht euch zu g 
Am Creutz that ers vollenden.” 















| ya J. 
Alſo war auch im G'ſetz der Big 
Da that ihm ort auflegen IE 


—* 

















1 Jung ges Lamm, daſſelb man mAh 
Und thät es alfo mesen, 
affelbig hat auf Chriſti Tod, 
Bedeutet im Gefeße. | 
FEſu Ehrift das Laͤmmlein i | 
Bor unfer ... gemetzet. 


bereit * Unterſcheyd, 
‚on beyden Teſtamenten 
as Alt war nur gſſellt in Sig, 
fih im Neuen enden. 
a num Chrifti Tod erfüllet Hat 
Das Ge und Adams Schulde, 
uns mit ihn, bat bracht dahin, 
Zug ‚Darters € — und Hulde. 
RE 4 
1 hoͤret auf der Hof ſch Brauch, 
Ehrifius felbft ift das efen. 
u G'ſetz es war unmöglich gar, 
Niemand mocht drinn genefen, 
ann Adams Tod durchdrungen bat, 
War auf all Menſchen kommen. 
n Meuen bar Ehriftus die Gnad 
Erworben allen 2 





ies Lammleins Blut, Iſtael an 
lofet von der Plage, 

Ihe Gott fandt Egnptenland, | 
| Zur 
































Das erfüllt iſt in —— 


\ 


ei Pr] 





m ___ Dune] 
. Zur Straf, am felben Tage 
- Das Blut man nahın, und ftrich es 
Die Pfoften an der Thüre, 
Wañ die Plag gſchach das blut manfı 
Und die Straff da gieng — 
MT. | 
All Figur, die waren ut 
Sn Efek auf Chriſtum b’rchlof 


















"Ein neues ift her aekofien, 7 
Harin’n auch thut, Ehriftus mit 

Die Frommen alt bezeichnen, | 
Das fie die Plag am Füngiten? 
- Mit Pein nicht thu erreichen. 


12. 
Das vernimm ſchon, ein Gnadenth 
Iſt Chriſtus der Herr worden, 
Tür alle die, fo glauben bie, 
In ihm werden gebohren. 7 
Die nehmen ein die Enade feily 
So ſie all Sünd vermeiden. 7 
Henen er hat mit feinem Tod 7 
Das ewig Reich befcheiden. 

, { — 


ai den 4 
Das aber iſt, in dieſer Friſt, 
Die Chriſtliche Gemeine 
Die Gottes Enad empfangen ha 
EB ut Ehrifi macht fie reine 


















er fie va er — | 
3iederum neun geben 
urch feinen Geift, er fie auch weißt, 
u ‚he nicht 2. verlohren. 
ie Bmein if. ih geEſu Chriſt, 
Bon feinem Fleiſch und Beine, 
Ei: Geiſt fie zſammen fehle ut, 
Ein Leib Enrifti gemeine, 
3ie der Weinſtock viel Reben hat, 
Alſo thut ſich auch ſchlieſſßen 
riſti Gemein in die Krafft fein, 

ſſ a man —* mieſſen. 


erck Gottes Rath, € Chriſtus der hat, 
in Abendmaal befcheiden 
it Brodt und Wein, feiner Gemein, 
ie * Suͤnd thut meiden. 
ſoll ſte auch, mit ſolchem Brauch, 
u ſeim Bedächnuß efien, 
ad davon wird eſſen thun, 
ji ll ſi ie fein ne ermeſſen. | 


a merck mit zu der H. Seit, 
t bie die Seelen fpeifen. 
as ift das Pfand, zum Erb geſandt, 
m Siegel thut er heiſſie 
! fung * BUN von er 
! © Date 


— a AN J 
PNA ON NEUN an SEITEN 













— u — 


486 Dass Kid - 


"Barum folr du Goit preifem 
Durch JEſum Chriſt, zu aller Fi 
Um dieſe Himmel-Speiſe. 


17. J 
Wer alſo ißt, und nicht vergißt, 
Sondern da thut bedencken 
Des Herren Tod, wie er ſich hat 
An das Creutz laſſen heucken, 
Auch g'ſinnet iſt, in dieſer Friſt 
Mit dem Herren zu leiden, 
Derſelb it vecht, als Gottes Kue 
Der ale Sind —* meiden. 
— ee a 
Paulus ung bericht, in dem er ſprich 
Her unwuͤrdig thut effen 7 
Yon diefem Brodt, ißt ihm den? 
Datz er nicht thut ermeffen 7 
Den Unterfeheid des Herren Leib, 
ESeceyn die Böfen und Frommen 
Wer das nicht feheid, feinSundverme 
Der th ſich ſelbſt — 


19. 


Das merck mit Fleiß wer ohn den G 
Bon diefem Brodt thut eſſen 
Im Schein her geht, in Suͤnden ſie 
Wird mit dem Teuffel bſeſſen 
Wie der Judas unwürdig af, | 
Tritt er Ehriftum mit Züffen. 










6 Herten Tiſch unds Teuffels Lit, 
Magſt du zugleich nicht g’niefen. 

BEN 20, | | 
ann du muſt ſeyn lauter und rein, 
Wann du daffelb wilt gniefen. 

ein Lieb ſoll dich umſchlieſſen. 
ſſelbig ift im diefer Seit 
Ein Erfüllung des Gfeßes 
tiftus der hat ung dig Gebott 
Belaffen zu der Letze. | 


N BI... 

us erklärt, Seur oder Schwerdt 
uns die Lieb nicht nehmen, 
‚gewiß, in Jeſu Ehrif, 

5 wird uns davon trennen. 
n gantzen Tag, gleich wie die Schaf 
Rufen wir gfchlachter werden. 

rc Menſchenkind Lieb überwindet 
Allhie auf diefer Erden. | 
0 a | 
', Leiden ift in diefer Friſt | 
5 Herren Kelch genennet, | 
5 Bein und Brodt bedeutet bat, 
wiftus den Kelch befennet, 
ann klagt, am Delberg fagt, 
nun folt vollenden, 


Datter mein, ans möglich ſeyn. 
! 3 RE AR | Thu 


= 

















in 2 U 






















a — — 
J as - 



















non den auch trincken feine. 7 





— hu den Kelch von mir wenden. 
Ar, 23, —9 
Dieſer Kelch iſt von Jeſu Chriſt, 
Gereicht auf fen Gemeine, 
Daß fie wie er, nachs Vatters Lehr 








Gleich wie ein Brodt viel Koͤrnleinh 
- Alfo thun ſich auch ſchlieſſen, 
Chrun fein Glied, auch leiven mit, 
Um Son das Blut vergiefien. " 






— 24, | 
Alſo baft fehon vernehmen thum, 
ie Ehriftus hat befcheiden 7 

Sein Abendinaal, im Jammerthal 

Durch Creutz Trübjal und Leide 

Der gantz Verſtand, iſt alleſamt 

Lieb, Gedachtnuß und Sterben, 

Wer uͤberwind, man gſchrieben fi 

Ser wird mit Chriſto erben. 


















— 5 66— 

So halt nun Gott, was du ihm be 
In dem Tauff thun verheiſſen. 
Nach ſeim Befehlch, nim an den * 
Thu ihm das Opffer leiſten. 
Wie uns dann ift, in Jeſu Chriſt, 
drey Zeugun bie beſcheiden 
Die zwo nan heift, Waſſer und © 
Die driti Blut, das dia See 

* 26. 


4 











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de 2 * * Fi As ng Pr ” * — — > -n ” 8* J 

Bar My‘ —* En ie Page j nd 
N Er IDEE — 


Das ⸗ hi 4449 4 
a a nn 9 
50 leb num recht, ale Gottes Kuecht, 
Und thu Ehriftum betennen. % 
erharr ans End, von ihm nicht wend, 
So wirft du mit ihm nehmen 
Klarheit fein, von Heilen Schein, 
ver Dich wird aufwerten ’ 
gſten Tag, Fein Leid noch Plag 
ich ewig nicht ſchrecken. | | 


b, Ehr und Prei mit höchftem Steig 
Um diefer Gutheit willen, | 
Gort alleın, in feiner Gmein, 
uns mit Gnad thut füllen, 
uns ift durch Jeſum Ehrift 
orben und geleifter. 

um O Herr, dir ſey die Ehr, 
Durch deinen Heilgen Geiſte, Amen. 


Das 93. Kid. h 
in ander fehön Lied, im Thon, 
Dance fagen wir dir Gott. M. & 


















4J 

wi 
* 
— 







I, 
Ich verlangt zu allen Zeiten, 
aß ich gern waͤr ben froimen Leute, 
fich der freu und warheit fleiſſen, 
ich Davon nicht laſſen veifjen, _ 
ES: 7 Som 


M EIER \ 





# sin 


u  __ Bensked m 


— — — — 
⸗ 


Sondern fteiff bleiben, zu allen Zeike 
Bey: ihrem: GOtt in allem Leiden.) 
a aa 


— ————— * J 
Elend, Armuth und aͤngſtig Leben 
Thut Gott ſeinem Volck hie geben. 
+ Damit will er ſie thun probieren, 

- Ob fie ihn in der Warheit ch 
Von Hertzengrunde, als mit dem 
Soll man Gott dienen zu aller 


Welcher nun alſo wird erfunden, 
Der bat ſchon Zeugnus uͤberkomm 
Daß er recht glaͤubig ſey geweſen 
Von der Hoͤll iſt er ſchon gene 
Er wird bald kom̃en zu allen Fro 


ga iz 


























f TINTE DR RIU AR SLLIRENG 7 RR * 
sul * J BIN N 7“ * * — — * | 
Das 93 Hedi; Dry 
— m ——— an Be h 
N 


imetfiendasleiden darnachDiefieude, 
won mag ung * Teuffel nit ſcheiden. 


tum ihr Kinder Gottes alle 
Hd in viel Zrübfale, 0 
daß ihr darin'n möge beftohne, 

n jeder ftarek fein Krone, | 
nit werd genoinnien, fo wird er 
zen mitallen fromen. (onen 


en — | 
bich gan wohl vernomen, 
Freud will eomimen,) 
vor hie mit Chriſto leiden, 
ut thun und das Boͤß meiden, 
en grunde zu aller Stunde, 
en Gottes zeuguus und bunde. 


ſcher num hie mit Chriſto nicht Leider, 
an Ted vor ſein Wort ftreitet, 
Ind alfo mit ihım begraben 
Bird Sheil an der Urſtaͤnd haben, a 
pird auch herrſchẽ mit Chriſto dem er⸗ 
Bei wirderihntröften. (ften 












ß er Trübfal hat erlitten, 
ich vor die Warheit geftritten, 
ir das wied ihn Gott der Hersführen, 
ihn kein Leyd mehr mag berühren, 
in 


a 77 





J 


492 Das 54 Lied. 


Sein thranen werden ihm gewaſchẽ⸗ 


| 
| 
| 


I 
> 


bie ME € A 


4 





— — — — 


idles zu fagen, wird er ſchon haben, 





0. 


= Ä h | 
Alſo wolln wir es laffen bleiben, 


Der ewig Gott wohne ung beye, 
‚Er geb uns feiner Gnaden Seget 
Und führ ung in das ewig Leben, 

Die fromen mit name, er keit fiealfar 

Das gſcheh durch JeſumChriſtum 
re Das 94 Kid. sure 

Ein ander ſchoͤn Lied, im Th 

Naun dancket Gott von Kerken. 

= ... Dar. warterlihe 1 





— | 6:3 I, f E 
M Erckt auf ihr Menſchenkinder 


Und nehmt zu Hertzen woh 


— ESpricht Gott zu allen Suͤndern, 
Ein jeder mich. fürchten ſoll. 


Ich laß nicht unvergolten * 
Kein Suͤnd noch Miſſethat, 
Wer mir nicht dienen wolte 
Der hat bey mir fein Gnad. 


h But 1— 
Doch iſt nicht mein Gefallen, 


Daß der Sünder verderb, 








Daß aber fag ich allen, 7 
aß ein jeder fromm werd, 














Br. ee > 94 er a 
fi hret eı euch von Hertzen | 
Ihr Sünder are gleich, — 
Bolt ihr vermeiden Schmertzen, 
Zu mir gehn in mein Deich, 





| 3. 

ch bin heilig und reine, — 

Warhafft, Gerecht und Gut, 

so wil I ich hon ein Gmeine, wi 

Die meinen Wien thut, 4 
an cn eilt . =. | | 












* was ich Kr * er 


Den b fen ‚Engelen, | 
Bandt fie mit Kettenen, | * F 





Warffs in die ewig. —— * 
ein Sunde mag beſtohne 
Bey mir, dann ich bin rein. 


5. 
Ö hät auch wicht verſchonen 
r gantzen Welt gemein, 
fie nicht Buß wolt thune, 
ich groß und klein, | 
; die Sündtlurh fommen . MW 
| — Ueber 7 










94 De 94 ie, — — — 
ueber al Berg und Thal, - 
Errettet nur die Srommen 
- Der waren Br überall, 


Mir ift gar nicht ya 3 
An einer groſſen Zahl, J 
Die Frommen thu ich ſegnen, 
J Boͤſen tilg ich bald. 
Schau mie thaͤt ich erretten 
Den frommen Loth felbit dritt, 
Auf den Sodomſchen Städten, 
Die Plag die * ihn nicht. 


Die Boͤſen Hr, brennen 
1 In Schwebel und in Zeur, 
ı Sein Weib blieb auch —— 
Ward zu einer Saltzſaͤul. 4 
Die ſolt ihr wohl anſchauen, 
>| 
J 





| 


Soll euch ein Zeichen ſeyn, 
Mer mir nicht thut vertrauen, 
Wandelt nur eim Schein. 


Ob er ſich gleich ee 

Als wolt er auch fromm mi ) 
Sein Geld etwa hin eiget, gi 

Den bilfft gar nicht fein 4— 

















Niemand Fan mich hetriegen 












Ich tenn die Hertzen wohl, 






an ih tbu au. Aa KR) 
Mein Kinder allgemein, 
wchs Seur thu ich fie führen, 
Die das Gold mach ichs rein. 
e gebt in einem wahne 
Bandelt nur in eim Schein 
'g in der Prob nicht bftohne, 
en Schein wird es nur kon, 
er ne Te; 
n Sünder ı mag beſtohne we 
Lin der Grechten Gemein, 
unreines wird fie bone, 
en nn — ra: er 


äh, in Ha: ıf 
Ps sfenwiche 
Glen Ruß drang, 


m Bricht mu J 
erſt an Gottes Haus, 

das End wird hernahen, 

d will es dann hinaus, 

en die nicht, gehorchen 

Evangelion, | | 

auch nicht Prem, 4 

Bi ein J 















ne ____ Die si Ei __ 
Kein Sund vermeiden hun? 












* — 

So der Fromm und Gerechte 
Gar kaum entrinnen mag, 
Was will der gottloß Knechte 
Thun an demſelben Tag? 
So der Herr Rach wird geben 
= Sa über alle, die ‚ 
Mint nach feim Willen leben ” 
Auf diefer Erden bie, ‘ 


2 EN 2 
Das nehmet wohl zu Herken 
Ihr Boͤlcker allgemenm, 
Das grün Holtz leidet Schmertze 
Mag des Feurs nicht loß fe 
Wie will es dann ergohne 

- Wohl an dem dürren Holk, 
Mit Zeur muß es vergohige, 
Big gar auf ift fein Stoltz. H 

| — RN 
ED: that Sodom verbrennen, 
Lim ihr -fündliches Thun, 8 
Das folt ihr wohl vernemmen, 
9 Iſt ein Exempel ſchon | 
* lien Die gottloß leben, = 
I > Herma) in diefer Zeit. 
Gstt wird ihn den Lohn geben 
I... Holliieh Feür iſt ihn bereit 7 
Sa ; J 15, y h 





4 


“ 





— - 











— 
Be 


































rum will ich * ie ER 
Einen gar guten Rat, 
uebefjern euer Leben © 
Steht ab von Miflethat, 

um Chriſtus wird Nach geben '-. 


Mit eim flammenden 3 

er all die gottloß leben, ar 

In feinem zen ungeheur.. 
ni 








tzt iſt er Aut gun? fine, ES, L 
De HErreng JEſus N —— 


Sin, n Wort zu diefer — 
ihr es ſollet glauben nd 
don Herten werden Fromm. 
nach auch laffen tauffen, J 0 
it ihm —— EM En 2.4 











Er A En ) lan — 
uͤnd vermeiden thun: 
rd ihr aufgenommen, u 
Gliedern Ehrifti gleich, 4 
m werdet ihr kommen u 
er -_.. J — —1 










E. Fu ua —— — 24. Lie. Ei 
» rn "geht ei fein Straf hinein, 
Dabin ri let ihr fireben, 9 000 
Ehrifti Nachfolger ſern 
Wolt ihr vecht Glieder werden, \ 
‚feinem Leib gemein, ı 
Ihr müßt auf Diefer Erden » 
Don Sünden — rein 





Das wuͤrckt der vechte Glaube, 
Und die warhaffte Tauff, 
Ihr müßt auch nicht verfaugnen, 
Sondern fteiff bleiben drauf; 
Berharren big ans Ende, 
Sp werd ihr felig fen, © © 
Euch von GOtt nicht mehr wende 
Biß in Tod — ſehn· \ 


Wielcher alſo chut ‚Kben; ee; 
Den bat GOtt nn | 
Seine Were Zeugnuß geben, 
Daß er ift neu gebohtm, ı 
Aus dem Wafler und Geiſte, 
Der iſt kein Sümder mehr, 7 
Es herrſcht nicht mebr fein Fleiſche, 
So wills han Du der * 


Solches ſeyn Mei Shriften, u 
Die gr * thun, h 


ER 

















ſ feiſchlich gie ſten in. 
ae Chriſto bgraben hun, 
e wird Gottes Geiſt führen 

Biß in die Engel Schaar, > 
iß fie fein Boͤß amhhren, 
Bor Sind * ers A 


bt will 4 melden: forte 

Auch von der Sünden Gmein, 

e ſich viel ruͤhmt mit % zorten, 

Wie ſie gut Chriſten feyn, 

e ſprechen all fie glauben, 

Aber mit ihrem Thun 

yn fie es gar verlaugnen, 

Ih halt vor einen Wahn, | 

Eh Hi zz; IR 

| wird mit ihn vergoßne, 

Die mit dem Feigenbaum, 

Chriſtus Frucht wolt bone, 

Fand. er fein Zeigen dran, 

mdern Blätter alleine, 

ſo es mit. euch gaht, 

r Frucht fücht, finder Feine, 

Sondern nur ei Wort, | 

Ay EEE a 

cm es der recht. Glaub wäre, | 
ihr euch rühmen thut, 

wuͤrd ihr Ye berehren 


bi 















Fe: 


y0Das a Miet 7 
AN Suͤnd vermeiden thun. 
Ro der Glaub nicht thut leiſten 
7 Gute Werd iſt er tod, © 75 
Gleich wie der Leib ohn Geifte, 
ie es gefehrieben ftabt, | 


% N 25 
Alllſo ſolt ihrs vernehmen, 1 
ie Chriſtus ſagen thut, 
Den Baum ſolt ihr erkennen 
An feinen Früchten gut. 
Mer böfe Zrucht thut tragen, 
Das ift ein fauler Baum, 
Man wird ihn bauen abe, 1 
Mit Feur verbrennen thun. \ 


AX 
in 














j Na 
Darzu ift Ehriftus fommen, 
Daß er den Seigenbaum 7 
Umgrabe und bedunge, # 
Laß ihn noch ein Jahr ſtohn, 
Allsdann fo fommt er wieder, 7 
Wann er dann fein Surcht fü 
&o haut er. ihn bald nieder, 7 
Mit Feur er ihn entzumdt. 








"T 29 . 
Mer dann nun will entrinnen 
| Gottes Zorn und Gewalt 7 
In dem Feur nicht verbrennen, 
F Der bekehr fih nur bald, I 


1 





























J—— wird ) fehler Fommen, 
Sin. jeden geben den ‚Lohn, 


Söten und dem ; Som nen 
nach feinem Thun. 
28. 


8 nehmet wohl zu — — 
Voͤlcker allgemein, 
t läßt nicht mit ihm ſchertzen, | 
Rein Sind’ wird felig feyn, 
ndern allein die Frommen, 
ie halten feinen Bund, 
den in fein Reich kommen, 
ie Boͤſen in Hoͤllen⸗ grund, 
— 
will ichs beſchlieſſen, 
Ott loben mit Hertz und u 
Namen anruffen, 9 
er zu dieſer Stund, 
ih zu allen Zeiten 
‚feinem Volck aus Noth, 
Dit feiner Kraft zu fereiten, 
8 Leben aus dem Todt, Amen, 
Ya Das 95. Kid, 
ander Lied, im Then, Wach 
3 ein | Se, — es iſt an. MS 
BEN: ;: 
part fu wi EICH: lobſi ingẽ, 
Dei 


















| | Meinkebenlang, will ichbit ſagẽ 
J 9 | 
“ Ich kan dein Glori * groß gnug 0 

E Mir nicht mehr wit zurechen 





— 
Fr * 24 In x * De TR 5 Fr 
yo2 Dass Lied. 
de) . 9 0 N vo 
F F — “es 
F \ en une 


— — 
— — — ——— — 


Dem vatter u ee 
Mein Geift thur darnach ringen 
Damm er mein Hertz erfreuen th 

Mit ſeiner nad er en allzeit beyſt 


O Herr Gott du haft lich aus Fin 
Auf diefer Erd, 4 

Unter dein Kinder gehlet. 
Darum dein Nam gepreiſet 




















Daß du die Soundd (ſrech 





Du nimſt mich an zu deinem Ki m 
Deß danck ich dir F hertzlicher Be 


Was ſoll ich dir vor deſt Gutthat 
Daß du mich Herꝛ nim̃ſt auß dẽ tod in 

Bertreibſt die ſund von mir ſo ferꝛ 
Ja daß ſie mich, verdam̃t eis gl 


Herr ich hab nichts, ei vor alles ” 

Richt zu dein lob, wohlinde hertzẽ me 

Mach mich beftändig in der a 
Daß ich bekenn dein EN biß aus 


| DO Hm daß ich di nit ig 


% 








| 









— y = 


Fe ei du meinen u sang, 
) deinen Geift, 
licht mehr hl mein Steifh, 


h bin je ein Konacre Gemacdte, 
) bin aut Staub, 
Be Deinen Knechte, 

erafft daß nit auf hoͤr men6lanb, 

dern mich üb, ewig in Deiner Lich, 
E: 8. (meine, 
ſt nich aufgenommen ndeinGe « 
um bitten wir, on 


uns heilig, umd reine, 
daß wir ‚mögen dancken dir. 
e en allein die K h 


ı toll dich — eh, 
Gottallein, fonft Feiner mehr, 
an Denen andern laß die Ehr. 


zolck das du Dir eu thuſt eꝛweh⸗ 
‚£o b, 


dei r 4 
AU dein Kraft, af gen 0 , 
— Süße 





5 * — — — 





Een 


4 Das 96 Kid, 5 


hr deine Rind, Herr dufelbfrüberte 
I I J 


Dann ohn dich waͤr es ſchon mit uns 
Der Sieg iſt dein, od 
Du Heyland aufferfohren, © 

Darum fd ſtarck du dein Gem 
uf daß fie dich, Herr lobe ewigli 


2 ur 
O VVatter gut laß uns dir ſeyn befohl⸗ 
An uns gedenck, . 
Thu ung fehler zu Die hohlen. 7 
Bib trafft und ſtaͤrck daß Feiner mg 
Sondern dein Gmein, dich Herr p 





3 al 
Lob / Ehr und Preiß wir Gott dem 
Auch feinem Sohn, - (dei 


Darzu dem Heilgen Geiſte. 
Als er im Anfang war und nun 


Ihi fen bereit, Lob, Ehr in Ervif 
RR: AMEI 


Das 96 Kid. | 

‚Ein ander ſchoͤn geiftlich. Lied, | 
Thon, Ein Blümlein fteht auf Der 
Heyde. M. S. 


J 








— | 1. 
a Gott in deinem Reicht; 
i Vatter im Himmels Thron⸗ 
Erhoͤr uns gnaͤdigliche 
ME m * — — 


ah 





abe 


4 U—— 

a | Dr er, 
—z —R 
au J 
N 


—0 
u ET —* N 
5 * » 
Da, „N ı 4 en 2 - 
Fall. Vi ö — 











Das se ki Ye 
Was wir dich bitten thun, 

u dein Volck nicht veriaffen 

In dieſem Jammerthal, 

le Welt chut uns haffen, 

rauſam über die maſſen, 

Verfolgt uns überall, 

u — 2: 


tt GOtt man will nicht hören 
in heilig göttlich Wort, a 
jemand will fich dran ehren, - 
An feinem End noch Ort. 

in Wort muß ſeyn verachtet 

In aller Welt gemein, 

er es mit Fleiß betraͤchtet, 
nach lebt, wird gefeblachtet, 
Gſchicht deinem Haͤuff lein kiein. 


Bi 

tr GOtt laß dichs erbarmen 
gu deinem Himmels Thron, 
teit dein Volck die armen, 
Die jetzt viel Trübfal bon, 

1 deines Namens willen 
Leiden groß Ungemach. 

Ir thu den Jammer ſtillen, 
deiner Krafft uns fuͤlle, 
So wird gut unſer Sach. 


J | } 
1 GOtt Heiliger Batte, 
Gr 3 2 * Wir 9 





urn Ir u Er 
Ki; 


‚u N a?’ 
— ne 





ne 


Das 


Air bitten Dich mit Zei 
Staͤrck uns in aller Marter, _ 7 
Daß wir Dir ſeyn ein Preiß. 


| 
| 
| 
| 
| 


HUF du ung überwinden 

aAlls was wider ums ſtreit, 
Thu alles Libel linden, ; 
Huf uns den Sieg gewinnen, 
Sm diefer böfen Zeit. 


5. | 
Herr Gott die Sad ift deine, 
Mollft fie in ung vollfuhren, 
Dir zu gefalln alleine, = 
Daß wir fein Boͤß anruͤhrn, 
Sondern dein Namen preiien, 
Nach deinem Willen gub, 
All Sünde von uns weile, 
Ling dir zu dienen fleiſſen, 
WBäies dir gefallen thut. 
| 6 


. Herr GoOtt wir das begehren 
dvie du es dann wohl weiſt, 
Dich alleinig zu ehren, IA 
Send ung dein Heilgen Geh 

° Her ung führe und leit 
In deiner Marbeit rein, 
Uns auch allzeit bereite, r 
ZJetzt und in Ewigkeite, u 
Das wird dir ein Lob, nz 


— 
RT 





























J na N } F. { 
re Gott fo thu ums ftärdden 
Durch dein Sohn JEſum Chr, 
8 wir Dein Beyſtand merken, + 
Benns uns vonnoͤthen if. 4 
du haſt uns verheiſſen, 
wollſt uns Beyſtand thun. 
Tr Gott thu ihn ung leiſten, 
ich deinen Heilgen Geiſte, 
darauf wir uns verlohn. 


| 8, 

t Gott alfo wir wollen 

Ins dir befehlen nun, 

Sad) dir gank heim ftellen, 

Bollit ung behüten tun, 

dem bel bewahren, 

Jarzu vor aller Suͤnd. 

uns nicht irre fahren, 

pe zun heilgen Schaaren, 
5 deine liebe Kind, 









e SD du DVatter wehrte, 

he in uns zu dein Lob, 

weil wir find auf Erden, 

ein Kraft laß fiegen ob, 
wir mit unfern Leben 
em Namen find ein Ehe, ' | 
allzeit den Pe geben, j 
m. 863 Ne 





* —— — u — u 
B nE7 Fr Pe 


— — 


BE Diemend fürchten darneben, 1 





508 Das. 98 ie 





Zann dich alemig Herr. 
OR 

dert GOtt dein iſt die Ehre, 
Im Himmel und auf Erd 

Du bifi ein Herr aller Herren, © 
ein Nam gepreiiet word, 7 
Ein König aller Koͤmgen, 2 
Seht und in Ewigkeit, * 
9and tan dich ne i 











c Gott vor allen Dingen 
Sey Din Das Lob berat; Ame 
Laus Det 
Das 97. Lied. 


Ein ander ſchoͤn Lied, im 2% 
Ungnad begeht ich nicht von dir, x 
M. Be. | J 


Olauff, Wolauff duGottes Gen 
Heilig und rein 9 
In dieſen letzten Zeiten, | 
Die du eim Mann erwehler biz ) 
Het JEſu Chriſt, | 
Tin dich ihm zubereiten. f' 
Leg an dein Zierd, Dann er Formel 
Darum. bereit, das Hochzeit K 
Dam er wird febon, die Hochzeit 
0 ewig ar mehr von 9 






—— 













F S— u i PN 4 
—* DEN ———— nr N 
ae ee 2 


a | 





m 


Bein. i ; 2, * 

Kleid davongemeldetift,indiferfiifte 

Soil heilig feyn und reine, (verftobn, 

Aweder Fleck nochRungelbon,folt du. 

So will GOtt hon ein Gmeine. 
‘ 






rum er hat, geben in Tod, 
Sein liebes Kind, vor deine Sund ;/ 
ß lauter Gnad, dein Miffethat 
Dir GOtt dein Herr vergeben bat ° 


9 —5 1728 Ru tun 
d num dein Suͤnd vergeben ift, 
ch JEſum Ehrift, 
Hat dich GOtt neu gebohren, 


N Zauff durch den heiligen Geil, | 












a5 du num heift 


Ein Braut Ehrifti erfohren, 
alt dich allein, des Gmahels Dein, 
Biß ihm bereit, zu aller Zeit, 
in andern Mann, folt nehmen am, 
Dich fein alleinig halten tun, _ 


Biderchriftzudifergrift, ein Buhlee 
lt dich ihm gern abfegen, Mi 
alt nun ſtaͤts von hertzen grund, ſteiff 
ger dich nit verletzen, ſeinen bund 
iewol er dich gar hart anfiht, 4 
Kehr dich nitdran, du haft ein Mann, 
ind dich bald mit feinem Gwalt 
Abi 









rW 


SET 
STESENRERSEF GR 








— — — 





- Zühren zu derden manichfalt. H 


Du mußt aber vor habe [eid, ein kleine 
Damit will dichprobieren (ten 
Dersömaheldein,ob’dich allein wolſth 
Und ihn warbafftig ehren, 
Darum fo hör kein fremde Lehr, 1— 
Weich nit von Gott, in aller Noth 
Wird er fich dein erbarmen fein, ° 
Dich erretten J aller Pein. 


Deñer —— befehtt, ur die! 
Aus lauter Gnad und Guͤte 4 
Dazu ins Buch des Lebens fein gefeprit 
Er will dich auch behuͤen, 6 

In Ewigkeit, vor allem Leyd, 
"a fo du bie ſpat unde früh | 
FHaͤltſt feinen Bund, mit hertz und mun 
Bit du eriöft * m Hoͤllengrund 


Damm fo halt in hab ehrn, Gott dein 
Mit Fleiß ſolt du ihm dienen, Her 
Zu aller Zeit in Grechtigkeit, 
Biß ihm bereit, ihm allein un fonftnieh 
Auf dieſer Erd. fein Feur nochSchwen 
Med, ander Noch, ſolt dich von GR 
Mit ſchrecken lohn, ſo wird er ſchon 
Aude deins Leyds dich ergoͤtzen 


Die 1. Mori ER 

























B.0 RT See 
IE nn, 0— 
_ Das gpkid gr 
66 — 9 


dunun ſteiff in ſeim wort bleibſt, da⸗ 
Wanckeſt zu keiner fern, 
wird zen Gott, allpein un not, 
auch alles Leiden 
von dir, das glaub du mir, 
er hat ſchon verheiffen thun, 
ein Leyd in dieſer zeit ir 
ven au —— Freud. 



















u hn von Seren bitten, (allzeit 
er dich führ in grechtigkeit, daf dur m 
teft fein Hecht und Sitten. Ve 
ein Kraft, du nichts vermagft, 
iſprich, Herr, dir ghoͤrt die Ehr, 
r Zeit, und Ewigkeit, 
dir Lob ac umd Preiß — 


ie Heer befohfenfepn, De stinder | 
diefen Sammer Zeiten — 
Gott Dich deines Bolcks erbarm, 
cher Arm, thu felber vor fe ſtrei⸗ 
rafft oblieg daß dir der ſieg (dei, 
| werd aufdiefer Erd, 
ech Dein Gemein, die Chr allein, 
Herr bewahrs, dafs fie bleib rein, 
Kk5 2, Du 


x 


‚(ihm gehorch, 
furcht, mit fliß 











Sie zu dir nehmei in dein reich, umd m 
Mit deiner Krafft erfüllen. 
Dann in der Zeit, ift brechlichkeit, | 
Darum D Herr, dein Gmein verll 

| 

2 

























— Su deinem Reich, daß fie geleih 
—— Namen lobe ewiglich, Amen 
Das 98. Lied. 


Ein ander Lied, im Thon, O 
Herre GOtt goͤttlich Porta 


Sy Gom groß iſt die No 
In dieſen letzten Zeiten. 4 
‚Her dein Wort, hört und ſich b ei 
Thut alle Sind vermeiden, 
Der ift dem Raub 
Allhie auf diefer Erden, 
Um deinen Nam, von er 
Muß er gebarfet werden. 3 


Die Kinder dein (eiden viel Peit, 
Bon diefer argen Welte. 
Geſcicht ihn drum̃, daß ſie ſind fr omn 
Deß muͤſſen ſie —59 
W6 





























| VEERERS ey 
na — 22% EN A 


ei Des 16 98. 0 Lied, 


In jederman. verfolgung han, ae 
dein göttlihes Worte, 
Be eane von Danbian.Han6, hi, 
Und leids an ne Orte. | | 
N u 
ag aber ift * JEſum Chriſt 
Uns alls vorhin verheiſſen (gohn, 
jies mir E hond thon, wirds euch auch 
Dem Fünger als dem Meifter, 
arum er fprichtz ua euch nicht, 
2 lat euch nicht bewegen 
ieſer Erd, du Fleine Heerd, 
Bott wird dir * Reich geben. 


3 wird die Belt gar manigfalt 
Ubels von euch thum reden, 
ich gfangen führn in ihre Thuͤrn, 
Und euer etlich toͤdten. 

um wer mein Juͤnger will ſeyn, 
Der muß fein Ereutz auch tragen. MM 
fr folgen nach, leiden viel Schmach, MW 
En will ich * vorſagen. 


ereetiefen Bricht, wenn dag geſchicht | 

Solt ihr dencken darane v 

Bie ich euch hab das vorgefagt, \ 

Es wird euch alſo gohne. Se 

eud rs hon, ai euer * — 
t 
























MN na 
ll - 


4 N Dass 
Iſt groß im Himmelreiche 
Wer mid) betennt, verharrt ans Ei 
Soll leben ewigliche. | 
\ 6 1 


Es fommt die Zeit die Obrigkeit, 
Diie wird euch toͤdten long, I 
Und meynen ſchon, fie hab daran 
GGsottt einen Dienft gerbone. 7 
Dan ich hab euch zu meinem Red 
Erwehlt von diefer Welte. 
Drum ſie euch) ſchaͤndt, und mit erken 
Thut euch laͤſtern und ſchelten, 
So aber ihr, Das glaubet mir, 
Waͤret von diefer Belt, 
Hieltend ihr brauch, fo liebt fich eu 
That euch nicht alfo fcheiten. 
Was aber ift in dieſer Seit 
Vor der Welt hoch geebret, # 
Das ift fürtvar ein Greuel gar 
Geacht vor GOtt dem Herr 
J 


9 a 2 
Darum habt Sreud, zu aller Zeit, 
So euch die Welt thur haſſen, 
Gedenckt daran, wies mir bat 
‚Bor euch auch gleicher maflen, 
Dengleichen auch, mit ſolchem Br 
Auch ihre Bitter thaten 
























er Zeit, art re md” un vn 
r hhin Propheten, 3 
0 * 
! eiligen rein allſamt 
t und zu allen Zeiten y 
rduld ohn alle Schuld, 
der Welt groſſes Leiden. 
er ie Golt gedienet ud 
1 us alfo-ergangen, 
bel bat die Dein und No 
zum erften angefangen. 


ihm auch —* die heilig Schaat, 
vor euch ift gemefen, 
t war from, der mogt furgum 
der Welt nie genefen. 

it das. Blut, der Frommen gut 
8 gefordert werde F 
fein Gſchlecht, das meine Knecht 24 
‘ auf FRE. Erden. nn 


‚BO verordnet hat, 
s muß alſo gahne 
da werd, auf d dieſer Erd, 
den Sohn mogt felbft nit hon J 
‚sein Haupt hin legte, 3 
ud MWon ihr ruhen u H 













Y 


ve 


AUnd ihr Neftlein die Dögel. : 
12, 


Welcher nun mein Zünger will fer n 


Das a hi 



















Zu Gott's Kindern erkohren, 


ar pi — 

Ser aber bie, ſpat unde früh, 
- HMein Creutz von ihn thut fchiebt 
Iſt mein nit wehrt, weil er auff EN 
Sür mich etwas mag lieben, 



















Kan auch nit fenn, ein Diener me 
Weil er fich mein thut ſchaͤm 
Horn Menfchen bie, den werd‘ 
Vor GOtt auch nit bekennen 
en + Bi 
iR 






€ 













mich befennt, fich meinnicht ſchaͤmt 
orn Menfchen bie auf Erden, _ 
will ich fehon befennen thun 
orn Engeln GOtt des Serra, 
t allein, das Leben fein | 
ve mein Wort thut darftrecken. 
d wird ihn Gott, aus diefem Tod 
Zum Leben ———— I 


ſo auch die Apofker bie 

Gleich alfo zeugen eben, 

— Paulus meldt, und klar En 

A alfo, euch ift geben 

dieſer Friſt, in Sem Chriſt 

au glauben nicht alleine, 

eisen auch hie, ſpat umde früh 
den um * * feine, | 










er mit ihm leide, wird auch die Freud 
Ewiglich mir ihm haben, . 
lm greift an, die vechte Bahn. 
So erlangt ihre die Gaben. 

mm Ehriftus hat, in diefem Pfad 
it Leiden uns vergangen, | | 
urch viel Truͤbſal, im Jammerthal, * 
Muß man ſein nn. erlangen. ' En 


i Mi dos — wer an *— Li 













J _ Der muß theilhafftig werden 
Der Pein und Noth, darzuden U 






Leiden auf dieſer Erden. 
Wer mit ihm ftirbt, der nicht verdu 
‚Sondern wird mit ihm leben 7 
In feinem Reich, da wird ihm gleich 
Ein Kron des Lebens geben, 





ae —J 19. —14 
Da werden ſchon die Frommen 

Alles was fie begehren, "4 
Bas ihnen Gott verheiffen hat, 
Deß wird er fie gewähren. 
Sa er wird fie aus aller Muͤh 

Erlöfen und erretten. 4 
Dañ werden die find, deenjeftvilfe) 






Unter die Fuͤß getretten. 


| 20, % 
Am felben Tag viel Lend und 
Wird fehnell über fie kommen, 
Aber groß Gluͤck, im Augenblick 
Erſcheinen allen Stommen, 4 
Groß fried und freud wird ihn fuͤrs ſe 
Wie es Gott bat verheiſſen 
Vor langer Zeit, in Ewigkeit 
Wird ers fein Kindern leiſten. 


RN } ua. Be 
O Herre Gott, aus aller Moth 
 Wollft du dein Kindern heiffen 












| 





7 


Seufzen der ann * 
egehen, thu ung ehe 
5 dein Freud erlangen. 
Ei, 
gm 4 wir — ea 
ich ſtei Hoffnung leben, 
t — und — — 
der Noth ung < ' 
wir * wi m Sei, 


e ** dir — die ei * 
tund zu allen Zeiten, 
IT: di werd Fan diefer Erd, 
| Gemein, welche allein 
en deinen Namen. 
ahr, vorm Libel gar, 
ſum — 4 men, 
| was 39 — 
ſchoͤt 








— 


| 
ko. Deu. 5 
— 7—7—7— 
Es ‚hatt‘ ein Mann zween Knab 
Wie Chriſtus dann vermeldt, 
Der cin fein Erb welt haben, 
Sein heil von Hut und Geld, 
That vom Batrer begehren, 
Das ers ihm theilen ſolt, | 
Dep thaͤt er ibn gewaͤhren, 
Weil ers fo haben wolt. 


Ha ers nun hatt empfangen, 
TO MBoft er fein Muth gautz hole 
nd bat bald angefangen 

Es mit Hurn zu vertbun, "7 
Auch mit Schlemmen und Prall 


| 
| 


Viß er 08 gar verthät, 
Kein Mangel that er lafen, 
Keil er ein Heller hate, i 


Er zog fern in ein Lande, 7 
Da er kein Geld mehr hätt,” 
Sid an ein Burger hangfe, 7 
‚Der Sau zu hüten hatt. 3 
pät ein Theurung kommen 





I, Robl an demſelben Ort, 
Ich verdirb bad im Dunget, 7 
J Sprach er bald dieſe Work" 


EL begehrt auch mit Kleyen 

















| 


| 






Das 99 Mid, ar er 
h füllen feinen Sud, 

e man gibt den Saum, 
Ind niemand gabs ihm auch, 
fing er an ufagen 
Seins Vatters Speiß und Brodt, 
that auch alſo fagen, 
Biel Knecht mein Vatter hat, 


‘ — 

haben Brodts die Fuͤlle, 

Harz auch andre Speif, 
n wie vil fie wollen, 

8 ift bereit mit Fleiß. 

will wieder umkehren 

Bohl zu dem DBatter mein, 

> will von ihm begehren | 

daß ich fein Knecht nög ſeyn. 

a EL. ER ER — 

er ſich num thaͤt nahen 
feines Vatters Haug, Ir 

N Batter ihn bald fahe, y 
lieff zu ibm heraus. 

der Sohn thät ſagen, m 

ertzlieber Datter mein, 9 

yrgd glünder haben 3 Wr. 1 

m den Himmel hinein, Ak 


ill nicht mehr begehren en 
B ich dein Sohn fl fen, _ 
BD ia. 08 





; 










A 











* 


4* #7 


ga Das 9 Lied. b | 
06 mic) mr ein Kuecht werden 
Wohl in dem Haufe dein. 
Er that ſich fein erbarmen » U 
Gleich zu derfelben Stud. 
Empfing ihn mit fein Armen, 7 





Kuͤßt ihn an feinen Mund. 
Er that auch alſo fagen,- j 


Meinn Sohn har ich verloht 
Jetzt ich ihn wieder habe, 
Er iſt mir aufferfoben, © 
Und fieng ſich an zu freuen, © 
Darzu fein Dausgefind, 
Mit Mahlzeit und mit Reyen, 


Fi, 


Mit dem. verlohrnen Kind, 


" ee 
| Er befahl auch fein Knechten, 
Sie folten ihm gar Ibm 7 
Ein wohl gemäft Kalb ſchlachte 
Und auch herbringen thun 
Das allerbeſte Kleider, 7 8 
Daß er. es leget a 08 
Ergoͤtzet ſich ſeins Leydes 
Mit dem verlohrnen Sohn. 
2 —9 10. ae | 
Er lieh auch zubereiten Ei 
nu Ein gar koͤſtliches Maal, 
— Thoͤten ſich ie freuen, 
u 




















N 2 










nennt: er Sm 
‚alt Sohn kam auch.here,, 7 — 
Zeil man zu Tifche ſaß, er 
dachte was da wäre, 
aßz man ſo froͤlich was. 
ee 

‚er bald vernommen WA, 
en Hanpet gantz und gar 
fein Bruder war kommen, 
zelcher verlohren war, 
Vatter thaͤt auch ſtreiffen 
em Sohn an Kine Hand 
Silbern Fingerreife, 
as fein — veruahm. | 
& MHIIERLN 
that zum Barter fagen, a 
v lang bin ich ben dir, en 
mir noch kein Boch gſwhlagen, — 
Be ‚ut: mir, rl i 











das Sein ‚dat verthon, u 
aſt ihn — ——— Re 
ı empfähft or ſo ſchon. 


* hier —3 
dert Vatle ſprechen 1 
mein lieber Sohn, —— 

Brent allwegen - | 

in merck aber num 

3. 


' h PER x 5 
N ale —— * 







| m ____ Dumm ans] 

Dein Bruder war geftorben, J— 

Da hatt ich groſſes Leyd, 
Er ift lebendig worden, L 

4 

? 4 





So hab ich grofie Freud. | 
14 | 


— — 
Mein Sohn iſt wieder kommen, 
Den ich fang har verlohrn, 4 
sch hab ihn wieder funden, 
Als wär er erft gebohrn. 2] 
Mercket nun was thut deuten 
Chriſtus mit diefer Gſchicht, 
Er will damit den Leuten © 7 
Geben ein guten Bericht. 


DER IER EN AM ‘4 
Wie fie fich follen kehren 
Zu GOtt dem Vatter ſchon, 
Das wiül er fie da lehren 
Bey dem verlohrnen Sohn. 
Der Menfeh thät auch nich® bleibe 
Ben Gott in feinem Thron, " 
Welt Sind und Lafter treiben, 
Sein eignen Zeillen bon 
Rh 16, vE | 

Es war ihm übergeben 

' Das gantze Paradeiß, 

Der Fruͤchten folt er leben, 
Es war bereit mit Sl, 
J Allein war ihm verbotten 

















an Ei. 
u ne 
N x AN N "> EIS en Br £ 
NG & RI a hr ul A. 





San u J — damit, 7 
ar abgebrohen, 
Da ihms x Satan rieth. 


mit thaͤt er ke | 

Sein Erbtheil auf einmahl, > 

8 ward.ihn leyd von Hettzen, 

—X ins Jammerthal.. 9 
er hatt übergeben 4 

Seins Vatters Saab und Haus. 

Ban ewig Leben, 
ward er gſtoſſen aus. 

18. 


kam auf dieſe Erden _ 
In groſſe Angſt und Noth, 
| mußt er innen werden, 
er gehandelt hat. 
ie ‚geitorben 
r feiner, Sind hu 
zu mit fich verdorben 
di gang —5 Geräte, 


ı Menfchen ehu — nennen, 
Doch iſt ers nicht allein, 
mich alſo pernehnien, 

e finds. allſamt gemein, . 
4 iD. Afündet haben | 4 
Be. wider Bott.4 

214 MM 





X 
D 








J ge San Das 993 Lied 
Als der Prophet thut ſagen — 
David an einem Ort. 
—— 4 
All Menſchen haben Schulde 4 
Um ihre Sünd vor Gott, 
So er inun gibt fein Sulde, 64 
Gefchichts allein aus Gnad, 4 
Nicht aus Verdienſt der Werck 
Es iſt Barmhertzigkeit 
Der Menſch ſoll alle — 
Den Grund und rechten Bſcheh 
J a. — 
Wie er fon wiede kommen 
Zu GOttes Gnad und Huld- 4 
Daß er werd aufgenommen i 4J 
Vergeben werd fein Schuld, 
Er foll groß Leyd und —— 
Uber ſein Miſſethat = 
Tragen in feinem Herten, MR 
Die er — hat. | 


J Und auch mit Zia — —1 
Wie er ſeinn Vatter Bott, 
Forthin groß wolle achten, 
J Lind halten fein Gebott, 4 
Auch haben folch Gedancken 
| D wär ich mur ein Knecht, 7 
So wolt ich nicht mehr wan 









3 





Ei und: ar E, % 
— IE 
\ \ *9* EEE As 5 






) finem Bil I Ieben Bill 

zininer und ewiglich 

er mir gleich thut A na 
bin feinem Reh perl. 

un er it je ein Here 

Ant und Gerecht allein, 

bin abtresten ferre, 

groſſe Sind umvein, 


gu EA EIAEN * ep 








* 





i — 2* 

* art — 
en Menſchen zu eim Sohn, ie 

will ihm nicht zumeffen 
sein Suͤnd und Miſethat, 
dern ihm gantz vergeſſen 
das er he: . 








ze“; 


| * — 29 Lieb · 

Er thut ſich ſein — 

WVergibt ibm feine Suͤnd 

Umfaͤht ihn mit ſein Armen, 
Freut ſich mit dieſem Kud, 

Welchs er lang Hast: verlohren,/ 
Das er es wieder hat, d 

Dafi eg ıft neu gebohren, | 
Erloͤſet von AM —* 


Er thut ſich ihm Dat bieten, 
Aus lauter Fi. und Gnad, 4 
Daß er ihn woll behuten 
Vor aller Miſſethat. | 4 
Des gibt er ihm ein BER a 
Das ift fein beilger Bund, - Ü 
Will ihm fein Nothdurfft reichen, 
dorthin zu Bet — x # 
Er will ihn — ſchoͤn zieren, 
Sa mit dem beften Kleid, J 
Durch feinen Geiſt ihn führen, 
| In feiner Grechtigkeit, r 
Zu feinen Abendinaale, ac 





1 


Das er bereiten wrd 
Seinen Heiligen alle, je 


Die alſo ſeyn BE ‚a 
au iſt er angrommen, Bi 











SR 
den Be er 
2 niit ‚allen Srommen 
Dem Herren auserwehlt, 
thut ihm auch verheiffen 
Ein Erb in feinem Neich, 
15 wird er ihm auch keifteng NR 
Immer und ewiglich· 
er! 30, | — — 
iſt auch Freud im Himmel 
Ber Gottes Engeln wehrt, 
| über einen Sünder, 
Der fich. wieder befehrt, 
ehr dann über viel Seommen, 
Die nicht dDörffen der Buß, 
‚er thut wieder kommen, 
2 folget Chriſti Fuß. 
— BR N | 
Renſch das vernim eben, um 
ie Lehr folt nehmen an, 
J dir Chriſtus thut geben, J 
Bey dem verlohnen Sohn. u 
ft felber auch nen 0 0 0 
Fuͤhr Deine Sind N 
18 er dich möcht on 4 
Wieder bringen ” Gott, 


thu dich zu in Kehren, | 
9— von Deiner: Sun, 


Er 
Y — ———— 
— 
N Ben. 
Hak 
lan EU REN PETE RAR 4 













X 





Ah — in ME 1 1 
Halt was er Dich thut Tehren, 
So bift du Gottes Kind a 
Du wirft. auch mit ihm kommen 

In feines Vatters Reid... 
Da all nm und Srommen 

Werdn leben ewiglich. ig 


A ö 33 &% 
Nun wolln wir Gott den Herren 





Loben zu aller Zeit, * 
Und feinen Namen ehren, £ 
. Bi in die Ewigkeit, | 
Daß er uns hat thun weifen 

Ins Leben aus den Tod, 
Drum. follen. wir ihn preaifen 
Gelobet fenft du Herr GOtt Ame 
J Be “X Bü 
4 Das 100. Lied. 
Ein ander ſchon geiſtlich Lied, in 
Thon, Ein Blumlein auf der, Heyde 
H. nd B 
m Freuden wolln wir ſingen 
AN Wie wirs. befchloffen bon, 
All die wir wollen bringen 

Dem Herrn das Opfer fhom 
Froͤlich wolln wirs anfangen, 
In Fried und Einigkeit. ı 
Darnach ſteht unſer Berlangen, 

MR = * 


‚Au 









Pe 
4* 
4 





























| * —— mit — 9 
Das Opffer werd — 


—9 iht — lie 


af; ihr wie. ‚eure Brüder 
Auch fröhlig tretten her, | 
ein Heren das Opffer zu bringen, 
Zu lob feim heilgen Nam. 
arum thut nacher dringen, 
Da wir das Neich gewinnen, 

l — ſchon. 









h S N 
arum ih Ehrinen alle, ii 
$ Die ihr GOtt ergeben fo, N 
agt her mit reichem Schalle, 

Daß wir die Herrlich | 
l mit einander gwinnen, 

h Die uns verheiſſen ift, 

b man uns fehon wolt fehinden, - » 
Soll ung doch nichts —— 4 
etzt Ban aller — ee 


— 
T im ung nicht AH — 
Waſſer oder Schwert, 
arzu au. Weib und Kinder, 
Gar nichts: auf. — ih Me 
Be durchhin 














Gott woll ung Benftand hun, 
Daß wir ihm mit Lobfingen 7 
- Das Opffer mögen bringen, 
Erlangen die ewige Kron, 
Na... * 
Hilff Gott daß wir erlangen 7 
Die Kron die du haft breit, 
Die groffe Freud empfangen, 

Davon uns Paulus fchreibt, 
Kein Aug hat fie gefeben, 
J Kein Ohr fie hoͤren kan 
Was Gott der Herr will geben 
Denen die bie ihn lieben, 
Und feinen Willen thun. 

I ee Re 


| Herr hilff das wir beleiben 

nn deinem Willen fehon. 7 

Das ung von dir nicht treibe 
Her graufam Pharam, = 

Der ung fo groffen Zwange, 
Auflegt zu diefer Zeit. 

Darum beut ung die Hande, 
Daß uns fein Trübfal lange 

Don deinem Altar N Mk. 

A 


a 9 Ba m 
| 2 ______ Des 100, Kied, 7 


° . . — 

Den Altar den wir meinen, 
Zft Ehriftus unfer Her. 
Der aller jüngft bey ihnen 7 
Wis | | 


I - ; 


L 
v4 
B 








BES [ [ 
Net I TR 7 
Das 100. Lied. BY, 








Bill Feohe fetten bet, “ 
as Opfer will er — J 

Auf dieſen Altar ſchonn 
b ſich Pharao thut regen, 
Soll er uns nicht bewegen 
on * an age 


Du EG — —5 ir, 

woll ung Huͤlff beweifen, 

wir ihn mögen —— 

ac allermeiſt. 
—— 

f Chr iſt him mwolln wirs — 

iſt der recht Eckſtein, 

n ung ‚wohl begaben, 

iner Krafft allein, 


vo 
\ 
—2* 









Fden Eckſtein iſt gruͤndet 

ie heilig Gotts Gemein 

ie ihm das Opffer bringen, . 
Mit feiner Kraft durch Bringen, 

3 Ihm geherkum ſein. u 
be N Ban —— 
ir gm verzagen, N u 
— Dam, 





Dann ſtarck iſt unſer GOtt. 

Ob fon Die Henckers Knaben 

Uns anlegen den Todt, 

Sie füllen uns nicht dringen 
Vom allerhöchften GHft, = 


= Mit ihm wollen win fpringen 


Dem wolln wir halten fill. © 





Liber die Maur geringe, 
Mie David melden hut. 
Ihr Schweftern und. ihr Brüdet 
Send ſtarck in dieſem Streit, 
Die ihr ſeyd Chriſti Glieder, 
Sm Tauff ergeben ſedd. 
Sn GO han wirs angfange 
Ob wir ſchon muſſen hangen, 
And leiden groſſen Zwangen, 
Idhr Kinder Gottes alle, 4— 
Geht an euren Beruf, IE 
Laß uns fein Wort mit Schalle 
_ Bzeugen mit unferm ‚Blut, 
Darnach wollen wir ringen, 
Das Fleiſch geben in Todt, 
Das Leben werden wir finden. 
Ren dem Vater im Himmel 








= Kr % 
Ä — 


Pr‘) ve J 
PN * 





jetzt gemeldet ift, 
F halten fille 
em Herren JEſu Chriſt, 
—5 wir bringen * 
wollen * "Cobfingen, 
or r ihm thut klingen, 
feinem hoͤchſten Thron. 
Ben. © 
tenfch ſoll uns bewegen 
efein Altar. fihon, 
e * 3 
a en, hon, 
gi ed hond fie geſungen 
| " Gfängauß Homer, 
groſſen Zwange f 
f "ED diß Geſaͤnge, — 
‚fe allein die Ehr, AmEN. 
Br: Das IOL, Kied. 
n ander Ei 2 mp 
se pt er = “ 


„+ 


— ein, — 
yd GOtt ergeben, 





* 


a ——— 





Ja daß ihr hie ſpat unde fruͤh 
Wo;lt nach feim Willen leben, 
Zu aller Stund, halten fein Bum 
Wie ihr ibn habt verheiſſen, 
Shin auch das Opffer leiften, 4 
Auf fein Altar, das iſt fürwar 
Herr JEſus Ehrift, von dem et 
Nehmen das Opffer reine. 4 
Wers darauf legt, den nichts be 
Gott erhält ihn aleine. 


Bun. Di, s 

Dafielb wir fehon, vernommen bo 
ie fich die Deilgen reine + 
Zu diefer Srift, in IJEſu Chriſt 
Derpfliht haben gemeine 7 
Zum Opffer fein, ihm das allein 
_ Wollen leiſten und bringen, 
Herr GOtt laß ung herdringen 
Hein göttlich Krafft daß ums der S 
Helff zu der ftund, was wir mit M 
Lind Herten hom verjeben, 
In Jeſu Ehrift, unfer bitt if, 
Daf in uns mög gefcheben. 


| 3 18 
Dann auch dahin fterh unfer Sinn 
Daß wir mir ſamt euch wöllen 
In diefen Streit GOtt feyn ber 
‚Niemand foll ung abfallen, 






















Wir follen ihm nachfireben, j 
urch diefen pfad, den er uns bat 
Gebahner fehon, daß wir die Kron 
1 feinem Reich empfangen. J 
Wer uͤberwindt als Gottes Kind, 
et wird die Sreud empfangen. 
er a 
Herr gib Kraft, deins Geiſtes Saft, | 
Damit du uns thu ben 
e zeit der Noth, O Heere GO, 
Send ung her deine Gaben, ie 
am ohn Dich ift, zu diefer Seift, 
Her Streit mit ums verlohren, 







9 


u haft uns auſſerkohren, 

| deiner Ehr, darum DO Herr, 
FR unfer bitt, verlag ung nit, 
mdern thu uns behalten | 
In deiner Huid, gib ung Geduft, 
ß die Lieb nicht Erkalten 


u KA NT 5. y 3 A 
ch Herr wir fchon, in Hoffnung hon, 

Du uns werdft fülches teten, | 

t der Noth, Fein Pein noch Tod 
von dir laffen reifen, 
vohl wir beyd, ſchon mit dem Streit 
ind Banden feyn umgeben, m 
u... Bma Man 
















nt 


Dash 


Man ftellt uns nach dem Leben, 
Um deinen Nam, iſt man uns grau 
— Darum auein indie Hand den 
Sey dir, Herr alles geben. J 
Dein Bil allzeit gſcheh in uns bir 
Das in uns ſoll geſchehen. J 
6. 






Dann je darzu haſt ung berufft, 
Da wir Dich ſollen ehren, 
Zu aller Zeit, in. Grechtigkeit, 
Daſſelb wir auch begebren. _ 7, 
Sur iſt der Will, daß wir das Ziel 
Durch dich mwoilen erlangen 
Hu bafts in uns angfangen 7 
Zu deiner Ehr, darum DO Herr, 
Begehren wir, O GDtt von die 
Du wollts in uns vollführen, 7 
Durch deinen Gwalt,Herrungerh 
Dog wir fein Boͤß anrühren. 7 


— IB 
Sondern allein, heilig und rein 
Moͤgen vor dir beleiben, ' 
ls deine Kind, die alle Sünd 7 
Von gantzem Bergen meiden‘ 
Daß wir kein Schand, in Diefem B 

Anfrichten Deinem Namen, 
- Uns dein auch gar nicht ſchaͤmer 
Sondern Dich hie, ſpat unde ra 


4 * x 

















nen — FR — Shan, 

r das Opffer bringen, _ 
 Grechtigkeit, mit groffer Freud, 
r hiff uns * dringen. 


bon wir en den Harniſch an, 
ir wir wollen fechten 
hlum die Kron ins Himmels thron, 
Rit ſamt den Gottes Knechten, 
hond dasSchwerd, welches uns lehrt 
ulus, damit zu fireiten. 

ift die Simd zu eng 

werthe Kron erlangen t . 
elche ung ar verheiſſe 
iſto ſte will geben, 
r den bekennt, verhart ang End, 
ewiglich ala 


runs bericht, daß Paulus ſpricht, 
haben nicht zu ſtreiten 
hund Blut der ftreitnit ) 
ndern mit Oberkeiten, 

uns das Ziel verrücken will, 
tingen von Ehrifti Straffen. 
follen wir faffen. 

tlich Schwert.damiteuch wehrt 
en die Feind, dern jetzt piet ſeynd, 
uns wollen abſcheiden u 
Mm: Dun 






























| wo __Dasw " nis. 4 
WVon Gottes Wort, an allem Ort, 
Durch Ereuß, Trübfal und Leiden 


— 10 u 
Weil ſchand und fpott, qualpeinund? 
Zu Gottes Ehr thun reichen, 
Wollen wir gmein in Chriſto rein 
Aus diefem Streit wicht weiche 
Sondern fortan auf Ehrifti Bahn 
Zu dem Ziel hinzu ſtrecken, 
Gott wird uns auch aufwecken 
Am Juͤngſten Tag, da alle Plag 
Verſchlungen wird, mit reinerz 
Wird ung GOtt der Herr kleiden 
In ſeinem Reich, werden wir gli 
Ewig leben in Sreuden. —J 
II. —* 
Alſo ihr breit zu aller Zeit 
Uns gaͤntz wohl habt vernomm 
Daß wir in Tod, durch Hülff von G 
Wollen mit allen Frommen. 
Kann unfer Wort, welches wir G 
In Chriſto bon verheiften, 
Das wollen wir ihm leiften, 
Alſo auch ihr fend gfinnt wie wir, 
Zu dieſer Friſt in JEſu Chriſt, 
Wollen das Opffer bringen 
Dem Vatter rein, ihm fen allein 
ie Ehr in allen Dingen, Amen 


Ri a." Lv 






















en wa a: 102. — a. 
Fin ander fehon Lied, im Thon, 
O Sohn ‚Davids Hear ich bitt ꝛcc. 


5 
En uch und Sin ftebt mir dahin, 
Daß ich ein Lied ſoll machen, | 
m Wiederchrift, zu dieſer Friſt 
ehlen all ſein Sachen, 
£ er ſich hat, an Gottes Statt 
Befest in diefer Zeite, | 
eunsdie Schrift, gantz wohl bericht, 
Meister BON, ihr Leute. 


wi folt ihr * ſchier, 
feine Werck acht haben. 
tritt herein in einem Schein, 
hut ech viel davon fagen, 
gibt Gebott fruͤh * ſpat, 
Nach) feines Hertzens Wirlen, 

gt auch dabey, dat; es Sund "dr 
er es nicht au ‚erfinlen, | 


uns bericht * ſeiner Gſchrifft 
ns, dag wir ihn wohl kennen. 
fpricht er werd auf diefer Erd 
ich als ein GOtt fürmwenden, 
ri “ nicht glaubt, er den —— 
it ihn zum Land — 
Eh His MIR So 4 














ga: Das un id | 
Er TREE | 
So er davon nit ab will lohn, 

‚Sp muß er den Tod Jeiden. 


| J— 
Gottes Gebott, fruͤh unde ſpat, 
Thut er alle verkehren. J 
Er muß ſeyn gut, nach feinem M 
Thut die Leut alfo lehren. 
Er geht herein, in einem Schein, 
Thut Geiftlichfeit erzeigen, 
Die er felbft tragt, nach feinem Pra 
Man muß fich wor ihm neigen, 


—4 5. J 
Me Ding bat im Anfang Bor 





Erſchaffen gut umd reine, 
Mit gantzem Fleiß, den Menfchen ſp 
Inuhn drum zu ehrn alleine, - 7 
Die ſoll er frey, ohn alle Shen, 

Zu feiner Nothdurfft haben, 
Sein Lebenlang GOtt fagen DA 

Um alle dieſe Ganben. 


6, 3 
- Der Widerchrift, mit feinem gif, 
Hat es gantz thun verkehren, 
Wies ihm gefällt, lehrt er die We 
Thut ihn etlich Speiß wehren 
Endert die Zeit, caſteyt die Le it, 
Muͤſſen ein Faſten haben, 
Fehren viel Tag, dabey ihn mag 


6, ! 








am nen wer acht s wi 1 

% WIE — J528 
iter bericht uns ah die Schrift, 
Jap ein jeder ſoll haben 

ch Weib, fuͤr ſeinen Leib, 

> ihm thut Kinder tragen, 

ß ihr viel werd, auf dieſer Erd, 
8 GOtt Befehl thut geben, 
gantzem Sleiß, im Paradeif, 
m Dam und der Even, 
















f | mag. auf dieſen Tag 
Eh gehalten werden, 
eit, nach dem — 
zOtt befahl dem erſten. 

Eh iſt, in dieſer Friſt 
und gut bey allen. u 
ut Bert ift umbefleckt, 

a) h thut * gefallen. 


erſpan w das nicht han, 

ach 2. er Darbieten, 
f Erd, nicht Ehlich werd, 

in theil verbieten, 

die Welt, im Anfang gtellt, 

ut er ihm verwenden. 

D Welt, Paulus klar er 

’ poll man ibm. kennen 


543 





44° as 102 Lied. 





| — — 
Ein theil vom Haar hat er geſcho 
Auf ſeinem Kopff ein Plaͤtte, 
Welches doch GOtt mit hellem W 
Den Menſchen hat verbotten 
Den Bart ſolt er auch nicht abſcher 
Den thur er nicht behalten. 
Machts widerfpiel, wie er nur wi 
Sagt, es thut GOtt gefallen, 


11. 9 
Darum er iſt, der Widerchriſt, 
Billich Hat er den Namen, 7 
Weil er allzeit GOtt widerſtreit, 
Und fich def nicht thut fchamen 
Will auch darzı, fpat unde früh 
Bon Menfchen ſeyn geachtet — 
Heilig und rein, als Gotts Gem 
Wers nicht glaubt, er den ſchlach 
. = 


Ri. | 124 cr a A 
I Weiter er fpricht, die Leut bericht 





Er moͤg die Sund vergeben, 7 
er ihm nur beicht, dem bald verzft 
Gilt gleich wie er thut leben, 
Wann er nur bat das Goͤtzenbrod 
Bon dem Pfaffen genommen, 
Sagt er ihm zu, ewige Ruh, 
Darein er folle Fommen. 


EB | 
Er fagt, auch frey / daß im Brodt 


U 















hriftus mit er und nd Blute, 
aber wicht, er hats erdicht, —— 
ann Chriſtus melden thute, 
nu man u da und andersiva 
Bohner Ehrifius der Herre, 
glaubets nicht, es ift erdicht, 
a dig thu euch lehren. 


9 der Blitz Bo Himmel glitzt, 
lo wird auch erſcheinen | 
MenfchenSohn, vons Him̃els thron 
fit den Engelen feine, | 
gſchriebẽ ſteht, Chriſtus hats glehrt 
um O Welt merck eben, 
D Biderchrift, zu dieſer Stift 
ir Chriſtum er fan geben. 


iſt tein Lug, Se umd Betrug, 
Üs was er dich thut lehren, | 
ub ihm nur nicht, er hats erdicht, 
hut Gott fein Wort verkehren. 

m Ehriftus hat ein bittern Todt. 
m mahl für ums gelitten, 










ii fein Feind — 


t hat er wc; gar allenthalb, 
Himmel und. auf. Erden, IR 
Beym 





nit er bat, Simd, Teuffel, Tod, —— 











40 Das roꝛ.Lied 


Beym Batter gut, er wohnen H 
Mag nicht geeffen werden. | 
Dan erfelbft fpricht, dag Sleifch nußen 
Mein Wort ſeynd Geiftund Le ber 
Ber die glaubt recht, Derfelben pflegt 
Gottes Reich ihm wird geben, Ä 


Ep. r 
Ehriftus bericht ung, da er richt, 
Was eingeht durch den — 







Daſſelbig auch geht durch den B 
Bird natuͤrlich verfihlungen, 
Wie alle Speiß, merck auf mit Fl 
Wolt ihr den Herren gnieſſen 
Wie ander Fleiſch, er iſt ein Geiſt, 
Man kan ihn u befchlieffen, 


Der Widerchrift, hat zugerift 
Ein Häußlein alfo fhome, / 
Eine Monftrans aus Gold geplant 
_ Sein Gott darein gethone, 
Darnach ihn fein, in einen Stein 
Geſetzt, und hart verfperre, 
Bann ein Dieb Fam, der ihn fonft nehm 
Der Gott fich gar nicht wehrte, ” 

"es Br: 


9. N, 

Darzu hat er, noch andre mehr 
Viel Goͤtzenwerck und Wilder, 

Die gmachet ſeynd, von Menſchen dä d, 






















us $ ‚Stein, Godund Silber, 
X 4 * n Gott — hat, 
thut er alſo lehren 
er fen recht, gut und gantz fhlecht, 
In gralle weit: beim Herten, | 
"aber richt, 53 if 
Welcher ein Bild thut gieffen, 
chi em dag fleucht, auf@rden freucht, 
nd im Waſſer thut fliefen, 
: alefame ift mir befannt, 
Und thut alls durch mich leben, 
n Gott dein Herr, darum mich ehr, 
Das Lob ſolt AM ie geben, a 


— 





im o Belt, tee auf dich ib, 
Laß dich nicht: mehr betriegen, 
m Widerchriſt, mit feiner Lift, 
Kehr Dich nicht an fein’ Lügen, 
ondern folg, mit, was ich vath dir, 
Wirft du Ehriftum empfahen, 
teb von der Simd, werd Gottes Kind, 
Bird er ſich dir nahen. 


ey deinem Gott ‚in Wohnung hat 

Der fih zu ihm befehret, | 
en hertzengrund, zu. dieſer Stund, 
o bald er Kin. Wort hoͤneg 












Sn M 


Bon Sünden lath, ihm folgen # 
Leben nach feinem Billen, 
Bey deinem Gort wohnt fruh undf 
Sein Kraft, thut ihn erfüllen, 








Niemand je Gott gefehen bat 





Gemacht in rechter Ordnung, 


25; | De 
Der Miderchrift, zu aller Friſt, 
Will all Ding beffer machen, 
Was Gott rein gut erſchaffen ihu 
‚ Er greift auch zu den Saden, 
Laͤßt ihms nicht ſtohn, wilis beffer = 








a 
w A» 


Ra 


* 













En jest erſt ift gebobren,. 
elchs Gott vein gut erichaffen thut, 

Spricht. er es iſt verlohren. 
e nimt es bald unter fein. Swalt, 
Und fagt, ich will austreiben 
euffel und Suͤnd von diefem Kind, 
Er felbft thur Fein Sünd meiden 


r fagt vom Kind es habe Sind 
Bon Adam her thun erben, | 


50 doch. die Schrifft des ums bericht 
Das Ehriftus mir feim Sterben 
ab wieder bracht, was Adam hat, 
Zerbrochen und zerfiöre. 
em Miderchrift das nicht gnug iſt, 
All Ding er Gott verkehret. 


a 20. « ME 
)as Element Waffer genennt, 

Laͤßt er nicht alfo bleiben, 
Bie es dann Gott erfchaffen ‚hat, 

‚Er will es beffer weiben. 
Jamie das Kind von feiner Suͤnd 
* ORTEN! # 










0 Dar 
“ 


57 = 
f 5 
Zr; * d 





He Bao iid. 
Wie wohls mecht glaubt dennoch ers tal 
Sonſt müßts verdammet werd 


—— J 29. 4 
Wann er ihm hat im Sudelbad 
_ Den Chryſam an thun ſchmieren 

So es dann ſtirbt, nicht mehr a 

‚Die Engel werdens führen 

In Gottes Reich, ift eben gleich, 

4 _ Als ob Gott nicht hätt mögen ° - 

Die Seeligkit, und ewig Sre®d 

© Den Kindlein ohn dag geben, 


E,: BAND — 
| Alſo gibt er ihm felb die Ehr. ß 
O D-RWelt das vernin eben, F 
Gott iftein Herr, dem ghört die. Eh 
_ Man folls fonft neimand geben, ° 
Heilig und rein ift Gott allein, 
Sein Werck gut umd gerechte, 
Das Widerfpiel, der Satan will, 
Mit ihm der fchalckhafft Knechte. 


—— IL“ J— 
Nun ſchaut wer iſt der Widerchriſt, 





Ihr ſolt ihn num wohl kennen, 
est ift gemeldt, zum theil er eylt, 
Wie er allzeit thut handen 
Mit all feim thun, Gott in ſeim Thro 
Thut ihm fein Ehr abrauden. 
Darum D welt, merck darauf u 












wirft ihm nicht mehr glauben. 
ae ig. eh % 

aub- feinem Wort mit treuen, 
jew Wahn, und Greuel tobt, 
Eh deine Simd bereuen. ı = 
6 die ſeyn leyd al dein Boßheit 
Und Sind, die du tharft treiben, . N 
u fie nicht mehr, wird div der Her, 
achlaffen und verzeihen: er 
an an 2 
eh von der Sind, werd Gottes Kind, 

Thu nach fein Willen leben, 
ehe du mit Fleiß ihm Lob und Preiß, 
on gantzein Hertzen geben 

d auf ift, der Widerchriſt, 

g dich nicht laͤnger leiden, 
nicht mehr ihm gibſt die Ehr; 

Thut dich zum. Land austreiben. 
ee Rt: fi 

1 feinem Zorn muft ſeyn verlohrn, 
ſi von der Suͤnd, wirſt Gottes Kind, 
es muſt du das Creutz tragen, 


— 























IEſus Chriſt, welcher da iſt 
in Sohn Gottes gebohren. 
fin ihm nach mit Creutz und Sch⸗ 
Bift zu ſeim Reich erfohren. (mad; ME 
RE, EM B 





2 
nr 


a“ 


MM Das 





— —— — — — —— 


Der Widerchriſt, faſt wütend iſt, 

So man ihm nicht will glaube 
Er tobt und wüt, dat gar fein G 
Mit Pein thut er hart. draͤuen 
Itſtt einer Fromm, gibt nichts dar 
Er thut ihn bald angreifen, © 
Mit Pein ohn maß, und Marter arı 
Ob er ihn möge abreifen. ı 


A3660 Re 

Ber nicht bie Pein, will nehmen e 
Um Gottes Wort thun leiden.” 
Sleucht Ehrifti Ereuß,iftihm ein fche 
Bird Gottes Reich vermeiden, 
Wilt das ein hon, mußts ander loh 
Beyde magſt du nicht haben. 
Dannder Welt Freund ift Gottes Fein 
Thut ung die Schrift klar fagens 
ne > 


: a SE 3 ı u, 22, 37: U 
Wolan Menſch, dir iſt gleget fuͤr 
x Der Fluch und auch der Segen. 
Welchs dir num gleicht, zum felben geeif 
Was du wilt wird Dir geben, 
Gott niemand zwingt;nochzufich dan 
Wer recht thut, der wird leben, 7 
Dem böfen Knecht, der thut unrech 
» Sein Lohn wird ihm auch geben, 


Zu ſolcher Friſt der Widerchriſt, Un 





» 
eat: ———— 
* — 
— J 
— E—— 
F 






erden zu hand, gleich alleſamt 
Ins ewig Feur geworffen _., 
a wird nichts ſeyn dann ewig Dein, 
Harum © Welt merck eben, r 

er hie Teid ein Kleine Zeit, 
Sol dir Gortfein Reich geben, 


* * J 
Ber ewiglich in Gottes Reich 
Bey Go0itt in Freud will leben, 
er werd kurtzum heilig und fromm, 
Thu in Reinigfeit leben. a 
er „Biderchrift, ein Lügner ift, 
Will dir dein Suͤnd verzeihen, 
ſagt dir zu ewige Ruh, 
r jelbft muß hauſſen bleiben, 


N 9: 49. ; —5— 
sehr dich von ihm, mit deinem Sinn, 
Zu hei Vo du —* en 

o wird er. dich, gantz ficherlid 
OoBie ‚ein Be pub, 

(ls feine Kind, die alle Suͤnd 
Von gantzem Herken meiden. 

ef du nit lohn Antichrifts wohn, 
Muſt ewig mit ihm leiden. 
‘ 41 — 


Aſo ich ſchon beſchioſſen hannn 
Menſch laß dirs gehn zu Hertzen 
4 Nu zn 


Bu mh 














Thyu dich bekehrn zu Gott dein He 
” _ Dermeid ewigen Schmersen.; 
Des Antichrifte, hum it nur einwal 
Nun ſolt du ihn wohl fennen. . © 
Iſt nimmer. fert, wird ihn. der. Hi 
Ewig mit Feur verbrennen, Au 
ni; Das 10. Kid. 9 





x e 
— 





Doͤrffen micht weiter fragen. 
Damm wir ſehen die Zeichen b’r 


* 


“arg, Pofhieng und ee Zei 


— — 





— : 


vn 
















ich en ve 
ider einander fenne,' nn 
e Königreich deßgleichen gmein, 
den alsdann uneimig Key, — 
ein Voick widers ander 
werden ſie euch dann sub 
' legen groſſe Pein und A 2 
Ni Gfangnuß 9 in ® i 









; N ti R 
At wird eu — at 1 
6 oͤnig und Ri rſten überall, ’ * Ü 
on wegen meines Namens, NR 
h werden fie toͤdten lohn, 
je andern verfolgen thun, 





Sr folt euch mein nicht ſchamen, 
ann diß wird ſeyn die erſte Gſchicht. 
erckt weiter was ich euch bericht. 
Da wird fich erſt erheben m, 
° groſſe Noth auf Erden bie, 
* vor iſt geweſen nie, 
Be il Menſchen thaͤten leben. 
a Ft FALL 
arum. fer euch "eben für, | 
if daß euch nicht jemand. verführ, - 6 
Dann es werden viel kommen, 
er meim Namen gehen herein, 
fagen wie fie Ehriftus fon, 
u verführen. 1 anal 














ME: Das coʒ Kied, 
Za 68 wird folche geoffe Gfäht, 
- daß auch, wenn es nur möglich w 
} DVerführet möchten werden 
Die Aufferwählten in der Zeit, 
Wo nicht die Trübfal würd ‚bereit 
Verruͤrtzt auf dieſer Erden. A 


GO wird den Aufferwählten ſcho 
Der Zrübfal Tag verfürken thun, 
AAuf daß fie felig werden, Mi 
Dann ſo die Zeit nicht würd verkuͤrt 
Der Herr ſpricht, kein Menſch ſelig win 
Allhie auf dieſer Erden. 4— 
Dann es wird die Ungrechtigkeit 
Uherhand nehmen in der Zeit 

‚ Und vieler Lieb erfalten. 
Wer aber verhart biß ang End, 
Und ſich von meinem Wort nicht wen 


zum Leben wird erhalten, 
ra 


D. } Al 

Wenn nun die Bofheit überhand. 
Genommen hat im ganken Land, 
Gleichwie es auch that gabne 
Zu deren Zeit wohl auf der Erd, 
Dive der Fromm fie täglich lehrt, 
Niemand kehrt ſich darane 
Sondern trieben all Suͤnd gemein, 


Biß Noe gieng zur Arch DEE 


N 






ing alt, groß, klein, Frauunde Mann 
fd wirds in der Zeit auch gabn, .. 
Da der Welt End: pplliwerden. 
die es auch. gieng in der, Zeit Loth, 
+ Sodoma Die gottloß Rott 05 
Thaͤten fauffen und frefien, “ 
ansen und Iprungen in dem Land, 
reiben viel Suͤnd, Laſter und Schand, 
Hätten Gottes vergeſſen, — 
ß der Engel Gottes den Loth, 
ie fein Töchtern fuͤhrt aus der Stadt, 
Da ließ GOtt der Herr fommen 
Schwefel und Feur über das Land, 
rbrennt die gottloß Rott allſamt, 
Und errettet die Frommen. P 


WR, J 9 Nr 8. 1y® { ; 4 FR 
jes Lothen Weib shät auch ausgahn, 
yghi ngihr Hertz dem Mammon an, 
Darnach that fie umgben 
yarum fie Gtt auch ſtrafft behend, 
ur Saltzſaͤul ihren Leib verwend, 
Iſt zum Erempel geicbeben. 
Jaben uns wahrnt der Herre Chriſt. 
Jer. jeht ach auf dem Wege iſt, 


Und nicht zurück thut kehren 










































Zach dem fo er. verlaſſen hat / 
ir. Ni... Som 















ul u 
Weiter zeiget auch Chriſtus any” 
3 Daß in den Tagen Som und M 
5. Sdra Schein verliehen werden, 
Die Sternen an dem Sirmament 
Aus ihrem Ort werden verwende, 
" g Und fallen auf die Even. 
Davon fhreibt auch Johannes fein 
Wie der Drach mirdem Schwangeft 

Werd werffen auf die. Erde 
Das dritte Theil der Sternen ſchon, 
Ihr Ehriften das folt ihr verfiohn, 

DIE Wort von euch gred werrg 

Br: Io 3 r ve fi 



















Dann die Heiligen allgemein, © 
Welche jest nen gebohren fenm, 
Aus Gottes Wort fo reine, 7 
Die vergleicht der Herr Jeſus Chri 
Der Som und Sternen in der Si 
Dann fie find allgemeine © 
Don Gott erhaben aus dem Stau 
Darum daß fie ſeim Wort hond glaub 
Ins Dimmelteich erfohren. 
Wer aber von fein Wort abfällt“ 
Und wieder kehrt in dieſe Welt, 
„Der bat den Schein verſohren 





Al, 

























f verfeuet die Sonn ihren Schein, 
Dann mu die Barheit Lügen fen 
as: ehut der Drach begehren, —* IJ 


Bann ihm ems verwilligen th 
uß er das Boͤß heiſſen ur 





Den wuͤſten Greuel ehren, 
avon Ehriſtus gemeldet bat, 1 
N Ah ftehn an der heilgen Statu ME 
Mel thut es befehreiben. 0° 
Ehriſtus ſpricht, wer das leſen iſt, 9 
ee merk darauf, ein jeder Chrit 
Soil dieſen Grenel meiden. 
he Chriſten koͤnnt es wohl verfiohn 
mi Paulus thuts Flar zeigen an, 
von dem Widerchriften,. 
er fich ſetzt an Gottes Statt, _ 
Und gibt ſich aus er feye Gott, 
irwielfältigen Eifien  _ Ai 
Gr die Warheit Gottes verwendh NE 
it Die gantze Welt verbiendt. WIN 
Hann er thus fich verfielen 
u der Ehriftlichen Kirchen rein, 
Der Teufel will ein Engel ſeyn 












as the Paulus erzehlen, 
iter fpricht er, der Geiſt ſagt frey 
Br Na Ki 








—— —— 
J 4 I J 








Etlich werden zur legten Zeit 
9 Don dem Glauben abtretten, - 
Dem Geift des Irrthums bangen: 

| Die Lehr. der Teufflen hören th 
Die in Gleißnerey reden Bi 
Diefügalswärs die Warheit ſch 
Brandtnaal in ihren Gwiſſen ho 
Berbieten auch zu meiden f 
Etlich Speiß, welche dann Gott 9 
Nen Menſchen frey geſchaffen 5 
Sollens nieſſen ohn fhenen, 9 


I4. 9 
Dann Paulus alſo lehren thut, 
All Ereatur ſey rein und gut. 
Den Glaubigen geichaffen, 
„Sollen Gott darum preifen thum 
Und mit Danckfagung nehmen an, 
Kein Gewiffen drüber machen. HM 
Das hat der Widerchrift Me 
Dazu auch dem Menfchen gewaͤ 
Sollend nicht ehlich werden, 8 
Das hat bezeugt der heilig Geiſ 
Seim Volck den Widerchriften gweiſt 
Ihn dabey kennen lernen, J 


—— I5, ö 
Ihr Chriften habt nım wohl erke 

Wer die irrige Geiſter ſindt, 9 

Darzu habt ihr vernommen, - oh 





Pa ® 5 = 7 — 
* <% — a 
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48 


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PN] = — 
—— "u une ——— 


r das Kind der Derderbung Üf, 
en die Schrifft net den Widerchriſt, 
Der Abfall it fchon Fommen. · 
Ein jeder feinen Irrthum lehrt, 

nit thun fie betriegen oe 
Sederman der ihn'n glauben thut. 
arm ihr Fromme Chriſten gut, 
Kehrt euch wicht am ihr lügen. 


© N“ 16, TER | ” 
iondern folgt dem Herrn Jeſu Ehrift, 
Der ung treulich vorgangen iſt, 

nd bat uns die Lehr geben, 
Daß wir ihm follen folgen nach 
n&rechtigteit mitErens un Schmach, 
er ſolln wir ewig leben, — 
Belcher nun dieſen Weg nicht geht, 
3b er fehon wohl von der Sach redt, 
Be ‚wir ung von ihm wenden. 
an er ift nur ein falfcher Chriſt, 
Bor dem uns Ehriftus warnen iſt 


















IE EZ 17. ß — | 
Weiter ſpricht Ehriftus auch gar ſchoͤn, 
ernt ein Gleichnuß am Feigenbaut 


Daß nahend iſt die — 
— {ID 





Wie es der Bräutigam felbft ange 








allefamt verlaufft, © 
So hebet eure Häupter uf 
nahend fenne 
‚Ener Erlöfüng nehmer wahr, 
Sch will euch auch errerten gar, 
Aus aller Noth und Peine, > 


‘ Ben 7: 
Ihr Chriſten habt vernommen ſchon 
Wie es ſoll in den Tagen gohm 
Ihr koͤnnt auch wohl erkennen — 
Daß es ſchier alls geſchehen iſt, 
Darum jeder fein. Anpel ruft 
„Mit Oel daß fie thu brennen, » 
Auf dag wann der Herr kommen wir 
Daß wir werden mit ihm gefuͤ y 
Zu feinem Abendmaale, a 
Datzu wir ſchon geladen fen. 
Ven er breit findt,geht mit ihm ei 
Aus dieſem Jammerthaie. 


Mk. 19. A 
Dazu heiff ung der ewige GOtt, 
„ Der uns aus Gnad berufen bat 
Zu feinem Hochzeit Tage, —J 
_ Und ung geben einneues Kleid, 








x 





er‘ 








Darum wir ihm Lob fagen, 
And bitten ihn allſamt gar 








ANEN. 
’ IN 1 Waus ganz —* 
ee Br 104. Lied. 


er ſchoͤn geiſtlich a im 

um: ie die — Worte, Hr , 

iR 
fer De ter * Himmelreich 
Dein Nam fen heilig. ae, 
ah uns dein Reich zukommen, _ 
uch Jeſum Ehriftdein lieben S ER | 
% ‚er bat hi er | 


er iſt der Weg und auch die hin, 
urch ven man kommen ſoll zu dir, 
ift Fein andre Strafle. 
r diefen Meg nicht wandlen will, 
— er nicht a 












* 













en 









3 


se ___Dasıög Kid. 


v ee ni 
In fein Verſuchung ung einführ, 


Aus allem bel durch, dein Gm 
I Wolln wir dich ewig preifen. 


Dein iſt das Reich, und auch die J 





Eob umd Ehre joy Dit bereiy 7 
Immer und eroiglichen, | 


Mir ‚bitten dich O Herre Gott, ( 
‚ Gib uns herab das Himmelbn 


Jetzund zu Diefer Stunde, 


Welches ift dein Göttliches W 
Welchs fleuß von deinem Munde, 


| * — J 

Damit du unſer Seelen feige 

Daß wir dir geben Lob und Pr 

Jetzund und immermehre, 

Dein Nam ift wunderbatlich gro 
‚Dem fey allein die Ehre. | 


En — 4 
Vatter vergib uns unfer Schuld, 
Durch deinen Geift gib ung dein Hi 

In deiner Gnad zu leben 
Alle die uns bie haffen thun, 
Den wolln wir auch vergeben. - 






_ Damit die Sind ung nicht b 
Sondern thu ung recht weifen 






Das 101 er. a. wi 
dir fle euft her der. Gnaden Saft, 
Hin laß ung Herr empfahen, 
a wir dir geben Lob und Er 
Unfer Buemer nahen. 


ott Vatter Som, Heiliger Geiſt, 

4 ſeyſt in Erigkeit gepreiſt, 
und in Ewigkeite, * 
Jan du biſt der dem es gebüßtt, 

cn ift die: Herrlichkeite, Amen 


na „DA, 7 Re 






di Bruder Dun co den. 


Un wolt ich gerne fi ingen, 

I Lind ‚dazu frolig fenm, 
o will mirs ‚nicht gelingen, 
Noch gehn von Hertzen mein, 
jerhalben muß ichs laſſen, 

Den Trübfal nehmen ein, 

ein Seel mit Gedult faflen, 
Biß ommt der Aal mein. 


a Harff iſt init zerbrohen, 

8 fie nicht klingen will, 3 
* 2 fürcht bat mich troffen, | u 
—— Leids iſt worden viel, Es 4 | 





















— 


u 
or 
2 


Das thut man nehmen ein. 
gr = 2 . 


Will ich dann darnach ringen, 

Das mir des Troftes werd, 
So fan ich Gott: nicht zwingen, 
Er iſt allein ein ein Herr, ” 
Er nimmt and Fan auch geben, 





44 










Ft hate in feim Gewa 
1 ‚als wanns ihm ift eben; / \ 
2b mans — bad; 


run m ro will ih harren, 
Warten der — Zeit, 
s anders geit | 
Hert gib mir Gedulte, 

yie im dieſer Zeit, 
ich mich nicht verfehufbe 
In meiner N, 


ei Gemürh * mir zerfehlagen; 
m Truͤbnuß alfo br, 

ich auch mögt verzagen, 

30 die Pong wicht wär; 
sen ich leben, 

) verlangen darbey / 

off GOtt werd bald geben, 

Bas U von —— freut: 

8 ic) laͤngſt hab bekennet, 

nd davon gſtanden bin, 

ird mir jetzt vorgewendet, u. 
id konimt mir ſtets in Sinn, 
mir are * ſen bſchulden, 

IA a usr i ii 





































se Das tor Mid, 
Und nehmen Gottes Hude, w 
Gſchicht mir zu diefer Frift. 4 


9 J 
Auf mich thut ſo hart dringen 
Anfechtung überall, | 
Will mir mein Gwiſſen bringen‘ 
zu einem fehweren Sail. 
Viel G'dancken mich umgeben, " 
Bichweren das Gwiſſen wohl, 
Die ur Anreigung geben, 
Daß ic) nur wanden BL ; 
' Re: [3 
Barum thut mich anfechten, 
Das ıch bereuet hab, 0 


— 

I, * 

I * 
Et * 











ſo FR 9 — 
Warum Anfechtung iſt, 

— tm ich —— 

ie zu dieſer Friſt 

zird fie nich nicht verfaffent, 
Sic). vegen zu dr Stud, 4 
if dan GOtt thut verfiofen, 
Sind, Zodt, . 6 


arbey kommt au geſchlichen ” 
% Verſucher in Engels oral 





vielfältigen Liften, 
eſchwert das Gwiſſen si 
er ihm möcht einbilden . 
Seine verkehrte Sad, 
ar Fünftlich und ſubtile, 
Daß er eh mach. 


Herr bewahr 0 Gwiſſen 
Vors Teuffels Liſtigkeit, # 
Ja mirs nicht werd zerriffen . | 
In diefer bofen Zeit, 000 
du mir es vegieren 
Nach deiner Grechtigkeit, 
% sin dem Srieden führe, 

Bif ih von ya IAERS, 9 

















Ma 
% 


—— re u 


f VE, 15. EN 
Derhalben folt du wachen, 


‚So wirft du nicht gefangen. 


N * Vons Teuffels Aſtigket 
Mit 


18, —* 
Herr ich bin nur zu rechnen = 





Betten zu aller Zeit, A 
Wann fi) zu dir thut Machen 
Der dein Verſucher ift, 
Daß er dir nicht thu nehmen 
_ Das dir Wertraner ift. | 
Darum rüft dich bebende, 

zum Streit dich breiten biſt. 


| 16 
Herr ob ich ſchon auch ſtreite 
Gegen Anfecytung nein, 


Lieg ich bald an der Seiten, 
„Mein Kraft zu gring will ent 
Die ein Rohr thu ich ſchwancken 


Ans Menſchen bloͤdigkeit 
O HD laß mich nicht wancken, 
Hilff du mir allezet. 
AN | 
Darum folt alſo ſtreiten 
Wider Anfechtung dein, 9 
Nicht liegen an der. Seiten. 
Sondern beſtaͤndig ſeyn, 


Freud ſolt du erlangen, 
Und nicht mehr haben Lend, A 





*— 





i v 
—— 
J 
—3 = 
f \ = gerp 
ker 


de 


e 2 fun | — 
* abbrechen, 


\ 





Mit krafft wie den Simſon, 
mi #03, 





\ g r ” 











m Das Top fi 
Daß ich mög widerfireben‘ 
- Der Macht deg Soliaton, 5 
Wenn er fich thut erheben = 

In feiner Tranney, © 
Daß er mich nicht bewege, 

Herr GOtt fieh du mir bey, 
Darum folt mir vertrauen, 

Ich will dich nicht verlabn, © 
Auf mich folt du veft bauen, 4 

Ich will dir Beyſtand thun, 
Daß du mögft überwinden, ⸗/ 
— seht und zu aller Seife, k 

Mein Krafft folt du empfinden, 

Wenns dir vomoͤthen if. fh 


23, ö 
Herr du thuſt mir verdecken 
Dein ſuſſe Mildigkeif, nn oa 8 
Ein Zeit laͤßt mich fie ichmecken, # 
Die ander Hab ih Lendy 
Daß ich auch moͤgt verzagen, © 7 
Sp ich Dein Krafft nicht find, 
Das thu ich Dir Herr Hagen, 
Teig dich zu Deinem Kind. F 
24. hr 
Ob es fich läßt antehen, | 
Aus wir ich fern von dir, 
Thut die darum geſchehen, | 


% 












af Fin — zu mie E 
Huͤlff und um —*— ES 
pn welche du nichts biſt, % 
y folt du auch mercken, 

di Ehr allein er il. 


N fa ; mir —— flieſſen 

Dein gnadenreiche Krafft, 
ni ch ſchmecte dein Guͤte, 
Berd. —* des Truͤbſals loß, 
derr tu mid) umringen 
fr. deiner Himmelsſpeiß, 

af ich in Sreuden fpringe, | 

Dir m Lob, en und Preiß. 


® 
en m Herr id N umfangen 

it eim brechlichen Leib, 
Du ich nicht erlangen. 

af De: Freud ‚ewig, bleib. 

s ſchon thu empfahen 

lie in Diefer Zeit, 
Benn ſich Zrübnuf thut nahen, 
Zuhand mirs u. feheidt. 


darum thu du — fuͤhren 
Aus aller Bloͤdigkeit, 
mich vollkoͤmmlich b'ruͤhren 


af 
ui =” — 














a 












Su 


he 








Das top Kb, 


Herr Ta mic eier genefen, 


Nach deinen Worten fcpon, 
Thu das Sterbuch verweiſen, 
Ein hell Kleid leg unit an. 


Nun thu ich dir auch ſagen, 
su Chriſto meinem Sohn, 





Bann du Die Sreud wilt haben, 


Lind mit ihm aufferftohn, 


Muſt du vor mit ihm fierben, 


sm Leiden werden gleich, 
So wirt du mir ihm erben 


Mein Freud und ewig Reich, 


TE | 
Er ift der Meg zum Leben, 


- Die Warheit und die Thür, 
er anders ein will ſtreben, 
Der laufft darneben für, 
Soll nicht erben niem Reiche, 

Weil er ein Mörder ir, 

Sondern den feurign Teiche 
Haben zu aller Friſt. 

| 36 

Laß mich von dien | 
Allzeit ar unde früh, 

Daß ich verharr ans Ende, 
Und Dich befenne hie 

Mit Hertzen und mit Munde, 


» 


icht menden, 


k 















HD — h dir * ein Lob⸗ 
halte deinen Bunde, 
Herr GOtt ſi ie. ip, ‚mir ob. 


arum thu ich Dich Bitten 
In Ehrifto deinem Sohn, 
5 aus Eindlichen Sitten, 
gollſt mich gewähren thun. 
Der erhoͤr mein klagen, 
S ich richt werd zu Spott, —* b 
d thu mir nicht werfagen, | 
Rett mich auß aller Noth. 


en * 
sb wirft * mir wohl geben, 
Wenns dir gefallen thut, 

ul mir. in Dultmuth leben 
Nach deinem Willen gut, 
xrſelbig vlg efehehen, 

bi Jetzt und ler. Friſt, 

ie meines Hertzen verieben, 

Die Ehr allein * iſt. 


zelobt ſeyſt du 8 derre 
Um alle Guͤtigkeit, | 
die du mir haft Iohn werden 
Allhie in Dieter Zeit, 
Br Zreud oder Schmertzen, 
er alles Ds Gab iſt, 































Deßg danck ich dir von Hertzen, 

Daß du mir würde gibft, Am 
Das 106. Sieb, i 

Ein ander Lied, im Thor, 
D Sohn David. 5.9, . 





X 
* 


J I, ’ 
5yr Chriſten gmein, die ihr fend re 
J Thut euch von Serben freuen, 
Durch JEſum Ehrift,daguns GH 
Giaub, Lieb, Hoffnung verleihen 
Dardurch wir Hie, fpat umde früh 
Ohn unterlag thun hoffen, | 
Was Gott verheift durch feinen Gei 
Soll ung bald werden offen. ie 
f Be. a 
Verheiſſung iſt in JEſu Chriſt, 
Ewig mit ihm zu leben * 
Ja alle die ſo glauben Dir: sand 
_ Selm Wort wicht wiederſtreben/ 
Denen er bat, bereit ein Stadt, 
Beym Batter eingenommen, 
Darinn iſt Freud zu aller Zeit, 
Idhr Licht ſcheint wie die Sonne. 
Das Zeugnuß iſt die heilig Schrift, 
Von Gottes Stadt thut ſagen, 
Sie us hie it in dieſer Fiit 





igür⸗ 
Pr 















abzumablen, 
h Edelgſtein, Tante — A | 
ihr Grumdveft gelegt, 
agd, Perlein deren zwölf an, 
Die Stadt nd unbeweget 


iter bericht, Sobannes eich 4 
Gaſſen von Gold — — 206 A 
| ein Crifail von Klarheit hell 4 
ft fie gezieret reine. AR 
um die ie Stadt, der Engel hat 
zemeſſen a mit eim Rob 
y nah: Breit, war gleiche (beit, 
gwölf — um ſi e waren. — 
8 un 
zernim Die Stadt bein Tempel dat * 9— 
Als wir in Schrifften lezenn 
er Herr allein thut Zempel ſeyn, 
rfuͤllt fie mie ſein Weſen. — 
ein Hitsmoch Kält, darein nicht fällt, 
Bedarff auch Feiner Sonnen,’ 
Sondern allein: göttlicher Schein 
Erleuchtet alle — 
Ye} RI 
Stadt man a Sern 
Allhie auf diefer Erden. : 
3 ich davon hab melden hun, 
Soll noch erfüllee werden. 
Das 


















alem, 













Das merck bereit, mm unterfcheid 
Irrdiſch und Hinmifh Befen 
Gold, Edelgftein, weifet allein 4 
Ins Himmliſch, wie wir fen, 





| U FORM 
Jeruſalem folt du verſtehn. 
Die Ehriftliche Gemeine, 
Die in der Zeit noch wird bereit, 
Durch IEſum Chriſt alleine, 
Mit feinem Blut, fie wäfchen thu 
Daß fie werd rein erfinden, 
Wie ein jung Kind, ohn alle Sin 
In ihres Hersen Grunde, 


Wie nun die Stadtviel Namen hi 
Das reicht auf Chriſti Gmeing,: 
Diefelbig ift in diefer Friſt, 

Gottes Tempel alleine. J 
Ihr Grundveſt biſt, Herr Fehr Ehr 
Dom Heiligen Beift befchloffen, 
Der fie bekleidt mit Grechtigeeit, 

Sein Krafft hat fie durchfloſſen 


| 9. 
Dieſe Gemein thut artlich fein 

Der Heilige Geiſt abmahlen 
Durch fieben Stern, und beyleuchtern 
PBedeut die reine Gaben, 





e 


Und ſieben Gmein, die ſeynd mit en 
















yefin ihr & 
En i9m * —— ertohren. 
a! WE 
m die Gmein in diefer Zeit, 
Thut ſie noch an ihr tragen 
irrdiſch Kleid von Blödigkeit, 
Def wird fie auch entladen 
| Dieter Zeit, da wird heren 
Feruſalem verneuert, 
bolies ſchein, erklaͤret rein, 
Darin n fi ſich * freuen. 
Brill 
die nun Die ‚Stadt stoölff Pforten Kat, 
Als ich vor. hab bekennet, 
in jedes Thor ein Perlin war, 
Darbey werden genennet 
die zwoͤlff € Geſchlecht, Iſraels Sucht, 
Der erfigebohrnen gmeine, 
hr Eingang hat, reicht in Die Stadt, 4 
‚Pforten fi je deuten feine. 


Bund e&tdt zwolf Namen hat, 
* Lamms Apoſtel gnennet. 
e zwoͤlff Grundſtein * deuten ſeyn/ 
Chriſtus har fie geſendt 
ER rath zum Vau deꝛstadt, 9 
BR ee MM 
She F 
























* 
* 





Mo Das 108. Lied 





Ihr Arbeit iſt, in J fir Ehriſt 
Gweſen an feiner Gmeine, 3 
Das merck bebend, da wird unsgi 
Alt und nen Teftamente. = 
Im alten war Iſtaels gar Soc 
Gott zwölf Gſchlecht zu ihm wer 
Die zwoͤlff SPerlein erklären fein 
_ Das göttlich Wort fo reine, J 
Doffelb annahm, ein jeder Stat 
Gott verhieg ihn alleine. 
Ei 


HT RR 
Neu Teltament, dag alt vollend: 
Thut alle zufammen fehlieffen, 
In diefer Zeit, und Ewigkeit, 2 

Die Frommen ein Geift nieſſen 
Dardurch die Stadt ihr Breitung f 
Als ich vor hab erzehler, E. 
Dein Volck da iſt in Som Chriſt, 

Durch ihn zugleich ermwähfet, 4 


IE Fr 
Ras ich dir nun hab melden ou 
WVon Gold und Edelgfteine, 7 
Daffelb bedeut Gerechtigkeit, > 
Beſchleuß Chriſti Gemeine, 
Dann Creatur, zeigen ung nur, 
Bas fünfftiglih ſoll werden 
Nach diefer Zeit, mic Reinigkeit 


Wi 
7 

















Wir voll, , Himmel, und nd Erden. 
* 6 ar 
hanıe Jericht, uns. da er ſpricht, 4 
er erſt Himmel und Erden 

gden behend, von Gott awend, 
7 u Spernenert werdem. 

die Stadt, ſpricht er, von Gott, 
Herrlichkeit that kommen.) » 


113 "lien zein war Gotts Gem 
leicht wie wi heil Sonne. 


ſerck auf den Srict, weñ das heſchicht — 
Dann wird erfullet femme, 
Bie ich hab gemeldt und vor erzehlt, 
— die reine, ‘ 
iſt fie gleich, in Gottes. Reich 
Seynd all heilig gemeine. “ 
6 Rath verorpnet hat 
n Chriſto dem Sohn feines —* 
| 18. a 
Je — (off du verfteht, 
Bird da erfullet ſeyne 
Mit aller Speiß, bereit mit zteif, 
on Creturen vene * 
Frucht Oel undWein wird ohn zahl ſcthu, 
Das ewiglich wird waͤhren 
J guftberteit; und groſſer Freud 


Sleugt Bu von — he Herren 4 
* ‚a. # 
























Darinnen ift kein 
Wenn das erfi 
Der Tod und Leyd, 





| zo, Mi # 
Das vernim ſchon, die Baͤum da ſto 
Thun mancherley Frucht fragen, 
Gebens bereit, all Monden Zeit, 
Thut uns Johannes fagen. 
In Adam war zerbrochen gar 4 
Der Weg zum Baum des Leben 
Ehriftus der hat mit feinem Todt, 
Den wieder b’reitet eben. 
21, 
Ber auf dem Pfad will zuder Sta 
__ Da muß erfüller werden, 


| 3 Wie Chriſtus hat gftellt Creutz und zu 





Allhie auf diefer Erden. N: 

Wer überwindt, man gſchrieben find, 

, Dem wird fein Erbtheil geben 

In Diefer Stadt, das redet Gott, 
Ewiglich foll er leben. 


7 Re EN 
Sehanesbrichtung, da er ſpricht, S 


SR 
ar 






















term Altar, deren Blut war 
Um Gottes Wort vergoflen- 
er Altar it Here Jeſus Chriſt, 
Den fie haben befemnet._ 
E iban Gott ein weiſſe Watt 
Anlegen tut bebende, \ 


24, ee 
im die Schaar unterm Altar; 

Klag fie jekund fprechen, 
m wilt du Herr, du Heiliger, 
Unfer Blut wieder rahene — 
er Herr fie b’richt, zu ihnen ſpricht, 

Bann euere Mitglieder u 
ach dem Wort mein erfüller fern, 
Will ich euch rächen wieder. 


Schrift befennt ung zwo Urftänd; 
| Die 







Lebenden und der Todten. 


2 





$84 Das 100 hi, 
EINE an na RE BE N 
Die erft wird feyn der Deilgent 
Dies Laums Blur gwaͤſchen h 
UÜber die hat kein Gwalt der To 
Sie ſeynd verſtegelt worden 
Dit Gottes Beift, der hat fie gw 
Und wieder nen gebohren. j 


wis: 26, ä 

Die auferſtehn, zum Leben gehn, 
Sehynd die Heugen ind Fromn 
Im Augenblick durch Gotts geſch 
Mit ihm werden fie kommen 
- Zum richte fein. mithellem Sch 
Daß Chriſtus ſelb thut melden 

Ihr werd ſitzen auf zwoͤlff Stuͤh 
Mit mir das Urtheil fällen, J 





27. * 

Wie nun die Stadt, vier Ecken ha 
Auf jeder Seit dren Thore, 
Morgen, Mittag, Abend, Nitlerna 
Die Zahl vier Seiten waren, 
Das deuten ift, zu diefer Stift, 
_ Die vier Ende der Erden, 
Drauf gſtreuet ſeyn die Heilgen rei 
-Adda fie gſammlet werden. 


28. — 

Die Schrifft fagt klar, dieſer Stadt Th, 
ABI werden nicht verichlohen, N 
ertreibt die Lug, Suͤnd md Bett 


ol 











—* y & 
48 * 
* 
—8 ec 
2; h 
—F In 
a et. 





Bas 106 Mid... 18. £ 
nicht hinein gelafen 

m allein welche da nn —_ 
Sfchriben im Buch des Lebens 
je kommen bhend, von der Welt End, 
di Stadt wird ihnen geben. 


u #9: | En 
ann werden ftohn vor Gottes Throm, 
Mir vier und zwansig Altın 4 
endasgamm hat gwaͤſchen ihrn Watt,/ 
GOtt loben manigfalte. 

r Heilgen Gbet der Engel thaͤt 
In dem Rauchfaß erzeigen, 
as in der Zeit und Ewigfeit, 


Bor Gottes Thron thut fteigen. 


er Heilige Geift das Lob beſchleußt, 
er Heilgen und Srommen, | 
rechen b’reit, gebenedent | 
sen GHtt der an hat gnommei 
ein groffe Kraft, uns hat geihaft 
Neu Himmel umde Erden, Bu 
3as unſer GOtt verheiffen hat, 
Soll noch erfüllet werden. 


| ie 
ie heilig Schaar, wird taufend. Jahr 
Mit EHrifto wohl regieren, 
h dann das Gricht, an denen afhicht, TE 
‚Die ihr Suͤnd hie vollfuͤhren. 
— 





























4 TE 
——— 








y 





SE Dasıos Lid | 
Bliß daß ihr Zahl auch werde u 
Die das Siegel nicht haben, y 

Da wird ihr End,kommmen beben 
Und auf fie alle PDlagen, 


i } 32. J— 
Da gibt das Meer die Todten he 
Die Hoͤll mit ſamt der Erden, 
Die auch erſtehn, zum Grichte gel 
Nach der Schrifft fie gricht w r 
Vernim die Schaar, nicht — 
Gſchribhen im Buch des Leben 
Darum ihn gleich der feurig Teig 
Zur ewigen Straff wird geben 
33. K 
Dann werden feyn ewig in Pein 
Die GOtt haben verachtet, 
Auf Dieter Erd, frühnd ihr begehti 
Mur Goties Volck zu De 
Darum die Maaß in ihren Schi 
Ihn zweyfaͤltig wird geben 
Das Heilge Blut GOtt rächen thu 
. Und auch ihr ſuͤndlich Leben. 
rer J 
Da iſt ihr Plag auf einen Tag 
Gar ſchnell über fie kommen, 
Dual Pein und Tod, fie troffen h 
In Schmertz efien ihr zungen. 
Alldg fie GOtt geſchlachtet hat, 














ſpeiß den Vögeln gmeine, 
jenem Tag, fadt an ihr Play / 
er Gottloſen in Peine. | 
je waren wir in Luft und Zier 
Ben) Gold Seiden und Role _ 
Bu gmacht, al unſer Pracht? 
echen da die Gortlofen. 
jiefe Ding vergangen md, 
ie ein Rauch thut zerfahren. 
waren blind in unfer Sind, 


* 
« gi — 
— — 
4 








7 










Hielten fromm Leut für Narren. 


F or | 

jefe da ſeynd Die letzte Feind, 

Da Paulus von thut ſagen. 
‚eiche aus GDtt, machen ein Spot, 
Harum er fie wird plagen. 
Mim Die Zeind geleget ſeynd 





Zum Schemel Ehriſti Fuͤſſen. 
yiftus der Here mit ſeim Scepter, 
Hat fie damit zerſchmiſſen. 


il 37. 
a Gottes Rath vollendet hat, 
Mit A und O wird bſchloſſen, 

a wird der Sohn ſthn Unterthon, 
‚Dem Butter den Gwalt laſſen, 
a Dt allein fen alles gmein, 


wie er je iſt gewefem 4 4 
J pr: Gi 











— —————— — — 
ee Mr — 
⸗ — 





| Chriſtus s Wort heiſt ſich in ott fchle 
Als wir in Schrifften leſen. 


RT ia 

Das unferthon ſolt du verftohn, 
Auf Die Gotteg Gemeine, 
Dieſelb eins ift, in JEſu Ehrift, 
Durch ihn richt fie alleine, J 
sn dieſer Zeit den Gwalt ihr geif 
Der H. Geift zu fchlichen. r 
Nach diefer Srift, kein Gricht mehr 


Thut alles in Gtt flieffen. 


| 39. N 
Vernim wie GOtt im Anfang bat 
GSenacht Himmel und. Erden, N 
Der Anfang da, bedeut das U, 
Inm O tur vollendet werden, 
ir 


5 was Gott verordnet bat, 
Von Ewigkeit vorfehen, I 
Anfang und End fich Ehriftus nem 

„Durch ibn thut alles gfepehen, Ä 
ja —J—— 4 

Da faͤht an breit, die ewig Freud, 
Als du vor haſt vernommen, 
Die von Sott fleuſt nie mand fie beſchlen 
Allweg quellt dieſer Brunnen, 
Daffelb vernim, des Braͤutgams ſtim 
—3 Mit ſamt der Braut thut fagen, 
I Ben dürft, der kom zus Lebens * 1 
SR 2 * Du 






ui _- Em 

















u fein Seel daran laben. 


a 
d haft fchon vernehmen. thun 
gon Zerufalem dem neuen, 
er. da it vein, der komt hinein, 
Thut ſich darinnen freuen. 
aber bie ſpat ande fruhh, 
In Sünd, Lofter thut leben, 
wird fürwar, ift heil und Flat, 
Kein Erbtheil darinn geben. | 





ki f 42. , 
dern er wird geleich geführt, | 
ı alle Hund thund ſeyne. er 
auf vor der Stadt, da iſt ihr Ort, R 
In der ewigen Peine. richt — 
a5 gwißlich schicht, nach Gotts Ges 
Himmel und Erd muß brechen, 
y Gottes Wort folt ſeyn ein Spott, 
As der Herr felbft thut fprechen. 


N BT Bu 
rum Menſchenkiuo, vermeiddie Zünd, iii 
linie auff diefer Erden, u . 
2. rechte Buß, folg Chriſti Fuß/ 

hu dich zu GOtt betebien. 
‚an die bſtimt Zeit, iſt nicht mehr weil, 
Bird Gottes Straf ausgoflen, 
So. du denn gern, Dich wolt befehrn, 
Birds dir nicht zugelaffen: W 
Be . Pr om I 


—* 








a. Das ro Sud, 


EA 





| 


‚a4, 

Ihr Ehriften gmein nem̃t Warnung 
Beyn thoͤrichten Jungfrauem — 
Deren Licht war, derloſchen gar, 
Sie mochten Gtt wicht ſchaue 
Daß fie ihr Seit, in Schlaͤffrigkeit 
Allhie Hatten verzehret 4 
Darum fie GOtt verſtoſſen hat, 
Die Thür ward ihmn verſperret 

| 45. “ 
D Herr allein aus Gnaden dein | 
Bolift deiner Braut Sieg gebe 
Auf dieſer Erd, daß in ihr werd 
Erfuͤllt deins Sohnes Neben. J 
Du Gottes Gmein, halt den Bund re 
Deins Gmahels Ehriſii eben. 
Ein Heine Zeit, dich duld und leid, 
Er wird die bald Ruh geben. 4 


| 46. 3 
GOtt Zebaoth, welcher da Dat 

Alle Ding laffen werden 
Den Ich allein, in der Kraft fein ‘ 
—1 Bas lebt in Himmel und — 
Daß er uns if, in JEſu Ehrift 

Den Weg der Warheit weiten, 


“ Darum DO &ott, dein heilges Wort, 





Dir ewig geb den Preife, To 











“7 J Si, im — Erz 
ii ni: * toibsnieB- 


O 
tt Zebaoth, ven un und TB 
Zu aller Friſt, 
Fin Licht der ewign Kraͤfften, 
elchs da leuchtet uberal, 

Hoͤch und Thal. 
m fein Ort laſt hefften. 
as einig Gut, im Leben thut, 
ailı Zeit tobt kon bereit n 
Alle feine BABES. 


ed auch ſein Ratt 








a ih), 


































rundet er | 
war und je mocht werden. 
Sein Gwalt iſt unaußſorechlich groß 
Be befchloß, | 
fey nah oder e- 
: ewig Rath, alſo beftaht, 
Mas er. berührt, dafelb vollführt, 
nd laß ts ihm web wehren. . 


ie höch, tief: I und auch die breit 
‚Hat er. bereit, 
mgeben mir feim Worte 
Himmel und ac) die Erden 






































| 2 Das 107,‘ Lied. r 


} Da fie fein Stimm erhörten, 7 
Dann fd er fpricht, Dafelbii geſchi 
2Thut fuͤrher gohn und ee 
Jedes an feimem Orte, £ 


4. J 
Alles Geſchaͤfft in GOtt beſtath, 
Was Leben bat, 3 
Das bat er alls gebohren, 4 
Darzu auch alles wohl betracht, 
Und gut gemacht, f 
Zu feiner Ehr erfohren, 2 
Den Menfchen rein, zu dem u. 


De 


Pat ihn bereit zur. Seliakeit, 
Das er nicht werd verlohren. 


J | — 9 
| Da Goft feine Werck Hate vollendt, 

TThaͤt, er behend 850 
Mit feiner Guͤt fie ſegnen A 
Darinnen dann noch alleg ſteht, 
Allein drauß geht | Ei 
Der Menſch durch. findfich —9 — 
Als er abtrat von Gottes Wort, 
KKam er zu Noth in Suͤnd und J— 
Der Fluch war ihm da Leben. AR 
| 6 


Alſo der Menſch von GOtt abfaͤllt, 
Da er ſich haͤlt 


Des Raths der falſchen Schlangen 











Ö 


jewohl görtlich Verheiſſung gſchach, 
diewohl görclich Verheiſſung 9 * 



















Das 107 Sid, 


Dennoch da lag 7 
Der Menfch in ſchweren ten, 
Die ihm dag Sf faglic) auf bin 
Daß er nicht md . 0. 
In ſeim Gewiſſen raſten ce 
Fruͤh unde fpat, empfand er 
Im A fein, Die Sünd unren 
. Die ihn viel thät betaften. 1 


ee 
Das Gſetz die kraft und ſchwachheit m 
Biel Wunder zehlt, 2 
Iſrael mochts nicht tragen. 
j Gottes Stimm gaus dem Feuer fh 
+ Das vernim wohl. ur Sa 
Das Bolck wolt drob verzagen. 
Darum Gott auch nachs menſchẽ brau 
Sich neigen thaͤt durch Perſon rei 
Ließ ihiru den Moſen ſagen. 
9 IL, BE 
m Der Hofes von dem Herren kam, 
4 Sein Angſicht brany, 5 
= That Alar wie die Somn feuchten, © 
Es mocht ihm niemand ſchauen 
Kein Weib noch Mann a 
Thaͤten al von ihm weichen. 
Darum er bhend ein Dec fürtwend, 
Welche da ift zur felben Friſt 
Den Leib Ehrifti bedeuten . 







2 h 






Das 107 Lied⸗ 593 

en at re er en 
— IB. 

nndas Gſetz nur ein Schatten war, 

zu offenbahrn 

18 Hinmelifche Weſen. jr 
gleichen auch der Menſchen Sünd, 

Daf er verftühnd 

Be nicht mocht genefen. 

Biß daß da kam Chriſtus der Saam/ 

erfelb erfüllt, den Jammer ſtillt, 

Als wir in Schrifften leſen. 

—4* 


13. 
as Gott zun Vaͤttern hat geredt, 
Daſſelb er thaͤt 
1 feiner Warheit willen. 
Dap dem Meunſchen geholffen wuͤrd 
ſeiner Buͤrd, | 

That er fein Wort erfüllen. 
Samit der Preyß ihm würd mit Fleiß, 
Und auch die Ehr, darum Mensch Hör, 
Bie Gott den Sammer ftület. 


ä 14. 
chriſtus das Lamm Auf Erden fat, 
Und an fih nahm 
Renſchliche Bloͤdigkeite. 

In Maria der Jungfrau zar 
Finpfangen ward - 
Bon dein heiligen, Geifte. 

Ein Werstzeng rein that ſie da re 

















\ Ei — Das 107 Led. — 
ZuGottes pꝛeiß ward das woꝛrt le 
Da fie that Glauben leiſten. 


an b 
In Subftank er vom Vatter fly 
Auch um ſich ſchloß 2 
) Ein Dec Menſchlichen Leibes, & 
Auf daß er mit ung reden Fün 
Daß man verſtuͤhn J— 
ö Was er uns thär befcheiden. J— 
= Da börer auf der Mofiich Brauch 
0 Welcher da war, ein Figur gat, 
Chriſtus das Leben leiſtet. 4— 
Die gantze Fuͤll der Gottheit gar 
In Chriſto war, u. 
Als wir in Paulo Iefen, J 
Damit Gott durch ihn alls er 
Aus Gnaden mi, he 
Oeffnet fein görtlich Wefen, 
Durc) deinen Sohn, ift guennet nun, 
Herr geſus Chrift, das Mittel iſt, 
Durch ihn ſoll Allee gneſen. * 
77, \ "u | 
Die Menſchheit Chriſt ein Wohnun 
Der Gottheit zart, (w 
Darein fie fich rhät flechten, 
nm Kraft in hellem klaren Schein 
Aus Gnaden ſein, 34 


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acht er ſich ung zum Knechte. 
ft kein fpott, dag Gott ven Bot 
Kam aufdıe Erd, auf daß da wid 

das Menſchlich Gſchlechte. 


J— 18. J 

€ Gottheit zwar unleidend iſt 
ut umverrüeklich bleiden. —— MM 
So mocht es doch nicht anders fen, TE 
m nur durch Peg, — 
um nahm er ein Leibe, 

big war das Mittel gat, 
arinın er bhend das Gſetz vollendt 
ch Creutz, Truͤbſal und Leiden, 


. "RE ‚1% n 
hriſtus der Herr geliten bat - 
Ein bitten ZOd, _ 
on unfer Suͤnd und Schulde, 
Und uns ‚geholffen von dem Tod, 
us alle N, — | 
Erworben Vatters Hulde, 
in Opffer rein, that er da ſeyn, 
Bor find und Tod, überwunden hat 
| Langmuth und Gedulte 
Bi 20. ee 
8 er des Vatters Willen endt - 


Hard er behend 
us der Grobheit genommen, u 
J — 











4J— 












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2, 


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I &o wirft du rein, im Hertzen dein, 









„8 ____ Das 107 Kid. u 
Und bald verflärg ins Qaiters Sf 
Seins aefens sank J— 
Diel Elaver dann die Sonne. 
zur rechten Hand, beym Datter vi | 
„St feinem eich, ıfE ihm gelek 
Hat alles überwunden, 1° 





SER “ 8 
Alſo er zu dem Batter ging, = 
Don ihm empfing * 
Die Verheiſſung ſeins Geiſtes, 
ADuſſelbig iſt der Troͤſter hie, 

uͤr alle die, | 4 

So ihn glauben thund I 


Denſelben geit, in Heimlichkeit, 
Daß mans nicht ſicht er ung b | 
Alles was Gott thut heiffen, - 2 
Re 22, J 
Nun ſolt du aber mercken wohl, 
Wie wan da fol — 
Chriſti empfaͤnglich werden. | 
Su folt mit ihm machen ein: 







Aus hertzens grund, 
Bon allen Sünden fehren, 


m 







Chriſtus fich neigt, dir fein Geift zeig 
Der wird dich neu gebähren. 


u, J 
So dir ſein Geiſt gibt Gott der H | 






Dee Tor Bi did 
dd nicht mehr. | 

anaft an den Ereatnien, 
wirft du auch ein Wohnung ſeyn 
e Gottheit vein, 49% i 
Seiner Art und Nature, ME 

deim Gemüth ſchmecken die Gut; 
Sein Krafft fo groß, deren dich bloß 
ten und Feine Figure. 

Fr 24. 

du alfo in Ehrifto Tebft, 

ht widerftrebft, nn 

Hat dich GOtt neu: gebohren 
8 dem Waſſer und Heilgen Geiſt, 


du nun heiſtt 
a Kind aus GOtt gebohren. 


ı kennft allein den Vatter Dein, _ 
Zu. aller frift, durch JEſum Chriſt, 


ist dein Mittler worden. 


' — J 

ſo haft du Chriſtum beruͤhrt, 

irſt nun gefuͤhrt, | 
Vom Heilgen Geift geleitet, 

r weit dich in alle Warheit 
Und auch befleidt A 
Mit Gottes Grechtigkeite. 

9. Seit ein Siegel heit 
Zur Löfung dein, ewig von Pein, 
Goit wird dich nishts fcheiden. 
u... 08 26 DE 










ö 43 








00 Das ini, 
Wer durch Gottes Geiſt wird geft 
Derfelbig ſtreit | R 

Wider al Sind gemeine, 
Sie er auch alfo uberwindt, 


nn eng 





P} 


Behaͤlt fein Leben reine. “ 
Das nicht das Fleiſch, fondern der @ 
Auch herrſchen that, in reinem mu 
Der thut tein Sünder ſeyne. 
a J 

Alto wirft du nun glauben han, 
Und in SOtt ſtahn 
Daß du haft angenommen 4 
Chriſtum, ſo du ihn auch betennft, 
Verharrſt ans End, J 
So wirſt du mit ihm kommen 
zum Vaͤtter fein, da nehmen ein 
Ein ewig Reich, wird dir geleich 
Geben mir ailen Srommen. di 


N 28: -v ARE 
Was aber Pracht und Hoffart treibt 
SH Gott nicht bleibt, BR 
Er kan es nicht erleiden, A 
Ja wer die Sund nicht. underlaͤßt, 
Er den verſtoͤßt A 

Bon der ewigen Freuden. 
Sein Reich) ift rein von helm Sr 


Bon 
7 















J 107 & 7 Lied. 
Das Fan 9 bfteht, davein nicht bt geht 
er die Sind 1 thut — 


eins der. iſt der Reg Finein, 

er fteiger ein 
der ik eim Moͤrder gleiche, 
Her e gehet durch Die Thuͤr, 
idern MI ir fü r > A 
ie ein Dieb heimlich ſchleichet, 
er fich ſchon mit feinem Thun 
Born menfche birgt, Gott alles merckt, 
e wird ihm nicht enfweichen. 
IH 30. 
fo haft du vernommen wohl, 
zie man da fü 
Be zu — Glauben 

du flieheſt den Antichriſt 
u dieſer Friſt, 
Dich ihn nicht laͤßt berauben 

er Warbeit gut, als warnen thut 
Earifius der Herr, mit feiner Lehr, 
kan ſoll fich 9 vor ſchauen. 


amt du ihn ab erkennſt, 
von ihm wendſt, 
* auf Chriſtliche Lehre, 
ES: ein reiffenden Wolff nennt, 
pe Sen verblendt. 
ar 















—* 
u 


N. 


geht. er herein, 
— 

* Bd Bi 

Sen Lehr ein todter Buchftab if, 


Thut GH fein Wort verkehren 


h 

# 

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2 


Wer ihn nit glaubt, er den auffelau 
u, nach feinem ſim 
Muß von ihn gſchlachtet werden, Be 
BR J 

Der Widerchriſt auch lehren thut, 
Mit Fleiſch und Blut J 
Chriſtum im Brodt zu nmieſſen, 
Das doch ein dichte Luͤgen iſt, 
Der Widerchriſt | > 1 
‚Mag Ehriftum nicht beſchlieſſen 
Glaub doch nur nicht fein: falſchen yo 
„Stiehle&Httdie Ehr mit feiner Ley 
Und tritt Chrifum mit Fuͤſſen. 
| | ar 1 
Dann Chriſtus thut ung warnen ſchon 
So n wir verftohn, 


Uns jean Wori nit lahn zauben 






Bi. 





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——— 8 a BR Be: J— —J 2 F u 


og fagt ich (eo hie und dont, 
Fr ON D7 BE 
Jhr follers nicht gelauben 
y bin allein beym Vatter mem 
Big daß anbrisht mein letzt Gericht, 
Gſchlecht foilm mich ſchauen. 


as ſichtbar und Creaturiſch iſt, 
dieſer friſt, | 
Das tan Vernunft ermeſſen, | 

as bey GOtt in dem Himmel ſtath, 
id nicht als Brodt | — 
Natürlich zehrt und geſſen. 
as nme der Mund. inden bauch konnt, 
Fit Natur ſpeiß ihrm gang nach reißt, 
d gibt der Seel in raſſe. 4 


ii | 36, ! 
riſtus gibt uns cin wahren Brick, 
8 er da riet, J 
Mein Wort iſt Geiſt und Leben, 
arum ich das Fleich kein nuͤtz heiß 
ae Seelen Weiß, a 
Mein Gt wil ich da geben. 
ie Speif nitverdirbt, wer ſie er wirbt, 
Derſelbig bleibt in Ewigkeit, 
arnach ſollen wir ſtreben. 


mercket wohl ihr Menfchenkind, 7 
E= .'7,99 “ Ci 


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Chriſtus nicht kommt 3 

In der fleifchlichen Gſtalte, 
Sondern nur in eim hellen Schein‘ 


Zurm Gerichte fein 


Dit den Engeln gar balde, 
Das gwißlich gichicht, als ung bet 
Die heilig Schrift, dag Zeugnuß 


Gott wid die Warheit halten, # 


\ 38, 
Alſo will ich beſchloſſen hon, 


Auch warnen thum 


sung, Alt, Groß unde Eleine, 
Daß ihr fliebet den Biderchrift, 
Zu diefer frift, | f 

Bolt ihr vermeiden Peine 
Laͤßſt du nicht ſtohn fein falfchen we 
Wird dir geleich, der feurig Tei 

Da ewig heuln und wehnen AR 

AMEN. 

Das 108. Lied, 3 

Ein ander fehön Lied, Im Thon, 


O Sohn David. H. B. 
I + I 1% u 
¶ Hriſtus das Lamm auf Erden fan 
> Nahe Batters Rath md wille 
Als was GOtt verbeiften hat, 
Daſſelb thut er erfüllen, 


Wi 


















er verfühnet worden. 
Her Menſch allhie entladen. 
ihm gezeigt, ein Artzt bereit 
Ehriftus der heilt den (haden. 
u: bat erworben Gnad 

illen Voͤlckern gemeine. | 
ser. die will hon, der muß abſtohn 
Bon aller Suͤnd unreine. 


erck Gottes Kath, da von Dem Todt 
Ehriſtus war aufgeſtanden 

aß fein Urſtand, a.lbie bebend 
Kund würd in allen Landen, „ 
nd auch die Gnad, wie ei fie. bat 
„en dem DBatter empfangen, 

Sendt er fein’ Knecht unter al Gſchlecht, 
Daß ſies thaten erlangen. N 








Rn alfo hat göttlicher Rath 
Befohlen hie auf Erden 
dag man fein Wort, an a lem Dit M 
Zu der Buß ſoll thun, lehren. a 
2 mar, 


CD 
Ban 











7 Der poll ewi 1 





 , Ger Glaube thut her kommen, 
Alsdann der Zauff gehört dar 
4 Sp mans Wort bat angnomn 
I 5 Der Tauff da ie im In Corif 
Ein Bund aus gutem Gwiſſen 
Duarngch man iſt bie in der reift, 
 Abfägen 6 Teuffelg Liften, 
Daß man fortan, fol [eben thum 
In dein Göttlichen Willen. 
Darzu die Pflicht im Tauff gefehie 
Daß man den ſoll erfüllen. r 
Wie einem Mann ift unterthan ® 
ein Ginahel bie auf Erden, 
Alſo wird man vermaͤhlet ſchon a 
Im Tauff Ehrifto dem Herrn. 


BT = 
Petrus der ſpricht im Buch der Gſchich 

Thut Buß, ımd laßt euch tauffen 
Auf IEſun Chriſt, derfeibig ife- | 
4 Sind nachlaſſen merct auffe, 
© neh ihr ein, Verheifjung fein, 
er Heinig Geiſt wird geben, © 


Ir 1 
> * 4 












Sog 


m 


Das fog Kid, 


Sei EHrit bie glauben iſt 
Her minmt die Gab zum Leben, 
er h en, 


Tauff auch iſt hie im der friſt, 
Mi Ferm Chriſt verleiben 
man gebar das Wort Sleifeh werd, 
nd hunm ihm beleiben. 
erden Tauff ninit/ zu hand ihm kom̃t 
Ereutz Trubſal md Das Leiden, 
ie 08 dann it Here Jeſu Chriſt 
Sein Gliedfein hie beſcheiden. 


9. 
se Menſchenkind von Luft und Suͤnd 
Mag dich der Tauff nicht wachen, 
andern allein erzeigt das rein, 
Soit du in Chriſto faſſen. 
ein Grechtigfeit die iſt das Kleid, 
Die ſolt vu hie anlegen, 
on-aller Luft, Sind und Betrug, 
Hein Adam aus thun fegen. 


10. 
eꝛmini den bricht: waũ toͤdtung gſchicht, 
Daß man das Fleiſch thut demmen⸗ 
ledann man iſt bon Ferm Chriſt, 
Den lebenden Tauff nehmen, 
yaftelbig heißt Feuer und Geift, 
hut uns Johannes jagen, 
Jer nacht allein heilig und rein 
mi 995 Gmein⸗ 












608 pi: Das 108 Lied, 


nn. » * 


Gmeinſchafft mis GOtt zu pabe 
I 


II, | 

Ber den Tauff hat, der ft in T 
Chriſti gepflanker worden, 
All fein Begierd, gecreutzigt wird 
Dardurch ift neu gebohren. 
Deß Geburt ift, in Ze Chriſt, 
Aus Waſſer und Geiſt geichebe 
Alſo es har goͤttlicher Rath 3 
In Ehrifio vorgefehen. 


172; % 

Alſo uns ift Herr JEſu Chriſt, 
i Drey Zeugnuß hie befcbeiden, 
Die zwey man beift, Waſſer und &e 
J ..’Deiagife Blut, das ift Leiden, 
Gleich wie auch thun in Himmels thr 
‚Drey in ein Zeugnuf geben. 
Der Vatter, Sort, an allem Ort 
„Der Heilige Geift merck eben, | 

' 13, N 
Wer Gottes Reich will haben gieic 
Muß fich alfo befehren, J 
Wie ein jung Kind, ohn alle Suͤnd 
Soll er. erfinden werden. . J 
Alſo im Tauff, da wird man. auf 
In die gmeinfchafft genommen, | 

In der Gemein, das find allein | 
Die Deiligen und Zcommen.. RT 
* 14. al" l 












N a 
zs gmeinſchafft it, in JEſu Chriſt, 
ehren bey dem Leib erkennen, 
innen feyn die Glieder gmein, 
äleich Auffenthaltung nehmen, 
dach iſt in Sen Ehrift, 
Sein Gmein in ihm verſchloſſen, 
7 Liebe fein iſt fie allein, 
Bon feiner Krafft durchfloſſen. 


PET a 9 
eſe Gemein, die it len 
Die Chriſtlich Kirch) merck eben, 

grund feſt iſt der Herre Chriſt, 
Thut ihr hie den gewalt geben, 
ich. feinen Geift, was fie befchleußt, 
Das ift vor GOtt befchloffen, 
jefe Gemein ift, durch Serum Ehrift 
Sünd bhalten und nachlafien, 


16, 
ie ſchrifft uns bricht von Chriſt geſchicht 
Wie er hab angeblaſen | 
‚ie Jünger fein, Durch den Geiſt rein, 
ihn den Gewalt gelaſſen, 














ihr die Sünd allhie entbindt 
eßgleichen werdt behalten, 


yaffelb. ift ſhon im Hinimels Thron, AM 


Beſchloſſen unzerſpalten. 
Li; a 3 Ile x R » 
die Gmein die richt allein 
EM | ———— 


rd e 
— 


FF gr 
% PL % 
r 











Dr 


. Gleich wie 


gto Dras ro Kied, 
} — ———— 


In Himmeliſchen Sachen 
Hie in Der Zeu, Fried, Einigkeit. 
Thut fie in Chriſto machen, 
Ihr Gricht allein im Wort thut fen 
Ber fich des nicht laͤßt bfcheide 
Herr Jeſus Chriſt ung Iehren ift, 
Halter ihn als ein Heyden, 
ra 18 Ä 


Diefe Gemein die Hält allein 
Recht und Sitten, 
iſchafft iſt in Jeſu Shrif 
tig in ſeim Flieden 
ein Brodt viel Koͤrnlein 
AUnd zugleich ſeynd verfaͤſſet 






J Alſo ihut ſeyn ein Gotts Gemein, 


Die eigen thun verlaffen, 


EN * 
Ein Gotts Gemein Fan da nicht fer 
_ Bo man im Geiß thut Ieben, 
Dann der Herr Chriſt beym Geig nik i 
Der Teuffel thut ihn geben, 


Derſelbig nahm daß Eigenthum, 
Als er fich thät erheben, 


Wider den GOtt, welcher da bat, 
‚ Ale Ding machen leben. 


20, er 
‚ Darum ihn Gott verftoffen hat, 
Wohl in der Hoͤllen Grunde, F 









Das 108 Ließb _ Sk 

El er ihm gleich in feinem. Reich 

Wolt ſeyn zu aller Stunde, 

anu Gott nicht leid was Hoffartsreibt, 
ß fich ſchnell von ihm kehren, 

8 Geichöpff fein ſoll ihm allein, 

Geben Preyß, Lob und Ehre. 


H: 5 21, 
om Geitz uns bricht der Alten gſchicht, 
Das ſolt du wohl ermeſſen, 

el hatt in der Wüft Brodt, 
as ihn Gott gab zu eſſen. 
Icher dann las mehr dann er aß, 
That es ihm wirmig werden. 
er) dieſem Brodt die geisig Rott, 
Man that erfennen lehren, 


J | 
Im Geitz auch faß Annanias, 
Dardurch fich thaͤt betriegen, 
da er fein Gelt Petro zufieilt, 
Thaͤt er nicht Perro lügen, 
Sondern am meiſt dem Helligen Geifl, 
Darum hat er empfangen 
Fein Straff von Gott, muſt liegen todt, 
Der Judas iſt erhangen. 
23. \ ' 
Alſo ſtrafft GOtt vie geitzig Rott 
Daß er hat frey erſchaffen, 
ls was da iſt in dieſer friſt: 
Wers 


a 
* 

















“ Darum fie gleich dag görtlich Meid 





FJ 
ne 


er _ Dasıa. Bi, 


Wers ihm thut eigen machen, 
Derfelbig hat brochen den Rath, 
_ Des Hoͤchſten Ehr thut frählen, 
Drum feinen Lohn beym reichen Ma 

Bird haben in der Höllen. 

| ihn. 3 












Darum allein, heilig und rein, 
Soll feyn die Gotts Gemeine,” 
Wie fie dann ift von Jeſu Chriſt, 
Durch fein Blut gmachet reine, 
Ber in der Gmein Ehrifti will fer 
Der muß gefäubert werden, " 
Als was er bat, ſoll er in GOtt 
Brauchen zu feiner Ehre, 


258 9 
Auch bhuͤlflich ſeyn dem Nächftendei 
Wie dir die Gab ift geben 
Auf daß er mit, als ein Gelied, 
Erhalten werd zum Leben. 
O mie fein iſt in Jeſu Chriſt, 
Wo Brüder beyſam̃ feyne, 
Hie in der Zeit in einigkeit, 9 
All Ding haben gemeine. 


26. 
Chriſti Gelidt die theilen mit, 
Geiſtlich und leiblich Gaben, 
















9 


Zen ihnen Gmeinſchafi — 
— u 













Das ros. Lied. EA 
u * — — — — — — 
Ihe Gemein, die iſt allein 
Au Gottes Ehr erkohren, 
kein Perfon thut fehewan, 

v bat fie neu gebohren, 


jefe Gemein die it allein, 
Ehritto zu Gmaͤhel geben, J— 
“in der Zeit all Suͤnd vermeid, 

Sn Keinigteit thus leben, —— 
Gottes Gmein, dein Eh balt rein; 
Laß dir fie wicht zertremmen, 
en Wiederfpan mit feinem Thun, 
Der Dir — will nehmen, 













— 
arum dich Fehr von feiner Lehr, 
Laß dich ihm nicht betriegen, 

ie Even gichach, welche da fach, 
Aufs Teuffels Lift und Lügen. 









og ZEhin Chriſt zu aller Frift, 
Birft ewig mit ihm leben. 


® Be RR EL AETRR sh 
(Ifo haft fehon vernehmen tbun, 
Bon der Gottes Gemeine, 
ie in der Zeit fich unterfcheidt, =" 
Don aller Sind une, 7 MM 
it du nun ſeyn in der Gemein, 
h Theil 


— AR 
Di. 













„ Theil und gmein mit ihr habei, 
Folg Jeſu Chriſt, der Weg er af 
Sp erlangft du die Gaben. 

| = 


Der war md ift, zu aller frift, ! 

Und fünfftiglich ſoll kommen, 
Den foll bereit, in Ewigkeit > 
Lboben all Gſchlecht und Zungen 
Die Ehr ihm gebt/ was lebt und ſchw 
Ihnm Himmel und auf Erden, 
Dann alle Knie fpat ande fruͤh 

Sollenihm gbogen werden. Am 


Das 109. Lied. 
Ein ander ſchoͤn Lied, Im Thor, 
Ein Blümztein auf der Hayde. 



















Y; ne 





| m I. ’ 
MeErckt auf ihr Voͤlcker gmeine, 
MM Und thut mich wohl derß n 
Von EHtt dem König reine, 
Heb ich ein Liedlein an, — # 
Dardurch will ich erklären, = 
Sein Regiment und Neich, F 
Das erviggich thut waͤhren, fi 
Er ift allein der Herie, * 
Niemand iſt ihm geleich. 












| Das 05 Kid 
: — — — nm mr 


» 2. 
iR König thut wohnen, 
ohl in der Ewigkeit, 
ein Reich das thut er hone, 
Iſt nicht von dieſer Zeit, 
ondern von hellem Scheine 
Und. fuftbarlicher Freud, 
aufend Jahr darin’n feyne, 
ch wie ein Tag alleine, 
jemand darin'n hat Leid: 


er * 
sein Reich das iſt erhaben, 
Uber die Sternen rein, 

iert mit manchen Gaben, 
hut unausfprechlich fenn. 

as fein Her hat vernommen, 
Darzu kein Ohr gehört, 

ie Freud görtlicher Sonnen, 
tleuchtet alle Srommen, 
Die fich hie hond bekehrt. 


4, 
ein Regiment merck eben, 
‚Das thut nicht irrdiſch ſeyn, 
Sondern nur Geiſt und Leben, 
Seyn die Engel gemein, 
stehn vor feiner Herrlichkeite, 
Loben ven König rein, 
er mit Licht % bekleidte, 
r 


















WEI 


4 * BD 109 er 


Ewig zu allen Zeiten, | 
Bibt er von er den Schein. 


Der Engel GOit keine, 
Iſt ein unzehlbar Schaat, 

Sie hauen in gemeine, 9 
Sein Angſicht hell und klar, 

Die er auch thut verwenden, 
In Wind und Feures Schein, 

N Botten fie thut fenden, 

Sein Willen fie vollenden, 
hun ihm gehorfam ſeyn. 

6. 
















9 





Vernim der König werthe, 
Hat durch fein’n ewigen Rath, 
Ergrundt Himmel und Erden, 
Aus nichten Durch fein Work, 
- Aü Ereatur gemeine‘ | 
Gfehaffen zu feiner Ehr, 
Solln ihm dienen alleine, 
Und ihm gehoͤrſam fenne, 
Dann er da — der HERR. 


Darum er thut Swalt geben, 
Im Himmel und auf Erd, 
Alle Ding thut er tragen, 
Durch Krafft uns die Schrifft 1b 
MN thut er erreichen, J 























* x 
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nr 4 
9 Pa ARE 5 pn a! 
— —— m Yan I 5 Zi Dir ia € 
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A f. 


Da ·c.. — 

fe himmiliſche Stell, | 

Hemand mag ihm entweichen, 

sondern er thuts erfchleichen, 

Findts im Himmel und Höll. 
' . | 


lle Ding thut er ſpeiſen, 

Sn Himmel und auf Erd, 
sibt den Menfchen fein Geifte, 

Derſelb die Seel ernehrt, 

sar heimlich und gantz ftille, 
Er den einfchreiben thut, 

Ben die Krafft thut erfüllen, 
Jer lebt nach Gottes Willen, 
Erkennt das einig Gut. 


wi 9 
das ſeynd die Knecht auf Erden, 
Die dieſer Koͤnig hat, 
die er allein thut Ichren, 
Aus feim Göttlihen Rath, 
Sein Farb fie hie antragen, 
Iſt das Ereutz Jeſu Chrift, 
die man jetz viel thut plagen, 
Berfolgen und verjagen. 
Sie duldens in der frift. 


Io, 

Daß man aber thut plagen, 
Thut feinen Metprung haben, 
9 | > g 2 « 


a. 











In J 
* DR 
isn 


ci Das 19 id, 
| Don FE Ehrift allein, 
Tem ifts alſo ergangen, = 

Allhie in diefer Zeit, — 
Iſt an ein Creutz gehangen, 
Daran uns thaͤt erlangen 

- Die ewig Seligkeit, 


N 
Welcher mun die. will haben, 
Nehmen die ewig Sreud, 
Der muß mit Ehrifto tragen, 
Sein Creutz in diefer Zeit, 
Das thut die Schrift erkiaren, 
An viel und manchem Ort, 
Der fein Fünger thut werden, - 
gem gehts gleich wie dem HExre 
Haſſet ihn um Gotts Wort, 


s a 
Alſo thut es ergohme, 
Allhie ven Gottes Knecht, 
Die bie von Sünden ftohne, 
Und leben in Sort recht, 
Muͤſſen den Tod erleiden, 
Vernim um diefe Schuldt, 
Daß fie alle Suͤnd meiden, 
Und in Froͤmmkeit beleiben, | 
Dorum man fie nicht duldt. 


— u 
Doch thut uns Petrus fagen, 4 







































Das og a ⸗ 
Feicher bie leident iſt, 

il Fein Ubelthat haben, 

Gleich wie HErr Zus Chriſt. 
der er um Unichulde, ir 
Soll er Gott preiien thun, 

fig find die erdulden, 

ie haben GOttes Hulde, 

Zeigt ung Jacobus an. 

| 1 


4: | 
arum fo laßt ung dulden, 
hr Knecht Gottes gemein, 
af wir ung nicht verichuiding- 
Wohl am dem König rein, 
zeil er Gewalt thut laſſen 
Uber die Kinder fein, 
olln wir unfer Seel faflen 
fit Gdult, und niemand haſſen, 
GOit hat den Gwalt allein. 


15. 
arum Chriſtus thaͤt ſagen, 
Wohl auf Pilati Wort, 
einen Gwalt thuſt du haben, 
Wenn er Dir nicht von GN, 
ber mich wär gegeben, 

Aus feiner Ewigkeit, 

Jas ſolin wir mercken eben, 
Ind nicht thun widerftreben 
Gottes Wort in der Zeit. 
ie Ri: 16. Dann 


25 





A 


We Das 109 Lied 





Po, 7 
Dann es muß erfüllt werden, 
Zum erſten Gottes Gericht, 7 
An jeim Volck hie auf Erden, 
Die fich ihm hond verpflicht, 
Müffen erdulden Peine, 
we daß gefordert werd, 
In alleın Gſchlecht gemeine, 
Der Heilgen Blut ſo reine, 
Die fie haben ermoͤrdt. 





4 ee ie: 
Weil nun erfüllt muß werden, 
J An uns Goͤttlicher Rath, | 
zu feinem Preig und Ehren, 
Wie ers befchloffen bat, | 
Drum follen wir ung wenden, 
Zu GOtt, ihn bitten thun, 
Day er ung ber thu fenden, 
Erin Kraft, daß wir vollenden, 
In Ehrifto feinen Sohn, a 


18, | 
‚Der ums die Lehr thut geben, 

Als wir vernommen bon, 

Ber hie verleurt fein Leben, “ 
Uns Evangelion, 

Der wird es wieder nehmen, | 
Wohl an dem Füngften Tag, 

Wer Chriſtum bie befennet, og 












u — ig ANN N u ————— 
BERN —— — er Garda — 
iR a2 | 
x 25 ‘ L N 
— — 







Den trifft ewig Fein Plag. 


r — D———— 
elig wird ſeyn der Knechte, 
Benn fein Here zu ihm kommit, 






2 finde ihn wachen rechte, 
Allhie in dieſer Stund, Mi 
er Herr wird den Knecht ſetzen, 
Mod in das Reiche kin 
ber alle. feine Schäße 
ie wird ihm auch ergößen, 

Bo er has glätten Pein. 









4 a 
egen wird ſich rächen, 
nt zu des Berichtes Stund, 
in den ſchalckhafften Kuechten, 
Wird fie mis feinem Nund, 
Stofjen wohl zu der PDdie, 
In die ewige Pen 
tinn fie ewig qualen, 
der Teuffel ſamt fein Gſellen, 
Daſſelb ihr Lohn wird ſeyn. 4 
21 


Daß fie haben verachtet 

Den König in der Zeit, 

it Simd, Hoffart und Prachte 
 Bollbracht ale -Bohbei. , 
Darum iſt Das ihr Lohne, 
J R 24 


vr 


zu 
— 






Und 


Ir 
r —— 
— 
* nn nn 


Und Straf um ihre Siumd, 7 
Beil fie ſich Chriſti Namen 
Allzeit bie thäten Khamen, 

Bleiben fie Teuffels Kind, > 


22, 
Darum ihr Völcker gmeine, 
Mit euch red ich bereif, | 
Daß ihr dem König reine, | 
Huldet in Ewigteit,. 
Dann er es alich will baben, 
In Chriſto feinem Sohn, - 
Durch den er laͤßt anfagen, = 
Daß man fein Ereutz foll fragen, 
Und ihm nachfolgen thun. 


23, Ä 

Alſo haft du vernommen, 

Don Gottes Regiment, 
Das fcheinet wie die Sonne, 

Niemand daſſelb verwendet, 
Im Himmel noch auf Erden, 

Niemand bezwinger GO, 
‚Er iſt allein der Herre, 
Kan alle Ding umkehren, 

Macht lebendig und todt, 


| 24, 
Dieſen König ſoll ehren 

m „ Ales was Athen hat, 
Sm Himmel und anf Erden, 









u. in uns een D 











| Amen. 5 
0% 110, Led. Bi 


en ‚Lied, im Thon, Entlaubet - 
der Walde. ae So 


Hriſtus der HErr iſt gangen 
v Auf einen Berg. ſchon, 
aſt rlbnt hat er. angfangen, 

Zu dem Dolet reden — E 












ann gumein. / 

[yet nicht thut verlaffen 

: aus, er Fa und Kind, 
1 ba Leben haſſen, 

ja Mi 


8 a nicht finde, 
3. Die 









' J ur * 
— ER ED TEN mn nn 


















Das 110. Lied u 
ö— — ae 






elig Kenmd die erzeigen 


rd ſich zu ihnn neigen, 





u der beſtimmten Stunde, 
Wenn da anbricht Die Noth, 
Jap er durch feinen Munde 
Richt lebendig und todt, 

——— 8 9 


Selig ſeynd auch die Armen 
Des Herren gantz und gar, \ 
Sie werden GOtt gemeine 

Schauen fein Angficht Klar. 
Diefe hond angezogen 

Das Kleid der Grechtigkeit, 
Sund und Lafter find gflogen, 
Darum wird ihnn die Freud. 


⸗ 
Selig find die Sriedfamen, 
Kinder GOttes fie ſeyn, | 
m. r Dit 


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(212 Das rıo Lied. 





Der Heilige Geift thut wopnen 


In ihrem Herben rein, 

Det fie führer und leitet, — 
In Gottes Wort allein, 

Er iſt ihr Krafft zu ſtreiten 
Wieder all Suͤnd gemein. 


10. 
Selig ſind die da werden 
Verfolgt um Grechtigkeit, 
Die warheit thut uns lehren, 
Ihr iſt die ewig Freud, 
Darum daß ſie thun dulten 
Creutz Truͤbſal unde Pein, 
Leben in Gottes Hulde, 
Selig fie ſollen fen. 


NR TE, | * 
Selig ſeyd ihr, merckt eben, 
So man euch haſſen iſt 
Um das gottſelig Leben, 
Lehret der Herre Chriſt, 
Ubel von euch thut fagen, 
So man Doch leugt daran, 
Darum Freud folt ihr haben, 
Bey GoOtt ift euer Lohn. 


I2, AR 

So find auch) verfolge worden 
Die Propheten gemein, 
Die Gott je bat erkohren, 









— eye 5 
Ne 
—— 


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ER, 


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BE IE 
* ei 


4 Das 110 Lied. 


duldten Schand und Spott, 
jarum hond fie erfüllt 
Was Gott gebotten hat. 
pi | 


er EZ. ara 
lo muß man aud werden 
Gleichfoͤrmlich in ver if, _ 
Nie Ereng, Leiden und Sterben, 
Dem Herren JEſu Ehrift, © 
Alsdann thut man auch erben 
Mit ihm des Vatters Reich 

Paulus das klar thut lehren, 
Man foll ihm. werden gleich, 


4 De Sa 
Zum erſten in dem Leiden, 

Und in der Gerechtigkeit, 
Daf man all Sind thu meiden, 
Allhie in diefer Zeit, ii . 
ind Chriftum thu bekennen, 

Verharren biß ans End, 
Alsdann fo wird man nehmen 
Die Freud nach) der Urſtaͤnd. 







—3 AT, I, 

Alſo haft du vernommen 
Das Evangelion, 

Das Ehriftus zu den Frommen 
Redt, die von Sünden ſtohn. 









4 


— 

Das riro Kid. 
—— — — —- oo. 
Die ſeynd warhafftig kommen ' 
In den Weingarten fein, 4 
Schaffen aus Herkengrunde 
Die Werck der Waͤrheit rein, 
* | 


a; 7 | 
Das Licht der Warheit reine 
Chriſtus der Herr ſelbſt ift, 
Das in den Heilgen gmeine 
Soll leuchten in der Friſt, 
So man die Merck thut fehen, 
Daß Gott gepreifer werd, 
Die aus dem Glauben gfehehen, 
Reichen zu feiner Ebhr, 


; S 17, 
Diefe Merck allein kommen 
Aus Kraft des Glaubens rein, 
Wird bezeugt mit dem frommen 
Abraham thut er fenn, 
. Der Glaub die Werck thut geben, 
Daran Eodtt gfallen hat, 
Darum er auch thut eben, 
Als. e8 gefchrieben ſtaht. 
N ha te 
Die Schrift alſo thut fagen, 
Wo der Glaub thätig ft, 
Die Werck der Lieb thut haben, 
Iſt der Grund JEſus Chrift, 
Wo der Glaub nicht thut ae 















vo 


x Bi — Ti ' N 

Die Werck der Grechtigkeit, 

ft er tod, vermim eben, 

Jacobus das beſchreibt. 

J = 19, —— 

hriſtus thut Zeugnus geben 

Im Evangeli 

gon den Wercken, merck eben, 

Die fie haben getbon, 

sch hab Durft Hunger tragen, 

Nackend und gfangen gweſt, 

hr haber mich thun laben, 

Beſucht, Eleidt und gerröfl. 
EEE 4 MR PB —J 


der Heilgen Werck ſo reine, 
Sich der nicht nehmen an, 
Darum ſprechen fie gmeine, 
Herr wo hond wirs gethan. 
der Herr fpricht, was ihr haben 
E gringften unter mein 
han mit ſolchen Gaben, 
Iſt mir gſchehen allein. 


| za —— 

Der Heilige Geift, merck eben, 
_ Das je zu feiner Ehr, 
Wuͤrcket der Heilgen Leben, 
Darum ift Ehrifti Lehr, 
Daß Gott die Werck wird blohnen, 
| Auf daß ſey Gnad um N 


—* * Mn 
4J al. la * 
FRE ren * N 3 ra 
















80 | Das a10 Lid, 1 
Die all Helligen vom, 7 


Durch Verdienft Ehrifti Tod, 


Du folt mich eben mercten, 
Was ich dir fagen thu, | 
Nicht aus: Verdienft der MWerefer 
Erlangt man Gottes Ruh, 
Sondern aus Enad alleine, 
Welche erworben bat 
Ehriftus den Heilgen feine, 

Daß fie leben aus Gnad. 


 ® ) | 
GOtt dem Herren merck eben, 
Niemand was geben kan, 
Es ſey Werck oder Leben, — 
Daß er hab Gfallen dran, 
Bann daffelb thur gefcheben 
Aus menſchlicher Wahlung, 
Zhut es GOtt nicht anfeben, 
Ob man fey noch ſo Fromm, 


24 en 

Daran thut Gfallen baben = 

GOtt, daß man glaffen ſey, 

In allen feinen Gaben 
Die Ehr nur ihm zufchreib, . > 
Darum folt alfo bitten, $ 
Herr dein Will gſcheh allzeit; 
Behalt mich in deun Zrieden, 


Hu, 






























‚ai Das 110 Lied. Ba ‚6 


1d in Barmhersigkeit. 


25, 

fo folt du begehen 
Bon GOtt in Ewigkeit, . 
err daß ich nur möcht ehren 
Deinn Namen in der Zeit, 
nd dir allein mög leben 
In rechter Grechtigkeit, 
3as du mir dann wilt geben, 
Es fen Sreud oder Led, 

26 


erhalben thu fteiff leben 

In Gottes Gſetz und Bund, 
ie Ehr ihm allzeit geben, 
Ans deines Herkens Grund, 
Bird er an dir erfüllen | 
Was er verheiffen bat, . 

bit du nach feinem Willen, 
Erlangit fein Reich aus Gnad, 


| BB 

argegen wird GOtt ſtoſſen 
Oo in der Höllen Pein, 
ie hie haben verlaffien 
Das Gfeh der Lieb ſo rein, 
arzu haben gebrochen 

Den Seid umd feinen Bund, 
Ott laͤſt nicht ungerochen, 
Stoͤſt fie in 8 engem. 





a8, Hert 


"u A £ hy 
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[2 4 2 * — 


NM Das nırich 
— ——— — — —— RER ——— 
ai 1 


Herr GO in deinem Reiche, 





DODir ſey Lob Er und Preif, 
Immer und ewigliche, 
J Durch den heiligen Geiſt, 
Durch den du, uns thuft leiten 
| In deiner Güt und Gnad, - 
Jetzt und in Ewigkeite 
Gebenedeyt ſey GOtt, Amen. 
J Das u, ed. 
Ein ander fchön geiftlich Lied, * 
I Thon, Es ſeynd doch ſelig alle. 2. H. 2 


YA iR \ ! 3* 
IErr GOtt Vatter im Himmelre 
H Wir deine Kind klagen dir gle 
Unſer Noth bie anf Erden. 
Fan wir haben Fein gwiffen Ort, 
Daran man uns ließ in dein Work 
“ Sondern fich thund empoͤren 
Wider uns alle Voͤlcker gmein, 
Der Sürften Rathſchlag ıft in ein, 
Daß fie wollen ausreuten : 
Das Volck, welches du dir O Her 
Beruffen haft zu deiner Ebhr, 
Las wollen fie nicht leiden. 7 


2. 117 
Wir ſeynd ein Schauſpiel ing — 
34 | 









Ä hi Das 111 Kid 635 
sorden der Welt groß unde Fein, 
Sie uns zugleich thun haſſen, 
Man wir ihr Greuel und Schand, 
ermeiden alle Suͤnd und Tand, 
Thun ſie uns kein Ort laſſen, 
sondern treiben ung um, bereit, 
eich wie ein Hirfchlein im gejagt, 
Herr GOtt wir dir das Flagen, 
af man uns nim̃t Gut, Kind und weiß, 
Jarzu ftellt man ung nach dem Leib, 
Gar viel thut man ung plagen, 


3. 
Bann wir aber das Thier fortan 
sun feinem Greuel baten am, 
So wolt man uns thun geben 
(Mes wieder, Gut, Kind und Weib, 
defsgleichen darzu unfern Leib, | 
Und denn friften das Leben. 
das wollen wir in diefer Zeit 
Richt thun, fondern eh unfern Leib 
In dMenſchen Hand bin geben, 
dann beffer ifts in d Menſchen Hand 
u fall, dann daf man von Gottwend, 
Dann er gibt wieder’sfeben. 


4. 
Dom Thier folt du alſo verftahn, 
Bie man fein Mahlzeichen nimmt an, 
Und es bie a baten, 
©5652 










a4 wy ni 

Per; By EP 
ur H- * 

—— in 


634 Das 111 Lied. 
So du recht lebſt in JEſn Chrii 
Man dirs will wehren in der Sei 
Daß du von ihm folt retten, - 
Verwilligſt du den Menſchen bre 
Thuſt alles was man dir vorfeit, 
Sat du fehon angenommen 
Das Mahlzeichen, und betteſt an 
Die groffe Hur von Babylon, 
VBiſt in ihr Gmeinſchafft komn 


Dann das Thier und Hur in der 3 





Mir einander vermähler ift, 
Sie zugleich an fich ziehen, 
Ja Babnlon die groſſe Stadt, 
Die jetzund ihr Hanthierung bat 

DVielfältig mit betriegen, | 
Der Drach und Hur prangen bereit 
Herrſchen über all Bölcker gmein, 

Die mit famt ihn anbeten 
Die Bild und all Geſchoͤpff gar ſchn 
Darzu den Teuffel in der Höll, 

Der gibt ihn feinen Frieden. AL 

e | | 


> 0 x 
Das bezeugt Johannes gar Far, 
Daß dern fen ein unzählbar * 

Die das Thier hie anbeten 
Gm Himmel thun fie fen 
a N ab 











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mr. * 
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14 ee = 
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Eu Ben 
aben nicht feinen Srieden, 

dern es iſt ein kleine Schaar, 
da von GOtt verſiegelt wat, 

af fie follen entweihen 
ı aller Pein und groffen Play, 
elche da wird am Juͤngſten Tag 
Die Gottloſen erreichen. | 
By: 1.78 ER ; 
hannes fagt wie ein Mühfftein 
eworffen ward ins Meer hinein, 
Daſſelb thut ung erklären, 

af Babylon die groffe Stadt, 

ucch einen Sturm auch wird von Gott 
Alſo verfioffen werden. 
[dann werden fie ſehen zhand, 

ie Babylon da wird verbrandt, 
Die fie werden beweynen 


Ri daß ihre Luft und Zierd 












ıf eine Stund verwuͤſtet wird, 
ein Freud darinn thut ſeyne. 


Bi. 8 | 
sondern nur Leyd und groffe Klag, 
ie da wird treffen an dem Tag, 
Daß fie haben angnommen | 
08 Thierg Mahlzeichen in der Zeit, 
u vollbracht alle Boßheit, 
Werden fie da ihr Zungen | 
‚ groffem Schmersen freffen thbun, 
mu ,,8863 Alſo 







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B wars‘ 


636 Das ııı Kied, | 
Alſo zeigt uns SFohannes an, 
Mi er Tode von ihnun wird weich 
Ob fie ihn ſchon begehren b'reit, 
Könnens nicht fterben in der Zeit, 
Müffen ins Feuers Teiche, 


Weiter zeigt ung Johannes an, 
Das jet die Dur von Babylon 
Trinckt der Heilgen Blur reine, 
Darum dag fie nicht nehmen an 
Des Thiers Mahlzeichen thu verftal 
Legt man ihn au viel Peine, 
ag fie nicht Fönnen in der Zeit, 
Kauffen oder verkaufen breit, 
Thut ung Johannes fagen. 
Wer ihns aber verwilligt 3hand 
Dit dem treiben fie ihren Tand, ° 
Platz thut er ben ihn haben, 


' EN EN, 
Johannes thut uns warnen fchon, 
Sp jemand das Thier bäter an, 
Thut fein Mahlzeichen nehmen, 
Derſelbig wird trincken gar fchnell 
zen Kelch des Zornes, der ift qua 

Den ihm Gott wird einſchencken 
Er wird gepeiniger mit Feur, 
Durch Gottes Zoren ungeheur 
Wird er verſtoſſen werden 








| 


mar 










ches ift Jeſus 
erlangend ft, 





Darum follen wir eben at, 

Wie es des Loten Weib thär gab, 
Da fie zurück that eben. 0 05 08 
Ward fie von Gott geftrafft behend, A 
Zu einer Saltfaulen verwendt, ,/, 
Iſt zum Erempel gefcheben, | 
Darum wer auf dem Wege_ift, 
Der kehr nicht um zu dieſer Friſt, — 
Sondern er thu bekennen u; 
Ohn allen ſcheu Herrn JEſum Chriſt, IJ 


Der I 







Wer in dem uͤberwindend iſt, 
SR = u 6 Se 





— 8 ih Das ını Lied. 
ee —— — 
Der wird die Freud einnehmen, 


P 23 
Chriſtus der Herr ung zeiget. an, 
Wir follen uns nicht fürchten thun 
Wor den die ung bie nehmen 
Den Leib, fondern den fürchten b’rei 
Machdem ertoͤdtet iſt der Leib, © 
Der auch Macht hat zu wenden 
Leib Seel in Die ewige Dein, 
Chriſtus gibt ung ein Troſt gemein, 
Daß ums zugleich find zehlet 
Ja alle Haar auf unferm. Haupt, 
Wer feinem Wort mit treuen glaubt 
Dem ohn GHOft keins abfaͤllet. 


Wr ‘ J 14. N 
Beil es fteht alles in der Hand 
Gortes, der nimmt und gibt die Ban 

Wie es ihm thut gefallen. ” 
So follen wir ihm allgemein, 
Als feine Werck geborfam ſeyn, 
Nach feinen Worten allen, 
Dem doch niemand entrinnen mag, 

Wie dann David führet fein Klag, 
Herr wo foll ich hin fliehen % 
Bor deinem. Geift? an welche Stell 
Jahr ich gen Himmel oder Hl, 
Kan mich dein nicht a = 

/ — 15. 









Das ıır Lied. 639. 


INT, 
eil wir num von Gott bfehlofien ſeyn, 
sie um Apffel die Kernen ein, 
Daß keiner mag entweichen, 
wollen wir bie Gottes Gwalt 
nbäten thun gar mianigfalt, 
Daß er ung ber thu reichen 
1 unfer Hertz fein heilgen Geift, 
amit unfer Seel werd gefpeit, 
Daß wir mögen vollenden. 
Herre Bott vom Himmelreich 
dir deine Kind bitten dich gleich, 
Thu ung dein Krafft her fenden. 


10, 
b wir fehon von Gott bſchloſſen ſeyn, 
die die Kernen im Apffel gmein, 
Wolin wir es nicht anfehen, 
aß wir darum aus Zwungenheit 
sDtt dienen wolten in. der Zeit, 
Soll nicht alfo gefeben, 

Sondern ans freyer Lieb allein, 
arm daß er. der Herr thut ſeyn, 
Solln wir im Willfahrt leiſten. 
Nann David ſpricht ohn allen Schertz, 
Bott gefall ein freywillig Ders. 

r Wwirds nicht von ihm weifen, 


2 17. 
Mo ſolln wir den Gottes Gewalt 
* S — Ans 











= 


Fra 

Di; 

> 7 —* ⸗ 
u 





| 
| 
0 
Anſehen thun gar mannigfalt, 
Wie er ſich thur erklären, + 

Ben den Gefchöpffen in der zeit, 
Davon fiehen in Gelaffenheit, 
Werden wir, deu Herren ehren, 
Um feine groſſe Guͤt und Gnad, 
Die er an uns erzeiget bat 
Wor allem Bolck gemeine, ) 
ie ums dann David zeiget an, 
Daß der Herr nicht jedem hat gerhn 
Sondern feim Voͤlck alleine, 
N: | RIED... | 
\ Herr Gott Batterim Himmels Thro 
Dag du uns haft genommen an 
5 Mit deiner Guͤt und Gnaden, 4 
Deß danden wir dir in Ewigkeit, 
Daß du ung dir haft zubreit, 
Won aller Suͤnd entladen. 
D Herre Gott ſchleuß auf dein Lid 
Allen Voͤlckern gib deinen Bricht, 
Daß fie thun mit dir leben. | 
‚Das bittn wir ih O Herr bereit, 
Doc gſcheh dein Will, in Ewigken 
Sehy dir die Ehr gegeben, Ameı 
Das 102. Lied. F 

Ein ander fehön a 

- Thon Zar Gott nicht mit uns d ec 
"N H. Dr Ya % Del 












| 
h n & 
J 









Das 112 Kid. _64E 
I... 

yer Gott Vatter, von dir allein 
I Send alle Ding herfommen, 
sag im Himmel und Erd thut ſeyn, 
Hat ’sLeben von dir gnommen, 
u bift allein gewaltig GO, 
er alle Ding geſchaffen hat, 
Zu deiner Ehr erkohren. 


| Ben 
ward von Gott erfchaffen rein, 
Zu feinem Kind erkobren, | 
urch ihn bildt in Mutter Leib cin, 
Auf Erd bin ich gebohren, | 
uhand ich da verlohren bab- 

le Wolthat, und GOttes Gab 
Bin ich berauber worden. 





sch ward erwachten in der Belt, 
In aller Suͤnd unreine, N 
darz ich nur nachitellt Gut und Geld, 

Was wider Gott thut ſeyne, 
Bas mein Auge mit Luft anſach, 
Hemfeiben das Herb trachtet nad), 
Der Ereatur gemeine. 


4. | 
Wiewohl mir folches offt war gwehrt. 
Huͤrch GOttes Gſetz ſo reine, 


Demmoch ich mic) daran nicht Re 























6 


J Ge Das 112 Lied. % 


Ich trieb die Sund gemeine, 
Ich ward verkehrt aus Herken Gru 
Allzeit das Boͤß redet mein Mund 
WViel der Laſter unreine. 


En zn, u 
Ob ich ſchon hatt’ im Willen b'rei 
Daß ich die Sind wolt meiden, 
Bard ich doch zu ſchwach in dem Strr 
Ich lag bald an der Seiten. 
Das guf ich wolt, sward nicht vollen 


Dann die Sind mich davon abwen 





Daß ich fie fort thaͤt treiben. 


Ich lebt auch etwan ohn Geſatz, 
Nur nach meines Hertzens Wiſſe 

Bey mir nit ghoͤrt ward Gottes ſcha 

Ich that die Sümd erfüllen. 

Da aber Fam Gottes Gebott, 

Daſſelb mir gwürcket hat den Tod, 
Das zum Leben war geben, > 


a 
NT. 






“% En 1% | 
Als ich aber das Gſetz erfandt, 
Da thaͤt ich erſt anfeben, 4 
Vie vielder Suͤnd Lafter und Shan 

Durch mich waren gefchenen. 
Zu band mir da verwundet hat, ” 
Das Gfeß mich verdammer zum Tui 
zur Hoͤllen mußt ich finsfen. 3 


r 





Y * 



























Pr Das 112 Lied. | 643 


| 8. hh 

a mich num aber Sind und Tod 
Samt der Hoͤll hat umgeben, 
araus mich erft hat Gottes Rath 
Geſucht und bracht zum Leben, 
ich: fein Gfeß er mich zogen bat 
Br ich kam zu feiner Gnad, 
Die ich lang hate’ verlohren. 

A > PER 

denn mich Gott nit verwundet hätt, 
Und durch fein Gſetz thun ziehen, 
sv hatt ich ihn zu feiner ftätt 
Gefucht, fondern thun flieben, 

“ wär blieben in aller Simd, 

nd ewiglich ein Teuffels Kind, 
Wohl in der Höllen Grunde 


Io. 
darum das Gſetz war zugethan, 
Su Verheiſſung, merck eben, 
(uf daß die Suͤnd über hand nehm, 
Thut Paulus Zeugnuß geben, 
d Siümd überhand guommen bat, 
a hat viel mehr Gottes Genad 
Yuch überhand genommen. 


II, 
Solln wir dann in Suͤnd lebenthun, 
Daß Gnad über band nehme? 
an fol mehr davon abeftohn, 
HE | Das 





MR 


4 j As 


« 
—— 


— — 
Das Gſetz fie lehrt erkennen, 
Daſſelhig ift der Gegenſat 
Der Suͤmd, dietreibt zu Gottes Sch 

Der in Ehrifto wird geben, 


AR # 
Ich hätt nicht gwuſt was Suͤnd ſolt ſ 
Wenns Gſetz wicht hätt thun ſag 
Du ſolt Gott dienen heilig und &ı 
>. Drum es mid an thät Klagen, 
Da ichs Gſetz übertretten bat, 


Vernim, alſo bar Gottes Rath, 


Vielmehr uͤberhand gnommen. 


13. | 
Daß die Sünd treib in diefer Zi 
Zum Bußfertigen Leben. 
Das gfehehen foli in Jeſu Chriſt, 
„Der uns zum Henf ift geben. 
Er gibt den Suͤndern reine Zierd, 
So fie fein Creutz vor zupolliert, 
Don aller Luft thut fegen. 


Bm. u 14. . 
Wie die Sind herrſchen thur zum Tı 





So man darinn thut eben, 
Alſo herrſchet auch Gottes Gnad 
In JEſu Chriſt, merck eben, 
Wenn er wiederum neu gebiert, 
Der wird aus aller Suͤnd geführt, 
In Grechtigkeit zu eben. 
| | 15 0 






BR Das 112. id, 64 





| | 15. I 
arum alg mir verwundet hat 
Das Gfeb all mein Gemuͤthe, 
18 der Lirfach ich ſchreyen that 
Um Gottes Gnad und Güte, 
aß er mir helff aus alle Simd, 
Und: mich aufnehm zu Gottes Kind, 
m feiner Güte — 
| 


oft. der Herr aus feiner Genad 
Hört in Chriſto mein ſchreyen, 

+ bafff mir. heraus von dem Todt, 
Thaͤt mir mein Suͤnd verzeihen, 
nahm mich auf zu feinem Kind, 
Durch ihn überwand ich Die Suͤnd, 
ya er mich that verneuen. 


17; 

Bie ich von GOtt, fiel durch die Suͤnd, 
Und kam in feinen Zoren, 

fo hat er mich zu ſeim Kind 
Wiederum neu gebohren, 

In feinem Sohn Herr JEſu Chriſt, 
Zerſelb mein Mittler worden ift, 

Daß ich nicht werd verlohren. 


10. 
Zu dem doch niemand kommen fan, 
Er thu ihn dann vor ziehen, 
Der Batter zeigt uns Chriſtum * 
| Dar⸗ 











Ir du 
„> 


ER 


Darum wir nicht folln fliehen, 
Göttliche Zucht die gſchicht allein 
Durchs Gefets dafelb bat bildet 

Allen Völckern gemeine. © 


J — 19, H 4 
Ras ihr wolt daß euch die Leut th 
Das thut auch ihn dargegen, 7 

Das ift das Gfe zeigt Chriftug 

Von GoOtt den Menfchen geben 

Daß er in ihm foll hören thun, 

Das zeigt ung guts und böfes an 

In Unterſcheid zu leben. 


—20 * 

Du ſolt willfahren in der Friſt * 

Bald deinem Widerfaher, 

Beil du mit ihm auf dem Weg bi 
Daß er dich nicht. verklage, 

Vernim das Gſetz Herr JEſu Ehri 

Der zum Richter verordnet iſt, 

Er wird das Urtheil fällen.» 


- Zn Pi 
Mit dem Gſetz kommſt du nicht zu frie 
= Weil du in Simd thuft Teben, 
= Darum auf Ehrifti Weg du tritt, 
Thu ihm mit Fleiß nachfireben. 
Alsdann geht fein Erfüllung an, 
Se du von aller Simd thuft ſtahl 
Kommiſt du mir ihm zum Srieden. 
f 223, Dan 









647 


Das 112 Kied. 





72, — 

ann Chriſtus fein erfüllung ifl, " 

Und das Gefeß, merck eben, H 

ie es war zu der alten Friſt 

Mit viel Siguren geben, 

ſſelb in Ehrifto hoͤret auf: 

ler Zigur und Moſiſch Brauch, 

Ehriftus feldft it das Weſen. 
2 


3. 
oſes und Die en schon, 
Biß auf die Zeit weiſſagen, 

ie Schrift zeigt uns Johannes am, 
Allbie von dieſen Tagen, 

id Gottes Neich verfünder ſchon, 
zohl durch das Evangelion, 

Bringt ung göttlichen Frieden. 


24, 
on der Zeit zeigr uns Chriftus am, 
Muß Gottes Reich Gwaͤlt leiden, 
aß hinein dringer jederinan, 
Mit Gwalt thut er befcheiden, 
3 fen leichter daß Himm'l und Erd 
ergeh, eh daß vermindert werd 
Ein Zittel von dem Gſetze. 


2\, 
ondern es muß erfüller ſeyn, 
Thut ung Ehriftus erzeblen, 
as gſchicht fo du liebeſt allein 
| Ei. Gott 














"9 
& ” 


u | Das ıı2 Ried, 


m En 
GOtt, von Kı afft deiner Seele 
Deh echen auch den Naͤchſten d dei 
Thuſt du das, wird erfüller fen 
Das Gſetz he J die Propheten. 


Darum ſich fu fi zwey Gebott, 
Das Gſetz in Chriſto faſſet, 
Daß man allzeit foil lieben GOtt, 
Den Naͤchſten nit tbun baffen, 





4 einen ihm thun nur alles guts 
Gleich wie du wilt daß man — 


Daß thu du pe dergleichen. 


eg dem Grund Paulus gſchrieben b 
Glaub, lieb von reinein Hertzen, 
Daß fen die Summ aller Gebott, 
Die Ehriftus thut aufffegen, 
Mer lebt in Gottes Eich | ſo rein, 
Derſelb thut Chriſti 5 ſeyn, 
Und die je erkennen. 


Die Lieb guͤtig — freundlich iſt, 
Und thut niemand beleiden, 
Sie duldt alles in dieſer Friſt, 
Und thut die Suͤnd Beben, 
Durch fie werden erfüllt allen 
Ale Gebott Gottes gemein, . 
— uns die Warheit fagen. J 
29. M 



























7 Das 113 Lied. 649 
m en 
29, 

(Io hab ich dir zeiget an, 
Wie poll erfüller werden 9 
as Gſetz und die Propheten ſchon, 
In Chriſto unſerm Herren. 

er hat ung zeiget dieſe Bahn, 

Yarauf man ſoll zum Vatter gohn, 

Wohl in das ewig Leben. 


30. 
darzu helff uns der ewig GOtt, 
Der alles thut regieren, 
as er in ung angfangen hat, 
Moll er auf Gnad vollführen, 
err, das an Dich iſt unfer bitt, 
alt ums allzeit in deinem Sried, 
Biß in die Ewigfeite, Amen. 
Das 113. Kied, 
Ein ander Lied, im Thon, Wach 
auf mein Herg und Pfalter, 


I, 
InAcht auf ihr Brüder wehrte, 
Und habt ein guten Muth 
Wann wir gezüchtigt werden, 
Wird unfer Sach erſt gut. 
Mit Gdult wolln wirs annehmen, 
Und unſern GOtt bekennen, 
In dieſer Noth, biß in den Todt. 
ie ıt2 2. Chri⸗ 












Bit 
J 


ts 
N 


” 


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—4 


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BA n 


f 
Bi. 
Di h 

| 
| 99 * 


Chriſtus hat uns beruffen J 
zu feinem Abendmanl, > r 
Darzu ſeynd wir geloffen, 1 

Wir Chriſten überall | 
Stein Wort hond 






Bort hond wir angnommen, 
Und thaͤten uns nicht faumen, 
Wir nahınensan, mit freud und wo 


7 | | 3. | i 3 
Darum fo laßt ung wachen, 7 
>; Baͤten zu aller Friſt, 4 


r thut ſich herzu machen. 
Der unſer Verſucher iſt. 
Er thut greulich umlauffen, 
Ob er einn aus möcht rauffen, 
Aus der Heilgen ſchar, mit worten kla 


4. 
So laßt uns num Oel kauffen 
In unſer Ampel ſchon, | 
Bann der Bräutgam bricht aufe, 
Daß wir ihm entgegen gohn, 
Und unfre Lichter brennen, € 


“ © wird er ung wohl fennen, 


Und führen ein, zur Hochzeit fein, 


5. IR 
Die Thörechten verfchlieffen, 5 
Und hörten das getbön, f 


‚w 


Sun Weiſen fie hin lieffen, =: 








Begehrten Del von ihm, | 

ie Weiſen tharen jagen, 

Bir möchten auch Mangel haben, 

Geht hin geleich, und kaufft vor euch, 
6 


ya fie das Oel ingoſſen 

In ihre Ampel fein _ 
ya ward die Thür verſchloſſen, 

Ihr Feine mocht hinein, 
da ftuhnden fie mit Zagen, 
bäten an die Thür ſchlagen, 

Mit groſſem Thon, Flopiften fie am. 


ir. 
der Braͤutgam Fam gegangen; 
Und forfchet fie der Maͤhr, 
da haben fie angfangen, 

Und forachen: Herr, Herr, Hett, 
hu uns die Thür aufmachen, | 
Der Herr bat zu ibn gfprochen, 
Beichtallvonmir, ihr ſchlaͤffring Thier. 

8 


Alſo wird es ergohne, 
Die Gotts Wort hoͤren ſeyn, 
Ind gar nichts darnach thong, 
Mervden gleichförmig ſeyn 
Den thörichten Jungfrauen 
Die Gott nicht thäten frauen, 
Muß Mangel bon, der Hochzeit ſchon. 
J T t 3 9 Alſo 


Das 113 Lied. 58 








IR N | 2 — * pi * ” N f 
ae Das 113 Kid, 
—— — e ——— — —— 


652 | 
| Era: 
a 
„ 
—3 


an nn 











on 9, 
Alſo werden geführe, 
WSeohl zu der lincken Hand, 
> Zum Boͤcken und wilden Thieren, ” 
”. _ Die 6Ott nicht band erkandt. — 





Zu denen wird er ſagen | 
 Bohl am demſelben Tage, wi 
© „ Geht hin geleich, in feurigen Teich 
en. ' IO, h 
Die Gottes Wort hie thone, 
Sehynd Zeugen auf Erd geweſt, 
" "Die wird tr empfaben fone. 

’  , Dom Todt und fie erlöft, 

Zun felben wird er forechen, | 
Euer Blut will ich rächen, J 
Geht hin zugleich ins Himmelrei 
11. ’ 
Kot ber ihr Ehriften alle, 
N Die Gott ergeben feyn, 5 
"Laßt uns mit reichen Schale" 7 

Des Deren Zeugen ſeyn, 
Seines Worts mit unſerm Blute, 
Das wird ung fommen zu gute, 
Daß wir die Kon erlangen chum 
12, 
Chriſtus hat für ung gliteen, 
Aus lauter Lieb bat erg gethan, " 
Kein Pein hat er vermitten, 


J —28 

— * Li J 
* Me, 
h ia 20 a Br & l — 









— — 


Ting zum Exempel hen 
at ung auch nach bin dring 





Das ı13 Lied, 


en, 


en Herrn das Opffer bringen, 
hm folge nach mit creuß und ſchmach. 
I 


| 13 
gelcher nicht mag verlaſſen 
Weib, Aeccker, Kinder fein, 
Sein eigen Leben haflen 
Mag nicht fen Juͤnger ſey 


tl, 


Ind fish feins Ereuß thut ſchaͤmen, 
Ind nicht auf ſich thut nehmen, 
Der iſt verſchmacht / von Gott veracht⸗ 


14, 
So laßt ung das Ereuß tragen 


In Trübfal hin und her, 
Ind laßt ung nicht verzagen, 


Kein Leiden wird uns zufchwer, 


Bott wird Gedult ber geben 


[4 


And auch viel Troſts darneben, 
Daß wir ans End verharten ſeynd. 


15. 
Darum laßt uns acht haben 


Aufs Pfund das ung geben iſt 


Daß wir es nicht vergraben, 
Fetzund zu diefer Friſt, 


We dieſer Knecht hat thong, 


Deinfelben wird fein Lohne, 
Gleich mit an — 
mu -- + 





gen. 
16, Ste 








Du Dei aa 

ER 

Selig ift diefer Knechte, 
Welcher in diefer Nacht, 
Wann fein Herr kommt, wacht tech 
Zur erſten und andern Wacht, 
Sein Here wird den Knecht ſeten, 
Uher all ſeine Schaͤſdzhe 
Ihm iſt bereit, die ewig Freud. 


17, 
Wolln wir die Freud ererben 
De Ehrifto feinem Sohn, 
Müfen wir vor mir ihm fierben 
Lind wieder auferftohn, 
Groß Freud werden wir haben, 
Bon wegen diefer Gaben, > 
Die unfer Gott, bereitet hat, 
Drum laßt uns dapffer streiten 
zum fürgefteckten Ziel, 91 
Wer aber zu der ſeiten a u 
eben ablauffen will 
‚Dericibig wird befeiben # 
Wohl bey des Loten WBeibe, — 
Die ſich umſach, ihr Gut bekla gt. 
u—- ug | 
I U wolln wirs befehtieffen, 
| Ihr fromme Ehriften all, # 
Laßt euch Fein Tuͤbjal — J— 







er 
Te 


% 









Das x114 Kid AT, 


Fu dieſem Jammerthal, 

enn ſie uns den Leib nehmen, 
Und gleich mit Feur verbrennen, 
md fie ung ſchon, nichts mehr zu thun. 


| 20, 

ste ſey Lob, Ehr und Preife 
Gefagt zu aller Srift, 
ums zu allen Zeiten 
So fleißig weifen iſt 
en Weg den er iſt gangen, 
Daß uns die falſche Schlangen 
it ihrer Lehr nicht ſchaden mehr. 

|  ANEN 


Das 114. Lied. 
Ein ander ſchoͤn geiſtlich Lied, 
im Thon, War Gott nicht 
mit ung dieſe, 2C. 


+ 


I, N 
ed auf ihre Ehriften all geleich, 
% . Die ihr ſeyd neugebohren, 
ann Gottes Sohn vom Himmelreich 
Sf an dem Creutz geftorben, 







hat gelitten Creutz und Schmach | 


Darum laßt uns ibm folgen nad), ' 
nd das Creutz auf ung nehmen. 


£ 2; 
Befcher Ehrift nun nachfolgen will, 
And thut a — 23 | 
” 5 


Ob 








Er Das 114. Kied, | 
Ob er fehon hat gefünder viel, 
So wirds ihn nachgelaſſen. 
So er nur glaubt an Gtt a 
Wird er gemacht von Sünden a 
Durch das Blut Jeſu Ehrifti, 
3 J— 
Dann welcher alanbt und wird getau 
Der bat es wohl angefangen, fi 
So er mr Ehrifto folget nad, 
+ Derfiiig wird empfangen 
" Die Gaben des heiligen Geiftg, 
„Damit er tödten wird fein Self 
Mit Gott wird er Fried haben, 


— 
=>. 


| 4, 
Alle die nun gewaͤſchen ſeynd 

Dit dem Blut JEſu Ehriſti, 
Und vein gemacht von aller Sünd 
he Iſt unfer Herb zerkniſtet, 7 
Dagß wir num wandlen nachdem Bei 
| Der ung den rechten Wege weift 
Damm er fell in uns bereichen, 


En. | AU h 
I. Auf daß da feyr der ſuͤndlich Leib, 
0, Der jebund ift geftorben, 4 
In Chliſto find wir eingeieibt,/ 
Und ſeynd in ihm begraben, 
Ja durch den Tauff in feinen Todt, 

Daß wir jeßt Ieben unferm Got 


— 












* Das 114. Sid. 7 
un — — — nn — 
ind halten feine Gebotte, 

6 


e fölten wir noch Suͤnder ſeyn, 
deren wir find abgftorben ? 

nm Chriſtus hat uns gmachet rein, 
Mit feinem Blut erworben, 

feidt vor ums dew bittern Todt, 
Harum lebt er ietzund mit Gott, 
d thut ewig regieren, 


* 
laßt ung auch gedencken dran, 
Daf wir der Sund ſeynd gſtorben, 
d haben Chriſtum zogen an, i 
Herfelb wird für uns forgen, 

y wır ihm nur gehorfam ſeynd, 
Und ihn bekennen big aus Eud, 
wird erden ung bleiben, 


Am ihr Kinder Gottes rein, 

Die ihr feyd neu gebohren, 

eht zu daß ihr num bleibet vein, 
Und euch nicht laßt verführen. 
Am wer recht thut, der ift gerecht, 
3er Sind hut, iftder Suͤnden Kuecht, 
Her Knecht wird ausgeſtoſſen. 


| 6. i 
Janin dem Haus des höchften Gotts, 
Da wird Fein Suͤnder BR 

— Da 















u 





Das ııı Sid 
aan gefündigt hat, 
Da ward er ausgeftoffen, Ä 
Bon Gott wohl in der Höllen En 
‚Da muß er ſeyn zu aller St 
Ewig ift er verdammer, en 


10. —9— 

Sp iſt die Suͤnd vom Teuffel he 
‚Und wer fie will erhalten, j 

‚Denfelben will auch Gott der H 
Verſtoſſen manigfalte, J— 
Er wird ihm binden Haͤnd und F 
Und werffen in die Finſternußz 
Da it Deulen und Klagen, © 


* II, j 
Darum D Melt fich eben für, E 
Daß du dich Chriſten nenneft, 
And Ichft in Sünden für und für, 

Und thuſt dich auch berühmen, 
Du. fprichft wir muͤſſen Sünder fi 
Drum mußt du leiden groffe Pe 
So du dich nicht bekehreſt 7 


BR Ban } 

Dann wer von GOtt gebohren A 
_ Und thur an ihm beleiben, \ 
Durch unfern Herren JEſum Ehri 
 _ Thund wir die Suͤnd vermeiden, 
Sein Sam wird bey uns bleiben bu 
Daß wir auf feinem Wege gebt | 


















Das 114 Kied, I 


Ind halten fein Gebotte. 


h 13. 

can wird man erkennen wohl 
die Kinder GDttes feine, 

d Die. Kinder der Boßheit voll, 
die allzeit Sünder ſeyne, 
felben ſeynd vom Teufel her, 
Dann er ſuͤndigt von Anfang her⸗ 
rum iſt er verſtoſſen. 


— 
rum Chriſtus geſtorben iſt, 
Daß er fein Volck erloͤße, 
hat zerbrochen des Teuffels Liſt, 
Und hat ſein Blut vergoſſen, 
mit hat er ung gwaͤſchen rein, 
ir. ſeynd von feinem Fleiſch und Bein, 
Und fennd Görtlicher Arte, 


15, 
riſtus ift das Haupt feiner Gmein, 
Wir ſeyn Glieder feins Leibes, 
| die wir ſeynd gewaͤſchen rein, 
Und thund an ihm beleiben, 
tin wer ein Glied am Leib will fenit, 
Her muß werden von Sünden rein, 
nd von neuem gebohren, 

| 16 


gift der Melt ein hartes Work; 
Und kan es nicht ertennen, 
| Wann 


J 














| BB Das ıız Kied. 1. 
Bann man fagt von der Meugel 
So will fies nichts vernehmen, 
Dann fie feynd all fleiſchlich geſi 
Lind kennen den Geiſt Gottesn 
Noch ruͤhmen fie ſich Ehriften. - 


SAT u; 

Aber es ift ein falfcher Schein,“ 
Oer wird fie nicht gehelffen. 
Dann fie wollen ftäts Sünder fi 
Drum wirds der Herr verwerf 
Ein jeglich Glied an feinem ea 
_ Das nicht in der Ehr Ehriftih 
Das wird auch abgehauen. 


| * 18. Lu 
7 #% Dann Ehriftus ift der recht Weinft 





Bir find die Schoß und Rebe 
Der Weingaͤrtner iſt unfer Gott, 
Der uns pflanset gar eben. 
‚Ein jeglih Schoß dag Fruͤchte brin 

Das wird er aufrichten behend, 
Das es mehr Früchte trage, ı 5 


| 19, 18 

Zu denfelben ſpricht Gott: der He 
Ihr fend jeßund rein worden, 

Darum beharrt in meiner Lehr, 
So werd ihr viel Frucht tragen, 
Denn ohn mich moͤget ihr nichtethn 
Ihr bleibet dann in meim Wort 4J 
| | 


:® ‚ 
















Das 114 Lied. 


Has wird euch wohl bewahren. 


20, 
njegfich Schoß ſo nicht Frucht trägt, 
Daſſelbig wird er nehmen, 
1d wird es bald gar ſchneiden ab, 
Und wirds zuſammen binden, 
nd werffen in das ewig Seur, 
Welches da ift gank ungeheur, 
ann es thut ewig bremmen. 


21 

arum ihr Chriſten allgemein, 
Laßt ung Chriſtum bekennen. 
ann welcher wandelt in eim Schein 
Her wird im Feur verbrennen, 
ns ift bereit Die ewig Freud, 

So wir hie in Gerechtigkeit 
fit Gedult überwinden, 
ı2, 
yann Chriſtus will bekennet ſeyn, 
Allhie auf dieſer Erden, 
Boilen wir mit ihm erben ſeyn, 
Sp müffen wir mit ihm erben. 
der Knecht nicht übern Herren ift, 


= laßt ung ihm nachfolgen, 
23, 
Darzu helff ung der ewig GOtt, 














661: 


Weil Ehriftus felbft geftorben iſt, 


Daß wir Die Freud erlangen, 
* Und 




















u Thut aller Welt verfchonen, 





ee au 


Und ung nicht fürchten vor dem ® 
Die wir ſeynd fein Gefangen, 
D 69 halt uns in deiner Lieb, 
Daß uns das Sleifch vom weg nichtfi 
Hilff uns den Sieg behalten, % 


| 24. J 
Gott ſey Lob, Ehr und Preiß al 
Geſagt zu allen Zeiten, © 7 
Er ift Richter in feiner Gmein, 
Und thut uns fleißig weifen, 
Darum laßt uns ihm halten ſtill, 
Und ſprechen, Herr eg geſcheh dein w 
Durch JEſum Chriſtum, Amen 
© le Das 115. Lied. 
Ein ander Lied, im Thon, 
Gegen dem Tag hoͤrt man | 
die Dahnen Erähen. I 


\ \ PT, 
HErre Gott mein Noththu ich d 
— Die ift ſo gro: Plage: 
In diefen letzten Tagen 
‚Die jetzund leiden die Kinder dein, 
Aldie auf Erd in aller Welt ‚gemei 
0 — N, (gend wohne 
Dein Volck laͤßt man auf Erd jest mit 

Und ift doch fromm, A 


Noch wirds verfolgt von icdern 










| Das 115 Kied 66 

es Caing Eiffer hebt fich wider an. 
3 (ſchmiegen 

in armer Jacob muß ſich jetzund 

or dem Eſau, 

Meſopotaniam fliehen, 

9 Herre Gott wohne uns bey, 

Guns der Eſau von dem weg nit treib 


4. gen, 
ein armer David muß geoß ſorg hie tra⸗ 
Vor Saul dem König, 
er ihn zu todt wolt fehlagen, 
Alſo gehts jet den Kindern dein, 
Darum ſie nit mehr ſunder wolle ſeyn. 


& — 

ein Suſaña die muß ſich jetzt viel leiden 

Bon Richtern falſch, 

af fie die Suͤnd thut meiden, 

Herre Gott thu ung Benftand, 

Erloͤß uns aus derfalſchen richter hand. 
6 


Bieesdannift geweſt vor langen zeiten, 
Her fromme war, 

jen wolt man nivgend leiden, 

Alſo iſts noch auf diefen Tag (Mag. 
Die Froͤmkeit man auf Erd nitladen 





Ye — 
Herr Gott, den weg den biſtu gangen, 
Und 


ser iſt ſo ſchmal, 
U u 
















= ri > 
u. 4 ur 
Ks J 4 


2 7 —— * Das 11 Lied = 
Und liegt fo voller Schlangen, 7 
NDaß man nit wohl drauf wandten 
NOHerre Goͤtt ſtreit fut uns auf die 


| 8 INC 
Dar nach ſtehn auch allhie zu beyden fi 
Groß Woͤlff und Barnı, 778 
Mir den muſſen wir auch ftveiten, 
' VOHerre dott wetz uns das Schwer 
Auf daß dein Lob und Recht verkimi 
J at NOT > (a 
Wañ wir durch wörfundbärn hindm 
So ſtehn auch hiefechn 
zur lincken und zur rechten, 4 
WViel Hund die bällen, klein und gro 
Sie wollen uns zerreiſſen ohn Unterla 


— Se J 
Viel Diſteln und Ooͤrn ſtehn auf dieſe 
Hie kraͤtzen ſo hart, (We 


Ste len ung nach dem Leben, 7 





Reifen uns£öcher in den Leib, (biei 
Hilff Herre Bott daf keiner dabind 


IE,4 

In dieſem Thal da fleuft ein Waſſer lan⸗ 
Gantz breit und tieff, 
Druͤber ein ſchmaler Gange 

Welcher ſchwach in dem Haͤupte if, 

- Den wirfftder jhwindeldrein zu alle 


4 ; ' 12, "ars fe 
JAn dieſem Waſſer iſt ein geoffer Berg 


















Das tıp Ried, 66 
Der ift ſo hoch, | 

en muͤſſen wir auch fleigen, 
S Herre Gott beut uns dein Hand, 


Erioͤß uns aus aller ſchmach uñ ſchand. 


12, 
arnach iſt ung gezeigt ein enges Thore, 
Sa Haut und Haar | 
as muß bleiben darvore, 
9 Batter wie ift die Thür joflein, 
Hilff uns zudiefer engen Pfort Di 
| | ten, 


n. N 14, Ä ‚ki 
ertzlieber Vatter ich thu dich jetzund bite 
Du wollſt dein Volck 

uf dieſem Weg bebüten, | 
Bor falfcher Lehr und Heuchlereh, 
Daß es in aͤllem Creutz beftändig ſey. 


BES, | Ä 
darum o welttzitt aufden ſchmalẽ wege, 
md thu dich bie deins wolluſts verwege, 

Wandel hernach mit gantzem Sleiß, 
Hiefer weg trägt dich big ins Paradeiß 
| 16 


Der uns diß lied von neuem hat geſungen 
Der hat ſo ſtarck mir wölfun bein geꝛungẽ 
Dem Batter fagter groß lob und danck, 
Hit feiner Huͤlff ers alles überwandt, 


Ev 1 * 
Dem Vatter ſey allein lob ehr und preiſe, 
Br» Uua Dem 


4 » mM 
— 
7 F 


| E33 Dash 


Dem Sohn desglih, 
Und dem heiligen Geifte, IM 


Daß er uns hatgenomenan, Bah 
Ber nachher will, der mach fich auf 


Das 116, Lied. 


Ein ander Lied, im Thon, Es if 
das Dei uns kommen her. er 


— L, 
TEH will von gankeın Herken nk 
„) Des Herren Were verkünden, 
Wie Mofe der Knecht Gottes fein 

Dem Herren that Xobfingen, 
Da er ibm half aus aller qual, j 
Ihm und allem Vock frac, 
| Von der Hand Pharaonig, 


INN 28 
Da fie dem Herren fleißiglich 
Das Opffer wolten bringen, 
Thaͤt Pharao fie bartiglic) 
Mit groffer Arbeit zwingen, 
Da fab der Herr ihr Elend an, 
m Das Volck that er begaben ſchon, 
7 Mit Gold thät er fie zieren, 


3: | 
| Alles was erſt gebohren war, . 
\ That er zu toͤdt auch ſchiagen, 
VWVom Vieh big auf den —J Bor 
J Fir Diü 


































Das ne nid, cu 
um that der Pharaon fügen 
feinem Volck, ruͤſt euch mit Gwalt, 
ft ung dem Volck nacheilen bald, 
Daß wir fie von uns treiben. 


4. f 
fd 309 er bin nach ihnmn bald, 
Mit a.lem feinem Heere, 

1 erzeigt Gott fein groſſen Gwalt, 
Ertraͤncket in dem Meere 

em Pharao mit all ſeim thun, 

dies hub bald zu fingen au, 

Mit allem feinen Dolce. 


s. 
h will verfünden s Herren That, 
Bon feinen Wundern jagen, 

aß er ſo herrlich ghandelt hat, 
Dann alle Roß und Wagen 

at er geitürket in Das Meer, 
arum heist er Gott unſer Herr, 
Billig hat er den Namen, 

6 


ann der Herr ift allein mein Stärch, 
Er ift mein Helfer worden. 

ann er erzeigt fein groffe Merck 
Am Pharon, der verdorben. 
arum ift er allein mein SO, 

ch will ihn ehren in der Noth, 
Sein Namn will ich erheben. 
| uUu3_ 7. Der 






j 9* GE, 
ur 


— 


Er Das ci 





— — — — 


* 
Der Herr iſt der rechte Kriegs⸗Man 
‚ Erin Nam ift billig Herre, 7 
‚ Dann alle Wagen Pharaon 
Warff er mit Gwalt ing Meere 
Sein aufferwählte Ritterfhafft, 
Mußt verfinden ins Meeres Safft 
Die Tief that fie bedecken, 


Sie fielen zu grund wie die Stein 
Die Dand_ war groß vor Augen 
Dein rechte Sand bat alle Feind 
Zu Boden nieder afchlagen, 
Mit deiner groffen Herrlichkeit 
Daft du zerſtoſſen dieſe Leut, 
Die fich wider dich fehen, 


9, 
Da du deinen Grimm ang ließſt goh 
Wie Stopffel thaͤtſt ſie verdamme 
su dem. blaft Deines Zorens Icon, 
Fiel Das Maffer zufammen, 
Die Fluͤß führen auf einen Hauff, 
Die tief plumpten einander auf, 
j Der Feind gedacht im Derken, 
8 Io, Y a 
Bi Ich will ia rauben all ihr Gut, 


Ex jagen und ungiegen, = 
An ihn erfühlen meinen mu. 









Das ı16 Kied. 663 
Und will mein Schwerdt ausziegen, 
ei Hand foil fie austügen giebwind, 
ern Gott du dachtſt an Deine Kind, 
Thaͤtſt fie vom Feind erretten. 
LI, 
1 haft geweht mit deinem Wind, 
Die, Ziff that fie bedecken. 
m Waffer thatſt du fie geſchwind 
Gleich wie ein Bley verſencken. 
It iſt Dir untern Göttern gleicht 
der ift jo Herrlich und loͤblich? 
So ſchroͤcklich wunderbarlich? 


12. 

a du ausſtrecktſt dein rechte Hand; 
He Erd fie that verſchlunden, 

ie hat geleitet aus dem Land 

Di groſſe Volck geſchwinde. 

ſit deiner Starck Varmhertzigkeit 
yait du dir das Volck zubereit, 
In deiner heilgen Wohnung. 


DIR | 
zroß Angſt kam Dis Philiſter an, 
Hie Boͤlcker trugen Schmertzen. 
Ind all Junwohner Canaan 
Wurden verzagt von Hertzen, 
da eiſchrocken die Furſten Edom, 
Sroß Zittern kam die Gwaltigen an, 
Im Moabitter Lande, | 
—* Uu4 14, Herr 


*F 








u Su 
ne 






— Dach 
ES 
Herr durch den groffen Arme deir 
Thu fie mit fchröcken zwingen, 

Daß fie erſtgrren wie die Stein, 
Biß dein Boick hindurch dringe, 
Biß das groß Volck hindurch bin gan 
Welchs du Herr in Egppten lang 
Ernehrt haft und erworben. | 


Da ae A 
Bring fie hinein und pflange fie, N 
Zu deiner Wohnung fivone, | 
Zu dem fiß deines Erbtheils bie, 
Zu Deinem Tempel fronme, | 
Reiche Dein. Hand hond zubereit, 
Der Herr ift König allezeit, | 
Immer ewig obn Ende, 


N 16, \ En 
Der Pharao gieng ing. Meer hinein 
> Mit Roffen und mit Bagen, 
Darzu mit allen Neutern fein, | 
_ Der Derr das Meer thät ſchlage 

Daß es zu hauff fiel über fie, 

Lind ihrer keinen überblich, 
Nicht einer von ihmn allen, 


a 
Alſo halff Gott Iſrael fchon, 
Hindurch das Meer zu hande, 
Dargegen mußt der Pharao 














672 
Todt liegen auf dem Lande, 
tie Roß, Reutern und Wagen fein, 
Darzu fein IBehr groß unde Fein, 
yas ward alles verderbet. 


18. 
Herr fieb an dein Kleine. Herd, 
Die thut fich jetzund rüften, 
u dringen dir dag Opffer wehrt, 
Jetzund zu dieſer Frifte, 
hg Iegen ber auf dein Altar, 
yer Dharaon fteht mit Gwalt davor, 
Und thut ung hefftig draͤuen. 


19, 
Ind fagt, wir folln das Opffer weit 
Wieder zuruͤck weg tragen, 
nd follen thun wie ander Leut, 
sSey beffer thut er fagen, 
dann daß wir dir das Opffer thun. 
5a foricht du habft Fein gfallen dran, 
Deß laͤß dich Herr erbarmen 


20. 

d Herr hilff ung mit Freuden bald, 
Zurchs Meer mit deiner Güte, 
Dag der Pharao mit feinem Gewalt, 
"ger fo grenlich thut wüten, 
Ung nicht von deinem Altar reiß, 
Ba uns das Opffer mit gantzem Fleiß, 

Mit allen Frommen bringen. 
Un⸗ 83. 


Das 116 Kied, 



















Das rıc Lied, 


ie 


Wie du ung dann verheiffen haft, 
Bo wir bey dir beleiben, 
Wolft uns kein Trübfal oder Laft 

Don dir laſſen abtreiben. 
Darum O Herr jetzt ift die Zeit, © 
Daß uns Ereuß auf dem Ruͤcke lieg 
Hilff uns eh wir verderben. | 


| / nz | 
D Herr im deinem höchften Thron, 

J Laß dir daß gehn zu Herken, 
7 Sieh das Elend deiner Kinder any 
Es Bie fie in groſſem Schmertzen 
Gefangen find in ſchwerem Band, | 
Herr Gott reich ihn dein gwaltig Hand 


N) 


Thu fie vom Frind erretten. 
23. | | 
Daß er ihn, nicht mehr fehaden ran, 


Er md all feine Treiber, 1 
Daoß Miriam dein Prophetin 
9 Und alle fromme Weiber | 
J) Bor dir ber an dem Reyen ſtohn, 
Und dir allzeit lobfingen thun, | 
Und deinen Namen preifen, 
J 1 
| Aber das werden die Weiber feyn, | 
Die fich auch hond gerüftet, 
nd ihre Watt durch weiſſet ſeyn 


* 







































De ae 
Fu dem Blur Fer Chrifti, 
nd’ abzogen das tödlich Kleid, 
Diefelben werden allezeit 
feinen Tempel wohnen, 


| 25, “ 

N die ihr num gereinigt ſeyd, 

Send fteiff in eurem Gmuͤthe. 

if daß ihr in der Reinigung bleibt, 

Und in deg Herren Güte, 

rzu helff uns GOtt unſer Bert, 

Daß wir zurück legen das Merr, 

Yucch Jeſum Chriſtum, Amen. 
Das 117. Kied, 


Ein ander Lied, im Thon Ich 
ſtuhnd an einem Morgen, 


una le 
GR Unbill thut mich zwingen 
I Roh hie in dieſer Friſt, | 
Daß ich davon muß. fingen 
Mies jetzt vorhanden it, 
Daß ſie all Ding haben verkehrt, 
Hann die Gerechtigkeit Gottes 
Iſt jetzt der Welt unwehrt. 


2, 
Die Warheit thut man haſſen 
In allen Landen weit, 
Die Grechtigkeit verlaſen, 


ae 





Auch 


Auch Treu und Billigkeit. 
Gottes Wort fleugt man überall, 

Das Ereuß thun fie auch ſcheut 
Der Weg iſt ihn zu ſchmaͤ. 


Aa 
Wer die Warheit thut fhänden, 
Gottes Wort läftern kan, 
Der wird in allen Landen 
Seacht ein ehrlich Wann, 
All Welt ift ihm willig bereit, . 
Drum er die Lügen redet, 
Und ſchweigt die Gerechtigkeit, 


4. 
Wie mag eg immer kommen, 

Daß die Ungrechtigkeit | 
Sp gar überhand hat guommen, | 
In allen Landen weit, | 
Aber die edle Warheit ſchon 

Bird jetzund unterdrucker 
Faſt ſchier bey jederman. 


5. | 
Mer fich jebt fleißt bon Hertzen 
Zu halten Gottes Gebott, 

Muß leiden groffen Schmerken, 
WVon der gottlofen Rott, 2 
Gar oft und dick wird er geſchmaͤcht, 
All Welt thut ihn beropffen, 
Gleich wie das Eulen — 4 
6. 1 









Das 117 Kied, 

1 TR 
im anfang diefer Welte, 
Iſts auch gweſt allezeit, 
af der Fromm mußt entgelten 
Des Gottlofen Boßheit, 

it Abel hats gefangen an, 
Derfelb bat EHtt gefallen, 
rum mußt ers Leben lahn. 


Parıyy 
ch kans nicht nennen alle, 
Die den Todt glitten bau, 
der je GOtt that gefallen, 
Sen hafler jederman, - 
fo ifts noch auf diefer Erd, 
Wer Gott noch thut gefallen, 
ver iſt der Welt unwehrt. 


8. 
ann Ehriftus Gottes Sohne 
Iſt kommen auf die Erd, 
at nie fein Suͤnd getbone, 
Ser edel König wehrt, 
och mußt er leiden groffe Noth 
Bon dem gottlofen Gfehlechte, 
Jußt leiden den bittern Zodt, 


9. 
Yiemweils nun ‚Gottes Sohne 
Alfo ergangen ift, 
Birds auch alfo ergohne 










BE Darm hie — I 
Arlln den zu dieſer Seife, 
Die hie annehmen Gottes Bundy 
Lieben ihn auch von Herken, ' 
Und: meiden ale Suͤnd. 


IO, : 
Ber jetzt die Sind thut meiden, 
Und folgt der arbeit nach, 
Der muß von difen Leuten | 
„Erdulden Creutz und Schmach. 
Chriſtus wird an das Creutz gefchlage 
I 2, Barrabas ledig glaſſen, 4 
Wie ung die Schrifft thut ſagen. 


IH, | 
‚Paulus war hoch gepreifet, 
Don Juͤden manichmahl, 
Da er durch Gmieinden reifer, 
Verfolgt die Ehriften al, » | 
Gab fie m Gfaͤngnuß hin und her, 
Daß thaͤt den Juͤden afallen, 
Er ward ihn nicht unmehr, | 
\ | 12, | 
Da er ward neu gebohren 
Durch Gottes Wort und Geiſt, 
Thaͤt er den Rüden zoren, | 
Zrachten darnach mit lei, 
Daß ſie ihn möchten bringen um, | 
Darum er ibn thaͤt fagen, | 
Sie folten werden from, 





13. DM 















Das 117. Mid, 
| 13. 

ins fagt er ung darneben, 
Hurch den Heiligen Geift, 
Ber Gottfelig will leben, 
Allhie in JEſu Ehrift, 





Der muß Verfolgung leiden, 
zar offt wird er geſtaͤupt. 


140 
aſſelb thut man erfüllen, 
Wie ung S. Paul befebreibt, 
Ber ieht nach Gottes Willen 
Bill leben allezeit, 
der iſt fehabab auf dieſer Erd, 
Ein Auskehrig der Welte, 
Ind jederman unwehrt. 


| — — 

Belt thu zu Hertzen faſſen 

Dein groß Unbüligkeit, 
daß die Warheit thuft haſſen, 
Und liebſt Umgrechtigkeit, _ 
Ind verfolgeft die fromme Leut, 
Die Gottes Wort annehmen, 
Ind fein Gerechtigkeit. 

= ‘ 6 


Bl 2.10, 

da G0tt thut lartich fprechen, 
Wenn ich nachließ all Süund, 
” will ich dannoch rächen % 
1 














nd die Warbeit von Kerken liebt 









f 4 | 
{ — a 
” Ve j 
j . ' a q 
Ze ei d Er, 
4 E y 









nn __ SBumil 7 
_ Das Blut all meiner Kind, 
Das man auf Erd vergieffen thu 
Von wegen meines Namens, 
Und um die Warheit gu. | 


E72 

Ehriftus fpricht auch, merck eben, 
Wer dem Fleinften was thut, 
Aus den Die an mich glauben, 

Es fen böß oder gut, 
Daffelbig hat er mir gethon, | 
_ Darum DO Menſch merck eben, 
Laß GoOtt fein Kinder gohn. 

I 


| 8. 

Dann Ggottht thut rreulich halten 
Ob feinen Kindern ſchon, 
Die feinen Bund ſteiff halten, 

+, Und feinen Willen thun, 
Und vertrauen auf feine Red, 
Dieſelb thut er bewahren, 
Wie er dem Noa thät, 


19, 

Derfelb thaͤt GOtt gefallen, 
Und da die Suͤndfluß kam, 
Ward er von GEott erhalten, 
Sampt feiner Hausfrau fromm 
Dargegen mußt die gottloß Rott, 
In der Sündfluß ertrincken, 
Nun mercekt der Fromme Loth. | 
20, Dei 





















hi 
J 

% I 
J 






















3 





Der u 


— 
. 






























Das 117 Kid, 


J 20. | 

(big that fich üben ;;.. 
In aller Redlichkeit, 
© MWarheit that. er. lieben, 
Für die Ungrechtigkeit, 
um ward. er gedrungen hatt, 
Bon dem gottlofen Gſinde, 
as zu Sodoma ward, 

. ZI, 
f thäten eſſen und trincken, 
Und griffen zu der Eh, 
it Tantzen und mit Springen, 
Dem frommen. Lot thats weh, 
af er mußt ſehn ohn Unterla 
Shen. unzüchtigen Wandel, 
nd ihre Boßheit groß- | 
22 


arum thaͤt ihm GOtt fenden, 

Die Engel im fein Haus, 

ie führten ihn mit Handen 

zur Stadt Sodoma aus. | 
uband giengs Feur von Himmel any 
Verzehrt alle Gottlofen, | 
ie Lot beleydigt bon. 


N 23. 

Xtrus thut auch vermahnen 
In feiner Epiftel ſchon, 

Yo GoOtt nicht thaͤt verſchonen/ 

5 Dis 









ade . f — | 


h ww; F 
— 
Der Engel die gſuͤndigt hon, 
Sondern hat ſte wit groͤſſer Plag 

zu der Hoͤllen geſtoſſen, | 
Biß auf den Juͤngſten Zag. 


24. 

Daſelbſt wird der Herr geben 
Jedem nuch feiner That, 
ie ein jeder fein Leben 
Auf Erd vollführer bet. 


Dann was einer bie ſaͤen thut, 





Daffelb wird er auch erndten, 
Es fen böß oder gut. 


“ 25. 
ge Ar O Melt meref eben, 
o dich nicht wirft bekehrn 

Von dem gortlofen Leben, 

So wirft du leiden warn 
Mit den von Sodoma zu lebt, 

Das ift allen Gottloſen 
zu eim Erempel gfeßt. 

26 


Noch wilt dus nicht erfennen, 
In deiner Blindheit groß, 
Und wilt nicht wahre nehmen, 
Wie du wandelt bloß, 
Gedenckſt auch nicht zu Feiner friſt 
# Wie es den von Sodonia | 
So ſchwerlich gangen iſt. 
Rn le ie \ 27: 


—* J 





ER. TEE, 


" dir * gedencken, 

aß OOtt jetzt anders iſt, 

ß er dir deSuͤnd werd ſchencken, 
Benn dich nicht beflern bift, 
wird dir noch fehwerlich — 
RNathaͤi an dem eilfften 

gts Chriſtus klaͤrlich an. 


28. 

s ſollt du aber wiſſen. 
So du nicht ab wirſt ſtohn 
m deinem Blutvergieſſen, 
So wirds Dich reuen thun, 
ber fteh bie von Sünden dein, 
Bann GO Gericht wird halten, 
mags nicht — geſeyn. 


rum ihr Chrien alle, 

Die ihr GOtt ergeben ſeyd, 

ßt euch die Warheit gfallen, 

Fuͤr die Ungrechtigkeit. 

d laßt euch doch nicht fechten an, 
Daß dem Boͤſen auf Erden 
glucklich thut ee 


Ann uns ift hie ef Erden 
Br: nichts zugefeit, 
e Sur Waſſer * Schwerdte, 
RXx Er * 












„> r, vn» 4 
Pan 2 5 
* m a # 


Dam 
Creutz Trübfal, Traurigkeit, 
Damm Ebriftus ift ung geben nich! 


Allein zu glauben-dran, 
Eondern auch zleiden mit... 


Henn wir num bie vollenden, 
In ailer Medlichteit, | 

Den Trübfai überwinden, 

.. ‚Fer uns ift vorgeleit: 

Dann wird fichs Blattieinwenden 
Her Boͤß wird traurig werden, 

Erfreut werden der fromm. 


32. 
So thut: groffe Sreud tragen, 
Idhr liebe Ehriften al, ; 
Ob man viel böß thut fagen,. 
Bon uns jeßt überall, 
Sreut euch nur, daß nicht wahre if 
Vor Sreuden heißt uns fpringe 
Unfer Herr JEſus Chriſt. 


BEE 
D Gott laß dich erbarmen, 
Die groß Unbilligkeit. 
Umfah uns mit dein Armen, 
In diefer Sfährlichkeit, 
Das wirdein Wort mitganken f 
Betennen vor allen Boͤſckern, 
Zu deinem Lob und Preiß. s 
RE er 34 e 


N 
Bann NN un © 


„Yasr t, 
a, 






er 


Das 118 Lied. 


a ee 3 
r Gott wir thun dich bitten, 
Hurch dein Barmhertzigkeit, 
in Hienern wollſt darbieten, 
Die Waffen deiner Ritterſchafft, 
f daß all Ungehorſamteit, 
dieſen letzten Tagen, 
ech fie werd ausgereut, Amen, 
r Das 118. Kir, 
Fin ander ſchoͤn Lied, Im Thon, 
Komme her zu mir ipindü ꝛc. 


I, 

3 auf, wach auf O Menfchenkind, 
Bon deinem ſchlaff, Hand auf ge⸗ 

ie bin. du ſo verdronen, (ſchwind, 

lt du diefen Tag muͤßig ſtohn, 

d nit ins Herren Weinberg gohn, 

Der dich hat. bruffen laſſen? 


2 
doch Bott gar einfreundlih Mann, 
ze den Weinberg bat aufgethon, 
Nil die zu ihm thun kommen, 
d arbeiten die kleine Zeit, 
in will er bald ein ewig Steud 
Geben mit allen Frommen. 


; | 3. 
ie ſeyd ihr fo,gar ſchlaͤffrig Leut, 
£13 Daß 










es d 


m 


_. u in Bde use m 
Daß ihr nicht möge Die Kleine Ze 
Hen Laft mir willen tragen, - 
Da ewig Freud der Taglohn iſt 
Waͤhrt es Doch nur ein Heine fell 
Geneigt hat fi) der Tage. 


um). RN 

DO Menſch laß dirs zu hertzen John 
Sieh die Fromme Alswätter am, 
Hond den Laft auf fich gnomu 
Zragen viel Jahr und manchen 7 
Lind find dennoch nit worden ſchw 
Biß fie zur Ruh feynd komme 


/ \ 5 
Darzu unfer Here Jeſus Chrift, 
Der unfer Mittler worden ill, 
Kat uns fein Wort gelafien, 
Und uns damit gezeiger an 
Den Weg in diefen Weinberg fehon 
Lind uns gebahnt die Straffe. 


6, 
Wiewohl er ein Sohn GOttes war 
Hat er ein Laſt gantz ſchwer und ha 
Vor unſer Suͤnd getragen, | 
Wie wohl er felbft war grecht und frı 
Sat er Doch folchs aus Lieb gethon, 
Da er ans Creutz ward gfchlag 


$ 


Wi 


ER 
An feinem Leib er tragen hat 









a Das 18 Mid 685 
Fünfer Sünd und. Mifferhat, 
Haß wir der Sind abtamen, 
id lebten nun der Grechtigfeit, 
um O Menſch laf dir ſeyn leid, 
ein Sünd, und thu fie nimmer, 


yentk wie Chriftus glitten hat, 
deine Suͤnd ein bittern Todt, 
Daß du mit ihm moͤgſt leben, 
rum O Menſch Fehr dich behend, 
on Deiner Miſſethat und Suͤnd, 
So werdens dir vergeben, 


— 9. 
ann Chriſtus ſpricht ohn allen ſchein, 
unt all die ihr beſchwaͤret ſeyn, 
Thut euch her zu mir ſchicken, 
ehet mein Zoch, dann eg ift leicht, 
1d nehmet meinen Lat auf euch, 
So will ih euch erquicken. 


IO. 
arum fo ſchicket euch darzu, 
ann daſelbſt werdt ihr finden Ruh, 
Ewig fuͤr eure Seelen. 
edencket am die groſſe Noth, 
nd ſpahrt die Buß nicht an den Todt, 
Hüter euch vor der Hoͤllen. 


x TI. 
08 redt Ehrifius aus feinem Mund, 
h Ara Der 








EL DB 
—— —F BL. 


Der uns hat grufft zur eilfften fi 
Welcher zu init will fommen, 
Und treten in den Weinberg ein 
Der waſch fich vor von Sünden ve 
Sp wird er angenonmen, 


4 A | 2 Ir. i ven u 
Xann dudich rein gewaͤſchen haft, 





So ift dir fehon bereit ein Kaft, 
Das Creutz Chriſti muſt trage 

Bann du Gttes Wort auſſerwa 

Kind dich von aller Suͤnd enthält 
Thut dich all Welt verjagen. 


13, 
Das ift das Joch und auich der Laſt 
Wenn du G&HDfrteg Gebott lieb ba 
Lind Tebft nach feinem Willen, 
Und biſt gedultig in der Moth, 
Und trägfe den Laſt biß in den T 
Wirſt dus Tagwerck erfüllen. 


| 14. 
Melcher fich aber bie verpar, 
Daß er wicht treulich gearbeit Kat 
Den wird es ficher venen. 
Dann er muß leiden groſſe Penn, 
Darzu ewig verlohren fen, Ä 
Beraubt des Herren Treue. 


ER er en 
Dan es wird kommen Diefer — 









” Das ig Sied, 6587 
Reichen niemand entrinnen ınag, 
Daß Gott der Herr wird geben, 
er jeglichen nach ſeimem Werck, 
Darum O Menfch dag eben merch, 
Schau wie du bie thuſt leben. 


16, 
* ſprichſt ja. wohl es iſt ohn Noth, 
aß ich jetzt halt GOttes Gebott, 
Gilt gleich wie ich thu leben. 
J— ich nur an meim letzten End 
ab Reu und Leyd für meine Suͤnd, 
So werdens mir vergeben. 


17, 

Merck auf O menfch, fen nit ſo blind, 

Kehr Dich bey zeit von Deiner Stud, 

Wilt du nicht ewig fterben, 

— Chriſtus ſpricht lauter und klar, 
ß nicht all die prechen, Herr, Herr, 
GOttes Reich werden erben. 


18. | 
GOttes Neich nicht in Worten ftaht, 
Darum greiffets an mit der That, 
Woͤllt ihr mit GOtt Freud haben. 
Wollt ihr ſprechen O Datter mein, 
So müßt ihr ihm gehorfam ſeyn, 
“Und diefen Laft such tragen. 


u 19. 
Chriſtus ſpricht was heiſt ihr mich Heir, 
Be Krs Sp 













' 1:1 SE ic Das 118, Kied, 

So ihr nicht bleibt in meiner Lehr 
Und wolt meim Wort nicht glaube 

Weil ihr mir. nicht gehorfam find, | 

Werdt ihr nicht zehlt fur meine Kind, 

Und fein Theil mit mir haben. 


20. 
Welchen ihr num gehorfam ſeyd, 
Der Suͤnd oder der Grechtigkeit, 
Deß Knecht ſeyd ihr ſchon wordeı 
Dienet ihr hie der Grechtigkeit, 
So ift euch mein. Reich ſchon berei 
‚Dann ich habs euch erworben. 


21. 
Dienet ihr aber hie der Suͤnd, 


So werdt ihr in den Teich geſendt, 

Welcher mit Feur thut brennen, 
Dann der Todt iſt der Suͤnden Sold, 
Welil ihr den Laſt nicht tragen wol 
WMuͤßt ihr ewig Pein nehmen. | 


22. 

Darum bekehrt euch ihr Leut, 

Dann es iſt jetzt der Gnaden Zeit, 
Das Heil iſt euch vor Augen, | 

Werdet ihrs num nicht nehmen an, 

So wird es euch hart reuen thon. 
Merck was die Schrifft thut ſagen. 


23. | 
Es wird noch kommen diefe Zeit, 
Davon 









Yavon der Prophet Amos fchreibt, 
Das werden wird ein Hunger, 
Ber an Wein oder an, Brodf, 
Sondern zu hören Gottes Wort, 
Darum ſammlet im Sommer. . 


24. | 
Darm es wird kommen diefe Zeit. 
Das mercket ihr gottloſe Leut, 
Werdt ihr nicht ſtehn von Suͤnden, 
— werdt ihr lauffen hin und her, 
on wegen eurer Sünden ſchwer, 
Kein Hulff werdt ihr mehr finden. 


| 25. 
Darum werziehets nicht zu lang, 
Auf daß die Sonn nicht untergang, 
- Bier Nacht thus ber gu nahen. 
Darumnehmt euch nichtlänger weil, 
Trett in den Weinberg ein mit Ei, 
Sp ihr Kohn wolt empfahen. 
| 6 


20, 
Alfo redtıder warhafftig Mund, 
Bekehrt euch zu dieſer Stund, 
Verſtockt nicht eure Ohren. 
Verziehets nicht um einen Tag, 
Sondern ſteht von dem übel ab, 
Heut fo ihr mein Stimm hoͤret. 


a 
Darum merck auf O —— 
x er 


* 








Dass ad cm Mr 






So werdt ihr angenommen, 


Der arbeit treulich dieſe Zeit, 





‚wenn 


Be, ’ 






899 Das 118 Kied, | 
Der du noch liegſt in deiner Sind, 
Wilt du ewig freud erben, | 
Sp waͤſch dich rein von deim Unfla 
Beilder Weinberg noch offen ftath, 
Sonft muſt ewig verderben, 











28. | | 
GoOtt ſpricht, ich bin heilig und rein, | 
Darum folt ihr auch heilig feyn, 


Darum merck auf D Menſchenkind, 
Beil du noch liegſt ın deiner Sünd, 
Magſt du zu GOtt nicht kommen 


29. | 

Nun habt ihr all vernommen wohl, ' 

Wie man dieſen Laft tragen poll) =" 

Und zu dem Weinberg nahen, 
Welcher will haben ewig Sreud, 


So wird er Lohn einpfahen. 


30. 
Nun merckt ihr fromme Ehriftenfeut, 
Die ihr ſchon in dem Weinberg feydt, 
Lat euch gar nichts bewegen, | 
Arbeit trenlich ein kleine Zeit, 
Dann unſer GOtt ift nimmer weit, 
Unſern Laſt ab zulegen. 


J | J 
Dann er iſt warhafft und gerecht, 


SF TEU y 
— ————— 






Das 112 Lied⸗ 


— — — —— — 







33. — EN 

Dann es währt nur ein kleine Zeit, W 

Der Seperabend ift nimmer weit, | 
Linfer Ruh thut ſich nahen, 
Welcher nun dieſe kleine Zeit, 

Treulich in dem Weinberg arbeit, 

Her wird die Kron empfahen. 


34; 
Ob ſchon das Leiden Jeſu Ehrift 
Allzeit viel auf uns kommen ift. 
So kommt viel Troſt darneben, 
Darum fen ſtarck du frommer Hauff, 
Trag den Laſt biß ans Ort hinauff, 
Sp erlangft du ewigs Leben. 


35. 
Die diefes Lied geſungen han, 





WR; | 
— Bd. | 






| ee _, 
Die fern in diefem Weinberg fchon, 
Den Laft hands auf fich gnommen, 
Guad,Sried,Sreud und Barmhertzigkei 
Sieg, Uberwindung alle Zeit, | 
Wunſchen fie allen Srommen, 





AMEN. 
Das 119. Kied, 


Ein ander Lied, Im Thon, 
Wie der Hiltebrande. 


3 J ar SE 

J Von Hertzen wolln wir ſingen 

mn. In Fried und Einigkeit, 

Mit fleig und ernſte dringen; 

Zu der Dollkommenbeit, 

Daß wir Gott mögen gfallen, 

Wonrzu er ung will hon, 

" Das meret ihr Frommen alle, 
Laßt euchs zu Hertzen gahn.. 


3 Egtt du wollt uns geben, 
N _ est und zu aller: Stumd, - 

“ - Sn deinem Wort zu leben, 

ZZu halten deinen Bund, 
Wollſt uns volllommen machen, 
In Fried und Einigkeit, 
Daß du uns findelt wachen, 

7 Und allezeit bereit. f 


aan. 26 













Das 119 Lied. 


a — — — 





A 3. an. 
Bann dur num wirſt auffbrechen, 
D Herre Jeſu Ehrift, 
u allen Srommen sprechen, 
Kommt ber die ihr ſeyd gruͤſt, 
ch will euch mit mir führen, 
In meines Vatters Neid), 
Sarinn folt ihr vegieren, 

Und leben ewiglich. 


. 4. 

fin Reich dag EHDtt bereite, 

Da iſt groß Einigkeit. 

tried Freud zu allen Zeiten, 

Ja biß in Ewigkeit, 

Volln wir das Neich erlangen. 
Die groſſe Einigkeit, | 

Rüffen wirs auf Erd anfangen, 
Das wir werden bereit, | 


5; 
Dann unſers Vatters Willen, 
Muͤſſen wir bie geleich 
uf Erd allzeit erfüllen, 
Wie in dem Himmelreich. 
Daun alfo thut ung lehren 
Unfer Herr Jeſus Ehrift, 
Da wir vollfommen werden, 
Wie unfer Vatter ift. 


Ä I Mi , 
Al Die ihr nun ſeyd hoffen Zur 








11 4 — 
a u 















Zu rlangen dieſes Reich, | 
Die Thuͤr die ſteht ſchon offen, 
Das mercket alle gleich, | 
Ber das Neich will ererben, 
Der muß vor hie auf Erd 
‚Des Sleifches halb gar fterben, 
Daß er erneuert werd. 


' | nr 
Mit Fleiß muß er ausfegen 
_ Aus feinem Hertzen thun 
Den alten Sauerteige, 
Darfür einpflansen fchon 
Die Tugend Jeſu Ehrifti, 
Die er uns ſelber lehrt. 
Auf das er werd gerüftet, 
Allzeit auf diefer Erd, 


. EZ) 8, 

So thut zu Herken faflen 
Hie Tugend Jeſu Ehrift, 

Wie er ihm nicht bat laſſen 
Dienen zu jeder Still, 

Er fpricht, ich bin nicht kommen, 
Daß man mir dienen fl; 

Sondern vor alle Frommen 

Mein Leben laffen woll. 


Damit thut er anzeigen 
Denuth und Miedrigkeit, EN 




































EEE 






Das 119 Lied. 
arzu die groſſe Liebe, 
Die er beweifen thät, 
a er auf Erd ift gweſen, 
Bey feinen Juͤngern fehon, 
je Süß that er ihn waͤſchen, 
Zeigt ihn die Liebe an. 

10, 
fo that er ihn fagen, 
Laßt euch zu Hertzen gohn, 
as ich euch jet than habe, 
Solt ihr zum Vorbild han, 
fo folt ihrs erfüllen, 
Einander lieben thun, 
as ift meins Vatters Wille, 
Keiner foll den andern lahn. 


11, 
ie Lieb that er erzeigen 
Hit aller feiner Kraft, 
a er von unferntwegen 
An das Ereub ward gehafft. 
je Lieb ift ungfärbt gweſen, 
Bey ibm zu aller Zeit, 
le die wollen gneſen, 
Muͤſſen ihm werden gleich. 





ER 


— net 


12, 
dolln wir Chriſto gleich werden, 


Muͤſſen wir, zu alle Stund, 


inander lieben auf Erden, 
Bi. Vy 


—— 
im * J 
Bw p 4 


N Fu: 










Ba 
BE Deo, 
Fa nicht allein mit Mund, 
Sondern mit wahrer Thate, 
' Wie dann Johannes fchreibt, 
Welcher nur hebt mit Worten, 
Schau wo die Liebe bleibe, 


13, | 
Bann eine hätt der Welt Güter, | 






Ns Gleih wenig oder viel, 





Und ſeh dabey fein Bruder, 
Daß er Notb leiden will, 
Und thät ihm nicht bald geben 

Die Gab die er empfangen hat, 
Wie wolt er dann fein Leben 
Vor ihn geben in Todt 2 


EHRE: 14, 
Welcher bie in dem Fleinen 
Nicht. treu erfunden wird, 
Und ſuchet noch das feine, 
Das bey ihm wird gefpürt, | 
Wer wolt ihm daͤnn vertrauen, 
Über das ewig Gut? 
Darum laßt uns anfchauen 
Die Lieb halten in hut. 


1 N » 15, | 
Paulus thut uns anzeigen, Ri; 

Durh GOttes Gnad mit Fleiß, 
Daß keines ſuch ſein eigens, 
Darzu auch nicht fein * | 















—— 

A 
RR 

v4 J4 4 






Das nn Lid, ____ 
ondern dag wir bemeifen 
Demuht und Niedrigreit, 
a wir GOtt mögen preifen, 
In Fried und Einigkeit., 
| 6 


10, 
arum ſeyd gleich geſinnet, 
Wie Jeſus Chriſtus auch, 
iewohl er iſt genennet 
Ein Sohn GSttes ſo hoch, 
at ers doch nicht geachtet 
Seim Vaͤtter gleich zu ſeyn, 
ondern mit Fleiß betrachtet 
Unſer Diener zu ſeyn. 


17. 
ann er hat an ſich guommen 
Eins armen Knechts Geftalt, 
uf Erden ift er kommen, 
Verließ fein groſſen Gwalt. 
rt thät allzeit beweiſen 
Demuth und Liebe fchon, 
arum laßt uns auch fleiffen, 
Sein Tugend legen an. 





18. 
uf dag wir mögen halten 
Die Lieb in Reinigkeit, 
uf dafs fie nicht erfalte, 
Bey ung zu Feiner Zeit, 
Sondern viel mehr zunehme 
* 9): 








nz er, > » 
—  . ). Ber 
1.72 







In ung mit gantzem Fleiß 
Daß wir mögen erkennen, 
Was dien zu GOttes Preif, 


29, 

Drum laßt uns fleißig halten 
Die einigteit im Geift, 
Im Glauben ungerfpalten, - 
Wie ung dann Paulus beißt. 
Ja durd) das Band des Friedens. 

seht und zu aller Zeit, | 
Weil wir ſeyn alle Glieder, 
Derfaft in einem Leib, 


20. s 

O ihr geliebte Brüder, 

_ Und Schweſtern allgemein, 

Dieweil wir alle Glieder 
In einem Leibe ſeyn, 

So laßt uns Treu beweiſen, 
Einander lieben thun, 

Dardurch wird GoOtt gepreiſet 
In ſeinem hoͤchſten Thron. 






































| 
| 











—— 
Dann er vor allen Dingen 
Die Lieb gebotten bat, 
Danach mworien wir vingen, 
Allezeit fruͤh und fpat, 
Sie thut das Gſetz erfüllen, 
Wie uns ang'zeiget if, 


— 
U * Bi k 
. . is dl 
i ' ' ’ —* 























; Das 119 Lied⸗ 

— — — en 
ſrum legt an mit Willen 
Die Tugend Jeſu Chriſt. 


2%, 
Ban eine fein Gut: that geben 
Den arınen bin und ber, 
nd feinen Leib darneben 
Derbrennen lich mit Feur, 
md war die Lieb verdorben 
Sn feinem Hertzen gar, 
Bir es alles verlohren, 
Es hilft ion nicht ein Haar. 


| 234 
ann GOtt thut nichts begehren 
Bon uns früh unde fpat, 

Yan dag wir Fleiß anechren, 

Und halten fein Gebott. 
sein Gebort thut uns ſagen, 
Dat wir zu aller Friſt 
inander hie lieb haben, 

Daflelb GOtt gfaͤllig if, 


24, 
Ber fein Nächtten betrübet, 
Den er ficht alle Sit, 
Die wolt er dann OOtt fieben, 
Den er nicht ſehen iſt; 
Run habt ihr wohl vernommen, 
Wie man HOtt lieben fol, 
s mercket all ihr Frommen, 
k 993 














N. ; 
re 










me Daomokid, 1 
Bewaͤhrt die Liebe wohl, } 


25. 3 
Unſer Bitt thun wir tragen 
Vor dich O hoͤchſter GOtt, 
Du wollſt ung nicht verfagen, 
Jetzund in aller Noth. 
Die Lieb in unfern Hertzen 
Ein fuͤrgang laffen thun, 
Wer das begehrt von Hertzen, 
Der greiff es dapffer an. 
Das 120. Lied. 
Ein ander Lied, Im Thon, Wie 
* die Tagweiß von eines Königs | 
Tochter, | a 

















2 a 9 

NOn Hertzen will ich loben 
Den aller böchften GOtt, 

Im Himmel hoch dort oben, 

Er hilfft aus aller North. 
Durch Ehriftum bat er ung erloͤßt, 
Wor ewiglichem Schmertzen, 
Da wir noch Feind ſeyn gweßt. 


2. 

Seht an die groffe Liebe, 
Die Ehriftus zu ung hat, 

Daß er fich felbft hat geben 

J Vor uns biß in den Tod. J 

Durch ihn find wir worden geſund 



























Wenn er kommt in Trübfal. 
Welcher verharret biß ans End 
Der ift schon felig worden, 
50 er Chriftum bekennt: 


\ og, 
Darumb ihr Ehriften ale, 
Mun greiffets dapffer au, 
Bat ung mit reichem Schalle 
Chriſtum bekennen thun, 0 A 
Db es schon koſtet Leib und Gut, ME 

Wolln wirs auf Ehriftum wagen 


Es kommt uns alls zu gut. | 
9— X AR 6. RE i Fr ’ hin | 
Dann GOtt hat uns bereitet ,- M 


⸗ N 
Ein Freud die ewig bleibt, | 
Drum laßt ums redlich ftreiten 
Auf Erd ein Eleine Zeit, e 
Daß wir erlangen die ewig Krom, 
| Die uns der Vatter will geben 
J Mit Chriſto ſeinem Sohn. | 


Gott hat uns auch verbeiften 
1°. Gurc feinen heilgen Beift, 
Er woll uns Huͤlff beweien, 
J In Truͤbſal allermeiſt. 
Wenn wir fein Namen ruffen an, 
4 So will er ung erretten, | 
Und wir ihn preifen thin. J 




















8 

Seyd friſch und unverzaget, 

Ihr liebe Chriſten all, 
Ob uns die Welt verjaget, 
In dieſem Jammeithal, | 

So iſt das Leiden hie auf erd 
Darinn ung Gott probieren, 

Der Herrlichkeit wicht wehrt, 


| 9 
Die uns der Herr will geben 
Mit Chriſto feinem Sohn, 
So wir in dierem Leben. 
Sein Zuͤchtigung nehmen an, 
Darzu er uns beruffen bat, 


* 




























wir — — meiden 
geben und * — ih 


Ir Chriſto Ye will werden 
In feiner. Herrlichkeit, vr 
er muß vor bie auf Erden 
Wandlen zu aller Zeit, | 
hie Ehriſtus felbft gewandelt bat, 
x Sn Grechtigkeit und Warheit, 
zu in — Hi an > 


anncd, ward er "gefehlagen. 

Ans Creutz von dieſem ehlecht 
** in dieſen Tagen 
Verfolget ſeine Knecht. 
delcher jetzt Ehriſto folget. nach, 
Der muß von diefer Welte 
eiden viel ig “wi Schmach. 





Meweils unſerm Vorgänger 

Alſo ergangen ift, u 

o Bun wir daß der Sänger | 
Nicht übern Meifter iſt. | 

E wol wirg willig nehmen an, 

Dann wer Ehriftum befennet, 

dem muß es ke gohn. 


) * laßt uns mit Freuden ab 273 ‚ih 
—* Y95 Ce 



















 Shriftum b befennen th hun, 
Wer ift der ung will ſcheiden 
Von Gottes Liebe fchon? 
Ereuß, Trübfal, oder Traurigkeit, 

Froſt, Hunger oder Blöfe, 
eur, Warfer, oder Schwerdt? 

14 

Oder was will man nennen, 
Das ums abfehröcden möge 
Durch Ehriftum wir überwinden, 

Er ift Die Thür und Weg, 
Die Warheit und dag Leben gut, 

Welcher in ihm thut bleiben, 
Wird haben und Muth. 


Dann Chriſtus m ihn führen 
In feines Vatters Reich, | 
Wird mit ihme regieren, | 
| 

| 


| 4 14 —* _ Das ı 120. 
.) 
| 


Und leben ewiglich. 
SeinThräne wird er ihm abwaͤſchẽ thi 
Und ihn alls Leyds ergoͤtzen, 
And ihm geben * Kron. 


er alſo uͤberwindt, 
Wie ich uͤberwunden habe, 
Und mich willig bekendt, 
Und iſt gedultig biß in Todt, 


Wie uns Chrifius hut fagen, 
















Denfelben will ich führen 
n die heilige Stadt. J 
| vo 


. Ip ö 
ie Stadt ift heilig gnennet, 
Die GOtt bereitet hat 
jenen die ihn befeimen, 

Und halten feine Wort, 

in unreiner wird kommen drein, 
‚Nur die rein ſeyn von Yerken, 
jie werden drinnen ſeyn. 


m - 1 8. f 

ie werden ihn auch ſehen. 

Wie er geftalter if, 

Ind ihm groß Lob verjehen, 

Zu ewiglichlicher Stift, 

Sie fennd erlößt von ewiger Pein, 
Kein Leyd wird fie berühren, 
kein Schmertz wird mehr da ſeyn. 


N 19, 
Mo werden die Srommen 
In ihres Vatters Reich 
deuchten recht wie die Sonne, 
Und ſeyn den den Engeln gleich), 
gegen wird das gottloß Gſind 
eworffen in den Teihe, 
Der mit Feur und Schweffel brennt 


1 J 
Darum O Menſch merck eben, 
u." | Laß 






IR. * * Mo * 
KR J — 
BD u * 

705 








Das ı2ı Lied. 
Laß dirs zu Hertzen gehn. | 
Dann diefer Welte Leben 
Das muß zu boden gehn. 
Ber aber Gottes Willen thut, 
Derfelb wird ewig Teben, 
Und Haben Sreud und Muth. 


ZI, 
Merckt auf ihr Dölcker gleiche, 
VWVerlaßt euch nicht aufs Gut, 
Hütet euch vor dem Teiche, 
Der ewig brennen thut, | 
Stellet nach dem dag ewig bleibt, 
Dann die Wolluft auf Erden 
Waͤhrt nur ein Kleine Zeit. | 


272, | 

So habt nicht lieb die Welt, 
Noch was in der Belt ift, | 

Gold, Silber, Sur und Gelte, 
Darzıı die fleifchlich Lüft. 

Dann ſolches alles wird zergehn, 
Aber des Herren Worte 

Das bleibt ewig beſtehn. 


Das 121. Kied, 


| r — 
Ein ander Lied, in des Joͤrg 
Wagners Thon. 


L, | 
ro, GOttes Namen bebn wir 4 









































| WE 7 
"wolluns Huͤlff und Beyſtand thun, 
Haß wir fein Zeugen bleiben, 
aller Trübfal big in Todt, 
Daß wir von ihm nicht weichen. 


: Z; 
) laßt ung Chriſtum ſehen an, 
16 wir bleiben auf feiner Bahn 
Wie er uns vor ift gangen, 
Kt uns ihm treulich folgen nad, 
Haß wir dag Ziel erlangen. 


3. 
ißt uns auch eben fehen auf, 
aß uns nichts binder an dem Lauf, 
Laßt ung alles ablegen. 
ann wer Ebrifti Juͤnger will feyn, 
Fer muß fich allg verwegen. 


| i 4. 
[I zeitlich Gut, auch Kind und Weib, 
jarzu auch feinen eignen Leib 

Muß er Ehrifto ergeben, | 
md fo er bleibt in Gottes Lich, 
Wird er ewiglich leben. 


5. 
Jarum laßt uns GOtt, lieben thun, 
Ind feinen Namen rufen an, 
Und laft uns nicht gedencken, 
m das ſo in der Welte ift, 
Dann 88 ift allg zerganglich. 









Und 


I Das 121. Lied 
Und wer die Welt nicht Ean verlat 
Und thut dem Geitz noch bangen « 
Der ü von GOtt verlaffen, 
Wer aber Gottes Diener ift, 
Der wird daß alles haſſen. 








{ en 
Dann Chriſtus hat gezeiger an, 
‚Niemand zwenn Herren dienen Er 
Er muß einen verlaffen, | 
Den einen muß er lieben thun, 
Den andern muß er haften 
RN. 8. | 
Drum wer Ehrifti Diener will fey 
Der geb fich nur willig darein, 
Verfolgung muß er leiden. 
. Darum er Ehrifto folget nach, 
Und thut das Libel meiden, 


Derfelbig wird gar bald veracht, 


Mit Chriſto muß er leiden Schmach 





Don diefer argen Welte, 
Die ihr Hoffnung fest auf groffes Gu 
In Silber, Gold und Gelte. 


ro, 
Aber das alles wird zergahn, | 
Und wer fich darauf wird verlahn 
Der wird darinn verderben, 















Das 121. Kied, 09 


"ee fibon Haitt die gamte Belt, 
Muß er zu letzt doch fterben, 
x | I 


Be. N, 11, 
as hilft ihn dann fein groſſes Gut, 
amit er feine Seelen fehaden thut $ 
Womit will ers erlöfen ? | 
düufft ihm kein irrdiſcher Schatz, 
Er mag nicht mehr geneſen. 
12. 
un ſeht das Evangelium an, 
a8 ung ſagt von dem reichen Mann, 
Her alfo muß verderben, | 
a er wolt leben und frölich ſeyn, 
Da muft er gar bald fterben. 

J 


3. 

fo wirds allen denen gohn, 

ie ihnen hie Schaͤtz ſammlen thun, 
Und Gottes Wort verachten, 

nd ftellen mehr nach zeitlich Gut, 
Das Ewig nicht betrachten, 


14. 

arm hat GOtt geoffenbahrt, 

md laͤßt verkünden feine Wort, 
Welcher's nun will annehmen, 
jet muß Chriſto bie folgen nad), 
Und fich feins Creutzs nicht ſchaͤmen. 


15, 
Bie uns Ehriftus thut zeigen am, 
Bi). 8 Wel⸗ 











ER | 
Denſelben bat er zugefeit | 





nd TER Un 
vo Das 
Welcher hie etwas thut verlahn, 

Bon wegen meines Nameng, 


Und mich bekennt vor dieſer Welt 
Dep will ich mich nicht ſchaͤme 
’ | 


s 16. 
Ich will ihn auch bekennen thun 
Vor meim Vatter im Himmels thre 
Mit mir ſoll er regieren, 
Er_ wird haben ewige Sreud, 
Kein Leyd ſoll ihn berühren. 


17 
Das iſt der Schatz in Ewigkeit, 
Den GoOtt der Herr ſelbſt hat bereit 
Denen die ihn bie lieben, 4 
Und bleiben ſteiff in ſeinem Wort, 
Und ſich darinn thun uͤben. 








Groß Fried und Freud in Ewigkeit 
So ſie hie überwinden, : 
In Jeſu Ehrifto feinem Sohn, 
. Und iyn willig bekennen. 
| 


19, | 

Welcher mit Ehrifto überwindt, 
Der wird ewig nicht mehr geſchaͤndt 
Die Kron wird er erlangen, 
Die Ehriftus ihm verbeiffen hat, 
Die wird er fehon empfangen. 
220. Daru 



























Das 121 Kied, "ız 
Be 000 

rum fuͤrcht dich nicht du Eleine Herd, 
b du ſchon veracht bift auf Erd, 

Gott wird dichs wohl ergoͤtzen. 


will dir gebn das ewig Reich, 
Darein will er dich feßen. 


j 2.7. ' 
der das Reich will ererben thun, 
er muß die Welt hie gar verlobn, 
Und fich in Gott ergeben, a 
tut fich verlahn auf Gottes Wort, | 
Und darnac) allzeit leben. | 


22, 
ann Ehriftug ſpricht ohn allen ſchertz, 
30 dein Schatz ift, Da ift dein Hertz, 
Darum O Menſch merck eben, 
as du ergreiffſt den rechten Schaf, 
Er gibt dir ewigs Leben. 


Re: 23. 

Jyarum ihr Ehriften allgemein, 
jie ihr jest Gott ergeben ſeyn, 
Die Lieb lage nicht erkalten, 
n allem Trübfal Dig in Todt, 
Daß ihr den Schak bebaltek, 


24% 
0 bitten wir den höchften GOtt, 
yer ung diefen Schat geben bat, 
Der helff ung durchhin dringen, 
" 33 Das 


j 





4 | Das 12 122 2 Kid. 


- Daß wir ihm in Gerechtigkeit. 
Das Opffer N bringen, 


GoOtt fen Lob Chr und Preiß geſeit 
Von nun an biß in Ewigkeit, 
Um dieſer Gutthat willen, 
Was er in uns angfangen hat 
Woͤll er mit Gnad erfüllen, Am 
Das 122. Lied. 


Ein ander Lied im Thon, Menſi 
DR wilt ſelig ſeyn. 


eye ſey Gon im hoͤchſten zon 
Der uns hat auserkohren, 
Hat uns ein fchönen Rock anthon, 

Daß wir feyn u gebohren. 


Das iſt das recht Höchzeitfich Kleid, 
— Gott ſein Volck zieret, 
Die Hochzeit des Lams iſt ſchon beit 
Die Scommen BU zu führen. 








Freut euch ihr fiebe Chriſten all. 
Daß euch Gott bat angnommen 
Und euch bereit ein ſchoͤnen Saal, 
Darinn wir * konmen. 


Mit ihm halten ons Abendmaal 




































N — a 
— — DEE 


itet. 


Welches er hat bereitet | 
men die. leiden viel Trübfal,, 
Um feinet willen ftreiten. 


—4— ale R J 5. : h a % Br h i 

eu dich Zion du heilige Gmit 

Dein Braͤutgam wird schier Fomumeil; 

er dich hat gmacht von Sünden rein, 

Das Reich har er ſchon gnommen. 

N » Bi 6; WS \ ji De 
Stadt die har er ſchon bereit, 


k 


Da du folt ſicher wohnen, 


r gibt dir auch ein neues Kleid, u 
Bor reiner Seiden ſchone. 4 


k WIR. 
Sie Seid ift die Rechtfertigkeit, 
Der heiigen bie auf Erden 
Belcher fich jetzt damit betleidt, 
Der muß verachtet Werden, 


Selig ift der da wachen thut, 
Und ſich allzeit bereitt, 
Ind hält die Seiden wohl in hut, 
"Damit er iſt bekleidet. 


Belcher fich aber nicht bekleit 
Mit diefer reinen Shen 
— ſelb — a en. 
Ewig Pein muß er leiden. Mi 
Eee 0 








Am 
Br 








a. Das 122 Kied, 





Io, 
Alſo Hat unfer König ſchon 4 
Ein Kleid mit Blut gefprengetz 
‚Der uns aus Enad hat gnommen; 
Drum wolln wir Gott lobfinge 


II, 

Mann der König aufbrechen wird, 
Mit der Poſaunen Schalle, 

Alsdann werden mit ihm geführt 
Die Auserwählten alle, | 





: 12, “| 

AN die ihr Kleid gewäfchen han, 
Mit Blut wieder gefprenget, 
Die werden auf die Hochzeit gahn 
Her Bräntgam wird fie Fennen, 


— 

Dann gleich wie er felbft iſt beklei 
Alſo die er bat gladen, 

Die bat er auch mit Fleiß bereit, 
Drum mag ihn niemand fchadt 


ner I4. h 
Selig feynd die da gladen fennd 
Zu diefem Abendmaale, | 
Und alfo bharen biß ans End, 
In alleriey Trübfale. 


I 15, er 
AU die behalten dieres Kleid 
In feinen Weg verichen,. 1 






































0 Dam Te 
rn bat der Herr ein Krom bereit, 
Die will er ihnn auffegen. 
Bor diß Kleid nicht an wird hon, 
Wenn der König wird fommen 
rielb muß zu der Lincken flohn, 
Die Kron wird ihm genommen, 


RL a RE a! 
wird ihm binden Hand und Süß, 
Weil er nicht it bekleidet, 

id werffen in die Sinfternüß, 

Bon diefer groffen Freuͤden. 

en ER 


um Zion du heilge Hmein, 
Schau was du haft empfangen, 


— und bleib von Suͤnden rein, 
S 















So wirft die Krom erlangen. 
we - RE re ci iu 4 Hl 
er wird Erönet vor der Zeit, _ MM 
Wer die Kron will gewinnen, a. 
A daß er nur vedlich ſtreit, 

Mit Ehrifto big ans Ende 


20. 
| die in Truͤbſal hie beſtohn, 
Und alſo überwinden —_ 
er will. fie feheiden von der Kron? 
Kein Menſch mags ihn'n mehr nehmẽ. 
UNI Not 








e,*® 


3 i +7 Fr 4 
9716 . Das 123 Lied. 1 


J 

Gott fen Lob Ehr und Preiß gefagı 
Ä Der uns bekleidet mit Seiden, 
Und bat uns auch würdig gemacht 
Um feiner willn zu leiden. 


22, 
Wie. Ehriftus felbft gelitten bat, 
Da er am Creutz mußt baugen, 
Alſo es jest den Frommen gaht, 
Sie leiden groffen Zwangen. 


23, | 

Bir bitten dich O Herre GO, 
Erloͤß all dein Gefangnen, 
Thu ihn'n Benftand in aller Nord 
Day fie die Kron erlangen, Am 
Das 123. Kied, | 

Ein ander Lied, im Thon, Ach GL 
wem toll ichs Elagen, das heimlich 2c, 








—J J 
Pa GOtt daß ich moͤg fingen 
Von Hertzen ein neues Lied, 
Dein Lob und Ehr verkuͤnden, 
Sagen von deiner Güt, . .) 
Und deinen Namen [oben EN ı 
Al Stund und Augenblich. 
Im Himmel hoch dort oben, 
Horr EDft- dein Geift mir - 
' LT 


% 4 




































' 4 
= iD0 


Be a lege 2. — Mn. 
un merckt ich will euch fingen 
on einem Garten ſchon, 
er allegeit thut Brimaa... 2.5 
Sein Frucht die drinn thut ſtohn. 
r ift gan wohl gezieret, 
Luſtig zu eben am. 

arinn geht auch fpaßieren 
Die Herrlichkeit GOtts ſchon. 


” * N EEE 3. - 

en Garten er erleuchtet 
Mir feiner Helln Klarheit, 

or feinem Glans mug weichen 
Die Sind und all Boßheit. 
tichts inreins mag, er leiden, 

In dieſem Garten ſchon. 

Ethut es bald austreiben, 

Wills gar nicht bey ibn ben, 


ki rn: te i 
lo bat GOtt der Vatter 

ODurch fein beiliges Wort 
zepflantzet diefen Garten, 
An ein luſtigen Ort, 
Belcher fein Frucht thut geben 

Zu rechter Zeit mit Luſt. 
arum D Menſch merck eben, 
Was für ein Gar diß iſt. 
a gi 


Herr hat anch erſchaffen Den m 





8 








= 4 
x 
«#3 


u Das 123 Lied 1 
Den Menfchen rein umd gut, | 
Nach feinem Bild gemachet, 

Wie die Schrift melden thut. 
Hat ihn darnach gethone j 
In dieſen Garten fein, 
Den folt er pflantzen ſchone, 

Er ſolt fein eigen ſeyn. 


| 6. 
Die Frucht die ſolt er effen, 
Huaben zu ſeiner Speiß, 
Darneben nicht vergeffen, 
Bas ihm Gott fagt mit fleiß, 
Den Baum mitten im Garten 
Solt er nicht greiffen an, | 
Den bat ihm GStt verbotten, 
Er ſolt ihn laſſen ſtahn. | 


* | 

Der Herr that zu ihm ſprechen, 
Im Garten mit gantzem Fleiß | 
Eo du vom Baum wirft brechen, | 
Lind effen dieſe Speiß, | 
| 
! 








Co wirft du des Todts fterben, 
Gleich an demfelben Tag, 

Gaͤntzlich muſt du verderben, 
Merck auf was ich Dir ſag. 


nn 8. 
Alſo gebott der Herre | 
Dem Menſch mit gangem Fleiß, 









a A 

























RER N D * ug FORTRR * SR! TR BON J 
— 
123. 19 
N * 
J 


ein Stimm ließ er ihn hoͤren, 
Wohl in dem Paradeiß 
Beil er fein Wort that halten, 
War ihm gant wohl und recht, 

a lugt der Satan balde, ek 
Wie er ihn fallen mögt. 


| ER REN a! 
er Menſch ließ füch verführen, 
a effemidiege Sp 9°. 
ie ihm Doch Bott der Drei 
Verbott mit gantzem Fleiß. — 
ls er davon that eſſen, 

Da ward er bald gewahr, 
r hätt fich zweit vermefien, 
Darum er fich verbarg. 


JJ—— 
er Menſch hatt unrecht thone, 
Darum verbarg er ſich, 
ermocht nicht mehr beſtohne ® 
Vor Gottes Angeficht, u 
ann er war bloß umd nacket, 
Fuͤrcht fih vor Gottes Stumm. 
Sci Augen worden wacker, 

Daß er erkandt feine Suͤnd. 
NE  Z a, 

Yieweil er ab hast brachen. 

Von der verbottnen Speiß, 

Jar Gott zu ihm geſprochen, 
m, 385 DM 






BIER? 
9* 
ie 4 >63 & 
wi de 


= 2, 


0, 
mo Das 123. Sid, 


— un 
' 








» Du muſt aus dem Paradeih, 
Derflucher fey die Erde 
Don wegen deiner Sind. 
Dein Speiß foll dir ſaur werden, 
Und bift des Zorens Kind, 


1 I2, 
Alſo bat GOtt der Herre 
Den Garten mit allem Fleiß 
Verſchloſſen und verfperret | 
Den Weg ins Paradeif, 
Hat er gan wohl verwahret, 
Mit eim feurigen Schwerdt, 7 
Daß nichts unreins drein fähret, 
Allhie auf diefer Erd, 





13, 
Niemand mocht hinein kommen, 
In dieſen Garten ſchon, | f 
Das hab ich wohl vernommen, 
Kein Menſch mocht ihn auftbun, 
Da bat fih GOtt erbarmet | 
Liber fein Volck auf Erd, | 
Die Elenden und Armen | 
Hat er ide Bitt gewährt 
1 | 


4) | 

Auf daß nicht würd verlohren N 
Der Fromme mit den ſchalck, 
Darum iſt ung gebohren A | 
Chriſtus von einer Magd, 


7 












































hu GOttes genemmet, 





er Sohn GOtte 
Ein Herr Himmels md Erd. 
ut Menfchlich Gftalt angenommen 
Der edel König wehrt. 


ER I | 
t hätt wohl mögen bleiben 

In feiner Herrlichkeit,. | 
us lauter Mnad und Liebe 
Hat er uns zubereit J 
Jen Weg zu dieſem Garden, 
Daß wir kommen hinein, 
u dem ewigen Vatter, 
Und allzeit bey ihm ſeyn. 


Fr hat uns angezeiget h 
Durch fein Barmberbigkeit, 
Den warhafftigen Wege, 
Der in den Garten lei, 
Fr iſt ihn ſelber gangen, 
Heißt uns ihm folgen nach, 
Viel ſtreich hat er empfangen, a 
arzu auch Schand und Schmach. N 
; 7 1 * 


5 ’ jaN 

Sr if der Meg zum Garten, 

Und auch die Thin allein 

Durch ihn kommt man zum Datter, 

Sonft mag niemand hinein. 
re has allein ven Schläffe, 


8 





EN ; 


m BG 








m Dana | 
Der uns auffchlieffen fan, 
Niemand mag mehr zufchlieffen,. 
Beil er hat aufgethan. | 


18.0 —— 

Nun ſpricht er zu uns allen, 

Kommt her zu meiner Ruh, 
Die ihr leidet Trübfale, | 
Ber meinen Willen thut, | 
Derfelb wird ewig leben, | 
In diefem Garten fehon, A 
Groß Freud will ich ihm geben, 
Die fein Menſch erzehlen kan, 


19, —* 
All die zu ihm ſeynd kommen 
Mit rechtem Ernſt und Zeig, 
Die Hat er angenommen, 
Fuͤhrt fie ins Paradeiß, 
Aus dem vor ward verftoffen | 
Der erſt Menſch Adam gnennt, 
Nach ihm ward es verſchloſſen 
Von wegen ſeiner Suͤnd. 











J 20. 
Wiewohl er ift geweſen 
Der erſt erfchaffen von GOtt, 
Mocht er doch nicht genefen, | 
Weil er gefünder Hat, r 
Darum er nicht thaͤt halten, | 
GOttes Gebott mit Sieh, 
Ward 


























a a ee *4 al 
& r " vu 
p VI LK. a 
A 44 ! 
— — — —— — — — ————————— 
* — 


ad € 





ie halten feine IBorte 
Mit fleiß zu aller Zeit, 

ichts unreing will er haben 

In dieſem Garten fein, | 
as merckt ihr fiolße Knaben, 
Die ihr wolt Suͤnder ſeyn. 


seht an des Herren Worte, MR 
Don anbeginn der Welt | 
Belches an manchem Orte 

Alſo klaͤrlich erzeblt, . _ 
aß GOtt der Herr hät ſtraffen 
Die Gottlofen allzeit. | 
[cht_Eeinen grofen Hauffen, 

Der ihm zuwieder ſtreit. 


Fr ift von Anfang geweſen, 
Und wird fern biß ans End, 
Yaf; einer mocht genefen, Me 
Der bharret in der Suͤnd 
Im grofien Tag des Herren 
Wird Fein Sünder beftohn, 
Darum thut euch befehren, 


#7, r 
Br 


3: li Das 1; Kid, | 


RB hr das Leben han 


A 24. 
GOtt will Feinen Gottlofen 
In diefem Garten bon, 
Er bat allzeit verftoffen - 
Die imrecht haben than, 1 
Der Grecht wird kaum erhalten, 

R Bo will der Sümder bfiohns 
- Darum befebr dich balde, 
Wilt du das Leben bon. 


25. 4 
Das laßt euch gehn zu Hertzen, 
Idhr Voͤlcker allgemein, J 
Vermeidt ewigen Schmergen 
Waͤſcht euch von Sünden rein, 7 
Danı GOtt bat fein gefallen 
1 An des Gottlofen Todt, 
EEr will das fie ſich alle 
| Hüten vor groffer Noth. 
26 


Barmhertzig ift der Herre, 4 
Er mag wohl ſehen zu, | 
Die fih zu ihm befehren, | 
Den gibt er ewig ruh. 
Er wird auch greulich ftraffen, 
- Die ſeim Wort zwider ſeyn, 
Nemlich den groſſen Haͤuffen, 
Der bharret in der Sund. 
27. #3) 


\ 

| 

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} 

| 

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nr 2 £ Bi. ha a R i 4 

— 






























[2 


ß 








Don deim 8 
iemand wird hinein Formen 
In dieſen Garten febon, 


ann mur allein die Frommen, 


Die GOttes Willen thun, 
ie werden drinnen wohnen, 
Und haben grofie Stud, 
en dieſem Waſſerbrunnen, 
Der in dem Garten ſteht. 


| — 523 
die werden GOtt ſchauen, 
Die rein von berken find, 
reundlich wird er empfahen, 
Wie ein Vatter fein Kind, 
Bird ihm die Kron auflegen, 
In diefem Garten hen. 
Bird fie. alls Leyds ergoͤtzen, 


"Groß Freud werden fie hon. 
Daum freuet euch ihr ztommen, Lobt Fi 


u | ae ) #271 J 9 i ' i N 
um O Menfch merck eben 


etrug und Lift, | 


* 





we Das 123 Lied, | 

Lobt GOtt zu aller Stund, _ 
Daß er uns an hat gnommen, 

Mit uns aufgericht fein’n Bund 
Und hat unsungezeiget 5 
Den Weg ins Daradeiß, 
Darum will ich mich neigen, 
Ihm fagen Lob und Preif. 


| | Bine 
Sch will alles vertaffen 
Bas bie auf Erden if, » 
° Daß ich bleib auf der Straffen, 
Jetzt und zu aller Friß, 
Daß ich komm in den Garten, 
Mit allen Frommen fchon, 
ZZu dem ewigen Batter, 
Der mich hat guommen ai. | 








| 32, 
Ben ihm ift ficher wohnen, 
Er bat ein ſchoͤnen Plan. 
Dafelbft werden die Srommen 
Allzeit ihr Kurtzweil han. 
Der Gottloß wird verftoffen 
In die ewige Pein, | 
Die Thür wird ihm verſchloſſen, 
Daß er nicht kommt hinein. 





eg 33. ß N 
Nun habt ihr wohl vernommen 
Welcher aufmercken will, 


J 


































ie man hinein foll kommen, — — 
Darum bedarffs nicht viel, Be 
it nicht guug mit Worten 
Greiffs nur an mit der That, 
olt ihr gehn in den Garten, “ 


— — — — 


en a * 








Weil die Thuͤr offen ſtath. 

Das 124. Lied. 
Ein ander Lied, im Thon, 
Ich ſtuhnd an einem Morgen, 
7 heimlich an, ꝛc. | 





\ 2; a? 

Hr Kinder Gottes alle, 
Die ihre Gott folget nad), 
ut feinen Wohlgefailen, 
> leide darum viel ſchmach, 
ſeyd nun ſteiff auf diefer Bahn 
as GOtt über euch läßt fominen, 
Das nemt mit Willen an. | 
| 2. 
jerffet all eure Sorge, 
Auf den warbafften GOtt, 
ann er will für uns ſorgen, 
Allpie in aller Not, 
n ſeynd all Ding gantz wohl bekandt, 

arum laßt uns erniedrigen, 
iter fein gwaltig Hand. 


f daß er TR 
u 7 gs: Wenne = 


m 


%: 
— 


2 Das. 124 Lied 
Wenns ihn duͤnckt rechte Zeit, 
Die wir jest fennd verſchmaͤhet, 
Er ift von uns nicht weit. | 
Er will uns helffen aus aller Pe 
Drum wollen wir ihm dienen, 
Und ihm gehorſam fenn. 


4. 
Bas.er nun ber thut ſchicken, 
Feuer Waffer oder Schwerdt 
Gfaͤngnuß Trübfal und Stride, 
Daͤrdurch wir werden bewährt, 
So laßzt euch nur nicht ſchrecken € 
Es gſchicht ung alls zu gutem. 
Als ich vernommen hab, 4 


5, — 
Dieweils GOtt hat verordnet, 
Und ibn alfo gefällt, 
Der ung bat neu gebohren, 

Und hat uns aufferweblt, 
Dieweil er uns hat gnommen any 
So werden wir gehaffet 
Saft fehler von jedermen. 

I: 








| 

Es ift alfo erganıem. | 

Wie dann geſchrieben ſtath, 
Mit Abel hats angfangen 

Da er GoOtt gfallen bat, . 

Da mußt er leiden groſſe Noth J 


Se, 








Be ee 
m. 
% 






Bon feinem eignen Bruder, 
er ihn hat gſchlagen ztod. 
arnach alle Propheten, 

Und andre Frommen auch, 

tlich that man ertödten, 





Andern bond fonft viel Schmadh, A 


ech angftundnoth,ereugumdtrübfe, 

Sind fie worden probieret, 
die Gold im Feur fieben mahl. 
Aa, n — 


I werden die Frommen 
Allhie auf Erd probiert, 

aß ihr Glaub werd erfunden 
Kein, lauter und geziert. | M 
ber nach dieſer Eleinen Zeit | 
Werden fie fich ewig freue 
fit unauffprechlicher Freud. 9* 


Bie viel ihr ſeynd geweſen 

‚Dre Gott gefallen ban, 

Jaben nicht mögen gneſen 

Bor dem falſchen Satan, 
Belcher jetzt auch in diefer Zeit 
Mit allen feinen Knechten 

Bieder die Chriſten ſtreit. 


192"! 
pn Urſach thut er han 
EB Ana, u DM 


— 





"# 1 GE men: g 
| me ___Desustis, 
Die Gott hat aufferkohen, 
Dieweil er ift verftoflen, a 
Hart er ein groffen Zorn, 
Aus eitelm Neid und Libermuth 
Thut er die Frommen haſſen, 
Doch gſchichts ihn alls zu gut. 





Il, 
Darum ihr Aufferwählten, 





Ihr Kinder GOttes rein, 
Die ihr nun von der Welte 4 
Leidet viel Schmach und Pein, 
So laßt euch das nicht nehmen fremb 
Dann Gott der Herr probieret, 
And zuͤchtigt feine Kind, 
12 


Darum merckt auf ihr Frommen, 
SOSie ihr GOtt ghorſam find, 
Weil er uns an hat grommen, 
Strafft er uns als fein Kind. 
Dann weichen der. Herr lieben thus 
Den will er freundlich ziehen, 
Streichen mit feiner Ruth. 


13. | 
So wir die Surcht annehmen; \ 
Erbeut fih GOtt der Herr. © 
Unſer DBatter zu feine. 9 
Darum gebt ihm die Ehr, 
Nenmts mir Gedult und Willen no 


22 * 
* 








Kein Sind hat er gethone, 
ie Warheit gredt all Stund, 

| mE 
arum ward er verachtet 
Bon dem gottlofen Gfind, 
gelches mit fleiß betrachtet, 
Wie es ein Urfach find, 
amt es ihn mögt bringen um, 
Aber fie hond nichts Funden, 


ann. er war grecht und fromm. ’ 
Ph, * um. 


| Io. 

och hond fie ihn getoͤdet, 
Gecreutzigt ohn Urſach. 
o gehts im dieſen Zeiten, 
Den die ihm folgen nach, 


sie muͤſſen ibm werden geleich ; 


In Trübfal hie auf Erden, 
arndch auch in ſeim Rech, 
NE NE 

“ Vorbild iſt e 

CR s — jr | A 


r worden 






# 










DURR,. 
Na 


x 


a3. De 





⸗ ‘7 > 
er 4 ] — * 

— 9* > 

D ® : 


732 Das 124 Kied, a 
Der edel König wehrt, - ' 1 

Er iſt der erjigenohren, 
Linter viel Brüdern auf Erd, 

Er bat gelitten Ereuß und Schmac 
Und uns ein Vorbild geben, 

Daß wir ihm folgen nad). 

| 8 


1% 18. 
Wie er in dieſem Leben 
Seim Vaͤtter ghorſam gweßt, 

Und ſich in Todt ergeben 
Damit er ung erlöft, | 
Beil er fich felbft erniedrigt hat, 
So bat ibn GEgtt erhoͤhet, 
Wie dann geſchrieben ſtaht. 


19. 
Hat ihm alls übergeben, 
Im Himmel und auf Erd, 
In ihm hond wir das Leben, 
Und die ewige Sreud, 
Ber fich alſo erniedrigen thut, 
Hen will er auch erhöhen, 
Halten in feiner Hut, | 
i 20, 
Darum laßt ung gedencfken, 
Wie ums Die Schrift zeigt an, 
Daß uns Gott alls will ſchencken, 
Mit Ehrifto ſeinem Sohn. 
Sp merckt nun wohl und denckt SE 
ie 
































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NER NN RBes ne — rg ‘ NY RE TO RLAN \ 
9— 4 J ee — * 
MDas 12 
— J J Zap g 4 hi 
fi 


fies Chriſto ift ergangen, - 
o wirds uns auch ergahn. 


DL, 
ieweil nun alle Srommen, 
Und Jeſus Ehrifus au, 
fo zu GOtt feynd fommen, » oo Me 
Yurch Ereutz Trübfal nd Schmach 
ſt ung damit gezeigt a, 09... 
Daß wer zu GOtt will fommen, 
urch Truͤbſal muß eingahn. 


aa Be 
ie ung Ehriftus thut fagen, 
ch bin der Weg und Thin, 
3ies mich erwürget haben, 
So feht euch eben für, | 
fo wird es euch auch gan 
Wer euch tödt, Dev wird meynen, 
ab Gott ein Dienft gethan. | 
rl, a2 
50 feynd nun unverzaget, 
Und nemts mit willen an, 
solches thu ich euch ſagen, 
Daß ihr gedendt daran 
hr werd weynen und traurig ſeyn, 
Aber die Welt fich freuen 
in aller eurer Pein. 


Br 2 ‘ 24, 
bo ſeyd nun wohl getroͤſtet, 
BE’, ,.0d804 





Ihr 


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I 


734 ____ Das 124 Kied, 2 
Ihr Liebe Kinder mein, a 
Ich will euch fenden mein Geiſte, 
Soll ewig bey euch fern. 
Dann will ic) euch nicht wänfen Tohı 
Ob euch die Welt thut daffen, 
So wii ich bey euch ftohn, 





25. 
Dann ich hab überwunden | 
Die Welt und all mein Zeind, 
Drum wil ich zu ench kommen, 
Wann ihr fo traurig feymd, 
Eur trauren foll fich kehrn in Freud 
Die euch niemand foll nemmen, 


Biß in die Ewigkeit. 
26)? | 
Darum ihr Chriſten alle, 4 


m. Rafts euch zu Hertzen gobn, 
Die ihr leidet Trübfale, 
h GOtt will ung nicht verlohn, 
So wir dem guten kommen nach, 
Sp will er ung erlöfen 
Aus aller Schand und Schmach. 





L7R 
Er will ung auch bewahren, 
Halten in feiner Hut, 
Was uns nun widerfahree 
Das gſchicht ung alls zu aut, 
So wir bleiben in feiner Lieb, RN 






































Wie er uns hat geliebe, 
Dgeit in feiner üb. 0. 
Ag | a a 


ihr geliebte Brüder, Ä 
Und Schweitern allgemein 

ie ihr ſeyd Chriſti lieder, 
Bon feinem Fleiſch und Bein  — 
v legt nun an Sanffrmütbigkeit, 
Gedult, Langmuth und Treue, 
arzu auch Freundlichteit. 


E WI 

ber vor allen Dingen 

Legt an die Liebe don 

ardurch wir überwinden 

Allhie auf diefer Bahn, 

Sie iſts Band der Bolllommenheit. 

Die Liebe iſt GOtt feld, 

Sie bleibt in Ewigkeit, i we 
| I 


En 30 “ 
)rum laßt fie nicht erfalten 
Sie ift der hoͤchſte Schatz, 
sch Hoff fie werd behalten 
Den Sieg in unferm Herb 
)Rum legt den Schild des Glaubens u, N 
Damit wir aus thun loͤſchen U 
Die boͤſe Pfeil Satans. , ’ 


RE RE ı% | © | 
jest fo grimmig wuͤtet, 


« 
* za IN NN * — 9— 
u Bi le Kt Ba na 


= _ A u — — 
— 3 — 
ya ng ⸗ — 


2 gu “ ⸗ 


Und ſetzt uns hefftig zu, 
Und hat fo gar fein guͤte, 
Darzu Fein Raft noch Ruh, 
Damit er ung mögt reiffen ab, 
Es wird ihm nicht gelingen, 
Dran ich fein zwociffel hab. 
— 32, 
Dann GO wird ihm zerbrechen | 
All fein aufchläg und Lift, 
Er will all Frommen rächen, 
_ Dann er warbafftig if. 
Er wird uns nicht mehr legen auf, 
_ Pan wir wohl mögen Tragen, 
Freu dich du Fleiner Dauf, 4 


DR er: re 
So feyd wacker und nüchtern, 
Guͤrtet eur enden um, 
Laßt brennen eure Lichter, 

Wenn unfer König kommt, 
Daß wir ihm bald entgegen gab, 
All die fich hond bereitet, 
Die wird er nehmen an. i 





| er 
Er wird fie mit ibm führen | 
In Die ewige Freud, 3 
Mit ihm werdens regieren 
Ja big in Ewigkeit. 
Darum freut euch ihr Ehriften all, 
| | Schaut 











Schaut was uns GOtt will geben 
Nach diefem Jammerthal. 

J 35. u 

rum fo laßt uns wachen, 
Batten mit gantzem Fleiß, 

it Gott nur mit uns machen, 
Gebt ihm allein den Preiß. 


ir end fen Merck, erift der Herr, 






So gſcheh in uns fein Wil, 
i meines Heutsen begeht. 


Gott gedenck deiner Gfangnen, 
Best in der Zeit der North, 

n Ketten und in Banden, 

Bon wegen deines Worts. 
Sott vetleih ihn Krafft und Staͤrck, 
Und hilff ihn uͤberwinden, 

jer Feind dein Beyſtand merck. 
J— 37. rat 
jerr GOtt ich thu dich bitten 

Don meines hertzen Grund, 

u wolleft uns bebüten 
Vorm UÜbel alle Stund, 
urch Jeſum Chriſt dein Heben Sohn, 
Mer das begehrt von Kerken, 
der frech Amen, AMEN. 


Ein 


BURIRNREN, N e A läge alle in — AN” * EN di RN ME HINDERN) * RER 
va SR" Pe SHIRT ENTE pr ; ‚ N | 
Das 124 Lied. a. 
2 .: IR 4 N Bl | 
— — Au 
f 
2 








738 Das 127 Lied | 
TEE nr Tran ce — 7 — * en | | 
Ein ander Lied, im Thon, Ad 
GOtt wie it die Welt fo toll, 





I, 
O kommt das ber O IEſu Chri 
> Dat all Weit ſo bo Satfchheich 
Weor jetzt nicht will das widerſpi 
Derſelbig wird verachtet viel, 


2, 
Gold, Silber, Gelt und groffes Gt 
Mur Geits, hoch Bracht und Ubermut 
Iſt jetzund wehrt auf dieſer Erd 
Der Fromm wird umbracht mit de 
Pu, (fehwer 
Ad daß die Welt nur haben will 
An allem Ort das Widerfpiel 
Thut einer guts, hat er kein Sch 
Derstommußjehttragendasgren 


| he 
Nas Übel das man firaffen fol, 
Dei iſt die Welt ohn maffen voll, 
Der Arm und Neich ift eben gleid 
O fiommer Mann davon du weid 


| 5. | 
Gleich wie ein Licht fcheintin der Nach 
Alſo der Chriſto folget nach, | 
Der wird bebend an allem End 
Sans offenbar und wohl ne 

| * 












18 machts die Belt ift voller Sünd, 
ut einer vecht fo ifts ihn'n frembd, 
Ei Feind ſeyn viel. Gleich) wie ein Eul, 
die bey dem Tag ausfliegen will. 


d iſt der Fromm in Diefer Zeit, 


o er bin geht man ihm nachſchreyt, 


Be hebt ihm auf den Wiedertauff, 
zarum bleibft nit beym gmeine hauff $ 
8 


ie muͤſſen Widertäuffer ſeyn, 

1d darum leiden groſſe Pein, 
Die alle Stund von Hertzen grund, 
Gern fleigig halten Gottes Bund. 


Br; VER 3 AS ER 
8 fagt offt einer vom Wiedertauf, 
erfteht fich doch fehr wenig drauf, 
Er fagt darbey daß unrecht ſey, 


ar. 
am 















Hamit wird der From nimmer frey. NW 


SER a LE 

er From̃ ift taufft nach Gottes Wort, 
arm wird er ietzund ermordt, 
Der gottloß Hauff, merckt eben drauff⸗ 
Derſelb braucht jetzt den Wiedertauff. 


J II. 
Jann er. taufft wider Gottes Wort, 


as fiht man wohl an allem Ort 


nie 


J 


bee 


— Va 













{ 
% 


mo Dasrr id | 
Aber die Melt ftellt nur nach Gel 
Sie achten nicht was Gott gefällt, 


12, 
Der jest will halten Gottes Wort 
Der ift in aller Belt ein Spott, " 
Kein platz noch ſtatt der From nit be 
Er muß nur leiden groffe Noth 
2x : I 


13, 

Wer jetzt nicht willein Suͤnder ſeyn 
Her muß nur leiden groffe Pein, 
Dann alle Welt uach Unglück ftel 
GOttes Gebott fie gar nicht Hal 


— 14. 
Iſt einer. da ders halten wil, 
Eo kommt bald der Gottloß ing Spi 
Und fpricht gar fehon, was wiltu thu 
Es iſt kein Menfch ders halten fan. 


| 15. 
Es ift fein Menſch aufdieer@rd 
Sb er ſchon GOtt bat lieb und wehr 
Der ſey ohn Sund, O Menfchenkin 
Wie biſt du fo verftockt und blind; 


16 
Welcher lieb hat des Herren Mork, 
Der hält gar leichtlich GOttes Geboti 
Die find nicht ſchwer, ſpricht ſelbſt de 
Sooahr nur bleibtin meine: ehr. (Her 


| N 17. a 
Dann was von GOtt gebohren ft 
















Sind, teuffel, welt, auch gut und gelt, 
Der Glaub in ung den Sieg erhalt, 
“ | 


J a BR, EN 

Beil der Gottloß nicht glauben kan, 
teint er ihm fen gleich jederinan, 
Heil feine Hand beſudelt find, | 
Kein lieb noch treu man bey ihm findt. 
Be ON | 
will er feyn ein guter Chriſt, 
Jarum O Menfch fehau wer du Diff, 
Es ift ein Fehl, bewahr dein Seel, 
Wilt du nicht kommen in die Hoͤll. 


| | 20! | 
Steh von dem Libel ben der Zeit, 


8 übervoinde die flafehlich Si, M 


Jann’s Himmelreich iftnicht mehr weit . np 
Es iſt gar nach mit Creutz und ſSchmach 


Wer Chriſto jetzt will folgen nach. 
| 


zas ift der Meg und auch die Bahn. 
urch viel Trübfal muß man eingohn, 
Zu diefer Freud, die GOtt bereit, 
h Henen die meiden all Boßheit. 


{ 12; 
der Satan fücht gar manchen Lift, 
Beil er von GEOtt verſtoſſen iſt 
Su Ewigfeit: vor diefer Freud, u 
Die GOit den Fronmen hat bereit. 
3 lag, Alla | 









Das rich, | 
| In 28, — 
Alſo iſts jetzt in aller Welt, 
Welcher nach dieſer Freuden ſtellt, 
Dem wehrt mans bald mit gant 
O Herre Gott dein Volck erhalt (gu 


EEE We 

Die ſelbſt nicht wollen diefe Freud, 

Die wehrens dein der hinzu neigt, 
Ber ihn ſtellt nach, der leider ſchnat 
Drum dag er Ehrifto folger nae 


\ 25, f 
Der Fromm wird trieben bin und he 
Gleich wie ein Schifflein auf dem tee 

Er wird ermordt, und hat kein Or 
Da er ef feiner Haͤnde Brodt. 


26. 

Etlich halt man in Gfaͤngnuß lang, 
Und achtet nicht wies ihnen gang, 
Sie leiden North, ja auch den Tod 


Das iſt dem Feind alls nurein Spot 


‚27: R 

Er ſpricht, ſeyd ihr num Gottes Kin 
Und rein gemacht von allr Sind, 
Seyd ihr gerecht als Gottes Knecht 

So thut ein Zeichen daß mansfeh 
' 28 | 


Die gottloß und ehbrecheriſch Art, 
Die jetzt von uns ein Zeichen bachg 


142 








| 
| 





















Das us hi 


Di ie ift fo blind und voller Sind, 
Daß fie die zes nicht errennt. 


eich wie es war u Chriſti Zeit, 

a kamen auch die boͤſe Leut, | 
Und fprachen, Herr wir wolten gern 
Ein Zeichen in wollſt uns gewehrn. 


riſtus gab ihnen Antwort bald. 4 
theilt ihr doch des Himmels Gftalt, 
& richtet auchnachrechtem Brauch, 
Rüns gut und * ſey uͤber euch. 


el Zeichen afthehen allezeit, 

er dieſe gottloſe Leut 

Erkennens nicht, ihr Hertz ift Di: + 
Mit find und HH find fie verſtrickt. 


ſo ſagt jetzt der falfch Satan, 

iſt auf dieſer Erd kein Menn 0 0 Nm 
Der From̃ kan ſeyn von Suͤnden ren 
Darum aan ſich baß daxein. IN 


ann wer von Gott gebohren iſt, 
er iſt rein gmacht durch Jeſum Chriſt, 
Die neu Geburt, des Herren Wort 
Erhaͤlt ihn jetzt aller Noth. 


wiſſen alle Gottes Kind, — 





— 
ar 


| * 





744 “BE ru. | | 
Das fiei ie von GOtt gebohren | find, nd, | 

Der falſch Satan mag ihn nichts thu 

Er muß allzeit in — ſtohn. 


a 

Der Gottloß jetzt in "Diefer ‚Zeit, | 
Verachtet gar Die fromme Leut, 
‚Die neu Geburt, des Herren Wort 
Iſt gar he, an allem Ort, 





| Wann ſchon der Sram ihn fagen thi 





- 5% bin rein gmacht durch Chriſti Bl 
Glauben fies nit, iſt ihn ein Gſpoͤtt, 
Darum wird jene 2, From̃ — 


a fagt der faire Satan, J 

r ſeyd die man ſoll beten an, = 
OR eil ihr allein ſeyd heilig rein, 

So muß man u fetsen dorthin, N 


Das verdreuft den Sal gar — 
Daß man ihm nicht mehr gibt die ( 

Er beut aus Gnad an Gottes Stat 
Wo einer iſt der grundig hat: 1 


Derfelbig zu ihm eonmen muß, 
Und bey ihm nehmen Gnad und Du 
Er fagt furkum, Feiner ſey fomm, 
Der nicht zu feiner onaden Forusi i 

40, | 








—— 
3 





“ 





















nor Greuel an der A Statt. 
don der Herr gefprochen hat, h 
Wer fich nicht neigt, ihm Ebr erzeigt, 
Den bringt er hr in Angſt und Lo 


der nicht mit ihnen lauffen will, | 
nd allzeit treiben swiderſpiel, 
Der leidt viel Noth, ja auch den Tod, 
Darum fi fieh drein Be Me \ 


r Gott allein jebt gibt die Ehr, 

md bleibt allzeit in feiner Lehr, 

—* wird gar bald vons Satans gwalt 
erfolgt, li gar manigfalt, 


Bann er nur hört. ein geiſtlich Lied, 
0 iſt er da, ſchreyt, toͤbt und wüt, IN. 
Er will es wehrn in feinem zoın, MET 
Der From̃ wird ſi — daran nicht kehrn. 


— wird Gott ioben "allezeit, | 
ie ers ihm in den Munde geit, 
Und den Satan nur wüten lahn, 
Er mag ihm Bach w Schaden thun. 


das unnuͤtz Ding t J aller Melt, 
aflelb dem Satan wohl gefällt, 
er Bbbz Woran 












m ‚mare — 
I nn — — 
Wbvran Gott einen Greuel hat, 
Das treibt der Satan und fein Not 


| 46. _ | 
Will auch darzu die fromme Leut, 
— en J 
Zwingen jetzund in dieſer Zet, 
Heiſt das boͤß recht, un das krum fehled 
Und gibt recht dem gottloſen Küche 


Al | 

Wer aber folches nicht will thun, 

Den greifft der Satan gwaltig an, 
Mit grofler Dein, O Vatter mein, ” 
Troͤſt du allzeit Die Kinder dein, | 


| 48. 4 
Alſo thut jetzt Der ſchalckhafft Knecht, 
Was Gott gefällt heißt er unrecht. 
Darum weh dir, ſchau eben für, 

Das Ungluͤck iſt dir vor der Thͤr. 


49. 
Sie fenn gleich wie Die wilde Thier, 
Die zu dem Wuͤrgen find gebobrn, 
Sie laftern das, wiffen nicht wag, 
Ach daß fies Doch erfeudten baß. 
(6) 


ee 

In ihrem Mürgen werden fie ermürg! 
| FR Gott der fich ein weil verbirgt, 
Der kommt gar bald mit feim Gewalt, 
Die Frommen er allzeit erhält. 


Br: 1,0% | 
Brriektin Gfaͤngnuͤß fuͤhren thut, 4 




































— — — 


nd der geuftd das bug Blut, 
Herſelb muß ſeyn in ewiger Peim 
Darum O 2 eh wohl darein. 


“ welcher tödtet unit dem Schwerdt, 
erſelb wird auch damit getödt, 
I nicht allein leidt ſchwerdtes Pein, 
wig muß er a Ba. Di 


der jetzt um Ehrikti willen feidt, 
erſelb erlangt ein groſſe Freud, 

Fr leidt hie Noth einmal den Todt, 
Darnach lebt er — g mit Gott. 


um aber die Sottiofen nicht, 
b fie fehon bie auch werden gtoͤdt, 
Iſt ihn bereit nach dieſer Zeit, 
Fin groſſe Pein A A 


(fo wirds dem Goloſen gahn, 

er hie nicht will vom Ubel lahn, 
Es wird ihm leid, wenn er der Freud, 
Beraubt muß von in Ewigkeit. | 


aruın O Menſch ſtell darnach, 

b du ſchon hie muſt leiden Schmach. 

Fin kleine Zeit, iſt nimmer weit, 

9 erlöft die ge Leut. 
Bbb3 . 37.8 





| Bet, > 
GEs find zween Weg in dieſer Zeit, 


* 


Ein Kron die bleibt in Ewigkeit, 


Das 125 Lied. 


Der ein iſt ſchmal, der ander weit, 7 
Wer jetzt willgahndie ſchmale Bahı 
Der wird veracht von jederman. © 


| 58. | 
Das zeigt uns an des Herren Work 
Geht ein durch diefe enge Pfort, 
Die Thur ift Elein, wer will hinein, 
VDer muß vor leiden grofle Pin. 


| 59. 
Darnach hat er ewige Ruh. 2 
Darum OMenſch ſchick Dich darzu, " 
Wilt du ſeyn gleich in Gottes Neid 
Mit allen Frommen ewiglich. 





60. 
Da wird nichts feyn nach dieſer Zeit, 


Daun Fried und Freud in Ewigkeit, 
‚Die Frommen ſchon werden das hon 
3 ie allzeit Gottes Willen thun. 


61. 

Wer aber geht den breiten Weg, 
Dafieldig iſt der Hoͤllen Steg, 1 
Der iſt verlohrn in Gottes Zorn, 
Wohl dem der jetzt iſt neugebohrn. 
—— 62. | 
Denfelben hat Gott zubereit, 
Si 


Ay 
























ie win nit — na 5 Ti, | — fi 
W fayren alles a md 0 A 
nd nach Dich auf die ſchmale Bahn, 
af; du erlangſt die ewig Kom. 


Die Hott allein gibt feiner, Gmein, 
Dis er hat gmaspı von Sünden rein. 


arm, laß * alles Su, 

en Geiß, hoch Pracht und Libermuth, | 
Kehr dich behend von aller Sind: #4 
So wirft du au bor Gottes Kiud. J 


En es wird je nicht anders ſeyn, 4— 
Ber meiden will die ewig Pein, - u 
Her werd nur from das ut die Sum, N 
Mac) ſi ch aufd ab undfehnitum. Wii 


reck ſich zum vorgefteckten Si, 0 WM 

yann wer dag Kleinod gwinnen will, WE 
Muß alls verlohn, auf diefer Bahn, 
Will er hp diefe Kron. 


Rum merckt Die ihr feno auf der Safın m 
Ind wolt erlangen die Kom. — 
Ahr Fromme Leut in diefer Zeit, BE 
Seyd keck und ſtarck in alleın Streit. 
$; 


rt . die Stärc in Ai Dat, 





— — — 





ae ae * ie Ehrifien all, 
Die ihr bie leider viel Frübial, 

Habt nur Langmuth es wird alle gi 
Wer nur ans Ent * har ven thut. 


Das helff uns der 4 Jeſus ee 
Der unser Mittler worden iſt, 


AG air Me Br 





vs »u rer wir» er eriangen hm, A 


Er wol uns Huͤl if und Beyſtand thun 


"Gott fen Lob Ehr Ind Preif allein, | 
‚Der uns bat gmacht von Sünden rein 
Erkalt die Fremen in deinem Iranten 
Daß ihn’ ndie Kron nit werd gen 

| AMEN. 
Das 126, Kied, 
Der 34. Palm, im Thon, Wach 


auf ın ig Namen, 


en Eh mil! loben — Herren, 
Mit Fl zu aller Stund, 
Erin Lob foil immerdare 
Bleiben in meinem Mund, 


Y 
4 

































a. re IM“ An h 
u Ach MEETS: IR 
? EM RL, N 2 


J—— —— 

ein Seel ſoll ſich des Herren 

Ruͤhmen der mich behuͤt, 

al die Elenden hoͤren, 

ie feinen Namen ehren, 

Und ſich freun ſeiner Guͤt. 
ii, 





Ba 


reiſet mit mir den Herren, 
Ihr Heilgen alle gieih, 
bt uns fein Namen ehren, 
In feim ewigen Reid, 
af er hat aufgerhone 

Sein Wort in aller Welt, 

affet uns mir einander 

rhoͤhen feinen Namen, 

Treulich er ob uns halt. - 

Be. nn | 
a ich den Herren füchte, 
Antwort er mir mit Sleiß, 
alff mir aus meiner Furchte, 
arum ich ihn hoch preiß, 

Jap er mich hat errettet 

Bor allen Feinden mein, 

in meinen groffen Mötben u 
hut er mich noch behüten, MW 
Sein Hülff bey mir erſcheint. E 


| 4 

I die auf ihn thun fehen, 

Suchen das ewig Reid), 
Bbb— 


a h 
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er 
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— Ne 

N Ay * 


Die 


N * * * h ; R 
— TEN 





j 
u 
F 


Die wird er nicht verfehmähen, 
Durch ihn werdens erleucht, 
Ihr Feiner wird zu ſchanden, 
Der ihm vertrauen thut, ei 
Dann GOTTES ſtarcke Hande | 
Derreift des Teuffels Bande, 
Und halt fein Volck in hut, 


Si 
Wenn der Elend thut ruffen, 
Zu dem warhafften Gott, 
So will er ihm bald helfen, 
= Aus aller feiner Noth. 
Sein Gbaͤt will er erhören, 
Weie er geſprochen bat, 
Darum freut euch des Herren, 
* .,Die feinen Namen ehren, | 
Ä S Fuͤrcht euch nicht vor dem Todt, 
" 6 


Dann der Engel des Herren, 
Lager ſich um die fchon, 
Die ſich zu ihm thun fehren, 
UUnd ihn fläts fürchten thun. 
7 . Diefelben wird er führen 
In die ewige Ruh, | 
Mit Preiß will er fie zieren, 
Kein Leid foll fie berübren, 
Der Feind mag ihn nicht zu 
| 7- 


PORT nah. vr ” BRINGEN u, * | 
I ar Das 126. Lied 












in ae an * re, 
Wie er ſo freundlich ift. 
ut euch zu ihm bekehren, 
Damm er der Helfer iſt, 
Br anruft feinen Namen, 
Den will er nicht verlohn, 
Wohl den die auf ihn bauen, 
Auf feine Wort feft trauen, 
Wer will ihn Schaden thun. 


8. 

An mercket auf mit Horchen, 
Laßt euch zu Hertzen gohn, 

[ii die den Herren fürchten, 

- Werden kein Manael dan, 
* wird fie wohl begaben, 

Jetzt und zu aller Friſt. 
Dat fie kein Mangel haben, 
An irgend einer Gaben. 

Dam Sort — mit ihn 9— 


Die Reichen möffen toben, 
Und groffen Hunger han, 

Daß fie die furcht des Herren, 

So gar haben verlahn, 

All die den Herren ſuchen, 
Und ſeinen Willen thun, 

pr’ wird Der Herr Ba 






















A | 754 Das 126 Lied 
> Begaben ut feiner Güte, 
Daß fie kein Mangel bon, 


PR IO, 
5 Mereft auf ihr Menfchenfinder, 
FF  Shr Voͤlcker allgemein, | 
Daunn ich will euch verkünden, 
„Die Surcht des Herren rein, 
Wer das Leben thut lieben, 
AUUnd wuͤnſchet gute Tag, | 
Der bhüt fein Mund vor Lügen, 
Sein Zunge vor Betriegen, 
4 Merckt auf was ich euch fag. 
v 1I, 
Weicht ab von dem umtechten, 
9 Dem Guten banget an, 
Den Frieden folt ihr ſuchen, 
Mit Fleiß nachjagen thun, 
> Dann die Augen des Herren, 
Sehn auf den Grechten fein, 
Ihr Gbaͤt will er erhören, 
Sein Ohren zu ihn Eehren, 
Hilfft ihn aus aller Bein. 
wi 127 
Der Herr bat auch gerichter, 
Sein Angficht allezeit, 
Auf den der Böfes tichtet, 9 
Daß er ihn bald ausreit, 
Sein Gdaͤchtnuß von dem —* An | 
4 





ee 7) 
* 


in — 
. 






























ABI er umbringen gar... 
Gottloſen allefamen, 

Nacht er mit gwalt zufchanden, 
Darum fein Sucht. bewahr. 








n2, 
Bann die Elenden ſchreyen 
Zu ihrem höchften GOtt, 
o steht er ihnen beye, 
Sn aller ihrer Noth, 
r thut all die ervetten, 
Die zerbrochens Herbens feyn, 
»® zerfchlague Gmuͤthe, 
ie will er auch behüten. 
Damm fie ihm gfällig ſeyn. 


| ET URL FE 

der Grechte muß viel leiden, | 

In diefem Jammerſtrauß, Yu 

dafs er Das Boͤß thut meiden, 3 

Gott hilfft, ihm allzeit aus, 

den Gerechten er bewahret, 

Behuͤt ihm feine Bein, 

Ind zehlt ihm. feine Haare, * 

Daß keins vom Haupt nicht faͤhret, 
Wohl ohn den Willen fin. 


ER 15, i 
Der Gottloß wird umkommen, 
Hurchs eigen Linglück fein. 
Darum Daß er dem Frommen, 
J—— | Hat 


— 


7 
55 


mn me Das 126 Kied, 
Dat aufgelegt viel Pein. 
AU die den Gerechten haffen, 
Muͤſſen zu fehanden gobn, 
WVon Oott ſeynd fie verlaffen, 
Er wird fie gar verftoflen, 4 

Groß Schuld werden fie bon, 

6 


; ID. 

Der Herr ift treu und güfig, 
Ei: Warhafftig und gerecht, 
Der in den groffen Noͤthen, 
9— Erloͤſet ſeine Knecht, 
Alle die ihm vertrauen, 
Wecerden fein ſchuld nit han, - 
= s Darum laßt euch nicht grauen, 
Die ihr auf ihn thur bauen, 
EEr wird euch) nicht verlohn. 


2 ! 27% 
So freuet euch des Herren, 
R Ihr Heiligen allgemein, 
Und thut fein Mamien ehren, 
Ihr fend groß oder Klein, 
Seht an den groffen Trofte, An 
Den uns Gott zu bat gſeit, 
Ob uns die Melt thut haften, 
il er ung nicht verlaffen, 
Drum lobt ihn allezeit, 0 
ÄAMEN. 
. De 


1 
—9 












r 35, Palm, im Thon, Aus 
a 1 


N BR I 
> ERR Gott ſtreit wider meine Seind, 
In meinen groffen Nöthen, 
die mir allzeit zuwider feynd, 
Und wollen mich ertödten, 
> Herre Gott thu mir Benfland 
rgreiffden Shid udSchirmzuhand, 
Mach dich auf mir zu helffen. 9 


Bi.‘ J IN f 
> Serr zeuch deinen Spieß herfür, - 
Und ſchuͤtz mich vor mein Seinden, 7 

sn aller Noth fteh du bey mir, —4 
Laß mich nicht von dir wenden, 4 
> Herre Gott tröft mir mein Seel, 
du bift allein mein Schub und Dell, 
Mein Huͤlff zu allen Zeiten. 


ẽs muͤſſen fich ſchaͤmen all die, 

- Mir ſtelln nach meiner Seelen, 
ie müflen zurück kehren bie, 
All die mir Ubels wollen, N 
Sleich wie der Wind zerwehtdie ſpreur, 
Der Engel des Herren fie treib, | 
Zurück in ihrem Wüten, 


4 NE, a. 
F Weg wird ihnen finfter fen 
























v 


ei, 
REN URAN) 





# 
; 


An) 














Te _ EN 
Wenn fie mir nach thun jagen, 
‚Der Herr verfolgt Die Feinde mei 
5 „Drum will ich wicht verzagen, | 
Sie haben mir ohn Urſach gftelle, 
Idbhr Netz, aber fie haben gefehlt, 
J Sie wolten mich verderben. 


2758 


Br 
N, 



































u 1 
Sie haben mir all obn Urſach 
00, Öeftellt nach. meiner Seelen, | 
Und haben viel Gruben gemacht, 
% ‚Daß fie mich möchten fällen. 
1° Das Neb das fie mir haben gricht 
Das wird fie füllen fehnelliglich, 
fl i4 Sie werden felbft drein fallen, 
| 6 


Des Herren freuet fich mein Seel, 
) Er if mein Troft alleine, 
Ich will mich freuen auf fein Heyl. 
Es muͤſſen all meine Beine, 
Sagen Herr wer ft Dir geleich, 
Im Dinmel und auf Erdeteich, 
Wie herrlich ift dein Name, 


2 | 

Dann du erretteft allezeit, ! 
Sie Elenden und Armen, 
Don dem der ihn zumider ftreit, 
Thuft dich deins Volcks erbarmen 
Wer den Elenden jetzt beraubt, 


— | 















jagen HR 
[2 © 
N * 
— Val 
759 I 
m - en 4 
— — 







1d mime ihm alles was er bat, 


Dem wirfi-dus Herr vergeltem - 
K Br Be re! 

8 tretten falfche Zeugen uf; 
sn meinen grofen Nötben, m 
ge mir fehwere Sachen uf, m 
Daß fie mich mochten tödfen, A 
ie fragen davon ich nichts. weiß, 
ir Guts vergelten fie mir Big, 
Mein Seel Troſtloß zu machen, 


u | 9. N 

ch aber da fie waren ſchwach, 
Kafteyer mich mit Saften, 
dr trauren 309 ich an ein Sach, 
Mein Bitt kehrt in mein hoffe, _ 
h gieng alswärsmeinbruderunftum MN 
sie ein Mutter klagt ibre Kind, 1 
Alſo war ich gantz traurig. 


ie aber freuen fich zu band, 

In meinen groffen Nörhen, 
gen mir auf vielſchmach und Schand 
Und wollen mich ertödten. 
je Hinckenden kommen zu Hauff, 
je reiffen und hören nicht auf, 

Und wollen mich umbringen. 


In WE: — — Be 
it den Freſſern und Spöttifchen, 
an 0 


“ 
m Re MT. * 4 An 
AR ON — RT. 

D STR I) u Bu 
—— rt * 


RER, 
abe — 


















a: 
2 







———e— 





760 Das 127 Lied. 
Mit allen falfchen Gleißnern, 
Beiſſens zuſammen ihre Zahn, 
Und wollen mich zerreiſſen, 
Cie find gantz grimmig über mich 
- Darum Herr daß ich hoff auf dich 
Das thut fie bart verdrieflen, 



















; 12, 
Wie lang wilt du ihm feben zu, 
Herr Gott in deinem Himmel, 
Fuͤhr doch miein Seel zu deiner R 

Aus ihrem greffen Ruͤhmel. 

Nenn ich bin einfam und elend, 
Drum Herr GoOtt dich zu mir wen 
' Errer nich von den Köwen. 















13. | { 

Ich will dir dancken Herr men EL 

In deiner groffen Guſeine. | 

Dann du hilffſt mir aus aller Noch, | 
. Du bift mein Troft alleine, 
Sch will dich rübmen allezeit. 

Unter dem Volck höret ihr Leut, 

GOtt ift mein Troft auf Erden 


14. | 
Laß fich nicht freuen meine Feind, 
JNoch mit den Augen wincen, 
I Die mich ohn Urſach haſſen ſeynd, 
h Wollen mich täglich Präncken, 
Sie seven nichts zu. Deinem Fried, 

n 4% 
















PB 
En se 
1 






















Das Recht fie biegen wie ein Wied, | 
In ihrem falſchen Hertzen. 


Sie dichten eitel falſche Wort, zn 
Wider deine Verſtoßne, 2 
im Land jetzund an allem Ort, 
Wohl über dein Verlaßne, u 
öperten fie ihren Rachen uf, 0 m 
deinem Volck Iegens groß Schuld auf) Tr 
Sprechen fie habens gfehen, - A 


16. > 
Ju fichft es wohl O Herr mein EOrt, ° WE 
Du weißt all heimlich Sachen WE 
arum fehmweig nicht in diefer Noth, 

Hu wollt did) bald aufınachen, h 
 Herre GOtt komm zu meim Redht, MI 
Streit felbft vor mich widerdasgefchleche MET 
Richt du all meine Sachen. m |. 


| —— 
ticht mich nach deiner Grechtigkeit 
Mit Gnad thu mich erfüllen, 

I die fich freuen meines Leyds, | 
Den brich Herr ihren Willen. 7 Mm 
aß ihn nicht zu nach ihrem Sinn N 
as fie fprechen, veiffet ihn bin, 2 - N 
Bir haben ihn verfehlungen. 


s muͤſſen fich ſchaͤmen zuhand, 


t — 
— N A} j \ 

— er. N 
* Kür n —— N 


er wi gl: 
a una Se an its a ae 












— ii 


2 3 Dez 
Die fid meins Ungluͤcks freuen, 
Sie werde betleit mit ſchmach und Ich 
Die mir mit Dein hart draͤuen 
Was ſich hoch lobet wider mich, 
+ Sprechen wir wolln dringen auf di: 
Die werden ſchnell umkommen. 





Bd 
| Ay vr. 
ı 














| 10, 
| ‚Rühmen und freuen müflen fih 
Die auezeit Lult baben » .,.® 
An deiner. Grechtigfeit wie ich, 
Es nmuͤſſen immer jagen, 

J 3J— Gelobt fen GOtt, er iſt gerecht, 
Er hat Luft am Fried feines Kuecht 
Hilfft ibn zu allen Zeiten. 



















—86 
Mein Zung ſoll reden allezeit, 
Und will mich deß nicht ſchaͤme 
Herr EOtt von deiner Grechtigkeit 
Will ich mich taͤglich ruͤhmen. 
‚Denn du hilffſt mir aus aller Not 
Des will ich Dir lobfingen GOtt, 
Ewig will ic) dir danden, Amen 


Das 128, Kied, | 
| 


















Der so. Pfal, im Thon, O Her 
GOtt begnade mid © " 


Alo redt der warhafftig — 













Ä Das 12 Lied, ‚en RN 
‚ hut verkünden: feine Wa | 
r ruffet alem Lande, 

on der Sonnen Aufgange, 
if; zu dem Miedergang fo weit, u 
ar ihn anzeige fein Gicchtigeäit, 
Alle Die das annehmen, v 















Die werden ibn eriennen. 
Ber auch weiter und erzeblt m 
feinem Belek das er wahl, %, Mm 
Aus Zion wird ericheinen # 
Die Liebe Gottes feine, 
as iſt ſein ai Gmeine. 


iſerGOtt konit und ſchweigt nit mehr, 
in freſſend Feur gebt vor ihm her, 
Um ihn ein groß Ungewitter, 

Es muß a es vor ihm zittern, J 
rufft dem Hi imel und der Erd, u 
if daß fein Volck gerichtet werd, Eu .) 
Verſammlet mir mein Heilgen, Wr 
Und meine Aufferwehlten AR 
je meinen Bund bie achten mehr, 
ann das Opfern von Widdern her, Bi, 
Die Himmel thun verkünden ben, WM 
Sein Srechtigfeit, und zeigen an, A 
er Herr iſt en ©ela. a 


N mich init eg | 
11 
















A — 
Zu ae feim Boick ſpriht | 
| .. Bon wegen deines Opffers hab 
Ich dich gar nicht geftuaffer. | 
: > Dann ich will nicht Farren noch Böcl 
Bon deinen Haus darum du merck, 
Biel Vieh auftaufend Bergen, 
Keins mag fich nicht verbergen. 
Und alie Thier im gangen Land 
‚Die ſeynd mir ale wohl bekandt, 
Die Vögel unterm Himmel fchon, 
Die ſeynd mir alle unterthon, | 
Und ſind in meinem Gwalte. 








































4. ! | 
Meinft du wo mich fehon hungern wird 
Dos ich davon wolt fägen dir, 
Dann mein ift der Erdboden, 
Al Ereatur daneben, — 
Das hat mein Hand alles gemacht, 
Darum OMenſch das wohl betracht, 
Und lag dirs gehn zu Herken, 
Dann es gilt je nicht Scyergen, 
EOtt zeigt uns an das Opfer gut, | 
Den er nicht will Fleiſch oder Blut 
Bon Ochſen oder Böcken mehr, 
Allein dag man fein Namen ehr, 
Und in der Warheit preife. 


Wer dem Herren Danckopffer bring 














u wi WV 


{jo 
. 





nd — dem Hoͤchſten ſein Bin, — 

Zu dem ſpricht GOtt der Herre, 

Dein Gbaͤt will ich erhoͤren, 3 
ann du mich anruffſt in der Noth, 4 9— 





















o bin ich da mit meiner Gnad, 
Und will dir Huͤlff beweifen, 
Darum folt du nich preifen, m 
folt verkünden meine Bor, 
ein Srechtigkeit an allen Ott, 
Mein Lob toll ſeyn in deinem Mund, 
Ja immerdar zu aller Stund 
St du mein ya preifen. RN, 





ber zu dem gottiofen Knuecht, 
Eee wie verkündftu mein recht, 
Dieweil du die Zucht haſſeſt, 
u meine Wort verlaſſeſt. 
arm nimſt du in deinen Mund, 
tein Bund, dieweil du alie Stund, 
Hein Theil haft mit den Hieben 
Und thuſt die Boßheit lieben 
ein Mund laͤſt Du die Lügen thun, 
nd dein Zung richtet Unruh an, 
Da ich das fah, da ſchwieg ich fein, 
So meintit ich hatt vergeffen dein, 
ber ich will dich Are. | 


ik auf; die ir and berg, 













6Das 129 Kıch, J 
Und allezeit gottloß ſeyd gweßt, 

Gedenckt an GOtt den Herren, 

Thut euch zu ihm bekehren. | 
Dam wann erfcheinen wird der Her 
So wird ſeyn Fein Errettung mehr, 

Allein zu Serufalem fchon, | 
nd auf dem heilgen Berg Sion, 
Welcher auf diefem Berge ift, a 
Seh fich nicht um zu dieſer Friſt 
‚ Dann dag ift je die vechte Bahn, 
3 Die uns GOit hat gezeiget an, 
VDarum folln wir ihn preifen, | 















2 > 































| Das 129 Lied, i { 
Der 86. Palm, in der Tagweiß 
von eines Könige Zachter., ,, 









er SO thu mich erhören, ä 
> Elrud und arm bin ih, 
eig zu mir deine Ohren, ; | 
Bewahr mein Seel bit ih, | 
Hilff Herre GOtt dem Deinen Knecht 

Dann ich thu mic) verlaſſen a 
Gaͤntzlich auf deine Recht. | 


PR 
Herr fen mir gnaͤdig rechte, hy 
Täglich ruff ich zu Dir, | 
Troͤſt die Seel Deines Knechtes, op 4 








a ah yr 
—2 IT, 
">" . 





; 
* re 
J 2 
>) “ 
i 












dann du bift gnädig und gantz gut, 
Dein Dev dich ſuchen thut. 


Hein Knecht thut zu Die fchreien, 
Herr mein Gebat vernimin, 

je hoff auf Deine Treue, BR 
Herr Gott erhör mein Stimm, 
zur Zeit der Noth ruff ih ib an, 
Du mwolleft mich errerten, J——— 
Ind wollſt mir beyſtand thun. 


4. 
Niemand wird dir gleich funden, 
Unter den Göttern ſchon, 

der haften Fan die Wunder, 
Die du Herr haft gethon, 
Heyden die du haft geflalt; 
Werden vor dir erfcheinen, 
Inbäten deinen Gwalt, 


5. ;, ee 

Ind deinen Namen preifen, 
Daß dein Gwalt mächtig iſt, 
Ind thuſt Wunder beweiſen, 
Und Ggott alleinig biſt, u) 
den rechten Weg zeig du mir am, re 
Daß ich bleib bey deiner Zurchte, 

an apa Warheit don un 
J C ec 5 6, Mein Be. 


BER: 7 





— — 


— 


768 — Nied, Jah vw 


# N, MN: 
m Mein Gott dir will ich dancken, 





Bon gantzem Hertzen mein, 
Und ewig obne wancen 
Soben den Namen dein, 

- - Dein Güte it groß über mich, 

Aus. der Hoͤll haft mich errettet, . 
Drum will ich loben dic), 


7: NM 

O Gott die ſtoltze Knaben 
Legen mir auf viel Quaͤl, 
In dieſen iekten Tagen Tagen, 

Stellen nach meiner Seel, 
Sie bleiben nicht in deiner Furcht, 
J Haben Dich nicht vor Augen, 
WVerachten deiner Wort. 


8. 
Aber Herr du bift gnadig, 

Bon groffer Treu und Güt, 
Barmhertzig und langmuͤthig. 

Her mich in Truͤbſal bhuͤt. 
Wend dich zu mir O Herre GOtt, 
Sey mir allzeit genaͤdig, 
Staͤrck mich in aller Noth, 


9, 
Herr Gott bilff überwinden 
Dem Sohne deiner Magd, 
And hilff mir durch ber PRO 









Bo; 















Das 130 1 N 
har 


' Für v deiner groſſen Kt m 
Bib Herre Gott dein Knecht bereit # 
In deinem Wort zu leben, ss 

Bil in die Eroigfeit, 


Herr wollſt mich nicht verlaſſen, . 
Du mir aus Trübfal bald, 

aß alle die mich haflen, 
Sehen dein groffe Gwalt, 
Dat; du allein der Richter, bifl, 
Und bift mir beyftanden, 
oo mich zu rich Stift. 


drum will ich Bi ob fingen, 
Von gantzem Hertzen mein, Ra NM 

Id dir das Opffer bringen, _ We 
Zu lob dem Namen dein. A 

Dann du bift fein alleinig wehrt, 
Lob Ehr und u zu nehmen, 

Im Himunel und auf Erd, AmEN. 

Das 130. Lied. 
Der 130. Palm, im Thon, Wohl 
dem Der in er Surhten ſteht. 


a nicht fol ift mein Hertz doch, 
Und meine Augen ſind nicht hoch, 
9 wandel in AR Dr 2 


* 
































| Er Das ızı ed | 


Die mir zu wunderbarlich find, 
Be‘ KA U, | 
Wann ich mein Seel nicht ſetzt noch fill 
So ward mein Geift in mir unmid, 
Wie einer der entwehner ift 
Allhie von feiner Mutter Bruͤſt. 


1 oe , 
Der Herr ift der mein Seel erquickt, | 
Der all ding zu rechter Zeit ſchickt, 
Iſrael wardt auf fein befchendt, 

Von num an bif in Ewigkeit, Amen, 


Das 131. Lied. | 
Ein geiftlich Lied, in der weiße ' 
. Aus tieffer Noch ſchrey ich zu dir. 


I, ji 
#4 O GOtt Vatter wir loben dich. 
uUnd deine Süte preifen: | 
"Dog du uns O Herr fo guädiglich, | 
"An uns neun haft beweifen. | 
7 Mund hat uns Herr zufammen führt, ' 
4 Uns zu ermahnen durch dein Wort, 
Gid uns Genad zu dieſem. L) 
2, | 
Deffne den Mund Herr deiner Knecht, 
* Gib ihn Weißheit darneben, 
Daß er dein Wort moͤg fprechen recht, ' 
Was dient zum frommen end 
————— n 4 








Das 132 ide 


Ind U ift zu en Drei, 
Si uns Hunger nad) folcher Speiß, 
Daß iſt unſer a Hi 


Elb unſerm auch Verſtand, 
„ Erleuchtung bie auf Erden. J 
aß dein Wort in ung werd befandt, MM 
Daß wir fromm mögen werden, 

Und leben in Gerechtigkeit, 

Ben auf Dein Wort allezeit, 
© bleibt man —— 


—— O Herr iſt dns Reich allein, 
Und auch Die Macht zufammen, 
iv loben dich in der Gemein 
- Umd dancken deinem Namen, | 
Und bitten dich aus Hertzen gend,» MirE 
Wollſt bey ung feyn zu diefer Stund, MIT 
Durch Jeſum Chriſtum, Amen. —9 
Das 132. Lied. 
Ein ſchon neu geiſtlich Lied, vonee W 
nem frommen Chriſten Hans Landiß am Zurich⸗æéz I 
See, wie er zu Zuͤrch gerichtet, und ſeinen Lauff 
J— vollendet: — mo Me = 
aels Tag im 1614. Kahırinper weiß, Komme 
her zu mir fpricht: Bote Sohn, 4 


2 ch hab an bonn Bin kan sea, 






































772 an Das 132 Lied. | 
Und mich gefliffen Tag und Nacht, 
_ Daffelb von neuem fingen, 
Don einem frommen Ehriften gut, 
Hans Landig man ihn nennen thuf, 
Ich hoff es fey mir glungen. 
Im taufend und ſechshundert Fahr, 
Dierzehne darzu offenbaht, ° | 
Zu Zürich iſt gefchehen, u 
Das er mit feinem Todt und Blut, 
Ehriftum fein Wort, das ewig Gl 
Bekennet und verjächen. | 


Nun merck ein jeder frommer Chrift, 
Wie er der Gmein vorgftanden ift, 
Thaͤt Gottes Wort verkünden, 
Da er fein Lauff vollendet bat, 
Sein Glauben bezeugt mit der that, 
That fie gleich überwinden. | 


Doch möcht ich vor auch melden dag, 
Wie vor eim Fahr er auch gfangen wag, 
. Sn Zürich hatt verfperret: | 
Zween aͤnder Brüder mit ihm bhend 
Die ſind vorm Rathaufs Meererkent 
An Kettenen hin gefuͤhret. 


Rn np 5 Sa | | 
en Solothurn find fie geführt, 










An Ketten hart verwahret. 


Gleich wiederum erlöfet bald, 
r. "Das. bat man wohl erfahren, 
6. 


Run mercket weiter und fuͤrbaß, 
Wie er jetz wieder gfangen was, 
Bey feinem Weib und Kinden: 
Die Mutter und die Kinder fein, 
Gaben ihm Troſt der Liebe fein, 
Lieſſen ſich finden. 


Br band ihn an hingefühet, 
Zu Zürich in Wellenberg verfperrt, 
Und ihn da ſtreng verhoͤret: 

Bon feiner Lehr und auch von Tauff, 

Bom Ehftand und vom Nachtmalauch, 
War bitterlich Auen Ä 


Und dräuten ihm um hart, darben, 









18 —— — = hart verfehtt, # 
Doch fin fie böend durch Gottes Gwalt 


Wie daß er nicht mehr wärth that ſeyn 


Lebendig aufs Meer zverkauffen, 


Eondern er muſſe mit dem Schwerdt, Mi 
Gericht werdn und zum Todt geführt, En) 


Das iſt bald. darauffe. 
gs mm — aus dei Sfängmuf ” 
% “4 


* 








90. Dar Bi 
| Gefuͤhrt als ein Laͤmmlein zu Schlach 
Thaͤt viel Volck um ihn weynen 
Hans Landiß ſprach mit ſeinem un 
Weynt nicht um mich zu dieſer ſtun 
GOtt thut es gut mit mie meyne 


Io, 
Merck was die Predieanten thon, 
Hant das gmein Bolck vermahnen thur 
Sie ſolten fuͤr ihn bitten 
Er ſey verſtocket und gar verirrt, 
Damit er würd in Erkantnuß gführ: 
Aller feiner Suͤnd und Zählen. 


II, 
Hans Landiß fprach mit wortẽ gſchwin 
Ich achte daß für keine Suͤnd, 
Das ihre mir für Suͤnd halten, 
Ich hab gelebret Gttes Wort, 
VDarzu gwandlet in groſſer Sorg, 
| GOtt woll num darob walten, 

Ä o 12, ' 
Beiter band fie ihn afprochen an, 
Er poll fein Suͤnd bekennen thun, 

Daß er erlang die Gnade: 

Er antwort ihnen alfo bbendt, 
Ich hab mein Sind vorlangft befendf, 


> 


Fuͤrcht es wär jetz zu ſpate. 
/ 19. 0 
Doch ſchlag ichs Reich Gottes u of 






— (ka » 
Par 






















Daß ichder Gſchrifft auch glauben mag, 
Sond Beſſerung nicht ſparen: 
Damit es ung wicht auch ergieng, 
iesdenthorechten Juagfraun ergieng, 
Das bat ınan wohl erfahren. 


ı 14. 4 
Merck wie fo gar mif manchem Lil, 7 
Sie ihn verfüchten zu diefer friſt, 

Und thäten ihm fürhalen: — 
den Schächer an dein Creutz bebend, 
Der Gnad erlanget an fim End, 

Er that fich nicht dran halten. 


| a 15, 
Sondern gab ihnen Antwort bald, _ 
dat mit dem Schächer ein andre gſtalt 
s Wort ſey ihm nicht verkündet: 
ẽs wird ung zeitlich gnug gefeit, - 
darum find zu der Buß bereit, 
Daß wir die Guade finden. 
8, *°. Ei 
Noch weiter er wird angeredt, J 
Barum er von ihnen ausgehn that 
Bon ihrer Gmein und Lehre? is 
Jans Landiß antwort ihnen gfchwind, 
Rum daß ihr nicht. unftraff lich find. 
Und euch zu OoOtt nicht befehrer. 


REEL: 17% 
ann ich glaube gar feſtiglich 
= 4 — ſtigli 






Ber 


— 2 => 


— 2 
5 “ nu ⸗ 
— —*— — A 2 
a PETE 

















J 


res‘ Das 132 Kied, Fe 
> Wer EHDtt vertraut dem mangletnicht, 
Ä Dem wird fein Leyr und Leben 
Viel guter Srücht und Nusbarfeit, 
Bringen all;ie in diefer Zeit, ; 
Das wird ihnen GOtt geben. 

18 


GOttes Reich nicht in Worten ftath, 

Darum greiffends an mit der That, 
Wend ihr ewig Sreud haben: 

end ihr fprechen O Datter mein, - 

Hüffend ihr aus GOtt geboren feyn, 
Und feinen Worten glauben. 


19. 
Nach der Lehr und Gebrauch Chriſti, 
Degßßgleichen feiner Apoſteln ſchein, 
Thaͤten wandlen und leben: | 
So dörfft es weder zwang noch Moth, 
Sondern ich wolt gern früb und Wat, 
Mein Gmeinſchafft mit euch haben, 


20, 
Sie wend ihn noch nicht bleiben lon, 
Hielten ihm für den verlohrnen Sohn, 
Laßt ihnen antwort fahren: 
"Wie er in guter Hoffnung ſtuhnd, 
Daoß er mit dem verlohrnen Sohn,” 
JUmkehrt vor dreißig Fahren. 


21, 
Darzu auch feine Sind erfendt, 
N. | GOtt 






















ee m. 
GOtt bätten um Verzeihung bhend, 
Und auch zu allen Zeiten: , 
Auch jeb in dieſer Sfangenfhaff, . 
In deren ich jetzt bin behafft, 9 
Daß er mir helffe ftreiten. 

22. 
Da hat man ihm zu trincken bracht, 
Ind als er nun getruncken bat, 
Danckſaget er GOtt eben: 
Ind fagt ich glaub. auch veftiglich, 
HDrt hab mir meine Simd verzeicht, 
Hingnommen und vergeben. 


23, 
Da tranck er noch zum anderen mal, 
Darum ich auch das fagen fol, 
- Und wolt da nimmer trincen: 
Dann ich hoff und glaube gewiß, 
Daß mich Gtt hinnacht im Paradeif, 
Wohl werd fpeifen und traͤncken. 
240 “ : 
Run lafit ung weiter mercfen baf, 
Wie ihn die Glehrten fragen das, 
Ob er nicht glauben gebe: 
Daß er fich da verfündet hab, 
Daß er viel wiedertauffet hab, 
D nein gar niet thät ſagen. 


2, 
And fprach darzu noch weiter Darauf, 
Bi Ddd 2 Dann | | 

















Eye‘ Dasız id 

Dann er hab fonft niemand getauft 
Sen dDannvon Sünden abgitanden 

Und habe wahre Buß gerban, 

Den wahren Gottes glauben gnom̃en ai 
Mit Ehrifto auferftanden,. 


— 26. 

Diß iſt der recht Befelch Chriſti, 

Und Brauch feiner Apoſteln frey, 
Thut uns die Gſchrifft auch lehren 

Marbey man billig bleiben foll, 

> Mad GOttes Wort lahn gelten wohl 

= Das begehre ich vom Herren. 


Zr. 

Die Predicanten fragten mehr, 

Wer ihn hab b’rüfft zu feiner Lehr, 
That ihnen Antwort geben: 

Der ewig. GOtt im Himmelveich, 

Das glaube ich gank veftiglich, 

Der bat mir deu Gwalt geben. 

28. 

Ein Glehrter ſprach zu ihm mit Liſt 

Du, weit Daß du überzeuger bift, 
Dir dem ‚göttlichen Worte: 

Gar nicht, gar nicht, ſprach er zu band, 

So ihr mir Gſchrifft nicht gelten land, 

Meynend ihr dag ich mich fürchte, 


29. 
So ihr aber. Gſchrifft gelten Ind, 
—— Thu 





















hun ie ich ben meinem —— ——— 

Bin gar nicht überwiefen: 

Dei; ich in guter Hoffnung ſtan, 

Und flaget mich do ger nichts am 
In allem meinem gwiſſen. 


30. 
Darum ihr Predicanten ſchon, | 
Ob ſchon ihrs Evangelion, Er 
Lehen und auch verkünden: | 
eben und wandlen nicht darnach, 
So bringt es feine Frucht daruach, 
Das folt ihr billich finden. 


Da hand die gPredicanten gfeit, 

Fr hab wider die Oberkeit, 
Gehandlet und gelebet : 

er ſolle hie bekennen thon, 

Daß er im selben unrecht thun, 
Thut ihnen ge geben. 


Fr habe wider die Oberkeit, 
Nichts gehandlet das die Gſchrifft verbuͤt 
Bey der Gſchrifft ſoll man bleiben: 
Dann es iſt uns nicht gnug darbey, 
Klein in Ehriftum glauben bie, 
Sondern auch ihn zu leiden. 


* then ragen weiter m 1 
dz3 „nee 4 








EN 
RN, 

















920 ) Das 132 Lied 


— — — . - _ 


Hans Landiß haft du jederman, 
Verziegen und vergeben: 

Er ſprach he ja zu aller Stund, 

Kind auch euch mit lachendem Mund, 

Hab er gaͤntzlich vergeben. 


34. 

Ich will hie weiter melden fort, 

Da er ift kommen an das Ort, 

. zu feiner leßten Stunde: 

I. Har Betantnuß feins Glaubens than 
Am felben Ort vor jederman, | 

.- Sprach er mit feinem Munde, 


35. 
sch glaube das gank veftiglich, 
Bott heig mir meine Sind verzeicht, 
Hingnommen und vergeben: 
Durchs bitter Leiden Jeſu Ehrift, 
Und nicht um meiner Wercken ift, 
Ei Geſchehen, das mierckteben. 


J ae 36, 

” Der Nachrichter mit feinem Mund, 

Fraget Hans Landif zu der Stund, 
Ob es ihn thäte freuen: 

Er ſprach ja gwiß mit feinem Mund, 

Es bat mich lang auf dieſe Stund, 
Verlanget und thun freuen. 


ae. | 
Und ſprach darzu noch alles dag, 

























ne 
Warum folt mich nicht freuen das, 
‘ch glaub in meinem Haken: 
Ich werd jetzt in diefer Stund fehon, 
Mein GOtt Batter ins Himels Thron, 
Mit meinen Augen feben. 


| 38, 
Da man ihn an die Richtftatt gfuͤhrt, 
Froͤlich war er in feinem Gmuͤth, 
Thaͤt fein Gebät verrichten: _ # 
Zu unferem Gott ins Himmels Thron, — 
Her wolle ung auch nicht verlon, 
Und bewahren ewiglichen. | 


39. 4 

Der Nachrichter thät alg ein Sründ, 

Da er ihn wolt richten, als verfündt, — 
Thaͤt ihm Erlaubnuß geben: 

Zu reden bie nach ſeinem Muth, 

Und nach feinem luft und willen guf, 
Zuletzt in feinem Leben. 


— 


40. Ze 
Zu veden weiß ich nicht viel mehr, FU 
Dann ich möcht allen Dienichen fehr, FT 
Wuͤnſchen und von Hertzen gönnen: W 
Daß fie ihrs Lebens Anderung, # 
Thaͤten und wahre Befferung, 
Daß fie zum Leben famen, 


41, | 
Hierauff ift er frölih nd bi, 0 4 W 
fi wer O dd 4 Nider⸗ | } A 





Ps 
API 
Pe 1, 
i 
















m Das 132. Kid, "= 
Niederkniet als ein Held, | 
PPPund ließ ſich willig finden: 
UUnd iſt gerichtet mit dem Schwerdt 
WMannlich abgſcheiden von der Erd, 
| Thaͤt fie gleich überwinden. © 


42. 

‚Der Nachrichter fprach mit ſeim Mund, 

Und weynet auch von Hertzen Grund, 
Alte gar inniglichen: | 

Ich bin unfchuldig an diefem Blut, - 

was glaub ich feſt in meinem Muth, 

Ob ſchon ich hab muͤſſen richten. 


43. 
Es that ihm in dem Herken weh, > 
Ihme und feine Söhne zwee, 

Thun bitterlichen weynen: 
Daß man alſo ein frommen Chriſt, 
Dom Leben zum Todt hat gericht, 

Sie thäten es gut mehnen 

| 4 | 

Alſo erlanger er die Kron, EB 
Bm EHE die ewig Ruh und Won, 
Thut fie gleich überwinden: ‘= 
” Und iſt gedultig in der Moth, Ä 
Und trägt dag Greuß bif in den Todt, 
Und ließ ſich willig finden. * 


u 45, J 
Mit feinen Hausgſind hand ſie gethon 




















eEsdre am fetfte va ae | 
Als aus dem Haus thun jagen: 
aus und Hoff zu ihren Danden gnon, 
ſt das gmaͤß dem Evangelion, 
Thu mir O — ſagen. 


will ichs hie — ae 2° 0» 

die Sach GOtt befohlen hatt, 
Der mwöll fich unfer erbarmen: 
nd geben ung die ewig Kron, 
it Landiß unſerm Bruder fihon, 
Durch Jeſum Chriſtum. Amen. 


Das 133. Lied, 
Ein ſchon — von den ſieben 


kei 59— 
br (zu ſi ingen, Me 

pp Sin ft He das ae mihaon MM 

% Wenn ich denck an die groſſe Freud, 
ch hoffen mir werd gelingen, 
Die Gott den feinen hat bereit, 
Die nicht zergeht in Ewigkeit, 
oſt ich mich deß — freuen. 






un hoͤrend zu uñ ein gar fleifig loſen 
Sieben groſſe Bergdiefindbereit, 
ie tragen guldene Roſen, A 
Zwoͤlff Brummen die 1 ndauchdarby, 
Odds5 ., De 


——— a 
& Ks H IR ET F — 1 Sad x * J 
a A Ne nn RR. 





Pi 




















u Das Led 
_ Die Mid) und Honig flieffend fr 
Das thu ich euch verkünden, 


3: 

Noch mehr will ich euch auch anzeig, 
Es liegt ein Stadt auf weiten Se 
Die will er uns geben zu eigen, 

Die gaſſen find klarer danndas dur: 
ſcheinend gold und glaf, | 

Die Gruͤnd und Mauren auch fürb: 

Don lauterem Edeigfteine. 


N 4. 
Zwoͤlff Thor find auch daran gebam 
Mit edlen Perlenen rein und Ek 
Soo viel find auch der Bäumen, 
Die trage alle Monat zwoͤlfferley fruͤe 
Dahin da ſollen wir alle ſeyn grü 
Wend wir der Früchten gnieffen. - 
| 5. (gefchriebe 
Gar lauter und auch gar klar fimdt mai 
Ins Menfche hertzen Fein gröffere frei 
Auf Erden nie geftiegen, 
Die Doch in Ewigkeit wird beftehn 
Kein Aug hats gfehn fein Ohr verne 
So groffen Wonn und Freude, 
6 





- Nun laſſet uns gar fieißig uͤberſumme— 
Ein jede Seel die felig if, / 
Die leuchtet wie die Sonnen, 4 


J 
⸗ 
PN 









TB ae Te 
Wohl in des ewigen Vatters Reich, 
Dan werden fie anderen Englen gleich, 
jleich wie die hellen Sternen. 
7a (Seiden 
Rit Heiliger Watt und auch mit weiſſer 
Bekleidt Gott feine Aufferwahlten zart 
ie in ibm alfo bleiben, (Haupt, 
Er legtihnen guldene Kronen auf ihr 
Ja welcher das von hertzen glaubt, 
Yer bleibt in feiner Lehre. | 
| 8 


Io wird Gott die feinen _blohnen, 
Er wird fie führen in fein Reich, 
Ya neut unreines wird kommen, 
Der Herr dermachtden unterfcheidf, 
Sa zwifchen den Schaffen un böcken weit 
wiſchen den Böfen und Srommen. 


9 
Fsfind gar vieldiegern darvon höre fage 
Sie woltens aud) gernnemmen an, 
Bann es Ereuß nicht müflten tragen, 
Sp ftahr der Kelch des Leidens daran, 
Daſſelb muͤſſen wir zum erfien han, 
Woͤllend wir die Kron erlangen. 


- IO, 
Hochgelobt, gepreigt und geehret, 
Sen unfer lieber Herre Gott, 
Der uns den Glauben mehret, 





















— 


N 
m N 
a 


nn en nn ⸗ nn — 


| 


J— 





Das 134 Kid, 





- Darzu die heilige Drepeinigkeik, 
Bir oben Gott in Ewigkeit, 


Durch Ehriſtum Jeſum, Amen. 


Das 134. Kied, 


Ein Scheidfied, in der Melodey, 
Erzurn dich er O frömmer 
Drilt. 


yerrkie 


I. 












* wie ihr habt an ee u 
jebaut auffm Grund zu vechte kalt, 
Sein Wegen wolt anbhangen. 
Jarinn befteht, mein Rath, weils geht 
Auf ein Scheiden fehr traurig, 

1b feheidich gleich, bleibts Hertz bey euch 
Biß an mein * gedaurig. 


















s iſt ja kund nn offenbar 
Wie friedfam wir zuſammen 
sefebt ban und einmäthig gar, 
Gemäß dem Ehriften Namen, 

Is Kinder GOtts lieblich guts Muths 
Da that mir weh das Scheiden,. 
b ſcheid ich gleich, bleibts Hertz bey euch 
Gottes Lob much aus au ‚breiten, 


Rein liebſte Sreumde, mancher. Thraͤn 
Iſt mir um euch entfallen, 
ig hat die Lieb zu euch gethan, 
Ihr bleibt auch mit euch allen 

u Zag und Nacht in mein obacht, 
‚Der Herr woll euch bewahren, 
1 ſcheid ich gleich, bleibts Hertzbey euch 
Wollt nichts an — ſparen. 


nd ihr Dätter en darf 































788 Das 134 Lied. 
‚Die euch num iſt befohlen fein 
Auf daß ihr unverborgen 
Die Ehren Kron, zu einem Lohn 
Auf eurem Haupt moͤgt tragen, 
Ob ſcheid ich gleich, bleibts Hertz bey eud 
Um Gottes wohl behaͤgen, 





—. 

Seyd klug und unterthaͤnig fort 
Ihr Zungen all im Leben, 
In Eintracht Ehriftlichem Accord, 

Volt nach dem beiten fireben. 
Hab euer Freud in diefer Zeit 
Staͤts im Gefeß des Herren, 

Ob ſcheid ich gleich, bleibts Hertz bey euch 
Lebt doch nach Gotts Begehren 


8. 

Komtdoch hieran meins Hertzens grum 
_ Mit Thranen ifts gefungen, 
sm Herren bleibet doch gefund 

Ihr Alten und ihr Jungen, i 
Hüreuch für Zwift, vong Satans gif 

Boll euch der Herr befreyen, = 
Ob ſcheid ich gleich, bleibts Hertz ben euch 

Biß wir ewig erfreuen. 

9. | 

Gelobt fen Gott um dig fein Werck, 


4 + Das er Fräfftig gelencket 
= | g Geht 


% 













par 

ht ihr zu dem Gebäte ſterck, 

Dann meiner auch gedencket 

m bäten rein, daß Gott allein 

Mich wolle wohl beratben, | 

d fcheidich gleich, bleibts Hertz bey euch, 

Gott wohn euch bey in Gnaden. 

Das 137. Lied. 

Ein ander Scheidlied, In der 

Weiß, Wann mein Stuͤndlein 
verhanden iſt, 


I. 2 
ge nun die Zeit verhanden ift, 
AD Daß wir bie müffen feheiden, 
0 woͤll ung Gott zu Diefer frift 
Genädiglich geleiten, u 
af wir betrachten fort und fort, 
ein jetz gehörtes heilig Wort, 
Und uns mögen bereiten. 


EB KR, 
Ben unverfehens kommen wird 
Ehriftus am Süngften Tage, 
er Welt Richter und groffe Dirt 
Uns ftell zur Rechten, und fage, 
ommt ber: Ihr ſeyt gebenedeyt, 
rerbt das Reich in Ewigkeit, 
Euch ruͤhr hinfort kein Plage. 











ur: 


ee x, 
















Pe 750 — Das 13 5 Lied. Pr 


— — — — — — — —— — [7 


er 
Darum f laßt ung fleißig fern 
WMit baͤtten und mit Wachen, 
zur Himmels Freud aus diefer Pein 
Entgehn der Höllen Rachen, 
Und nahen ung zu GOtt allein, 
Ber ſpeiß uns wie die Engel fein, 
Boll ihnen uns gleich machen, 
3 4. 
Diß iſt O GO unſer begeht, 
Laß ung doch dag gelingen, 
Daß es gereich zu deiner Eht, 
Bir reden oder fingen, 
Mit Andacht es im Geift gefcheh, 
Dem unſer Sleifch nicht widerſteh, 
Hilff uns daſſelb bezwingen 


5. —9— 

Daß es dem Geiſt gehorſam ſey 

In dieſem kurtzen Leben, | 
Mit deiner Gnad uns wohne bey, ' 

Nein Sried ung wolleft geben, 
Halt uns in rechter Einigkeit, 
Blewahr dein Bolck zu aller Zeit, 

Biß du es wirft erheben. 


J 6. 
Und führen in dein ewig Reich 
i Mit den himmliſchen Scharen, 2 4 





* 








TE wol uns GOtt ale gie Tu 
a ; wir mögen gefehickt beftahn, 
enn Erd und Himmel wird vergahn 
Und dich wirſt aa 


tie Leib und Si in deine Hand 
Thun wir uns dir befehlen, 
leib du ben uns big an das End, 
So mögen wir nicht fehlen, 
ieweil es muß gefcheiden ſeyn, 

ww laßt uns GOtt lobſingen fein, 
Einmuͤthig — der Kehlen. 


Vattet, — und heiliger Geiſ 
Einiger GOtt mit Namen, 

sans du geſchaffen allermeiſt, 
‚Soll dich loben zuſammen, 

jach dem wir gehn von dieſem Ort, 
n Lieb erhalt uns immer fort, 
Durch Jeſum Chriſtum, Sa j 


Das 136. Lied. 


Ein ander Scheidlied, Fu der 
Weiß des — Pſalmen. 


us es nun ing efcheiden, | 
1 So woll uns & tt begleiteit, 
nie. Gi 


Be 


nn - 








se Bi 
as fies — 
— > 



























Ein jedes an fein Ort; 

Da wollend Fleiß ankehren, 
Unſer Leben zu bewahren, 
Nach Anhalt GOttes Wort. 


NZ 
Das folten wir begehren, 
Und nicht binläßig werden, 
: Das End kommt fehnell herbey 
Wir wiſſen feinen Morgen, 
Drum lebend doch in Sorgen, 
Der Gefahr iſt mancherley, 


3 | 

Betrachtend wohl die Sachen, 

Daß ung der Herr heißt wachen, 

Zu ſeyn allzeit bereit: a 
Dann ſo wir würden erfunden, 

Liegen und fchlaffen in Sünden, 
Es würd uns werden leyd. 





NN a — 
Drum ruͤſtend euch bey zeiten, 
Und alle Suͤnd vermeiden, 
Lebend in Gerechtigkeit: 
Das iſt das rechte Wachen, 
- Dardurch man mag geraͤthen, 
zu der ewigen Seligkeit. 


| Hiemit ſeynd GOtt befohlen, 


—2 
Bun be 













um End if 4 Re 
yenckend meiner in Br —— 
Wie ich auch gſinnet bin: en 
tun wachend allefamen, | 

Jurch Jeſum Ehriftum, Amen, | 
es * en Hal u 


Das 137. Lied. 


en: —— In ver 
| Weiß * — Pſalmen. N 


MI, einem Augeniigten Gmuͤth, 
Wuͤnſch ich euch GHttes gnad 

Mein Allerliebſte in dem Herren, 
Daß er euch den glauben —— — 


Beil, ihr Chriſto find einetleibe, | 
Joch frömlich allezeit bey ihm bleibt, 
 Eurfleifhundblutwoltdochbezwing, 4 
** nicht mehr die A Dingen, 4 
Eee 3 —— 








A v RE bi 
hr er Ren u 
— 


















Recht muͤßt ihr ſeyn himmliſch geſinn 

Ihr ſeyd beruffen zu Gottes Kind, 
Vaͤtterlich hat er euch ang 
Durch Chriſtum ſeyd von ſundẽ kom̃e 


4 
Send frölich in EOtt num allezeit, 
Sein groffe Wohlthat fehr ausbreit, 
Die euch durch Chriſtum find bewifer 
Ver euch von Sünden bat genefen. 





S 3» 
Sehr holdſelig er euch empfieng, 
Kind Hab euch einen Fingerring 

An eier Hand, und wolt euch freyen 
Halt bey ihm feſt, euch fols nicht veuch 
6 Pr 


Er forgt für euch num allezeit, 


= Mun ihr in Gotts Gemeine fend, 


Lind habet euch darzu begeben, ' 
In Heiligkeit fortan zu leben, 


| ; 7. » 
Ruͤſt ech, die Lampen macht bereit, 


Und ziert euch mit: dem Hochzeitkleid 
Auf daß ihr nicht kommet zu ſchanden 
Wie ihr von jenem habt verſtanden 


Ins Ort der Hochzeit als er cun 



















3 Sprach $ Sei | 
Sa dich nicht Pia in ud —* 9— 


nackt und bloß, ß, gantz ungeziert, 

ind haſt kein Kleid, womit man feyrt, 
An ſo groſſem Sabbath des Herren, 
Mit —2 Dich De muft fehten, 


fagen wird io Born geſchwind, 

u Kur Knechten: Meint und bind, 
m feine Sun und feine Händen, 
on: in die Hoͤ il el um zu breñen. 


) mein Geliebte hierauf paßt. | 
zeh dem, der da nicht Fort zu gaſt, 
Denn da iſt nur heulen und klagen, 
‚Und ſoll ſeyn au ewigen Tagen. 


doiumt nun, das Untere befeht, 

Javon beym Malachia fteht, ——— 
ie Gott die Sromen "ehren | 
„ER IpE De, Krantz der Ehrenfrönd, MIN 


13. 
* was ihr habt,erwartden Lohn, 
» er niemand 5 der Kon, 
Er a 














m__ Dem 
Mriſtus wırd denen fie auffeßen, 
Die ſich mit Boßheit nicht beſchmetze 


te Br, 
Euch Gott dem Herren gantz ergebt, 
In eurem Gebät: fo lang ipr lebt 
Woas euch noth iſt, ſoit ihr enpfanger 
Wofern Ihr anhalt mit Verlangen. 


Und werdet Gottes Gaben nicht 
Verſaͤumen, was euch hie geſchicht, 
Seyd allzeit from nach Ehriftisitten 


Sein Fuß ſtapffen folgt ftats mir bitte 


— 


Aus Bruͤderlicher Lieb und Macht 

Iſt diß Gedicht zuſammen gebracht, 
Daß mans allein nicht folte fingen 
m Ka fleißig ſeyn auch im Vollbringen 
| | Das 138. Lied. 1 


| 38 N 
Ein fehön geiftlich Lied, in eigenen Thon 











? 1. —— * 
Qu fingen hab ih im Sinn i 
Ä 4) Wolt doch viel lieber weynen, 


Wann ich gedenck wer ich bin. 
ET 2, 

Ein ſchwache Greatur y: — 

Gemacht aus Staub und Erden, 

Arbeitfelig von Natur, Be 


2 — | 
Bas if des Menſchen Sach; Wal 


ji 





, EAST 






J J— 


6 if viel — nd. ots ER 
iel en und viel 1 gran en 
das wehrt 


Der 0 ein Eu der — we 
Ku uns az thut Tate, 













D! : a nich) exe sib, —9 — ———— iR: 
Es mag en anders werden, 
Es muß — 


Der Tod, der Shuven Sol * 
Koͤnt — ihn abwenden, 
in € — PR" en “ ee 
















pP — * *7. 


a 7 3 


_ Das ih von diefer dm —— 
Zu ruhen kommen foll, - | 
Il, — 
Dem Fleiſch bring es fein Klag zz 
Auf Gtt wii ich vertrauen, 
Der mich wohl troͤſten mag. 


12, 
Der Gottloß fürcht den Tod * 


— — 


Er kan ſich drauf nicht Freuen, 
Er bringe ihm Angſt und Noty. : 


13, ’ 

O! Menfihachts nicht ein Schimpff 
Du hetteſt bald verlohren, + 
a5 ewig nimmer findet, . = 


14. 
O Menſch ruͤſt dich zum Tod :ꝛ 
Bitt GOtt daß er dich loͤſe, 


Aus aller Angſt umd Noth. 


ER | 
Merekt wohl den Liuterfheid ;; 
2er ein faͤhrt hin mit Freuden, 
Der ander mit Hertzenleyd. 


m € ſteht an Gottes Gnade r 

Darum büt did) vor Sunden, 
Es ſey früh. als Math, 7: 
Vegagcht allzeit dein End + 9 
I nit Glauben thu befehlen, Dein“ 


mE ie 


Ak 



















der Todt komme Kir die xt üb, : Atze: 
Wolauf mit mir von — 
s hilfft nun * darfuͤr. 


Nuſt ſterben in kuher Zeit 3 
Darum fo thu dich rüsten, 
uf dieſen teen —— 


TE was du haſt — Eid; er 
Das laß nun willig fahren, 
Dafi dir ein — werd. 


Bas haft du bie * Erd: | 
Die, Welt mit ihren Sorgen, 
zroß Jammer BER Beichwerd. 


Daft ſchon ein reich f Ä Tiſch * en. 
Kein Freud kanſt hie nicht enden, 
die iſt mit ‚Leid ag Be | 


Daft du eb 2 Beib * Kind el 
Sie muͤ und. bald zu dir Fee 4 
ann fi fie auch —— Wr hd. ‚cr 


yaft Du viel fiche & Ba 
ey liebe wirft & auch fi N nen, — 
| 2 x 2 . — * ® * a had Ra Die 














WA ee 
e g 















mein Das 138 Lied, 


nn — —— 


Die auch ſchon im Himmel fm 7 


er 

Dunckt dich dein Sünde fehwer z 
Kein Menſchen würdeft finden, 

Der nicht mit b'laden wär. | 


26, 
Laß dich an Ffm Ehrift, yr 
Er wird dich nicht verlaffen, 
Der dein Erlöfer ift. 


27, 

Der weiß all deine Noth :,: 
Er hat auch felbft erfahren, 
Vriel Schmerken und den Tod. 


I 28. % 
Durch den er dich erlöft, y: g 
2. _ Erin Huͤlff wird er dir fenden, 

Sein guadenreichen Troft. i 


3 * Ba 

Du weift wohl nicht die Stund ;: ' 

hnu dultig auf ihn warten, 
Sig dein Erlöfer komme, 


i 30, len 
n Entfegnicht zfaft vorm Tode: 
"Er made ein End der Sünden, - 
= Ad) aller Angft und North. 7 


’ 


Kamm 3 n IR. RW 
Mir iſt in meinem Sinn: 
nein End das fen vorhanden, % 
I 89 muß nun bald dahin, 32, Mein 
















32. 
Bei Schmerhen —53 zu:, 
Ich hoffe nun bald autommen, 
oh in die ige Ruh. 


Mein Gſicht das art) mir =; EN 
‚Mein Krafft thut mir eutweichen, 
Das ich nicht Er mag. | 


Frbleichen thut * Mund 9 
O reicher Chriſt vom Hlimelr. 
Verleih mir ein gute Stud. 


35. | 
Der. gütig Vatter dein : u: 
Des heiligen Geiftes guaden, 
Woll ſtatig bey mir ſeyn. 

36. 


Mich troͤſten in art, Noth: oc 
Daß ich mög überwinden, 
A Schmertzen un den Todt. 


Bann ic nun feheid davon : Aa — — Ei: 
mpfah O Herr mein. Ei. Bi 
18 r els Thron. — J Ih; 


38- er 

Daun, hut ei ein 1 End men Klagı 
Mit rener thu ich warten, > 49 
Dh auf den letzten a En 
3» 3. Dam 90 


uw * Rs 3 
iu BZ. — di B ae * —5 Ye * 










mia 












a Das 139 Kid 
Dann werd ich auferftahn :: h 

Herr Durch dein Krafft und Gnade 
Ins ewig Leben gab. 


40, 

Mit allen Kindern dein 4 
. Die du Herr wirft begnaden, 
zu Ehren dem Namen dein, 

Des 139. Kied. Bi 
Ein Lied von etlichen Brüdern, Die 

gefangen worden ſey zu Duͤrsrute 
0. An der Schmeig. 


| 
| 
4 





| | 4 | 
ar um dein Gnad ruffich Dich am, 
Ohne dein Gnad niemandnürthun 
Hilf Gott daß esmir gelinge, (kan, 
Ein neues Lied zu fingen, 9 


er Zu s 
Matthaͤi am fünfften thut es ſtahn, 







Wie Chriſtus auf einen Berg thät gahn, 
Und lehrt das Volck mit Unterſcheide, 
Die gcht Stuͤck der Sehgfeit. 


| 3. » 
Jetzund im neun und fünffzigften Fahr, 
Ging auf einen Berg einkleine Schaat, 
Auf Dürsräte me Namen, 
Sa fam das DBölcklein zufammen. 
Da hatten fie auch dieſelbige ve 





— 







Vie auf de Ehri ins der Herr 
ns fünfft, — J 
V one Spric aus. der. Bibel, 


f 

Als nun die Lehr bald war zum End, 
In die Stube kam ein Rauch "ed a 
Mit Lichtern und mit Waffen, 








Der Zorderft ne Simon genannt, 

Die Gelegenheit war im bekannt, 
Selbſt fechft Fam er gegangen, 
‚Sie — vier Brüder gefangen, 


"9 
Der Reitfnecht wag ein rauer Trabaut, 
Ein bloſes Schwerdt trug erinderdand, 





Gleich wie die N au den Schafen. | 4 in 


Schrodrt umd luchet, und wütei ihr, 11 


el dienen feinem Serien, | | 
nuthig higeg fellenfißrien mit Namẽ 
Fucfen au trugen Seil zufammen, 
Sie thäten die Brüder binden, 
And führen von re und Kinden, 


Envtich, wend fi e den Lehrer han 
sch hört er gab ſich ſelberna . 
ED thu uns nicht ſtraffen, 
‚Send —* rei der Schafen. 











as ce RK hi EM. Lin 2 j 


Y 5 — we Y 
—— * — 





ae Ba er N RE NUTERERAT TREE AR — ii. en ie Dei 
804 Das 139 Lied. 
se j 
\ 


r 


3 2 ER 
Ully Baumgärtner zog bunden darvon 
Er ſprach fürchtet Gott und haltet eud 





Solchen Abfcheid that er machen (woh 
Der lieblich Dirt der Schaafen, 


II, 
Sie führten ihn gen Tragfalwalt, 
Der Landvogt machtden Abfcheid bald, 
Gen Bern thät er fie fenden, 
Das ift die Haupt-Stadt im Lande, 


ES, LE | 
Sie führten ihn ins Zuchthaus genant 
Darinnen zween Brider wohl beat, 
Es find zween alte Hirten 
Hand ſchon ein Zeitlang geſtritten. 
ei ar 13, 2 — 
Die Gelehrten kamen offtmals dar, 
Beſonders in dem erſten Jahr, 
Erſuchten fie noch mit Studieren, 
Don ihrem Glauben abzuführen, 
; Br TEN | 
Ully Baumgärtner zur Antwort gab, 
Von meinem Glauben fteh ich nicht ab, 
Der mir mein Glauben hat geben, 
Der erſchuff den Himmel und die Erden. 


— 15. 
Viel Arges thaͤt man uͤber ſie ſagen, 
In fremdten Landen auch ae 
a a 















N reuet euch fo fie daran Mi 
Weiters will ich euch zeigen am, 
Wie weit fie sehen Brüder bad, 
‚Sie hand zu führe einftill und fridens 
So viel Gnad wirdergeben,. (Leben 


Nur GOttes Gnad der Zromen Fuͤrbitt, 
Auf Menſchen Huͤlff vertrauen fie nicht, 
Auf den rechten Selfen bauen, 


k 


Iſt Gott allein vertrauen. 


Bi; EL IE. Ba IR 
Der Oberkeit auch Zing und Zehenden, 
FaZoll und ſteur wasihnenmag gehöre 
Und dienen ınag zum Srieden, 

Auch GoOtt fuͤr fie zu bitten, 














Die Brüder wolten fich nicht Fehren, 
Nach fremdenLanden zu andern Herren 

Darauf fehiekt man fie baide, 
Auf die Marek, aus den Lande. 
F. | 


ee Y 
Anthony Himelberg ein Hirt der Echafen 
Iſt zu Bern um Srieden entſchlaffen, 
Mit Thränen thar er fan, Ze . 

Mit Sreuden wird er erndtgeeen. 


Der dieſes Lied ſang und gedicht, Der HET 





806 Das 146 Lied 


N — — 


— 


Der wat anfangs bey dieſer Gſchi 
Goͤtt helff uns gllenſammen 
Durch Jeſum Chriſtum Amen. 
Das 140 Lied. | 
Ein ſchoͤn geiftlich Lied von dem Haf 
lihacker, Wie er vom Leben zum Too ıft 
_ gerichtet worden, Gm Thon, 
Warum betrübft du dich mein Hertz. 


N As wend wir aber heben an, 
XZuſingen von einemalten Pant 
‚Der war von Haßlibach, 
aplibacher ward er genannt, 





Aus der Kilchdri Sumnuewald, 





Da daß der lieb GOtt zu thät Ian, 
Daß er wurd hart geflaget an, 
Wohl um den Glauben fein, 

Da bat man ihn gefangen hart, 
Fuͤhrt ihn gen Bern wohl in die Stadt. 


ae BEER ET Me 
And da er num gefangen ward, 
€ epeinigt und gemartert hart, 
Wohl um fen Glauben ſchon, 
Jedoch war er beſtaͤndig gſeyn, 


In feiner Marter, Angie und Pein, 
—— — ER 
einm Freytag thut mich verſtahn, 

= Ian Freytag en mich Berfi „ 





















en Kr —— u ihm Sa 
Wohl in die Gefangenſch ze 
iengen zu Dilputiven an, 
= poil von ſeim RD abſtahn 


Der: Haßlibacher er der Stätt, 

Bie itber difputieret hatt, 
Da ſprach ex bald zu ihn, 
on meinem glauben thu ich nicht abftan 
3) will ich Leib Bu Leben lahn. 


Und da es nun en. Samſtag war, 
Die Glehrten gingen aber dat, 
Redeten ihm hefftig zu, Be 
Du muft von deinem Glauben ſtahn, 
Oder man wird * Haupt abſchlan. 4 


Bat bald er ben zur Antivort gab, we 3 

Ich ſteh nicht von meim 8 lauben ab 4 
Ich halt ihn feftiglich, Be 

Din mein —5 — vo 








9— Weiters thu ich dir zeigen an, 

* on beinem Glaub thu du nicht ſtahr 

Darauf hleib ſteiff und veſt/ 
Dein Glaub der iſt vor Git ſo gut, 

Er hält dein Seel a guter Hut. 





Ob man dir ſchon wird dränen hart, 

Dian wolldich richten —— 
Erſchrick du nicht darob, 

Ich will an deiner Seiten ftahn, 

Keinðchmertze empfahn 


Und da es an den. Montag war, 
Die Gelehrten Famen nochmal dat, 
zum Haßlibacher hin, i 


Fingen mit ihm zu reden an, 





Er voll von feinem ee ftahn. 


| Wo nicht, ſagten fi e Spott, 

’ Morgen muſt du leiden den Todt, 
Der Haßlibacher ſprach: 

Eh ich von meinem Glauben ſtahn, 

Eh laß ich mir u Haupt abſchlan. 


Hoͤrt wie es am Montag, zu Nacht, j 
Der Haßlibacher hart entichlanft, 
DB um Die EM 




























— ihn es ſeye 30, | J 
un wolle ihm ir Bag rau. un 


Der Hah fibacher Dach darob, 

Da war es bey ihm heiter Tag, 
- Ein Büchlein lag vor ihm, 

Gin Engel GOttes zu ihm fagt: 

Ft du was in — Aug ſtath. 


Da er das Büchlein leſen thät, 
N) and er daß eg darinnen fteth, 

Man werd ihn fein Haupt Abfehlanı, 
Din Zeichen werd GOtt feben lahn, 
Daß man ihme dab unrecht gethan. 


Und da ers hen bat, ——— 
Da wurd es wieder finfter Nacht 
Gar bald er wieder entfehlieff, ° «m 
Und fehlafft biß an den heiteren LTag, A 
Daß man zu — ins Gfaͤngnuͤß kam. u 





17. 
B: wuͤnſcht man ihm ein guten — 
Bar bald er ihn gedancket hat, — 
Darnach ſagt man zu ibn, | 
Dis Goͤttlich Wort er hoͤren — 1 
Sonſt muͤßt er — das —— 


v ame | ich nice obftahn 
Sff: Das 








Daß er pollin 





ir N wre er RL, 
I. ge Das 140 Kied, 


Das Göttlich Wort ich felber Fan, 
Mein Sach befeblih GOtt, 
Es iſt meinem Hertz ein ringe Buß, 
Wann ich unſchuldig ſterben muß. 
u. LEO 
Ins Wirtsbausführr man ihn fürmar 
Dian ſtellt him Effen und Trincken dar 
Den Hencker neben ibn, 
ein Grauſen komm'n, 
Und noch vom Glauben gar abſtohn. 













20, 
Der Tauffer ſprach zum Hencker gut, 


j Mun eßt und trinckt ſeyd wohlzu Muth 


Ihr werdet heutigs Tags, 
Hinrichten mein unſchuldig Blut, 


J Iſt aber meiner Seelen gut. 





ZT, 

Er ſprach auch, GOtt wird fehen lan, 
Drey Zeichen Das thut wohl verftahn, 
‚Die wird man fehen bald, ; 
Mann ibe mir feblaget ab mein Haupt 
Springts in mein Hut und lachet laut 


N AN 
Das ander Zeichen wird gefchehn, 
Das wird man an der Sonnen fehn, 
" Aufs dritt habt fleißig acht, 
Die Sonn wird werden wierothes Blut 
Der Staldel⸗Bruñ auch ſchwitzen * 
Kl 23.00 




















u eh 
— 
— — 





Der Richter zu den —— ſagt, 
Auf die drey Zeichen habet acht, 
Und ſehet wohl darauf, 
Bann nun diß ailes ſoll gefchehent, ' 
So gſchicht es — — wehe. 


Und da das Maal 9 hat ein End, 

Man wolt ihın binden feine Haͤnd, 
Der Haßlibacher ſprach, 

Ich bitt euch Meiſter Lorentz bon, 

Ihr wolt mich Bee John: 


Ich bin gutwillig * bereit, 

Sein Tod mich hefftig wohl erfreut, 

Daß ich von binnen fell, _ > A 

Aber GOtt woll erbarmen fih, m 

Die zum Tod verurtheilet mich, 
26. 


Da er num auf die Nichtftatt kant, N 
Sein Hut von feinem Haupt N 

Und legt ihn für die Reut, J 
Euch bitt ich Meiſter Lorentz gut, 
Laß t mir hie — meinen — 


Hiemit fil er auf feine Rue. ' 
Ein Vatter Unſer oder 
Er da — 


3 r 





a, 
J 
J 
N J 
RAT — * 





A An 
Dr P} 


= 





812 Das 140 Lied. 


Mein Sach iſt jetzt geſetzt zu GOtt, 
Thut jetzt nur eurem Urtheil ſtatt, 
28. Darnach man ihm fein haupt abſchlu⸗ 
Da ſprung es wieder in fein Hut, 
Die Zeichen hat man gieben, - 
Die Sonne wurd wie rothes Blut, 
Der Staldel-Brun that ſchwitzen Blut 

29. Da ſprach ein alter Herre gut, 
Des Taufers Mund lacht in dein Hut 
_ Da fagt ein grauer Herr, | 
Haͤtt ihr den Tauffer leben Ian, 
Es wird euch ewig wohl ergahn. 

‚30. Die Herren ſprachen insgemein, 
Ken Täuffer wir mehr richten wend, 


* 


Da fprach ein alter Herr, 


War es nach meinem Willen gahn, 
7. Den Täuffer hätt man leben lan. 





31, DerHenckeꝛ der fprach nit Unmuth 
Heut hab ich gericht unfehuldig Blut, 

Da fprach ein alter Herr, 
Des Taͤuffers Mund hatgelachtim Hut 
Das bedeutet GOttes Straffund Ruth 
332. Der ung diß Liedlein hat gemacht 
Der war ums Leben in Gfangenfchafft 

Den Suͤndern thät erg zu lieb, 

Ein Herr ihm Federn und Tinten bracht, 
Er ſchenckt ung das zu guter Nacht. 


E N D E. er — Re: 
























> Dies Büchlein. 
f rd 


Ach froͤlich will ich fingen. 155 
A Ad GOtt von Hinimelveiche 164 
Ach HOF Batter im höchfien 227 
Ach) ESitt verleih mir bein . 291 
Ai die ihr jetzund leidet 284 
Als Chriſtus mit feiner wahren 46 
Als man zehlt taufend fünf 180 M 
Alfo redt der warhafftig OH 762 MM 
Ambrofius klaͤrlich beihrieb — 5E A 
Aus tieffer Noth * 329 


Chriſte mein Herr ich bin 
Chriſte thu dich erbarmen 

Ehriſte freundlicher Ritter 
Ehriſtus das Lamm auf Erden 
Ehriſtus der Herr iſt gangen 
Creutz Verfolgung sy I 


Danckt GOtt in feinem 
Das Wort der Warheit Jeſu 5 
Sen Batter wolln wir ben 201 
Der Glaub beſchuͤtzt mid) ganh 324 
Dar Bine fill - 5.5 I 
Die befte Freud ans Gottes Wort 77 
Die Lieb ift kalt jeßt in der welt 314 





ir 


J 


ar i 
® — * 

























ä FEW a " RER ES a * Ban REN 
5 ' Be N 4 
J — — B hr egiſter. 
— — — 


Durch Gnad ſo will ich fingen 


Ein groſſe Freud iſt in gemein 
Ein gfahre Zeit vor nie erhört 
Ein Liedlein will ich fingen 
Einsmals paßiert ih 
Erins Morgens früh vor Tage 


Es begab fich auf ein Zeite 


8 Fiodlich pfleg ich zu fingen 
Froͤlich fo will ich fingen 


I Selebt ſey GOtt ver Here 





I E Der führt ein recht Gericht 
OOtt Datter Sohn H. Geift 
Egott Zebaoth der war und ift 
Groß ſind die Werck des Herren 
.  Eroß Unbill thut mich zwingen 


EEErr Oott dich will ich loben 





Mr * 


Es waren auch zween Bruͤder 


Base 385 
7 Br Gott den Herren wolln wir 46c 





— 


Du glaubigs Hert fo benedey 


31 


Ein Mägdelein von Glidern zart 7 


II 
er 
46 
26 
35: 
ö 
24 


Es hatt ein Mann zween Knaben 52 
Ewiger Batter vom Hinmelteich 20: 
Edwiger Vatter im Himmelreich 271 


34: 


47° 


Gelobt fen GOtt im hoͤchſten Thron 7a 


33 
364 
391 
115 
673 


186 


Herr 























* Gott Batter im Himmelreih 334 
Herr Gott Vatter zudir ich ſchrey 435 
Herr Gott Batter in deinem Thron 440 
Herr GOtt in deinem Reiche 50 
Herr Gott Batter im Himmelreich 632° ITT 
tr Gott Batter von dir allein 64 FT) 
r Gott ftreit wieder meine 757 Wi 
err Gtt thu mich erdören 76 m 
Herr Jeſu Ehrifte ſtarcker 4 m 
Herr !ttarcter Gott ing Himmels 395 4 
Hertzlich thut mich erfreuen 342 
Hilff Gott daß ich mög fingen 716 
Hinweg ift mir genommen 1 7 
| f N 


Ich hab ein ſchoͤn neu Lied 77 
Ich weiß wer Gottes Wort befendtdn 






IEſus Chriſtus GOttes Sohn 217 
2 shr Ehriften gmein die ih 





In GOttes ao | 








— KRegiſter. 
Mein Gott dich will ich loben 216 
Wein Muth und Sinn fteht 54 
Wein froͤlich Herb das treibt . 78: 
WMenſch wilt du nimmer traurig. 310 
Merckt auf ein Sad) und die iſt 295 
Merckt auf ihr Ehriften allgemein >54 
Merckt auf ihr Ehrijtenallgeleich 655 
Merckt auf ihr Menſchenkinder 49 
Merckt auf ihr Volcker überall 125 
Merckt auf ihr Dölcker alle 242 
Merckt auf ihr Voͤlcker allgemein 445 
Werckt auf ihr Dölcker gmeine 614 





WMerckt auf mit Fleiß 481 
Merckt auf und nemt zu 198 


Mit Angſt und Noth ruf 227 
Mit einem zugeneigten Gmüth 793 
WMit Stenden wolln wir 530 
Mit Luft fo will ich fingen, Mein 41 
Mit Luſt ſo will ich fingen. Ein 428 
Mit Luft und Freud will ich Gott 501 


Mich verlangt zu allen Zeiten. 489 
Muß es nun feyn geieiben 798 


um hört ihr Freund ehrſamen 166 
Nun heben wir an in Nöthen 235 


NMun hört mir zuin mem 559 
Mun wolt ich gerne fingen 5% 


N 











> 


So mercket auf ihr Ehriften 27 AN 
So will ichs aber heben a. 378 we 


Trauren will ich ſtehn lafln 94 | 


FIR — —1 
REDE SE —— — 
a N a BR a a 

Da Aal rasen 






























Don Herren wolln wir fingen 69 


i W. 
Bach auf, wach auf O Menſchenk. 68 
Wacht auf ihr Brüder wehrte 64 
Bann der Herr die Gfaͤngnuͤß 45 
Was wend wir aber bebenan 8o 
Was wolln wir aber fingen 15 
Wer Chriſto jest will folgen 6 
Weil num die Zeit vorhanden ift 78 
> Wir bitten dich ewiger 10) 
Bir dancken Gott von Herken 20 
Wir glauben all an einen | 
Wo kommt das her O FEſu 73 
RB foll ich mich hinfehren * 
Woolauff, wolauff du GottsGemein so: 
Bolt ihr hören was iſt geſchehen 13: 


Zu Lob GOtt Vater She 5: 
Zu fingen hab ich im Sinn 79 
Zu fingen willich bebenan 131 















































Te 
RE En re Sn 
ERTERRTETTTTED | 
CONFESSIO. 
wet. 50000 


re 


—* Ch glaube und bekenn daß da iſt eine 1 
SI Chriftiche Tauffe,die innerüch und auſt⸗· 
SS) fertich gefchehen muß, innerlich miedem 
= Heil, Geiſt und Feur, aufferich ade 
nie Iaffer, in dem Namen des Datters,de8 
Sohns / und H.Geiftes,Aarth. 28; foh. 1. ya 
, Marc. 16, Die innerlihe Taufte wid von 
Shrifto den Bußfertigen zugeeignet, wie dann 2 
xohannes der Täufer ſagt: Ich tauffe euch mit 
Waſſer zur Buß, der aber nach mir Fommt (dem 


; nicht gnugſam bin feine Schub zu tragen ) iſt 

















kärcfer Dann ich, der wird euch mut dem Hello NET 
gen Geift und mit Feur tauffen, Marc. 1.Mar.z MIT 
- Diefe Worte eonfirmirt Chriftus, da er fagt 

u feinen Fuͤngern, Luc, 24. AS. 1. daß fie 

Jeruſalem nicht wichen, ſondern wartet 
die Verheiſſung des Vatters welche, i 
gehört (fprach er) von mir, dann 
euch mit Wgſſer getaufft, ihr a dei 
dem H. Geift geraufft werden, nicht lange nah 
Dicfen Tagen. Und Diefe Berheiffung iſt erfüller 
worden auff den Pfingſt⸗Tag, alfo iſt auch Das 
Haus Cornelii getaufft, Da fie glaubten was von 7 


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RER Rn OREAT Bi AB Li BE u a En sn. A a BI 
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Petto geredet ward; Cie empflengen den S 


Geiſt, undrederen ale mit Zungen, und lobte 





Gott, AZ, 2. und 10, 
- „ Aber Die dufferliche Tauffe des Waſſers, d 
da iſt ein Zeuge der geiftlichen Tauffe, und eir 
Anzeigung rechtfehaffener Buff und ein Ze 
ben des. Ölaubens an Jeſum Ehriftum, wir 
aus, Befehl des allmachtigen Watters, und tei 
nes Sohns und des H. Geiſtes, und inden Na 
‚men Deffelbigen einigen &Dtres, von einem wah 
ren Diener deß HErren zugedienet, denen, Di 


—* 
Pi 


Bruſſe gewuͤrckt und ſich gebeffert haben, den 
Evangelio glauben, ihrenÖfauben bekennen unt 
Die Tauff begehren, ſich willig GHke opffert 
und ergeben, zum Dinft der Gerechtigfeit, fe 
‚zu einer Knechtſchafft Gottes und Gemeinfchaffi 
Jeſu Chriſti und aller Heiligen, March. 28, 
"Marc. 16, Aldor, 2. NM 
+. Dig wird gründlich verſtanden und begriffen 
mit Diefen Worten, da Ehriftus ſagt zu feinen 
‚Süngern: Gebet hin, Ichret alle Bolcker und 
tauffet fie in dem Namen des Vatters, do 
Sohns und des H. Geiſtes. Und fehret, fie 
halten alles mas ich euch befohlen habe, March, 
23. m Marco haben wir alfo, Mare, 16, Pre⸗ 
diget das Evangelium allen Creaturẽ, wer glaubt 
und wird getauft, Der wird felig, wer aber nıche 
glaubt, der wird verdammt werden. In Dielen 
Morten Ehrifti ift vollkoͤmmlich bearicffen die 
Ordnung und Cinfeßung der Chriſtlichen Taufe 
fe, und alles mag darzu gebühre, Dann Chrie 
ſtus iſt die ewige Weißheit des Vatters, ro 
ruct⸗ 















% — 
di —* 
——— FE ED 


len und ges 


voll£ömmlich alles befoh 


N — 
Sinemal er dann ein Licht und Heyland all 
zenſchen iſt, fo erfind fich in Diefem Befehl, d 
or der Tauffe hergeben muͤſſe 
ie Schrifft nicht gebrochen we 
an dem Wort GOttes wed 
































ie Lehr vor und nach der Tauffe treiben fo 
ef daß er das Evangelium (fo ihme vor 1 
Taufffürgetrageniftjnach angenommener Zaue 7 
Nſich befleifige zu haften alles was ibm gebot ⸗ 

en ift, dann erift nicht mehr feiner felbft mache 
ig, fondern wie eine Braut ſich ihrem Braͤuti⸗ 
gam uͤbergibt, alſo iſt auch einer nach empfange⸗ 

nem Tauff, er ergibt ſich Chriſto und verleüurt 


feinen Willen, fteht aller Ding gelaffen, namlo6 
ind willenioß, laſt den Mann Ehriftumüber-sund 
in fich herfchen, Mar. 28. Joh. 1. 2 Cor, ı1. 
Dann dasift die Bedeniung der Taufe, dad | 
der Chriften Leben nichts Dann eitel Sterben M 
und Senden fen, weil wir dem Bild Chrifti ahne 
fich, und mit ihm getaufft, erben und leyden 
müffen, wollen wir anders mit ihm aufferſtehen 
J 
Mit dieſer Ordnung Chriſti ſtimmen ein undd 
J ler? f gta 




















—— 


gi — 


— nn bannen 
„ aceordiren Auch Die Apoftelen, als treue Hau 
halter und Außfpender der mancherlen Gnadı 





4 


ER 
£ J a x 















k lippi, Accor. 8. ö 
AItem / da Petrus dem Haus CorneliChriſtun 
predigte, und Das wort des Lebens ſagt, da fiel de 
H. Geiſt auff alle, die dem Wort zuhöreten. Di 
ſprach Petrus, Actor. 10. Mag auch Jemant 
wehren, Daß dieſe nicht mit Waſſer getaufft wer: 
Den, die den Heiligen Geift empfangen haben, 
gleich wie auch wir? Und befahl fie zu tauffer 
in dem Namen des Herren. | 
I. Alfo har auch Paulus etliche Juͤnger zu Ephe⸗ 
16 funden, zu denen fpracher, habt ihr auch den 
ns Nheiligen Geift empfangen, dieweil ihr glaubig 
Bi geweſen fend? Sie aber fprachen, wir haben auch 
nie gehört, ob ein H. Geiſt ſey; Da fprach no 
' — WW j 




























Be a a. rs; 
Alſo auch Paulus felbft, da er auff vera We 
om HErrn niedergefchlagen ward, und zi 
nafco, auß dem Befehl des Herrn von Ana⸗ 
ia (was erthun folte) gehoͤret hatte, fei 
icht wieder empfangen, und mit dem H. G 
rfüllet, in fumma ein außerwähltes Faß o 
Ruͤſtzeug worden war, da ließ er ſich tauff E 
Ind rieff den Namen des Herman Adır. a U 
Auß diefen und noch mehr andern Spruͤhen 
ft offenbar, Daß die Apoftel erft gelehrethabenn NH 
juß der Lehr aber folger die Buß und der Glaubleꝰ NUN 
Dann wie ſollen fie glauben ohne Predigts NT) 
ſagt Paulus) der Glaub aber komt au dem NT 
Hehör der Predigt, das Predigen durch Ba | 
Wort Gottes. Darum mird der bußferige IT 
laube mit der Chriftlichen Tauffe befantzung FT: 
alfo zu fprechen) verfiegelt. Aber nach vr Tauf m 
oll ein ſtaͤtig, gut, und Gottfelig leben folgen AT) 
— die rechte Ordnung des HErrn Se m 
Ehrifti und feiner Apofteln, Rem. io. NM 
Nach diefem allem, ſo die Apofteln Gereind:_ WITT 
en Gottes auffgericht haben, Durch das Erand /⸗ 
jelium, fo begeugen fie in allen ihren Briefen 
inhellig mit Dem ar ee Grund ae J—— 
























6 Bekantuuß 1— 
Dann alſo ſagt Paulus zu den Roͤmern. Wiſſe 
rnicht, das alle die wir in Jeſum Chriſtum ge⸗ 
fft ſeynd, die ſeynd in ſeinem Tod getaufft 2 fo 
ynd wir je begraben Durch Die Tauff in den Tod 
aAuf daß gleich wie Chriſtus iſt aufferweckt von de 
Todten, Durch die Herrlichkeit des Vaters, alſo 
ſo en wie auch in einem neuen Zeben wandeln, fo 

wir aher ſeynd mıt ihm gepflanget worden zu glei⸗ 
chem Tod, fo werden wir auch der Aufferftehung 
gleich ſeyn. Dabey wir woiffen daß unſer alter 
Menſch mit ihm gecreutziget iſt, auf daß da feyre 
der fuͤndliche Leib. daß wir furohin nicht mehr det 
nde dienen dann wer gejtorben, ift, der iſt ge⸗ 
recht gemacht von der Sünde, Rom, 6. Coloff. 3, 

2Tım. 2. Galat. $,6. Rom. 8. 
Mit dieſen Worten Ro»,6.thut Paulus fund 

was die Tauffe ven Glaubigen bedeutet, nemlich 
die Abſterbung des fleiſches , oder Toͤdtung des ale 
ten Adams, Begrabung der Stunde, Ablegung 
des ſundlichen Leibs, und ein Aufferſtehen eines 
neuen Menſchen und Lebens, und dag mit folcher 
Beſcheidenheit und außderiirfach,fintemalChrie 
ſtus um unſerer Suͤnde willen geſtorben, begrabt 
und um unſerer Gerechtigkeit willen von den Tod⸗ 
ten aufferſtanden iſt, und wir durch den Geiſt des 
Glaubens ihme eingeleibt oder eingepflantzt, alſo 
ſeines Tods, ſeiner Gerechtigkeit, ja alles mas ſei 
iſt/theiſhafftig werden, und alſo in feine Gemei 
ſchafft (zu welcher wir aus Gnadẽ beruffen ſeynd) 
in und Durch Die Hoffnung beveftiger werden, de⸗ 
rohalben muͤſſen wir auch um feines Names wil⸗ 
len, der Sünden fterben,begraben un der Gr 
RN: tigkei 













































al 





igfeit (ben, Colof‘ 2.3. Rom.g. 1. Cœ. 12.Rom, 
5. Heb. 3. Allor, 15. Eph.2. Eja, 35: Rom, 
Salat, $. Cohof. 3. Auf daß wir ein recht Schoß am 





— —— 


ud 








ſondern auf die BefchneidungChrifti,die an | 
der Vorhaut des Bleifches, fordern an dem Der 


Dann Fein duffsrtic) Zeichen allein gilt vichts 
für GOtt, jondern Glaube, Neugeburth cin 
| ba recht 








1 % * | recht » > va ’ 
El Menfch mit GOtt vereiniget, ı. Cor. 12. mi 
Lhriſto Jeſu eingeleibt, und des H.Geiftes cheil 

































» 


Tilg, Abter,.»2,, 4. 04 rn — 
Darum auch Die aufferliche Tauffe nicht foͤrder 
uiuuwur Seligkeit, wo die innerliche Tauffe nicht da if 
nemlich, Veraͤnderung und Erneurung des Ge 
müchs, 1.Pewr, 3. Rom..ı2 Tit. 3 | 
Noch einmal fagt Paulus zu den Galatern 
Gal. 3. Ihr ſeyd alle Gottes Kinder Durch der 
Glauben in Chriſto Fefu, dann wie viel euer ge 


— 


taufft ſeind, Die haben Chriſtum angezogen. 
Ich hoffe daß meine Herren etwas nachdenckt 
werden, an dieſe ſchoͤne und außtruͤckliche Wort 
Dann Das Wort Anziehen iſt gut zu begreiffen 
Sleich warn einer. nackend ift, fo verbirgt er fd 
und will nicht gerne gefehen ſeyn, Dann er [camel 
ſich feiner Bloͤſe, aber mann ex feine Scham be 
decket hat» fo Fommt er fren herfür. Alfo ifts 2 
". geichehen mit Adam, da ihm GOtt rieff, serbar 
r ſich und ſprach: HErr ich bin nackend; Er ba 
ſcch aber mir einem Feigenblat bedeckt und half 
ihm nichts, der HErr Eonte ſeine Schande(verſte⸗ 
be. die Sünde) wol fehen, Genef. 3. ; 
Da er fich aber befant, hat ihn GOtt bedeckt 
mit Gellen, welches bedeutet das Gnadenzeichen, 
Ehriftum. Da er nun das Sell an hatba ward feis 
ne Bloͤſſe nicht mehr gefehen. Alfs ifts auch mit 
den Ehriften, wann fieden Kock von Sellen (dag 
iſt Ehriftum) angezogen haben, fo wird unfere 
Sünde nicht mehr gefehen, und Das Kleid dag 
wir anbaben, Das fiehet jederman, Darum 9 
rech 








J 
3 
Rt 


# 





— — 


Bull ihne 
93 


























Alſo ſagt auch Paulus i 
us hat feine&emeinde gelebet,und ſich ſelbſt fü 


Bort, wieder HErr ſagt; Ihr ſeyd rein um Des 
Horts willen, das ich euch gefagt babe Joh. 13 
An einem andern Ort wird die Taufe vo 
Jaulo ein Bad der Wiedergeburt genenner, 7 
. Dann daß die Tauffe Die Wiedergeburt abs 
ildet, gleich wie die Befchneidung der "Bund ges 
eRet wird / darum daß fie den bund abbildet, uff . 
uch das Oſterlam wird genennetPafcha,das ie 
nübergang: wiewol es doch nuꝛ ein Gedaͤchtuuß 
des Übergangs, Gen. 17. Epod.ı2. 1. Pet rn. 
fo wird die Tauffeein Bad der Wiedergeburt 
enennt,Darum daß fie den wiedergebohrne Kıne 
ern Gottes zukommt, Die da gebohren ſeynd auß 

em unpergänglichen Saamen, nemlich aus dem 
bendigen WortGottes, oder wie Jacobus ſagt: 

die nach dem Willen Gottes durch das Wort 

er IBahrheit wiedergeboren feynd, Zacod. 1. 

bh. 3. 2. Car.’ Tir. 3. u \ 
Noch ein anders ifthie wohl zu — daß 
je Apoſteln ſagen: man müffe durch Das Wort 
iedergebohren werden, 1. Perr. ı. das iſt/ durch 
je Predigt Des Epangeliums, Rem, 10. Deut .. 
Pe, = Re Die 




































pelfaine Predigt noch Wort ſtatt bin hnen hat 
Zunm letzten fagr auch Petrus alſo in ſeinen Epi 
ſteln, 1. Petr. 3. da man einmal wartete de 
Boͤttlichen Gedn!t zu den Zeiten Noha 
d man die Arch zuruͤſtet/ in welcher we 
mn/ das iſt / acht Scelen behalten wurde 

durchs Waſſer/ des Gegenbild auch end 
behaltet / nemlich die Tauffe, nicht das Ab 
chun des Unflats am Fleiſch ſondern di 


gewiſſe Rundſchafft eines guten Gewiffe 
wit GOtt / durch die Auffer ſtehung JE 
KB Chriſti/ ꝛc. 4 | 
5 Durch Die Worte Petri mercken wir, daß di 
Tauffe wird abgemahlet durch die Suͤndfluth 
Damit GOtt die gantze Welt geftrafft hat, abe 
Moah ift zu derſelben Zeit mit feinem Hauß ( bat 
Godtt ) für gerechte erfant, und iſt in der Arch 
durch das Waſſer behalten, Gezef.6. 7. Gleid 
wie Iſrael auch Durch das rothe Meer ging mi 
trockenen Fuͤſſen, und ſeynd alfo von ihren Sein 
den erlöfer worden, Pharao aber mit feinem An 
hang ift Darinnen erfoffen, fo, daß auch nicht eine 
davon Fam, Exod. 14. Ä a 
Allſo iſt es mit allen Wercken GOttes, was da 
frommen das Leben iſt, das iſt den Gottloſen dei 
Tod, wie Paulus auch bezeuget mit dieſen Wor 
ten: Wir feynd GOtt ein guter Gerud 
Chriſti / unter denen die jelig werden, 
und unter denen die verlohren werdet 
Dielen ein Deruch des Todes zum Lade, 
u. | jenen 









































0 eimesiChriffen. | 
enen aber ein Geruch des Lebens zun 
Leben / 2. Corinth, 2. 


⸗ 


Auff Daß wir aber die Figur von der Sum 
iuthrecbt verſtehen mögen, fo müffen wir Nohe 
yaben als ein Gegenbild auff Ehrijtum, fett 
Haußgeſind auff Die Sldubigen, Die Arch 
ie Gemeinde,und die Suͤndfluth auff die Ta 
Dart mie Noah zu feiner Zeit ift geweſen e 
iger Der Gerechtigkeit, alfe it auch C 
in warbafftiger Prediger der Gerechtigkeit ger 


ben hat/Hebr. 1. Ejar. 
rinth, 3, Alor.2. Ejai,8, 12. Hebr... Undrvie 
durch die Sundfluth alles Fleiſch untergieng, ale u 
fo müffen auch Durch Die Tauffe alle fleifchlichetüe 
ſten und Begierden untergebe, und getödterwere 
Den, Rom. 6. und 13. Galat. $. Coloff 3. ı. Per: 2. 
auch tie als wenig Menfiben, nemlıch acht Se 
ken behalte wurde zu der Zeit Nohe / alſo iſt es auch 4 
jetzt mit den Menfchen, wie wol ihnen geprediget 
wird, und das Licht an den Tag Form, ſo lieben 
fie doch die F niternuß mehr dan das Sicht. Dar⸗ 4 
um auch fo wenig, Die da recht glauben, und uß m 
dem vorigen Leben verſetzet werden in ein geiſtlich 
Seben, auff daß ſie moͤchten gehen in die Gemeinde 
Pe b4 Chriſti 


* 





Bl u 


Aa Bekantnuß. 


t ⸗ ñ 















CEbhriſti und alſo ge aufft werde, zu einem Abſter 
ben des Fleiſches, und Ayfferfichung des neue 
bebens, 1. Petr. 3. Geneſ 4. Joh. 3. Matth,ıq 
I Wrc. 17.:-Mare, 11. Rom, 6. Colofj. 2, March, 
Dann Chriftus fage felbfl: Daß da wenig 
B mD,die den rechten IGeg finden, Masrh, zo, 22, 
Dann viel find berufen, aber wenig wm 
wenig glauben, und wenig follen felig werden 
Za. 8. Daß au Lucas fagt: Wann der 
Herr kom̃en wird, meynſt du, daß er auch werde 
. Blanben finden auf Erden? Lee. 18. Kom, 13, 
Dann, meine Ehrfame Herren und Dieneg 
GoOttes, ich will euch felbft fragen, ob es 
nicht ſey wie zu den Zeiten Moah, Zur, 17. 21. Ge 
ef. 7. Marc. g. man bauet, man pflanget, man 
kaufft Den einenicker an den andern, Zar. g. mat 
frißt und faufft, man greifft zu der Che ohnealle 
Furcht GHttes, Tob. 6.8. und die folches thuny 
it gnugſam offenbar, jaalle Winckel ſeynd voll 
Grreuels, der HErr wolle fiealle befehren, Amen. 
Daß aber etliche ohne Sorge leben, ift die Urs 
fach, daß fie Eeinen Sürgang feben, und ſeynd alſo 
Darauf getroͤſt, nemlich, ſie ſehen Chriften-Mene 
ſche, dañ ich bin gerauft,.(fagen fie) und meynen, 
es ſey alles gnug, waũ man nur getaufft ift,.Mare, 
24.25. Joh, 10. 12. aber fie wiſſen wenig, was die 
Tauffe bedeut, dann ſie haben den lebendigen 
Brunnen, da Feremias von ſagt, noch nie getrun⸗ 
Ken, ferem.2. ſondern die Ciſternen, die gegraben 
fepnd, Da trincken fie auß,bafi den rechten Bruns 
nen haben fie verlaffen,fagt der-HExr, Fer. ı LI7e 


Au, 


SR 








































Er u iſten. 13 
lfo es auch jetze mit der Taufferwie ich oben 
enugſam angezeiget habe, daß allein die Glaubi⸗ 
1 derauffet werden ſollen, Mare 16. ferem. m. 
hg. Nun aber verläft man den Befehl Chris, h 
fi, und die eine eigene Ciſtern oder Tauff graben 
der dichten, Die werden angenom̃en, und wird 
fo erfüllt das Ehriftus ſagt: Ahr haber GOt 
Br auffgehaben um euerer Satzungen 
4 en, Matth. IS, — —9 N, 
Es waͤre noch meh! mehr anzuzeigen aus heili⸗ ir 
er Schrift dann Baufus fo Deutlich vonde NUT 
Bereitung der Chriſte fchreibet,zudenhebrearm . NUN 
md begeuget, Daß Die, ſo in die Chriſtliche Si 0 
ung treften tollen, die follen erfilib Das 
Schufrecht, oder den Anfang der Chriſtlichen 
chre, nemlich Die Buß von den todten Werten, 
arnach den Glauben in GOtt, und darnach die 
Tauffe, ze. haben. Zebr. g. und 6. Rom. 13. 5% 
- Sch fürchte, es doͤrffte meinen&hrfamen Here 
en und Dienern GOttes zu lang fallen, derhale 
sen ich es ben der Kuͤrtze bleiben laffen- I 
Dieweil aber nun ihrer viel ind,die da mennen 
af die Kinder verdam̃t fenn, als auch Die Pa m 
ten fagen,fo wollen wir durch GOttes Gjnade,’ mE 
ine Kurke Antwort geben unſern Miderfpres | | 
ern,auff Daß auch meine Herren des Kammers 












ledig werden. 





E 





So mir dan ermahnet werden, den Kindern 
gleich zu werden, fo ift e8 unwiederſprechlich, fo 
lange fie inder Einfalt bleiben, werden fie für 
Gott urfihuldig gehalten, und ihnen wird von 
Gott kame Sünde zugercchnetz und wie mol fie 
der ſundlichen Art und Natur ſeyn, qus der Kot 

— SEN * 



































; eines Chriſten. 15 
I 
— 


haft Adams ſo iſt doch noch etwas bey ihnen, 
a8 Got: gefällt, nehmtich die Einfalt und Dee 
uch doch werden fieallein felia durch Die nad 
Shrifti, 1. Corinth. 14 Echeſ.4. Deut. 1.C)hf.ı.a 
March. 11, Ephef, 2. Actor. ıg. ie 
Daß aber etliche Die Kinder verdammen: ſo fie 
richt getaufft ſeynd, daßift eine Werachtungdes U 
Blutschrüti, 1. ob. 1, Rom. $. Danndie Sun 
Je Adams, und der ganzen IBelt, ift verfühnte 
durch das Opffer Chrifti, x. ?ob, 2. und den Kine N 
ern wird keine Sünde zugerechnet, Aeb.9. 1 
dann allein von Adam, Aors. 5. Wie fönten das 
die Kinder verdammet fennr ; is 
Wer will die Kinder befehuldigenum welcher 
poillen Chriftus fein Blue vergoffen batıı.foh.ur2 . 
Wer will die verdammen, Denen Chriftus da8 
eich Gottes zufagt har? March, 18. Marc 9. Im 
Lac. 9. Ber will die H. Schrift oerlaugnen,.vie Nil 
fo auserucklich zeigt, Joh. 1. Rom.s.ı Foh.2.daßdie u 
Suͤnde Adams und der gangen Welt hinweg ge ⸗· 
nommen fen ? Colof.2. Die Handſchrifft, fo wider 
ans war / iſt ausgetilgt / und an das Creutz gebefft, 
Rom. x. Die Gnade hat überhand genommen uͤber 9% 
die Sünde, 2. 77m. 1. und dag Leben Ehrifli hat NE 
den Tod überwunden. _ a m — 
Darum wer da fagt, daß Die Kinder verdamt IM 
ſeyn, oder fie um der Erbe Sünden befhuldigen 
will, der verläugnerden Tod und Blur Chriſti. 
Daũ ſo die Kinder um der Sünde Adams ver⸗ 
dammtfenn, ſo iſt Chriſtus vergeblich aeitorben, 
fo ift Adams Schuld no auf uns, und Durch 
Chriſtum nicht verföhner, fo hat die Gnade ei 
N WM - EM Me 





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16 Bekbkantnuß 
Te —— — — — — — 
die Sünde nicht uͤberhand genommen durt 
Ehriitum, aber dag ſey ferne, 1.Cor. ı $. Rom. y. 
Col, 1. 2. 1, Joh, 1.2. Eph, 2. Gal. 3, i 
. Dan die Gnade Gottes iſt reichlich allen M 
ſchen widerfahren, alle Vermaledehung, Fiu 
und Sunde der gantzen Welt iſt durch Chriſtur 
hinweg genom̃en, x. ob. 2. Mae, 18, und wie di 
Alten Durch den Glauben, alſo die Kinder au 
Einfalt feelig werden, aber alles aus Gnaden 
Ebel, 2. Acior. 15. So iſt noch zu perantwor 
ten, fe fie dann ſelig ſeynd, warum ſie dann nich 
getaufft werden ſollen. * 
Er ſtlich darum, daß wir deſſen Fein Gebot 
von Chriſto haben, Abraham aber hat inGebon 
vom Herrn empfangen, er folle alles, was mann 
Ic) Dar, auf den achten Tag befehneiden faffen: 
Nun hat er Fein Verbott von den Frauẽ empfam 
gen, (auch feinem Gutduͤncken nicht gefolge)fom 
bern nach dem Befehl Gottes, allein die Prablein 
beſchneidẽ laſſen; und die Befchneidung war dag 
Bunde: Zeichen fo Gott mie Abraham hat aufe 
gericht, und waren die Frauen doch fo tool als Die 
Männer in den Bund begriffen, Cez. ı7. 2x, 
AUnd abermal da Iſrael in der Wuͤſten war,und 
hatte ſchwerlich wider den Herren geſuͤndiget, alſo 
daß Gott ſprach, fie ſolten nicht in das verheiſfe⸗ 
ne Land kommen, und das um ihres Unglaubeng 
willen, da ſprach der Herr: Aber euere Rinder 
Die an dieſem beutitten Tag weder Buts 
noch Boͤſes willen, die werdens einneh⸗ 
men/ Nam, 14. Deat.ı 2. ERBEN 
So nun der HErr den. Kindern, (Dieer 4— 
N den 


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m achten Tag hat befohlen gu. befeneiden) 
4 hartzig iſt geweſen, und ihnen DasLand vers 
fen, daß fie es einnehmen follen, wie vielmehr 
dann feine Gnade jetzt ſeyn über die Kinder; 
aChriftus für gefiorben iſt? Rem. 8. ’ 
Zum andern / fügen unſere Wdaſprechen 
ab der HErr zu Nicodemo ſagt: Es ſey dañ 
aß jemand gebohren werde aus dem 
Dafler und Geiſt / mag er nicht kommen 
ndas Reich GOttes/ Joh. 3.darausfoldan 
ölgen, daß niemand in das Reich GOtt komme/ 
r fen dann mit Waſſer getauffs | 
Anewort. | 
Daß die Worte Ehrifti nicht aufdie Kinder zu 
erftchen ſeyen, bezeuget Der vorige Spruch ſo der 
Herr zu Nicodemo fagt, nemlich: Warlich / 
varlich ſage ich dir; Es ſey dann / daß je⸗ 
and von oben herab gebohren werde / ſo 
Ean er das Reich Gottes nicht feben, Joh, 3 
- Ans diefem Sprud) hören wir, daß Chriſtus 
Nicodemo die Wiedergeburt fürhält, Die alein 
geſchicht durch Gottes Wort, Jacob. 1. 1. Pet.t 
; Cor-4.Gal.g. wie oben gnugſom in meiner Be⸗ 
kantnuͤß erklaͤret iſt und Darnach fagt Nicodemus 
wie kan dañ einer wañ er alt iſt / wieder in 
uttet Leib gehen / und gebohren werdens 
Mercket, daß er geſagt, wann er alt iſt, daraus 
verſtehet man wohl, Daß der Hair nicht von Kine 
dern geredet hat, und darnach jagt er alſo: Es 
fey dan daß jemand aus Waſſer und Ge iſt 
gebohren werde/ kan er in das Rab Gote⸗ 
tes nicht kLommen. | 
ic Daß 






RT 
Ben: 


ee 
Daßs diß nicht von Kindern geredet ift, beje 
gen abermais die nachfolgende Worte, nemlir 
Was vom Sleifch. gebohren if das 1 
Fleiſch / und * vom Geiſt gebohren iſ 
Be © 










KR" 


Das ift Geiſt. 
Laſſet euch nicht verwoundern/daß id 
geſagt babe: hr muͤſſet von neuem ge 
bohreen werden. Dannder Wind bläßt, 
wo er will, und ihr börer fein Rauſche 
"wohl aber vor wannen er Eoimt/ und wo 
hin er gehet / das wiſſet ihr nicht, Alſo fi 
. jeder/ der ausden Geiſt gebohren iſt, 
Yon, 2,: 

Mit diefen Worten gibt Chriftus zu verftehen 
Daß der neugebohrne Menſch geiſtlich wird; unt 
aus dem Geiſt gebohren, geiftlicher Art und Veaı 


: tur/ wie Petrus fagt :2- Peer. 1. Rom. g. ABor, 17 





‚Joh. 14. Wir ſeynd der Goͤttlichen Natu 
theilbafftig worden/ ſo wir flieben die 
vergängliche Küften diefer Welt/ daran 
mag ein jeder erfennen, ober aus dem Geiſt ge 
‚bohren ift, nemlich, fo er des Geiftes Eigenfchafft 
hat, gleich einer vom Fleiſch gebohren, ?ob. 3 
1. Cor. 15. hat des Sleifchee Eigenſchafft und Naͤ⸗ 
tur, ein jedes in feiner Ordnung, die Mögel ha— 
ben ihre Art, infonderheit Die wilden Thire, Die 
Menſchen auch, ein jeder ift gefinnet, gleich mie 
Daffelbige, Davon er gebohren ift. Der dann aus 
Dem Geiſt gebohren ifl, der ift auch alſo geiftlich 
gefinnet, Rom. 8. Darum fagt Paulus: Die 
der Geiſt Gottes treibt/ die ſeynd Gottes 
Kinder. N 
| um 





















0:89 ihr. 
ben, want 
fage/ wie, 
m ich euch 

gen würde? 
Hieachtet der HErr die himmliſche Dinge hoͤ⸗ 









icht Rinder am Verſtand / ſondern ſeyd 
Kinder an der Boßheit/ am Verftand 


ißende zu Derrechten (Hand) GOttes, Roms | 
Doloff. 2.3. 1. Zem. 1. | u) 
Daß die Kinder folchen Glauben nicht haben, ‘ 
euget die Erfahrungsund auch Die Schrifft wie⸗ 
wohl erfichen fagen : GOtt Fan den Kindern den 
Ölauben wor geben, das befenne ich auch, — 
nicht allein den Glauben, ſonder auch Derfland, 4 
damit man den ‘Slauben greiffen muß, ja and 
Die Sprachr Daf fie es befennen, (mas aber Die | 
Kinder ir landen haben, beweiſen fiein ihrem 
Beben ind Seüchten.) > ‚Aber. 


3 * 


Ur — 
a ine en 2 u ud 








we itnuß eines Chriffen. 
Alber wiewohl GOtt allmachtig ift, und chi 
nad) feinem willen, dem niemand miderfteht 

mag,fo hält er doch in allen feinen IBercken ei 

Drönung, wie es ihm wohlgefällt,er.13,E/a 

64. Rom. 9, Levit, 10. 1, Reg. ıg, j 
Datum ein jeder wohl mag zufehen, daß ı 
durch fein eigen Gutduͤncken GOtt nicht meift 

re, dann er hat alles wohlgemacht , ihme ſey ewi 

Lob, Preyß und Ehre, Umen. 
Dieweil dann diß die wichtigſte Spruͤch 
ſeynd, damit man die Kinder⸗Tauff will —9— 
Jen» fo habe ich dieſelbe nach meiner Wenigke 
beantwortet, aufdaß aber meine Ehrfame Ha 
ren nich überdrüffig werden / über mein lange 
Schreiben, fo will ich es hiebey bleiben laffer 
Jedoch/ fo meine Ehrfame Herren etwas wei 
ters Antwort begehren (ſo viel in mir ift) bin id 
willig und erbierig zu antworten, 1. Perr. 2.3 
GOTT gebe uns allen feine Gnade, Amen. 






Thomas son Imbroich 
&6 W. Unterehaner: 















Bon den Srüern im im 


Schweißerland: i in dem 
Zurcher Gebiet, 


Vegen de der Trubſalen welhe — — 
ergangen ſeyn, um des Evan⸗ —4 
geliums m | » 








wi 








\ 
R 

























Chriſtlicher lieber Lefer! | 


EIS ift nicht möglich mit furgen Worten 
8 zuerzchlen, Die groffe Trübfalund Uns 
9 barmberkigkfeit fo tber uns ergangen 
3 iſt, auch uͤber unſer Weib und Kin⸗ 
der, Alte, Krancke, Schwangern und Sau 
genden, wie fie fo graufam, unmenſchlich ud 
unbarmberkig mit uns armen Unterthanen ume N) 
gangen finds da wir ihnen doch kein Leid gethan MN 
haben, fondern in allen gebührlichen Sachen NEN 
und billigenDingen gern gehorfam geweſen finds i 
und noch gern ſeyn wolten. 
Wir wollen aber dieſes unfern lieben Bruͤdern 
im Riederland, (die ihr ung aber nach demFleiſch 
unbefant fend Jgueiner Nachricht und gew 
Bericht an Tag geben, jedoch eine kurtze, 
fältige, gewiffe, und warhafftige Rechenſch 
geben, diemeil wir verftanden haben, Daß ihr 
unferer ſchweren Trübfal eine mitleidentliche 
Nachfrage haber, und unferer gedendket, fohae |) 
ben wir nicht Eönnen unterlaffen, Daß wir ud 
einen Bericht geben. a ee 
und Eingang des 1636ſien Sjahrsy haben fie . UF 














; — a) 

— vier Bruͤder gefangen, als Kudoip sp 
Egly/ ein Burger aus Zuͤrch und U 
Schmidt, in der Herrſchafft Klonau/ und 
Felix Urnne / auch aus derfelbigen Herrfchafftr 
and auch Hauß Muͤller zu Liticken/ in Der 
Gherrſchafft Gruͤnigen / biefelbigen "haben fie 
auf dem Rath Haus eine jeitlang, gefangen gez 
-  Jegt, und haben derfelben einen jeden in einer ſon⸗ 
derbaren Gefangenfchafft behalten, jedoch iſt 
Felix Urnne mit der Hilff und Gnad GOttes 
mit gutem Gewiſſen ledig worden. Und die an⸗ 








© Bern drey find bis zwey und zwantzig Wochen 
efangen geweſen; Sie haben aber viel Streits 
en der warenden Zeit mit uns gehalten, von Re 
Eatons-und Glaubens-Sachen halben. Nun 
di: ihnen aber alfermeift und allerwegen um Den 
Firchgang iu thun geweſen, fo wir aber ihnen 
mic gutem Geniffen nicht Fönnen bewilligen 


| nach ihrem Degehren. Letztlich aber haben fie 
Arns aus gelaffen, doch mit einem Anhang, daß 


wir wiederum auf dem Rath⸗Haus erfeheinen, 
und ung einftellen folten, und mit 39 Bruͤ⸗ 
dern in den beftiiten 4 Wochen folten unterre⸗ 
. Den, was und wie wir einer Obrigkeit begegnen 


wollen. Wir haben aber aufdie beſtimmte Zeit 





. nad) laut unſerem Berfprechen, und ihrem Dez 
gehren uns wiederum eingeftelt, haben aber ihe 
nen nicht koͤnnen bewilligen Gemiffenshalben, 
Daß eine Obrigkeit mit und und ven Unfrigen 
möge auftieben ſeyn, als fie ſagen; es iſt aber 
anfere Anerbietung dazumalen geweſen, und 
Bo, WAS uns unſer Gewiſſen nicht aa 7 





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nftchen, und mit dem Apoſtel ſagen: Wir ſol⸗ 
n GOtt mehr gehorchen als den Menſchen. 





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“u ae i RL: H 4 h N * 

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8 De 
h A fünff erften Artickeln war Fein Streit, unl 
haben befent wie fies aber den 6 und 7 Artick 
Haben wir nicht befennen, noch mit ihnen anneh 
men koͤnnen. Nachdem haben fie ung zum an 
dernmal befcheiden auf Die vorbenamte Schlöf 
ſer, auch haben ung Die Gefandte wie vormalä 
angeredt, undan uns angehalten, daß wir ung 
zu dem Kirchgang bequemen folten, fie haben 
auch viel der ihrigen aus der Landfchafft, 
ders Die Gelehrten und Vorgeſetzten auf Die 
Schloͤſſer befcheiden s fie haben aber ihre Mey: 
mung Dazumalen erzehlt, und die ftreittigen At 
"  tiefelaufihre Form fo had) gerühmt, verfluge 
I wandverblümt, und uns in unferer Werantwon 
tung offt heiffen ſchweigen, und nicht gewolt 
Daß wir unfere Berantwortung und Befäntnüf 
thun follens fie haben aber ung und unfere Han: 
del gar graufam gefcholten, geſchmaͤhet und ge 
aͤſtert. Es geſchach nurdarum, (mie wir glau 
ben) daß man ung vor dem gemeinen Mont 
wolle verhigen und in Ungnad bringen, und nad 
| a Handlung haben fie uns wiederum heim 
gelaſſen. | 
Vie dritte Handlung die fie mit uns 








Fat 





® 


*  fürgenommen baben, 

Am vorgemelten 1636 ften Sfahr,den achtet 
Herbfimonat, zu Sürch auf der Chor⸗Herrer 
Stuben, dahin hat man unferer etliche befchie 
den mit einem Geleit, worben viel Fager waren 
Bon beyden Ständen, und haben mit ung ein 
Difpudation gehalten von 3 Artickel wegen 
nehmlich, Tauff/ Machtmahl und — 









v * 


ya haben wir tung unſers Grunde und Glaub 
alben erklärt, wie fig Der HErr Chriſtus ange⸗ 
sen und geiehrt hat: da haben mir fie gefragt, 
3b fieglauben, daß mir darbey auch feligweroen 
mögen. Da haben fie bekennt, ja. Noch uͤber 
das, hat der oberſte Pfarrer Breitinger / vordere 
gantzen Gemeine bekennt, wann er auffer feiner 
Staotin einem andern Land waͤre und ein fols MIET 
ches Volck anträffe, Die eine folche Sehr und FI 
Sslauben hätten, er möchte wohl zu ihnen ftehn, I 
er hoffete auch felig gu werden. Nachdem ds FM 
Gefpräch den gangen Tag gewährt, hat uns 

die Racht von einander gefchiedens wir haben 
aber Feines weges vom wahren Grund HH, 
Darauf unfer rechter wahrer Glauben ſteht / ſollen 
noch koͤnnen weichen, und nicht koͤnnen bewilli⸗ 
gen in ihre Kirchen zu gehen, wir haben auch 
nicht viel Gunſt von Der Obrigkeit erlanget, ſon ⸗ 
dern fie haben ung den felbigen Abend mit harten. IT 
und rauhen IHortenangefahren, voie fie fo graue NT 
fam wolten mit uns handeln, auch fonderlich der 
Horgenandte Pfarrer Breitinger / der bat fein 
Hertz nicht weiter Fönnen verbergen, oder nd 
länger einhalten, dañ gleich wie eram Morgen 
uns gelobt und geruͤhmt hat, noch vielmehr hat 
er uns am Abend, im Abweſen, geläftert, ge 2 
ſchmacht, gefcholten und hatt gedrauet, man 
werde ungunfer Haab und Güter nehmen, un® | 
‚uns aus dem Sand fchicfen, und follen eine Ob⸗ 
rigkeit ſuchen, die ung den Glauben frey laffes 
welches fie aber ung nie haben wollen sulafle, aus 
ihrem Land zu ziehen, fondern nur zwey — 
94 en 


f 








— 

















2 fürgeichlagen, nemlich wir follen u 





Er 


Mirche gehen / oder in derGefangen ſchafft bleib 
und darinnen abſterben, Auf das hat es fichg 
andert and iſt ein jeder wieder in fein Heimat un 
in Gewahrſam gangen. 


Bald hernach war die vierte Handlun 
ſo ſie mit uns, fuͤrgenommen. 
Man hat uns wieder beſchieden, an beftirmee 
Dre, und von uns ‚gefordert, wir mmüfte 
and foltenähnen. ol unfer zeitliche. Guter fiegem 
And fahrens anzeigen, wir hatten Feine Gefah 
darbey zu erwarten, Dann ſie begehren nicht ein 
Batzens werth von unferm Gut. Was aba 
Daraus erfolget, fo werdet ihr im Ausgang die 
RB Jahrs in diefer Verfolgung wohl vernehmen 
Alto haben fieunfer Haab und Gut verzeichnet 
| und darnach in Arreſt gelegt» auch etlichen ih 
Haus und Hoff verkaufft, und den andern, det 
fies nicht verkauft haben, denen iſt ein fchtwee 
ver Sing Darauf gelegt worden und denſelben gi 


⸗ 


ihren Handen gezogen. 


Nun folge die fünffte Handlung ſo 
fie mit uns fürgenommen. 4 
Nachdem noir ihnen unfer Haab und Güter 
angezeigt haben, hat man unferer etliche wieder 
Auf die Schloͤſſer beſchieden, mir einem Geleit. 
Wir find ihnen abermalen geborfam geweſen, 
wie vormalen, Da wir ihnen indie gemeldte Ders 
ter grichienen find, da hat man uns einen Brief 
vorgeleſen, und der Inhalt des Briefs lautet “ 

Ä 0: 





.-. 







RT! 3 * RN N PIE — alles hie gi Kr “ : “ 
Al j j Be * ” 
ic. — 


Ri ann wir einer Obrigfeitnicht wollen 
gehorfam fern, Kirchgangs halben, ſo wolle - 
man uns an gewahrfamen Ort thun, und be⸗ 
halten. Welches fie gethan haben im r537 
sahr, da haben fie die Faͤnger Schaaren-weiß 
usgefchickt, und 12 Männer gefungen, melche 
5efangenfchafft mit etlichen faſt ein gant Jahr 
Wahret, und in derſelben Gefangenſchafft hat 
dan ung gar übel verkoͤſtiget mit unguten Leu⸗ 
on die wegen der. Ubelthat gefangen lagen, im 
Blofter Oetenbach / in einem rieffen und gat 
euchten Gefängnüß, auch hat man ung alle... 
Rache Wächter zugegeben, welche uns foten 
erwahren; aber in einer Nacht findmwirin eine 
Stunde mit GOttes Hilff und ruhigem Gewiſ⸗ 

en ledig worden, — — 
Yun wollen wir etlicher Männer, Weiber 

md Kinder Namen anzeigen, und wie man mit 
hnen und ihrem Haab und Gut umgangen ſey 
ls nehmlich: | | ee) 
Zum erſten, Rudolph Egly / Wannen⸗ 
Macher, ein Bürger zu Zurch / der gemeldte 
Bruder iftanfänglich don den vieren einer gewe⸗ 
fent ſo zum erſten 22 Wochen auf dem Rath⸗ 
Haus im z7ſten Jahr gefangen geweſen ſind, 
auch der zwoͤlffen einer, ſo in der andern Gefan⸗ 
genſchafft geweſen ſind im 37ſten Jahr, demſel⸗ 
ben haben ſie zum erſten ſein Haab und Gut 
angegriffen, auch ſeyn Haus und Heimat ver ⸗ 
Faufft, ohngefehr um 6000 Gulden, und uf 0 
bigein fremde Hande gegeben, und die Kinde 


y 


aus dem Haus geſtoſſen. Diefer Bruder hatte 
* Bat 








—— 
Tr. 

























a4 
4 


ar (10) * Be 

‚ein kranckes Kind, daffelbe Erancke Kind habe 
fie unter den beitern Himmel auf die Erde geſetz 

Nachmalen hat man ihn gar manches mal inn 1’ 

und aufferihrem Land gefucht, zuleßt haben ſi 

ihn aus dem Land vertrieben, daß er noch Feit 
getviffes Ort hat, da er wohnen fan. Nad 
dem man ihn nicht mehr_hat Fönnen befommen 
da find fie ergörnet geweſen, und haben fein Wen 
mit Namen Marche Lindingern/ gefangen 
Diefelbige haben fie in Getenbach ineine Gefan 
genſchafft gelegt, und eine zeitlang gefangen be 
halten, Doch haben fiegas rauch und fireng mil 
ihr gehandelt, und fievon wegen des Gemeinden 
Gelds, fo den Armen gehört, (weil erein Aelte⸗ 
ſter war, und uͤber die Armen Wacht und Sorg 
trug,) Daß fie ihnen daſſelbe hat ſollen zeigen, 
fie haben ihr mit Bein und Marter gedreuet, und 
in den Pein- Keller geführt, und den Hencker au 
die Seiten geftellt, und. ihr fo Angft gemacht, 
daß fiees ihnen aus Schwachheit gezeiget hat, 
Alfo haben fiedas Geld genommen, und zu ih⸗ 
ven Händen gezogen, welches mehr Dan 1000 
Gulden geweſen. Nachdem man das Geld ges 
habt, hat man das gemeldte Weib gefangen; 
im z7ſten Jahr, amlegten Tag des Ehrifimos 
nats, und iſt damalen bis in das 41 fie Fahr ges 
fangen geweſen, in dem ®erenbach) bey ans 
dern ihrer mithafften Geſchwiſterten. Endlich 
iſt ſie am Sreytag vor Orſtern mit andern ihrer 
gefangen mit freyem Gemiffen ledig more 


' Was 








“ 


Das antrifft die Gemeine im Klonauer 


Amt / und was fich darinnen bat zus 
nn und begeben/ iſt folgendes. 


um erften: 


Hank Mel. 


Die man mit demſelben Mann / mit ſei⸗ 
nem Weib und Rindern umgangen fey. 
Als man jehltedas 1637ſte Jahr / it der alte 
Mann gefangen worden, und 43 Wochen in 
Bande, in dem Kath: Haus, in Detenbach, in 
ner tieffen Gefangenſchafft geweſen, darnach iſt 


mit andern feiner Mitbruder unverletzt ledig 


worden 5 wiewohl fie ihn feither manchesmal 


ſtreng gefucht haben, und er hatte noch Feinen ge⸗ 


wiſſen Ort da er bleiben konte. Nachdem bat 
die Obrigkeit ausgefchiekt, und haben angefane 
gen zu verfolgen, befchleigen, und zu berauben. 


Sie haben ihnen etliche mal die Haufer umſtelt 


und durchfucht s aufein mal find bis Die dreyßig 
Schergen kommen, die haben ung die Haufer 
umftele, durchfucht und verwahrt mit Wacht 
und mit Feuer, etliche Tag und Nachte, und 
mit bloffen Schmerdtern und Waffen die Haus 





—5 RSG V h, NT? 4 * J Kart ——— 
Ci) 
| 


fer durchfucht, die Thüren zerhauen undzerfioe 


fen, wie die Krieger und Schergen thun, mit 


übermüthigem Wuͤten und muchtoilligem Eſſen 


und Trincken von dem Unfern, ja auch mit Srefe 4 
fen, Sauffen, freventlichem Stuchen und So 


tes Laſterung, mir Schweren, Toben und Wuͤ⸗ 


‚ten, Tropen und Draͤuen, noch gar viel — 
| und 


= 








(ey F 
und fhlimmer dann die unsernünfftige Thid 
thun, die zum Saben und Wuͤrgen gefchaffe 
find. In demfelben Tumult haben fiedes alcdı 
Hanß Meylis Sohns Srau gefangen, (daffel 
bige Weib harte ein 14 Wochiges Kind gehabt, 
und haben fie hart gebunden, und gen Sürd 
gefuͤhet, da iſt fiebis in das zweyte Fahr gefan 
gen gelegen im Klofter Getenbach/ und habaı 
fie hart gehalten, mit Syeiß und Tranck; dar 
nach iſt ſie mit andern ihrer Mpitgefchvoiftertet 
mit unverlegtem Seroiffen ledig worden, im 4 
Sahr, am Sreytag vor Oſtern; Auch find ü 
demfelben Tumult des vorgemeldten Aanf 
Meylis ween Söhne, nehmlich, Hanß um 
Marty Meyli / gefangen worden, den zte— 
Tag May / im z yſten Jahr, und Die Gefan 
genſchafft hat ein Fahr gewaͤhret. Man hat ſi 
auch gar ſtreng und rauch gehalten, in den Ba 

den mit Spaß und Tranck, auch mi 
Dreuen und Trutzen; man hat fie zwey mal aus 
gezogen und Das Geld von ihnen genommen it 

Der Öefangenfchafft, und noch viel andern mil 

ihnen, und zwey malin Eifen gelegt, Das hat in 

Die 20 Wochen gewährt, auch ftreng tribulin 

mit Spinnen und Seiden Kamblen, damit fi 
ſie moͤchten abfallig machen: aber doch find fr 
mitandern, mit der Hiiffund Gnade GOttes, 

mit unverlegten Gewiſſen heraus fommen. 
Indem zı flen Jahr habe fie unfers alten vor⸗ 
gemeldten Hanß Meylis zween Söhne Wei⸗ 
ber gefangen und nach Zürch gefuͤhrt ins de 
tenbach / auch bey andern ihrer Geſchwiſterten 
eine 











1e Zeitlang, gefangen behalten, und darnach 
ie vielandern Brüdern und Schweſtern ledig 
orden, und mit Gutem Gewiſſen heraus kom⸗ 
1 





Das arſte Jahr. 

Noch mehr haben fie mit ung gehandelt, mit 
Yaab und Gut, nemlich Haus und Heimat / 
me dem Hoff, Liegends und Fahrens ver 
ufft, und ift Daraus gelößt worden, 14,200. 
julden, und haben das alles zu ihren Handen 
egogen, und haben auch Die Kinder und Die 
indes- Kinder unter Die Fremden gethan, ale 
eme vertriebene Waͤyſelein zerftreuet, und has 
en Feine Gnad erzeigt gegen Die, fo fhonindie 
dirche gingen, noch gegen Denen, Die fich in Das 
Sreuß begeben haben. Und nad) dieſem allen, 
a fie uns unſere Hauſer und Heumat genommen, 
v haben wir ung mit Weib und Kind in 
ji Fremde begeben zu arbeiten, Damit wir nie⸗ 
mand möchten befehmwerlich ſeyn. Da find wir 
yurch mißgünftige Leute verrathen worden, 08 
wir gemohnet haben, und Die, Die uns behauſet 


und beherberget haben, die ſind von der Obrig⸗ a 


feit hart geftrafft worden. 

jeylis Grau gefangen worden, (und iſt gar 
noch ſchwaͤnger gewefen,Y und auf das Kathe 
Haus gen Zürch geführt, und da vom Naths 
Haus nad) Getenbach / von dem Getenbach/ 
in dag Spital, dafelbft an eine Kette gelegt, bis 
doß fiein Kindes Nörben gemefen ift, und von 


mic ruhigem Gewiſſen. 


" Pachmalen ift des vorgemeldten Martin 


dannen iſt ſie duch GOttes Huf ledig worden⸗ j “ 
Su FB 






a a he * ir, — 





EB 


Hank Miller. 
Im ı839ften Jahr, den 6 Januar. 
Hans Müller von Uticken gefangen u 
nach Sürch gerführt, und in das Klofter Oete 
bach gefest, und feine Derhafftung währetebi 
in Das zweyte Jahr, darinnen ward er tod 
Kranck: er ift aber mit andern Gefangenen m 
ruhigen Gewiſſen heraus Fommen. Na— 
demfelben haben ihn fern Weib und Kinderi 
feinem eigenen Haus beberberget, und ift bey i 
nen geftorben. Darfür haben fie der Obrigke 
müffen 40 Pfund an Geld Straff geben; dt 
sum daß fie ihrem leiblichen Vatter Barmhe 
tigkeit erwieſen haben. 


Rudolph Haͤgi. 

Im 1639ſten Jahr, den 23ſten Tag de 
Herbſtmonats iſt Rudolph Haͤgi gefange 
worden, und nach Oetenbach in Zuͤrch g 
than, und dafelbft gefangen gelegt worden, un 
haben fie feine Haus-Srau auch gar ſcharff ge 
fucht, da er in den Banden gemefen ift, und ba 
ben ihm fein dlteftes Rind gefangen, und har 
gedreuet mit Dümlen » und mit Schällen 





| Zboerck, wann ed feine Mutter nicht anzeigen wol 





ke. Nachdem haben fie fein Weib auch gefan 
gen und in Betenbach gethan, und da er 8: 
Wochen gefangen ift gemefen, da iſt er und fein 
Frau wieder mit andern ledig werden, und un 
zerlegt mit gutem Gewiſſen heraus kommen 
Aush bat die Obrigkeit, (da fie noch in * ndei 
{ i DON aren 








aren) ihre fünff Kinder von Haus und Hie 
at unter Die Fremde vertrieben, und letztlich 
ben fie auch ihn ſelbſt aus dem Land vertrieben. 


Hanß Ringer. 
Noch weiter mercken wir an, wie fie mit Hanß 
Linger und feiner Frau find umgangen. Im 
Saiten Fahr den 15 Maͤrtzen hat es ſich zu⸗ 
etragen daß er ſich in den Eheſtand begeben 
Bald darnach haben fie ihn gefangen und 
ach Zuͤrch auf das Rath⸗Haus gebracht, und 
anach in den Pein- Keller geführt, und zwey 
nalan die Marter gefchlagen, auf Daß er damit 
Meige, wer Die Ehe beftättiget habe. Nach 
iefem iſt er zu feinen Mithruͤdern in die Gefan⸗ 
enſchafft in Oetenbach verhafftet worden. 
Darnach wurde fein Weib eine Kindbetterins 
3a find diegänger bald ausgefchickt worden, und 
yaben die Kindbetterin fo gar übel erſchroͤckt, daß 
—* Kinder⸗Wehe hart ankommen ſind, auch 
haben fie die Kindbetterin in einer Miſt⸗Baare 
wollen hinweg führen, aber fie haben niemand 
Befunden, der die Kindbetterin hat wollen ladeny 





fpelche eben vor 4 Tagen eine Kindbetterin worde 5 
ift, da haben die Sänger Die ſchwache und blöde 


Findbetterinn an eine Kette gelegt, und Dem 
ee damit gebotten und gedreuet, 108 
fiedie Kindbetterin aus dem Haus laffen wure 
Den, o wuͤrden fie bey der Obrigkeit in groffe Une 
genad formen. Darnach ififie aus dem Haus 
1 ander Land, auch ift der 
— Manms 








$ 7 — 2W Y N 
’ * 5 9 1 
—— Hr 


Mann aus ber®efangenfchafft unverletzt heraus 
kommen und ledig — 9 
Heinrich Frick. 

Anno 1739 iſt Heinrich Frick im Klonau⸗ 

er Amt gefangen worden, ein Junger Manz 
Der vor feiner "Befehrung einLand⸗Faͤnrich gewe⸗ 
fen ift, und groſſes zeitliches Gut beſeſſen hat; 
aber nachdem er ich unter das Creutz Chriſti bee 
geben hat, da find fie über ihn fehr erzuͤrnet wor⸗ 
"Den, und fagten, die Trübfalen hatten um feis 
netwillen angefangen: Sie haben ihm auch in 
Der wärenden Zrübfal®sZeit feine Häufer und 
Scheuren gar manchesmal umftelt, und Durch» 
fucht mit graufamen Toben und Wuͤten; drey 
mal haben fieihn gefangen: Zum erften, haben 
fi: fo unbarmhergig mit ihm umgangen und ge 
hanpelt, daß fie ihn in groffe Angſt und Noth 
getrieben haben, und ihm feinen Sinn und gue 
tes Gewiſſen verwirret. Nachdem er aber ein- 
gewilliget hat, iſt er in eine ſolche groſſe Reue 
gefallen, daß er mit Petro bitterlich geweinet 
hat, und ſeinen Fall bekennt und ſich wiederum 
gleich in den Streit geruͤſt, und unter das Creutz 
Chriſti begeben. Nachdem haben ſie ihn wiede⸗ 
rum geſucht, wie vormals, auch ſind ſie heimli⸗ 
cherweiſe zu ſeiner Frauen in ihre Kammer gan⸗ 
gen, die noch zu ihnen in die Kirche gehet, und 
haben fie fo übel erſchreckt, daß die Frau ver⸗ 
‚meint fie muſſe Des Kindes genafens und Da fie‘ 
eine Kindbetterin worden ift» ſo hat das Kind 
nach der Geburt nicht Fang. gelebet, auch er Mi 

\ m —A 





















| ’ A | 

Kindbetterin nach der Geburth nicht viel gute 
—X mehr gehabt. Nachdem die Singer von 

r Obrigkeit ihn zum andernmal gefangen ha⸗ 
ben, und nach Zuͤrch geführt, in Das Kloſter 
Oetenbach in dem Gefängnüß vermahret, und 
eine Zeitlang gefangen behalten wurde dazumal 
ſein Handel ausgefuͤhrt, und iſt wieder ledig 
worden. Bald darnach haben ſie ihn wieder mis 
Ungeſtuͤmm gefucht; aber fie haben ihn dazumal 





nicht funden, dann man hat ihn von einem Dre 






in den andert jeführt und getrieben. Zum letz⸗ 
ten mal hat ihn feiner nahen Freunde einer,nächt= 
licher Weiſe/ verrathen, und auf freyer Land⸗ 
ſtraſſe ſelbſt gefangen, und nach Zuͤrch geführt, 
und iſt wieder eine Zeitlang gefangen geweſen 
wohl in das zweyte Jahr, und niemand ei 
noch wann es ein Ende hats als der gerechte und. 
guͤtige GOtt. In feiner Gefangenſchafft haben 
fie ihm viel Leids gethan, zweymal haben fie ihn 
ausgezogen, und ihm fein Geld genommens 
auch haben ſie ihm einen langen grauen Rock an⸗ 
gethan, zu einem Gefpdtt und Höhn, und alle 
Naͤchte thaten ſie ihm eine Kertean. Uber das 
alles haben fie ihm groß Haab und Gut genom⸗ 
men, welches. mehr datt 13000 Gulden antrifftr 
auch haben fie ihm zwey groffe £ öfe verliehen, 
darvon gibt er ihnen jährlich 426 Gulden, und 
zo Malter mit Kernen, und haben Das alles zu 









ihren ſelbſt Haͤnden gezogen. 


a 3 6 Ki R‘ 

... Steffen Zaͤnder. 
Im ts ſten Fahr, amaz Tag des Herbſt⸗ 
ae mwonats / 





2 


(3) | 
monats, ward gefangen Steffan Zaͤnder/ it 
der Klonauer Gemein, ein alter Mann, und 
nach ürch geführt,in Gerenbach ins Gefang⸗ 
nuß gelegt, und ift faſt anderthalb Fahr gefan 
gen geweſen, und 16 Wochen an Eiſen geſchla⸗ 
gen, und uͤbel zugericht, auch in den Banden 
ausgezogen worden: Er iſt auch lang in Ban⸗ 

den kranck geweſen, wegen der feuchten und lange 
wihrigen Gefangnuͤß, und darin in Chriſto dem 
HERAN entfchlaffen. mo num 1" 


Eine alte Schweſter, ward gefangen im Klo⸗ 
nauer Amt, die war in geheim bey ihrer Toch⸗ 
‚ter zur Herberge. Indem kam der Prediger von 
Aifferfcbweil/ allein, und wolre die alte Frau 
fangen, er fuhr fie gar rau'und graufaman, da 
wolt die Tochter ihrer Mutter aus Findlicher 
Liebe helffen, da hat der Prediger die Tochter 
gar übekerfchröckt und geftoffen, daß fie ift Franck 
worden, und eines Kindes genefen, und da ift 
Das Kindlein nicht lebendig an die Geburt kom⸗ 
mens und hiemit ift die Mutter dem unbarmher⸗ 
tzigen Menfchen entrunnen. en 


HM { r 8 e 7 J 
Catharina Muͤllerin. 
Jetzt aber ward eine alte Schweſter im Amt 
BRlonau gefangen, und gen Zuͤrch geführt, 
und in Oetenbach gethan, und daſelbſt in die 
Gefaͤngnuͤß gelegt, und iſt da eine lange Zeit in 
den Banden behalten worden; und zuletzt mit 
unverletztem Gewiſſen heraus Fommens * 
Karl: at 

















Dar 
ahı 
R * 


—— 
— 








Barbhara Kolbin. - MM 
Eine Schwefter ift gefangen wordenund es TE 
Zarch im Spital gefangen See ; und hernach 
wieder mit a w je heraus gefoinen. 
| A | 


Eliſabeth 


J 
*8 Ar Hi 





—— — * — — 2 
Re 





| (en 
Eliſabeth Meylin 
oft gefangen worden und nach. Sürch in 2 
Wetenbach gethan, und dafelbft eine Zeitlang 
verhaffter geweſen; nachmals iſt diefe Schweſter 
wiederum der Banden ledig worden, und mie 
utem Geroiffen loßgekommen mit der Hilffe 

nd Gnade GOttes. 


Waͤteſchweil und Horgen, 
zZum a ten, Im 163 7ſten Jahr den 3 
Mat hates ſich zunerragen, daß der Land Vogt 
zu Waͤteſchweil durch feine Diener 3 Bruͤder 
beſchieden, mit Nahmen, Peter Brubacher/ 
Honß Landis und Jacob Ruůͤſterholtz / wir 
follten zu hin auf daß Schloß Foinmen, und daß 
ohne Gefahr, es ſolle uns Fein Leid geſchehen; 
aber ſobald wir auf das Schloß kommen find, da 
hat er uns fragt, mi wir uns beſonnen hättens 
(nachdem wir auf der Chorherrn- Stube geweſen) 
ob wir in die Kirche gehn wolten oder nicht; und 
Das fen feine Meynung: Warn wirnicht in die 
Kirche gehn wolten, fo wolleer ung hefanglich 
einſchlieſſen, da es dann geſchehen iſt, wie es for⸗ 
nen in dem Buͤchlein, in der fuͤnfften Handlung 
gemeldet ift, fie find_aber nicht lang ‚gefangen! 
geweſen, alsdann ift Die Gefaͤngnuß geöffnet: 
forden, und zween Brüder, Hanß Landis 
und Jacob Kifterholz entrounen. Nachdem 
war der Peter allein, am Morgen ader hat der 
Land⸗ Nogt Dem Peter viel verfprochen wie er 
das gemeſen ſolle, daß er nicht mit den rer 
an 














* "RD ( 21 ) do 
ausgebrochen fene, es ift aber DIE alles wieda 
Dbige, | daß ihnen Fein Leid gefchehen ſoll,) nur 
leere Worte gewefen, und haben esnichtsehae 
ten, fondern haben den Peter eben grad auf dene 
felben Tag in eine ſchlimmere Gefangnuß gethana 


Die Thüren nie geöffnet; Und nachdem baren m .. 


ihn gen Sürch geführtr auf das Rath⸗ Haus⸗ 
eine Zeitlang da behalten / in der Gefangenſchafft ⸗ 
und haben weder Freunden noch Verwandten 


fagen wolien, wo er hingekommen ſeye Done h 


dañen hat man ihn in Detenbach in Dießßefinge 
nüß gebracht, dafefbft mehr dann 4o Wochen 
gefangen behalten, bey andern mehr, man hat 
fie aber übel beföfliget, und viel Leyds angethan⸗ 
fonderlich von dem unverfhamten Geſind, die 
wegen Ubelthat gefangen lagen, die haben uns 
8 übel geplaget. Ale Pacht hat man uns 
Warhrer geſtelt. Hernach iſt die Gefaͤngnuͤß 
geöffnet worden, im 163 8ſten Jahr, und iſt der 
Peter nebſt noch ız ledig worden, durch GOt⸗ 
tes Huͤlff. Nach diefer Ssefchichte, hatder fand 
Vogt feine Diener vielmal ausgefchickt und den 
Biuder ſuchen laffen; aber GOtt hat ihn noch 
Bisher vor ihren Handen behüret, Hernach hat 
es fih begeben, Den sten May 1640 haben 


fie unbarmbergig mit feinen Kindern gehandeltr 


und mit demfeinens der Sand Vogt iſt mit feiz . 
nen Dienern ausgeritten zu feinem Haus und 
Heimat, da haben fie folche Gewalt und Tyran⸗ 
nen gebraucht, Daß man gedacht hätte es folte 
ſich ein Stein erbarmen ; an demfelben Tag base 

| ben fie Sesam weftöhret, Knech· 

a 3 | NR . 


# 














m} 
teundMägde aefchickt,und die Rinder — 
ben, und das Haus und Scheuren, Holtz und 
. mitſamt allem, Liegends, und Fahrends, al⸗ 
es aufgeräumt, verfaufft und zu ihren Haͤnden 
gezogen, woraus ungefehr g000 Gulden ift gez 
loͤßt worden. Nicht lang darnach haben fie feine 
3 Knaben auch in Getenbach gerhan, wiewohl 
diefelben zu ihnen in Die Kirche gegangen, man 
bar fie gar. übel verderbt, doch find die Knaͤblein 
wieder heraus gefommen. 


Hank Landis, 
- Ein beftelter Diener in Horgerberg, der ift 
im 37ſten Jahr gefangen worden und gendüurch 
geführt, und in Oetenbach ins Gefaͤngnuͤß 
gelegt worden, er ift ungefehr ao Wochen gefanz 
gen geweſen, undift im 48ſten Jahr mit 15 feis 
ner Mit⸗Bruͤder ledig worden, durch GOttes 
Hilf. Nachdem er wieder ledig worden iſt, 
hat man ihn gar manchmal wieder geſucht, und 
haben ihn aus einem Ort in das andere vertriebẽ/ 
wie man ſpricht, ſo hat er viel Zeit nirgends mehr 
‚in die Haͤuſer gedörfft, fo hart hat es die Obrig⸗ 
keit verbotten, Daß uns niemand mebr behaufen, 
noch beherbergen, auch weder fpeifen noch traͤn⸗ 
cken, darzu Feine Barmhertzigkeit beweiſen noch 
erzeigen ſollen, und haben ihn und fein Weib⸗ 
Kind und Kinds. Kinder, alles in das Elend 
pertrieben, ja auch die, fo zur Kirche gehen, ſo 
wohl als Die, ſo fich in das Creuß begeben haben, 
Seine Tochter Margaretha Landiſin / iſt 
Auch gefangen worden und nach Zůrch sr 
| in 





h 










ing Deten bach 'gethan, und da fi 
Wochen gefangen geweſen/ it fie 
GHrres Hilff wieder loß word: | 4 
tes haben ſie ihm fein Haus und Hoff, auch alle 

andere Dinge was fienur haben Fonten, genom 
men, verkaufft und zu ihren 2 nden gezoge,und 























Dieſer iſt im 163 7ften Fahr gefangen worden 
und nach Sürch geführt, in das Kloſter Seren ⸗ 
bach in die Gefängnüß gethan, und Darinnen de 
ne Zeitlang bleiben müffen ; hernach aber wieder 
um durch GOttes Hılff und Beyſtand ledig 
worden. Nachdem haben fie ihn im galten 
FJahr wieder gefangen, und in das Oetenbah | 
gethan, bey fünff andere Brüder ın eine Ge⸗ 
wangen ſchaft / und find noch alle fech? beh einan ⸗ 
Ders auch fein Weib und feines Weibs Schwer 
fier, in das Elend vertrieben. ber das hat 
_ die Obrigkeit, den Hoff verliehen auf 4 ah, 
danach im 44 Jahr haben fie Den Hoff den 
Kindern wieder gegeben, und ihnen soo Gulden 
su verzinfen Darauf gefetzt, und zu ihren Handen 
gezogen. | a 


Conrad * Strickler. 

Ein alter Mann, iſt im 1644ſten Jahr den, ıE 
ag Biachmonat gefangen worden, auffer ih⸗ 
rem Land, und nach Zuͤrch geführt, und ben an ⸗· 
 dernfeiner Brüder verfperrer. Sein Web has 
ben fie auch gefangen, und in Getenbach ge 
b4 than / 















a 
than, fie iſt eine lange Zeit gefangen gelegens 
Aber jest Durch GOttes Hilff wieder l.dig wor⸗ 

den. einem Sohn haben fie die Guͤter ͤber⸗ 
‚geben, und 400 Bulden darauf gefekt, der Ob⸗ 
tigfeit zu verzinſen. Akad 


Hand Rudolph Baumafı, 
- Aus Dem Sapkierberg) Denfelben Bruder 
- haben fie gefangen, nach Sürch geführt, und 
mehr als co Wochen in einer. harten Gefangene 
ſchafft verfperret, auch in den Banden unbarme 
bergig behalten, man hat ihn ausgezogen, und 
16 Wochen an Eifen gefeffelt, er hat auch in der 
"  Gefängnüß eine ſchwere Krankheit, gehabt: 
I  Sernach ift er mit andern Brüdern mit gutem 
Gewiſſen fedig worden. Die Brüder haben ihn, 
aus der Sefangenfchafft in einer Nacht einen 
I weiten Weg getragen, da fie entrunnen find; 
dann er hatkeinen Tritt gehen Eönnens iftaber 
etzt wieder ein ſtarcker Mann, GOtt ſey gelobt; 
er har aber noch Fein gewiffes Ort da er wohnen 
Tan. Nachdem haben fieihm Haus; Hoff und 
alles mas er hatte, Liegendes und Sahrendeg vers 
kaufft, undalles in der. Obrigkeit Gewalt gezo⸗ 
gen, und zu ihren Händen genommen; darzu 
auch fein Weib und Kind ausgefloffen Aus 
den Öuternift 2000 Gulden gelößt worden. 


Dinfelben alten Bruder haben die Diener der 
Dbrigfeit gefangen mit famt feiner alten Frauen, 
einer zwey Söhne und ihre Weiber mie wey 
u | . Me 











en fängenden Kindern, dieſelben ala 
amt haben ſie nach Zuͤrch geführt, und in dem 
Hetenbach gefangen behalten 5 «8 hat aber in 
er waͤhrenden Zeit Angit, Schmergen und 
Hertzeleid gegeben, wegen der Heinen unfchuldis 
jen Kinders es find aber Die zwey Söhnen 
siner Pacht Durch GOttes Hilff mit den une 
ſchuldigen Kindern aus der Feinde Hand mit 
higem Gewiſſen entronnen; der alte Mann 
und feine Frau find jetzt wieder ledig worden; 
abenfein Sohn und Sohns Weib find in das 
Elend vertrieben. Die Güter undKinder einem 
gottlofen elenden Gefinde übergeben, daß auch 
die Kinder Angſt und Noth genugbenihnenher 
ben. Weiter hat der obgemeldte Mann noch { 
4Söhne die zur Kirchen geben, denfelben hat 
die Obrigkeit Haus und Hoff übergeben, und 








1000 Gulden darauf gefeßt zu verginfen, un® 4 


das alles zu ihren Händen gegogen. 
Fexonica Ableny. 

Fa alte Schmefter aus dem Horgerberg / 

iſt auch eine Zeitlang gefangen gelegen 5 iſt aber 






7 N 
3 


der Banden wieder ledig torden ſie muß ſich 


aber noch gar heimlich halten. 


5* 8 e 4 ff a 5 
Ein alter Mann, den haben fie genommen 
und nah Zuͤrch geführt und in Oetenbach ge> 


lege ineine ſtrenge Gefängnüß, man hat ihn gar 


übefgehalten, mit Speißund Tranck,fiehaben j 


ihn auch an Eifen gefihlagen, und a6 Wochen 
—9*— J damit 






Az 


(26) 
Damit geplagt, auch haben fie ihn aus gezoge 
und fein Geld genommen. Nachdem haben 
ihn abtrieben, und er hat verheiſſen zur Kirch 
zu gehen aus groffer Angft und Noth, und mer 
gen der langwurigen Gefangenfchafft, und dee 
groffern Unbarmhertzigkeit die man mitihm gez 
zrieben bat. Aber gar bald nach ſeinemFall und 
Verheiſſung, bates ihn fehr gerauet, er hat feiz 
nen Fall von Hergen bekendt und fich wieder in 
den Streit gerüfter und unter das Ereuß Chri⸗ 
fi begeben. Darnach iſt er wieder gefangen wor⸗ 
den und eineZeitlang indem Kloſter Oetenbach 
behalten, und darnach wiederum mit ver Hilffe 
GOttes mit ruhigem Gewiffen ledig worden, 
Jetzt haben fie ihn mit feinem Weibe aus Dem 
Sand vertrieben, nachdem er faſt zwey Jahr ges 
fangen geweſen. Seine Kinder die zur Kirche 
gehen ( zwey Töchterfein, ) die haben ihren Date 
£er aus Findlicherfiebe wollen befuchen,da er noch 
gefangen mar s aber fie habens nicht mögen erlan⸗ 
gen, fondern man hat fiean Eifen geſchlagen ei⸗ 
ne Zeitlang, und am Schellen Werck angefefr 
ſelt. Auch haben fie fein Haus und Heimat ver- 
Faufft, Daffelbeauch in Dbrigkeitlihe Gewalt 
gezogen, und ift 1700 Gulden Daraus gelöße 


worden. | * 
Felix Landis. 

Ein Bruder aus dem Horgerberg / den hat 
die Obrigkeit eingezogen und darnach gendürch 
ins Oetenbach in eine grauſame Gefangen⸗ 
ſchafft verſperret: fie find aber unbarmhertzig und 

une 








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unnatur 
hm etlid J 
yon aber neben ihm Maͤnner gefangen, wegen — 
der uͤbelthat die haben ſich über ihn erbarmetr, 
und ihm durch eine Spullen Durch die Wand 
in feine Gefangenfchafft warme Brühe einge 
fehüttet, da aber fein Verwalter das vernommen, 
hatman ibn und fein Gefpan in eine andere Ste 
fangenfchafft gethan- Letztlich hat man ihm Die 
Speiß wieder gelaſſen; aber er iſt ſo erhungert 
gemefen und an feinem Leib verdorben, daß er 
gar bald hat müflen fterben. Auch haben fie fein 
eib Adelheid Eglin gefangen und hernach 
genZürch geführt und in Oetenbach gethan 
dafelbſt eine lange Zeit behalten, nahe zu 4 Jahr: 
fiehaben aber das Weib in manchen ſtinckenden 
Winckel geftoffen, und mit ihr gar ſchaͤndlich 





md unbarmbersig gehandelt: Sie haben fie 


auch ausgezogen, und eine Zeitlang alle Nacht: 
ihre Kleider genommen. Cs waͤre noch viel zu 
fehreiben, mir wollen «8 aber nicht fihreiben, ſon⸗ 


dern wegen der Kürgeübergehen. Die Schwe⸗ I 


er hat den Handel wohl ausgeführt, ift aber 


 1estderen Banden ledig, fo lange GOtt will. 





Die Kinder haben fie auch unter Die Fremden ge 


than, Darnach haben fie ihm fein Haus und Hoff 4 | 
verkaufft, undift 5000 Gulden gelögt worden. 





Ein junger Knab, in der Hetrſchafft Wie I 


s 
| 


teſchweil/denſelben haben Die Diener Der Ob 
rigkeit gefangen? und vondannen nach Zuͤrch J 
pain | geführt, 





; Pl: 200 a — 
i PRISON 1 I aha a ae nn h R 


hefich mit ihm umgegangen, dann map 
che Tagenichts zu eſſen gegeben : es war ⸗ 











(28) 
geführt, ind Getenbach in die Gefängnüß 
than, und dafelbft if er zwey Jahr gefangen ge@ 
wejen 5 man batihn übelin der Gefangenſchafft 
Herföltiget, und war übel geplager, mit IGera 
fen, mie Bochen, Trogen und Drauen, und 
haben gefagt wie fie mit ihm handeln mwolten 3 zu 
legt haben fie ihn uͤberwunden, daß er hat zur Kir⸗ 
chen zu gehen verheiffen, wegen Der langmirigen 
Sefangenfihafften und aus Schwachheit feines 
Fleiſches. Aber nach dieſer Verheiſſung bateg 
ihn ſehr uͤbel gereuet und hat viel Angſt erlitten, 
und viel Schmertzen wegen ſeines Falls /er iſt mit 
Petro hinaus gegangen und hat bitterlichgewei⸗ 
net; darnach hat er ſich wieder in den Streit ge⸗ 
ruͤſt, und ſich unter das Creutz begeben. Nach 
dieſem haben fie ihn wieder gefangen und in Oe⸗ 
senbach in Die Sefängnüß gelegt in der er vor⸗ 
mals gemwefen iſt; man hat aber viel ärger mi 
ihm gehandelt als vormals; ſie haben ıhm alle 
Speiß eine Zeitlang abgefchlagen, daß man ihm 
überall nichts mehr gegeben hat, wie auch feinen 







| Brudern, mie oben gemeldet ift, daß ihm auch 
„Die andern, Die um Ubelthat wegen gefangen las 


gen, ihm durch die Wand durch eine Spuls 


u! 


Re Brühe eingegoffen s aber lehtlich da er fo übel 


verderbt worden, und fein Leib verſchmacht, 
ift. er in folbe Hungers-Noth gefommen 
daß es erbarmlich war, und er zuletzt nur noch 
ein warmes Brüchen begehrt, ohneeinen Bro⸗ 
am Brodts Darin zu begehren: Da. hatpder 
Thuͤrhuͤter erft Die Herren befchiekt, und haben 
ihn erfi noch in Der groffen Dungerg- Noch ih 
‚ a abrtrie⸗ 





6 Erz: 
* 


Fu 






J Werne Pleiſter 


Im 1640ſten Jahr ward Werne Pleiſt 
gefangen, ein alter Mann, ein Bruder um 
beſtelter Aeltefter Der Gemeine, in der Her 
Schafft Maͤteſchweil / ift gefangen worden, 
and feine rau und Sohns Srau, vie alle Dreh 
haben fie nach3ürch geführt und in Getenbach 
gefangen gelegt, es haben auch die Fanger, Die 


Su 


von der Dbrigfeit ausgefchickt waren, graufam 
und unmenſchlich mit ihnen umgegangen, mil 
Toben und Wuͤten, mit Troßen und Drauen, 
ſie haben die Fenſter im Haus zerfchlagen und ha= 
ben Die Gefangene gar ſtreng gehalten mit 
ESpeiß und Tranck, alſo daß der alte Mann 
| nicht lang hat mögen Dauren, auch wegen Der 
annatürlichen Seuchte Der Gefangenfchafft, die 
darinnen war, ifter gleich in den Banden geflorz 
ben, und indem HERRN entſchlaffen. Dar⸗ 
nach hat man feine alte rau wieder der Banden 
ledig gelaffen, GOtt fen gelobt. Des Sohns 
Frau ift noch eine lange Zeit in der Gefangen: 
ſchafft blieben, biß fie an ihrem Leib verdorben iſt, 
and letztlich auch geflorben. Hernach hat fein 
Sohn und Sohng Kinder der Obrigfeit 1000 
Gulden geben müffen, und überdas müffen fie 
noch ihnen jährlich aufdem Hoff versinfen auch 
2000 Gulden, obfchon diefelben Kinder und 
Kinds Kinder zu ihnen in die Kirche geben, 


Ulrich Schneider. 
Im 16 zoſten Jahr den 32 Herbſimonat * 





4* 
—* von RER PER 










neider gefange, in der Herr⸗ 





Wochen an Eifen geſchlagen , Danach ift er an 














‚ne gefahgen, und in Betenbach gethan, Dr 

innen find fie eine Zeitlang: gefangen gelegen, 
und. hernach wieder Kedigmmorden, unverleemie | 
gutem Gewiffen. Nachdem haben fie fein 






Sm 1640 Shahr ward ally Schmeidery 
aus der Herſchoff Waͤteſchweil gefangen und 


$ nachdürch geführt, und in Ost enba b gefane “ | | | 


gen gelegt» alda eine Zeitlang eine Irenge Geſan— 
 genichafft gebaht, wie die andern feiner Bruͤder⸗ 


> toie oben angegeinet if, fir haben ihn auch ande 
gezogen und das Geld genommen, ud ı6 94 
Be: Wochen 


* 








Eu. Tr 


ä 


(3%) 1 
Wochen an Eifen geplaget, und zuletzt iſt e 

den Banden mit Sieg von hinnen gefchieda 
er hat überwunden und ift in dem HERKI 
entföhlaffen. J 4 


Rudolp Bachmann. 

Im 1640ften Jahr haben fie einen alte 
krancken Mañ mit Rahmen Rudolph Bach 
mann / ein Aelteſter der Gemeine gefangen 
und auf einem Schliten nach zuͤrch geführt, ü 
das Spital, und daſelbſt an eine Kette gelegt 
und auch nicht abgethan, biß daß er hat ſterbe 
wollen, und iſt auch daſelbſt in den Banden ge 
ſtorben, nachdem er eine Zitlang gefangen gele 
gen, wohl geſtritten und überwunden hattey ij 


er in den HERAN verfihieven. 


Die Gemeine ift gefan⸗ 
gen worden. 
Sm Ausgang des 1642ſten Jahrs, ift di 
Gemeine gefangen, und nach. Zuͤrch gefuͤhr 
worden / in Oetenbach / es hat fich alfo zuge 
tragen: Da fih das Heerdlein Chriſti au 
Trieb des Heiligen Geiſtes hat verſammlet/ ; 
lehren und zu hoͤren GOttes Wort, und m 
einander den Nahmen des HENAM anzuru 
fen; da hat es fich begeben, daß unſerer Seind 
eine graufame Norte ſich zuſammen gefchlager 
Fie Eamen in der Nacht und Hberfielen Diem 








“ 
* 





10 Indem Stall wie fie verſammlet war / mit eſ⸗ 


em grauſamen Geſchrey, mit Tohen und Wuͤ⸗ 
en wie die Unſinnigen thun, daß das unver⸗ 


unfftige Vieh hat angefangen zu ſchreyen und 
wbrulfen, über dem grauſamen unmenfchlichen 
Sefchren, Das fie gemacht haben, allda haben fie 

liche Männer gebunden, wie auch Weiber und 

ungfrauen, und darnach gen. Waͤteſchweil 
uf das Schloß geführt, in naffen und gefror⸗ 
nen Kleidern, und in eine Gefaͤngnuͤß gerorffen, 
und hernach gen Bürch geführt, in Detenbach 
in Die Gefangenfchaffe gelegt; Doch find fie nicht 
lang gefangen gerefen, und find wieder durch 
einen Ausbruch mie der Hi (fe und Gnade GOt⸗ 
tes [edig worden, jedoch nur allein. Die Männerr 
die Peiber aber find in ihrer Gefangenfchaffe 








ben umgangen, ‚giv:n haben fir ausgezogen/ 


und eine Zeitlang alle Nacht ihr anlegend Ger 








ben, Es märe noch viel zu fehreiben, aber Die 
Beit mag es nicht erleiden ſie ſind jetzt aber Der 
Banden wieder loß / GOTT fen gelobt 


J EN A 
Hank Jacob Heeß. 









mp dag Schloß Fein 






ine Zeitlang geblieben, und find gar hart mie 


and genommen, und am Morgen wieder gege⸗ 


Amt Gruͤningen. 


Am 16; yſten Jahr ward Hanß Jacob Heeß 
alter Mann gefangen, im erſten mal da der 
ind Vogt die Fanger ausgeſchickt hatı und ee INN 
fprach ihm Friede und Geleit; aberfobaldeer 48 
* ſo hat er ihn aeftagiy | 








nuien, und ſich zu ſtollen. Nach 3 Tagen fchickte 


iſſt aher hernach mit GOttes Hilffe wieder ledig 


chen an Eifen geſchlagen; Hernach iſt er loß wor: 


“ ’ ö Y 
—— Fi arT 

4 

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CR . 
"ie er fich befonnen habe ſeytdem er aufder Chot⸗ 
Herren Stube geivefen, ob er zur Kirche gehen 
"wolle oder nicht, wo er das nicht thun wolle⸗ſo 
‘wolle er ihn laffen einfchlieffen, und gefaͤnglich 
'annchmen, aber aus Bitt heß erihn wiederum 
heim, doch auf ein Gelübt wiederum zu erfcheis 










er * Sänger aus mie Buchſen und anderen G% 
°tochren ihn. zu fahens Er hat ihn da s Tag zu 
@rüningen gefangen: behalten, vondannen 
‘führte man ihn nach Zůrch auf das Rath⸗Haus 
daſelbſt hat man ihn 19 Tag gefangen behalten: 


worden. 34 Wochen darnach haben fie wieder 
3 Sänger ausgefchickt, aus der Stadt Sürch) 
and haben ihn in der Nacht uͤberfallen, gefangen 
and nach Zürch geführt, ins Getenbach in ei⸗ 
ne Gefängnüß geführt, da ſonſt auch zo Bruͤden 
Darinnen waren 5 dagumal-lag.er Wochen ges 
fangen, darnach ift er durch GOttes Hilff mil 
feinen Mit- Brüdern ledig worden Durch einen 
Ausbruch, und im- zyſten Jahr haben fie ihn 
wieder gefangen und nah Zur) geführt, und 
in Oetenbach gelegt. . Er war dazumal 83 
Wochen gefangen, darinnen haben fie ihn aus: 
gezogen und fein-Geld genommen und 15 Wo⸗ 





den. In Diefem gemeldten zoſten Fahr haber 
ſie ihm fein Ehe⸗Weib gefangen und nahdürch 
auf das Rath⸗Haus geführt, und da etliche Ta: 
ge gefangen behalten, vondannen in Oetenbach 
geführt, und in eine harte Gefaͤngnuͤß Ron 














— 








03) E 
man hat fie fireng gehalten mit Speiß und MI 
Tranck; und darinnen ift fie 83 Wochen hart 
gefangen gemefen, und bat da müffen in den 
Banden abfterben. Uber diß haben ſie ihm fein 
Haus und Heimat alles aufgeräumt, Liegendes 
und Sahrendes was fie gefunden haben, und 
über 4000 Gulden Daraus gelößt, und alles zu 
den Dbrigkeitliihen Händen gezogen, 

Hanß Müller - 
Im 164ojten Jahr war Hanß Muͤller im 
Gruͤninger Amt, anfänglich Deren einer, ſe 
22 Wochen auf dem Rath⸗Haus find Gefan⸗ 
gen gemwefen, wie fornen im Büchlein auch fhon 
verzeichnet ift. Nachdem haben fie Die Sanger 
manchmal nach ihm ausgeſchickt Tag und 
Nacht, und den Bruder fuchen faffen, in feie 
nem Haus und in der Nachbarſchafft, auch has 
ben die unbarmhersige Sänger den Kindern 
nächtlicher weiſe mit bloſen Schwerdtern ger 
draͤuet, fie wolten fie umbringen wo fie ihren 
Vatter nicht zeigen wolten. Man hat ibnin 
der Kirchen laffen ausruffen, daß jederman 
Tolle Gewalt haben den Bruder der Obrigkeit 
zu überantworten, auch folle ihn bey groſſer 
Straffe von der Obrigkeit niemand mehr wa 1 
der behaufen noch beherbergen. Nachdemhbat ° 
der, Amtmannim Kioftr Rüter/ den Bruder 
laſſen fordern, mit einem fehrifftlichen Sriedund 
Seleit drey Wochen lang, und hatihmoverheife 7 
fen, daß ihn niemand beleidigen folle, nd 7 
nad) vollbrachtem m vhne Orfabe ni Mi 
PR 2 







2 


AB 4 ur 





Ä Eu —— 
der frey ledig heim geben laffen, und in: den be 
flimten drey Wochen hat er ihn durch die Su 
nen fordern laffen gu ibm in Das Klofter, und il 
dem Geſpraͤch als er nicht hat wollen verw 

ligen Kirchgangs halben, da hat er ihn in eik 
Verwahrung genommen und Tag und Nach 
mit Waͤchtern gebütet, und alfo die Werheil 
fung die ihm gethan bat überall nichts gew 
fen ift, vondannen har man ihn nach Sürch gt 
führt, und eine Zeitlang auf dem. Kath Hau 
bebhalten und darnach in Betenbachin einehat 
te Sefangenfchafft gethan, und ungefehr fech 
Big Wochen lang bey andern feiner Bruͤde 
behalten. Er hat auch in der Gefangenfchafl 
‚eine ſchwere Kranckheit überfommen, auch ba 
man ihn ausgezogen und fein Geld genommen 
„auch fechzehen Wochen an Eifen gehefftet, daı 
‚nach ift er durch GOttes Hilff mit andern fei 
‚ner Bruͤder ledig worden. Undin Diefer lauf 
„fenden Zeit hat man fein Weib gefangen un 
nah Zurch ing Betenbach ind Gefängnu 
gethan, und ift Dafelbft anderthalb Jahr gefan 
gen gelegen, nach dieſem ift fie mit ruhigem Ge 
wiffen loß worden. Darnach haban fi 
ihn und fein Weib Tag und Nacht gefuch! 

| SR bloffen Schwerdtern Haus und Scheurt 
durchgangẽ, aufeine Zeic hat eg fich begeben, da 
‚fein Weib zwey Kinder gebohren hat, und d 
die Kinder 2 Tag alt gewefen find, da karne 
‚gehen Sänger in Der Nacht, fie Funden Da 
Weib mit Den zwey Kindern, und: fielen d 
ſchwache Kinpberterin mit rauhen un, bar 

i ie. Jorte 





n a a BERN LNE 1 — RN Kin 2 
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’ Kech —D | | 
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Morten atı, fie muͤſſ e gefangen ſeyn, oder ih⸗ 
nen verſprechen ſechs Wochen nicht aus dem | 


Haus gu gehen, fie hat aber fich felbit nicht 4 
wollen ein folches Band anlegen: weil abe 


das Weib nicht hat wollen verfprechen, fo. find 
men Sänger geblieben und haben fie Tag und 
Nacht verwahrt, da iſt die Kinpbekterin aus 
groffer Angft und Noth mit den zwey Kindern 
Nrächtlicher Weiſe im Winter in grofler Kalte 
ausgebrochen, und fie wuſten nicht wo fie hir 
fommen wäres aber durch GOttes Hilfe iſt 
8 ihr gelungen, und mit den Kindern aus Der 
Beinden Handen entrunnens fie ift aber einen - 


weiten unbefanten Weg mit ıhnen gegangen. 1 


Auch ift ihnen die Haushaltung zerſtoͤhrt und Die 
Süter verliehen, und auf Die Guter Zinß geſetzt 
worden, nchmlih 1000 Gulden, und Das ale 
fes in der Obrigkeit Hande. 


Aa 


ZJacob Gochnauer. 


Sn dem 16z9flen Jahr ward Jacob 





Gochnauer im Amt Gruͤningen gefangen, i 


und darnach gen Zuͤrch gefuhrt, undin Beten: 
bach gefangen gelegt, und ift faft anderchalb 

Fahr gifangen gelegen, und auch wie andere 
feiner Mir» Brüder übel gehalten worden 5 
und iſt darnach mit andern feiner Bruder ledig 
orden, und, mit gutem Gewiffen loßgekome⸗ 
men. Darnach bat man ihn und fein Weib 
pus dem Land vertrieben, und fein Haus und 
Hoff verfaufft, und mag fie Funden haben, su 
ihren Händen gezogen. Nachdem hat “N | 
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| (33) | " 
begeben, daß er auf eine Zeit wieder in Das Lan 

gekommen ift, ſeine zerſtreuete Kinder zu fucher 
da lieff er aufder Straffen den Seinden wieder i 
Die Hande, und fie nahmen ihn gefangen, un 
hernach wieder gen ürch geführt, und in Ge 
tenbach gelegt, und ift alda jeßt faſt öndt 


N 1 J 






Jahr gefangen gelegen, und weiß noch nicht 
wann es ein Ende hat, dann allein der barm⸗ 
hertzige SOTT, der alle Dinge wohl wenden 
Tan, und alfo währeten feine beyde Gefangene 


ſchafften gar nah vier Jahr. 


ach Ey. © 
In dem ıszoften Jahr hat man "Jacob 
Egly indem Amt Grüningen gefangen, und. 
ift auch nach Zürch geführt, in Getenbach 


in Sefängnüß gelegt, und ungefehr anderthalb 


Jahr gefangen gelegen, fie haben ihn auch graus 


ſam flreng gehalten, alfo daß er an feinem Leib 


verdorben ift, wie andere feiner mitgefangenen 


Brüder und Schmeftern, und iftalfo in dieſen 
unnatürlichen feuchten und flincfenden Thuͤrnen 
geſtorben. Hernach ift feine Haushaltung zerz 
ftöhret, und der Hoff verliehen worden, und 


F. . soo Gulden auf den Hoff geſetzet, jähr- 


de zu legen. | 
Georg Meber, 
Im 16390[ten Jahr hat man Georg Weber 
in der Herrſchafft Kiburg gefangen, und ihn 


lich ver Obrigkeit zu verzinfen, und in ihre Haͤn⸗ 


fangnüß 


nach Zuͤrch geführt, in Getenbach indie Ges 



















fängnüß gelegt, und darinnen übel gehalt FH 
mit Speiß und Tranck, und iſt an feinem fab — # 
übel verdorben, wegen der feuchten und lange E 
wuͤrigen Gefangenfchafft, und hat auch eine 
ſchwere Sranckheit erlitten, darzu hat man ihn m 
ausgezogen und fein Geld genommen: Seine 
Sefangenfehafft hat fiebengig Wochen gemährts . I 
darnach ward. er mit feinen Mit» Gefangenen I) 
unverlegt mit gutem Gewiſſen wieder loßgelaſſen 
Jacob Baumgaͤrtner. 
Sm 1643 ſten Jahr haben fie einen, alten: 
Mann mit Yahmen Jacob Baumgärtner 
in der Graffſchafft Kiburg, gefangen, und dar⸗ 
nach gen durch geführt, in Getenbach in eine 
firenge Gefangenſchafft gethan, und darinnen 
hat man ihn eine lange Zeit gezwaängt und ges 
draͤngt, man hat ihn ausgezogen, fin Geld 
genommen, und ihm einen langen weiſen Rock 
angethan, zu einem Spott und aß, und noch 
alle Nacht legt man ihn an Ketten. Lange, 
dor der Gefangenſchafft, war er fchon in ver 
Truͤbſal auch vier malen gefangen geweſen, 
von dem 37lten Jahr bis jetzt dato, und feine NM 
Gefangenfchaffren haben bis in das fünfte J 
FJahr gewahrt, und iſt auch noch in Diefem 
funff und virgigften Fahr den 22 Auguſti bey 
fünff andern Brüdern gefangen geweſen; iſt 
aber jetzt der Banden wieder ledig, mit gutem 
Gewiſſen / GOTT fen gelobt. Die andern‘ 
fünf Bruͤd 


A 
” w 





er find noch ‚in den Banden» fo 
ds lange 


— 








ai (4) 
fange GOTT mill Alſo if der obgemeldi 
Mann in die Hande der Obrigkeit — 
fie haben. ihre Diener ausgefchickt, die haben 
ihm fein Haus und Heimat verfaufft, und das 
erlößte Geld zu den Obrigkeitlichen Handen 


gezogen/ nehmlich Foo Gulden, 


A Mara ‘I 

3: — se Be | 
Ulleic Müller, . | 

Im 16g40/ten Jahe den zı Auguſti iſt auch 
U rich Muͤller in der Sxaffibaffe Kiburg 
‚gefangen worden, an feiner Arbeit, ( der felbie 

ge iſt ein beſtelter Diener der Gemeine gemefen,) 
und ift nach Sürch geführt worden, auf das 
Rath⸗Haus / und habenihnetliche Tag darauf! 
behalten, und darnach in Getenbach in eine 
harte Gefangenfchafft gethan, und ift auch in 
den firengen und unbarmhertzigen Banden und 
Sefangenfchafft an feinem Leib verdorben, 
and nach fünff und dreyßig Wochen feiner 
Sefangenfcbafft, in vom HERRN entſchlaf⸗ 
fen. Darnach haben feine Kinder von feinem 
Gut der Obrigkeit hundert Gulden erlegen 


muſſen. 
Mach Muͤßly. 

Im 1644ften Jahr ward Jacob Muͤßly. 
auch in der Herrſchafft Kiburg in Verhafft 
genommen, nach Sürch geführt und in ®ee 
tenbach gefangen gelegt, Der jeßt auch bey 
vier andern Brüdern noch gefangen liegt, Die 
Nahmen derfelbigen find dieſe: Jacob Goch⸗ 

| naner/ 























nauer/ Heinrich Frick / Comad Stride | 


Catharina Forrerin. 
Noch eine Frau hat man gefangen, mit Na⸗ 
men. Cacharina Forrerin / im Amt Gru— 
ningen / und haben fie nach Zuͤrch geführt, 
in Getenbach in die Gefaͤngnuͤß gethan, und 
iſt daſelbſt eine Zeitlang gefangen gelegen, und 
hernach mit andern Schweſtern ledig worden / 
und ben der erfannten Werheit geblieben. 


Burddard Ammen. 
Im 16391ten Fahr ward ein alter Mann 
mie Nahmen Burckhart Ammen/ am _ "F 
Bürcher See gefangen und nach Zürch gu N 
führt, in Getenbach gethan in eine Gefane FM) 
genfchafft, und daſelbſt ungefehr anderthale FEN 
Fahr gefangen behalten, und ift fehr übel ges 
halten worden, auch ift er ausgezogen worden, 
Doch auch letztlich der Banden loß worden. Es 
IN auch zwey Weiber gefangen worden am 
Sürcher See/ fie find aber gleich der Ban⸗ß⸗; 
Den mieder ledig worden, und mit gutem Ge 1 
wiſſen lofigefommen.. “u 
Eliſaheth Huͤtzny. 
AIm ſten Jaht iſt eine Schweſter Eli⸗ 
faberh Huͤtzny gefangen worden, und nah NT 
Zuͤrch geführt, in Detenbach in eine firenge NN 
Gefangenſchafft gethhn, fie hat gar eine ihm» N 
se Gefangnuß erlitten und siel ungeſunder 
N I U 


* 


| x Tage gehabt; ſie haben auch weder Mitleiden 
noch Barmhertzigkeit gehabt, ſie hat in den 





CE)" 






Banden fterben: müffen. - Ihrem Mann hat 
Die Dbrigfeit yoo Gulden‘ genommen, und 

die Güter die. man nicht verfaufft hat, auf die, 
find den Kindern Zinſe geſetzt worden, zu ver⸗ 


zinſen, über 300 Öulven. deal Ge t 
Heinrich Schtneben. ' 


Im 1640ften Jahr ift Heinerich Schnee 
bely gefangen worden und nach Zuͤrch geführtr. 
und in Berenbach in eine Gefaͤngnuͤß gethan, 
und iſt Jeine lange Zeit gefangen gelegen, und 
hernach mit andern ledig worden. Es iſt zus 
wiffen, daß in diefer Trübfal auf einmal ſieben 
and dreyßig Perſonen durch einen Ausbruch 
find herauskommen. vo, ner 9 
Es find auch die Anheger der Obrigkeit und 
Treiber des gemeinen Volcks fo flreng gemefen, 
7 fadie Gelehrten find ſelbſt mit den Fangern ge⸗ 
I Fauffen Tag und Nacht mit ihrem Gefinde, mie 
"  &oben und IKüten, wie fornen verzeichnet It. 
Nachdem und uber diefes alles, find noch viel 


"andere in ihrer Verwaltung, welche niche mit 
Nahmen genant find, Mann und Weib, 





Schwangere, Säugende und Krande, wenig 
ausgenommen, Dienicht von den Ihrigen ndas 
Elend getrieben find; man hat viel Wittwen 
und Waͤyſen gemacht, und viel aus dem Land - 
vertrieben, auch haben etliche in Den Wildnuͤſſen, 
Gebirgen und Deden fich verborgen, Dann man 
hat gar grauſam getobet und gewuͤtet, Die Faͤn⸗ 
Si | ger 






















a eg 


‚ger find Schavren weiß ausgegangen, Tao 
und Nachts, Holtz und Feld durchſucht, fie has 
ben uns in ihrer gangen Verwaltung ausgerufs - 
fen, ja gar unbarmherkig und graufam, mar 
that auf den Eangeln u. Predigftühlen verleſen, 
daß man uns nicht mehr ſolle behaufen oder ba 
berbergen, noch einige Treueerzeigen, auch fole 
‚ten ung unfere Kinder nicht bebaufen, fonden 
es follejederman Gewalt an ung haben, undunsg 
gefangen nehmen: dann man hat etliche Manz - IM 
ner von den ihren, und auch unfere Kinder an  " 
Leib und Gut geftrafft, mo man ung Guts be 
wieſen hat, welches bey GOtt ſchwerlich zusere 
antroortenfenn wird. Wir glauben aber, og IM) 
dieſe die fürnehmfte Anfliffter und ABerckzeugen IM 
von dieſer Trübfalund ſchweren Berfolgungger IM 
weſen find, Die, die dem Volck Gnade und Frie⸗ 
den perfündigen, dann fie haben auf und neben _° 
- der Cankel daffelbige angefrieben, fie verrathen AM 
ſich ſelbſt, mit dem, daß fie felbit gegangen find IM 
zu fahen Und der Obrigkeit predigen fie, fie 117 
jenen Beſchirmer der beyden Taffelen, fo wohl 
‚der erften als der andern; was aber antriffe Im. 
nehmlich der Glaube und Gottesdienſt, vapıft 177 
offentlich Beweiß und Zeugnuͤß, Daß die Ge IM 
lehren diefelben find; dann wir Fönnen ja nicht 
glauben, daß einer hohen Dbrigfeit die Dinge 
bewuſt find, daß man mit uns fo graufam ge 
handelt hat, die Anhezer find,meifteneheilsfhue I 
dig Daran, dann, fie haben die Gemeinlichen alfo IM 
angehetzt / daß auch ein jeder gemennthaterhabe IM 
wohl gedicnet, manner nur SEO PR Bi: 
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mit ing, fo find auch gar graufame unmenfchlis 
eheundunbarmhergige Dinge gefcheben, Daß ei⸗ 
ne hohe Obrigkeit nichts Daroon gewuſt hat. 
Wir glauben auch, daß noch vi.le Herren ın dem 
Rath Haus find, dienoch gar barmhertzig, und 
"mehr zum Frieden dann zur Rache geneigt find, i 

Deshalben wollen mir die unfehuldigen in beyden " 
Staͤnden nicht beſchuldigen. J 
Beſonders, welche auch noch Mitleidig⸗ und 
Barmhertzigkeit erweiſen gegen uns, denen wuͤn⸗ 


ſchen wir, daß ihnen GOtt auch barmhertzig ſeyn 


wolle; und den Schuldigen wuͤnſchen wir daß 
fi: ihre Unbarmhertzigkeit moͤchten erkennen, und 
darvon abſtehen, dann es iſt erbaͤrmlich darvon 
zu reden und zu leſen, oder zu hören wie man mit 
uns und den Unferen umgegangen iſt, mit den | 
Schmangern und Säugenden, mit Alten und - 
ungen, mit Mann und Weib, Jungfrauen 
und Fünglingen, auch Haus und Hoff, mit 
Haab und Gut: Ja auch viel mehr, wie hat 
man fo viel Wittwen und Waͤyſen gemacht, : 
und hat fie fo unbarmbergig aus den Haͤuſern 
geſtoſſen, und haben ung fo gar unter Die Sreme 
Den getrieben, daß unſere Kinder jet io Troſt⸗ 
loß water den Fremden ſeyn, und ihrer Vaͤtter 
und Muͤtter beraubt ſeyn muͤſſen, etlichen ſind 
ihre Vaͤtter in der Gefangnuͤß geſtorben, wegen 
der langwirigen Gefangenſchafft / und auch wer 


gen der Hartigkeitvon Speiß und Tranck, ja et⸗ 





liche find in die Fremde vertrieben, und viel im 

Land bin und wieder, Weiber, Manner, Bruͤ⸗ 

Der und Schweſtern, ja daß alfo die Kinder ihrer 
vatter⸗ 

































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Hätter-u. muͤtterlichẽ Hilffe beraubt wordẽ fnd, 93 
‚und müflen die Kinder wie arme IBapfelein vers 11 
„trieben feyn, in Arımuth und Elend, und werden 7 
„unter den Fremden herum ‚geftoffen, veracht, 17 
berſchumpft und verſchmaͤht; und noch über | 
das lernen die Kinder unter dem boßhafftigen 
Dolce allerley Sünde und Boßheit, Schweren, 
Fluͤchen, Hoffarth und Ubermuth, und noch viel 15 
‚andere Boßheiten, Daß man nicht Darvon fagen IT) 
‚mag 5 toir wollen esG Ott heimftellen, und Ihn FF 
darob laſſen walten. Es foll ja niemand von ung 
verſtehen, daß wir aus Rache oder Bitterfeit das 
aufſchreiben, ſondern nur darum, daß auch unſe⸗ 


re Sachen und unfere Truͤbſal nicht in Vergeß 


komme, und ſonderlich unfern Nachkommenden. 


M NR )E ſchlu ß 0 
Alſo wollen wir es laſſen bleiben, es ſoll doch 
aber niemand meynen, daß auch mehr geſchrieben 
fen, als die gruͤndliche Sachen und Warheit wie 
es Elar am Tag ift, es waͤre noch viel zu fehreiben, 
aber auch zu übergehen, fo haben mir die Sache 
nach der Kuͤrtze befehrieben» Doch einen gewiſſen 
- Bericht allen Glaubigen an den Taggegebens | 
GOTT aber wolle alles zum Beſten wenden, |) 
durch JEſum Ehriftum,. AMEN! A 
Doch aber die gemeldte Höff, Die ung vers 
- Faufft, ſind nicht gar alle ledig gemefen, fonden Il 
mar: hat auch noch bey etlichen zmlich Zinß dar⸗ IM 
quf zuverzinſen, fo ziehe ſich dan daffelbigean Dee TEE 
EN | Sunma ii 


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Surmma ab / ſo fie ausunfern Hoͤffen geloͤßt ha 


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Anfer Gut auf den Schlöffern aufgeſchrieben ha⸗ 





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ben, daß es nicht alles bar geweſen iſt, doch aber 
:Taufft es ſich gar viel an, ja nehmlich taufend Gul⸗ 
* den Die Herren, Die Damit umgegangen find, mie 
unſerm Gut, Diefelben haben unfern Kindern gar 
viel verfprochen, wie fie unſern Kindern ſo wohl 
wolten Haushalten, ja viel beffer als ihre Vaͤt⸗ 
ters fo will ich auch ein wenig anzeigen, wie fie” 
Haußgehalten, dann fie haben einen groffen Uns 
often auf unfer Güter getrieben, mit efjen und 
“trinefen, Ubermuth und groffem Pracht : da fie 








“ ben, fo haben fie viel hundert Gulden verbraucht, " 

© ja .inSchreiber hat sooGuldenfordern dörfe 

fen nur Schreibers£ohn, und habenfonft ° 

noch gar viel verbraucht an allen Or⸗ 4 

* ‚ten, daß ich glaube fie werden ſichs 
0 icht viel zu ruͤhmen haben, 





























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